KVB-Vorstand begrüßt politische Forderungen der KBV:
„Besondere Qualität in der ambulanten Versorgung muss sich lohnen!“
München, 14. Juli 2009: Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) begrüßt die gestern veröffentlichte Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), das aktuelle Honorarsystem umzugestalten und die Vergütung ärztlicher Leistungen künftig mehr an Qualitätskriterien auszurichten. „Ich freue mich, dass die Idee einer qualitätsorientierten Vergütung, wie ich sie schon seit Beginn meiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der KV Bayerns im Jahre 2001 intensiv verfolge, auch auf Bundesebene weiter vorangetrieben wird“, so KVB-Chef Dr. Axel Munte. Eine Honorarsystematik, die primär auf einer Pauschalierung von Leistungen basiert, setzt die falschen Leistungsanreize, ist sich Munte mit dem KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Köhler einig. „Ärzte, die sich um besonders hohe Qualitätsstandards in der Behandlung bemühen und sowohl in ihre persönliche Qualifikation als auch in die Qualität ihrer medizinischen Geräte investieren, sollen dafür auch finanziell besser entlohnt werden. Besondere Qualität in der ambulanten Versorgung muss sich lohnen! Das sind wir als Ärzte auch unseren Patienten schuldig“, so der Ansatz des Vorstandsvorsitzenden der KV Bayerns.
Während die KBV nun auf Bundesebene von der Politik die rechtlichen Grundlagen und die nötigen Entscheidungskompetenzen für die ärztliche Selbstverwaltung zur Gestaltung eines leistungsbezogenen Vergütungssystems einfordert, hat die KV Bayerns bereits Qualitätsmaßnahmen auf Landesebene in die Praxis umgesetzt. Als erste KV bundesweit hat sie ein qualitätsorientiertes Vergütungssystem für bestimmte ärztliche Leistungen entwickelt: Im Rahmen des Programms „Ausgezeichnete Patientenversorgung“ gibt es momentan Qualitätsmaßnahmen in elf Versorgungsbereichen von der Hygiene bei Endoskopen über die Mammographie bis hin zur Ultraschalluntersuchung bei schwangeren Frauen. Weitere dreißig Maßnahmen sind in Planung. Dabei entscheiden unter anderem der aktuelle Fortbildungsstand und die Gerätequalität über Zu- und Abschläge bei der Vergütung der erbrachten ärztlichen Leistung.
„Auf regionaler Ebene haben wir mit den bayerischen Krankenkassen bereits ein leistungsbezogenes Vergütungssystem in einigen Versorgungsbereichen etabliert. Nun gilt es zu verhindern, dass diese viel versprechenden Ansätze durch die neue Honorarordnung strukturell zunichte gemacht werden. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, die Forderungen der KBV zu unterstützen und deren Umsetzung konstruktiv zu begleiten“, so Munte. Im vergangenen Jahr wurde auch Dank seines Engagements der so genannte „Qualitätsparagraph“ 136 (4) in das Sozialgesetzbuch V aufgenommen. Danach ist es auch unter den Bedingungen der neuen Honorarordnung möglich, Qualitätsmaßnahmen im Rahmen des Kollektivvertrags auf Landesebene zu vereinbaren. Muntes Vorstandskollegen, Hausarzt Dr. Gabriel Schmidt und Psychotherapeut Rudi Bittner, verfolgen ebenfalls diesen qualitätsorientierten Ansatz: Fachärztliche Maßnahmen wie „SonoBaby“ und „Tonsillotomie“, hausärztliche Programme wie „SonoAbdomen“ und Hautkrebs-Screening oder das Projekt zur Qualitätssicherung in der ambulanten Psychotherapie sind erste Erfolge der konsequenten Umsetzung des Qualitätsgedankens in den verschiedenen Versorgungsbereichen in Bayern.
KVB-Presseinformation vom 14.07.2009 als PDF-Datei
KVB-Vorstand begrüßt politische Forderungen der KBV: „Besondere Qualität in der ambulanten Versorgung muss sich lohnen!“ (14 KB)
http://www.kvb.de/fileadmin/data/dokume ... 140709.pdf
Zusatzinformationen
Qualitätsprogramm "Ausgezeichnete Patientenversorgung"
http://www.kvb.de/de/praxis/qualitaet/q ... gramm.html
Quelle: Pressemitteilung vom 14.7.2009
Qualität in der ambulanten Versorgung muss sich lohnen
Moderator: WernerSchell
Schon wieder eine Honorarreform?
Schon wieder eine Honorarreform?
Heute hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gefordert, dass die von ihr selbst entwickelte und in wesentlichen Teilen erst zum Jahresanfang in Kraft getretene Honorarreform durch eine neue Honorarreform abgelöst werden soll. Seit über einem Jahr reden die Ärztevertreter kaum noch über die medizinische Versorgung, sondern stets über ihre eigene Honorarversorgung. Und dies, obwohl die Ärzte in Zeiten einer historischen Wirtschaftskrise im Bundesdurchschnitt einen zehnprozentigen Honoraraufschlag bekommen haben und schon bisher über ein Brutto-Durchschnittseinkommen von rund 120.000 Euro verfügen.
Zu den heute bekannt gewordenen Forderungen erklärt die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer:
„Wir würden es begrüßen, wenn sich die Bezahlung der Ärzte mehr an der Qualität ihrer Arbeit orientieren würde. Aber wer Gutes besser bezahlt haben möchte, muss dann auch akzeptieren, dass Schlechtes schlechter bezahlt wird. Die Kriterien dafür müssen gemeinsam entwickelt werden.
In der Financial Times Deutschland hat der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler, gesagt, dass die Pauschalvergütung dazu führe, dass die Ärzte ihre Leistungen für die Patienten einschränkten. Damit wird den Ärzten ein denkbar schlechtes Zeugnis ausgestellt. Notwendig ist der richtige Mix aus Pauschalen und Einzelleistungsvergütung. Nur so können bestimmte Leistungen gefördert und gleichzeitig unnötige Mengenausweitungen verhindert werden.
Den Vorschlag, dass Patienten, die den Arzt direkt bezahlen, weniger Zuzahlungen leisten müssen, lehnen wir ab. Das ist mal wieder der Versuch, das bewährte Sachleistungsprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung auszuhöhlen und den Versicherten mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.“
Quelle: Pressemitteilung vom 13.7.2009 - GKV-Spitzenverband Bund
Pressemitteilung
https://www.gkv-spitzenverband.de/uploa ... V_7722.pdf
Heute hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gefordert, dass die von ihr selbst entwickelte und in wesentlichen Teilen erst zum Jahresanfang in Kraft getretene Honorarreform durch eine neue Honorarreform abgelöst werden soll. Seit über einem Jahr reden die Ärztevertreter kaum noch über die medizinische Versorgung, sondern stets über ihre eigene Honorarversorgung. Und dies, obwohl die Ärzte in Zeiten einer historischen Wirtschaftskrise im Bundesdurchschnitt einen zehnprozentigen Honoraraufschlag bekommen haben und schon bisher über ein Brutto-Durchschnittseinkommen von rund 120.000 Euro verfügen.
Zu den heute bekannt gewordenen Forderungen erklärt die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer:
„Wir würden es begrüßen, wenn sich die Bezahlung der Ärzte mehr an der Qualität ihrer Arbeit orientieren würde. Aber wer Gutes besser bezahlt haben möchte, muss dann auch akzeptieren, dass Schlechtes schlechter bezahlt wird. Die Kriterien dafür müssen gemeinsam entwickelt werden.
In der Financial Times Deutschland hat der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler, gesagt, dass die Pauschalvergütung dazu führe, dass die Ärzte ihre Leistungen für die Patienten einschränkten. Damit wird den Ärzten ein denkbar schlechtes Zeugnis ausgestellt. Notwendig ist der richtige Mix aus Pauschalen und Einzelleistungsvergütung. Nur so können bestimmte Leistungen gefördert und gleichzeitig unnötige Mengenausweitungen verhindert werden.
Den Vorschlag, dass Patienten, die den Arzt direkt bezahlen, weniger Zuzahlungen leisten müssen, lehnen wir ab. Das ist mal wieder der Versuch, das bewährte Sachleistungsprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung auszuhöhlen und den Versicherten mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.“
Quelle: Pressemitteilung vom 13.7.2009 - GKV-Spitzenverband Bund
Pressemitteilung
https://www.gkv-spitzenverband.de/uploa ... V_7722.pdf
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Hildegard Kaiser
- Full Member
- Beiträge: 168
- Registriert: 14.11.2005, 08:17
Ambulante Versorgung durch Hausärzte sicher stellen
Die häusliche Versorgung ist aus vielerlei Gründen "notleidend". Hausärzte verlieren ihre Patienten an Medizinische Versorgungszentren, geben auf. Patienten haben keine Anlaufstelle mehr vor Ort, müssen schon jetzt weite Strecken zurücklegen. Facharztzentren werden gefördert, ebenfalls zu Lasten der Hausärzte.
Andererseits werden die Patienten immer früher entlassen, blutig und unversorgt:
viewtopic.php?t=12283
Insoweit müssen die Ärzte eine gute Versorgung sicherstellen. Der Ruf nach mehr Geld kann nicht überzeugen. Das Geld und die Anlaufstellen für Patienten müssen richtig verplant werden. Patienten dürfen von jedem Arzt gute Qualität erwarten.
Siehe auch die Beiträge unter
Betrug im Gesundheitssystem - Offener Brief an die Ärzte
viewtopic.php?t=12326
Hilde
Andererseits werden die Patienten immer früher entlassen, blutig und unversorgt:
viewtopic.php?t=12283
Insoweit müssen die Ärzte eine gute Versorgung sicherstellen. Der Ruf nach mehr Geld kann nicht überzeugen. Das Geld und die Anlaufstellen für Patienten müssen richtig verplant werden. Patienten dürfen von jedem Arzt gute Qualität erwarten.
Siehe auch die Beiträge unter
Betrug im Gesundheitssystem - Offener Brief an die Ärzte
viewtopic.php?t=12326
Hilde
Mehr Pflegekräfte = bessere Pflege!
Ärzte fordern schon wieder eine Honorarreform
Ärzte fordern schon wieder eine Honorarreform
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung will, dass jede Leistung wie bisher einzeln bezahlt wird. Eine pauschale Vergütung motiviere die Mediziner nicht genügend.
http://www.welt.de/wirtschaft/article41 ... eform.html
Quelle: Die Welt
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung will, dass jede Leistung wie bisher einzeln bezahlt wird. Eine pauschale Vergütung motiviere die Mediziner nicht genügend.
http://www.welt.de/wirtschaft/article41 ... eform.html
Quelle: Die Welt