Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 14.11.2012, 12:51 
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Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
Pro Pflege - Selbsthilfetzwerk ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".


Einladung
zum (17.) Pflegetreff, am Mittwoch, dem 14.11. 2012,
15.00 - 17.00 Uhr, im Jugendzentrum "Kontakt Erfttal",
(großer Saal) Bedburger Straße 57, 41469 Neuss-Erfttal


Themen (stichwortartig):
Arztbesuche zu Hause und im Heim (Versorgungs- und Kommunikationsprobleme) - Wieviele Medikamente für ältere Menschen (Neben- und Wechselwirkungen)? – Die "Priscus-Liste“ beschreibt Gefährdungen! – Psychopharmaka, Bettgitter und Fixierungen (Freiheitsrechte in Gefahr?) … Erörterungsbedürftig ist auch die Fort- und Weiterbildung zur Krankheit Demenz und die Palliativversorgung (einschließlich Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung = "beizeiten begleiten").

Bezüglich der Arzneimitteltherapie bei älteren Menschen wird sich für den Rhein-Kreis Neuss ein am 26.09.2012 in der Gesundheitskonferenz auf Antrag von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk eingesetzter Arbeitskreis (unter Leitung der Amtsapothekerin) befassen. Die Medikationsproblematik wurde auch erneut in den Medien aufgegriffen. So berichtete die Neuss-Grevenbroicher Zeitung am 20.10.2012 unter dem Titel „Wegen Arznei ins Krankenhaus“. Grundlage dieses Berichts war die Antwort der Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW, Frau Barbara Steffens, auf eine Kleine Anfrage 450 des Landtagsabgeordneten Peter Preuß, CDU, am 18.10.2012. Lesen Sie dazu die entsprechenden Hinweise im Forum unter folgender Adresse: viewtopic.php?t=17985 Die diesjährige Landesgesundheitskonferenz wird sich am 22.11.2012 mit dem Thema „Arzneimitteltherapiesicherheit als elementarer Baustein einer guten und sicheren gesundheitlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen“ beschäftigen. Zu den freiheitsentziehenden Maßnahmen gab es bei „ZDFzoom“ am 10.10.2012 einen Beitrag über die Auswirkungen von Fixierungen und Alternativen - TV-Tipp unter: viewtopic.php?t=17913
Die Sendung, ca. 30 Minuten, ist in der ZDF Mediathek anschaubar unter folgender Adresse: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanalueb ... lt-im-Heim
Frau Ministerin Steffens hat u.a. im Mai 2012 erklärt: „Pflege ohne Fixierungen und Ruhigstellen durch Medikamente muss unser aller Ziel sein“.
Es sind entsprechende ministerielle Maßnahmen in Vorbereitung. Siehe dazu u.a. unter viewtopic.php?t=17303&highlight=steffens
Siehe auch den Brief an die stationären Pflegeeinrichtungen im Rhein-Kreis Neuss vom 29.10.2012:
viewtopic.php?t=18036
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Foto: Barbara Steffens, MdL NRW, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen
Zum Pflegetreff am 14.11.2012 hat Frau Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, am 05.11.2012 einen Text zur
"Herausforderung Kulturwechsel. Über die Eindämmung von Gewalt in Medizin und Pflegeübermitteln" lassen - nachlesbar unter folgender Adresse: viewtopic.php?t=17923
+++

>>> Ein Grußwort spricht:

- Stefan Hahn, Beigeordneter der Stadt Neuss und zugleich Dezernent für Jugend und Soziales, Ordnung und Rettungswesen
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Stefan Hahn

>>> Auf dem Podium:

- Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), u.a. Bundestagsabgeordnete a.D. und Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit a.D. (und weitere zahlreiche Funktionen) - Weitere Informationen unter http://www.bagso.de/die-bagso/vorstand.html
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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ursula Lehr

- Prof. Dr. Petra Thürmann, Direktorin des Philipp-Klee-Instituts für klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal, Lehrstuhlinhaberin für Klinische Pharmakologie der Universität Witten/Herdecke und Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen - Weitere Informationen unter http://www.helios-kliniken.de/klinik/wu ... titut.html
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Prof. Dr. Petra Thürmann

- Uwe Brucker, Fachgebietsleiter "Pflegerische Versorgung", Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS) - Weitere Informationen http://www.mds-ev.de/
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Uwe Brucker

- Dr. med. Hermann-Josef Verfürth,
Facharzt für Allgemeinmedizin und stellvertretender Vorsitzender der Ärztekammer Nordrhein, Kreisstelle Neuss
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Dr. med. Hermann-Josef Verfürth

>>> Moderation der Diskussion:

- Regina Schmidt-Zadel, Mitglied des Bundestages (SPD) a.D., stellvertretende Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft NRW - Weitere Informationen
z.B. unter http://de.wikipedia.org/wiki/Regina_Schmidt-Zadel

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Foto: Regina Schmidt-Zadel

Schirmherr des Pflegetreffs: Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss und Mitglied des Landtages (MdL) von NRW von 2000 - 2010
Organisation und Leitung: Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

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Werner Schell und Heinz Sahnen
beim Pflegetreff am 23.06.2009


Eingeladen sind Patienten, pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Ärzte bzw. sonstige Leistungsanbieter im Gesundheitswesen sowie alle interessierten BürgerInnen! - Der Eintritt ist frei!

Treff-Adresse: Kontakt Erfttal, Bedburger Straße 57, 41469 Neuss- Erfttal

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Foto "Pflegetreff am 23.06.2009"

Wegbeschreibung: Mit dem Auto die A 57, Ausfahrt Neuss-Norf - Richtung Erfttal (Wegstrecke beschildert) fahren. Bahnreisende fahren bis Neuss-Norf (S-Bahn-Station). Der Bahnhof ist vom Veranstaltungsort etwa 10 Minuten Fußweg entfernt. - Übersichtskarten (Lage und Anfahrt) finden Sie in der Erfttaler Homepage unter: http://www.neuss-erfttal.de/Lage/lage.htm

Fortbildungsnachweis:
>>> Pflegekräften wird auf Wunsch eine Bescheinigung über die Teilnahme an der o.a. Fachveranstaltung ausgestellt.
Personen, die eine entsprechende Bescheinigung wünschen, können nach dem Treff Name und Anschrift hinterlassen.
Die Teilnahmebescheinigung wird danach zugesandt. <<<<


+++ Die Medien haben u.a. wie folgt über den Pflegetreff am 14.11.2012 informiert: +++
Die Neuss-Grevenbroicher-Zeitung (NGZ) brachte am 24.10.2012 einen kurzen Pflegetreffhinweis.
http://www.mg-heute.de/?p=11581
http://www.presseanzeiger.de/pa/Neusser ... gen-630613
http://www.openbroadcast.de/article/244 ... boten.html
http://www.openpr.de/news/673715/Neusse ... boten.html
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=23826
Die Pfarrnachrichten "Neuss - Rund um die Erftmündung" berichteten in ihrer Ausgabe vom 03.11.2012 über den Pflegetreff am 14.11.2012
"CAREkonkret", Die Zeitschrift für Entscheider in der Pflege, informierte zum Pflegetreff am 14.11.2012 in ihrer Ausgabe vom 09.11.2012 und titelte:
"Pflegetreff in Neuss - Pflegemängel sind Dauerbrenner"
Die "Mönchengladbacher Zeitung" berichtete am 12.11.2012 - siehe unter
http://www.mg-heute.de/neusser-pflegetr ... d-geboten/
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) berichtete am 13.11.2012 erneut in einem kurzen Hinweis zum Pflegetreff.
... ....
+++
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Vergrößertes Einladungsschreiben unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 141112.pdf
+++
Hinweise zu den bisherigen Veranstaltungen mit umfangreichem Bildmaterial:
Pflegetreff - menschenwürdige Pflege jetzt & überall
viewtopic.php?t=11655
+++

Stand: 15.12.2012

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Zuletzt geändert von WernerSchell am 15.09.2013, 06:59, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 16.11.2012, 07:27 
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Der 17. Pflegetreff wurde am 14.11.2012 erfolgreich durchgeführt, erschienen waren über 130 Gäste.
Am 16.11.2012 brachte die Neuss-Grevenbroicher Zeitung einen größeren Bericht dazu.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird in den nächsten Tagen noch gesondert informieren.
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 30.11.2012, 07:16 
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Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
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Der Neusser Pflegetreff warb am 14.11.2012 für die Mitwirkung bei der Gestaltung einer neuen Pflegekultur

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte zum 17. Pflegetreff am 14.11.2012 nach Neuss-Erfttal eingeladen. Als Gäste konnten über 130 Pflegefachkräfte und interessierte Bürger-Innen begrüßt werden. Es ging diesmal im Wesentlichen um die Versorgungsdefizite in Pflegeeinrichtungen durch fehlende fachärztliche Versorgung, zuviele oder falsche Medikamente und entbehrliche freiheitsentziehende Maßnahmen.

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk, hatte für dieses Thema hochkarätige Referenten für die Veranstaltung gewinnen können:

Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und Ex-Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit,
Prof. Dr. Petra Thürmann, Direktorin des Philipp-Klee-Instituts für klinische Pharmakologie am HELIOS Klinikum Wuppertal, Lehrstuhlinhaberin für Klinische Pharmakologie der Universität Witten/Herdecke und Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen,
Uwe Brucker, Fachgebietsleiter „Pflegerische Versorgung“, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS),
Dr med. Hermann-Josef Verfürth, Facharzt für Allgemeinmedizin und stellver-tretender Vorsitzender der Ärztekammer Nordrhein, Kreisstelle Neuss.

Stefan Hahn, Beigeordneter und Dezernent für Jugend und Soziales der Stadt Neuss, stand beim Treff für ein Grußwort zur Verfügung. Regina Schmidt-Zadel, Mitglied des Bundestages (SPD) a.D., stellvertretende Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft NRW, moderierte den Diskussionsteil des Treffs.

Die Statements der Referenten und die sich daran anschließend ergebenden Diskussionen griffen die Pflegetreffthemen in unterschiedlicher Weise auf, sparten dabei auch nicht mit Lob und Anerkennung für die Arbeit von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk. Zusammengefasst und ohne Anspruch auf Vollständigkeit kann insoweit folgender Überblick gegeben werden:

Frau Prof. Dr. Dr. Ursula Lehr befasste sich mit der demografischen Entwicklung und den Notwendigkeiten, auf die neuen Gesellschaftsstrukturen zu reagieren. Es wurde dabei u.a. auf die bereits 2005 vorgelegte „SÄVIP - Studie zur ärztlichen Versorgung in Pflegeheimen“ verwiesen und eine Optimierung der (fach)ärztlichen Versorgung der pflegebedürftigen Menschen im Heim, aber auch zu Hause, eingefordert. Die Besuchstätigkeit, vor allem der Fachärzte, wurde als nicht ausreichend erachtet. Es gebe erheblichen Verbesserungsbedarf.

Frau Prof. Dr. Petra Thürmann erläuterte in ihrem Statement die pharmakologische Sichtweise hinsichtlich der Medikation bei älteren bzw. pflegebedürftigen Menschen. Nach den Ausführungen verdeutlichen die 2010 von ihr mit verfasste Priscus-Liste und andere Erwägungen, dass es bei der Arzneimitteltherapie, vor allem bei älteren und pflegebedürftigen Menschen, erhebliches Gefährdungspotential und damit vielfältige Verbesserungsnotwendigkeiten gibt. Dabei wurde auch – unabhängig von der Priscus-Liste - auf die vielfach problematische Verabreichung von Psychopharmaka verwiesen. Ein Umdenken in der Verordnungspraxis wurde als notwendig herausgestellt.

Uwe Brucker wandte sich anhand der praktischen Erfahrungen des Medizinischen Dienstes vornehmlich den freiheitsentziehenden Maßnahmen in den Pflegeeinrichtungen bzw. Krankenhäusern zu. Es ging dabei vornehmlich um die Bettgitter und sonstigen Fixierungen (z.B. mittels Gurt). Dabei wurde auch wieder auf die Verordnung von Psychopharmaka verwiesen, weil diese Mittel nicht selten als sog. pflegeerleichternde Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Es wurde deutlich, dass die bekannten Möglichkeiten zur Reduzierung solcher freiheitsentziehender Maßnahmen bekannt gemacht und umgesetzt werden müssen.

Dr. Hermann-Josef Verfürth beleuchtete aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen als Hausarzt und auch als engagierter Arzt bei der Versorgung von HeimbewohnerInnen die medizinische Versorgung und ging auf die Mängel im System bzw. die Korrekturnotwendigkeiten ein. Das Miteinander aller beteiligten Akteure vor Ort, Leitungs- und Pflegekräfte, rechtliche Vertreter und Ärzte, müsse zielgerichtet optimiert werden. Dabei wurde verdeutlicht, dass in den Pflegeeinrichtungen mehr Zuwendung durch das (Fach)personal geboten ist. Die immer wieder diskutierten Pflegemängel seien ohne Behebung des Pflegenotstandes nicht zu minimieren.

Den verschiedenen Statements folgte eine rege Diskussion. Die von den Referenten angesprochenen Themen wurden hinterfragt und mit allseitiger großer Kompetenz vertiefend diskutiert. Regina Schmidt-Zadel und Werner Schell gingen dabei mit einigen ergänzenden Kurzstatement auf die unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen ein und verwiesen auf den fortbestehenden Pflege-Reformbedarf.

Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss, Mitglied des Landtages (MdL) von NRW (von 2000 – 2010) und Schirmherr des Treffs, bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen Beteiligten und brachte die uneingeschränkte Auffassung aller zum Ausdruck, dass der Pflegetreff wieder einmal wichtige Themen in das öffentliche Bewusstsein gerückt und damit Voraussetzungen für die vielfach angesprochenen Verbesserungsnotwendigkeiten geschaffen habe.

Fazit von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk: Im Rhein-Kreis Neuss sind einige Initiativen in Gang gekommen, die geeignet erscheinen, die beim Pflegetreff angesprochenen Mängel zu beheben oder zumindest zurückzuführen. Über die Ergebnisse diesbezüglicher Bemühungen wird beim nächsten (18.) Pflegetreff in der ersten Jahreshälfte 2013 weiter informiert. Dieser weitere Pflegetreff wird (im Wahljahr) u.a. den überfälligen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff zum Hauptthema zu machen.

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei
Text ist auch als pdf-Datei abrufbar >>> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 112012.pdf
+++

Die Medien berichten u.a. wie folgt:
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung informierte am 16.11.2012 durch eigenen Bericht mit der Titelung "Pflegetreff diskutierte über den Missbrauch von Medikamenten"
http://www.presseanzeiger.de/pa/Mitwirk ... tur-635778
http://www.openbroadcast.de/article/250 ... ultur.html
http://www.openpr.de/news/679641/Mitwir ... ultur.html
http://www.ak-gewerkschafter.de/2012/11 ... 4-11-2012/
http://www.mg-heute.de/neusser-pflegetr ... more-12416

+++ Stand: 30.11.2012 +++

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BeitragVerfasst: 04.12.2012, 09:43 
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Siehe aktuell „Hausärztemangel - Jüchen ist überall“ unter folgender Adresse:
viewtopic.php?p=70110#70110

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 Betreff des Beitrags: Sind die Alten nichts mehr wert?
BeitragVerfasst: 20.01.2013, 08:39 
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Aus Forum:
viewtopic.php?t=18373

Sind die Alten nichts mehr wert?
Das Thema auf tagesschau24 am Samstag, den 19.01.2013.
Gast im Studio: Prof. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen. Dauer: 28,21 Minuten

Deutschland wird älter, und das rasant: Laut einer neuen Bevölkerungsprognose der Bertelsmann-Stiftung wird die Zahl der über 80-Jährigen bundesweit bis 2030 um fast 60 Prozent zunehmen. Eine alternde Gesellschaft führt zu mehr Pflegefällen. Und wer körperlich und geistig nicht mehr mithalten kann, fällt anderen zur Last und verursacht Kosten. Selbstständigkeit bewahren und die Kontrolle über das eigene Leben, möglichst bis zum letzten Atemzug - das wünschen sich viele Senioren, weil die Gesellschaft es sich von ihnen wünscht. Gast im Studio bei Ulrich Timm ist Frau Prof. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesgemeinschaft der Seniorenorganisationen.

Der sehenswerte Filmbeitrag mit der Diskussion kann zur Zeit unter folgender Adresse aufgerufen werden:
http://programm.tagesschau24.de/Thema/S ... -mehr-wert

Stand: 20.01.2013

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BeitragVerfasst: 28.01.2013, 10:44 
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.


28.01.2013

An die
Rheinische Post / Neuss-Grevenbroicher Zeitung


Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie berichten heute u.a. zu folgendem Thema:
Kombinationen können gefährlich sein: Ärzte verschreiben millionenfach falschen Medikamenten-Mix
VON EVA QUADBECK - zuletzt aktualisiert: 28.01.2013 - 07:09
Berlin (RP). Bei jeder sechsten Arzneimittelverordnung besteht laut einer AOK-Studie das Risiko unerwünschter Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, die der Patient einnimmt. Vor allem Senioren sind gefährdet.
… Quelle: http://www.rp-online.de/gesundheit/medi ... -1.3150822

Sie haben aktuelle Hinweise der AOK aufgegriffen und die Problematik der Arzneimitteltherapie, vor allem bei älteren Menschen, verdeutlicht. Das ist gut so! - Dabei bleibt aber zu bemerken, dass die Krankenkassen spät auf die anstehenden Sicherheitsmängel reagieren.

Von hier werden seit Jahren die Arzneimittelrisiken bei älteren Menschen beschrieben und Folgerungen eingefordert werden, vor allem für die HeimbewohnerInnen. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk konnte erreichen, dass der Rhein-Kreis Neuss durch Beschluss der Gesundheitskonferenz einen Arbeitskreis "Arzneimittelversorgung älterer Menschen im Rhein-Kreis Neuss" eingerichtet hat. Die Arbeit im Arbeitskreis wurde am 05.12.2012 unter Leitung der Amtsapothekerin aufgenommen.

Bereits mehrfach haben wir hier in Pflegetreffs (2010 und 2011) über das Thema informiert. Zuletzt haben wir in aller Deutlichkeit am 14.11.2012 auf die Handlungserfordernisse aufmerksam gemacht und hatten u.a. zu unserer Unterstützung die Mitverfasserin der auch von Ihnen zitierten Priscusliste, Frau Prof. Dr. Petra Thürmann, als Podiumsgast. Siehe dazu u.a. unter
viewtopic.php?t=17341&highlight=priscusliste
viewtopic.php?t=14576&highlight=priscusliste
viewtopic.php?t=18358&highlight=priscusliste
viewtopic.php?t=18204&highlight=priscusliste

Seit einiger Zeit bieten wir auch die für Laien geschriebene Broschüre "Medikamente im Alter: Welche Wirkstoffe sind ungeeignet" sowie die Kurzfassung der "Priscus-Liste für den Schreibtisch" in Informationsveranstaltungen zur kostenlosen Mitnahme an. Darüber haben wir die Rheinische Post bzw. NGZ mehrfach informiert und um entsprechende Ankündigungen gebeten. Hinweise dazu gab es aber nicht.

Wir wären in der Abarbeitung der Probleme sicherlich erheblich weiter, wenn die entsprechenden Hinweise von Ihnen zeitgerecht aufgegriffen worden wären. Aber leider wurde unverständlicherweise überwiegend komplett geblockt.

Es kann und darf darüber nachgedacht werden, ob ein solches redaktionelles Verhalten nicht änderungsbedürftig ist!

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell -

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BeitragVerfasst: 03.02.2013, 08:22 
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Beiträge: 14828
Das Deutsches Ärzteblatt machte in seiner Ausgabe vom 01.02.2013 auf eine interessante Leitlinie aufmerksam.
Sie hat offensichtlich im Zusammenhang mit den von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wiederholt angesprochenen
Medikationsproblemen bei älteren Menschen große Bedeutung.
Daher wird wie folgt auf diese Leitlinie aufmerksam gemacht:

Neue Leitlinie zur Medikation multimorbider Patienten
(Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... -Patienten )
Berlin – Die steigende Zahl multimorbider Patienten stellt an Hausärzte und Patienten hohe Anforderungen.
Denn Multimorbidität geht in der Regel mit Multimedikation und entsprechenden Risiken aufgrund von Wechselwirkungen oder Fehlanwendungen einher.
Eine neue Leitlinie soll Hausärzten nun Hilfestellung bei der Verordnungsentscheidung geben. ….
Die neue Leitlinie steht in der Arztbibliothek des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zum Download bereit. > http://www.aezq.de/

zum Thema:
Leitlinie Multimedikation bei Erwachsenen und geriatrischen Patienten"
> http://www.arztbibliothek.de/mdb/downlo ... d-lang.pdf
ÄZQ-Tätigkeitsbericht 2012
> http://www.aezq.de/mdb/edocs/pdf/taetig ... e/tb12.pdf

Hausärztliche Leitlinie Multimedikation
> http://www.pmvforschungsgruppe.de/pdf/0 ... ion_ll.pdf

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BeitragVerfasst: 22.04.2014, 06:41 
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Beiträge: 14828
Möglichkeiten der Neuausrichtung der ärztlichen und zahnärztlichen Versorgung
in stationären Pflegeeinrichtungen - Die Sicherstellung der vertragsärztlichen
Versorgung auf der Grundlage des § 119 b SGB V

Eine Stellungnahme der Kasseler Initiative zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in stationären
Pflegeeinrichtungen in der Region Kassel - Peter Ludwig Eisenberg - Diplom-Sozialgerontologe - von April 2014

hier (PDF) http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... iative.pdf

Siehe auch im Forum unter:
Pflegeheime müssen ihr medizinisches Netzwerk offenlegen
viewtopic.php?f=4&t=20035

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