Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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 Betreff des Beitrags: Aufstand in der Pflegebranche
BeitragVerfasst: 20.08.2011, 07:41 
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Aufstand in der Pflegebranche

So lautet der Titel eines Beitrages der Neuss-Grevenbroicher Zeitung (Rheinische Post) vom 20.08.2011. Verfasserin: Eva Quadbeck. Er ist nachlesbar auf der Titelseite der Zeitung und wird durch einen Kommentar von Frau Quadbeck auf Seite 2 ergänzt.

Der Beitrag, der auf einem Interview mit Andreas Westerfellhaus, dem Vorsitzendes des Deutschen Pflegerates basiert, beschreibt wichtige Handlungsnotwendigen im Zusammenhang mit der anstehenden Pflegereform. Da ist eindrucksvoll zu lesen:

"Das Pflegepersonal plant bundesweite Proteste. Es will in der kommenden Woche für bessere Bezahlung und eine menschenwürdige Pflege auf die Straße gehen. .... Die Alten- und Krankenpflegekräfte warnen vor einer weiteren Verschlechterung bei der Versorgung Pflegebedürftiger."

Der vollständige Zeitungsbericht ist nachlesbar unter folgender Adresse:
http://nachrichten.rp-online.de/titelse ... -1.1591296

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wirbt seit Jahren dafür, dass die Pflegekräfte kämpferischer für die Belange einer guten Pflege antreten. Wenn sie nunmehr insoweit aktiv werden, haben sie jede Unterstützung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk, eine bundesweit tätige Interessenvertretung für pflegebedürftige Menschen.

Werner Schell

Siehe auch:
Pflegekräfte pfleglich behandeln
viewtopic.php?t=15918

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BeitragVerfasst: 22.08.2011, 12:29 
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände“


Pressemitteilung vom 22.08.2011

Pflegebedürftige Menschen erwarten eine gute Pflege
Um gute Pflege zu gewährleisten, müssen die Pflege-Rahmbedingungen deutlich verbessert werden


„Die Alten- und Krankenpflegekräfte warnen vor einer weiteren Verschlechterung bei der Versorgung Pflegebedürftiger.“ Die Pflegebranche plant daher nach einem Bericht der Rheinischen Post vom 20.08.2011 bundesweite Protestaktionen. Nach der Ankündigung des Vorsitzenden des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, sind in allernächster Zeit bundesweite Protestaktionen vorgesehen. Westerfellhaus kündigte für die Pflegebranche laut Rheinischer Post an: „Unser Ton wird jetzt militant.“ – Ein überfälliger Aufstand!

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk begrüßt als Interessenvertretung für pflegebedürftige Menschen die Erklärungen und angekündigten Proteste des Deutschen Pflegerates und bietet jedwede Unterstützung an. Dies ist u.a. im Rahmen der bevorstehenden Neusser Pflegetreffs am 13.09.2011 mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung und am 10.11.2011 mit der Gesundheits- und Pflegeministerin von Nordrhein-Westfalen möglich.

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat erst am 05.07.2011 in einer dem Deutschen Bundestag bzw. den Abgeordneten bereits vorliegenden umfangreichen Stellungnahme u.a. ausgeführt, dass einer der wesentlichen Reformansätze die Behebung des Pflegenotstandes in den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sein müsse. Ohne einen diesbezüglichen den personellen Bereich betreffenden Reformschritt, tunlichst gestützt durch bundeseinheitliche Personalbemessungssysteme, kann eine in die Zukunft weisende Pflegereform nicht gelingen.

Dann muss es folgerichtig zu Ausbildungs- und Einstellungsoffensiven kommen, damit für die steigende Zahl hilfe- und pflegebedürftiger Menschen die überfällige persönliche Zuwendung organisiert werden kann. In diesem Zusammenhang müssen auch die Vergütungen der Pflegekräfte eine deutliche Anhebung erfahren und Verbesserungen der beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten geschaffen werden. Aufrufe der Arbeitgeberseite, mehr Pflegekräfte aus dem osteuropäischen Raum anzuwerben, neuerdings sogar aus China und Indien, sind aus vielerlei Gründen entbehrlich.

Dass eine Pflegereform an „Haupt und Gliedern“ mit mehr Pflegequalität finanzielle Konsequenzen haben muss, ist allseits bekannt. Zur Aufbringung höherer Beiträge für eine wirklich menschenwürdige Pflege sind die BürgerInnen in Mehrheit bereit.

Wenn die politisch Verantwortlichen aber nicht bereit sein sollten, gute Pflege mit höherem Finanzaufwand gesetzgeberisch zu organisieren, müssen sie dies in aller Klarheit sagen. Dann wird es nämlich bei den vielfach beklagten Mängeln in der Versorgung der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen verbleiben. Angesichts der demografischen Entwicklung wird es sogar noch schlimmer kommen. Ob dies von der Bevölkerung dann hingenommen wird, ist mehr als fraglich. Vielleicht gibt es dann über die Pflegebranche hinaus einen Aufstand aller BürgerInnen.

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... pflege.php

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei

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BeitragVerfasst: 28.08.2011, 14:47 
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WernerSchell hat geschrieben:
Pflegebedürftige Menschen erwarten eine gute Pflege
Um gute Pflege zu gewährleisten, müssen die Pflege-Rahmbedingungen deutlich verbessert werden

„Die Alten- und Krankenpflegekräfte warnen vor einer weiteren Verschlechterung bei der Versorgung Pflegebedürftiger.“ Die Pflegebranche plant daher nach einem Bericht der Rheinischen Post vom 20.08.2011 bundesweite Protestaktionen. .... Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk begrüßt als Interessenvertretung für pflegebedürftige Menschen die Erklärungen und angekündigten Proteste des Deutschen Pflegerates und bietet jedwede Unterstützung an.


Hallo,
das sind endlich positive Signale vom Deutschen Pflegerat. Darauf haben die Pflegekräfte an der "Pflegefront" lange gewartet. Wir werden einen "Aufstand" mittragen.
Lb. Grüße
Pflege Cologne

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BeitragVerfasst: 29.08.2011, 08:32 
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KGSH zur Protestaktion der Betriebsräte
Klinikpersonal am Limit - mehr Belastung geht nicht

"Wir sind in großer Sorge um die Zukunft der Kliniken in Schleswig-Holstein", bekundete die Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein e.V. (KGSH), Landespastorin Petra Thobaben, heute vor dem Kieler Landeshaus. Dort hatten sich nach Aufruf der "Kampagne von Arbeitnehmervertretungen aus Krankenhäusern in Schleswig-Holstein" zahlreiche Klinikmitarbeiter eingefunden, um gegen die Gesundheitspolitik der Bundesregierung zu demonstrieren.

"Die Bedingungen für die Krankenhäuser haben sich kontinuierlich verschlechtert. Jedes Jahr haben wir rationalisiert. Jedes Jahr haben wir gespart. Jedes Jahr haben wir uns mehr zugemutet. Wir sind an die Grenzen der Belastung gegangen - viele auch darüber hinaus", konstatierte Thobaben. Das gelte für alle, die im Krankenhaus arbeiten, für Ärztinnen und Ärzte, für Schwestern und Pfleger, für Verwaltungsangestellte und Techniker. Bisher habe das Klinikpersonal alles aufgefangen, zwei Jahrzehnte lang. Inzwischen sei laut Thobaben aber eine Grenze überschritten: "Wir müssen unsere Leistungen einschränken, wenn die Rahmenbedingungen nicht deutlich verbessert werden. Denn das finanzielle Problem der Krankenhäuser läßt sich nicht mehr durch Prozeßoptimierung oder Personalabbau lösen."

Für die marode finanzielle Situation in den Krankenhäusern sah Thobaben vor allem die Bundesregierung in der Verantwortung. Denn mit der von ihr diktierten mageren Budgetsteigerung von gerade einmal 0,9 Prozent im Jahr 2011 und voraussichtlich 1 Prozent im Jahr 2012 ließen sich wohl kaum steigende Tariflöhne finanzieren, wenn zugleich die Inflationsrate bei rund 2,5 Prozent liege und die Sach- und Energiekosten explodierten. Die Krankenhäuser in Schleswig-Holstein seien darüber hinaus zusätzlich von der Bundesregierung bestraft, die zum Jahreswechsel die im Norden lang ersehnte Angleichung der landesunterschiedlichen Fallpauschalen hin zu einem bundeseinheitlichen Preis als Teil der Gesundheitsreform gekippt hatte. Damit würden den Kliniken im Lande dauerhaft jährlich rund 20 Millionen Euro vorenthalten. Das entspreche der Finanzierung von mehr als 400 Pflegestellen. - Als wenn dies allein schon nicht genug wäre, müßten die Krankenhäuser außerdem auch noch Rabatte bei Mehrleistungen gewähren.

Wenn kranken Menschen auch in Zukunft eine gute medizinische und menschenwürdige Versorgung geboten werden solle, brauche die Gesellschaft moderne Kliniken mit modernen medizinischen Geräten und vor allem mit motivierten, leistungsfähigen Mitarbeitern, die nicht mehr bis an die Belastungsgrenze gefordert werden. Thobaben hierzu: "Das alles ist nicht kostenlos zu haben. Medizinische und pflegerische Höchstleistungen, so wie wir sie heute in unseren Krankenhäusern erbringen, kosten Geld."

Daher forderte Thobaben:

Die Einführung eines jährlichen Kostenorientierungswertes, der die bisherige Grundlohnrate ablösen soll.

Die Fortsetzung der Angleichung der Landesbasisfallwerte an einen Bundesbasisfallwert.

Die Aufhebung der gesetzlich vorgeschriebenen Rabattierung bei Mehrleistungen.
Abschließend richtete Thobaben den eindringlichen Appell an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages: "Reden Sie nicht nur darüber, daß etwas für die Krankenhäuser und damit für die Patientinnen und Patienten getan werden muß. Sie haben es in der Hand, wirklich etwas zu bewegen, also tun Sie es auch!"
--------------------------------------------------------------------------------
Quelle: Pressemitteilung vom 29.08.2011
Kontakt Krankenhausgesellschaft
Schleswig-Holstein e.V.
Feldstraße 75 - 24105 Kiel Ulrike Petersen
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BeitragVerfasst: 29.08.2011, 17:26 
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Beiträge: 14177
Informationen:

Interview (vom 29.08.2011) von Presseanzeiger.de mit Werner Schell, Vorstand von Pro – Pflege – Selbsthilfenetzwerk, zur Pflege und den Reformnotwendigkeiten unter:
http://www.presseanzeiger.de/interview/ ... verein.php
Weitere Texte von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk in der Pressemappe unter
http://www.presseanzeiger.de/pressemapp ... tzwerk.php

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BeitragVerfasst: 30.08.2011, 10:56 
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Beiträge: 192
Pflegepersonal am Limit - Aufstand in der Pflegebranche
Das sind grundsätzlich gute Titel, die aufhorchen lassen. Ich bin sehr gespannt, wie es jetzt weiter geht.
Wo und in welcher Form kann man sich am "Aufstand" beteiligen?
Der DPR sollte jetzt konkreter werden!

Rita

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Menschenwürdegarantie bedarf bei der Umsetzung entsprechender Rahmenbedingungen. Insoweit gibt es aber Optimierungsbedarf!


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 Betreff des Beitrags: "Aufstand"
BeitragVerfasst: 31.08.2011, 04:59 
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Beiträge: 1149
Da dürfen wir aber gespannt sein, ob den Statements auch entsprechende "Taten" folgen, frei nach dem Motto: "Pflegekräfte aller Bundesländer vereinigt Euch!", zumal der DPR immer wieder betont, mehr als 1,2 Millionen Beschäftigte zu repräsentieren. Mal schauen, ob es gelingt, die Basis zu mobilisieren und konstruktive Vorschläge in die Debatte einzubringen, die dann auch die Finanzierung skizzieren.

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Wir vertreten nicht immer die herrschende Lehre!


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BeitragVerfasst: 31.08.2011, 06:27 
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Registriert: 13.11.2005, 13:58
Beiträge: 1292
Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet heute, 31.08.2011:

NRW-CDU fordert mehr Ausbildungsplätze für Pflegeberufe

Düsseldorf (hüw). Die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW (stationär und ambulant) steigt bis 2020 von derzeit rund 510 000 auf 650 000 Menschen. Doch schon jetzt drohe ein Mangel an Pflegekräften .... Das Land müsse mehr Krankenpflegeschulen genehmigen ....
Weiter lesen unter:
http://nachrichten.rp-online.de/politik ... -1.1706415

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Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!


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 Betreff des Beitrags: Pflegekräfte braucht das Land
BeitragVerfasst: 31.08.2011, 07:52 
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Registriert: 15.06.2008, 06:36
Beiträge: 91
Mehr Ausbildungsplätze muss es in ganz Deutschland geben, nicht nur in NRW. Es wäre zu wünschen, dass in allen Ländern der Ruf nach mehr Pflegekräften lauter würde. Die Diskussion über "Fachkräfte aus dem Ausland" brauchen wir nicht. Wir haben in Deutschland genügend junge Leute, aber auch ältere Menschen, die für die Pflege geeignet sind. Wir müssen nur die Voraussetzungen für Ausbildung und Einstellung schaffen.

Grüß Gott
Bajuware

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Die Rahmenbedingungen des Pflegesystems stimmen nicht (mehr)! Dies gilt es zu beklagen. Pflegebedürftige und Pflegepersonal leiden unter dem System. - Verantwortungsträger sind gefordert!


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BeitragVerfasst: 03.09.2011, 08:22 
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Registriert: 18.05.2003, 23:13
Beiträge: 14177
Pflegekräfte - Pflegenotstand angehen durch mehr Ausbildungsplätze
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=19349

Neuss. Im Rahmen verschiedener dem Deutschen Bundestag übermittelter Stellungnahmen habe ich u.a. darauf hingewiesen, dass mehr Stellen für Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ausgewiesen werden müssen. Die Beschäftigung des Krankenpflegepersonals in Krankenhäusern nach Kassenlage und die Stellenschlüssel in den Heimen sind völlig unzureichend. Damit sachgerecht der Bedarf ermittelt werden kann, muss es m.E. Personalbemessungssysteme geben. Dann muss es zu einer Ausbildungs- und Einstellungsoffensive kommen. Dazu gehört, die Ausbildungskapazitäten, soweit staatliche Entscheidungen geboten sind, zu erhöhen.

Allerdings hat das seinerzeit von der CDU geführte MAGS NRW bereits an einem Abbau der Ausbildungskapazitäten gearbeitet. Ich habe daher selbst mit einem Referenten des Ministeriums in Verbindung gestanden und für eine Erhöhung der Ausbildungsplätze geworben. Es wurde aber damals abgewiegelt unter Hinweis auf die Arbeitslosenstatistik. Aber das ist Vergangenheit.
Nun muss in die Zukunft geschaut werden – und da ergeben sich u.a. aufgrund der demografischen Entwicklung vielfältige Reformnotwendigkeiten. Der Hauptknackpunkt ist das Personal. Alles andere, von einer Korrektur des Pflegebedürftigkeitsbegriffes einmal abgesehen (Demenzkranke müssen hinzu kommen) ist zweitrangig. Möglicherweise ist es vernünftig, die Kosten der Pflegeausbildung anders zu gestalten, weg von der Belastung der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Ich kann mir gut vorstellen, diese Finanzierung den Kranken- bzw. Pflegekassen aufzuerlegen. Denn Pflegekräfte wechseln heutzutage häufig ihre Berufsfelder, so dass eine andere Finanzierung nicht unvernünftig erscheint. Letztlich zahlen ja immer die Versicherten.

Wir werden in den nächsten Pflegetreffs am 13.09.2011 in diesem Sinne agieren:

Werner Schell

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 Betreff des Beitrags: Pflegenotstand - Reformthema
BeitragVerfasst: 05.09.2011, 18:11 
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Es kommen aktuell immer mehr Meldungen zur anstehenden Pflegereform. Bedauerlicherweise höhere ich von Politikern nichts zur Stellensituation in der Pflege. Offensichtlich hat man diesen Missstandsbereich komplett ausgeblendet. So gut und richtig, die Korrektur des Pflegebegriffs und der Einbezug der Demenzkranken in das System ist. Genau so wichtig ist auch die Beseitigung des Pflegenotstandes. Wer sich daran vorbei drücken will, hat die Situation in den Pflegeeinrichtungen nicht begriffenn.

Rob

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Das Pflegesystem muss dringend zukunftsfest reformiert werden!


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 Betreff des Beitrags: Aufstand in der Pflegebranche
BeitragVerfasst: 11.09.2011, 17:58 
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Beiträge: 434
ProPflege hat geschrieben:
Aufstand in der Pflegebranche
"Das Pflegepersonal plant bundesweite Proteste. Es will in der kommenden Woche für bessere Bezahlung und eine menschenwürdige Pflege auf die Straße gehen. .... Die Alten- und Krankenpflegekräfte warnen vor einer weiteren Verschlechterung bei der Versorgung Pflegebedürftiger." ...


Wo findet denn der Aufstand statt? Mir sind noch keine entsprechenden Aktivitäten, die diesen Namen verdient hätten, aufgefallen. Ich wäre gerne dabei, soweit möglich. Vielleicht kann jemand Tipps geben? Danke im Voraus.
Sabrina

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Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
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BeitragVerfasst: 13.09.2011, 07:37 
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Mein Text im Forum:
viewtopic.php?p=61502#61502

Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet heute, 13.09.2011, in großer Aufmachung (Titelseite) darüber, dass die Klinikärzte erheblich höhere Vergütungen verlangen.

Tarifverhandlungen in Köln beginnen
Ärzte fordern sechs Prozent mehr Geld

VON MAXIMILIAN PLÜCK - zuletzt aktualisiert: 13.09.2011 - 08:26 (RP) Es werden keine einfachen Verhandlungen, die der Marburger Bund an diesem Dienstag mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in Köln aufnimmt. Konkret geht es um die Gehälter für die rund 45.000 Ärzte an den kommunalen Kliniken.
... (mehr) http://www.rp-online.de/wirtschaft/news ... 22601.html

Der Marburger Bund hat dazu in verschiedenen Pressemitteilung berichtet - siehe z.B.:
http://www.marburger-bund.de/presse/pre ... m39_11.php

Wie auch immer das alles gesehen werden mag: Die Forderungen der Ärzte sind überhöht und würden den Pflegenotstand weiter verschärfen. Denn im Zweifel müssen die Kliniken die Mehrkosten für höhere Ärztevergütungen aus den vorhandenen Mitteln finanzieren. Das würde Stellenabbau für alle Nichtärzte, vor allem im Bereich der Pflegekräfte, bedeuten. Das ist für die Pflege nicht hinnehmbar. Aber auch die Patienten dürfen das nicht klaglos akzeptieren. Denn ihre pflegerische Versorgung wird sich weiter verschlechtern!

Man darf gespannt sein, wie die Pflegeverbände reagieren. Wollte die Pflegebranche nicht auf die Barrikaden gehen?
viewtopic.php?t=16247

Gaby Modig

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 Betreff des Beitrags: "Pflege-Aufstand" überfällig
BeitragVerfasst: 13.09.2011, 08:31 
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Registriert: 23.09.2007, 09:47
Beiträge: 734
Hallo Gaby,
danke für Deine Hinweise. Es sieht so aus, als würde die Pflege vor einem weiteren Stellenabbau stehen. Statt mehr Pflegestellen, weniger? Wie soll das gehen?
Ich denke, dass jetzt die Pflegeverbände, wie angekündigt, vielleicht zusammen mit ver.di, endlich den "Pflege-Aufstand" in Gang bringen müssen. Worte sind eigentlich genug gewechselt. Jetzt sind Aktivitäten angesagt! Bin sehr gespannt.
LB Grüße Pflege Cologne

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BeitragVerfasst: 14.09.2011, 08:58 
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Beiträge: 192
Hallo zusammen!

Was den Pflegeaufstand angeht, bin ich nicht unbedingt zuversicherlich. Beim gestrigen Pflegetreff in Neuss, war zwar der Veranstaltungsraum gut gefüllt, alle Stühle waren besetzt. Aber m.E. hätten mehr Pflegekräfte da sein müssen. Patientenrecht steht in vielen Verbindungen zum Pflegerecht. Und da sollten sich die Pflegekräfte mit ihren vielfältigen Problemen immer wieder einbringen. Zum Glück hat Hr. Schell erneutauf den Pflegenotstand aufmerksam gemacht und angemerkt, dass bessere Pflege nur mit Personal zu erlangen ist. Das wurde auch mit sehr viel Beifall aufgenommen.

Viele Grüße
KPH Neuss

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