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Kooperation von BGW und Amt für Arbeitsschutz: Arbeitsbedingungen in der ambulanten Altenpflege verbessern - Hamburger Pflegedienste profitieren zuerst

Heute fällt in Hamburg der Startschuss für ein bislang einmaliges Projekt in der ambulanten Altenpflege. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen von ambulanten Altenpflegekräften nachhaltig und zukunftsweisend zu verbessern. Durchgeführt wird das auf drei Jahre angelegte Projekt von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und dem Hamburger Amt für Arbeitsschutz (AfA) der Behörde für Umwelt und Gesundheit. Das Vorhaben wird durch die "Initiative Neue Qualität der Arbeit" (www.inqa.de) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit gefördert.

Psychische Belastungen, enge zeitliche und finanzielle Vorgaben sowie mobile Einzelarbeitsplätze in Pflegediensten sind vielfach prägend für die Arbeitssituation von ambulanten Altenpflegekräften. Zur Umsetzung der gesetzlichen Arbeitsschutzbestimmungen in diesem Bereich fehlen noch praxistaugliche Modelle. „Bislang konnten wir die Arbeitnehmer damit nicht erreichen. Das wollen wir ändern, indem wir gemeinsam eine speziell auf die Bedürfnisse der Branche angepasste Betreuung und betriebliche Gefährdungsbeurteilung entwickeln", erläutert BGW-Geschäftsführer Dr. Stephan Brandenburg auf der Auftaktveranstaltung die Ziele des Projektes. Dafür werden auf Grundlage einer aktuellen Situationsbeschreibung der ambulanten Altenpflege gesetzliche Arbeitsschutzvorgaben mit Elementen des Qualitätsmanagements, der Gesundheitsförderung sowie der Personal- und Organisationsentwicklung verknüpft. „Von diesem ganzheitlichen Ansatz versprechen wir uns zukünftig eine höhere Akzeptanz der Arbeitgeber für die Belange des Arbeitsschutzes. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter und auch die ökonomischen Bedingungen in der ambulanten Altenpflege wirkungsvoll zu verbessern", ergänzt Dr. Wilhelm Thiele, Leiter des Amtes für Arbeitsschutz.

Für Hamburger ambulante Altenpflegeeinrichtungen bietet das Projekt die Chance, aktiv am neuen Arbeitsschutz-Konzept mitzuarbeiten. Mit Beginn des Projektes werden alle ambulanten Pflegeeinrichtungen durch Projektmitarbeiter aufgesucht, in Interviews können sie ihre Erfahrungen und Anforderungen aus dem Arbeitsalltag einbringen. Die Einrichtungen werden dabei auch über die Ziele des Projektes informiert und können sich dann entscheiden, ob sie sich als Modellbetrieb zur Verfügung stellen möchten. Nach einer Auswertung der Ergebnisse soll das Konzept dann bundesweit auf ambulante Pflegedienste übertragen werden.

Zukunftsweisend ist die Hamburger Initiative auch aus einem anderen Grund. Beispielhaft erarbeiten mit Berufsgenossenschaft und Arbeitsschutzbehörde zwei für den Arbeitsschutz zuständige staatliche Einrichtungen ein gemeinsames Arbeitsschutz-Modell.

Rückfragen:

Pressestelle der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege


Pressestelle der Behörde für Umwelt und Gesundheit www.arbeitsschutz.hamburg.de

Quelle: Pressemitteilung vom 19.1.2004 http://www.bgw-online.de