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Pflegekräfte wünschen sich mehr Zeit für die Menschen
Empirische Untersuchung unter Pflegefachkräften

Aachen: Jürgen Spicher von der Caritas-Gemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe im Bistum Aachen wollte die berufliche Selbsteinschätzung der Pflegenden kennen lernen. In Kooperation mit Heidemarie Kelleter und Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich von der Kath. Fachhochschule NW, Abteilung Aachen, liegt nun eine repräsentative Studie zum Selbstbild von Pflegekräften vor. Pflegende, die bei teil- und vollstationären Altenhilfeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten der Caritas beschäftigt sind, wurden schriftlich befragt. Fast alle Befragten nannten als Motivation für ihre Berufswahl den Wunsch, Kontakt mit Menschen bei ihrer beruflichen Ausübung zu haben, und 96 % nannten die Zusammenarbeit besonders mit alten Menschen als für sie wichtig.

Auch nach langjähriger Berufserfahrung ist für 99 % der Befragten der Kontakt zu Menschen und Helfen zu wollen ein wichtiger persönlicher Aspekt ihres Berufes. So wundert es Spicher nicht, dass immerhin für 85 % die psychosoziale Versorgung und für 92 % die methodisch fachliche Planung der Pflege wichtig sei. "Dies macht den Beruf interessant und abwechslungsreich", resümiert Spicher. An dieser Stelle wird für ihn die besondere berufliche Anforderung in der Altenpflege durch eine hohe soziale Kompetenz und einen hohen Grad professioneller Fachlichkeit deutlich.

Sorgen bereitet Jürgen Spicher, dass 93 % der Pflegekräfte angaben, zu wenig Zeit für die alten Menschen zu haben. Dadurch seien die Pflegekräfte in der Altenpflege in einem ständigen Gewissenskonflikt. Als Insider weiß Spicher, dass seit Jahren eine zunehmende Flut von Verwaltungstätigkeiten in der Altenpflege erledigt werden muss. Das sei nach Auffassung der Caritas-Gemeinschaft im Bistum Aachen vornehmlich eine Reaktion, um mögliche Regressansprüche durch Krankenkassen abzuwenden sowie den verschiedensten Prüfinstanzen die vom Gesetzgeber geforderte Nachweispflicht eine qualifizierte Pflege darzulegen. So ist es möglich, dass den Pflegenden eine gute Qualität von den Prüfenden bescheinigt wird, aber in Wahrheit ein schlechtes Gefühl zurückbleibt. Es müsse - so Spicher - neu definiert werden, was das gesunde Maß an pflegerischer Dokumentation sei, um damit zu einem besseren Miteinander von Pflegekräften und den Ihnen anvertrauten Menschen zu gelangen.

Quelle: http://www.caritas-ac.de/default.asp