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Zwölf Forderungen für eine würdevolle Pflege

SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:

Der Sozialverband Deutschland hat zwölf Forderungen für eine würdevolle Pflege entwickelt, mit denen wir eine Debatte über die Pflege in Deutschland anstoßen wollen. Anspruch und Wirklichkeit in der Pflege stehen nicht in Einklang miteinander. Der gesetzliche Anspruch nach einer aktivierenden Pflege wird oft genug nicht eingelöst. Wir fordern, dass die hohen gesetzlichen Qualitätsstandards in der Praxis auch eingehalten werden. Wir brauchen eine Qualitätsoffensive in der Pflege.

Wir wissen, dass viele Pflegekräfte jeden Tag gute Arbeit leisten, aber leider gibt es auch Häuser, in denen die Pflege mangelhaft organisiert ist und die Pflegebedürftigen nicht gut versorgt sind. Oft genug sind es die Pflegekräfte, die auf Pflegemissstände aufmerksam machen. Wir verstehen uns als Bündnispartner der Pflegekräfte. Wir setzen uns für gute Arbeitsbedingungen ein. Denn dies ist eine Voraussetzung, um gute Pflege leisten zu können.

Wir brauchen mehr Transparenz über die Qualität einzelner Heime. Die Prüfberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen müssen daher veröffentlicht werden. Die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen, wonach jede Einrichtung einmal jährlich qualifiziert kontrolliert werden muss, müssen in vollem Umfang durchgeführt werden. Kontrollen der Heimaufsicht und des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen müssen grundsätzlich unangemeldet erfolgen.

Wir brauchen ein grundlegendes Umdenken in der Pflege. Großpflegeheime sind nicht das, was die Menschen wollen. Wir setzen uns daher für eine Stärkung der häuslichen Pflege und neuer Wohnformen ein. Dazu zählen beispielsweise Betreutes Wohnen sowie Haus- und Wohngemeinschaften. Wir brauchen außerdem mehr Prävention, um Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Wir fordern die Bundesregierung auf, die dringend notwendige Reform der Pflegeversicherung noch im Jahr 2005 anzupacken.
Ziel muss sein, die häusliche Pflege zu stärken. Wir brauchen zudem einen erweiterten Pflegebegriff, damit auch der Betreuungsaufwand von Menschen mit Altersdemenz von der Pflegeversicherung berücksichtigt wird.

V.i.S.d.P.: Dorothee Winden

Hier (PDF) geht`s zu den 12 Forderungen

Quelle: Pressemitteilung vom 30.11.2004 http://www.sovd.de