Neuausrichtung der Pflegeversicherung ... ein Flop?

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Pflegereform 2013 ....Intensivworkshop am 19.06.2012 in Köl

Beitrag von Presse » 26.05.2012, 07:23

Mitteilung vom 11.05.2012:

Hiermit laden wir Sie herzlich ein zu unserem Intensivworkshop am 19.06.2012 in Köln.

Pflegereform 2013 - Der Entwurf eines Gesetzes zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (Pflegeneuausrichtungsgesetz, PNG) und seine Konsequenzen für ambulante & teilstationäre Pflegeeinrichtungen

Seminarbeschreibung:

Mit dem Pflegeweiterentwicklungsgesetz 2008 hat der Gesetzgeber erstmalig umfangreiche Änderungen im Pflegeversicherungsgesetz umgesetzt. Nun ist es wieder so weit, zum 01.01.2013 soll das Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNG) in Kraft treten. Seit März diesen Jahres liegt der Gesetzesentwurf vor, der in vielen Bereichen Veränderungen und Verbesserungen? vorsieht. Allein mit Auswirkungen für die ambulante und teilstationäre Pflege werden folgende 21 §§ verändert: 7, 7b, 18, 37, 38, 38a, 40, 41, 45e, 45f, 53b, 55, 77, 87b, 89, 114, 114a, 120, 123, 124 und 125. Zeit sich mit den Änderungen frühzeitig auseinander zu setzen, um die Weichen für die nächsten Jahre jetzt richtig zu stellen.

Inhalte:
• Leistungsverbesserungen für demenziell Erkrankte
• Flexibilisierung der Leistungsinanspruchnahme (Komplexe, Pauschalen und Zeit)
• Neue Vergütungsregelungen
• Modellvorhaben Betreuungsdienste
• Änderungen im Pflegevertrag
• Gleichzeitige Gewährung von Pflegegeld und Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege
• Verbesserung der rentenrechtlichen Berücksichtigung bei Pflegepersonen
• Stärkung neuer Wohn- und Betreuungsformen
• Stärkere Dienstleistungsorientierung bei der Begutachtung
• Sicherstellung einer frühzeitigen Beratung
• Zukunftssichere Finanzierung
• Änderungen bei den Qualitätsprüfungen
• Einzelpflegekräfte
• Abrechnung: ambulant vor teilstationär
• weitere Maßnahmen
• gemeinsame Diskussion zu den einzelnen Punkten
Für alle weiteren Informationen, Termine und Online-Anmeldung bitte HIER klicken:
http://uw-b.de/index.php?option=com_con ... uw&catid=3

Gerne bieten wir Ihnen dieses Seminar auch als Inhouse-Veranstaltung in Ihren Räumlichkeiten an. Hierzu unterbreiten wir Ihnen ein Angebot auf Anfrage.

Viele Grüße aus der Südheide
Sandy Brüns
Unternehmensberatung Wißgott
Getreidering 3
29308 Winsen
Tel: 05143 / 669627
Fax: 05143 / 6690834
Mob: 0175 / 43 76 844
mailto: sb@uw-b.de
http://www.uw-b.de

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Demonstration für bessere Gesundheits- und Pflegesysteme

Beitrag von WernerSchell » 27.05.2012, 06:42

Aus Forum Werner Schell:
viewtopic.php?t=16058
viewtopic.php?t=17142

Nachlese zum Pflegetreff am 15.05.2012 - Demonstration für bessere Gesundheits- und Pflegesysteme in Neuss-Erfttal:

Neuausrichtung der Pflegeversicherung – grundlegende Korrekturen sind geboten. Ohne eine ausreichende Stärkung der Rechte der pflegenden Angehörigen und Behebung des Pflegenotstandes durch mehr professionell pflegendes Personal werden sich die Pflegemängel nicht minimieren lassen!

>>> Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 21.05.2012 nachlesbar unter u.a. folgender Adresse:
viewtopic.php?t=17359

Ergänzende Informationen zu den Reformnotwendigkeiten:

Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) ein grandioser Flop! - Die mängelbehafteten Pflege-Rahmenbedingungen und der Pflegenotstand bleiben uns so erhalten
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 042012.pdf
viewtopic.php?t=17124

Heimrecht und Pflegequalität – im Rhein-Kreis Neuss gibt es lebhafte Diskussionen
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 042012.pdf

Pflegemängel .... zeigen dringenden Handlungsbedarf auf
viewtopic.php?t=17274

Der 3. MDS-Qualitätsbericht 2012 wurde am 24.04.2012 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Nähere Angaben dazu finden Sie unter folgender Adresse:
viewtopic.php?t=17239
Am 26.04.2012 wurde dazu von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk eine umfangreiche Stellungnahme / Pressemitteilung verfasst und vorgestellt:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... rf_auf.php
viewtopic.php?t=17274
Dieser Text wurde auch den Abgeordneten des Deutschen Bundestages übermittelt, weil am 26.04.2012 mit den Beratungen zum Gesetzentwurf „Neuausrichtung in der Pflegeversicherung“ begonnen wurde. Dazu gibt es von hier eine kritische Stellungnahme:
viewtopic.php?t=17141
viewtopic.php?t=17124

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

Dozent für Pflegerecht und Mitglied der Vereinigung der Deutschen Medizinischen Fach- und Standespresse e. V. - http://www.medizinjournalisten.de/
http://www.wernerschell.de - Pflegerecht und Gesundheitswesen -
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de - Menschenwürdige Pflege - jetzt und überall -
Infos auch bei http://www.facebook.com/
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Anhörung zur Pflegereform - Viel Einigkeit bei der Kritik

Beitrag von Presse » 29.05.2012, 17:26

Anhörung zur Pflegereform - Viel Einigkeit bei der Kritik

Am vergangenen Montag, 21. Mai, fand im Bundestag die öffentliche Anhörung zum Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) der schwarz-gelben Bundesregierung statt. Sehen Sie dazu eine Bewertung von Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion für Pflege- und Altenpolitik, unter: http://www.gruene-bundestag.de/themen/p ... ritik.html
Hinweisen möchten wir zudem auf den Antrag der grünen Bundestagsfraktion "Für eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung" (BT-Drs. 17/9566).
Für Rückfragen und Anmerkungen stehen wir Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Christian Hans
--
Christian Hans
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Abgeordnetenbüro Elisabeth Scharfenberg MdB
Sprecherin für Pflegepolitik und Altenpolitik
Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Tel.: ++49 (0)30 227 -74532, Fax: -76655
E-Mail: elisabeth.scharfenberg.ma01@bundestag.de
Web: www.elisabeth-scharfenberg.de
Postanschrift:
Deutscher Bundestag, 11011 Berlin


Anhörung zur Pflegereform | 24.05.2012
Viel Einigkeit bei der Kritik

Am 21.Mai 2012 fand die öffentliche Anhörung zum „Pflege-Neuausrichtungsgesetz“ (PNG) der Bundesregierung statt. Für Schwarz-Gelb war die Anhörung – zu Recht – ein Fiasko. Die Mehrheit der anwesenden Fachleute machte sehr deutlich, dass mit dem PNG sowohl auf der Leistungs- wie auch auf der Finanzierungsseite keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen werden. Vor allem wurde beklagt, dass die Bundesregierung die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs weiter verschiebt.
Zwar begrüßten die Anwesenden, dass die Leistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz verbessert werden sollen: So haben diese Menschen ohne Pflegestufe erstmals Anspruch auf Pflegegeld oder Pflegesachleistungen. In den Pflegestufen I und II erhalten sie in der häuslichen Pflege ebenfalls höhere Leistungen. Dabei wird der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte angehoben. Durch die Mehreinnahmen von 1,1 Milliarden Euro ist die Finanzierung, der durch das PNG neu geschaffenen Leistungen, gerade einmal bis 2015 gesichert.
Weitgehende Einigkeit herrschte bei den Verbänden aber auch darüber, dass diese Leistungsverbesserungen nicht weit genug gehen und überdies den Systemumstieg zu einem neuen Pflegebegriff noch erschweren werden. Kritik hagelte es auch für das schwarz-gelbe Vorhaben, die geltende Kopplung der Zulassung von Einrichtungen an die „ortsübliche Vergütung“ aufzuweichen. Einige Verbände befürchten, dass sich durch diese Regelung die Lohnstruktur verschlechtern könnte. Zudem trage die geplante Neuregelung auch nichts zum Bürokratieabbau bei, wie von Schwarz-Gelb behauptet (mehr http://www.gruene-bundestag.de/themen/p ... wirkt.html ).
Verbesserungsbedarf wurde auch bei den Wohngruppen für Pflegebedürftige gesehen. So werden an Demenz erkrankte Menschen ohne Pflegestufe gar nicht berücksichtigt – obwohl das Leben in einer WG aufgrund der Kleinräumigkeit und Übersichtlichkeit genau ihren Bedürfnissen entspricht. Auch die Entlastung pflegender Angehöriger ging vielen Verbänden nicht weit genug.
Übereinstimmend wurde kritisiert, dass der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff nicht umgesetzt wird. So machte der Pflegeökonom Prof. Heinz Rothgang (Uni Bremen) deutlich, dass die Politik in diesem Zusammenhang noch Hausaufgaben zu erledigen hätte. Es müsse geklärt werden, welche finanziellen Mittel für diese Reform bereitgestellt werden sollen. Er veranschlagte für eine sinnvolle Umsetzung die Kosten auf drei bis vier Milliarden Euro. Rothgang führte weiter aus, dass dies mit einer Pflege–Bürgerversicherung, wie wir Grüne sie fordern, zu stemmen sei – bei einer insgesamt moderaten Beitragssatzentwicklung (mehr http://www.gruene-bundestag.de/themen/p ... wirkt.html ).
Die Reform des Pflegebegriffs und die Einführung einer Pflege-Bürgerversicherung sind die zentralen Säulen unseres Antrags „Für eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung – Nutzerorientiert, solidarisch, zukunftsfest“, der ebenfalls Gegenstand der Anhörung war. Mit dem Antrag zeigen wir auf, welche Reformschritte in der Pflege notwendig sind: Neben der zeitnahen Einführung eines neuen teilhabeorientierten Pflegebegriffs braucht es durchdachte ambulante, quartiersorientierte Versorgungsstrukturen für Pflegebedürftige, eine Entlastungsoffensive pflegender Angehöriger und abgestimmte Maßnahmen gegen den Personalmangel in der Pflege.

Sabrina Merck
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Demonstration für bessere Gesundheits- und Pflegesysteme

Beitrag von Sabrina Merck » 31.05.2012, 12:18

WernerSchell hat geschrieben:
Neuausrichtung der Pflegeversicherung – grundlegende Korrekturen sind geboten. Ohne eine ausreichende Stärkung der Rechte der pflegenden Angehörigen und Behebung des Pflegenotstandes durch mehr professionell pflegendes Personal werden sich die Pflegemängel nicht minimieren lassen!
Ich sehe die Neuausrichtung nicht als Schritt nach vorne. In der Tat: Wir brauchen mehr Pflegepersonal, ordentlich vergütet. Wir brauchen aber kein Personal aus fernen Ländern importiert. Wir müssen es hier rekrutieren, anständig behandeln bzw. vergüten. Dann gibt es auch keine Anstellungsprobleme. Der Fachkräftemangel, vielfach beschrieben, ist z.Zt. nur ein Mittel zum Zweck. Billigkräfte sollen eingeworben werden.
Eigentlich sollte die anstehende Gesetzesänderung den Weg in die Zukunft ebnen. Danach sieht es nun aber nicht aus. Die Kritik, am Gesetzespaket von Herrn Bahr, u.a. beim Pflegetreff am 15.05.2012 deutlich geäußert, ist sehr berechtigt und sollte bei den Abgeordneten im Dt. Bundestag Gehör finden.

Sabrina
Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk!
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Unzureichende Pflege-Angebote für Alzheimer-Patienten

Beitrag von Presse » 31.05.2012, 16:58

Im Stich gelassen - Umfrage: Deutsche kritisieren unzureichende Pflege-Angebote für Alzheimer-Patienten

Baierbrunn (ots) - Mit der vom Bundeskabinett Ende März beschlossenen Pflegereform sollen künftig unter anderem Demenzkranke stärker unterstützt werden. Dass solche Maßnahmen dringend nötig sind, darüber ist sich die Bevölkerung einig. Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" moniert ein Großteil der Deutschen, dass die Probleme und Bedürfnisse von Alzheimer-Patienten noch immer vernachlässigt werden. 70,8 Prozent der Befragten bezeichnen das Pflegeangebot für Demenzkranke als "völlig unzureichend".

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.087 Personen ab 14 Jahren.

Dieser Text ist nur mit Quellenangabe "Senioren Ratgeber" zur Veröffentlichung frei.

Quelle: Pressemitteilung vom 31.05.2012 Wort und Bild - Senioren Ratgeber
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
http://www.wortundbildverlag.de
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Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz

Beitrag von Presse » 01.06.2012, 05:53

Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz:
Diskussion mit Pflegeschülern in Berlin


Die Pflegereform steht kurz vor der Verabschiedung, die Anhörung der Experten und Verbände im Deutschen Bundestag ist abgeschlossen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat am 29. Mai 2012 zum Auftakt der Kommunikationskampagne des BMG Pflegeschüler ins Ministerium eingeladen und mit ihnen über die Motivation für ihre Berufswahl und über die geplanten Inhalte der Reform diskutiert.
Hier finden Sie einen Bericht und Bilder der Veranstaltung:
http://www.bmg.bund.de/pflege/das-pfleg ... tafel.html
Hier finden Sie unsere neue Übersichtsseite zur Pflegereform:
http://www.bmg.bund.de/pflege/das-pfleg ... esetz.html
Hier finden Sie unsere Broschüre zur Pflegereform:
https://www.bundesgesundheitsministeriu ... 7fc5fe9feb
Hier finden Sie unsere Broschüre zur Pflegereform in türkischer Sprache:
https://www.bundesgesundheitsministeriu ... b2ea6eaf58

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
GP_aktuell
31.05.2012

Herbert Kunst
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Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt - Sozialabau angesagt

Beitrag von Herbert Kunst » 01.06.2012, 08:03

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die Koalitionspläne für Verbesserungen bei der Rente, der Pflege und für das neue Betreuungsgeld scharf kritisiert. ....
http://www.focus.de/finanzen/news/wirts ... 59773.html

Der vorstehende Text macht klar, dass mit den Arbeitgebern keine Verbesserungen in der pflegerischen Versorgung machbar sind.
Eine inakzeptable Entwicklung!


H.K.
Für menschenwürdige Pflege sind wir alle verantwortlich! - Dazu finde ich immer wieder gute Informationen unter http://www.wernerschell.de

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Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen

Beitrag von WernerSchell » 01.06.2012, 10:47

Textübernahme aus:
Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen
viewtopic.php?t=17411

Ein Brief, der Gehör finden sollte:

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
Pro Pflege - Selbsthilfetzwerk ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".


Neuss, den 01.06.2012

Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen

An die
Abgeordneten des Deutschen Bundestages!


Sehr geehrte Damen und Herren,

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich bereits wiederholt zur "Neuausrichtung der Pflegeversicherung" geäußert und u.a. ausgeführt, dass mit dem vorliegenden Gesetzentwurf kein einziger Pflegemangel behoben werden kann. Siehe dazu u.a.:
viewtopic.php?t=17141

Ohne einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und ohne Auflösung des Pflegenotstandes mit dem Ziel, die Stellenschlüssel in den Pflegeheimen bundeseinheitlich deutlich zu verbessern, wird es keine gute Pflege geben. Ein wenig zusätzliches Geld verteilen und an einigen kleinen "Stellschrauben" drehen, löst kein einziges Problem. Die hiesige Botschaft wurde außerhalb der jetzigen Reformdebatte bereits früher formuliert:
"Mehr Personal, bessere Pflege"
- siehe dazu den Zeitungsbericht der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 11.08.2010
http://www.ngz-online.de/neuss/nachrich ... e-1.316561

Wenn der Arbeitgeberpräsident, Dieter Hundt, die unzureichenden Koalitionspläne zur Pflegereform als unfinanzierbar bezeichnet und sogar von Kostensenkung spricht, ist das schlicht inakzeptabel. Siehe dazu:
http://www.focus.de/finanzen/news/wirts ... 59773.html
Diese Arbeitgebertheorien sind menschenverachtend und gehören ganz schnell in die Mottenkiste!

Am 24.05.2012 habe ich den BürgerInnen-Unmut in einem kurzen Statement beim Pflegekongress "Gewalt in Medizin und Pflege" formulieren können.

>>> Der Filmbeitrag, 4,18 Minuten, ist anschaubar bei Youtube unter folgender Adresse:
http://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZ ... ure=relmfu
Dabei komme ich zu der Schlussfolgerung, dass vom Staat im Moment wohl eher nichts zu erwarten ist und die BürgerInnen sich selbst an die Hand nehmen müssen. Ein Brief an die Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel, mit der Aufforderung, die Pflege zur „Chefsache“ zu machen, ist auf taube Ohren gestoßen. Offensichtlich bestimmen Ökonomie und Wachstumserfordernisse allein, wie die Versorgung unserer hilfe- und pflegebedürftigen Menschen zu gestalten ist.

Ich würde mich angesichts dieser dem Menschenwürdeprinzip zuwider laufenden Erwägungen über jedes Mitglied des Bundestages freuen, dass aufgrund dieser Gegebenheiten bereit ist, unter Nutzung der verfassungsrechtlichen Unabhängigkeit (Gewissensfreiheit nach § 38 GG) dem sog. Neuausrichtungsgesetz in der jetzigen Form seine Zustimmung zu verweigern und stattdessen eine umfassende Pflegereform an "Haupt und Gliedern", jetzt, einzufordern.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell - Dozent für Pflegerecht
Mitglied der Vereinigung der Deutschen Medizinischen Fach- und Standespresse e. V. - http://www.medizinjournalisten.de/
http://www.wernerschell.de - Pflegerecht und Gesundheitswesen -
Infos auch bei http://www.facebook.com/

Aktueller Hinweis:
Pflegetreff am 14.11.2012, 15.00 - 17.00 Uhr, Kontakt Neuss-Erfttal
Themen: Medizinische Versorgung (Arztbesuche zu Hause und im Heim), Medikamente für ältere pflegebedürftige Menschen (zuviele, Wechselwirkungen?), Fixierungen (auch mittels Psychopharmaka), Weiterbildung zur Krankheit Demenz und Palliativversorgung.

Näheres hier: viewtopic.php?t=17341
+++
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Pflegereform - kaum Änderungen

Beitrag von Presse » 02.06.2012, 07:11

Bundesregierung weist Änderungsvorschläge des Bundesrates zur Pflegereform weitgehend zurück
Gesundheit/Unterrichtung

Berlin: (hib/MPI) Die Bundesregierung lehnt die von den Ländern geforderte Nachbesserung der geplanten Pflegereform im Wesentlichen ab. In der als Unterrichtung (17/9669 http://dip.bundestag.de/btd/17/096/1709669.pdf ) vorgelegten Gegenäußerung zur Stellungnahme des Bundesrates wendet sich die Regierung etwa gegen den Vorschlag, die bisherige Kurzzeit- und Verhinderungspflege als Vertretungspflege zusammenzufassen und auszudehnen sowie eine flexiblere Inanspruchnahme zu ermöglichen. Der Bundesrat hatte verlangt, eine insgesamt acht- statt bisher vierwöchige Vertretungspflege im Jahr zu ermöglichen, „einhergehend mit einer entsprechenden Erhöhung des Leistungsvolumens“. Dies sei „aufgrund des häufig hohen Alters und eigener gesundheitlicher Einschränkungen der Hauptpflegeperson“ notwendig.
Während einer Vertretungspflege wird ein Pflegebedürftiger für einen begrenzten Zeitraum in einem Pflegeheim betreut, wenn die Pflegeperson wegen Urlaub oder Krankheit vorübergehend ausfällt. Die Regierung erwidert in ihrer Gegenäußerung nun, gegen die Bildung eines Gesamtanspruchs aus Verhinderungs- und Kurzzeitpflege von insgesamt acht Wochen und 3.100 Euro spreche, „dass die Pflegebedürftigen „sich voraussichtlich mehrheitlich für die Nutzung des Gesamtbetrages von 3.100 Euro im Rahmen der Verhinderungspflege“ entschieden. Dies würde „zu Lasten der qualitätsgesicherten Kurzzeitpflege gehen“.
Der Gesetzentwurf der Regierung (17/9369 http://dip.bundestag.de/btd/17/093/1709369.pdf ) zur Neuausrichtung der Pflegeversicherung (PNG) wurde am 26. April in erster Lesung im Bundestag beraten. Er sieht unter anderem Leistungsverbesserungen für Demenzkranke und eine Beitragssatzerhöhung vor. Die Regierung weist in ihrer jetzt vorgelegten Gegenäußerung auch den Vorstoß der Länder zur geplanten neuen Förderung von Wohngemeinschaften (WG) für Pflegebedürftige zurück. Laut Regierungsentwurf sollen Pflegebedürftige, die in einer solchen ambulant betreuten WG leben, einen Zuschlag von pauschal 200 Euro monatlich für eine gemeinsame Pflegekraft bekommen.
Der Bundesrat will die Pauschale auch Pflegebedürftigen zukommen lasen, die von einer Pflegekraft in der Nachbarschaft betreut werden. In vielen Siedlungen lebten in kleinen Häusern „heute oftmals nur noch verwitwete, ältere Einzelpersonen“, für die der „Umzug in eine Wohngemeinschaft“ im Falle von Pflegebedürftigkeit „häufig keine erstrebenswerte Lösung“ darstelle, betonen die Länder in ihrer Stellungnahme. Bei der geplanten Förderung alternativer Wohnformen sollten „auch diese Wohnstrukturen angemessen Berücksichtigung finden“, heißt es darin weiter. Dies entspreche auch der Umsetzung der bisher entwickelten Ansätze einer „Pflege im Quartier“. Ihre Ablehnung begründet die Regierung mit „einem Ausufern des Leistungsanspruchs“. Letztlich wäre es damit jedem der 1,5 Millionen Pflegebedürftigen möglich, über einen solchen Zusammenschluss die 200 Euro zusätzlich zum Pflegegeld zu beantragen. „Eine Erstreckung auf benachbarte Gebäude ist nicht mit dem ursprünglichen Förderansatz für Wohngruppen vereinbar“, heißt es in der Gegenäußerung.
In wenigen Punkten kommt die Regierung dem Bundesrat entgegen. Dies betrifft etwa die Forderung, ältere Menschen mit Migrationshintergrund während einer Pflegeberatung in verständlicher Form über Pflege- und Betreuungsangebote zu informieren.

Quelle: Mitteilung vom 01.06.2012
Deutscher Bundestag
Parlamentskorrespondenz, PuK 2
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
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Pflegemindestlohn

Beitrag von Presse » 02.06.2012, 07:15

Im Bundestag notiert:
Pflegemindestlohn
Gesundheit/Antwort

Berlin: (hib/MPI) Mit der geplanten Pflegereform soll die Pflicht zur Zahlung der ortsüblichen Vergütung auf die Fälle reduziert werden, in denen keine Verpflichtung zur Zahlung eines nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz festgelegten Mindestentgeltes (sogenannter Pflegemindestlohn) besteht. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/9338 http://dip.bundestag.de/btd/17/093/1709338.pdf ) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/9230 http://dip.bundestag.de/btd/17/092/1709230.pdf ) weiter ausführt, trifft dies beispielsweise auf Betreuungs- und Küchenkräfte zu, aber auch auf „Pflegepersonen, die aus dem Anwendungsbereich der Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für die Pflegebranche ausgenommen sind“. Mit der Neuregelung werde Bürokratie abgebaut, da die Pflegeeinrichtungen nur noch für diese Beschäftigten verschiedene Entgeltregelungen beachten müssten, heißt es in der Antwort weiter. Gehaltseinbußen für Beschäftigte seien nicht zu erwarten.

Quelle: Mitteilung vom 01.06.2012
Deutscher Bundestag
Parlamentskorrespondenz, PuK 2
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Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
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Pflege - findet kaum Interesse

Beitrag von Cicero » 03.06.2012, 10:04

WernerSchell hat geschrieben:JuraHealth Congress am 24.05.2012 in Köln - Interview: Werner Schell, Pflege-Experte
Der Pflege-Experte Werner Schell beantwortet heikle Fragen zum Thema Gewalt in der Pflege und kommt zu dem Schluss, dass vom Staat nichts zu erwarten ist und die Bürger sich nun selbst an die Hand nehmen müssen. Sein Brief an die Bundeskanzlerin Merkel mit der Aufforderung die Pflege zur "Chefsache" zu machen ist auf taube Ohren gestoßen.
>>> Der Filmbeitrag, 4,18 Minuten, ist anschaubar bei Youtube unter folgender Adresse:
http://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZ ... ure=relmfu
Guten Tag Herr Schell,
ich verfolge hier im Forum alle Texteinstellungen und bin weiterhin beeindruckt von den guten und sachlich fundierten Beiträgen. Ihre Statement beim Congress in Köln trifft kurz und bündig genau ins Schwarze. Die "große Politik" hat kein Interesse an der Pflege. Daher laufen die Pflegereformen auch immer auch immer ein wenig nebenher. Gut, dass Sie dies alles auf den Punkt gebracht haben. Es kann sich jetzt jeder an die Nase fassen.
Herzliche Grüße und schönen Sonntag!
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Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!

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Beitrag von Service » 05.06.2012, 07:03

„BÜNDNIS FÜR GUTE PFLEGE“ kritisiert Gesetzentwurf
Erfolgreiche Podiumsdiskussion mit den pflegepolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen

Berlin, 23. Mai 2012. Eine bessere Unterstützung für pflegende Angehörige, bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sowie die Einführung einer Bürgerversicherung zur solidarischen Finanzierung der Pflege das gehört zu den zentralen Forderungen des "BÜNDNIS FÜR GUTE PFLEGE". Sie wurden am Mittwoch, den 23. Mai 2012 von den 14 im Bündnis vertretenen Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Berufsverbänden, Selbsthilfeorganisationen sowie Verbrauchervertretungen auf einer Podiumsdiskussion mit den pflegepolitischen Sprechern der Bundestagsfraktion vorgestellt.
Pressemitteilung http://www.buendnis-fuer-gute-pflege.de ... ntwurf.pdf

Quelle: Mitteilung vom 04.06.2012
Gabriele Feld-Fritz
ver.di Bundesverwaltung
Ressort 9, Fachbereich 3
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Telefon: 030-6956-1860 Fax: -3420
(Festnetzpreis 14 ct/min, Mobilfunkpreise max. 42 ct/min)
e-mail: gabriele.feld-fritz@verdi.de

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Hans-Böckler-Stiftung - Was ist uns gute Pflege wert?

Beitrag von Service » 05.06.2012, 07:04

Hans-Böckler-Stiftung - Was ist uns gute Pflege wert?

Der Arbeitskreis "Zukunft des Sozialstaats" der Hans-Böckler-Stiftung lädt herzlich ein zur Veranstaltung "Was ist uns gute Pflege wert?" am 25. Juni 2012 in Frankfurt a.M. Namhafte Referentinnen und Referenten werden über den Stand der Pflegereform 2012/13 berichten und ihn kritisch kommentieren.
Hier zum Programm
http://www.buendnis-fuer-gute-pflege.de ... ogramm.pdf
und zur Anmeldung
http://www.buendnis-fuer-gute-pflege.de ... eldung.pdf

Quelle: Mitteilung vom 04.06.2012
Gabriele Feld-Fritz
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(Festnetzpreis 14 ct/min, Mobilfunkpreise max. 42 ct/min)
e-mail: gabriele.feld-fritz@verdi.de

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Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen

Beitrag von Service » 07.06.2012, 06:54

Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen

Werner Schell und das Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich am 1.6.2012 mit einem offenen Brief empört an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages gewendet. Der Brief und eine umfangreiche Linksammlung ist hier zu lesen: viewtopic.php?t=17411

Auch das Statement von Werner Schell vom 24.5.2012 beim Kongress Gewalt und Pflege in der Medizin nebst Presseschau und Youtube Link ist im Brief verfügbar.

Quelle: Mitteilung vom 06.06.2012
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 |

WernerSchell
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Der Pflegebahr: Dreiste Klientelpolitik

Beitrag von WernerSchell » 12.06.2012, 15:15

ver.di zur Gesundheitspolitik - Newsletter 5 - 2012

U n s e r e T h e m e n :

- Der Pflegebahr: Dreiste Klientelpolitik
- Das bringt der Pflege-Bahr
- Das kostet der Pflege-Bahr
- Krankenhäuser: Schwarz/Gelb hat abgewirtschaftet
- Patientenrechte: Schwach
- Bündnis für gute Pflege: Diskussion mit pflegepolitischen Sprechern


Mit Mausklick auf diesen Link: http://gesundheitspolitik.verdi.de/info ... 5-2012.pdf
steht der aktuelle Newsletter mit allen Funktionen zur Verfügung.

Quelle: Mitteilung vom 12.06.2012
Herbert Weisbrod-Frey
Bereichsleiter Gesundheitspolitik
beim ver.di Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Internet http://gesundheitspolitik.verdi.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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