Heimrecht in Bremen

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe

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Heim-Mitwirkung
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Heimrecht in Bremen

Beitrag von Heim-Mitwirkung » 24.09.2009, 20:28

Was kommt ins neue Bremer Heimgesetz?

Pressemitteilung von: http://www.heim-mitwirkung.de

Dazu hat der Arbeitskreis „Unabhängige Interessenvertretungen in Bremen“ den Bremer Parteien mit einem Fragenkatalog auf den Zahn gefühlt. Die Ergebnisse liegen vor, SPD und LINKE blieben Antworten schuldig.

Das Land Bremen hatte in der jüngsten Vergangenheit leider mehrere Skandale im Pflegebereich zu beklagen. Zitat der Bremer Gesundheitssenatorin Rosenkötter: "Gute Pflege ist zentrale Herausforderung". Wie wichtig das ist, hat sich in dem Ende letzten Jahres bekannt gewordenen und noch nicht erledigten Pflegeskandal in einem Pflegeheim in Bremerhaven gezeigt. Auch nach entsprechenden Kontrollen und Auflagen durch Heimaufsicht und MDK steht das auffällig gewordene Heim weiterhin in der Kritik.

Was wird in einem neuen Heimgesetz in Bremen auf uns zukommen? Werden die Verbraucherinteressen ausreichend berücksichtigt und gestärkt? Werden die Erfahrungen bei der neuen Länder-Heimgesetzgebung dazu führen, dass „schwarze Schafe“ künftig weniger Chancen in diesem sensiblen sozialen Bereich haben?

Um zu erfahren, wie Bremer Parteien die Interessen der pflegebedürftigen und behinderten Menschen im neuen Gesetz gewahrt sehen wollen, hat sich der Arbeitskreis an die gesundheits- und altenpolitischen Sprecher der in der Bürgerschaft vertretenen Parteien mit ihren Fragen gewandt. Während CDU, GRÜNE und FDP ihre Antworten dem Gremium vorlegten, kam von den Parteien SPD und DIE LINKE keine Reaktion. „Das hätten wir eigentlich am wenigsten von diesen Parteien erwartet“, so ein Mitglied des Arbeitskreises.

Die vorliegenden Statements der antwortenden Parteien lassen überwiegend Hoffnung aufkommen. So ist man sich einig darin, dass es weiterhin einer entsprechenden Fachkraftquote in der Pflege bedarf, um eine ausreichende Pflegequalität zu gewährleisten. Auch bei der Grundsatzfrage, welche Wohnformen das neue Gesetz umfassen soll, gibt es weitestgehende Übereinstimmung. Hier seien der Grad der Abhängigkeit und mögliche Einschränkungen in der Wahlfreiheit für die Bewohner die Entscheidungskriterien, ob das neue Gesetz für die Wohnform anzuwenden ist. Ähnlich die Aussagen auch zu der Frage, für welche Personen das Gesetz gelten soll.

Am deutlichsten hebt sich die FDP von den beiden anderen antwortenden Parteien mit ihren Einschätzungen ab. In der Zusammenfassend ergibt sich: möglichst unbürokratische Regelungen treffen, Markt und Wettbewerb werden dafür sorgen, dass sich gute Pflegequalität durchsetzt. So lautet beispielsweise die Antwort auf die Frage danach, welche baulichen Mindest-Standards vorgesehen werden sollten: „Die Vorgaben für bauliche Standards sind … auf Sicherheits- und Hygienevorschriften zu beschränken“. CDU und GRÜNE sind sich wiederum einig, Einzelzimmer sollten Standard, Mehrbettzimmer sollten „vermieden“ werden. Die GRÜNEN „treten insgesamt für hohe Baustandards ein und nennen beispielhaft „hervorragende Wärmedämmung, gute Schall-Isolierung, ökologische Baumaterialien etc.“.

Bei der Frage wie die Parteien sicherstellen werden, dass wirtschaftliche Interessen nicht zu Lasten von Pflege-Qualität gehen und die vereinnahmten Pflegesätze auch vollständig und bestimmungsgemäß verwendet ist die Meinungsdifferenz sehr deutlich. Die FDP dazu: „Die Aufgabe eines Heimgesetzes ist es nicht, den im Pflegebereich tätigen Trägern Vorschriften hinsichtlich ihres Geschäftsbetriebes zu machen.“ Die CDU meint: „Den hohen Renditeversprechen und Einsparmaßnahmen sollten durch das neue Gesetz Grenzen gesetzt werden …“. Die GRÜNEN präzisieren: „Die vereinnahmten Entgelte müssen selbstverständlich bestimmungsgemäß verwendet werden. … Eine Unterschreitung der Anforderungen führt zu Sanktionen, die gegebenenfalls auch auf eine Schließung der Einrichtung hinauslaufen können.“

Zur Frage der Bezugspflege gibt es die einheitliche Meinung, dass der Punkt schwerlich in einem solchen Gesetz unterzubringen ist. Als wesentliches Qualitätskriterium, so die GRÜNEN, sollte das „regelmäßig festgestellt und öffentlich gemacht werden.“ Die FDP meint dazu, die „Ausgestaltung der Pflege obliege allein dem Einrichtungsträger und wird von Heimaufsicht und MDK kontrolliert.“

Hinsichtlich der medizinischen Versorgung sind sich alle einig: Die freie Arztwahl und auch die ordnungsgemäße Medikamentenvergabe muss gewährleistet werden. Für die Nicht-Erfüllung fordern die GRÜNEN als einzige, dass das Gesetz dafür Sanktionen vorsehen muss.

Bei Fragen zur Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Teilhabe gibt es bei CDU und GRÜNEN erneut Gleichklang. Das Selbstbestimmungsrecht gehöre mit in das neue Gesetz hinein. Dagegen argumentiert die FDP: „dem Selbstbestimmungsgedanken wird am besten gedient, wenn den Menschen die Alternativen aufgezeigt werden und sie und/oder ihre Angehörigen ihr Heim mit anderen vergleichen und wählen können“. Die Partei setzt hinsichtlich der Mitwirkungsrechte auf die Beibehaltung vorhandener Möglichkeiten und gibt den Hinweis: „Verstöße gegen die Heimmitwirkungsrechte sind bereits heute ordnungswidrig und können mit Bußgeld … geahndet werden“. Die Unterstützung der Bewohner-Interessenvertreter durch fach- und sachkundige Dritte halten alle für wichtig. Angemerkt wird dazu, dass dazu ausreichende Informationen und Schulungen für Bewohner und Interessenvertreter angeboten werden sollten.

Schließlich sind sich alle darin einig, dass unangemeldete Kontrollen ein wesentliches Element der Qualitätssicherung sind und Standard umgesetzt werden sollte. Zitat CDU: „Jedes Gesetz ist nur so gut, wie es umgesetzt und kontrolliert werden kann. Eine ausreichende Personalausstattung der Heimaufsicht ist daher unabdingbar.“

Die vollständigen Ergebnisse der Befragung hat der Arbeitskreis im Internet auf der Seite www.heimmitwirkung.de veröffentlicht (ANTWORTEN_Fragenkatalog_HeimGesetz HB090921.doc).

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Hintergrund:
Durch die Föderalismusreform 2006 wurden die Kompetenzen für die Gesetzgebung zum Heimrecht auf die Bundesländer übertragen. Im Land Bremen wird immer noch an einem Bremer Pflegebedürftigen Wohn- und Teilhabegesetz gearbeitet, während in anderen Ländern bereits Gesetze beschlossen wurden. Die Tatsache, dass wir 16 unterschiedliche Länder-Heimgesetze künftig haben werden steht im krassen Widerspruch zu den Transparenzargumentationen und -forderungen verantwortlicher Stellen.

Der Arbeitskreis „Unabhängige Interessenvertretungen in Bremen“ will mit seinem Engagement dazu beitragen, dass in Bremen ein sehr verbraucherfreundliches Gesetz entsteht. Er setzt sich zusammen aus:

* Betreuungsverein Bremerhaven e.V.
* BIVA e.V.,
* Heim-Mitwirkung.de (SHG)
* Netzwerk Selbsthilfe Bremen-Nordniedersachsen e.V.
* PatientInnenstelle im GL Bremen e.V.
* Sozialverband Deutschland e.V.
* Sozialverband VdK Bremen
* Verbraucherzentrale Bremen e.V.
Reinhard Leopold c/o SHG Angehörige u.
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Rob Hüser
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Verlangerung des Heimrechts in die Länderebene = Fehler

Beitrag von Rob Hüser » 04.10.2009, 08:40

Die Verlagerung des Heimrechts in die Länderebene war ein großer Fehler. Wir sehen nun bezüglich der stationären Pflegeeinrichtungen eine Rechtszersplitterung, die die Mängelsituation eher verstärken wird.
viewtopic.php?t=3508&highlight=f%F6deralismus
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... eilung.php
Mir scheint es sinnvoll und bitter notwendig, dass sich die Länder nunmehr zumindest untereinander abstimmen, was für die Heimgesetzgebung wichtig ist. Bei den bisherigen Texten geht es schon "drunter und drüber". Allein bei den Gesetzesüberschriften gibt es die unterschiedlichsten Bezeichnungen, von den Inhalten abgesehen.

Rob Hüser
Das Pflegesystem muss dringend zukunftsfest reformiert werden!

Presse
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Nachfolgeregelung zum Heimgesetz in Vorbereitung

Beitrag von Presse » 19.03.2010, 16:12

Nachfolgeregelung zum Heimgesetz in Vorbereitung

Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales hat den Entwurf für ein Bremisches Wohn- und Betreuungsgesetz (BremWBG) vorgelegt. Das Gesetz wird die Nachfolgeregelung zum Bundes-Heimgesetz.

Besondere Akzente setzt der Referentenentwurf in diesen Bereichen:

Neue Wohnformen
Das BremWBG berücksichtigt den Schutzbedarf von Bewohner/innen von Wohngemeinschaften und Service-Wohnen angemessen - ohne unpassende Reglementierungen vorzunehmen. Das Gesetz erfasst Pflege-Wohngemeinschaften, die im Bestand unabhängig sind von Zuzug oder Wegzug der Bewohner/innen. Es erfasst nicht private Seniorenwohngemeinschaften, die nicht vorrangig der Pflege/Unterstützung dienen, auch wenn hier Pflegebedürftige leben.

Transparenz / Verbraucherschutz
Verbraucherschutz und Beratung werden in ihrer Bedeutung gegenüber dem Ordnungsrecht gestärkt.
Das BremWBG schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Prüfergebnisse der Heimaufsicht in verständlicher Form veröffentlicht werden können.
Die Anbieter von Service-Wohnen und Wohngemeinschaften bekommen nach dem BremWBG Informationspflichten.

Teilhabe / Vernetzung / Stadtteilöffnung
Teilhabe und Förderung bürgerschaftlichen Engagements werden eingefordert. Die Betreiber haben hierfür Konzepte vorzulegen.
Die Vernetzung mit dem Gemeinwesen wird betont. Wer eine neue Einrichtung plant, hat das Vorhaben zunächst den örtlichen Gremien vorzustellen (öffentliche Sitzungen der Stadtteil-Beiräte).

Interessenvertretung
Die Mitwirkung der Bewohner/innen wird vereinfacht. Kann ein Bewohnerbeirat nicht gebildet werden, werden seine Aufgaben durch ein Vertretungsgremium mit Externen wahrgenommen.

Heimleitung
Es wird eine gesamtverantwortliche Leitung für alle Tätigkeitsbereiche eines Hauses vorgeschrieben.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Gesetzesvorhaben.

Der Gesetzentwurf (pdf, 110.4 KB)
http://www.soziales.bremen.de/sixcms/me ... 17%202.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 19.03.2010
http://www.soziales.bremen.de/sixcms/de ... .de&font=0

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Bremisches Wohn- und Betreuungsgesetz, BremWoBeG

Beitrag von WernerSchell » 12.04.2010, 08:51

Föderalisierung des Heimrechts - Entwurf für eine bremische Nachfolgeregelung zum bestehenden Heimgesetz
Stand: 31.03.2010:

Gesetz zur Sicherstellung der Rechte von Menschen mit Unterstützungs-, Pflege- und Betreuungsbedarf in unterstützenden Wohnformen“ (Bremisches Wohn- und Betreuungsgesetz, BremWoBeG) hier (PDF)
http://www.wernerschell.de/Rechtsalmana ... menWBG.pdf
Begründung hier (PDF)
http://www.wernerschell.de/Rechtsalmana ... endung.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Aufgaben der Heimaufsicht neu ausrichten

Beitrag von Service » 25.04.2010, 06:17

Forderung: Aufgaben der Heimaufsicht neu ausrichten
Stellungnahme zum geplanten Bremischen Wohn- und Betreuungsgesetz


Heim-Mitwirker fordern die Neuausrichtung der Bremer Heimaufsichtsbehörde als
notwendige Konsequenz aus dem vorliegenden Gesetzentwurf des "BremWoBeG".
Immer mehr neue alternative Wohnformen bedingen einen entsprechenden
Mehraufwand. Die Personalstärke der zuständigen Aufsichtsbehörde reichte
schon in der Vergangenheit nicht. Es muss über eine Neuausrichtung der
Aufgaben der Aufsichtsbehörde nachgedacht werden. Kostenpflichtige Beratungen
und Folgeprüfungen könnten Geld für zusätzlich benötigtes Personal in die
Behördenkassen fließen lassen.

Bislang werden Pflegeeinrichtungen kostenlos beraten und geprüft. Auch bei
wiederholt festgestellten Mängeln, berechnet die Behörde für ihre Tätigkeit
nichts. Konsequenzen drohen viel zu spät. Der zeitliche und personelle
Aufwand steht im Widerspruch zum Sparzwang in Bremer Behörden. Vergleichbare
Prüfungen anderer Institutionen sind dagegen kostenpflichtig. "Bei einer
Prüfungsquote von 100 Prozent hat der (Landes-)Rechnungshof allein für das
Jahr 2008 ein Einnahme­potenzial von rund 537000 Euro errechnet.", rechnet
der Jahres­bericht 2009 vor. - Warum sollte die Heimaufsicht also weiter und
immer wieder kostenlos beraten?

Insgesamt ist der Ansatz, den differenzierten Ansprüchen der
pflegebedürftigen Menschen mit dem neuen "BremWoBeG" künftig besser
entsprechen zu wollen, sehr zu begrüßen. Dennoch werden weitere wichtige
Änderungspunkte in der Stellungnahme der Heim-Mitwirker gefordert.

So sollen die so genannten "Trägergesteuerten Wohngemeinschaften" ebenso wie
Heime regelmäßig und vor allem auch unange­meldet geprüft werden. Nur so kann
ein "ungeschöntes" Ergebnis festgestellt werden. Die wechselweise Kontrolle,
mal durch die Behörde, mal durch den MDK, wird als nicht ausreichend
betrachtet. Die Prüfkriterien und die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter
beider Institutionen sind dafür zu verschieden.

"Service-Wohnen" muss ebenfalls dem neuen Gesetz unterliegen, wenn Wohnraum
und Betreuungsleistungen faktisch von nur einem Anbieter kommen. Hier darf es
keine Schlupflöcher für Anbieter geben, die sich mit "Kleinst-Heimen" dem
Gesetz zu entziehen versuchen.

Aus Verbrauchersicht sind transparente, öffentlich zugängliche Informationen
die wichtigste Voraussetzung, um die richtige Entscheidung für die geeignete
Wohnform zu treffen. Dazu gehört auch die vollständige, ungeschönte
Information der Prüfergebnisse der Aufsichtsbehörde. Sie muss für jeden
Verbraucher allgemein öffentlich zugänglich sein.

Zu den wichtigsten zählt aber die Forderung nach Mitbestimmung statt nur
Mitwirkung: "Wer etwas bestellt und bezahlt, muss auch mitbestimmen können,
was er bekommt." Nach dem alten Heim­gesetz mussten zwar die
Interessenvertreter der Heimbewohner schon vor Entgelt­erhöhungen angehört
werden. Geschah das nicht, hatte es leider überhaupt keine Auswirkungen. Das
muss sich ändern.

Zur Stärkung der Rechte von Pflege betroffener Menschen gehört auch die
regelmäßige Information und Fortbildung ihrer Interessenvertreter. Dies
sollte dem steigenden Bedarf entsprechend berücksichtigt und weiter ausgebaut
werden.

Unsere vollständige Stellungnahme zum Entwurf des Bremischen Wohn- und
Betreuungsgesetzes kann im Internet unter http://www.heim-mitwirkung.de heruntergeladen werden.

Quelle: Pressemitteilung vom 22.04.2010
-------------------------------------------------
Ansprechpartner für diese Presse-Info:
Reinhard Leopold c/o SHG Angehörige und
Ehrenamtliche in der Heim-Mitwirkung
- Internet & Öffentlichkeitsarbeit -
Rembertistr. 9, 28203 Bremen
Telefon 0421 / 33 65 91-20
eMail: presse@heim-mitwirkung.de
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Heimrecht Bremen

Beitrag von Service » 25.08.2010, 17:36

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 24. + 26.08. steht die 1. Lesung des neuen Gesetzes auf der Tagesordnung
des Landtags. Zudem hat die FDP einen eigenen Entwurf vorgelegt ... Details
dazu sowie die Dokumente zum Herunterladen finden Sie unter
http://www.heimmitwirkung.de/smf/index. ... 82#msg2582.

Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Leopold c/o SHG Angehörige u.
Ehrenamtliche in der Heimmitwirkung
- Internet- und Öffentlichkeitsarbeit -
Rembertistraße 9
28203 Bremen
Tel.: 0421 / 33 65 91 20
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Internet: www.heim-mitwirkung.de

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Bremische Wohn- und Betreuungsgesetz (BremWoBeG)

Beitrag von WernerSchell » 12.05.2011, 15:02

Hier finden Sie ausführliche Informationen zum Gesetz.

Das Gesetz (pdf, 82.1 KB)
http://www.soziales.bremen.de/sixcms/me ... v%2022.pdf
Die Begründung zum Gesetz (pdf, 196.1 KB)
http://www.soziales.bremen.de/sixcms/me ... v%2021.pdf
Die häufigsten Fragen zum Bremischen Wohn- und Betreuungsgesetz (pdf, 25.9 KB)
http://www.soziales.bremen.de/sixcms/me ... mWoBeG.pdf
Eine Übersicht über die wichtigsten Regelungen des BremWoBeG finden Sie in dieser Datei "BremWoBeG im Überblick" (pdf, 18.1 KB)
http://www.soziales.bremen.de/sixcms/me ... rblick.pdf

Im Übrigen:
Image-Kampagnen gegen Fachkräftemangel beseitigen keine Probleme
http://www.heimmitwirkung.de/smf/index.php?topic=1571.0
Zuletzt geändert von WernerSchell am 15.05.2011, 07:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Bremer Diskussion zur Pflegequalität - Radiobericht folgt

Beitrag von WernerSchell » 14.05.2011, 08:26

13.05.2011, 18.00 Uhr, Bremer Presse-Club e. V., Schnoor 27/28, 28195 Bremen
Veranstalter: DBfK in Kooperation mit Heim-Mitwirkung
Podiumsdiskussion:
Pflege – Personal - Qualität
Welchen Stellenwert hat (noch) Fachpersonal
für Qualität in der Pflege, vor dem Hintergrund
knapper personeller und finanzieller Ressourcen?
... Quelle: viewtopic.php?t=15761

Die Podiumsdiskussion ist gestern aufgezeichnet worden und wird am 20.05.2011 vom Nordwestradio - ein Programm von Radio Bremen und NDR - http://www.radiobremen.de/nordwestradio/ - in der Zeit von 15.05 bis 16.00 Uhr - Gesprächszeit unterwegs - http://www.radiobremen.de/nordwestradio ... 2011-05-20 - gesendet.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Bremer Heimgesetz

Beitrag von WernerSchell » 11.05.2017, 10:04

Sehr geehte Damen und Herren, liebe Unterstützer in Sachen Bremer Heimgesetz,
kurze Zwischeninfo zu unseren Bemühungen entsprechenden Einfluss auf den Entwurf des Bremischen Wohn- und Betreuungsgesetzes zu nehmen: Dank Ihres offenen Briefes und der Medienberichterstattung ist bereits 2x der Tagesordnungspunkt von den Deputationssitzungen gestrichen worden - es gibt internen Diskussionsbedarf. Nun haben wir sogar einen Besprechungstermin für kommenden Mittwoch mit Sozialdeputierten erreicht, bei dem 2-3 Angehörige aus ihren persönlichen Erfahrungen mit Pflegeheimen und der Bremer Heimaufsicht berichten werden. Ich hoffe, dass wir mit der emotionalen Betroffenheit der Angehörigen weiter punkten können!
Vielen Dank Ihnen für Ihre Unterstützung! Sobald es entscheidende Neuigkeiten gibt, melde ich mich wieder.
Ab heute läuft der Bremer Pflegekongress, bei dem ich am Freitag eine Podiumsdiskussion organisiere - nachfolgend finden Sie unsere Presse-Info zu Ihrer Kenntnisnahme ...

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Internationaler Tag der Pflegenden

Pflege-Skandale und keine Zeit für Kommunikation

Bremen • Am 12. Mai wird im Gedenken an die Britin Florence Nightingale der „Internationale Tag der Pflegenden“ gefeiert. Sie gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege. Doch was ist inzwischen aus der Pflege geworden?

„Pflege-Skandale, zu wenig Pflegefachkräfte, zuviel Stress, zu wenig Zeit für Kommunikation - das sind die Ursache für den längst bestehenden Pflege-Notstand.“ Darauf weist Reinhard Leopold, Gründer und Leiter der unabhängigen Selbsthilfe-Initiative "Heim-Mitwirkung" und Regionalbeauftragter der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (BIVA) hin. Er greift das Leit(d)-Thema "Herausforderung Kommunikation" des diesjährigen Bremer Pflegekongress auf und organisiert am Freitag,12.05.2017 von 11.00 bis 13.00 Uhr eine interessante Podiumsdiskussion. Dabei soll es insbesondere um die Frage gehen

"Welchen (Stellen-)Wert hat Kommunikation (noch) in der Pflege?"
und das mit folgenden Gästen:
• PFLEGE-ANBIETER - Thomas Greiner, Präsident des Arbeitgeberverbandes Pflege e.V.
• POLITIK - MinDir Dr. Martin Schölkopf, Leiter der Unterabteilung "Pflegesicherung" im Bundesministerium für Gesundheit
• KOMMUNIKATION / WISSENSCHAFT - Sandra Mantz, Leiterin der SprachGUT® Akademie, Gesprächstherapeutin, Sprachkompetenztrainerin
• PFLEGE-BETROFFENE + ANGEHÖRIGE, Ulrike Kempchen, Rechtsanwältin, Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen e.V. (BIVA)
• PFLEGEKRÄFTE - Marita Mauritz, ehemalige Vorstandsvorsitzende des Pflege-Berufsverbandes DBfK-Nordwest
• ANTI-GEWALT - Volker Gussmann, Leiter des Nursing Consulting (NCESA), ehem. Hessische Heimaufsicht

Moderation: Simone Schnase, Bremen-Redakteurin der taz-nord
Ein wesentlicher Schlüssel für gute, menschenwürdige Pflege ist die Kommunikation. Diese komplexe Aufgabe findet verbal und nonverbal zwischen allen Akteuren im Pflegebereich statt. Für Pflegebedürftige und Pflegekräfte, Angehörige, Ärzte ist sie von herausragender Bedeutung, ohne die es keine pflegerische Handlung geben kann und darf.
Was ist aber, wenn die Faktoren Personal und Zeit, in Kalkulation und Finanzierung zu knapp bemessen und nicht ausreichend vorgesehen sind? Haben Politik und Pflegeanbieter die Bedeutung von Kommunikation in der Pflege bislang unterschätzt oder gar ignoriert? Die Podiumsdiskussion versucht Antworten darauf zu finden.

Quelle: Mitteilung vom 11.05.2017
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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