Mangelernährung in Heimen und Krankenhäusern

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

Moderator: WernerSchell

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Mangelernährung in Heimen und Krankenhäusern

Beitrag von WernerSchell » 11.10.2009, 07:07

Zur Mangelernährung in Heimen und Krankenhäusern
gibt es in diesem Forum umfangreiches Informationsmaterial
- siehe dazu u.a. unter:


Ernährung von Senioren in stationären Einrichtungen
Mangelernährung ist keine Seltenheit
viewtopic.php?t=12278&highlight=mangelern%E4hrung
Mangelernährung kranker und alter Menschen Europas
viewtopic.php?t=12134&highlight=mangelern%E4hrung
Gemeinsam Essen schützt Senioren vor Mangelernährung
viewtopic.php?t=11999&highlight=mangelern%E4hrung
Mangelernährung und Ernährungstherapie - Weiterbildung
viewtopic.php?t=11892&highlight=mangelern%E4hrung
Risiko Mangelernährung: "Richtiges" Essen ...
viewtopic.php?t=11246&highlight=mangelern%E4hrung
Magensonde und Mangelernährung - die Probleme
viewtopic.php?t=9104&highlight=mangelern%E4hrung
Mangelernährung kostet 13 Milliarden Euro
viewtopic.php?t=11204&highlight=mangelern%E4hrung
Neuentwickeltes System erkennt Mangelernährung
viewtopic.php?t=11124&highlight=mangelern%E4hrung
Demenz und Mangelernährung
viewtopic.php?t=11009&highlight=mangelern%E4hrung
An Mangelernährung sterben nicht nur Untergewichtige
viewtopic.php?t=10910&highlight=mangelern%E4hrung
Erhebung der Prävalenz von Mangelernährung in Heimen
viewtopic.php?t=10692&highlight=mangelern%E4hrung
Mangel- und unterernährte Menschen
viewtopic.php?t=10059&highlight=mangelern%E4hrung
Mangelernährung in deutschen Krankenhäusern
viewtopic.php?t=3377&highlight=mangelern%E4hrung
Orale Ernährung in der Pflege - Mangelernährung
viewtopic.php?t=9926&highlight=mangelern%E4hrung
Qualifizierte Pflege schützt vor Mangelernährung
viewtopic.php?t=8696&highlight=mangelern%E4hrung
Ärztliche Anordnungen zur Ernährung - immer befolgen?
viewtopic.php?t=8056&highlight=mangelern%E4hrung
Ernährung / Mangelernährung älterer Menschen !
viewtopic.php?t=6800&highlight=mangelern%E4hrung
Mangelernährung älterer Menschen
viewtopic.php?t=5905&highlight=mangelern%E4hrung
Diagnostik der Mangelernährung des älteren Menschen
viewtopic.php?t=3829&highlight=mangelern%E4hrung
Ernährung pflegebedürftiger Menschen in der Altenhilfe
viewtopic.php?t=3793&highlight=mangelern%E4hrung
Ernährung & Flüssigkeitsversorgung verbessern
viewtopic.php?t=380&highlight=mangelern%E4hrung
Alters-Mediziner: 1,6 Millionen Deutsche mangelernährt
viewtopic.php?t=5470&highlight=mangelern%E4hrung

Siehe die aktuelle Diskussion zum Thema unter
viewtopic.php?t=12739
Zuletzt geändert von WernerSchell am 14.02.2013, 09:00, insgesamt 2-mal geändert.
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Mangelernährung ist auch ein Personalproblem

Beitrag von Rita Reinartz » 30.12.2009, 08:56

Siehe zum Thema Mangelernährung in Heimen bzw. bei Senioren auch unter

Pflegeheim-Bewohner besser ernähren
viewtopic.php?p=49132#49132
Mangelernährung in Heimen und Krankenhäusern
viewtopic.php?t=12806&highlight=ern%E4hrung
Ernährung in Altenheimen - Läuft etwas falsch?
viewtopic.php?t=12739
Mangelernährung in Heimen ist keine Seltenheit
viewtopic.php?t=12278
Künstliche Ernährung und Flüssigkeitsversorgung - Buchtipp
viewtopic.php?t=12291&highlight=ern%E4hrung
Mangelernährung - Marseille-Kliniken mit Standard
viewtopic.php?t=13308&highlight=ern%E4hrung
Ernährungssituation pflegebedürftiger Senioren ....
viewtopic.php?t=13071&highlight=ern%E4hrung

Mangelernährung hat auch etwas mit den unzureichenden Stellenschlüsseln in den Heimen zu tun. Wenn nicht ausreichend Personal verfügbar ist, können nicht alle Dienstleistungen so erledigt werden, wie dies allseits gewünscht wird und selbstverständlich auch richtig ist. Unzureichende Stellenschlüssel haben Konsequenzen - und insoweit sind die Politiker, die das alles zulassen, in großer Verantwortung!

RR
Menschenwürdegarantie bedarf bei der Umsetzung entsprechender Rahmenbedingungen. Insoweit gibt es aber Optimierungsbedarf!

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Mangelernährung - PEG-Sonden die Lösung?

Beitrag von WernerSchell » 25.05.2010, 07:04

>> Enterale Ernährung über PEG- Sonden<< in der stationären Altenpflege
Der Bericht "Enterale Ernährung in der stationären Altenpflege in Bremen: Hat sich die Prävalenz von PEG-Sonden geändert?" vergleicht die Erhebungen 2003 und 2009. Danach besteht weiterhin großer Handlungsbedarf, da Mangelernährung auch in Altenheimen ein weitreichendes Problem darstellt
Bericht über die Erhebung 2009 hier (PDF)
http://www.gesundheitsamt.bremen.de/six ... 202010.pdf
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Mangelernährung in Heimen oft zu spät erkannt

Beitrag von Presse » 03.08.2010, 06:52

Mangelernährung in Heimen oft zu spät erkannt
Mangelernährung ist nicht nur ein Thema in unterentwickelten Ländern. In vielen Heimen in Deutschland werde die Gefahr nicht erkannt, so Ernährungsexperten. Sie beklagen Wissensdefizite bei vielen Ärzten. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=608 ... haft&n=410

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Mangelernährung

Beitrag von Presse » 08.01.2011, 09:40

Siehe Forum:
viewtopic.php?t=10692&highlight=mangelern%E4hrung

Prävalenz von Mangelernährung, Maßnahmen und Qualitätsindikatoren in deutschen Altenpflegeheimen - erste Ergebnisse einer landesweiten Pilotstudie

S. Bartholomeyczik 4, S. Reuther 1, L. Luft 2, N. van Nie 3, J. Meijers 3, J. Schols 3, R. Halfens 3

1 Universität Witten/Herdecke, Institut für Pflegewissenschaft, Fakultät für Medizin, Witten
2 Universität Witten/Herdecke, Institut für Pflegewissenschaft, und Fachhochschule, Frankfurt am Main
3 Maastricht University, Faculty of Health Medicine and Life Sciences, Department of Health Care and Nursing Science, Niederlande
4 Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, DZNE Standort Witten


Zusammenfassung
Ziel der Studie: Die Pilotstudie hatte zum Ziel, die Übertragung und Praktikabilität einer in den Niederlanden jährlich durchgeführten Prävalenzerhebung auf deutsche Altenpflegeheime zu untersuchen und erste Ergebnisse zur Prävalenz von Indikatoren für Mangelernährung, eingesetzte Qualitätsinstrumente und Maßnahmen zu erheben. Auf deren Grundlage sollen gezielte Qualitätsverbesserungen eingeleitet werden können.

Methodik: Multizentrische Querschnittsstudie, standardisiertes Mehrebenen-Instrument (Befragung, Beobachtung, Institutionsebene, Wohnbereichsebene, individuelle Bewohnerebene) übersetzt aus dem Niederländischen (Universität Maastricht). Variablenbereiche: Indikatoren für Risiken und wahrscheinliche Mangelernährung, Qualitäts-Indikatoren, Pflegeabhängigkeit und eingeleitete Interventionen.

Ergebnisse: Stichprobe: 32 Altenpflegeheime mit 2 444 teilnehmenden Bewohnern[1]. Prävalenz wahrscheinlicher Mangelernährung ist 26%, Riskoindikatoren für Mangelernährung finden sich bei weiteren 28% der Bewohner. Nur bei einem Viertel wird der Ernährungszustand standardisiert erfasst. Von den wahrscheinlich Mangelernährten sind signifikant mehr Menschen an einer Demenz erkrankt. In den meisten Einrichtungen existiert eine anerkannte Richtlinie zur Prävention/Behandlung von Mangelernährung, ebenso finden in den meisten Einrichtungen regelmäßig Fortbildungen zum Thema statt, in der Hälfte sind Diätassistenten/Ernährungswissenschaftler eingestellt. Bei der Hälfte aller wahrscheinlich mangelernährten Bewohner werden konkrete Maßnahmen eingeleitet

Schlussfolgerung: Das aus den Niederlanden stammende Instrument eignet sich auch für den Einsatz in deutschen Altenpflegeheimen. Die Datenerhebung zeigt darüber hinaus, dass Mangelernährung ein auffallendes Problem bei Bewohnern deutscher Altenpflegeheime ist. Offenbar sind sowohl die systematische Erfassung des Ernährungszustands als auch die eingeleiteten Maßnahmen stark verbesserungsbedürftig.

Quelle: Gesundheitswesen 2010; 72(12): 868-874
DOI: 10.1055/s-0029-1246150
© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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Unter- und Mangelernährung - unterschätztes Risiko

Beitrag von Presse » 09.03.2011, 14:19

Dickes Problem – magere öffentliche Wahrnehmung
Unterschätztes Risiko Unter- und Mangelernährung


Stuttgart – Übergewicht als negative Folge unserer Wohlstandsgesellschaft wird öffentlich stark diskutiert. Unterernährung spielt in den Medien hingegen kaum eine Rolle. Das neue Fachbuch „Unter- und Mangelernährung“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2011) zeigt, wie besorgniserregend der Ernährungszustand insbesondere von kranken und alten Menschen in Deutschland ist und welche Gesundheitsrisiken und Kosten damit verbunden sind. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft, drängt der Herausgeber, Professor Dr. Christian Löser, auf eine bessere ernährungsmedizinische Versorgung.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter:
http://www.thieme.de/SID-78FEAE94-979CA ... hrung.html

Rund ein Viertel aller stationär aufgenommenen Patienten sind unter- oder mangelernährt. Nahezu 75 Prozent aller Menschen nehmen während des Klinikaufenthaltes stark ab. In Alten- und Pflegeheimen ist die Situation noch kritischer: Während bei alleinlebenden, gesunden Senioren im häuslichen Bereich der Ernährungszustand bei nur zehn Prozent bedenklich ist, steigt das Risiko für Mangelernährung in Pflegeeinrichtungen auf 50 bis 80 Prozent an.

Im Krankenhaus führen beispielsweise Schmerzen, Kau- und Schluckstörungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten zu einer verminderten Nahrungsaufnahme. Aber auch eine gestörte Nährstoffverwertung kann eine Mangelernährung verursachen. Die Folgen: Die Unterversorgung mit Nährstoffen sowie der Gewichtsverlust schwächen das Immunsystem der Betroffenen. Die Anfälligkeit für Infektionen steigt. Dadurch sinkt der Therapieerfolg und der Genesungsprozess verlangsamt sich.

Das macht oft einen längeren Krankenhausaufenthalt notwendig. Eine Belastung für die Betroffenen und das Gesundheitssystem. „Schon heute belaufen sich die unmittelbaren jährlichen Kosten für diese Patienten auf rund neun Milliarden Euro“, weiß Professor Dr. Christian Löser.

Durch mangelnde Aufmerksamkeit des ärztlichen oder pflegerischen Personals bleibt eine drohende oder manifeste Mangelernährung oft unerkannt und so unbehandelt. Die genaue Bestimmung des Ernährungszustandes, interdisziplinär arbeitende Ernährungsteams und die Einbindung von ernährungsmedizinischen Maßnahmen in den Therapieplan könnten das Risiko Mangelernährung deutlich senken. „Aktuelle Studien belegen, dass die gezielte zusätzliche Gabe von Trink- und Zusatznahrung den Genesungsprozess nachweislich unterstützt“, erklärt Löser.

Professor Dr. Christian Löser hat mit weiteren Experten aus verschiedenen Fachbereichen der Medizin, der Ernährungs- und Pflegewissenschaft Grundlagen, Therapiekonzepte und zahlreiche Fallbeispiele zusammengetragen. Juristische und ethische Aspekte werden intensiv diskutiert. Das Buch richtet sich an Ärzte, Pflegepersonal und Ernährungswissenschaftler, aber auch an Verwaltungsdirektoren von Kliniken und Gesundheitspolitiker.

Buchtipp:
Christian Löser (Hg.)
Unter- und Mangelernährung
Klinik – moderne Therapiestrategien – Budgetrelevanz
Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2011
EUR [D] 79,95, EUR [A] 82,20, CHF 133,00
ISBN 978 3 13 154101 7

Über den Herausgeber:
Professor Dr. med. Christian Löser ist unter anderem Facharzt für Innere Medizin und Ernährungsmedizin. Als Vorsitzender verschiedener Konsensuskonferenzen ist er verantwortlich für die Erstellung nationaler und internationaler Leitlinien auf dem Gebiet der Gastroenterologie, der Ernährungsmedizin und der Ethik in der Medizin.

Quelle: Pressemitteilung vom 09.03.2011
Carola Schindler
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
TRIAS Verlag in der Georg Thieme Verlag KG
Rüdigerstraße 14 | 70469 Stuttgart
Fon +49[0]711/8931-488
Fax +49[0]711/8931-167
carola.schindler@thieme.de
http://www.thieme.de

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Mangelernährung - auch Thema beim Pflegetreff am 20.04.2011

Beitrag von WernerSchell » 10.03.2011, 07:42

Die Mangelernährung ist in der Tat ein "dickes Problem" in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen. Daher ist es vorgesehen, dass Thema in die Erörterungen zur medizinischen Versorgung .... beim Pflegetreff am 20.04.2011 einzubeziehen.

Siehe die jeweils aktuellen Informationen zum Pflegetreff unter
viewtopic.php?t=15134
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Unter- und Mangelernährung - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 13.03.2011, 07:37

Buchtipp!

Christinan Löser (Hrsg.):

Unter- und Mangelernährung
Klinik – moderne Therapiestrategien – Budgetrelevanz

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Näheres hier:
http://www.wernerschell.de/Buchtipps/un ... ehrung.php
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Entscheidungshilfe zu künstlicher Ernährung im Internet

Beitrag von Presse » 21.05.2011, 06:31

Entscheidungshilfe zu künstlicher Ernährung im Internet

Berlin – Die AOK hat im Internet eine Entscheidungshilfe zur perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG) veröffentlicht. Damit möchte die Krankenkasse Angehörige, aber auch Pflegepersonal, Ärzte und Betreuer in der Frage unterstützen, ob ein Mensch mittels einer Magensonde künstlich ernährt werden sollte.
... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... ternet.htm

zum Thema
„PEG-Entscheidungshilfe“

http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit ... 176155.php

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Trinknahrung macht Mangelernährte mobil

Beitrag von Presse » 31.10.2011, 07:28

Trinknahrung macht Mangelernährte mobil

Menschen in Pflegeheimen, die an Mangelernährung leiden, hilft die rechtzeitige Supplementierung mit medizinischer Trinknahrung. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=676 ... ten&n=1454

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Trinknahrung macht Mangelernährte mobil

Beitrag von johannes » 01.11.2011, 08:17

Es ist schon erstaunlich, welche Tricks sich die Gesundheitswirtschaft einfallen läßt, um ihre (über)flüssigen Produkte zu überhöhten Preisen an den Mann zu bringen.
Ein Mensch funktioniert nicht - er lebt!

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Viele Senioren essen zu wenig

Beitrag von Presse » 16.12.2011, 07:24

Viele Senioren essen zu wenig
VON MEYEL LÖNING - zuletzt aktualisiert: 15.12.2011 - 02:30

In NRW sind die Krankenhausbehandlungen älterer Menschen wegen Mangelernährung laut der Krankenkasse DAK in den vergangenen drei Jahren um 70,7 Prozent gestiegen. Experten sehen in der Zahl erste dramatische Auswirkungen des demografischen Wandels.

Hamburg Während sich in der Weihnachtszeit die meisten Deutschen eher Sorgen wegen zu reichhaltiger Ernährung machen, hat gestern eine schockierende Zahl der Senioren, die unter mangelhafter Ernährung leiden, aufgerüttelt. Laut Daten der Krankenkasse DAK ist diese Zahl in den vergangenen drei Jahren in Deutschland um alarmierende 53 Prozent angestiegen, in Nordrhein-Westfalen sogar um 70,7 Prozent. "Die Hälfte der Menschen über 75 isst unregelmäßig und trinkt zu wenig", sagt Bruno Malangré vom Caritasverband Köln.
.... weiter lesen unter
http://nachrichten.rp-online.de/panoram ... -1.2640490

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Mangelernährung - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 08.01.2012, 07:46

Buchtipp!

Antje Tannen / Tatjana Schütz (Hrsg.):

Mangelernährung
Problemerkennung und pflegerische Versorgung


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Näheres hier:
http://www.wernerschell.de/Buchtipps/ma ... ehrung.php
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Mangelernährung im Alter: das unterschätzte Problem

Beitrag von WernerSchell » 14.09.2012, 05:51

Mangelernährung im Alter: das unterschätzte Problem

(13. September 2012) Bei der Diskussion um die Ernährung geht es häufig um Übergewicht und seine schädlichen Folgen für Herz, Kreislauf und Gelenke. Dabei gerät die Kehrseite der Medaille aus dem Blick: Mehr als 80 Prozent der alten Patienten, die in eine Klinik kommen, haben ein hohes Risiko für Mangelernährung oder sind akut mangelernährt – mit zum Teil dramatischen Folgen. Das Wiegen der Patienten und die Bestimmung des so genannten Body-Mass-Index reichen oft nicht aus, um die Bedrohung zu erkennen. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) empfiehlt daher ein einfaches Screening für die klinische Routine.

Neue Zahlen zur Mangelernährung im Alter
„Mangelernährung im Alter ist kein Randproblem“, betont der Präsident elect der DGG, Prof. Dr. Ralf-Joachim Schulz aus Köln, auf dem Gemeinsamen Gerontologie- und Geriatriekongress Bonn2012 vom 12. bis 15. September.
Eine neue Erhebung des Lehrstuhls für Geriatrie der Uniklinik Köln unter 1.252 ernährungstherapeutisch betreuten Patienten belegt dies. Danach sind lediglich 17,7 Prozent der durchschnittlich 80 Jahre alten Patienten gut ernährt, bei 58,7 Prozent besteht ein deutliches Risiko für Mangelernährung und 23,6 Prozent der Patienten sind akut mangelernährt (2).

Die Konsequenzen
Eine Mangelernährung hat für die Betreffenden erhebliche Auswirkungen: Das Immunsystem wird schwächer und die Muskelkraft sinkt, der Betreffende ist insgesamt krankheitsanfälliger, Wunden heilen schlechter. Außerdem sind mangelernährte Patienten eher müde und geistig weniger leistungsfähig, auch der Antrieb und die Lebensfreude gehen zurück. Mangelernährte Patienten erholen sich schwerer von Krankheiten und müssen häufig länger in der Klinik bleiben. Das Risiko, an Krankheiten zu sterben, ist deutlich höher.

Wann Mangelernährung beginnt
Einen einfach zu ermittelnden Hinweis für eine Mangelernährung bietet der Body-Mass-Index. Er berechnet sich aus dem Gewicht geteilt durch die Größe im Quadrat. Ein 1,80 Meter großer Mann, der 80 Kilogramm wiegt, hat einen BMI von 80/1,80^2, also 24,7 kg/m². Ein BMI unter 20 weist auf eine Mangelernährung hin, fällt der Wert unter 18,5 kg/m² ist der Betreffende sicherlich mangelernährt.
Die Kölner Untersuchung belegt aber, dass der BMI nicht ausreicht, um mangelernährte Patienten zu erkennen. Laboruntersuchungen auf die Nährstoffe Vitamin D, Cobalamin und Folsäure, bei denen im höheren Alter ein Risiko für eine Unterversorgung besteht, zeigten, dass viele mangelernährte Patienten einen unauffälligen BMI haben. „Wir empfehlen für die klinische Routine daher neben der Bestimmung des BMI sechs einfache Fragen, die den Ernährungszustand des Patienten beleuchten“, so Schulz. Diese betreffen
- einen Gewichtsverlust in den vergangenen Monaten
- die Mobilität des Patienten
- die Selbstständigkeit bei der Essensaufnahme
- die Zahl der Hauptmahlzeiten
- die Flüssigkeitszufuhr und
- die subjektive Gesamteinschätzung des Gesundheitszustandes durch den Patienten.
Der einfach auszufüllende Erhebungsbogen erfordert während des Patientengespräches in der Klinik knapp fünf Minuten.
Obgleich der Nutzen eines frühzeitigen Screenings auf Mangelernährung bekannt ist, stellte die Arbeitsgruppe Ernährung der DGG in einer Umfrage fest, dass nur 40 Prozent der geriatrischen Kliniken in Deutschland entsprechende Screenings umsetzen (1).

Ursachen für Mangelernährung im Alter
„Die Mangelernährung im Alter hat viele Ursachen“, betont Schulz. Ältere Menschen sind oft weniger hungrig, das Sättigungsgefühl stellt sich eher ein. Ein Grund dafür könnte sein, dass sich der Magen bei älteren Menschen langsamer entleert (3).
Wichtig und oft unterschätzt sind Geruchs- und Geschmacksstörungen: Sie vermindern den Genuss beim Essen und führen dazu, dass die Betreffenden Mahlzeiten auslassen. Geruchs- und Geschmacksstörungen sind häufig: Rund die Hälfte der älteren Menschen sind davon betroffen. Auch Kau- und Schluckbeschwerden sind als Ursachen für eine zu geringe Nahrungsaufnahme häufig.
Wichtig sind außerdem unerwünschte Arzneimittelwirkungen wie Mundtrockenheit oder Übelkeit. Auch sie führen dazu, dass die Patienten zu wenig essen.
Schließlich kann nahezu jede akute oder chronische Erkrankung eine Mangelernährung auslösen. Wichtige Beispiele sind Infektionen, operative Eingriffe und Schilddrüsenerkrankungen.

Neben den körperlichen Ursachen betont Schulz auch die psychosozialen Hintergründe: „Ein häufiger Grund ist Einsamkeit. Allein zu kochen und zu essen macht den Betreffenden keine Freude, deshalb verringern sie ihre Mahlzeiten nach und nach immer mehr“, so der Geriater.
Immer bedeutsamer werden außerdem Demenzen. Die meisten Patienten verlieren im Verlauf der Erkrankung deutlich an Gewicht. In frühen Stadien sind dafür eher neurologische und hormonelle Faktoren verantwortlich, schreitet die Krankheit fort, führen die kognitiven Defizite zu immer größeren Problemen auch beim Essen (3).

1 Smoliner C, Volkert D, Wirth R. Management of malnutrition in geriatric hospital units in Germany. Z Gerontol Geriatr. 2012 Jun 27. [Epub ahead of print]
2 Noreik, Michaela: Evaluation der Ernährungstherapie in einer geriatrischen Klinik - Analyse von Effekt, Kosten und Nutzen der Ernährungstherapie in einer Jahresbilanz. Dissertation am Lehrstuhl für Geriatrie der Universität zu Köln. Eingereicht
3 Bauer JM, Wirth R, Volkert D et al, Malnutrition, Sarkopenie und Kachexie im Alter – Von der Pathophysiologie zur Therapie. Dtsch Med Wochenschr 2008; 133:305-310

Weitere Informationen:
http://www.dggeriatrie.de/presse/438-pr ... angelernae...

Quelle: Pressemitteilung vom 13.09.2012
Nina Meckel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
http://idw-online.de/de/news496186
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Magensonden-Ernährung bei Demenz ...

Beitrag von Presse » 09.12.2012, 07:49

PEG-Magensonde zur künstlichen Ernährung bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz, 02.11.2012

Magensonden-Ernährung hatte bei Pflegeheim-Bewohnern keine Auswirkung auf das Überleben.
Eine aktuelle Studie (1) untersuchte, ob die Anlage einer perkutanen endoskopischen Gastrostomie (PEG-Magensonde)
mit rigorosen Methoden das Überleben der Patienten mit schwerer Demenz günstig beeinflusst.
... weiter lesen unter ....
http://www.medknowledge.de/abstract/med ... demenz.htm

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