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Qualitätsoffensive Pflege

Bundesministerinnen Renate Schmidt und Ulla Schmidt berufen "Runden Tisch" ein

Auf Initiative der beiden Bundesministerinnen Renate Schmidt und Ulla Schmidt fand heute die Auftaktveranstaltung des neu eingerichteten „Runden Tisches" zur Verbesserung des Niveaus der pflegerischen Betreuung statt. Eingeladen wurden alle Akteure, die im Bereich der pflegerischen Versorgung tätig sind: Länder, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, private Einrichtungsträger, die Kostenträger (Pflegekassen und Sozialhilfeträger) sowie Vertreterinnen und Vertreter der Betroffenen. Der „Runde Tisch" ist auf zwei Jahre angelegt. Auf einer Abschlussveranstaltung 2005 sollen die erarbeiteten Maßnahmen vorgestellt und Handlungsempfehlungen verabschiedet werden.

„Mit dem ‚Runden Tisch‘ starten wir eine gemeinsame Initiative für mehr Qualität und Sicherheit in der Pflege. Ziel ist es, konkrete Anstöße zu entwickeln, um die pflegerische Versorgung zu verbessern", erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, zur Eröffnung. „Es geht um praxis- und handlungsorientierte Maßnahmen, die auf der Basis der vorhandenen Finanzmittel rasch und wirksam umgesetzt werden können. Und zwar von den an der Pflege Beteiligten selbst, ohne dass dazu lange Gesetzgebungswege eingeschlagen werden müssen.

Aufgabe des ‚Runden Tisches‘ wird es sein, Best-Practice-Beispiele zu beschreiben und damit Orientierungshilfe für andere Einrichtungen zu geben. Gute Arbeit in ambulanten und stationären Einrichtungen soll Vorbild für andere sein. Dazu gehört auch, häufige Fehler und Fehlerquellen in der ambulanten und stationären Pflege aufzuspüren. Nicht zuletzt soll es Aufgabe dieses ‚Runden Tisches‘ sein, überflüssige Vorschriften abbauen zu helfen. Am Ende des ‚Runden Tisches‘ sollte auch eine Charta der Rechte hilfebedürftiger Menschen stehen."

Die Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, Ulla Schmidt, appellierte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Runden Tisches", gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um aus den vorhandenen Ressourcen das Optimum für die der Pflege bedürftigen Menschen zu erreichen. „Die Kunst sollte darin bestehen, die vielen guten Ideen, Erfahrungen, Ergebnisse zusammenzuführen und ihnen eine Plattform zur Verbreitung zu geben. Trotz der Leistungsfähigkeit der Pflegeversicherung, einer Reihe von gesetzgeberischen Maßnahmen der Bundesregierung und zahlreicher Forschungsvorhaben und Modellmaßnahmen sowie vielfältiger Initiativen von Kostenträgern und insbesondere Einrichtungen muss die Qualität in der Betreuung und Pflege durch ambulante Dienste und Heime in der Breite gesichert und müssen noch vorhandene Defizite weiter abgebaut werden, betonte Bundessozialministerin Ulla Schmidt und benannte als Beispiel für Handlungsfelder:

  • die bessere Unterstützung und Förderung sogenannter niedrigschwelliger Betreuungsangebote zur Stärkung der häuslichen Pflege,
  • die stärkere Unterstützung und Förderung neuer Wohn- und Versorgungsformen,
  • die stärkere Einbindung ehrenamtlich Tätiger in vorhandene Versorgungsstrukturen und
  • die verstärkte Ausrichtung der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften auf die speziellen Erfordernisse der Versorgung demenzkranker Menschen."

Der „Runde Tisch" bearbeitet folgende Fragen:

Wie kann die Betreuung und Pflege in Heimen und durch ambulante Dienste in der Praxis weiter verbessert werden?

Wie sollte zukünftig ein differenziertes und besser an den Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichtetes Versorgungsangebot gestaltet sein?

Wie kann die Stellung der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen weiter gestärkt und ein entsprechendes öffentliches Bewusstsein geweckt werden?

Wie kann eine ausreichende Zahl von Personen dauerhaft für die Pflegeberufe gewonnen werden?

Wie kann die Pflege durch Entbürokratisierungentlastet werden?

Dazu wurden vier Arbeitsgruppen gebildet:

  • Stationäre Betreuung und Pflege
  • Ambulante Betreuung und Pflege
  • Gesetzgebung und Entbürokratisierung
  • Charta der Rechte Hilfebedürftiger

Quelle: Pressemitteilung vom 14.10.2003
www.bmgs.bund.de