Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 19.07.2013, 07:16 
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01.03.2013 | 22.00 - 23.30 Uhr | SWR Fernsehen
Das Nachtcafé: Ein Talk-Klassiker
Aufnahme im Schloss Favorite in Ludwigsburg

Wiederholungen:
SWR, 02.03.2013, 11.35 - 13.05 Uhr, und 05.03./06.03.2013, 0.00 - 01.30 Uhr.
Der Beitrag wird ab 02.03.2013 (voraussichtlich für ein Jahr) in der Mediathek
des SWR, Nachtcafé, verfügbar und damit anschaubar sein
.

Thema:
Pflege - Daheim oder ins Heim?

Wenn ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, stehen die Angehörigen meist vor einer Zerreißprobe: Einerseits fühlen sie sich moralisch verpflichtet, die verbleibende Zeit so liebevoll wie möglich im familiären Umfeld zu gestalten, andererseits stehen sie meist mitten im Berufsleben und haben eigene Lebenspläne, auf die sie nicht verzichten möchten. Angesichts zunehmender Berichterstattung über Horror-Pflegeheime ist die Hemmschwelle groß, die eigene Mutter ins Heim zu geben.
Überfordertes Personal, kaum Zuwendung, Unterversorgung - die Liste der Vorurteile ist lang. Zudem bringt ein Heimplatz Familien schnell an ihre finanziellen Grenzen. Immer häufiger greifen Angehörige in ihrer Geldnot auf günstigere Einrichtungen im fremdsprachigen Ausland zurück. Doch nicht zwangsläufig ist die Pflege daheim die bessere Lösung. Häufig wird unterschätzt, welch enormer Kraftakt Pflege sein kann. Nicht selten kommt es in Phasen purer Verzweiflung zu Aggression und Gewalt am Pflegebett. Wie sieht optimale Pflege aus?
Woran erkennt man ein gutes Heim? Was tun, wenn Vater und Tochter uneins über die Versorgung sind?

Moderation:
Wieland Backes

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Quelle: SWR Nachtcafé, Daheim oder ins Heim?, 01.03.2013, Fotograf Tom Oettle - Wieland Backes und Werner Schell, v.l.

Die Gäste im Nachtcafé:

An der Bar:

Ehepaar Silvia und Claus Markstahler in Begleitung von Frau Elisabeth Huber. Das Ehepaar Markstahler nimmt regelmäßig demente Senioren bei sich zu Hause auf. Informationen unter: http://demenz-und-familie.de/index.html

In der Diskussionsrunde:

- Christine Aschenberg-Dugnus, Rechtsanwältin, Mitglied des Deutschen Bundestages, Pflegepolitische Sprecherin der FDP. Informationen unter: http://www.christine-aschenberg-dugnus.de/
- Werner Schell, Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk. Werner Schell unterstützt pflegebedürftige Menschen bzw. ihre Angehörigen und macht seit Jahren auf zwingend gebotene pflegepolitische Reformen aufmerksam. Informationen zu Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk bzw. zu den pflegepolitischen Treffs in Neuss unter: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de bzw. viewtopic.php?t=11655
Am 28.05.2013 wird es in Neuss einen großen Pflegetreff geben, in dem die aktuellen Reformerfordernisse (z.B. neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff, Pflegenotstand, Entwicklung von Quartierskonzepten und nachhaltige Finanzierung des Pflegesystems) diskutiert werden. Dazu gibt es stets aktuelle Informationen unter viewtopic.php?t=18156

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Quelle: SWR Nachtcafé, Daheim oder ins Heim?, 01.03.2013, Fotograf Tom Oettle

- Mariella Ahrens, Fernsehstar, engagiert sich mit ihrem Verein "Lebensherbst" für mehr Menschlichkeit in deutschen Seniorenheimen. Informationen unter: http://www.lebensherbst.de/index.php
- Martina Rosenberg hat ihre demente Mutter zu Hause gepflegt. Diese Situation brachte sie an ihre Belastungsgrenze. Sie hat dazu in ihrer Buchveröffentlichung "Mutter, wann stirbst Du endlich?" eindrucksvoll berichtet. Informationen unter: viewtopic.php?t=18272
- Anette Dowideit hat als Journalistin umfassend im Pflegebereich recherchiert und die gewonnenen Erfahrungen in einem aufrüttelnden Buch mit dem Titel "Endstation Altenheim" der Öffentlichkeit vorgestellt. Informationen unter:
viewtopic.php?t=17895
- Beate Grünitz nahm ihre Mutter nach schlechten Erfahrungen aus dem Heim und pflegte sie fortan zu Hause. Frau Grünitz ist als Pflegefachkraft in der Pflegeselbsthilfe aktiv und betreibt in Bremen einen Privaten Senioren-Hilfsdienst. Informationen unter: http://privaterseniorenhilfsdienst.de/index.html
- Yvonne van Amerongen hat ein niederländisches Demenzdorf mitentwickelt, das nun auch einen Ableger in Deutschland bekommen soll. Informationen unter: http://www.demenz-service-nrw.de/files/ ... rongen.pdf

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Quelle: SWR Nachtcafé, Daheim oder ins Heim?, 01.03.2013, Fotograf Tom Oettle - die Gäste der Diskussionsrunde


+++
Medienberichte (Ankündigungen) u.a. wie folgt:
http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198 ... index.html
Thieme - CNE.online - Mitteilung vom 26.02.2013
http://www.mg-heute.de/?p=15525
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=24951
http://programm.ard.de/TV/Programm/TV-n ... chwerpunkt
http://www.ak-gewerkschafter.de/2013/02 ... fernsehen/
http://www.facebook.com/werner.schell.7
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) brachte am 28.02.2013 in großer Aufmachung eine Ankündigung zur Nachtcafé-Sendung am 01.03.2013 und titelte "Schell zu Gast im SWR-Nachtcafé".
http://www.ak-gewerkschafter.de/2013/03 ... er-schell/

Weitere Hinweise - mit Fotos - zur Sendung:
http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198 ... index.html
+++
Siehe auch die Diskussion in diesem Forum "Heime sind keine Denkfehler":
viewtopic.php?t=17515

Stand: 19.07.2013

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 Betreff des Beitrags: Pflegenotstand der BRD in Zahlen
BeitragVerfasst: 06.10.2013, 07:06 
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Pflegenotstand der BRD in Zahlen ...

Auf 100 zu pflegende Personen ....
... über 80 Jahre kommen nach OECD-Berechnungen in der Langzeitpflege in Schweden 33,2 Vollzeitstellen, in Norwegen 22, in den Niederlanden 19, in der Schweiz 16,5 und in Deutschland lediglich 11,2.
Quelle: Zeitschrift "change", Das Magazin der Bertelsmann Stiftung, 3/2013 (Seite 46). Titel der Ausgabe "Pflege - Ganz nah bei den Menschen - Große Herausforderungen und neue Wege in der Pflege".


Damit ist eindrucksvoll bestätigt, warum wir in Deutschland von einem Pflegenotstand sprechen müssen.
Wir haben einen Mangel dergestalt, dass für die stationären Pflegeeinrichtungen keine auskömmlichen Stellenschlüssel vorgesehen sind. Folglich fehlt für die gehörige Zuwendung Personal vorne und hinten. Würde man die dadurch eintretende Arbeitsverdichtungen u.a. durch bessere Stellenschlüssel auflösen und ergänzend angemessene Vergütungen vereinbaren, könnten wir uns auch mit Blick auf die Zukunft Diskussionen um einen Fachkräftemangel in der Pflege sparen (zumindest vorerst). Das Thema Pflegenotstand wird am 13.05.2014 Gegenstand eines großen Pflegetreffs in Neuss-Erfttal sein. Siehe dazu die ersten Hinweise unter: viewtopic.php?t=19125
Zum Pflegenotstand finden Sie u.a. Beiträge unter:
viewtopic.php?t=18558
viewtopic.php?t=18285
Weiterhin richtig: Mehr Personal, bessere Pflege" -> http://www.ngz-online.de/neuss/nachrich ... e-1.316561


Siehe auch:
"Mehr Geld für Pflege" - Klartext !
viewtopic.php?t=19527
Statement Werner Schell beim Niederrheinischen Pflegekongress am 25.09.2013:
- > http://youtu.be/dGm3gF9p_Rs
oder -> http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... erview.mp4

Werner Schell

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BeitragVerfasst: 13.12.2014, 09:37 
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BeitragVerfasst: 15.12.2014, 09:42 
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"Daheim oder ins Heim?" Thema beim "Nachtcafé" - u.a. Werner Schell als Talkgast! - Das "Nachtcafé", SWR-Fernsehen, hatte am 12.12.2014 mit einer letzten Sendung unter Leitung von Wieland Backes geöffnet. Es war bislang DIE Talkshow in der deutschen Fernsehlandschaft. Ich wünsche Herrn Wieland Backes, der das "Nachtcafé" über viele Jahre erfolgreich moderiert hat, alles Gute! - Michael Steinbrecher wird ab 2015 neuer Moderator der SWR-Talkshow "Nachtcafé" sein.
Ich hatte Gelegenheit, am 01.03.2013 als Gast an einer Diskussion im "Nachtcafé" zum Thema "Daheim oder ins Heim?" teilnehmen zu dürfen und konnte dabei deutlich machen, dass dringend Verbesserungen der Pflege-Rahmenbedingungen erforderlich sind. Im Zentrum der Reformmaßnahmen müsste, so habe ich erklärt, die Auflösung des Pflegenotstandes stehen ("Mehr Pflegepersonal = bessere Pflege"). Diese Forderung ist weiterhin aktuell mit der Folge, dass die Neusser Pflegetreffs in 2015 die Reformerfordernisse erneut aufgreifen werden. - Werner Schell


Hinweise im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk > viewtopic.php?f=7&t=18545&hilit=Nachtcaf%C3%A9

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 Betreff des Beitrags: Demenzdorf - nein danke!
BeitragVerfasst: 02.01.2015, 13:56 
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Zitat der Woche in CAREkonrekt vom 02.01.2015):
"Ich möchte im Alter nicht eingesperrt in einem eigenen Dorf für Demente leben."
Barbara Steffens (Grüne), Gesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen, in der "Westdeutsche Allgemeinen Zeitung" (WAZ).

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Foto: Barbara Steffens beim Neusser Pflegetreff am 22.10.2014

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BeitragVerfasst: 18.01.2015, 07:40 
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Zitat der Woche in CAREkonrekt vom 02.01.2015:
"Ich möchte im Alter nicht eingesperrt in einem eigenen Dorf für Demente leben."
Barbara Steffens (Grüne), Gesundheitsministerin in Nordrhein-Westfalen, in der "Westdeutsche Allgemeinen Zeitung" (WAZ).
> viewtopic.php?f=4&t=20303&hilit=Hameln

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Ergänzend dazu:
Pflegeheim mit offenen Türen > http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/qua ... dh100.html - In dem niederländischen "Dorf" werden nur solche Demenzkranke betreut, die in die Struktur des Unternehmens passen. Wir haben 2013 im "Nachtcafé", SWR, darüber bereits informiert.
> viewtopic.php?f=7&t=18545&hilit=Nachtcaf%C3%A9
Es ist sicherlich nicht "DIE" Lösung. - Es gibt vielfältige Möglichkeiten der Pflege und Betreuung. Aber wir müssen darauf achten, dass dementiell erkrankte Menschen möglichst nicht ausgesondert werden, sondern in altengerechten Quartieren verbleiben können. Darum müssen wir uns wohl vorrangig kümmern! - Über die Neusser Situation wird übrigens beim Pflegetreff am 14.04.2015 informiert (auch mit Infoständen):
> viewtopic.php?f=7&t=20569

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BeitragVerfasst: 05.10.2015, 14:28 
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Aus Forum:
viewtopic.php?f=7&t=21092&p=88151#p88151

Der Runde Tisch Demenz Neuss war mit einem Informationsstand auf dem Congress präsent.

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet
in ihrer Ausgabe vom 19. September 2015
über den Niederrheinischer Pflegekongress
Bericht Rudolf Barnholt:


Nach dem Zeitungsbericht sprach sich die Pflegeministerin NRW, Barbara Steffens, dafür aus, Menschen mit Demenz so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld zu betreuen. Allerdings: "Dort, wo die Angehörigen die Betreuung nicht mehr tragen können, muss es andere Formen geben." Pflegende Angehörige bräuchten mehr Unterstützung in ihrem Quartier, "um nicht so schnell auszubrennen". Wolfgang Pasch von der Fliedner-Hochschule Düsseldorf beklagte, dass die Krankenhäuser nicht auf so viele demente Patienten eingerichtet seien, sprach von einer "enormen Arbeitsverdichtung". Erich Schützendorf warb als Hauptredner für einen unaufgeregten Umgang mit an Demenz Erkrankten. Demente seien "nur vergesslich, nicht bekloppt".
Quelle: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/rhe ... -1.5406880

+++
Anmerkungen von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:

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Die Hinweise der Ministerin zu den erforderlichen Quartiersangeboten und - hilfen waren richtig und verdienen uneingeschränkte Zustimmung. Insoweit gibt es Handlungserfordernisse, auf die Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk seit Jahren aufmerksam macht. In Neuss-Erfttal sind solche Initiativen bereits in Gang gekommen und werden ständig fortentwickelt. - Näheres zu Quartierskonzepten kann einem Statement entnommen werden, das ich für eine Fachtagung im Rhein-Kreis Neuss am 14.08.2015 verfasst habe. > Quartierskonzepte gestalten: Kommunen sind mit Blick auf die Daseinsvorsorge der BürgerInnen gefordert. Quartiershilfen müssen die Leistungen der Pflegeversicherung zielgerichtet ergänzen. - Pressemitteilung vom 17.08.2015. > viewtopic.php?f=4&t=21213 Ein umfangreiches Statement (mit zahlreichen Hinweisen zu Filmen, Power Points, Broschüren und Büchern …) zu den Erfordernissen der Quartiersgestaltung können Sie im Netz aufrufen. Downloadmöglichkeit: > http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 082015.pdf

Sehr hilfreich sind auch Hinweise darauf, dass ein unaufgeregter Umgang mit dem Thema Demenz geboten erscheint. Erich Schützendorf mahnte daher folgerichtig: Demente seien "nur vergesslich, nicht bekloppt". - Dazu einige Anmerkungen: Demenz ist eine Gehirnalterung. - "Altern ist Teil des Lebens. Man muss es hinnehmen" (Zitat: Robert Di Niro, 72, Schauspieler in Rhein. Post, 10.09.2015.). - Mit Rücksicht auf die demografische Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen wird die Zahl der Menschen mit Demenz zwangsläufig zunehmen. Auf diese (neuen) Gegebenheiten müssen wir uns einstellen und Unterstützung und Zuwendung gestalten. "Sorgende Gemeinschaften" müssen flächendeckend entstehen. - "Das Altern ist die Herausforderung für jeden und für die Gesellschaft." (Zitat: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ursula Lehr (84), Vorsitzende der BAGSO, u.a. Bundestagsabgeordnete a.D. und Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit a.D. in einem Beitrag "Die Menschenforscherin", Rhein. Post, 28.10.2014 > viewtopic.php?f=4&t=21121

Der Hinweis von Wolfgang Pasch auf die Anforderungen in den Krankenhäusern ist korrekt. Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk macht seit über 15 Jahren auf den Pflegenotstand aufmerksam und verlangt Personalbemessungssysteme: Wir brauchen mehr Pflegekräfte - in Heimen & Krankenhäusern - siehe dazu unter > viewtopic.php?f=3&t=21218

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat beim Congress Interviews gegeben, u.a. für den WDR. Das Congressteam hat mit mir einen kleinen Filmbeitrag produziert - er wird noch gesondert vorzustellen sein. Fotos werden zusätzlich informieren.

Werner Schell


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"DEMENZ ist mit dem Herbst vergleichbar...es fallen die Blätter" - Bildübernahme von Petra Wiedemann!

… Das Gehirn altert, so wie der Rest des Körpers auch. Das war immer schon so und wird auch so bleiben. Es ist eine normale Entwicklung ("rückwärts"). Das müssen wir so anerkennen und deshalb sind Aufgeregtheiten, Skandalisierungen und Katastrophenszenarien unangebracht. Die Gehirnalterung kann zu dem führen, was wir dann als Demenz bezeichnen. Da die Lebenserwartung deutlich ansteigt, nehmen auch die Demenzen zu.

Viele Fragestellungen sind aber in diesem Zusammenhang noch unbeantwortet. Daher sind weitere Forschungsaktivitäten angezeigt, auch mit Blick auf wirksame therapeutische Maßnahmen. Ungeachtet dessen gibt es bereits jetzt Möglichkeiten, die Gehirnalterung mit einer gesundheitsbewussten Lebensführung unter Umständen ein wenig hinauszuzögern (aktuelle Studien geben insoweit Hinweise). Leider wird dieser Gesichtspunkt in den öffentlichen Debatten meistens vernachlässigt.

Demenz ist, wenn sie denn nicht verhinderbar war, zurzeit ein medizinisch kaum behandelbares und mit Vorurteilen und Ängsten besetztes Krankheitsbild. Während im Anfangsstadium einer Demenz noch eine weitgehend selbstständige Lebensführung möglich ist, erfordert eine fortgeschrittene Demenz einen hohen Aufwand an Betreuung und Pflege.

Es ist Aufgabe der solidarischen Gesellschaft, aber auch der Familien, insoweit Unterstützung und Hilfe zu organisieren und zu gestalten. Das kann eine große Belastung werden. Daher sind die Angebote der (zu reformierenden) Pflegeversicherung wichtig. Darüber hinaus müssen wir in den Quartieren ergänzende Hilfen gestalten - und insoweit sind die Kommunen gefordert. Dieser Hilfemix ist bestmöglich geeignet, dem Grundsatz "ambulant vor stationär" zur Geltung zu verhelfen.


+++
Medien berichten, u.a.:
http://www.ak-gewerkschafter.de/2015/09 ... er-herbst/

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BeitragVerfasst: 17.10.2015, 06:36 
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Am 16.10.2015 bei Facebook gepostet:

Patienten beklagen Zeitmangel in Kliniken … fehlende Wertschätzung, Barrieren in der Praxis (Quelle: Ärzte Zeitung vom 16.10.2015). Dazu Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk: Solche Erkenntnisse sind nicht neu. Sie haben einfach damit zu tun, dass "Zeit", Zuwendung, nicht finanziert wird. Es gibt in den Krankenhäusern im Wesentlichen die "Fallpauschalen", und die allein bringen Geld in die Kasse. Alles andere ist unwirtschaftlich. In den Arztpraxen mangelt es ebenfalls an Zeit. Auch dort wird die Zuwendung nicht angemessen honoriert. Ich fordere daher seit den 1980er Jahren mehr "sprechende Medizin" mit entsprechender Vergütung. Die jetzigen Regeln, Fallpauschalen usw., sind allein der Ökonomie geschuldet und liegen nicht im Patienteninteresse. Dies muss den politisch Verantwortlichen ständig verdeutlicht werden. Die Bürgerinnen kennen ja die Missstände. - Weitere Hinweise unter: viewtopic.php?f=2&t=19612&p=88551&sid=9dd3aa464fab0e0a1bdce19687dcc5b9#p88551

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BeitragVerfasst: 20.05.2016, 06:20 
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Beiträge: 13108
Ärzte Zeitung vom 20.05.2016:
Scheinwelt Demenzdorf: Ist doch alles nur Show
Rustikal, urban, christlich, indonesisch: Welche Filmkulisse darf's sein? In Demenzdörfern wie in Hogewey leben Patienten in einer künstlichen Scheinwelt.
Kritiker finden dafür deutliche Worte. mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=911 ... ama&n=4990

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk kritisiert die sog. Demenzdörfer seit Jahren.
Menschen mit Demenz gehören mitten in die Gesellschaft und nicht ausgesondert.

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