Sozialbericht 2009
Mit dem Sozialbericht dokumentiert die Bundesregierung Umfang und Bedeutung der sozialstaatlichen Leistungen und die in diesem Kontext ergriffenen Reformen in der jeweiligen Legislaturperiode. Er besteht aus zwei Teilen: Teil A gibt einen umfassenden Überblick über Maßnahmen und Vorhaben der Gesellschafts- und Sozialpolitik. Teil B widmet sich dem Sozialbudget, mit dem die Bundesregierung in regelmäßigen Abständen über Umfang, Struktur und Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben der einzelnen Zweige der sozialen Sicherung in der Bundesrepublik Deutschland informiert. Dabei wird die ansonsten übliche jährliche tabellarische Berichterstattung des Sozialbudgets durch eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Sicherungssysteme ersetzt und durch eine Vorausschau auf die künftige mittelfristige Entwicklung der Sozialleistungen ergänzt.
Der Deutsche Bundestag hat zuletzt mit Beschluss vom 10. Dezember 1986 (2. Spiegelstrich der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung, BT-Drs. 10/6704) die Bundesregierung aufgefordert, die Sozialberichterstattung in der bewährten Form fortzuführen. Mit dem vorliegenden Sozialbericht kommt die Bundesregierung dieser Verpflichtung auch in dieser Legislaturperiode nach.
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Sozialbericht 2009
Moderator: WernerSchell
Sozialausgaben steigen stark durch die Wirtschaftskrise
Ärzte Zeitung, 15.07.2009
Sozialausgaben steigen stark durch die Wirtschaftskrise
BERLIN (fst). Die Wirtschaftskrise lässt die Sozialleistungen deutlich steigen. Für 2009 erwartet die Regierung einen Höchststand von 754 Milliarden Euro.
Das geht aus dem Sozialbericht 2009 hervor, den Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Danach ergeben sich im laufenden Jahr im Vergleich zu 2008 Mehrausgaben von 32,6 Milliarden Euro - vor allem in Folge steigender Arbeitslosigkeit.
... (mehr) http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... sid=557953
Sozialausgaben steigen stark durch die Wirtschaftskrise
BERLIN (fst). Die Wirtschaftskrise lässt die Sozialleistungen deutlich steigen. Für 2009 erwartet die Regierung einen Höchststand von 754 Milliarden Euro.
Das geht aus dem Sozialbericht 2009 hervor, den Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Danach ergeben sich im laufenden Jahr im Vergleich zu 2008 Mehrausgaben von 32,6 Milliarden Euro - vor allem in Folge steigender Arbeitslosigkeit.
... (mehr) http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... sid=557953
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Rita Reinartz
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Reformbedarf ohne Ende !
Mein Text aus
Gesundheitssystem ....
viewtopic.php?t=12326
passt auch hier:
Guten Morgen - Forum!
Ich denke, dass wir die ärztliche Versorgung als Teil der Gesundheitsversorgung sehen müssen. Die Gesundheitspolitik hat m.E. viele ungute Entscheidungen getroffen, so dass umfassender Reformbedarf gegeben ist. Es kann nicht allein um die ärztliche Versorgung gehen. Wir müssen auch entscheiden, was wir uns noch leisten wollen = Rationierungen usw.? Es geht in den Sozialsystemen das Geld aus. Die Rentenversicherung macht es besonders deutlich. Immer weniger Junge müssen für immer mehr Alte aufkommen! Das erfordert neue Regelungen - ein Weiterso geht nicht.
Man muss darauf vertrauen, dass nach der Bundestagswahl die "Karten neu gemischt" werden.
MfG Rita R.
Gesundheitssystem ....
viewtopic.php?t=12326
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Guten Morgen - Forum!
Ich denke, dass wir die ärztliche Versorgung als Teil der Gesundheitsversorgung sehen müssen. Die Gesundheitspolitik hat m.E. viele ungute Entscheidungen getroffen, so dass umfassender Reformbedarf gegeben ist. Es kann nicht allein um die ärztliche Versorgung gehen. Wir müssen auch entscheiden, was wir uns noch leisten wollen = Rationierungen usw.? Es geht in den Sozialsystemen das Geld aus. Die Rentenversicherung macht es besonders deutlich. Immer weniger Junge müssen für immer mehr Alte aufkommen! Das erfordert neue Regelungen - ein Weiterso geht nicht.
Man muss darauf vertrauen, dass nach der Bundestagswahl die "Karten neu gemischt" werden.
MfG Rita R.
Menschenwürdegarantie bedarf bei der Umsetzung entsprechender Rahmenbedingungen. Insoweit gibt es aber Optimierungsbedarf!
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WernerSchell
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Sozialbericht 2009 - Buchtipp
Buchtipp!
Bundesministerium für Arbeit und Soziales:
Sozialbericht 2009

Näheres hier:
http://www.wernerschell.de/Buchtipps/so ... t_2009.php
Siehe auch unter
http://www.bmas.de/coremedia/generator/ ... _2009.html
Bundesministerium für Arbeit und Soziales:
Sozialbericht 2009

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WernerSchell
- Administrator
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- Registriert: 18.05.2003, 23:13
Polypharmazie - unerwünschten Wirkungen ein Kernproblem
Polypharmazie - unerwünschten Wirkungen ein Kernproblem
Auch hier gilt: "Weniger ist oft mehr"!
Multimorbidität führt zu vermehrten Arztkontakten, häufigeren und längeren Krankenhausaufenthalten sowie einer steigenden Zahl von Arzneimittelverordnungen (Polypharmazie). So erhalten etwa 35% der Männer und 40% der Frauen über 65 Jahre neun und mehr Wirkstoffe in Dauertherapie. In diesem Kontext bilden unerwünschte Arzneimittelwirkungen ein Kernproblem der Versorgung alter Menschen. Nach einer Studie der nationalen Pharmakovigilanzzentren entfielen 10,2% der stationären Aufnahmen wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen auf Digitalisglykosid-assoziierter Störwirkungen. Betroffen waren besonders ältere Frauen. Bei älteren Männern mit Demenz erlangen unerwünschte Wirkungen und Wechselwirkungen eine besondere Bedeutung. Dabei ist insbesondere die Verordnung von Neuroleptika bei Patieten mit Demenz äußerst kritisch zu beurteilen, da die Anwendung mit einer höheren Sterblichkeit einhergeht.
Quelle: Sondergutachten 2009 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen mit dem Titel "Koordination und Integration - Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens"
Auch hier gilt: "Weniger ist oft mehr"!
Multimorbidität führt zu vermehrten Arztkontakten, häufigeren und längeren Krankenhausaufenthalten sowie einer steigenden Zahl von Arzneimittelverordnungen (Polypharmazie). So erhalten etwa 35% der Männer und 40% der Frauen über 65 Jahre neun und mehr Wirkstoffe in Dauertherapie. In diesem Kontext bilden unerwünschte Arzneimittelwirkungen ein Kernproblem der Versorgung alter Menschen. Nach einer Studie der nationalen Pharmakovigilanzzentren entfielen 10,2% der stationären Aufnahmen wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen auf Digitalisglykosid-assoziierter Störwirkungen. Betroffen waren besonders ältere Frauen. Bei älteren Männern mit Demenz erlangen unerwünschte Wirkungen und Wechselwirkungen eine besondere Bedeutung. Dabei ist insbesondere die Verordnung von Neuroleptika bei Patieten mit Demenz äußerst kritisch zu beurteilen, da die Anwendung mit einer höheren Sterblichkeit einhergeht.
Quelle: Sondergutachten 2009 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen mit dem Titel "Koordination und Integration - Gesundheitsversorgung in einer Gesellschaft des längeren Lebens"
