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Emnid Blitzumfrage zum Gesundheitswesen
»Informationsdefizit bei Demenzerkrankungen: Aufklärung über Therapiemöglichkeiten notwendig«

Neuss, 18. März 2008 – Neben der Pflege ist die Therapie die zweite tragende Säule der Versorgung von Alzheimer-Demenz-Patienten. Zu den therapeutischen Möglichkeiten bei dieser Erkrankung besteht in Deutschland offenbar ein Informationsdefizit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Blitzumfrage im Auftrag des forschenden Arzneimittelherstellers Janssen-Cilag. Kaum ein Drittel der Befragten – nur 29 Prozent – fühlt sich gut oder sehr gut über medikamentöse Behandlungsalternativen informiert. Dabei kennt fast jeder Zweite (43 Prozent) einen Alzheimer-Patienten persönlich.

Eine Arzneimittelversorgung, die sich an von Experten empfohlenen medizinischen Leitlinien orientiert, kann dazu beitragen, die Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. Ziel ist es, die Eigenständigkeit der Patienten so lange wie möglich zu erhalten. Die durchschnittlichen Kosten dieser Behandlung betragen vier Euro pro Tag und werden von den Krankenkassen getragen. Allerdings erfolgt eine leitliniengerechte Versorgung derzeit nur bei 24 Prozent der gesetzlich Versicherten. [1]

Wie wichtig der Bevölkerung diese medikamentöse Option ist, zeigt sich daran, dass mit 75 Prozent drei Viertel der Befragten diese Kosten auch aus eigener Tasche zahlen würden. Sogar bei geringem Haushalts-Nettoeinkommen (unter 1.000 Euro) sind noch mehr als die Hälfte (55 Prozent) dazu bereit. Um zudem eine möglichst frühe Diagnose sicherstellen zu können, befürworten 90 Prozent der Befragten eine freiwillige Vorsorgeuntersuchung auf Alzheimer-Demenz ab einem Alter von 65 Jahren. Für Fragen zu und Austausch über Alzheimer stellt für die meisten (39 Prozent) der Hausarzt die erste Anlaufstelle dar, dicht gefolgt vom (Ehe-)Partner, der mit 35 Prozent der Nennungen fast ebenso wichtig ist.

In Bezug auf die andere wichtige Säule der Versorgung – die Pflege – wünscht sich die Mehrheit der Deutschen (58 Prozent), für den Fall selbst zu erkranken, zu Hause oder bei Angehörigen gepflegt zu werden. Gleichzeitig sieht die Bevölkerung die Notwendigkeit, Demenz-Patienten für die sachkundige Betreuung finanziell zu unterstützen: 78 Prozent derBefragten befürworten die geplante Erhöhung der finanziellen Zusatzleistung für Demenzkranke von bislang maximal 460 Euro auf bis zu 2.400 Euro jährlich.

„Je später ein Patient in ein Pflegeheim muss, desto besser ist es – für ihn selbst, für pflegende Angehörige und für die finanziellen Ressourcen des Gesundheitssystems“, erläutert Dr. Marcel Mangen, Geschäftsführer von Janssen-Cilag die Vorteile einer möglichst frühen, leitliniengerechten Therapie. „In der Pflege hat die Politik erste, wichtige Schritte zur Stärkung der Demenz-Patienten getan. Doch um der derzeitigen Unterversorgung entgegen zu wirken, muss sichergestellt werden, dass Ärzte Antidementiva ohne Angst vor Regessen verordnen können. Eine Sonderstellung von Antidementiva außerhalb der Richtgrößenprüfung wäre hierzu ein wichtiger Schritt.“

Janssen-Cilag GmbH Edelman GmbH

[1] Rychlik, Gutachten über die Unterversorgung mit Arzneimitteln in Deutschland, Institut für empirische Gesundheitsökonomie, 2007, S. 18-21.