Pflegeskandal im Saarland: Umfassende Aufklärung tut Not

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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WernerSchell
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Pflegemängel auflösen - mehr Personal zwingend erforderlich

Beitrag von WernerSchell » 31.08.2012, 07:42

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist im Zusammenhang mit den im Saarland aufgetretenen Pflegemängeln vom Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarländischen Landtages um Stellungnahme gebeten worden. Da eine Anreise zur Anhörung am 05.09.2012 ins Saarland aus terminlichen Gründen nicht möglich ist, wurde das nachfolgende Statement per E-Mail oder per Postsendung (mit einem Printexemplar der angesprochenen Stellungnahme vom 21.08.2011) übersandt. Der Brieftext wird, weil er nochmals in aller Deutlichkeit auf die unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen aufmerksam macht, hier vorgestellt:
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Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
Pro Pflege - Selbsthilfetzwerk ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".


Neuss, den 30.08.2012

An den
Landtag des Saarlandes
Franz-Josef-Röder-Straße 7
66119 Saarbrücken

p.kostyra@landtag-saar.de;
postmaster@landtag-saar.de;

Betr.: Anhörung zum Thema „Pflege“ am 05. September 2012
Bezug: Ihr Schreiben vom 27.08.2012 – Tgb.-Nr. 1066/12 – Eingang am 30.08.2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Ihrem Bezugsschreiben bieten Sie Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk die Möglichkeit an, vor dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarländischen Landtages vorzutragen. Es wird eine Kurz-Darstellung der Ist-Situation in der Pflege und ein Ausblick auf mögliche Gefahren und Chancen hinsichtlich der weiteren Entwicklungen erwartet.

Da Ihre Bitte erst heute hier einging und für den 05.09.2012 bereits mehrere zwingende Terminverpflichtungen vorliegen, ist eine Anreise zu Ihnen nicht möglich.

Ich übersende Ihnen daher die am 21.08.2011 zusammen gefassten Stellungnahmen von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk zur Pflegereform bzw. zum Patientenrechtegesetz (rd. 122 Seiten) – abrufbar im Internet unter folgender Adresse:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... tz2011.pdf

Darin wurden von hier alle notwendigen Reformmaßnahmen, die auf eine gute Pflege abzielen, angesprochen. All diese Ausführungen erscheinen für die Ausschusserörterungen weiterhin von Bedeutung.

Bedauerlicherweise hat der Bundesgesundheitsminister bzw. der Deutsche Bundestag diese von uns (und von anderen) dargestellten Veränderungsnotwendigkeiten nicht aufgegriffen und mit dem am 29.06.2012 beschlossenen „Neuausrichtungsgesetz“ Regelungen verabschiedet, die mehr als kümmerlich sind und nicht geeignet sind, die Pflegepro¬bleme zu lösen oder gar mit Rücksicht auf die demografische Entwicklung eine zukunftsorientierte Lösung zu präsentieren.

Einige kritische Texte finden Sie im Forum Werner Schell unter folgender Adresse:
viewtopic.php?t=17141
viewtopic.php?t=17274
viewtopic.php?t=17439
viewtopic.php?t=17124
viewtopic.php?t=17411

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat daher das vorliegende Gesetzeswerk als Flop bezeichnet und würde es sehr begrüßen, wenn der Bundesrat, der in allernächster Zeit seine Mitberatungsrechte zur Geltung zu bringen hat, auf grundlegende Veränderungen hinwirken würde. Der Saarländische Landtag könnte Gelegenheit nehmen, um im Bundesrat eine entsprechende Initiative anzustoßen.

Ohne Personal wird es keine Verbesserungen in der Pflege geben!

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk sieht das Hauptanliegen von Reformen darin, die Stellenschlüssel für die Pflegeeinrichtungen deutlich zu verbessern. Um insoweit seriös rechnen zu können, wird ein bundesweit geltendes Personalbemessungssystem gefordert.

Alle Bestrebungen, noch mehr Prüfungen durch Heimaufsicht und MDK vorzusehen, werden als Irrweg angesehen. Der Pflege-TÜV ist in der jetzigen Forum unbrauchbar!

Mit all dem wird zwar mehr Druck aufgebaut, aber nichts wirklich verbessert. Wir brauchen nicht mehr Menschen in den Prüf- und Überwachungsinstitutionen, sondern vornehmlich an den Pflegebetten. Die Flucht der Pflegekräfte aus dem System wird durch mehr Druck nur beschleunigt.

Wenn an mehr Druck gedacht sein sollte, dann muss sich dieser auf die Führungsetagen der Pflegeeinrichtungen richten. Denn dort, wo es gute Führungskräfte gibt, sind Pflegemängelberichte deutlich seltener und die Arbeitszufriedenheit der MitarbeiterInnen größer.

Dass Pflegemängelberichte im Wesentlichen mit Fehlentwicklungen auf der Leitungsebene zu tun haben, wurde zurückliegend anhand der sog. Mönchengladbacher Pflegeskandale, in die ich als Kritiker umfänglich eingebunden war, deutlich. Siehe dazu die Forumstexte unter folgender Adresse:
viewtopic.php?t=14612&highlight=m%F6nchengladbach
viewtopic.php?t=14377&highlight=m%F6nchengladbach

Es wurden in Mönchengladbach – auch auf mein Drängen – mehrere Führungskräfte ausgetauscht. Über 40 gegen Pflegekräfte eingeleitete strafrechtliche Ermittlungsverfahren wurden – aus meiner Sicht erwartungsgemäß – eingestellt. Unzureichende Pflege ist fast ausnahmslos nicht einzelnen Pflegekräften schuldhaft anzulasten, sondern entweder vom System oder den Leitungskräften (mit) verursacht.

Die Mönchengladbacher Pflegemängelsituation hat auch zu einer Buchveröffentlichung geführt, in der die aktuelle Problematik dargestellt wird:

Dazu der entsprechende Buchtipp!
Schell, Werner: „100 Fragen zum Umgang mit Mängeln in Pflegeeinrichtungen
viewtopic.php?t=15822
Pflegemängel – schnelle Hilfe für den Notfall
viewtopic.php?t=15828
Die Botschaft der Veröffentlichung: Die vielfach beklagten Pflegemängel werden sich ohne mehr Pflegepersonal nicht wirklich auflösen lassen!

Den Personalmangel hat auch die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Lokalausgabe der Rheinischen Post) am 11.08.2010 in einem Interview mit mir aufgegriffen „Mehr Personal, bessere Pflege“ – siehe
http://www.ngz-online.de/neuss/nachrich ... e-1.316561

Bei WISO, ZDF-Fernsehen, habe ich am 26.03.2012 live deutlich gemacht, dass es keine guten Pflegeheime geben kann. Es gebe angesichts des Pflegenotstandes nur solche Heime, die sich bestmöglich bemühen. Mehr nicht. Beitrag anschaubar unter
http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF ... pe=Artikel

Text dazu u.a.:
„Schell: Die vom Gesetzgeber zu verantwortenden Pflege-Rahmenbedingungen sind eine wesentliche Ursache für die immer wieder zu beklagenden Mängelberichte in der Heimversorgung. Der Gesetzgeber muss den in den Pflegesystemen beschäftigten Arbeitnehmern uneingeschränkt die Erbringung von angemessenen Pflege- und Betreuungsleistungen ermöglichen. Vor allem müssen die Personalstellen in der Pflege deutlich angehoben werden. Nur so kann der vielfach beklagten Minutenpflege entgegengetreten werden. Dies wird die Aufgabe der Neuausrichtung der Pflegeversicherung sein.“
Quelle: viewtopic.php?t=17102&highlight=wiso

Da bei Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk täglich die unterschiedlichsten Mitteilungen bezüglich unguter Pflegesituationen eingehen, hat die Volkshochschule Neuss einen Vortrag zum Thema für sinnvoll erachtet:

Vortrag mit Diskussion in der Volkshochschule Neuss am 01.10.2012, 18.00 – 19.30 Uhr. Thema: Pflegemängel in den Pflegeeinrichtungen. Veranstaltungsort: Romaneum, Brückstraße 1, Raum E.127. Referent: Dozent Werner Schell
viewtopic.php?t=17420


Aktuell wird heftig über die Verbesserung der Palliativversorgung in den Pflegeheimen diskutiert. Dazu gibt es von hier eine Pressemitteilung vom 29.08.2012, die unten angefügt wird. Auch in diesem Zusammenhang ergibt sich, dass die gewünschten Unterstützungen der schwerstkranken bzw. sterbenden Menschen nur mit mehr Personal gewährleistet werden kann.

Ich hoffe, dass Ihnen diese kurzgefassten Informationen für die weiteren Beratungen bzw. Beschlussfassungen reichen. Wenn Sie weitere Informationen wünschen, bitte ich um Nachricht.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn ich über die weitere Entwicklung Ihrer Erörterungen informiert werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell - Diplom-Verwaltungswirt - Oberamtsrat a.D. - Buchautor/Journalist - Dozent für Pflegerecht (u.a. an der St. Elisabeth-Akademie Düsseldorf/Neuss und der Volkshochschule Neuss)
Mitglied im Verband der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten e. V.- http://www.medizinjournalisten.de/
http://www.wernerschell.de - Pflegerecht und Gesundheitswesen - Infos auch bei http://www.facebook.com/

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Sterben: Begleitet, betreut, ohne Schmerzen und möglichst zu Hause

Was die meisten schon geahnt haben, ist Gewissheit: Die Deutschen wollen lieber daheim sterben als im Krankenhaus. Und zwar so: begleitet, betreut und schmerzfrei - am besten organisiert vom Hausarzt. Das bestätigt u.a. eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV).

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat in jüngster Zeit wiederholt den Ausbau der Palliativversorgung und Hospizarbeit gefordert und dabei darauf aufmerksam gemacht, dass auch die stationären Pflegeeinrichtungen umfassend in die Planungen einbezogen werden müssen. Denn dort gibt es zum Teil noch gravierende Defizite, u.a. auch im Zusammenhang mit unzureichenden Stellenschlüsseln (= Pflegenotstand) mit dem Ergebnis, dass zu oft am Lebensende Verlegungen vom Pflegeheim (dort ist das zu Hause der BewohnerInnen!) in andere Institutionen erfolgen.

Daher müssen die Pflegeeinrichtungen personell "aufgerüstet" werden, damit HeimbewohnerInnen und Pflegende den letzten Weg gemeinsam gehen können, ohne dass schwerstkranke bzw. sterbende Bewohner einen Ortswechsel vornehmen müssen. Die ambulante Palliativ- und Hospizversorgung sollte insoweit auf den Prüfstand gestellt und ausgebaut werden.

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat dazu wiederholt nähere Ausführungen gemacht. Weiterführende Informationen sind u.a. wie folgt im Internet (Forum Werner Schell) abrufbar:

Deutsche wollen zuhause sterben
viewtopic.php?t=17725&highlight=palliativversorgung
Palliativversorgung & Hospizarbeit ausweiten
viewtopic.php?t=17534&highlight=palliativversorgung
Palliativversorgung und -betreuung - Konzeption gefordert
viewtopic.php?t=17310&highlight=palliativversorgung
Palliativstationen - Erhalt und weiterer Ausbau gefordert
viewtopic.php?t=17281&highlight=palliativversorgung

Nach einem Bericht der „Ärztezeitung“ vom 28.08.2012 haben inzwischen die Verbände der Palliativmedizin Alarm geschlagen. Das Fazit: „Obwohl immer mehr Menschen in stationären Einrichtungen sterben, ist es mit der palliativmedizinischen Versorgung nicht weit her.“

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei
Quelle Forum: viewtopic.php?p=68347#68347
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Die Medien berichten zum Thema; z.B.:
http://www.ak-gewerkschafter.de/2012/08 ... -auflosen/
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Saarland soll unabhängigen Pflegebeauftragten bekommen

Beitrag von WernerSchell » 04.10.2012, 06:46

Zum Saarländischen Pflegeskandal berichtete das Deutsche Ärzteblatt am 02.10. 2012:

Saarland soll unabhängigen Pflegebeauftragten bekommen
Saarbrücken – Das Saarland soll als erstes Bundesland einen unabhängigen und vom Landtag gewählten Pflegebeauftragten bekommen.
Das Land ziehe damit die Konse­quenzen aus den Vorfällen in einem Pflegeheim in Elversberg, wo Bewohner eines Heims von Pflegekräften misshandelt worden sein sollen ....
(weiter lesen) http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51870

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat gegenüber dem Saarländischen Landtag zur Angelegenheit umfassend Stellung genommen.
Danach ist es erforderlich, die Pflege-Rahmenbedingungen zu verbessern und vor allem für mehr Pflegepersonal zu sorgen - Verbesserung der Stellenschlüssel -.
Die Einsetzung eines Pflegebeauftragten allein wird nichts bewirken. Ohne personelle Verbesserungen wird die Einsetzung eines Pflegebeauftragten eine Alibientscheidung bleiben.


Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Dieter Radke
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Re: Saarland soll unabhängigen Pflegebeauftragten bekommen

Beitrag von Dieter Radke » 16.10.2012, 07:58

WernerSchell hat geschrieben: Saarland soll unabhängigen Pflegebeauftragten bekommen
Saarbrücken – Das Saarland soll als erstes Bundesland einen unabhängigen und vom Landtag gewählten Pflegebeauftragten bekommen.
Das Land ziehe damit die Konse­quenzen aus den Vorfällen in einem Pflegeheim in Elversberg, wo Bewohner eines Heims von Pflegekräften misshandelt worden sein sollen ....
(weiter lesen) http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51870
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat gegenüber dem Saarländischen Landtag zur Angelegenheit umfassend Stellung genommen.
Danach ist es erforderlich, die Pflege-Rahmenbedingungen zu verbessern und vor allem für mehr Pflegepersonal zu sorgen - Verbesserung der Stellenschlüssel -.
Die Einsetzung eines Pflegebeauftragten allein wird nichts bewirken. Ohne personelle Verbesserungen wird die Einsetzung eines Pflegebeauftragten eine Alibientscheidung bleiben.
Inzwischen ist es wohl entschieden, dass es im Saarland einen Pflegebeauftragten geben wird. Ansonsten habe ich aber über irgendwelche Konsequenzen nichts gelesen. Offensichtlich sieht man den Schwerpunkt darin, jetzt eine Art "Kummerkasten" einzurichten und meint, damit ausreichend gegen Mängel getan zu haben.
Richtig ist aber allein, dass es vorrangig um die Abstellung der systemischen Mängel gehen muss. Dazu hat es ja, wie oben dargelegt, Hinweise gegeben. Es ist schon interessant, mit welcher Ignoranz die Politiker in Bund und Länder über solche Hinweise hinweg gehen und sich mit Scheinlösungen abfinden - und damit die hilfe- und pflegebedürftigen Menschen bzw. die Angehörigen im System der Teilkaskolösungen allein lassen.

Dieter Radke
Menschenwürdige Pflege ohne Ausnahme! - Dafür müssen wir alle eintreten.

Kimmi
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Mehr Wertschätzung und Anerkennung für Pflegekräfte

Beitrag von Kimmi » 21.10.2012, 07:20

An alle!

Unter "Pflegekräfte dringend gesucht - Pflegenotstand auflösen"
viewtopic.php?t=17957
gab es u.a. die folgende Texteinstellung:

Pflegenotstand: Mehr Wertschätzung und Anerkennung für Pflegekräfte ist überfällig
Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) berichtete am 17.10.2012 über einige Aspekte der Pflegesituation in Neuss.
Dazu hat Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk eine kritische Zuschrift gefertigt und der Redaktion der NGZ übermittelt.
Alles nachlesbar im Forum unter folgender Adresse:
viewtopic.php?p=69256#69256
Das Statement von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk kann gerne in andere Medien übernommen werden.
Eine Verbreitung der Texte ist ausdrücklich erwünscht.
Werner Schell – http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Dazu habe ich mich mit dem angefügten Text zu Wort gemeldet. Ich halte die Ausführungen für mehr als hilfreich. Ich musste einfach Danke sagen!
WernerSchell hat geschrieben: Pflegenotstand: Mehr Wertschätzung und Anerkennung für Pflegekräfte ist überfällig ....
Guten Morgen Herr Schell,
ich bedanke mich an dieser Stelle einmal ganz herzlich für Ihr andauerndes Engagement für die Pflege bzw. Pflegekräfte. Es gibt leider viele Zeitgenossen, die allzu gerne die Fehlentwicklungen in der Pflege bei den Pflegekräften abladen und diese zu Sündenböcken erklären. Darunter sind auch einige selbsternannte Pflegekritiker (sie lassen sich auch gerne Pflegeexperten nennen), denen nichts anderes einfällt, als die Pflegekräfte als Hauptverantwortliche für die Pflegemissstände hinzustellen. Sie sollen couragiert sein, Dienstleistungen verweigern, die Öffentlichkeit informieren .... usw. Dabei wird doch klar verkannt, dass die Träger mit ihren Führungskräften vorrangig Verantwortung tragen. Natürlich sind die Mängel im Wesentlichen in den miserablen gesetzlichen Vorgaben begründet. - Aber das haben Sie ja alles schon näher ausgeführt.
Nochmals Dank dafür, dass Sie die Wertschätzung und Anerkennung, nicht nur per Sprechblasen, sondern auch durch Handeln einfordern.
Liebe Grüße
Kimmi
Dringend nötig: Lobby für pflegebedürftige Menschen (und Angehörige)!
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss) kümmert sich:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Arbeitsbedingungen im Pflegesystem verbessern

Beitrag von Herbert Kunst » 22.10.2012, 07:09

Man kann es auch gebetsmühlenartige Wiederholung nennen - aber die Hinweise auf die mehr als ungünstigen Arbeitsbedingungen im Pflegesystem dürfen nicht verstummen.
Es muss immer wieder versucht werden, die politisch und sonst Verantwortlichenn anzusprechen, oder sagen wir wachzurütteln. Jeder ist da gefordert mitzutun.
Man kann hier sagen: von nichts kommt nichts.

Die entscheidenden Aussagen sind u.a. nachlesbar unter:
Arbeitsbedingungen im Altenheim ... Pflegenotstand ....
viewtopic.php?t=16644
Arbeit in Pflegeberufen: Interessant, hoch belastend ...
viewtopic.php?t=17636
100 Fragen zum Umgang mit Mängeln in Pflegeeinrichtungen
viewtopic.php?t=15865

Bitte Botschaft weiter tragen!

Herbert Kunst
Für menschenwürdige Pflege sind wir alle verantwortlich! - Dazu finde ich immer wieder gute Informationen unter http://www.wernerschell.de

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Pflegemängel benennen und Pflegesystem reformieren

Beitrag von WernerSchell » 17.12.2012, 07:24

Textübernahme aus Forum:
viewtopic.php?p=70354#70354

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat sich am 30.08.2012 umfangreich gegenüber dem Saarländischen Landtag zu Wort gemeldet
und konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Pflegesituation und Abstellung von Mängeln gemacht.
Die entsprechende Zuschrift wurde im Parlament vorgestellt und ist Gegenstand eines Sitzungsprotokolls geworden.
Statement nachlesbar unter viewtopic.php?t=17486&postdays=0&postor ... d&start=15
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Herbert Kunst
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Unabhängiger Pflegebeauftragter im Saarland

Beitrag von Herbert Kunst » 31.03.2013, 14:42

"CAREkonkret", Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege", berichtet in ihrer Ausgabe vom 28.03.2013 u.a. über
"Unabhängiger Pflegebeauftragter - Aus Missständen werden Mängel"
Für menschenwürdige Pflege sind wir alle verantwortlich! - Dazu finde ich immer wieder gute Informationen unter http://www.wernerschell.de

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Saarland hat ersten unabhängigen Pflegebeauftragten

Beitrag von Presse » 17.05.2013, 06:31

Premiere: Saarland hat ersten unabhängigen Pflegebeauftragten
Als erstes Bundesland hat das Saarland einen unabhängigen Pflegebeauftragten eingesetzt.
Anlass dafür gab ein Skandal in einem Pflegeheim.
mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=838 ... ege&n=2716

Presse
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Elversberger Pflegeskandal - Strafbefehle gegen zwei Pfleger

Beitrag von Presse » 22.11.2013, 08:04

Elversberger Pflegeskandal: Staatsanwaltschaft beantragt Strafbefehle gegen zwei Pfleger

Zwei Pfleger eines Seniorenheimes der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Elversberg sollen über Monate hinweg etwa ein Dutzend hilfloser Patienten gequält, misshandelt und gedemütigt haben. Gegen die 36- und 26-jährigen Männer hat die Staatsanwaltschaft jetzt Strafbefehle beantragt. (Veröffentlicht am 21.11.2013)
... (mehr) ... http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufm ... 56,5028837

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