Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 28.05.2013, 11:56 
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für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
Pro Pflege - Selbsthilfetzwerk ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.


Ankündigung / Einladung

zum (18.) Pflegetreff, am Dienstag, dem 28.05. 2013,
17.00 - 19.00 Uhr, im Jugendzentrum "Kontakt Erfttal",
(großer Saal) Bedburger Straße 57, 41469 Neuss-Erfttal


Themen des Pflegetreffs:

"Das Pflegesystem bedarf einer grundlegenden Reform - Die deutliche Zunahme von dementiellen Erkrankungen macht einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff erforderlich. Darüber hinaus sind wohnortnahe Quartierskonzepte (= ambulant vor stationär) und der Abbau des Pflegenotstandes (Minutenpflege) zwingend."
Es stellen sich vielfältige Fragen, z.B.: Wie sind die politischen Parteien im Wahljahr 2013 aufgestellt, um das Pflegesystem demografiefest zu machen und dauerhaft solidarisch zu finanzieren?


Wesentliche Forderungen im Überblick:
• Pflegebedürftigkeitsbegriff neu formulieren und dementiell erkrankte Menschen als Leistungsberechtigte uneingeschränkt einbeziehen,
• selbstbestimmtes Wohnen im häuslichen bzw. wohnortnahen Bereich unter kommunaler Förderung Priorität einräumen,
• Unterstützung der pflegenden Angehörigen dauerhaft und finanziell auskömmlich ausbauen,
• „Wertschätzung und Anerkennung“ für die Pflegekräfte durch verbesserte Stellenschlüssel und Arbeitsbedingungen gewährleisten (= Pflegenotstand bzw. Minutenpflege auflösen) und
• solidarische Finanzierung des Pflegesystems sichern.


Zur Einstimmung wird ein Film (ca. 10 Min.), gesendet von Panorama 3 (NDR) am 19.02.2013, gezeigt. Damit wird anschaulich gemacht:
Die Pflegeversicherung lässt Demenzkranke und ihre Angehörigen häufig im Stich. Denn für die Bewilligung einer Pflegestufe stehen nach wie vor körperliche Einschränkungen im Fokus.“
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In dem Beitrag kritisiert Dr. Jürgen Gohde u.a., dass die Politik viel weiter hätte sein können. Unter seinem Vorsitz hatte ein Expertenbeirat schon 2009 ein neues Prüfsystem vorgelegt. Als sich nach dem Regierungswechsel unter Schwarz-Gelb die Umsetzung verzögerte, stieg Dr. Jürgen Gohde aus. Man könne für die ausstehende Umsetzung viele Gründe ins Feld führen, doch „letztlich fehlt es am Gestaltungswillen der Regierung", bemängelte Dr. Jürgen Gohde.

+++

Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss,
wird den Pflegetreff besuchen und ein Grußwort sprechen!

Web: http://www.petrauschke.com/zur-person/

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Hans-Jürgen Petrauschke

Auf dem Podium:
- Dr. h.c. Jürgen Gohde, Vorstand Kuratorium Deutsche Altershilfe.
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Foto: Dr. h.c. Jürgen Gohde, Vorstand KDA

- Ministerialdirígent Markus Leßmann, in Vertretung der Gesundheits- und Pflegeministerin NRW, Frau Barbara Steffens.
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Foto: Markus Leßmann, Ministerialdirigent

- Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick, Chefarzt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychologischer Psychotherapeut, Ärztlicher Leiter Ambulantes Zentrum des St. Alexius- / St. Josef-Krankenhauses Neuss.
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Foto: Prof. Dr. Dr. U. Sprick
...

Moderation:
Regina Schmidt-Zadel, stellvertretende Vorsitzende der Landes-Alzheimergesellschaft NRW und Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) a.D..
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Foto: Regina Schmidt-Zadel, MdB a.D.
...

Schirmherr des Pflegetreffs: Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss und Mitglied des Landtages (MdL) von NRW von 2000 - 2010
Organisation und Leitung: Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

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Werner Schell und Heinz Sahnen
beim Pflegetreff am 23.06.2009


Eingeladen sind Patienten, pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Ärzte bzw. sonstige Leistungsanbieter im Gesundheitswesen sowie alle interessierten BürgerInnen! - Der Eintritt ist frei!

Treff-Adresse: Kontakt Erfttal, Bedburger Straße 57, 41469 Neuss- Erfttal

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Foto "Pflegetreff am 23.06.2009"

Wegbeschreibung: Mit dem Auto die A 57, Ausfahrt Neuss-Norf - Richtung Erfttal (Wegstrecke beschildert) fahren. Bahnreisende fahren bis Neuss-Norf (S-Bahn-Station). Der Bahnhof ist vom Veranstaltungsort etwa 10 Minuten Fußweg entfernt. - Übersichtskarten (Lage und Anfahrt) finden Sie in der Erfttaler Homepage unter: http://www.neuss-erfttal.de/Lage/lage.htm

+++
Fortbildungsnachweis:
>>> Pflegekräften wird auf Wunsch eine Bescheinigung über die Teilnahme an der o.a. Fachveranstaltung ausgestellt.
Personen, die eine entsprechende Bescheinigung wünschen, können nach dem Treff Name und Anschrift hinterlassen.
Die Teilnahmebescheinigung wird danach zugesandt. <<<<


Die Adressaten des Aktionsbündnisses menschenwürdige Pflege jetzt wurden am 28.02.2013 auf den Pflegetreff am 28.05.2013 aufmerksam gemacht und eingeladen!
Vgl. dazu den Einladungstext unter folgender Adresse: viewtopic.php?p=71927#71927

Einladungsschreiben (Plakat) ist auch unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 280513.pdf

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... Ständige Aktualisierung ... Eine Pressemitteilung vom 25.03.2013 mit Hinweisen zu Medienberichten finden Sie unter
viewtopic.php?t=18746 bzw.
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 032013.pdf

Stand: 28.05.2013
+++
Demenz-Kranke: mangelnde Unterstützung für Angehörige
Panorama 3 - 19.02.2013 21:15 Uhr - viewtopic.php?t=18553
Die Pflegeversicherung lässt Demenzkranke und ihre Angehörigen häufig im Stich.
Denn für die Bewilligung einer Pflegestufe stehen nach wie vor körperliche Einschränkungen im Fokus.

Der TV-Beitrag (am 25.04.2013 im Ersten wiederholt) ist vorübergehend anschaubar unter folgender Adresse:
http://mediathek.daserste.de/sendungen_ ... ze-sendung
Daraus ergibt, dass der Politik z.Zt. der Gestaltungswille fehlt (so Dr. Jürgen Gohde im Interview).

Siehe auch ->
„Ich will Pflege!“ - Kampagne gegen den Pflegenotstand
viewtopic.php?t=18989

+++ Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete heute, 28.05.2013, im Lokalteil Grevenbroich, über den Pflegetreff. +++

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Zuletzt geändert von WernerSchell am 30.05.2013, 06:30, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 04.06.2013, 05:45 
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk teilt mit:
Der Pflegetreff am 28.05.2013 konnte mit großem Erfolg durchgeführt werden. Das hochkarätig besetzte Podium informierte die über 120 erschienenen Gäste sehr kompetent über die Themen der Veranstaltung. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde sachlich und engagiert diskutiert, der Zeitrahmen wurde dabei erheblich ausgedehnt.
Es folgt noch eine weitere ausführlichere Mitteilung.
Werner Schell

Ein erster Bericht von MG-heute ist unter folgender Adresse abrufbar:
Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs – es fehlt am politischen Willen
-> http://www.mg-heute.de/?p=19400
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).


Pressemitteilung vom 05.06.2013

Neusser Pflegetreff verdeutlicht:
Ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff ist dringend erforderlich. Aber es fehlt bislang der politische Gestaltungswille!

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte zum 18. Pflegetreff am 28.05.2013 nach Neuss-Erfttal eingeladen. Als Gäste konnten über 120 Pflegefachkräfte und interessierte Bürger-Innen (überwiegend Multiplikatoren) begrüßt werden. Es ging diesmal im Wesentlichen um die Demenz, den seit Jahren geforderten neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Heimrecht in NRW bzw. die Erfordernisse zur Schaffung von kommunalen Quartierskonzepten.

Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk und Leiter des Pflegetreffs, hatte für dieses Thema hochkarätige Referenten für die Veranstaltung gewinnen können:

- Dr. h.c. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender Kuratorium Deutsche Altershilfe (Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V.),
- Markus Leßmann, Ministerialdirigent, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW und
- Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychologischer Psychotherapeut, Ärztlicher Leiter Ambulantes Zentrum des St. Alexius- / St. Josef-Krankenhauses Neuss.
- Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss, stand beim Treff für ein Grußwort zur Verfügung.
- Regina Schmidt-Zadel, Mitglied des Bundestages (SPD) a.D., Vorsitzende der Alzheimer-Gesellschaft NRW, moderierte den Treff.

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Foto vom Pflegetreff am 28.05.2013:
Werner Schell, Markus Leßmann. Dr. Jürgen Gohde, Regina Schmidt-Zadel, Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick (v.l.)

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke verdeutlichte in seinem Grußwort, dass gute Pflegestrukturen in einer immer älter werdenden Gesellschaft wichtig seien. Insoweit seien vielfältige Bemühungen der gesamten Gesellschaft erforderlich. Die Aktivitäten von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk seien in diesem Sinne wirksam und verdienten großes Lob und Anerkennung. Er sei daher gerne zum Pflegetreff gekommen.

Die weiteren Statements der Referenten und die sich daran anschließend ergebenden Diskussionen griffen die Pflegetreffthemen in unterschiedlicher Weise auf. Zusammengefasst und ohne Anspruch auf Vollständigkeit kann insoweit folgender Überblick gegeben werden:

Zur Einstimmung wurde ein Film, gesendet von Panorama 3 (NDR) am 19.02.2013, gezeigt (ca. 10 Min.). Damit wurde anschaulich gemacht: „Die Pflegeversicherung lässt Demenzkranke und ihre Angehörigen häufig im Stich. Denn für die Bewilligung einer Pflegestufe stehen nach wie vor körperliche Einschränkungen im Fokus.“ In dem Filmbeitrag kritisiert Dr. Jürgen Gohde, Podiumsgast beim Treff, u.a., dass die Politik viel weiter hätte sein können. Unter seinem Vorsitz hatte ein Expertenbeirat schon 2009 ein neues Prüfsystem vorgelegt. Als sich nach dem Regierungswechsel unter Schwarz-Gelb die Umsetzung verzögerte, stieg Dr. Jürgen Gohde aus. Man könne für die ausstehende Umsetzung viele Gründe ins Feld führen, doch „letztlich fehlt es am Gestaltungswillen der Regierung", bemängelte Dr. Jürgen Gohde.

Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick informierte in einem kurzen Statement über die Krankheit Demenz in ihren Erscheinungsformen und zeigte dabei eindrucksvoll auf, wie sich angesichts der demografischen Entwicklung die Hilfenotwendigkeiten voraussichtlich fortentwickeln werden. Dabei wurde vor allem für Interessierte aus dem Raum Neuss deutlich gemacht, dass es bereits die „Beratungs- und Koordinationsstelle Demenz (BEKO), Stresemannallee 6, 41460 Neuss, gibt, die in vielfältiger Weise für Informationen und Begleitung für Betroffene, Angehörige, Ehrenamtliche und Fachkräfte zur Verfügung steht. Ergänzend werden die St. Augustinus-Kliniken mit dem Demenz-Kompetenzzentrum Rheinland eine Einrichtung schaffen, die bundesweit ohne Vorbild sein wird: Beratung, Betreuung, Schulung und Forschung unter einem Dach. Der Baubeginn ist für den Herbst 2013 vorgesehen.

Dr. h.c. Jürgen Gohde befasste sich in seinem Podiumsbeitrag mit der Pflegeversicherung und damit in Zusammenhang stehende Fragen, die das Krankheitsbild Demenz berühren. Dabei wurde herausgestellt, dass es seit Einführung der Pflegeversicherung so sei, dass die Leistungsgestaltung ausschließlich auf die körperlichen Defizite der Menschen abgestellt sei und damit diejenigen, die von dementiellen Einschränkungen betroffen seien, keine und nur unzureichende Leistungsansprüche hätten. Es sei daher seit Jahren beabsichtigt, durch eine Veränderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes sicherzustellen, dass auch die Demenzkranken in den Kreis der Leistungsberechtigten einbezogen werden. Dazu müsse die Pflegestufenzuordnung neu geregelt werden. Insoweit seien Konzepte mit unterschiedlichen Folgeszenarien entwickelt worden. In diesem Zusammenhang habe auch ein Beirat der Bundesregierung unter seiner Leitung bereits 2009 konkrete Vorschläge für eine Reform vorgelegt. Entscheidende Reformen habe es aber seitens der politisch Verantwortlichen nicht gegeben, so dass die Demenzkranken bezüglich einer Neugestaltung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes anhaltend vertröstet würden.

Ministerialdirigent Markus Leßmann führte in seinem Kurzvortrag aus, dass in NRW ergänzend zu den Regelungen im SGB XI Konzepte entwickelt würden, die es den Menschen auch im Alter bzw. bei eingetretener Pflegebedürftigkeit gestatten sollen, möglichst lange zu Hause oder zumindest im wohnortnahen Bereich zu verbleiben. Dazu sollen in den Gemeinden / Städten – ausgerichtet an den örtlichen Strukturen und Wünschen der Menschen - sog. Quartierskonzepte entwickelt und umgesetzt werden, die den Grundsatz „ambulant vor stationär“ zielgerichtet aufgreifen und durch entsprechende Angebote und Unterstützungsleistungen komplettieren. Das Land NRW fördere ausdrücklich solche Entwicklungen und wolle dem auch durch eine entsprechende Neugestaltung des Landes-Heimrechtes Rechnung tragen. Die entsprechenden Vorbereitungen seien nahezu abgeschlossen, so dass alsbald mit den Beratungen im Landtag NRW begonnen und den neuen Konzepten damit Geltung verschafft werden könne. Das Land NRW könne im Übrigen nicht alle gewünschten Veränderungen aufgreifen, da es eine zwischen Bund und Ländern aufgeteilte Zuständigkeit für die Pflegeeinrichtungen gebe.

Den verschiedenen Statements folgte – von Regina Schmidt-Zadel geschickt moderiert - eine rege Diskussion. Die von den Referenten angesprochenen Themen wurden hinterfragt und mit allseitiger großer Kompetenz vertiefend diskutiert.

Heinz Sahnen, Stadtverordneter im Rat der Stadt Neuss, Mitglied des Landtages (MdL) von NRW (von 2000 – 2010) und Schirmherr des Treffs, bedankte sich am Ende der Veranstaltung bei allen Beteiligten und brachte die uneingeschränkte Auffassung aller zum Ausdruck, dass der Pflegetreff wieder einmal wichtige Themen in das öffentliche Bewusstsein gerückt und damit Voraussetzungen für die vielfach angesprochenen Verbesserungsnotwendigkeiten geschaffen habe. Der Treff sei mittlerweile zur Institution, nicht nur für Neuss, sondern mit bundesweiter Bedeutung geworden.

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei

+++ Stand: 09.06.2013 +++

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BeitragVerfasst: 21.06.2013, 17:08 
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21.06.2013

Pflegesystem erfordert umfängliche Reformen – aber es fehlt der politische Gestaltungswille

Gefordert werden seit Jahren: Pflegebedürftigkeitsbegriff verbessern und Pflegenotstand auflösen, Finanzierung dauerhaft sichern, Quartierskonzepte unterstützen ….

Im Newsletter von "Bündnis für gute Pflege" vom 17.06.2013 heißt es u.a.:
„… wir dürfen gespannt sein: am 27. Juni 2013 soll der Bericht des Expertenbeirates zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff offiziell an den Bundesgesundheitsminister übergeben werden. Klaus-Dieter Voß, Vorsitzender des Beirats, berichtete auf der Veranstaltung unseres Bündnisses "Das verflixte 7. Jahr - Kommt nun endlich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff?" am vergangenen Mittwoch von einer 10-stündigen Marathonsitzung am Abend zuvor, in der letzte Änderungen eingearbeitet wurden. …“

Dazu ergibt sich:

Was bei dem amtierenden „Expertenbeirat zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff“ abläuft, ist eine einzige Alibiveranstaltung der Regierungskoalition, um vor der Bundestagswahl Aktivitäten im Interesse der pflegebedürftigen Menschen, der Demenzkranken, vorzutäuschen. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vermutet, dass die Reformschritte des Deutschen Bundestages in Sachen Pflege maßgeblich vom Bundesverband der Arbeitgeber (mit) bestimmt werden. Richtig wäre, die Betroffenen verstärkt einzubinden!

Tatsache ist, dass die wesentlichen Vorgaben für einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff seit 2009 parat liegen und im mehrfach ausgerufenen „Jahr der Pflege“ längst hätten umgesetzt werden können. Dr. Jürgen Gohde, Vorstand Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), hat es sehr treffend gesagt: „Es fehlte der politische Gestaltungswille“.- Der Pflegetreff in Neuss brachte das alles noch einmal auf den Punkt.
-> viewtopic.php?t=18156

Dazu passend ein Zitat in CAREkonkret, Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege (14.06.2013):
„Wir werden eine inhaltsleere Frechheit überreichen, ohne dass ersichtlich wird, was für die Pflegebedürftigen dabei herum kommt.“
Ein - anonym bleiben wollendes - Mitglied des Expertenbeirats zur Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs gegenüber der ´taz`.
Quelle: viewtopic.php?t=19136

Wir müssen daher das Thema vor der Bundestagswahl abhaken und auf die nächste Legislaturperiode setzen. Allerdings wird es dann bei einer Pflegereform nicht nur um den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, sondern auch um andere Themen, wie den Pflegenotstand und die sozialverträgliche und dauerhafte Finanzierung des Systems gehen müssen.

Der Pflegenotstand ist für Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk einer der Hauptknackpunkte. Wenn es nämlich nicht gelingt, die Arbeitsbedingungen in der Pflege durch deutlich verbesserte Stellenschlüssel erträglicher zu gestalten, wird sich an den systemischen Mängeln nichts ändern. Mit verbesserten Stellenschlüsseln (auf der Grundlage eines bundeseinheitlich geltenden Personalbemessungssystems) können wir uns auch die ständigen Forderungen nach (billigen) ausländischen Pflegekräften (zumindest zur Zeit) ersparen. Wenn wir nämlich vernünftige Rahmenbedingungen in der Pflege gestalten, werden wir auf dem deutschen Arbeitsmarkt genügend Pflegekräfte mobilisieren können (eingeschlossen diejenigen, die wegen der Arbeitsverdichtungen usw. die Pflege verlassen haben). Das alles muss, wie seit Jahren gefordert, von einer Ausbildungs- und Einstellungsoffensive begleitet werden! - Folgerichtig wird Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk den übernächsten Pflegetreff in Neuss (Anfang 2014) ausschließlich dem Pflegenotstand widmen!
-> viewtopic.php?t=19125

Werner Schell – Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
http://www.wernerschell.de

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei

Der Pressetext ist auch als pdf-Datei abrufbar unter ->
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 062013.pdf

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BeitragVerfasst: 28.12.2013, 18:44 
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Das Pflegesystem bedarf einer grundlegenden Reform

Die "taz - die tageszeitung" berichtete in ihrer Wochenendausgabe vom 23. / 24.11.2013 über das Engagement von Dr. Jürgen Gohde und würdigte dabei auch ausführlich sein Auftreten beim Pflegetreff am 28.05.2013 in Neuss
Informationen zum Treff - hier viewtopic.php?f=7&t=18156
Beitrag der "taz" nachlesbar hier (PDF) http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 052103.pdf

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Foto vom Pflegetreff am 28.05.2013:
Werner Schell, Markus Leßmann. Dr. Jürgen Gohde, Regina Schmidt-Zadel, Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick (v.l.)

--> Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk informiert ebenfalls seit Jahren zu den Reformerfordernissen und hält - neben einer Änderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes - dringend mehr Pflegepersonal für erforderlich
Siehe dazu u.a. das Interview in der NGZ vom 11.08.2010 "Mehr Personal, bessere Pflege" hier http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neu ... d-1.316561
--> Patienten gehören in den Mittelpunkt des Gesundheits- und Pflegesystems - und nicht vornehmlich ökonomische Erwägungen.
Siehe insoweit die Hinweise im Forum hier viewtopic.php?f=4&t=19752

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Menschen mit dementiellen Erkrankungen bedürfen - auch im Krankenhaus - einer besseren Versorgung.
Dies fordert Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit Jahren. Wir wissen was zu tun ist und müssen es nur umsetzen. Auch mit Blick auf diesen Versorgungsbereich ist mehr qualifiziertes Pflegepersonal erforderlich! > Quelle: viewtopic.php?f=4&t=20528
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk macht seit Jahren auf die Verbesserung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus aufmerksam und fordert u.a. eine Weiterqualifizierung des Personals. Das Thema wurde u.a. in einer Pressemitteilung vom 13.02.2013 angesprochen: Demenzkrankenbetreuung: Die Aus-, Fort- und Weiterbildung des Fachpersonals muss verbessert werden." > Quelle: viewtopic.php?f=3&t=18537 - Die Versorgung der Menschen mit dementiellen Erkrankung wurde u.a. auch in den Neusser Pflegetreffs am 15.05.2012 und 28.05.2013 in aller Deutlichkeit angesprochen!
Der Senator für Gesundheit in Bremen hat nun in einer Pressemitteilung vom 25.07.2014 mitgeteilt: "Experten- und Expertinnenrat legt Bremer Empfehlungen zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus vor." > Quelle: viewtopic.php?f=4&t=20538
Ähnlich informiert > Der neue „Wegweiser für Menschen mit Demenz im Krankenhaus“ der Landesinitiative Demenz-Service NRW. Er versorgt Betroffene und Angehörige mit wichtigen Informationen. > Quelle: viewtopic.php?f=4&t=20392
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BeitragVerfasst: 27.07.2014, 18:41 
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Pflegeversicherung und Quartierskonzepte der Kommunen

Pflege, Betreuung & sonstige Hilfen - optimal gestalten durch Pflegereform und Quartierskonzepte der Kommunen.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat die dringlichsten Reformerfordernisse deutlich aufgezeigt.
Die demografische Entwicklung erfordert eine ganzheitliche Sicht und schnelles Handeln! - Pflege-Reförmchen (wie 2008 und 2012)
helfen leider nicht weiter.

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