Unterernährt und verwahrlost - das Skandalheim vom Schliersee

Pflegespezifische Themen; z.B. Delegation, Pflegedokumentation, Pflegefehler und Haftung, Berufsrecht der Pflegeberufe
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WernerSchell
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Unterernährt und verwahrlost - das Skandalheim vom Schliersee

Beitrag von WernerSchell »

Unterernährt und verwahrlost - das Skandalheim vom Schliersee
Die Story | Kontrovers | BR24 - Beitrag vom 24.03.2021 > https://www.youtube.com/watch?v=X7_vCMOs2zY

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Quelle: https://www.sueddeutsche.de/bayern/schl ... -1.5245054

Gefahr für Leib und Leben, das steht in einer anonymen Mail, mit der diese Recherche beginnt. In der Seniorenresidenz Schliersee sind Bewohner offenbar über Jahre vernachlässigt worden. Die Vorwürfe: nicht versorgte Wunden, Unterernährung, falsche Medikamente. Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt wegen Körperverletzungsdelikten bei 88 Bewohnern und prüft 17 Todesfälle. Senioren könnten verhungert sein. Im vergangenen Sommer stirbt eine Frau nach dem Angriff eines dementen Mannes. Fast ein Jahr haben BR-Reporterinnen recherchiert und gehen in der Story der Frage nach, wie sich in einem einzigen Altenpflegeheim so viele Probleme und ungeklärte Fragen anhäufen können. Eine Recherche, die bald über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus führen wird. Autorinnen: Claudia Gürkov, Christiane Hawranek, Melanie Marks

Es folgen u.a. Informationen zu der Recherche rund um das "Horrorheim".


Weitere Berichte unter



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Quelle: BAYERN & REGION - 31.03.2021 Bayern@Merkur.de


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Quelle: Frankenpost vom 26.03.2021

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Die Zeitschrift "Rechtsdepesche" hat das Thema am 08.04.2021 ebenfalls aufgegriffen und wie folgt berichtet:

Skandalfall
Ein Horrorheim mit Alpenblick

Schimmel, Schmutz, Verwahrlosung, Bewohner und Bewohnerinnen am Rande des Verhungerns: In einer Seniorenresidenz am bayerischen Schliersee soll es über Jahre unfassbare Zustände gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in 88 Fällen wegen Körperverletzung und untersucht 17 Todesfälle. Endgültig ans Licht kam der Skandal durch einen Corona-Ausbruch, doch schon Jahre zuvor stand das Heim im Gerede.
BERND SCHÖNECK
Die Objektbeschreibung des Seniorenhauses, in dem sich furchtbarste Dinge ereignet haben sollen, liest sich glatt wie aus einem Reisekatalog. „Eingebettet in die grünen Hügel Oberbayerns und mit einem großen Park von Bedeutung ausgestattet, bietet das RSA von Schliersee 142 Betten, verteilt auf Einzel- und Doppelzimmer, alle mit TV und eigenem Bad ausgestattet“, heißt es im Portrait-Text des Heimträgers, der auf mehreren Pflegeplatz-Portalen zu lesen ist.
Von einem „hervorragenden Niveau des Gesundheitswesens“ in der Einrichtung ist in der Eigenbeschreibung die Rede. Das Essen: à la carte und vier Mahlzeiten, mit Kaffee und Kuchen, auf Wunsch auch vegetarisch oder Schonkost. Und auch das Drumherum könne sich sehen lassen: „Der große Park, der zum Bauwerk gehört, und der 500 Meter entfernte See bieten Gästen eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Erholung.“ Auch der bayerische Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) schien noch im Juni 2019 bei seiner routinemäßigen Prüfung regelrecht angetan. Er vergab die Gesamtnote 1,2 ans Heim; in den beiden Kategorien „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung“ sowie „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene“ sogar die Bestnote 1,0.
88 Verdachtsfälle auf Körperverletzung – 17 Todesfälle werden nachträglich überprüft
... (weiter lesen unter) ... > https://www.rechtsdepesche.de/ein-horro ... JH0BvirjO0
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