Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 13.03.2012, 07:40 
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.


Pflegeheime: Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk fordert konkrete Verbesserungen in der pflegerischen Versorgung der HeimbewohnerInnen

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat mit Datum vom 05.03.2012 ein Schreiben an die stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime) im Rhein-Kreis Neuss gefertigt und darin Verbesserungsmöglichkeiten in der pflegerischen und sonstigen Versorgung angesprochen. Eine pdf-Datei mit dem Brieftext steht auf Anfrage zur Verfügung. *) Es geht vornehmlich um folgende Themen:

• ärztliche Versorgung in den Heimen (mit Vermeidung von unnötigen Krankenhauseinweisungen),
• medikamentöse Versorgung der älteren und pflegebedürftigen Menschen,
• freiheitseinschränkende Maßnahmen (einschließlich Psychopharmaka zur Ruhigstellung) und
• Fort- und Weiterbildung der Krankenpflegekräfte zum Thema Demenz (offensichtlich gibt es Defizite).


Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk würde es sehr begrüßen, wenn wir bei der Umsetzung der hiesigen Anregungen eine breite Unterstützung erfahren könnten. Es ist dabei auch daran gedacht, die Themen beim nächsten Pflegetreff am 15.05.2012 anzusprechen – siehe dazu die aktuellen Hinweise unter
viewtopic.php?t=16058
Bei diesem Treff wird zusätzlich das Thema „Entbürokratisierung in der Pflege“ anstehen. Wir wollen uns dann – hoffentlich mit zahlreichen engagierten Gästen – auch für eine Pflegereform einsetzen (demonstrieren), die diesen Namen verdient.

Es ist im Übrigen vorgesehen, die den Neusser Pflegeeinrichtungen unterbreiteten Vorschläge demnächst auch bundesweit bekannt zu machen. Möglicherweise wird es sich als sinnvoll ergeben, die Themen bei einem Pflegetreff Ende Oktober / Anfang November 2012 nochmals vertiefend zu erörtern und auch darzustellen, was erreicht worden ist.

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Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 032012.pdf

PS. Zu unserer Kritik an der geplanten Förderung von Wohngemeinschaften finden Sie eine aktuelle Texteinstellung unter folgender Adresse:
viewtopic.php?t=17041

+++
Diskussionen zum Thema möglich u.a. unter:
viewtopic.php?t=16756&highlight=fixierung
viewtopic.php?t=5281&highlight=fixierung
viewtopic.php?t=16457&highlight=fixierung
viewtopic.php?t=17041
viewtopic.php?t=3387&highlight=%E4rztliche
+++

Die Medien berichten u.a. wie folgt:
http://www.presseanzeiger.de/infothek/g ... 573510.php
http://www.openbroadcast.de/article/182 ... ssern.html
http://www.openpr.de/news/613001/Pflege ... ssern.html
http://www.mg-heute.de/2012/03/pflegehe ... #more-4851
mit vollständigen Anschreiben an die Pflegeheime im Rhein-Kreis Neuss:
http://www.mg-heute.de/wp-content/uploa ... 032012.pdf
http://www.ak-gewerkschafter.de/2012/03 ... hnerinnen/
http://www.mg-heute.de/2012/03/pflegehe ... #more-5084
.... (weitere Hinweise folgen)

*) Der Brieftext ist ab 06.03.2012 auch abrufbar unter folgender Adresse:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 032012.pdf

Stand: 16.03.2012

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Zuletzt geändert von WernerSchell am 26.07.2013, 08:22, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 23.03.2012, 07:21 
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Pflegeheime im Rhein-Kreis Neuss können (noch) besser werden

Der in Neuss ansässige unabhängige und gemeinnützige Bundesverband Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich Anfang März 2012, vertreten durch seinen Vorstand Werner Schell, mit einem Schreiben an alle stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime) im Rhein-Kreis Neuss gewandt und darin Verbesserungsmöglichkeiten in der pflegerischen und sonstigen Versorgung angesprochen. Es geht vornehmlich um folgende Themen:

• ärztliche Versorgung in den Heimen (mit Vermeidung von unnötigen Krankenhauseinweisungen),
• medikamentöse Versorgung der älteren und pflegebedürftigen Menschen,
• freiheitseinschränkende Maßnahmen (einschließlich Psychopharmaka zur Ruhigstellung) und
• Fort- und Weiterbildung der Krankenpflegekräfte zum Thema Demenz (offensichtlich gibt es Defizite).

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat die Pflegeeinrichtungen gebeten, die unterbreiteten Vorschläge alsbald aufzugreifen und damit konkret für Verbesserungen in der pflegerischen und sonstigen Versorgung der HeimbewohnerInnen einzutreten. Dabei muss natürlich sicher gestellt werden, dass alle beteiligten Akteure, z.B. Heimträgerverantwortliche, Pflegekräfte, Ärzte, Betreuer, Bevollmächtigte, Betreuungsrichter, Pflegekassen, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, zielgerichtet zusammen wirken.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat dabei auch daran gedacht, die Themen beim nächsten Neuss-Erfttaler Pflegetreff am 15.05.2012 anzusprechen. Bei diesem Treff, bei dem nicht nur einige Bundestagsabgeordnete bezüglich der anstehenden Pflegereform Rede und Antwort stehen werden, wird auch die „Ombudsfrau für die Entbürokratisierung in der Pflege“ im Bundesgesundheitsministerium kommen, so dass zusätzlich die Entbindung der Pflegekräfte und Ärzte von Verwaltungs- bzw. Schreibarbeit erörtert werden kann. Bekanntlich klagen die Gesundheitsberufe seit Jahren darüber, dass sie durch vielfältige und zum Teil fragwürdige Büroarbeiten von ihren eigentlichen Aufgaben, sich intensiv um die kranken und pflegebedürftigen Menschen zu kümmern, abgehalten werden.

Obwohl Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk im Januar 2012 zusammen mit dem Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) in Neuss-Erfttal ein umfassendes Quartierskonzept auf den Weg gebracht hat, wird die Notwendigkeit gesehen, weiterhin über ausreichende Pflegeplätze in stationären Einrichtungen zu verfügen. Angesichts der demografischen Entwicklung und der Zunahme der Singlehaushalte wird es für erforderlich erachtet, sowohl ambulante wie auch stationäre Versorgungsstrukturen für ältere Menschen in guter Ausstattung verfügbar zu haben.

Nähere Informationen bei Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk, Harffer Straße 59, 41469 Neuss, Telefon 02131 150779

Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
+++

Die o.a. Pressemitteilung wurde u.a. vorgestellt unter:
http://www.presseanzeiger.de/infothek/g ... 577174.php
http://www.openbroadcast.de/article/186 ... erden.html
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=21392
http://www.openpr.de/news/617203/Pflege ... erden.html
....

Stand: 23.03.2012

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BeitragVerfasst: 24.03.2012, 08:17 
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Medikamentöse Versorgung der älteren und pflegebedürftigen Menschen

Das Thema wurde am 23.03.2012 kurz in der Pflegekonferenz des Rhein-Kreises Neuss vorgetragen und beantragt,
die Angelegenheit in der nächsten Gesundheitskonferenz am 23.05.2012 vertiefend zu behandeln.
Inzwischen gibt es zur Medikationsproblematik weitere Berichte, die dringenden Handlungsbedarf aufzeigen:
viewtopic.php?p=65235#65235
viewtopic.php?t=16653
viewtopic.php?t=17108

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BeitragVerfasst: 26.03.2012, 07:00 
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Siehe auch die Beiträge unter
Tausende Demenzkranke mit Pillen ruhig gestellt
viewtopic.php?t=17117

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BeitragVerfasst: 29.03.2012, 14:26 
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Textübernahme:

Jeder vierte Senior bekam 2011 potenziell ungeeignete Medikamente - Techniker Krankenkasse unterstützt Ärzte mit neuem Service
viewtopic.php?p=65298#65298

Hamburg (ots) - Jeder vierte Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) über 65 Jahre hat im Jahr 2011 mindestens ein Medikament verordnet bekommen, das insbesondere bei älteren Patienten
Neben- oder Wechselwirkungen verursachen kann. Insgesamt haben rund 261.000 Betroffene knapp 762.000 Medikamenten-Packungen verschrieben bekommen, die einen möglicherweise ungeeigneten Wirkstoff beinhalten. Statistisch betrachtet bekam somit jeder von ihnen pro Kopf drei Packungen mit Wirkstoffen verordnet, die auf der sogenannten Priscus-Liste stehen.

Die Priscus-Liste enthält 83 Arzneimittelwirkstoffe, die für Senioren eingeschränkt zu empfehlen sind. Ärzte sollten diese Medikamente deshalb nur nach einer genauen Nutzen-Risiko-Bewertung verordnen, denn ältere Menschen können unter Umständen empfindlicher auf diese Arzneimittel reagieren und dadurch häufiger an unerwünschten Arzneimittelwirkungen leiden. Wissenschaftler haben die Wirkstoff-Übersicht im Auftrag des Bundesforschungsministeriums erstellt. Professor Dr. Petra Thürmann, Direktorin des Philipp-Klee-Instituts für klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal, hat maßgeblich an dem Projekt mitgewirkt. Sie erklärt dazu: "Ziel der Priscus-Liste ist es, die Arzneimitteltherapie von älteren Patienten sicherer zu machen. Wir möchten informieren, nicht verunsichern. Patienten, die ein entsprechendes Medikament einnehmen, sollten es daher auf keinen Fall eigenmächtig absetzen. Stattdessen sollten sie die weitere Therapie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen."

Aus diesem Grund erweitert die TK ihren Arzneimittelreport (AMR) für niedergelassene Ärzte ab sofort um Informationen zur Priscus-Liste. Der AMR enthält eine Übersicht, die dem Arzt zeigt, welche Medikamente er den TK-Versicherten im zurückliegenden Quartal verordnet hat. Wenn der Arzt einem Patienten über 65 Jahre ein Priscus-Medikament verschrieben hat, bekommt er künftig einen entsprechenden Hinweis angezeigt. "Mit dem neuen Service möchten wir die Ärzte in ihrem Praxisalltag unterstützen, um mit ihnen gemeinsam eine qualitativ hochwertige Arzneimitteltherapie zu gewährleisten", erläutert Tim Steimle, Apotheker und Fachbereichsleiter "Arzneimittel" bei der TK. "Der Arzneimittelreport beschreibt die potenziellen Risiken der 83 Wirkstoffe, um die Mediziner für dieses Thema zu sensibilisieren", so Steimle weiter.

Neben Ärzten stellt die TK auch ihren Versicherten Informationen zur Priscus-Liste zur Verfügung. Bereits seit einem Jahr sind Hinweise zu der Wirkstoffliste in der TK-Versicherteninformation Arzneimittel (TK-ViA) integriert. Ähnlich wie bei einem Kontoauszug listet die TK-ViA sämtliche zu Lasten der TK verordnete Medikamente des vergangenen Quartals auf. Hat ein Versicherter, der 65 Jahre oder älter ist, ein Priscus-Medikament verordnet bekommen, wird dies im Arzneimittel-Kontoauszug hervorgehoben. "Die Patienten können mit dieser Information auf ihren Arzt zugehen und mit ihm mögliche Alternativen besprechen", erklärt der Arzneimittelexperte Steimle.

Mehr Informationen zum TK-AMR sowie zur TK-ViA sind im Internet unter http://www.tk.de, Webcodes 152302 beziehungsweise 095542 zu finden. Die aktuelle "Priscus-Liste" ist unter http://www.priscus.net online abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung vom 26.03.2012
TK Techniker Krankenkasse
Pressekontakt: Nicole Ramcke, TK-Pressestelle
Tel. 040-6909-3431
E-Mail: nicole.ramcke@tk.de
+++

Siehe auch Forum unter:
viewtopic.php?t=17044
viewtopic.php?t=14576&highlight=medikation
viewtopic.php?t=16653&highlight=medikation
viewtopic.php?t=17109&highlight=medikation
viewtopic.php?t=17117&highlight=medikation
viewtopic.php?t=17108&highlight=medikation
viewtopic.php?t=15675&highlight=medikation
viewtopic.php?t=16457&highlight=medikation
viewtopic.php?t=3387&highlight=medikation

Weitere Beiträge können im Forum mit "Suchen" und Eingabe von "Medikation" aufgefunden werden!

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BeitragVerfasst: 01.04.2012, 06:58 
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Statement nach hier übernommen:

Sozialforscher: 240.000 Demenzkranke werden ruhiggestellt

Ich begrüße es sehr, dass Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk in einem Anschreiben an die Heime im Rhein-Kreis Neuss deutliche Verbesserungen für pflegebedürftige Menschen, vor allem auch bei der Medikation, eingefordert hat. Man darf gespannt sein, ob und wie die diesbezüglichen Aktivitäten aufgegriffen werden:

Konkrete Verbesserungen in der Pflege gefordert
viewtopic.php?t=17044

Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post brachte am 26.03.2012 genau zu dem Anliegen von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk einen Kurzbericht, dessen Titel vielsagend wie folgt lautete:

"Sozialforscher: 240.000 Demenzkranke werden ruhiggestellt"

Aus dem Bericht ergibt sich, dass nach Berechnungen der Universität Bremen rd. 1/4 Millionen Demenkranke inn Deutschland mit Psychopharmaka ruhiggestellt werden, um Geld und Personal zu sparen. "In diesen Fällen werden die Medikamente nicht verschrieben, um die Leiden der Patienten zu lindern, sondern um Personal einzupsaren und smit Heimbetreibern höhere Gewinne zu bescheren". So die Aussage des Sozialforschers Gerd Glaeske gegenüber der "Welt am Sonntag". Offensichtlich haben sich nun einige Verbände zu Wort gemeldet, und mehr Geld für die Absicherung von Demenzkranken gefordert.

Der medizinisch nicht begründbare Einsatz von Psychopharma, so, wie in Glaeske beschreibt, geht letztlich auf die miesen Pflege-Rahmenbedingungen zurück. Und insoweit ist der Gesetzgeber gefordert. Die nach den Stellenschlüsseln geforderten Personalstellen sind nach den Berichten der Heimaufsichten nahezu immer besetzt. Insoweit gibt es keine Lücken. Nein, die Stellenschlüssel reichen nicht und da liegt der "Hase im Pfeffer". Das wird leider bei allen kritischen Statements vergessen.

Ich denke, dass schnellstens gehandelt werden muss. Die jetzt geplante Neuausrichtung der Pflegeversicherung bringt insoweit nichts:

Neuausrichtung der Pflegeversicherung - Kabinettbeschluss
viewtopic.php?t=17124

Das muss mit größtem Bedauern gesagt werden. Und kaum jemand regt sich auf. Auch die Kanzlerin hat das sog. Pflege-Reformpaket von Herrn Bahr durchgewunken. Ist das Unwissenheit oder Ignoranz gegenüber den pflegebedürftigen Menschen?

Gaby Modig

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BeitragVerfasst: 07.04.2012, 06:46 
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Pressemitteilung vom 05.04.2012

Heimrecht und Pflegequalität – im Rhein-Kreis Neuss gibt es lebhafte Diskussionen

Im Rhein-Kreis Neuss sind mehrere neue stationäre Pflegeeinrichtungen (Heime) in der Planung. Dies wird kontrovers diskutiert. Einerseits ist es geboten, für die zunehmende Zahl (schwer) pflegebedürftiger Menschen ausreichend stationäre Pflegeangebote vorzuhalten, andererseits muss aufgrund verschiedener Erwägungen ein Überangebot an Pflegebetten – und damit unwirtschaftliche Leerstände – vermieden werden. Der Rhein-Kreis Neuss hat daher unter Hinweis auf seine eigenen Planungen und Marktbeobachtungen im gegenwärtigen Zeitpunkt vor Überkapazitäten gewarnt. Die Pflegekonferenz des Rhein-Kreises Neuss hat am 23.03.2012 die Thematik aufgegriffen und in einem Beschluss festgestellt, dass im Kreisgebiet ein ausreichendes Pflegebettenangebot besteht und aktuelle Planungen zum Bau neuer Pflegeheime als problematisch eingeschätzt werden (müssen). Der Allgemeine Vertreter des Landrats, Jürgen Steinmetz, warb dafür, in den heimrechtlichen Vorschriften des Landes NRW den Kommunen stärkere Rechte zur planerischen Einwirkung auf die Planung stationärer Pflegeeinrichtungen einzuräumen. Ein ähnliches Statement wurde von Jürgen Steinmetz bereits am 10.11.2011 beim Pflegetreff in Neuss-Erfttal in Anwesenheit der nordrhein-westfälischen Pflegeministerin, Barbara Steffens, abgegeben.

Einerseits besteht ein grundsätzliches Bedürfnis, ein ausreichendes Angebot an Pflegebetten in stationären Pflegeeinrichtungen vorzuhalten. Andererseits müssen aber auch die Voraussetzungen dafür bestehen, dass in allen Einrichtungen möglichst gute Pflegeleistungen und zumutbare Heimentgelte angeboten werden können.

Unabhängig von den planerischen Mahnungen des Rhein-Kreises Neuss sieht Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk die dringende Notwendigkeit, pflegerische und sonstige Dienstleistungen in den stationären Pflegeeinrichtungen zu verbessern. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat daher mit Datum vom 05.03.2012 ein Schreiben an die stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheime) im Rhein-Kreis Neuss gefertigt viewtopic.php?t=17044 und darin Verbesserungsmöglichkeiten in der pflegerischen und sonstigen Versorgung angesprochen. Es geht vornehmlich um folgende Themen:

• ärztliche Versorgung in den Heimen (mit Vermeidung von unnötigen Krankenhauseinweisungen,
• medikamentöse Versorgung der älteren und pflegebedürftigen Menschen,
• freiheitseinschränkende Maßnahmen (einschließlich Psychopharmaka zur Ruhigstellung) und
• Fort- und Weiterbildung der Krankenpflegekräfte zum Thema Demenz (offensichtlich gibt es Defizite).


Nachdem das Rundschreiben in der Pflegekonferenz am 23.03.2012 unter Hinweis auf eine entsprechend informierende „Tischvorlage“ kurz angesprochen werden konnte, hat Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk darum gebeten, die Angelegenheit in der nächsten Gesundheitskonferenz des Rhein-Kreises Neuss am 23.05.2012 bzw. beim Pflegetreff am 15.05.2012 viewtopic.php?t=16058 anzusprechen und weiter zu verfolgen.

Es ist im Übrigen vorgesehen, die den Neusser Pflegeeinrichtungen unterbreiteten Vorschläge demnächst auch bundesweit bekannt zu machen. Möglicherweise wird es sich als sinnvoll ergeben, die Themen bei einem Pflegetreff Ende Oktober / Anfang November 2012 nochmals vertiefend zu erörtern und auch darzustellen, was erreicht worden ist.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 042012.pdf
+++

Die Medien berichten u.a. wie folgt:

http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=21597
http://www.presseanzeiger.de/infothek/g ... 582298.php
http://www.openbroadcast.de/article/192 ... ionen.html
http://www.openpr.de/news/622490/Heimre ... ionen.html
.... (weitere Informationen folgen).

Stand: 08.04.2012

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Zuletzt geändert von WernerSchell am 08.04.2012, 07:26, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 15.04.2012, 07:51 
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Zum auch hier angesprochenen Thema "Fixierungen" gibt es in diesem Forum folgende eachtenswerte Texteinstellung:
viewtopic.php?t=17163

Freiheitsentziehende Maßnahmen im ambulanten Bereich
Experten gehen von hoher Dunkelziffer aus

So titelt die aktuelle Ausgabe von CAREkonkret vom 05.04.2012. Nach dem Bericht werden mindestens 5% der zu Hause von Angehörigen gepflegten Menschen regelmäßig gegen ihren Willen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. In erster Linie werden dabei, so der Bericht weiter, hohe Bettgitter oder Medikamente eingesetzt oder es wird einfach die Tür abgeschlossen. Dies ergibt nach dem Zeitungsbericht aus einer Studie, an der u.a. Prof. Klie, Freiburg, mitgewirkt hat - http://www.redufix.de/cms/website.php?i ... 2ljdioa345 .
Was hier längst bekannt ist und auch in der Buchveröffentlichung Schell, Werner "100 Fragen zum Umgang mit Mängeln in Heimen" http://www.wernerschell.de/Buchtipps/10 ... tungen.php Erwähnung fand, brachte Prof. Klie wie folgt auf den Punkt: "Unsere Studie zeigt, dass die häusliche Pflege von alten Menschen nicht immer besser ist als die stationäre Pflege".
Nach Expertenmeinung, auf einer Tagung bei Vorstellung der Studienergebnisse in Frankfurt geäußert, ist die Dunkelziffer der hier angesprochenen Maßnahmen wesentlich höher, da in vielen Fällen kein Außenstehender etwas von den Freiheitseinschränkenden Maßnahmen (FeM) erfahre. Bei Menschen mit Demenz wird der Anteil der FeM im häuslichen Bereich auf über 30% geschätzt.

http://www.redufix.de/html/img/pool/Sch ... chkeit.pdf

Auch wenn es darüber unterschiedliche Meinungen gibt:
Freiheitsentziehende Maßnahmen müssen sich an den verfassungsrechtlichen Vorgaben der Artikel 2 und 104 Grundgesetz (GG) messen lassen. Das bedeutet auch in vielen Fällen Genehmigungspflicht!

In diesem Forum gibt es zum Thema bereits zahlreiche Beiträge:

Fixierung Zuhause - Genehmigung?
viewtopic.php?t=6370&highlight=wohnung

Bettgitterfixierung zu Hause - Genehmigung?
viewtopic.php?t=2798&highlight=wohnung

Bettgitter in der Wohnung – genehmigungspflichtig?
viewtopic.php?t=2797&highlight=wohnung

Freiheitsentzug in der eigenen Wohnung - Genehmigung!
viewtopic.php?t=9997&highlight=wohnung

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird die Problematik im Auge behalten!
Siehe dazu auch unter:
Konkrete Verbesserungen in der Pflege gefordert
viewtopic.php?t=17044

Stand: 15.04.2012

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Ein Zwischenruf!

Medikamentengabe bei pflegebedürftigen Menschen - oft zuviel und falsch

Zur Medikation bei pflegebedürftigen - meist älteren - Menschen gibt es in jüngster Zeit besorgniserrgende Studien und Bericht. Hinsichtlich der Fehlentwicklung bei der Medikation gibt es offensichtlich keine Erkenntnis-, sondern allenfalls Durchsetzungsprobleme. Und insoweit fehlt es oft am guten Willen der infrage kommenden Personen bzw. Institutionen. Dies geht alles zu Lasten der pflegebedürftigen Menschen und wird auf dem Rücken der Pflegekräfte und der Angehörigen ausgetragen.
Wir haben in den Neusser Pflegetreffs viewtopic.php?t=11655 wiederholt auch die Medikation angesprochen und haben überwiegend "taube Ohren" angetroffen. Nun hat Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk nach Kontaktaufnahme mit dem MDS eine modellhafte Initiative gestartet, um die ärztliche Versorgung mit der dazu gehörigen Medikation (einschließlich der freiheitseinschränkenden Maßnahmen - z.B. durch Psychopharmaka) auf den Prüfstand zu stellen. Es wurde, nachdem vor einigen Wochen die hiesige Pflegekonferenz kurz darüber beraten hat, beantragt, am 23.05.2012 die Gesundheitskonferenz mit der Angelegenheit zu befassen und dann - modellhaft - Maßnahmen zu ergreifen, die vielfach angesprochenen Probleme auflösen helfen. Sie finden dazu zahlreiche Beiträge im hiesigen Forum, z.B.:
Konkrete Verbesserungen in der Pflege gefordert viewtopic.php?t=17044
Medikamentöse Versorgung alter Menschen in Heimen viewtopic.php?t=16457
In den stationären Pflegeeinrichtungen werden wir die vielfach beklagten Pflegemängel nicht minimieren können, wenn es nicht endlich gelingt, mehr Personal auf den Weg zu bringen. Leider wird dieses Thema - wahrscheinlich aus Kostenerwägungen - ignoriert. Dennoch: Wir haben in den Heimen einen chronischen Pflegekräftemängel (und damit meine ich noch nicht einmal den vielfach beschriebenen und verstärkt auf uns zukommenden Fachkräftemangel), weil die Stellenschlüssel unzureichend sind. Man kann davon ausgehen, dass die Stellenschlüssel den wirklichen Bedarf in der Pflege nur zu rd. 70% abdecken. Dazu habe ich u.a. in zahlreichen Stellungnahmen, auch gegenüber dem BMG und den Abgeordneten des Bundestages, nähere Ausführungen gemacht. In meinem Buch "100 Fragen zum Umgang mit Mängeln in Pflegeeinrichtungen" habe ich das alles ebenfalls deutlich angesprochen: viewtopic.php?t=15822
Siehe auch unter viewtopic.php?t=16644

Werner Schell - Dozent für Pflegerecht
http://www.wernerschell.de - Pflegerecht und Gesundheitswesen -
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de - Menschenwürdige Pflege - jetzt und überall -
Infos auch bei http://www.facebook.com/

Die o.a. Mitteilung wurde von den Medien aufgegriffen, siehe u.a. unter:
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=21772

Aktuelle Hinweise
Pflegetreff am 15.05.2012, 18.00 - 20.00 Uhr, Kontakt Neuss-Erfttal - Pflegereform und Entbürokratisierung in der Pflege ... (weitere Infos folgen) … viewtopic.php?t=16058
Buchtipp! >>> Schell, Werner: "100 Fragen zum Umgang mit Mängeln in Pflegeeinrichtungen" viewtopic.php?t=15822
Pflegemängel – schnelle Hilfe für den Notfall viewtopic.php?t=15828

Siehe auch den TV-Tipp für den 23.04.2012
Mediziner warnen: Krank durch zu viele Vitaminpillen
Sendetermin: Montag, 23. April, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen
viewtopic.php?t=17243

Stand: 15.05.2012

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Thema:
Pillen statt Pflege

Weil die Pflege zu aufwendig ist werden einer neuen Studie zu Folge ca. 360.000 Demenzkranke mit Psychopharmaka ruhig gestellt. Damit nicht genug. Offenbar kassieren manche Pflegeheime trotzdem die höchste Pflegestufe und verdienen so am Leiden der Patienten. Ein Skandal, zumal viele der eingesetzten Psychopharmaka tödliche Risiken für Demenzkranke haben. "Odysso" berichtet über eine tickende Zeitbombe in Pflegeheimen, zeigt warum zu viel Fastfood depressiv machen kann und wie Psychotherapie das Gehirn verändert.

Moderator: Dennis Wilms

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Siehe auch Forum:
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Pressemitteilung vom 24.05.2012:

"Fixierung als Normalfall kann nicht unsere Lebenswirklichkeit sein." NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat sich erneut gegen die hohe Zahl von Fixierungen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und psychiatrischen Einrichtungen ausgesprochen. Zur Eröffnung des JuraHealth Congress 2012 sagte die Ministerin am Morgen in Köln, an erster Stelle müsse immer das Selbstbestimmungsrecht des Menschen stehen, auch im Alter oder im Krankheitsfall. Zum Kongress senden wir Ihnen unten stehend eine aktuelle Medieninformation. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin v. Berswordt-Wallrabe


"Menschenrechte dürfen nicht an Personalengpässen scheitern."

NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens spricht sich beim JuraHealth Congress gegen Fixierungen und Videoüberwachung in der Pflege aus

"Fixierung als Normalfall kann nicht unsere Lebenswirklichkeit sein." NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat sich erneut gegen die hohe Zahl von Fixierungen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und psychiatrischen Einrichtungen ausgesprochen. Zur Eröffnung des JuraHealth Congress 2012 sagte die Ministerin am Morgen in Köln, an erster Stelle müsse immer das Selbstbestimmungsrecht des Menschen stehen, auch im Alter oder im Krankheitsfall. Steffens erläuterte auch die Abschaffung der Videoüberwachungen in psychiatrischen Einrichtungen in NRW. Viele Einrichtungen gingen nun neue Wege, die natürlich auch entsprechendes Personal benötigten. Steffens betonte jedoch: "Menschenrechte dürfen nicht an Personalengpässen scheitern."
Ursachen von Gewalt im Gesundheitswesen und Strategien zu deren Vermeidung standen im Mittelpunkt des zum bereits fünften Mal stattfindenden pflege- und medizinrechtlichen Fachkongresses. Rund 250 Juristen, Mediziner und Pflegeexperten besprachen die juristischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Wohnanlagen oder Therapiezentren schaffen müssen, um Übergriffe zwischen Pflegenden und Patienten zu verhindern oder zu entschärfen. Dabei ging es auch um Alternativen zu Fixierungen und freiheitsentziehenden Maßnahmen.

Dr. Helmut Frohnhofen, der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie der Kliniken Essen-Mitte, verwies eindrucksvoll auf die Gefahren beispielsweise durch einen Muskelverlust, die mit der langen Bewegungsunfähigkeit fixierter Personen einhergehen kann. "Bettruhe ist so gefährlich, dass wir die Patienten eigentlich medizinisch aufklären müssten", sagte der Mediziner. Zusammenhängend mit Gewaltsituationen war zudem der Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen und deren juristische Bewertung Thema auf dem Fachkongress in den Kölner Sartory-Sälen. Dabei lieferte die in NRW vorbereitete Abschaffung der Videoüberwachung bei Fixierungen in psychiatrischen Einrichtungen einen aktuellen und brisanten Anlass und sorgte für intensive Diskussionen um die damit einhergehenden personellen und organisatorischen Herausforderungen.
In Leipzig, Berlin und Dresden hatte der JuraHealth Congress in den vergangenen Jahren Themen an der Schnittstelle von Recht und Gesundheit aufgegriffen, wie beispielsweise die Delegation ärztlicher Aufgaben auf die Pflege oder die Neuorganisation von Personalsystemen im Gesundheitswesen. Der JuraHealth Congress 2013 soll sich mit den juristischen Dimensionen der Hygiene in Krankenhäusern, Arztpraxen und
Pflegeeinrichtungen beschäftigen.

http://www.jurahealth.de
Pressekontakt Martin v. Berswordt-Wallrabe
030 / 20 25 – 35 73
presse@pwg-seminare.de

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BeitragVerfasst: 20.06.2012, 08:27 
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Aus gegebenem Anlass wurden die Heime im Rhein-Kreis Neuss wie folgt informiert:

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
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Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
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20.06.2012

An die
Stationären Pflegeeinrichtungen
im Rhein-Kreis Neuss


Nachrichtlich (zur Mitwirkung):

An den
Rhein-Kreis Neuss
Heimaufsicht mit Pflegekonferenz / Gesundheitsdezernat mit Gesundheitskonferenz und Arbeitskreise „Medizinische Versorgung in Heimen“, „Demenz“ und „Gesundheitsförderung im Alter“
Kreishaus Lindenstraße 2- 16
41515 Grevenbroich


Medizinische und pflegerische Versorgung der pflegebedürftigen Menschen einschließlich medikamentöse Versorgung und freiheitseinschränkende Maßnahmen (Fixierungen) ….

Sehr geehrte Damen und Herren,

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist regional und bundesweit aktiv und besonders durch die regelmäßigen Pflegetreffs mit hochkarätigen Referenten gut bekannt geworden. Zugenommen haben auch die Hilferufe von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen. Es melden sich auch immer wieder Pflegekräfte und Leitungskräfte mit vielfältigen Fragestellungen.

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat daher die stationären Pflegeeinrichtungen im Rhein-Kreis Neuss mit Schreiben vom 05.03.2012 auf verschiedene Mangelsituationen aufmerksam gemacht und konkrete Verbesserungen eingefordert.

Da es insoweit von der Trägerseite noch keine hilfreichen Gestaltungsvorschläge gibt, sieht sich Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk veranlasst, nochmals auf die Handlungsnotwendigkeiten aufmerksam zu machen und um entsprechende Rückmeldungen zu bitten. Es geht konkret um folgende Themenbereiche:

• ärztliche Versorgung in den Heimen (mit Vermeidung von unnötigen Krankenhauseinweisungen),
• medikamentöse Versorgung der älteren und pflegebedürftigen Menschen,
• freiheitseinschränkende Maßnahmen (einschließlich Psychopharmaka zur Ruhigstellung) und
• Fort- und Weiterbildung der Krankenpflegekräfte zum Thema Demenz (offensichtlich gibt es Defizite – aktuell dazu eine Studie der Universität Witten-Herdecke vom 19.06.2012).


Das Thema palliative Versorgung in den Pflegeeinrichtungen kann wegen der aktuellen Erörterungen anlässlich der umstrittenen Palliativstationen im Johanna-Etienne Krankenhaus und im Kreiskrankenhaus Dormagen hinzugefügt werden mit der Anregung, die diesbezügliche Pflege und Versorgung auch in den stationären Pflegeeinrichtungen (weiter) auszubauen. Die Palliativ- und Hospizversorgung im Rhein-Kreis Neuss muss nach hiesiger Überzeugung einer ganzheitlichen Betrachtung zugeführt werden.

Brandaktuell geht es in einigen Streitsituationen um die Begleitung von HeimbewohnerInnen zu notwendigen Arztbesuchen. Nicht selten wird von der Heimträgerseite die Auffassung vertreten, HeimbewohnerInnen müssten notwendige Arztbesuche selbst organisieren und insoweit auch immer für die entstehenden Kosten einstehen. Diese Auffassung ist aber unzutreffend und benachteiligt die HeimbewohnerInnen in unzumutbarer Weise. Daher verweist Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk auf die nochmals angefügte Pressemitteilung vom 17.02.2012, mit der die Rechtssituation und die Pflichten der Heimträger beschrieben wurden.

Aus gegebenem Anlass wird noch einmal präzisiert:

Zur Regelung des § 2 Abs. 2 im Rahmenvertrag für die vollstationäre Pflege und Kurzzeitpflege in Nordrhein-Westfalen gehört die Begleitung von BewohnerInnen zu Arztbesuchen zu den Regelleistungen stationärer Pflegeeinrichtungen. Zu den allgemeinen Pflegeleistungen (Grundpflege) gehören hiernach, je nach Einzelfall, auch Hilfen bei der Mobilität. Diese umfasst auch das Verlassen und Wiederaufsuchen der Pflegeeinrichtung bei Maßnahmen außerhalb des Pflegeheims zur Aufrechterhaltung der Lebensführung, die ein persönliches Erscheinen des Pflegebedürftigen erfordern. Hierunter können auch Arztbesuche fallen. Diese Leistungen sind daher mit den nach SGB XI vereinbarten Vergütungssätzen abgegolten und können daher nicht gesondert in Rechnung gestellt werden. Hiervon abzugrenzen ist jedoch eine Begleitung lediglich auf Wunsch des Bewohners. Unberührt hiervon bleibt der Anspruch auf Krankentransportleistungen nach dem SGB V.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich die Pflegeeinrichtungen zu den angesprochenen Handlungsnotwendigkeiten positionieren und Rückmeldungen geben könnten. Es ist vorgesehen, die angesprochenen Problembereiche im nächsten Pflegetreff am 14.11.2012 in Neuss-Erfttal anzusprechen.

Hinsichtlich der Fixierungsproblematik hat inzwischen auch das Gesundheits- und Pflegeministerium NRW Regelungen angekündigt, mit denen die Heimträger und die sonst Beteiligten verpflichtet werden (sollen), freiheitseinschränkende Maßnahmen durch geeignete Maßnahmen auf das zwingend notwendige Maß zurückzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell


>> Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk <<
Pressemitteilung vom 17.02.2011

Begleitung von Heimbewohnern zu Arztbesuchen = Regelleistung der Heimträger

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat mit Urteil vom 13.01.2011 - 4 K 3702/10 - in einem Klageverfahren einer Pflegeeinrichtung gegen die Heimaufsicht entschieden, dass die Begleitung von Heimbewohnern zu notwendigen Arztbesuchen, für die eine Begleitung durch Dritte nicht sichergestellt ist, eine Regelleistung der Pflegeheimen ist.

Damit steht fest, dass die Heimbetreiber für ihre Bewohner bei notwendigen Arztbesuchen außerhalb der Einrichtung auch die Begleitung als Regelleistung sicher zu stellen haben, und die finanziellen Aufwendungen hierfür nicht als Zusatzleistung oder sonstige Leistung abgerechnet werden dürfen. Vielmehr sind solche Leistungen Teil der allgemeinen Pflegeleistungen, die durch den entsprechenden Pflegesatz abgegolten werden. Mit der jetzt bekannt gewordenen verwaltungsgerichtlichen Entscheidung wurde eine von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk seit längerer Zeit vertretene Auffassung bestätigt.

In den Entscheidungsgründen führte das Verwaltungsgericht im Wesentlichen aus: Grundsätzlich dürften keine zusätzlichen Entgelte für solche Leistungen von den Heimbewohnern verlangt werden, die die Einrichtung als Regelleistung zu erbringen habe und die Teil der allgemeinen Pflegeleistungen seien, die durch den von den Pflegekassen hierfür geleisteten entsprechenden Pflegesatz abgegolten würden. Zu den allgemeinen Pflegeleistungen gehörten nach dem zwischen den überörtlichen Trägern der Pflegeeinrichtungen und den Pflegekassen geschlossenen Rahmenvertrag u.a. Hilfen bei der Mobilität. Die Mobilität umfasse u.a. auch das Verlassen und Wiederaufsuchen der Pflegeeinrichtung. Nach dem Rahmenvertrag seien dabei solche Verrichtungen außerhalb des Pflegeheims zu unterstützen, die für die Aufrechterhaltung der Lebensführung notwendig seien und das persönliche Erscheinen des Pflegebedürftigen erforderten. Zu den Hilfen bei Mobilität sei jedenfalls für den Fall, dass ein Arztbesuch zwingend außerhalb der Einrichtung der Klägerin notwendig und eine notwendige Begleitung durch Dritte nicht möglich sei, auch die Begleitung durch den Heimbetreiber für die Bewohner sicherzustellen, indem dieser Beschäftigte des Heims einsetze oder sonstige Personen damit beauftrage. Die sicherzustellende Begleitung als Teil der Regelleistung sei daher weder eine Zusatzleistung noch eine sonstige Leistung, für die ein gesonderter Zuschlag von den Heimbewohnern zu entrichten sei.

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Quelle: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... suchen.php
+++
Medienberichte u.a.:
http://www.mg-heute.de/?p=7526
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=22415

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Fachärztliche Versorgungslücken in Pflegeheimen reduzieren Lebensqualität
Freitag, 29. Juni 2012
Berlin – Lücken in der fachärztlichen Versorgung können sich negativ auf eine bessere Gesunderhaltung und -prävention der pflegebedürftigen Bewohner auswirken. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Universität Bielefeld und der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Demnach mangelt es vor allem an der gerontopsychiatrischen Versorgung sowie an der fachärztlichen Betreuung von Seh-, Hör- und Gehbehinderungen.
....
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50701

zum Thema
Kurzbericht „Qualität und Gesundheit in der stationären Altenhilfe
http://www.zqp.de/upload/content.000/id ... ment01.pdf

Siehe auch unter
viewtopic.php?p=67207#67207
viewtopic.php?p=67208#67208
viewtopic.php?p=67209#67209

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für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
Pro Pflege - Selbsthilfetzwerk ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".


Neuss, den 29.10.2012

An die
Stationären Pflegeeinrichtungen
im Rhein-Kreis Neuss


Nachrichtlich (zur Mitwirkung):
• An den Rhein-Kreis Neuss - Heimaufsicht mit Pflegekonferenz / Gesundheitsdezernat mit Gesundheitskonferenz und Arbeitskreise „Medizinische Versorgung in Heimen“, „Demenz“ und „Gesundheitsförderung im Alter“ - Kreishaus Lindenstraße 2- 16 - 41515 Grevenbroich
• An die Amtsgerichte – Betreuungsgerichte - in Neuss und Grevenbroich

Medizinische und pflegerische Versorgung der pflegebedürftigen Menschen einschließlich medikamentöse Versorgung und freiheitseinschränkende Maßnahmen (Fixierungen) ….

Sehr geehrte Damen und Herren,

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte u.a. mit den Zuschriften vom 05.03.2012 und 20.06.2012 auf verschiedene Verbesserungsnotwendigkeiten aufmerksam gemacht und Anregungen gegeben, in welchen Zusammenhängen Handlungsbedarf gesehen wird.

Mittlerweile ist der Sachstand im Wesentlichen wie folgt:

Bezüglich der beklagten Arzneimittelversorgung bei älteren bzw. pflegebedürftigen Menschen hat die Gesundheitskonferenz des Rhein-Kreises Neuss am 26.09.2012 einen Arbeitskreis unter Leitung der Amtsapothekerin (Frau Mierisch) eingesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Fragestellungen alsbald aufgegriffen werden. Unabhängig davon sind die Ärzte und Heimverantwortlichen bereits jetzt in der Pflicht, den aufgezeigten Hinweisen zur Überprüfung einer guten Medikation nachzugehen bzw. Folgerungen zu ziehen. Mittlerweile hat es eine Kleine Anfrage im Landtag NRW gegeben mit der Folge, dass sich die Landesgesundheitskonferenz am 22.11.2012 mit dem Thema befassen wird (die RP/NGZ berichtete am 20.10.2012). Siehe dazu auch die Anlage 2 „Mehrfachmedikation bei älteren Patientinnen und Patienten“.

Mit den Themen „Palliativversorgung“ und „freiheitsentziehende Maßnahmen“ hat sich am 24.10.2012 der Arbeitskreis der Einrichtungsleitungen im Rhein-Kreis Neuss mit dem Ergebnis befasst, dass die Heimaufsicht zu diesen Themen eine Ist-Analyse initiieren wird, um eine Grundlage über den derzeitigen Sachstand in den Pflegeeinrichtungen im Rhein-Kreis Neuss zu erhalten. Grundsätzlich sind entsprechende Ermittlungen nicht verkehrt und können zu weiterführenden Erkenntnissen führen. Allerdings besteht hinsicht¬lich der „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ doch eher dringender Handlungsbedarf, so dass alle Einrichtungen nochmals gebeten werden, ungeachtet weiterer Erörterungen „freiheitsentziehende Maßnahmen“ (mittels technischer Hilfsmittel oder Psychopharmaka) ohne Zögern auf den Prüfstand zu stellen und auf das zweifelsfrei zwingende Maß zurückzuführen. Der „3. MDS-Qualitätsbericht 2012“ spricht von insgesamt 140.000 freiheitsentziehenden Maßnahmen, für die in einer Größenordnung von 10% keine richterlichen Genehmigungen vorlagen. Die NRW-Gesundheitsministerin, Frau Barbara Steffens, hat u.a. im Mai 2012 erklärt: „Pflege ohne Fixierungen und Ruhigstellen durch Medikamente muss unser aller Ziel sein“. Es sind entsprechende ministerielle Maßnahmen in Vorbereitung. Siehe dazu u.a. unter
viewtopic.php?t=17303&highlight=steffens

Die von Pro Pflege-Selbsthilfenetzwerk angesprochenen Fort- und Weiterbildungsnotwendigkeiten zur Krankheit Demenz werden am 21.11.2012 im Arbeitskreis Demenz erörtert.

Unabhängig von all dem wird der Pflegetreff am 14.11.2012 die angesprochenen Handlungsfelder aufgreifen und informieren. Das Ihnen dazu von hier bereits per E-Mail übermittelte Einladungsschreiben ist nochmals angefügt. Weiter ist eine Einladung mit den Fotos der Podiumsgäste beigefügt (Anlage 1).

Zur Vorbereitung der Veranstaltung würde ich es sehr begrüßen, wenn Sie vorab der Heimaufsicht (ggf. auch Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk) die jeweilige Anzahl der freiheitsentziehenden Maßnahmen (technisch oder mittels Psychopharmaka) mitteilen könnten. Dabei wäre ein Hinweis, ob und ggf. welche Aktivitäten zur Reduzierung etwaiger freiheitsentziehender Maßnahmen geplant sind, sinnvoll. Inzwischen wurde Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk von einigen Trägern bereits signalisiert, dass entsprechende Folgerungen in Vorbereitung seien. In einem konkreten Fall wurde erklärt, dass die Einrichtung komplett auf Fixierungen verzichte.

Denkbar erscheint auch die Herausgabe eines (ergänzenden) Heimführers, der – statt im Wesentlichen auf die Dokumentation gestützte Schulnoten abzustellen - wirklich hilfreiche Informationen enthält. Darin könnte auch ausgeführt werden, wie man z.B. mit „freiheitsentziehenden Maßnahmen“ umgeht.

Für Ihre Bemühungen vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

PS.:
Am 26.10.2012 gab es eine BVMed-Pressemeldung Nr. 85/12, die möglicherweise weitere Fragen aufwirft: http://www.bvmed.de/presse.php?11515
Defizite bei der Inkontinenzversorgung in Pflegeheimen: Krankenkassen, Heimträger und Unternehmen legen gemeinsam Handlungsfelder fest. - Quelle: viewtopic.php?t=18014
Vielleicht kann die Inkontinenzversorgung vorsorglich mit in die Diskussionen einbezogen werden?

Anlage 1:

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Vorstand: Werner Schell – Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

23.10.2012

Pflegetreff am 14.11.2012 in Neuss-Erfttal

Sehr geehrte Damen und Herren,

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk macht seit Jahren auf systemische und sonstige Missstände im Pflegesystem aufmerksam und fordert umfangreiche Verbesserungen ein. Dazu wurden in jüngster Zeit konkrete Vorschläge unterbreitet. Diese werden im (17.) Pflegetreff, am 14.11.2012, 15.00 - 17.00 Uhr, im Jugendzentrum „Kontakt Erfttal“, (großer Saal) Bedburger Straße 57, 41469 Neuss-Erfttal, mit hochkarätigen Referenten näher beleuchtet und diskutiert. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um folgende Themen:

Arztbesuche zu Hause und im Heim (Versorgungs- und Kommunikationsprobleme) - Wieviele Medikamente für ältere Menschen (Neben- und Wechselwirkungen)? – Die "Priscus-Liste“ beschreibt Gefährdungen! – Psychopharmaka, Bettgitter und Fixierungen (Freiheitsrechte in Gefahr?) … Erörterungsbedürftig ist auch die Fort- und Weiterbildung zur Krankheit Demenz und die Palliativversorgung (einschließlich Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung = "beizeiten begleiten").

Bezüglich der Arzneimitteltherapie bei älteren Menschen wird sich für den Rhein-Kreis Neuss ein am 26.09.2012 in der Gesundheitskonferenz auf Antrag von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk eingesetzter Arbeitskreis (unter Leitung der Amtsapothekerin) befassen. Die Medikationsproblematik wurde auch erneut in den Medien aufgegriffen. So berichtete die Neuss-Grevenbroicher Zeitung am 20.10.2012 unter dem Titel „Wegen Arznei ins Krankenhaus“. Grundlage dieses Berichts war die Antwort der Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW, Frau Barbara Steffens, auf eine Kleine Anfrage 450 des Landtagsabgeordneten Peter Preuß, CDU, am 18.10.2012. Lesen Sie dazu die entsprechenden Hinweise im Forum unter folgender Adresse:
viewtopic.php?t=17985
Die diesjährige Landesgesundheitskonferenz wird sich am 22.11.2012 mit dem Thema „Arzneimitteltherapiesicherheit als elementarer Baustein einer guten und sicheren gesundheitlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen“ beschäftigen.

Zu den freiheitsentziehenden Maßnahmen gab es bei „ZDFzoom“ am 10.10.2012 einen Beitrag über die Auswirkungen von Fixierungen und Alternativen - TV-Tipp unter: viewtopic.php?t=17913
Die Sendung, ca. 30 Minuten, ist in der ZDF Mediathek anschaubar unter folgender Adresse: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanalueb ... lt-im-Heim
Frau Ministerin Steffens hat u.a. im Mai 2012 erklärt: „Pflege ohne Fixierungen und Ruhigstellen durch Medikamente muss unser aller Ziel sein“. Es sind entsprechende ministerielle Maßnahmen in Vorbereitung. Siehe dazu u.a. unter
viewtopic.php?t=17303&highlight=steffens

Beim Pflegetreff werden auf dem Podium folgende Personen zur Verfügung stehen:

- Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), u.a. Bundestagsabgeordnete a.D. und Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit a.D. (und weitere zahlreiche Funktionen).
- Uwe Brucker, Fachgebietsleiter „Pflegerische Versorgung“, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS).
- Prof. Dr. Petra Thürmann, Direktorin des Philipp-Klee-Instituts für klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal, Lehrstuhlinhaberin für Klinische Pharmakologie der Universität Witten / Herdecke und Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.
- Dr. med. Hermann-Josef Verfürth, Facharzt für Allgemeinmedizin und stellvertretender Vorsitzender der Ärztekammer Nordrhein, Kreisstelle Neuss.

- Stefan Hahn, Beigeordneter der Stadt Neuss und zugleich Dezernent für Jugend und Soziales, Ordnung und Rettungswesen, wird den Pflegetreff besuchen und ein Grußwort sprechen. Schirmherr des Pflegetreffs ist Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss und Mitglied des Landtages (MdL) von NRW von 2000 – 2010.

Ich lade zur Veranstaltung am 14.11.2012 in Neuss-Erfttal herzlich ein.

Näheres entnehmen Sie bitte auch den Hinweisen im Internet unter folgender Adresse:
viewtopic.php?t=17341
Der Einladungstext ist auch als pdf-Datei im Internet abrufbar:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 141112.pdf

Eingeladen sind vor allem Patienten, pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Ärzte bzw. sonstige Leistungsanbieter im Gesundheitswesen sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger! - Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. - Sie können auch gerne weiter informieren.

Beim Pflegetreff wird (zur Nachbereitung) eine 32-Seiten umfassende Themenbeschreibung zur Mitnahme zur Verfügung stehen. Auch einige Exemplare der DVD mit dem Titel „Eure Sorge fesselt mich“ sind noch verfügbar und können (solange der Vorrat reicht) an interessierte Gäste abgegeben werden. Die Filme auf der DVD beschreiben anschaulich die Probleme von Fixierungen und welche Maßnahmen zu ihrer Vermeidung möglich sind.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell – Dozent für Pflegerecht
http://www.wernerschell.de

Anlage 2:

Mehrfachmedikation bei älteren Patientinnen und Patienten

Die Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW hat die Kleine Anfrage 450 des Landtagsabgeordneten Peter Preuß, CDU - Drucksache 16/900) mit Schreiben vom 12.10.2012 namens der Landesregierung beantwortet ( LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN 16. Wahlperiode - Drucksache 16/1143 – ausgegeben am 18.10.2012):

Vorbemerkung der Kleinen Anfrage
Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Krankheiten und gerade Seniorinnen und Senioren sind von Mehrfacherkrankungen betroffen, die medikamentös behandelt werden müssen. Die adäquate Behandlung dieser Patientengruppe stellt Ärzte vor besondere Herausforderungen. Durch die tägliche Einnahme mehrerer Arzneimittel, die teilweise von verschiedenen Fachärzten verschrieben werden, können gefährliche Wechsel- und Nebenwirkungen auftreten. Dies kann zu Folgeerkrankungen wie z. B. dauerhafte Organschäden führen, die oft durch weitere Medikamente behandelt werden müssen. Der daraus entstehende Teufelskreislauf kann im schlimmsten Falle tödlich enden.

Vorbemerkung der Landesregierung
Sieben Millionen Menschen in Deutschland nehmen täglich fünf oder mehr Medikamente dauerhaft ein. Insbesondere ältere Menschen müssen aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen verschiedene Arzneimittel gleichzeitig einnehmen. Je mehr Arzneistoffe eingesetzt werden, desto höher ist das Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen sowie -wechselwirkungen.
Mit dem Alter ändern sich zudem viele körperliche Prozesse. Dies führt neben vermehrt auftretenden chronischen Krankheiten dazu, dass sich der Umgang des Körpers mit Arzneistoffen ändert. Dadurch kann es zur Wirkungsabschwächung oder –verstärkung bestimmter Arzneistoffe kommen, oder Substanzen werden schneller oder auch langsamer als zuvor abgebaut.
Schätzungsweise sind bis zu 5% der Krankenhauseinweisungen auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen zurückzuführen, die teilweise durch Wechselwirkungen zustande kommen. Bei älteren Patientinnen und Patienten kann sogar von 10-15% ausgegangen werden. Mehr als 60% dieser Fälle könnten vermieden werden.

Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen können Ältere besser geschützt werden, insbesondere durch

• verbesserte Aus-, Fort- und Weiterbildung der Heilberufe zur Pharmakotherapie älterer multimorbider Patientinnen und Patienten.
• vermehrte Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen/Ärzten mit Apothekerinnen/Apothekern sowie bei Pflegefällen mit Pflegekräften, um Arzneimittelrisiken früh erkennen zu können. Ziel ist die Entwicklung einer Sicherheitskultur, die nicht nur zur Vermeidung von Fehlern bei der Arzneimitteltherapie beiträgt, sondern auch ein Sicherheitsnetz bereitstellt, das in der Lage ist, Fehler rechtzeitig zu erkennen und vor einem Schadensfall für Patientinnen und Patienten Korrekturen ermöglicht.
• Nutzung der Apotheke als Schnittstelle, in der die Gesamtmedikation der Patientinnen und Patienten, inklusive aller Verschreibungen durch Hausarzt/Hausärztin und Fachärzte/Fachärztinnen sowie die Selbstmedikation, überblickt wird. In diesem Zusammenhang kann ein Medikationsplan helfen, um die Gesamtmedikation der Patientinnen und Patienten darzustellen und anhand dessen mögliche Risiken und Wechselwirkungen zu entdecken. In der im Juni 2012 in Kraft getretenen novellierten Apothekenbetriebsordnung ist außerdem erstmals ein Medikationsmanagement durch die Apothekerin oder den Apotheker vorgesehen. Dieses dient dazu, die Gesamtmedikation zu erfassen und auf mögliche Neben- und Wechselwirkungen zu prüfen.
• Erarbeitung von Handlungsempfehlungen oder -leitlinien zur Behandlung älterer multimorbider Patientinnen und Patienten durch ärztliche Fachgesellschaften und Implementierung dieser Leitlinien in die ärztliche Praxis. Die Polymedikation multimorbider Menschen kommt u. a. auch durch die vielen eigenständigen Leitlinien zu jeder Krankheit zustande. Nicht jede Krankheit kann leitliniengerecht therapiert werden, wenn dadurch die Zahl verordneter Arzneimittel für die älteren multimorbiden Patientinnen und Patienten zu groß wird und mögliche Wechselwirkungen den Gesundheitszustand beeinträchtigen. Daher wird die Entwicklung von geriatrischen Leitlinien vorbereitet, die den Ärztinnen und Ärzten Entscheidungshilfen geben sollen. Sie sollen es ermöglichen, dass sich die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in Absprache mit den Patientinnen und Patienten und nach Verständigung auf Therapieziele auf bestimmte Medikamente konzentrieren. Dazu gehört auch, festzulegen, auf welche Medikamente am ehesten verzichtet werden kann.
• verstärktes Einbeziehen von älteren Menschen in Klinische Prüfungen vor und nach Markteintritt eines Arzneimittels, um die Anwendungssicherheit von Arzneimitteln in dieser Bevölkerungsgruppe zu verbessern.

Im Übrigen:
Die diesjährige Landesgesundheitskonferenz wird sich am 22.11.2012 mit dem Thema „Arzneimitteltherapiesicherheit als elementarer Baustein einer guten und sicheren gesundheitlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen“ beschäftigen.

Quelle (vollständiger Text):
http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/do ... 6-1143.pdf
+++
+++ Siehe auch unter +++
Pflegetreff am 14.11.2012 – Einladung mit weiteren Hinweisen:
viewtopic.php?t=17341

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Zum Pflegetreff am 14.11.2012 hat Frau Barbara Steffens,
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW
,
am 05.11.2012 folgenden Text übermitteln lassen:

Herausforderung Kulturwechsel.
Über die Eindämmung von Gewalt
in Medizin und Pflege

Von Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens
Bild
Foto: Barbara Steffens, MdL NRW, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Öffentlich wird nur selten darüber gesprochen, dabei handelt es sich beim
Thema Gewalt in Medizin und Pflege nicht um Einzelfälle. So berichten rund zehn
Prozent der Pflegebedürftigen über körperliche Gewalt und etwa 40 Prozent über
seelische Misshandlungen. Zwar können die Formen der Gewalt verschieden sein,
fast immer steht jedoch eine Kultur der Entmündigung dahinter. Eine Kultur, die das
Recht des kranken oder pflegebedürftigen Menschen auf Selbstbestimmung
missachtet, oft unter dem Vorwand des „Schützens“.
Einseitige Vorwürfe greifen jedoch zu kurz. Nicht selten sind die Täterinnen
und Täter zugleich auch Opfer einer Situation, in der schlechte Arbeitsbedingungen
und Überforderung zum Alltag gehören. Darum müssen wir nach Lösungen suchen,
die diese Rahmenbedingungen verbessern und im Umgang mit den mitunter
ebenfalls Gewalt ausübenden Kranken und Pflegebedürftigen die schwierige Balance
zwischen Selbstbestimmung und Schutz herstellen.
Anfang 2012 hat die Landesregierung NRW einen offenen Dialog begonnen,
in dem wir gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren der Gesundheitsversorgung
nach Ansätzen zur Überwindung und Eindämmung von Gewalt in Medizin und Pflege
suchen. Dabei lassen wir uns vor allem von einer Erkenntnis leiten: Um die Spirale
aus Überforderung und Gewaltanwendung zu unterbrechen, ist ein neues
Zusammenwirken von Medizin, Pflege und Pharmazie im Umgang mit Patientinnen
und Patienten auf Augenhöhe von zentraler Bedeutung. Notwendig sind die Fähigkeit
der Selbstreflexion sowie eine größere Sensibilität und Achtsamkeit gegenüber der
Gewaltanwendung Dritter. Außerdem müssen den Zeuginnen und Zeugen von
Gewalt stärkere Handlungsunterstützung gegeben und den Opfern kompetente
Ansprechpersonen an die Seite gestellt werden.
Ich bin überzeugt, dass ein geändertes Verhalten der professionellen
Akteurinnen und Akteure auch Vorbild für pflegende Angehörige und ehrenamtlich
Helfende sein kann. Das ist sicher nicht von heute auf morgen und allein zu schaffen.
Darum möchte ich Sie bitten, den eingeschlagenen Weg des Kulturwechsels aktiv
mitzugestalten.

gez. Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW

_________________
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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