Übergewicht - Falsche Ernährung - Kindergesundheit …

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WernerSchell
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Sport verbessert Konzentration und Lebensqualität – Studie belegt positive Wirkung körperlicher Fitness bei Kindern

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Sport verbessert Konzentration und Lebensqualität – Studie belegt positive Wirkung körperlicher Fitness bei Kindern

Körperlich fitte Grundschulkinder fühlen sich besser und können sich besser konzentrieren. Sie schaffen eher den Sprung aufs Gymnasium als Kinder, die sportlich weniger leistungsfähig sind. Erstmals belegt dies eine Studie der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften an der Technischen Universität München (TUM).

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Körperlich fitte Grundschulkinder können sich besser konzentrieren.
Dies belegt eine große Studie eines Team der Fakultät für Sport-
und Gesundheitswissenschaften der TU München an Schulen
im Berchtesgadener Land.


Regelmäßige Bewegung hält Kinder gesund und macht sie fit für die Schule. Die Vorteile von Sport sind in zahlreichen Studien belegt. Neu ist der Nachweis des Zusammenhangs von körperlicher Fitness, Konzentration und gesundheitsbezogener Lebensqualität von Grundschulkindern, den ein Forschungsteam der TU München jetzt erbracht hat.

An der Studie beteiligten sich 3285 Mädchen und 3248 Jungen aus dem Berchtesgadener Land. Die Schlüsselkriterien, körperliche Kraft und Ausdauer, Konzentrationsfähigkeit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität wurden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nach international standardisierten Testverfahren bestimmt.

Es ist wichtig, Kinder frühzeitig motorisch zu fördern

Die Studienergebnisse zeigen: Je besser die Fitness der Kinder ist, umso besser können sie sich konzentrieren und umso höher ist auch ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität. Dabei schnitten die Jungen bei den Fitnesstests besser ab, während die Mädchen bei den Konzentrations- und Lebensqualitätswerten überlegen waren.

Gleichzeitig erreichten übergewichtige und fettleibige Kinder bei allen Tests für die körperliche Fitness signifikant schlechtere Ergebnisse als unter- oder normalgewichtige Kinder. Insbesondere bei den adipösen Kindern waren auch die Werte für die gesundheitsbezogene Lebensqualität insgesamt, körperliches Wohlbefinden, Selbstwertgefühl sowie das Wohlbefinden in Freundschaften und Schule deutlich vermindert.

Sport fördert Sprung aufs Gymnasium

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: „Grundschulkinder mit einer guten körperlichen Fitness und Konzentrationsfähigkeit schaffen eher den Sprung auf das Gymnasium“, sagt Prof. Renate Oberhoffer-Fritz, Inhaberin des Lehrstuhls für Präventive Pädiatrie und Dekanin der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften.

„Umso wichtiger ist es, Kinder frühzeitig motorisch zu fördern, weil sich damit auch die Entwicklung der geistigen Fitness positiv beeinflussen lässt“, sagt Prof. Oberhoffer-Fritz. Um hierfür flächendeckend ein geeignetes Angebot zu schaffen, sei ein Zusammenwirken von Eltern, Schulen, Gemeinden und Sportvereinen wichtig.

Dr. Thorsten Schulz, Leiter des Studienteams an der TUM ergänzt: „Die Studienergebnisse waren für das Landratsamt Berchtesgadener Land unter anderem auch ein Anlass, seit 2019 allen Erstklässlerinnen und Erstklässlern der Region ein Jahr Mitgliedschaft in einem Sportverein zu schenken. Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie verschiedene Akteure zusammenarbeiten und Kinder zum Sport motivieren und verhelfen können.“

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Die Daten wurden auf Basis international anerkannter und standardisierter, altersgerechter Tests erhoben. So wurden körperliche Kraft und Ausdauer nach den Kriterien der FitnessGram-Leitlinien gemessen, die Konzentrationsfähigkeit wurde mit dem d2-R Test bestimmt und die gesundheitsbezogene Lebensqualität (health related quality of life, HRQOL) anhand des KINDL Fragebogens.

Die Studie wurde in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Deklaration von Helsinki durchgeführt und von der örtlichen Ethikkommission genehmigt.

In einer weiteren Studie untersuchte das Forschungsteam auch ältere Kinder und Jugendliche auf weiterführenden Schulen. Für diese Daten ist eine weitere wissenschaftliche Veröffentlichung geplant.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Thorsten Schulz
Technische Universität München
Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie (Prof. Dr. Oberhoffer-Fritz)
Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften
Georg-Brauchle-Ring 60/62, 80992 München
Tel.: +49 89 289 24574 – E-Mail: thorsten.schulz@tum.de

Originalpublikation:
K. Köble, T. Postler, R. Oberhoffer-Fritz, T. Schulz
Better Cardiopulmonary Fitness Is Associated with Improved Concentration Level and Health-Related Quality of Life in Primary School Children
J. Clin. Med., 2022, 11, 1326 – DOI: 10.3390/jcm11051326

Weitere Informationen:
https://doi.org/10.3390/jcm11051326 Originalpublikation
https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pr ... ails/37318 Presseinformation auf der Website der TUM
https://www.sg.tum.de/praeventive-paediatrie/ Website des Lehrstuhls für Präventive Pädiatrie

Quelle: Pressemitteilung vom 05.04.2022
Dr. Andreas Battenberg Corporate Communications Center
Technische Universität München
https://idw-online.de/de/news791426
WernerSchell
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Langsamer Altern durch weniger Essen

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RTL News - 05.11.2021

Expertin schätzt ein
Langsamer Altern durch weniger Essen - kann das wirklich sein?
Ernährung beeinflusst Lebenserwartung


mehr-bewegen-weniger-essen Bilder.png
mehr-bewegen-weniger-essen Bilder.png (356.26 KiB) 140 mal betrachtet

Von RTL-Ernährungsexpertin Nora Rieder

Unsere Ernährung hat nicht nur maßgeblichen Einfluss auf unser Gewicht und unsere Gesundheit. Das, was wir essen, beeinflusst auch unsere Lebenserwartung. Das zumindest behauptet Biologe Sebastian Grönke. Doch was steckt dahinter?

Länger leben durch verringerte Nahrungsmittelzufuhr
Laut Grönke kommt es nicht nur auf die Lebensmittelauswahl, sondern auch auf die -menge an, die wir täglich verzehren. Grönke beschreibt Altern gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) als einen "Nebeneffekt der Stoffwechselvorgänge, die in unserem Körper ablaufen".
Den effektivsten Weg, das Leben zu verlängern, sieht der Biologe in der Ernährungseinschränkung. "Wenn Tiere 40 Prozent weniger Nahrung bekommen als die Kontrollgruppe, kann man die Lebenszeit um 30 bis 40 Prozent verlängern. Die Tiere leben länger und sind im Alter gesünder – und darum geht es ja eigentlich", fasst er das Ergebnis verschiedener Tierversuche zusammen. Aber lassen sich die Ergebnisse tatsächlich auf den Menschen übertragen?

… (weiter lesen unter) … > https://www.rtl.de/cms/langsamer-altern ... 58589.html


Siehe auch unter
> https://www.youtube.com/watch?v=xeDeMits3nA
> https://www.zentrum-der-gesundheit.de/n ... und-100023
> https://www.deutschlandfunk.de/weniger- ... t-100.html
> https://science.orf.at/v2/stories/29027 ... verringert.
> https://www.zdf.de/gesellschaft/volle-k ... d-100.html
WernerSchell
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Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in NRW war 2021 übergewichtig

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LANDESBETRIEB IT.NRW
STATISTIK UND IT-DIENSTLEISTUNGEN

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Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in NRW war 2021 übergewichtig

6 704 Personen aus Nordrhein Westfalen wurden 2020 aufgrund von Adipositas stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren mehr als dreimal so viele wie im Jahr 2010.

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Düsseldorf (IT.NRW). Mehr als die Hälfte (53,4 Prozent) der Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen (ab 18 Jahren) war im Jahr 2021 gemessen am Body-Mass-Index (BMI) übergewichtig. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Europäischen Adipositas-Tages (21. Mai 2022) mitteilt, war jede/r fünfte von ihnen (17,6 Prozent) adipös; 35,8 Prozent der Erwachsenen waren präadipös. Laut Einstufung der Weltgesundheitsorganisation gelten erwachsene Frauen und Männer ab einem BMI von 25 als übergewichtig. Unterschieden wird beim Übergewicht zwischen Präadipositas (BMI von 25 bis unter 30) und Adipositas (BMI ab 30).

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Mit 60,6 Prozent entfiel der höchste Anteil übergewichtiger Personen auf die 45- bis 64-Jährigen. Gut ein Fünftel (21,7 Prozent) der Menschen in dieser Altersgruppe war adipös und knapp zwei Fünftel (38,9 Prozent) waren präadipös. Bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 29 Jahren war der Anteil der Übergewichtigen mit 34,8 Prozent am niedrigsten; 9,0 Prozent von ihnen hatten einen BMI von mindestens 30 (Adipositas) und bei gut einem Viertel (25,8 Prozent) lag der BMI bei 25 bis unter 30 (Präadipositas).

Im Jahr 2020 wurden 6 704 Patientinnen und Patienten aus Nordrhein-Westfalen aufgrund von Adipositas stationär in Krankenhäusern behandelt; das waren 4,6 Prozent weniger als 2019 (damals: 7 029 Fälle). Die Zahl aller in den NRW-Krankenhäusern stationär Behandelten (4,1 Millionen) ging gegenüber 2019 um 13,6 Prozent zurück. Die Zahl der Behandlungsfälle in Krankenhäusern aufgrund von Adipositas war 2020 fast dreimal so hoch wie zehn Jahre zuvor (2010: 2 205 Fälle).

Knapp 70 Prozent der im Jahr 2020 wegen Adipositas stationär behandelten Personen waren Frauen. Der Rückgang der stationären Behandlungen von Frauen war gegenüber 2019 mit 5,1 Prozent stärker als der bei den Männern (−3,4 Prozent). Die wegen Adipositas in Krankenhäusern Behandelten waren größtenteils mittleren Alters: 71,0 Prozent waren 30 bis 59 Jahre alt.


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Im Jahr 2020 wurden in nordrhein-westfälischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen (ab 100 Betten) 2 239 Personen mit der Diagnose Adipositas behandelt; das war ein Drittel (33,5 Prozent) weniger als 2019 (3 366 Personen). Insgesamt gab es in diesen Einrichtungen mit 179 036 Patientinnen und Patienten 15,9 Prozent weniger Behandlungsfälle als 2019. Im Vergleich zu 2010 sank die Fallzahl der Adipositas-Behandlungen in Reha–Einrichtungen um 44,3 Prozent (damals: 4 017 Personen). Im Jahr 2020 wurden etwa gleich viele Männer (51,1 Prozent) und Frauen (48,9 Prozent) aufgrund von Adipositas in diesen Einrichtungen behandelt. Knapp 30 Prozent dieser Patientinnen und Patienten waren jünger als 15 Jahre.

Der hier zur Definition von Übergewicht herangezogene Body-Mass- Index (BMI) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße (Gewicht dividiert durch Größe zum Quadrat). Die vorgestellten Ergebnisse zu Personen mit Übergewicht basieren auf einer Unterstichprobe des Mikrozensus. Sie beruhen auf freiwilligen Selbstauskünften volljähriger Personen in privaten Haushalten.

Der Mikrozensus wurde 2020 methodisch neu gestaltet. Die Ergebnisse für die Jahre 2020 und 2021 sind deshalb nur eingeschränkt mit denen aus den Vorjahren vergleichbar. Mit der methodischen Umstellung wird auch ein neues Verfahren für die Erstellung regional tief gegliederter Ergebnisse erstellt. Dieses Vorhaben wird mit den Daten für das Jahr 2021 umgesetzt, sodass zurzeit keine Auswertungen zum BMI in den Kreisen und kreisfreien Städten erfolgen können. Weitere Informationen zu den methodischen Änderungen und den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf den Mikrozensus 2020 und 2021 finden Sie unter: https://www.it.nrw/mikrozensus.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten in Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

Quelle: Pressemitteilung (203 / 22) Düsseldorf, den 18. Mai 2022
> https://www.it.nrw/mehr-als-die-haelfte ... tig-107592


file type icon Bevölkerung in NRW 2021 in Privathaushalten ab 18 Jahren nach Alter, Geschlecht und Body-Mass-Index >>> https://www.it.nrw/sites/default/files/ ... 203_22.pdf
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Gewichtszunahme bei Kindern in bisher nie gesehenem Ausmaß

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foodwatch zu Übergewicht bei Kindern im Zuge der Corona-Krise


Berlin, 31. Mai 2022. Zur heute vorgestellten repräsentativen Umfrage zu den Folgen der Corona-Pandemie auf die Kindergesundheit erklärt Saskia Reinbeck von der Verbraucherorganisation foodwatch:
"Übergewicht und Adipositas sind bei Kindern ein riesiges Problem - Corona hat die Situation noch einmal deutlich verschärft. Die Bundesregierung kann es sich nicht länger leisten, diese massive Gesundheitskrise weiter auszusitzen. Jedes weitere Jahr, das Ernährungsminister Cem Özdemir verstreichen lässt, steht für weitere tausende Kinder, die mit Übergewicht und späteren Folgeerkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu kämpfen haben. Die Junkfood-Industrie nutzt die Untätigkeit der Politik schamlos aus und macht Kindern mit ihren Marketingtricks Lust auf Süßes und Fettiges. Ernährungsminister Özdemir darf die Profitinteressen der Industrie nicht über die Kindergesundheit stellen: Noch in diesem Jahr brauchen wir ein starkes Gesetz, das Kinder und Jugendliche vor gesundheitsschädlicher Junkfood-Werbung schützt."
Hintergrund:
Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf die Kindergesundheit: Jedes sechste Kind in Deutschland ist seit Beginn der Corona-Pandemie dicker geworden, fast die Hälfte bewegt sich weniger als zuvor, etwa ein Viertel isst mehr Süßwaren - das zeigt eine repräsentative Eltern-Umfrage, die die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) und das Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin (EKFZ) an der TU München heute vorgestellt haben.
Pressemitteilung der Deutschen Adipositas Gesellschaft mit den Ergebnissen der Forsa-Umfrage: https://adipositas-gesellschaft.de/fors ... -geworden/

Quelle. Pressemitteilung vom 31.05.2022
Pressekontakt:
foodwatch e.V.
Sarah Häuser
E-Mail: presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)174 375 16 89


+++
Dazu berichtet die Ärzte Zeitung am 31.05.2022:
Übergewicht und Adipositas
Oberärztin: „Gewichtszunahme bei Kindern in bisher nie gesehenem Ausmaß“

Einer repräsentativen Umfrage unter Eltern zufolge ist jedes sechste Kind in Deutschland während der Pandemie dicker geworden. Ärzte warnen vor einer Welle von Folgekrankheiten. .... > https://nlcontent.aerztezeitung.de/redi ... DAA3A11DC4
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Ernährungswissen für die Praxis & für Sport und Bewegung begeistern

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IN FORM-Projekte der DGE auf der didacta
Ernährungswissen für die Praxis & für Sport und Bewegung begeistern
Jeder Schritt zählt … IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung präsentiert sich live auf der didacta 2022 in Köln vom 07.-11. Juni 2022 (Halle 7, Stand B10) #ichbininform.

Gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen aus den Bereichen Verpflegung, Ernährungsbildung und Bewegung in Kita und Schule bietet IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, den Besucher*innen der didacta 2022 in Köln die Möglichkeit, am IN FORM Messestand (Halle 7 Stand B10) in den Dialog zu treten. Es werden zahlreiche Vertreter*innen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) vor Ort sein.
Nicht nur das Elternhaus, sondern auch Kindertagespflege, Kita und Schule prägen die Ess-Biografien junger Menschen. Das Essverhalten, auch im späteren Leben, wird davon beeinflusst, was Kinder zu essen „gelernt“ haben und was sie über die Herkunft der Lebensmittel, ihre Zubereitung und unsere Esskultur wissen.
Das Team von FIT KID sowie Schule + Essen = Note 1 steht täglich mit Informationen rund um den DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas bzw. Schulen am Stand Rede und Antwort. Jeden Tag gibt es einen Expert*innen-Interview dazu. Zusätzlich wollen wir ihnen mit unseren Mini-Workshops am Dienstag- und Freitag-Nachmittag den Start zu einer ausgewogenen und nachhaltigen Verpflegung in ihrer Einrichtung erleichtern. Denn jeder Schritt zählt.
Diese Workshops werden abgerundet durch viele Tipps aus der Praxis und natürlich kommt auch der Genuss nicht zu kurz: BIO-Spitzenkoch Bernd Trum bereitet für die Besucher*innen verschiedenste Probierhäppchen zu. Hierbei stehen vegetarische Gerichte im Mittelpunkt, die einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in den Küchen leisten können. Die Rezepte gibt es wie gewohnt zum Mitnehmen und Nachkochen. Die Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass besonders Kinder zur Prägung ihrer Sinne eine Auswahl an Lebensmitteln, die eine Vielfalt in Geschmack sowie in Geruch, Konsistenz, Aussehen und Hörerlebnissen bieten, benötigen. Unsere Rezeptdatenbank nimmt dies in den Fokus. Hier gibt es erste Einblicke in die umfangreiche Rezept-Welt (2) der DGE.
So besteht die Möglichkeit nach einzelnen Zutaten zu suchen oder auch ganze Aktionswochen zu planen. Hier wird sichtbar - gesund und lecker geht zusammen, gleichzeitig werden die Nährwerte bei den Rezepten eingehalten. Sprich die gesunde Wahl wird somit zur einfachen und es zeigt sich, die Umsetzung einer nachhaltigen und pflanzenbetonten Verpflegung, ist grundsätzlich machbar. Die Träger von Kitas und Schulen haben täglich die Aufgabe, für Kinder und Jugendliche eine schmackhafte, bedarfsgerechte und nachhaltige Verpflegung zu organisieren. Neben gesundheitsförderlichen Mahlzeiten spielt auch das Wissen über gesunde Ernährung eine große Rolle. Der Nationale Aktionsplan IN FORM unterstützt Verantwortliche für die Verpflegung, Lehrkräfte sowie Erzieher*innen mit vielfältigen Impulsen. Themen am IN FORM Messestand sind unter anderem, wie sich eine gute Ess-Beziehung mit Kindern gestalten lässt und wie die Qualität des Verpflegungsangebotes weiter verbessert werden kann. Ergänzt wird das Angebot durch vielfältige Angebote im Bereich der Bewegungsförderung.
Buntes Programm auf dem IN FORM Stand
Abgerundet wird das IN FORM Messeprogramm an allen Tagen durch kurze Gesprächsrunden mit vielen Expert*innen für Ernährung und Bewegung, geführt von dem Moderator Sebastian Messerschmidt.
Dienstag, 7. Juni: Thementag Bewegungsförderung
Am Thementag Bewegungsförderung informiert u.a. die Deutsche Sportjugend (djs) über Möglichkeiten, Bewegung in Schule und Kita zu bringen. Darüber hinaus werden ausgezeichnete „Wir sind IN FORM“-Projekte, wie z. B. der „Multisuperzirkel“ und das „Fitness-Studio Turnhalle“, am Stand ihre Angebote vorstellen. Auch der Workshop „Schritt für Schritt zur optimalen Verpflegung“ liefert wichtige Praxistipps.
Mittwoch, 8. Juni: Thementag Ernährungsbildung
Am Mittwoch steht das Thema Ernährungsbildung im Vordergrund. Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE), und Expertinnen für die BZfE-Bildungsmedien werden am IN FORM Messestand sein.
Donnerstag, 9. Juni: Thementag Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung
Besucher*innen haben unter anderem die Möglichkeit, Vorträge des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) zu verfolgen.
Freitag, 10. Juni: Thementag Gemeinschaftsverpflegung
Zum Thema Gemeinschaftsverpflegung präsentiert die Vernetzungsstelle Thüringen den „Speiseplan-Check“ und das NQZ berichtet über die Aktivitäten für den Bereich Schule. Am Nachmittag wird Dr. Kiran Virmani, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), ein Interview geben. Im Anschluss liefert der Workshop „Schritt für Schritt zur optimalen Verpflegung“ wichtige Praxistipps. Das Team von FIT KID & Schule + Essen = Note 1 in der Gemeinschaftsverpflegung versteht sich hier als Partner der Akteur*innen und unterstützt mit Materialien, Beratung sowie Schulungen. Gleichzeitig arbeitet die DGE eng mit den Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung zusammen, die ebenfalls den DGE-Qualitätsstandard für ihr breites Angebot nutzen.
Samstag, 11. Juni: Thementag Bewegungsförderung
An diesem Tag geht es vor allem um spielerische und praxisnahe Ansätze der Umsetzung - Interessierte haben die Möglichkeit, den Kindersprint-Parkour des ausgezeichneten „Wir sind IN FORM“-Projektes des expika e.V. auszuprobieren.
URL: https://www.dge.de/nachrichten/detail/i ... r-didacta/
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Quelle: Pressemitteilung vom 02.06.2022
Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Telefon: 0228 3776-600
Telefax: 0228 3776-800
Geschäftsführerin: Dr. Kiran Virmani
Sitz der Gesellschaft: Bonn
Eingetragen im Vereinsregister Bonn unter Nr. VR 008114
UStIdNr: DE 114234841
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Ernährung ist die wichtigste Medizin des Menschen. Wir sollten deshalb schnellstens lernen, sie richtig anzuwenden

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»Ernährung ist die wichtigste Medizin des Menschen. Wir sollten deshalb schnellstens lernen, sie richtig anzuwenden.«
Tim Spector
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Ernährungskompetenz junger Familien stärken: Neue E-Learning-Module für Akteure in den Frühen Hilfen

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Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vom 15.06.2022:

Ernährungskompetenz junger Familien stärken: BMFSFJ und BMEL vereinbaren Zusammenarbeit
Neue E-Learning-Module für Akteure in den Frühen Hilfen


Gesunde Ernährung ist bereits in der frühen Kindheit wichtig. Junge Familien in belasteten Lebenslagen in gesundem Essverhalten zu unterstützen, ist das Ziel einer Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Zentrale Maßnahmen sind die Entwicklung und Verbreitung neuer zielgruppenspezifischer E-Learning-Module für die Lernplattform „Frühe Hilfen“ des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH). Das NZFH in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kooperiert dabei mit den Referaten Netzwerk Gesund ins Leben und Ernährungsbildung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zunächst bis Ende 2023.

Durch qualitätsgesicherte Angebote zur Ernährungsbildung und zum Zusammenspiel von Ernährung und Eltern-Kind-Bindung werden Fachkräfte in den Frühen Hilfen in die Lage versetzt, belasteten Familien wichtige Kompetenzen für ihren Ernährungsalltag zu vermitteln. Das E-Learning-Angebot wird aus einem Basismodul zur Ernährungskompetenz und einem Spezialmodul zur Ernährung von Säuglingen bestehen. Ergänzend werden Präsenzveranstaltungen angeboten.

Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): „Es ist wichtig, dass Kinder von klein auf lernen, gesund zu essen, denn einmal eingeübtes Verhalten zu ändern, fällt später immer schwer. Wir wollen daher Ernährungskompetenz dort vermitteln, wo sie besonders wirksam sein kann: in der Beratung und Unterstützung junger Familien mit kleinen Kindern.“
Dr. Manuela Rottmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): „Eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung ist wichtig für den Start in ein gesundes Leben. Mit den neuen Fortbildungsangeboten und Medien investieren wir in die Ernährungsbildung der Fachkräfte und stärken damit auch die Ernährungskompetenz junger Familien. Im Fokus stehen dabei vor allem sozial benachteiligte Familien und ihre Bedürfnisse.“

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): „Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein einer gesunden Kindheit und zentral für die weitere körperliche Entwicklung. Die neuen E-Learning-Module zur Ernährung ergänzen die Lernplattform des NZFH um diesen Bereich. Dadurch erweitern wir die Angebote zur Online-Qualifizierung von Fachkräften und Freiwilligen in den Frühen Hilfen, unterstützen Fortbildungen und geben neue didaktische Impulse.“
Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): „Mit unseren Aktivitäten wollen wir besonders die Familien erreichen, die bezogen auf die Ernährungskompetenz den größten Unterstützungsbedarf haben. Dafür ist die neue Kooperation wegweisend. Über unser Netzwerk, das aus Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Institutionen besteht, werden wir die Fortbildungsangebote in die Breite tragen.“

Mit der neuen Kooperation wird Fachwissen zum Wohl junger Familien gebündelt: Die BLE bringt fachliche Kompetenz zur Ernährungsbildung sowie ein breites Akteursnetzwerk ein und das NZFH seine Strukturen mit etablierten Zugangswegen zur Zielgruppe der jungen Familien. Gefördert wird die Kooperation durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ der Bundesregierung durch die Bundesstiftung Frühe Hilfen.

Weiterführende Informationen unter:
www.fruehehilfen.de
www.gesund-ins-leben.de
www.elternsein.info
________________________________________
Kontakt:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
K1 - Presse und Öffentlichkeitsarbeit, übergreifende Kommunikation
Maarweg 149-161
50825 Köln
pressestelle@bzga.de
https://www.bzga.de
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