Gewalt in Medizin und Pflege - Kongress 24.05.2012 in Köln

Wichtige Hinweise zu Veranstaltungen - z.B. >>> "Pro Pflege -Selbsthilfenetzwerk" - Radio- und TV-Sendungen.

Moderator: WernerSchell

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Gewalt in Medizin und Pflege - Kongress 24.05.2012 in Köln

Beitrag von Presse » 25.01.2012, 17:39

Siehe auch unter:
viewtopic.php?f=3&t=20665

Bild


Gewaltpotenziale erkennen und Lösungen finden

Juristen und Praktiker diskutieren beim JHC 2012 über
Gewalt in Medizin und Pflege


Gewaltsituationen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern
sind für die Betroffenen, aber auch die Träger und
Organisationen stets eine drastische Herausforderung. Beim
JuraHealth Congress 2012 begegnen Experten aus Recht,
Medizin und Pflege dem Themenkomplex aus unterschiedlichen
Blickwinkeln.


Gewalt im Gesundheitswesen hat viele Gesichter, das ist die
Auffassung von Dr. Helmut Frohnhofen von den Kliniken Essen-
Mitte, der den Fachkongress am 24. Mai 2012 in Köln eröffnen wird.
Aus vielerlei Gründen können Pflegende oder Ärzte, aber auch
Patienten und Bewohner, aggressiv reagieren - von verbalen
Angriffen bis hin zu körperlichen Übergriffen. Welche juristischen
und organisatorischen Rahmenbedingungen Kliniken, Pflegeeinrichtungen,
Wohnanlagen oder Therapiezentren schaffen
müssen, um solche Übergriffe zu verhindern oder zu entschärfen, ist
das zentrale Thema des JuraHealth Congress 2012, der diesmal in
den Kölner Sartory Sälen stattfindet.
Zusammenhängend mit Gewaltsituationen wird auch der Umgang
mit freiheitsentziehenden Maßnahmen juristisch beleuchtet. Dabei
liefert die in NRW geplante Abschaffung der Videoüberwachung bei
Fixierungen in psychiatrischen Einrichtungen einen aktuellen und
brisanten Anlass, um die damit einhergehenden personellen und
organisatorischen Herausforderungen zu erläutern.
In Leipzig, Berlin und Dresden hatte der JuraHealth Congress in den
vergangenen Jahren Themen an der Schnittstelle von Recht und
Gesundheit aufgegriffen, wie beispielsweise die Delegation
ärztlicher Aufgaben auf die Pflege oder die Neuorganisation von
Personalsystemen im Gesundheitswesen.
Der JHC 2012 am 24. Mai in Köln wird erneut von einer Fachausstellung begleitet.

Quelle: Pressemitteilung vom 25.01.2012
Pressekontakt
Martin v. Berswordt-Wallrabe
030 / 20 25 – 35 73
presse@pwg-seminare.de

http://www.jurahealth.de
Näheres auch unter
http://www.pwg-seminare.de/index.php?article_id=123

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Fixierung als Normalfall kann keine Lebenswirklichkeit sein

Beitrag von Presse » 25.05.2012, 14:12

Pressemitteilung vom 24.05.2012:

"Fixierung als Normalfall kann nicht unsere Lebenswirklichkeit sein." NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat sich erneut gegen die hohe Zahl von Fixierungen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und psychiatrischen Einrichtungen ausgesprochen. Zur Eröffnung des JuraHealth Congress 2012 sagte die Ministerin am Morgen in Köln, an erster Stelle müsse immer das Selbstbestimmungsrecht des Menschen stehen, auch im Alter oder im Krankheitsfall.
Zum Kongress gibt es die angefügte Medieninformation. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
Martin v. Berswordt-Wallrabe

"Menschenrechte dürfen nicht an Personalengpässen scheitern."

NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens spricht sich beim JuraHealth Congress gegen Fixierungen und Videoüberwachung in der Pflege aus

"Fixierung als Normalfall kann nicht unsere Lebenswirklichkeit sein." NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat sich erneut gegen die hohe Zahl von Fixierungen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und psychiatrischen Einrichtungen ausgesprochen. Zur Eröffnung des JuraHealth Congress 2012 sagte die Ministerin am Morgen in Köln, an erster Stelle müsse immer das Selbstbestimmungsrecht des Menschen stehen, auch im Alter oder im Krankheitsfall. Steffens erläuterte auch die Abschaffung der Videoüberwachungen in psychiatrischen Einrichtungen in NRW. Viele Einrichtungen gingen nun neue Wege, die natürlich auch entsprechendes Personal benötigten. Steffens betonte jedoch: "Menschenrechte dürfen nicht an Personalengpässen scheitern."
Ursachen von Gewalt im Gesundheitswesen und Strategien zu deren Vermeidung standen im Mittelpunkt des zum bereits fünften Mal stattfindenden pflege- und medizinrechtlichen Fachkongresses. Rund 250 Juristen, Mediziner und Pflegeexperten besprachen die juristischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Wohnanlagen oder Therapiezentren schaffen müssen, um Übergriffe zwischen Pflegenden und Patienten zu verhindern oder zu entschärfen. Dabei ging es auch um Alternativen zu Fixierungen und freiheitsentziehenden Maßnahmen.

Dr. Helmut Frohnhofen, der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie der Kliniken Essen-Mitte, verwies eindrucksvoll auf die Gefahren beispielsweise durch einen Muskelverlust, die mit der langen Bewegungsunfähigkeit fixierter Personen einhergehen kann. "Bettruhe ist so gefährlich, dass wir die Patienten eigentlich medizinisch aufklären müssten", sagte der Mediziner. Zusammenhängend mit Gewaltsituationen war zudem der Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen und deren juristische Bewertung Thema auf dem Fachkongress in den Kölner Sartory-Sälen. Dabei lieferte die in NRW vorbereitete Abschaffung der Videoüberwachung bei Fixierungen in psychiatrischen Einrichtungen einen aktuellen und brisanten Anlass und sorgte für intensive Diskussionen um die damit einhergehenden personellen und organisatorischen Herausforderungen.
In Leipzig, Berlin und Dresden hatte der JuraHealth Congress in den vergangenen Jahren Themen an der Schnittstelle von Recht und Gesundheit aufgegriffen, wie beispielsweise die Delegation ärztlicher Aufgaben auf die Pflege oder die Neuorganisation von Personalsystemen im Gesundheitswesen. Der JuraHealth Congress 2013 soll sich mit den juristischen Dimensionen der Hygiene in Krankenhäusern, Arztpraxen und
Pflegeeinrichtungen beschäftigen.

http://www.jurahealth.de
Pressekontakt Martin v. Berswordt-Wallrabe
030 / 20 25 – 35 73
presse@pwg-seminare.de

Anmerkung der Moderation:
In einer Sonderausgabe der Zeitschrift "Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen", Herausgeber: Prof. Dr. Volker Großkopf, ist der "Umgang mit Gewalt in Medizin und Pflege" durch den Abdruck der Statements der Referenten eindrucksvoll dokumentiert. Ein Exemplar der Sonderausgabe wurde den KongressteilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.

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Gewalt in der Pflege - Interview zum Congress

Beitrag von WernerSchell » 29.05.2012, 06:50

JuraHealth Congress am 24.05.2012 in Köln - Interview: Werner Schell, Pflege-Experte
Der Pflege-Experte Werner Schell beantwortet heikle Fragen zum Thema Gewalt in der Pflege und kommt zu dem Schluss, dass vom Staat nichts zu erwarten ist und die Bürger sich nun selbst an die Hand nehmen müssen. Sein Brief an die Bundeskanzlerin Merkel mit der Aufforderung die Pflege zur "Chefsache" zu machen ist auf taube Ohren gestoßen.
>>> Der Filmbeitrag, 4,18 Minuten, ist anschaubar bei Youtube unter folgender Adresse:
http://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZ ... ure=relmfu

>>> Weitere Informationen zum Congress und zur „Rechtsdepesche“ unter
http://www.jurahealth.de
http://www.youtube.com/user/Rechtsdepesche
viewtopic.php?t=16886

>>> Weiter informierende Texte zur geplanten „Neuausrichtung der Pflegeversicherung“ unter folgenden Adressen:
Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) ein grandioser Flop!
viewtopic.php?t=17141
Pflegemängel .... zeigen dringenden Handlungsbedarf auf
viewtopic.php?t=17274
Neuausrichtung der Pflegeversicherung – grundlegende Korrekturen sind geboten. Ohne eine ausreichende Stärkung der Rechte der pflegenden Angehörigen und Behebung des Pflegenotstandes durch mehr professionell pflegendes Personal werden sich die Pflegemängel nicht minimieren lassen!
Pressemitteilung von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk vom 21.05.2012 hier!
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... herung.php
viewtopic.php?t=17142

Achtung TV-Tipps:
Im Forum Werner Schell - viewforum.php?f=7 - finden gibt es aktuelle zahlreiche TV-Tipps. U.a. wird auf die Sendung am 31.05.2012, 22.00 – 22.30 Uhr, beim SWR, Odysso, aufmerksam gemacht - viewtopic.php?t=17357 -. Dann geht es um das spannende Thema „Pillen statt Pflege“. Dazu gibt es im Forum zahlreiche Beiträge (auffindbar unter „Suchen“ und Eingabe von „Medikation“). Sie belegen die Tatsache, dass bei älteren pflegebedürftigen Menschen zuviele und teilweise falsche Medikamente verabreicht werden.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Rob Hüser
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Gewalt ist in der gesamten Gesellschaft präsdent

Beitrag von Rob Hüser » 30.05.2012, 08:44

aus Forum:
Gewalt in der Pflege - jeder fünfte Deutsche hat Erfahrungen
viewtopic.php?t=17328

Die Gewalt ist mitten in der Gesellschaft. Es macht daher keinen Sinn, allein die Gewalt ín der Pflege anzusprechen. Das verengt den Blick. Der nachfolgende Bericht zeigt, dass nicht nur alte und kranke Menschen Opfer von Gewalt sind, sondern offensichtlich mehr Kinder (in den Familien):

Berlin
BKA: Drei tote Kinder pro Woche
VON CHRISTIAN SPOLDERS - zuletzt aktualisiert: 30.05.2012 - 02:30 Berlin (RP). Jede Woche sterben in Deutschland im Schnitt drei Kinder durch Gewalt oder Vernachlässigung. Im vergangenen Jahr kamen auf diese Weise laut Bundeskriminalamt (BKA) 146 Kinder unter 14 Jahren ums Leben, 114 waren sogar jünger als sechs Jahre. Zwar ist die Opferzahl auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Dennoch ist die polizeiliche Kriminalstatistik alarmierend.
.... (mehr) http://nachrichten.rp-online.de/panoram ... -1.2850116

Wo bleibt der Aufschrei ?

Rob Hüser
Das Pflegesystem muss dringend zukunftsfest reformiert werden!

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Menschenrechte dürfen nicht an

Beitrag von Presse » 31.05.2012, 13:17

"Menschenrechte dürfen nicht an Personalengpässen scheitern"

NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens spricht sich beim JuraHealth Congress gegen Fixierungen und Videoüberwachung in der Pflege aus "Fixierung als Normalfall kann nicht unsere Lebenswirklichkeit sein." NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat sich erneut gegen die hohe Zahl von Fixierungen in Pflegeheimen, Krankenhäusern und psychiatrischen Einrichtungen ausgesprochen. Zur Eröffnung des JuraHealth Congress 2012 sagte die Ministerin am Morgen in Köln, an erster Stelle müsse immer das Selbstbestimmungsrecht des Menschen stehen, auch im Alter oder im Krankheitsfall. Steffens erläuterte auch die Abschaffung der Videoüberwachungen in psychiatrischen Einrichtungen in NRW. Viele Einrichtungen gingen nun neue Wege, die natürlich auch entsprechendes Personal benötigten. Steffens betonte jedoch: "Menschenrechte dürfen nicht an Personalengpässenscheitern."
Ursachen von Gewalt im Gesundheitswesen und Strategien zu deren Vermeidung standen im Mittelpunkt des zum bereits fünften Mal stattfindenden pflege- und medizinrechtlichen Fachkongresses. Rund 250 Juristen, Mediziner und Pflegeexperten besprachen die juristischen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Wohnanlagen oder Therapiezentren schaffen müssen, um Übergriffe zwischen Pflegenden und Patienten zu verhindern oder zu entschärfen. Dabei ging es auch um Alternativen zu Fixierungen und freiheitsentziehenden Maßnahmen.
Dr. Helmut Frohnhofen, der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Geriatrie der Kliniken Essen-Mitte, verwies eindrucksvoll auf die Gefahren beispielsweise durch einen Muskelverlust, die mit der langen Bewegungsunfähigkeit fixierter Personen einhergehen kann. "Bettruhe ist so gefährlich, dass wir die Patienten eigentlich medizinisch aufklären müssten", sagte der Mediziner.
Zusammenhängend mit Gewaltsituationen war zudem der Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen und deren juristische Bewertung Thema auf dem Fachkongress in den Kölner Sartory-Sälen. Dabei lieferte die in NRW vorbereitete Abschaffung der Videoüberwachung bei Fixierungen in psychiatrischen Einrichtungen einen aktuellen und brisanten Anlass und sorgte für intensive Diskussionen um die damit einhergehenden personellen und organisatorischen Herausforderungen.
In Leipzig, Berlin und Dresden hatte der JuraHealth Congress in den vergangenen Jahren Themen an der Schnittstelle von Recht und Gesundheit aufgegriffen, wie beispielsweise die Delegation ärztlicher Aufgaben auf die Pflege oder die Neuorganisation von Personalsystemen im Gesundheitswesen. Der JuraHealth Congress 2013 soll sich mit den juristischen Dimensionen der Hygiene in Krankenhäusern, Arztpraxen und
Pflegeeinrichtungen beschäftigen.

Quelle: Pressemitteilung vom 24.05.2012
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Cicero
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Pflege - Interview zum Congress

Beitrag von Cicero » 03.06.2012, 10:03

WernerSchell hat geschrieben:JuraHealth Congress am 24.05.2012 in Köln - Interview: Werner Schell, Pflege-Experte
Der Pflege-Experte Werner Schell beantwortet heikle Fragen zum Thema Gewalt in der Pflege und kommt zu dem Schluss, dass vom Staat nichts zu erwarten ist und die Bürger sich nun selbst an die Hand nehmen müssen. Sein Brief an die Bundeskanzlerin Merkel mit der Aufforderung die Pflege zur "Chefsache" zu machen ist auf taube Ohren gestoßen.
>>> Der Filmbeitrag, 4,18 Minuten, ist anschaubar bei Youtube unter folgender Adresse:
http://www.youtube.com/watch?v=XYqs_-kZ ... ure=relmfu
Guten Tag Herr Schell,
ich verfolge hier im Forum alle Texteinstellungen und bin weiterhin beeindruckt von den guten und sachlich fundierten Beiträgen. Ihre Statement beim Congress in Köln trifft kurz und bündig genau ins Schwarze. Die "große Politik" hat kein Interesse an der Pflege. Daher laufen die Pflegereformen auch immer auch immer ein wenig nebenher. Gut, dass Sie dies alles auf den Punkt gebracht haben. Es kann sich jetzt jeder an die Nase fassen.
Herzliche Grüße und schönen Sonntag!
Cicero
Politisch interessierter Pflegefan!
Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!

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Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen

Beitrag von Service » 07.06.2012, 06:51

Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen

Werner Schell und das Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich am 1.6.2012 mit einem offenen Brief empört an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages gewendet. Der Brief und eine umfangreiche Linksammlung ist hier zu lesen: viewtopic.php?t=17411

Auch das Statement von Werner Schell vom 24.5.2012 beim Kongress Gewalt und Pflege in der Medizin nebst Presseschau und Youtube Link ist im Brief verfügbar.

Quelle: Mitteilung vom 06.06.2012
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
http://www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 |

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Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen

Beitrag von Herbert Kunst » 10.06.2012, 07:33

Service hat geschrieben:Gute Pflege - BürgerInnen werden im Stich gelassen
Werner Schell und das Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich am 1.6.2012 mit einem offenen Brief empört an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages gewendet. Der Brief und eine umfangreiche Linksammlung ist hier zu lesen: viewtopic.php?t=17411
Auch das Statement von Werner Schell vom 24.5.2012 beim Kongress Gewalt und Pflege in der Medizin nebst Presseschau und Youtube Link ist im Brief verfügbar.
Ich begrüße die Initiativen sehr - sie finden meine uneingeschränkte Unterstützung.
Gruß Herbert Kunst
Für menschenwürdige Pflege sind wir alle verantwortlich! - Dazu finde ich immer wieder gute Informationen unter http://www.wernerschell.de

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Eindämmung von Gewalt in Medizin und Pflege

Beitrag von WernerSchell » 06.11.2012, 08:21

Zum Pflegetreff am 14.11.2012 hat Frau Barbara Steffens,
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW
,
am 05.11.2012 folgenden Text übermitteln lassen:

Herausforderung Kulturwechsel.
Über die Eindämmung von Gewalt
in Medizin und Pflege

Von Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens
Bild
Foto: Barbara Steffens, MdL NRW, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Öffentlich wird nur selten darüber gesprochen, dabei handelt es sich beim
Thema Gewalt in Medizin und Pflege nicht um Einzelfälle. So berichten rund zehn
Prozent der Pflegebedürftigen über körperliche Gewalt und etwa 40 Prozent über
seelische Misshandlungen. Zwar können die Formen der Gewalt verschieden sein,
fast immer steht jedoch eine Kultur der Entmündigung dahinter. Eine Kultur, die das
Recht des kranken oder pflegebedürftigen Menschen auf Selbstbestimmung
missachtet, oft unter dem Vorwand des „Schützens“.
Einseitige Vorwürfe greifen jedoch zu kurz. Nicht selten sind die Täterinnen
und Täter zugleich auch Opfer einer Situation, in der schlechte Arbeitsbedingungen
und Überforderung zum Alltag gehören. Darum müssen wir nach Lösungen suchen,
die diese Rahmenbedingungen verbessern und im Umgang mit den mitunter
ebenfalls Gewalt ausübenden Kranken und Pflegebedürftigen die schwierige Balance
zwischen Selbstbestimmung und Schutz herstellen.
Anfang 2012 hat die Landesregierung NRW einen offenen Dialog begonnen,
in dem wir gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren der Gesundheitsversorgung
nach Ansätzen zur Überwindung und Eindämmung von Gewalt in Medizin und Pflege
suchen. Dabei lassen wir uns vor allem von einer Erkenntnis leiten: Um die Spirale
aus Überforderung und Gewaltanwendung zu unterbrechen, ist ein neues
Zusammenwirken von Medizin, Pflege und Pharmazie im Umgang mit Patientinnen
und Patienten auf Augenhöhe von zentraler Bedeutung. Notwendig sind die Fähigkeit
der Selbstreflexion sowie eine größere Sensibilität und Achtsamkeit gegenüber der
Gewaltanwendung Dritter. Außerdem müssen den Zeuginnen und Zeugen von
Gewalt stärkere Handlungsunterstützung gegeben und den Opfern kompetente
Ansprechpersonen an die Seite gestellt werden.
Ich bin überzeugt, dass ein geändertes Verhalten der professionellen
Akteurinnen und Akteure auch Vorbild für pflegende Angehörige und ehrenamtlich
Helfende sein kann. Das ist sicher nicht von heute auf morgen und allein zu schaffen.
Darum möchte ich Sie bitten, den eingeschlagenen Weg des Kulturwechsels aktiv
mitzugestalten.

gez. Barbara Steffens
Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Pflegereform zur Chefsache machen

Beitrag von WernerSchell » 22.01.2013, 08:09

Der Bundesverband Pflegemanagement hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem offenen Brief aufgefordert, das Thema Pflege zur Chefsache zu machen und endlich wirksame Maßnahmen für eine qualitativ hochwertige und flächendeckende pflegerische Versorgung der Bevölkerung zu ergreifen.
Der Brieftext ist abrufbar unter folgender Adresse:
http://www.bv-pflegemanagement.de/meldu ... s/153.html
http://www.bv-pflegemanagement.de/meldu ... 08_out.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Freiheitseinschränkende Maßnahmen (FEM) - Zurückführung ...

Beitrag von WernerSchell » 28.01.2016, 07:58

Am 28.01.2016 bei Facebook gepostet:
Freiheitseinschränkende Maßnahmen (FEM): Der Beschluss des Verwaltungsgerichts Würzburg vom 01.09.2014 – W 3 S 14.778 –, der sich mit der gebotenen Zurückführung FEM (z.B. Fixierungen) befasst, wurde von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bereits in einer Pressemitteilung vom 08.10.2014 aufgegriffen > viewtopic.php?f=2&t=20662 - Inzwischen wurde geklärt, dass Investitionen in absenkbare Betten gefördert und in die Finanzplanungen der Heime eingefügt werden können. Es gibt, soweit hier überschaubar, auch vielfältige Anhaltspunkte dafür, dass die Pflegeeinrichtungen damit begonnen haben, FEM, soweit dies gerechtfertigt werden kann, deutlich zurückzuführen. Wie schon 2014 herausgestellt, sind Erörterungen über den „Werdenfelser Weg“ und das Einsetzen von Verfahrenspflegern völlig entbehrlich. - W.S. http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de
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https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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