(9.) Neusser Pflegetreff am 28.10.2009

Wichtige Hinweise zu Veranstaltungen - z.B. >>> "Pro Pflege -Selbsthilfenetzwerk" - Radio- und TV-Sendungen.

Moderator: WernerSchell

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WernerSchell
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(9.) Neusser Pflegetreff am 28.10.2009

Beitrag von WernerSchell » 28.10.2009, 07:30

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Einladung
zum (9.) Pflegetreff am 28.10.2009 Neuss-Erfttal, 17.00 - 19.00 Uhr

Schirmherr des Pflegetreffs: Heinz Sahnen,
Mitglied des Landtages (MdL) von NRW - Web: http://sahnen.arena-ne.de/
Organisation und Leitung: Werner Schell - http://www.wernerschell.de
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Werner Schell und Heinz Sahnen beim Pflegetreff am 23.06.2009

Thema:

Palliativversorgung, Sterbebegleitung, Hospizarbeit - (Tod – Bestattung).
Es wird auch über die am 01.09.2009 in Kraft getretenen Vorschriften über
Patientenverfügungen informiert (§§ 1901a und 1901b BGB).


>>Patientenautonomie im Mittelpunkt – auch am Lebensende!<<

Es soll verdeutlicht werden, dass aktive Sterbehilfe oder assistierte Selbsttötung keine am Lebensschutzgedanken
des Grundgesetzes ausgerichtete Lösung sein können. Es wird daher darum gehen, die Hilfen zu erläutern, die die
Zuwendung bei schwerstkranken bzw. sterbenden Menschen in den Mittelpunkt stellen:
Vor allem die Palliativversorgung (medizinisch / pflegerisch) und die Hospizarbeit (§§ 37b und 39a SGB V).
- Hinweise zur Rechtslage im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein unter
http://www.kvno.de/mitglieder/vertraeg/ ... index.html -
Bei der palliativen Begleitung kann eine Patientenverfügung mehr als hilfreich sein. Daher gilt es, insoweit die aktuelle
Rechtslage zu verdeutlichen und (nochmals) auf die Notwendigkeit einer Vorsorge-Vollmacht aufmerksam zu machen.


+++
Ein Mensch - wie du und ich.
Nur hilflos, ausgeliefert, verlassen, isoliert, aufgegeben.
Ein Mensch - wie du und ich.
Erfüllt von Sehnsucht, als Mensch behandelt zu werden
und mit der Bitte, (wenigstens) im Sterben
Würde, Nähe und Geborgenheit zu erleben.
Ein Mensch - wie du und ich!
Nur ein Stück weiter!


Quelle: Franz Schmalz in Marina Kojer (Hrsg): "Alt, krank und verwirrt -
Einführung in die Praxis der Palliativen Geriatrie",
3. Auflage 2009, Lambertus Verlag, Freiburg i.B. - siehe
viewtopic.php?t=11979

+++

Referentenliste:

- Dr. Dagmar Starke, Referentin für gesundheitspolitische Grundsatzfragen
bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf.
http://www.kvno.de
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Dr. Damgar Starke, Referentin für gesundheitspolitische Grundsatzfragen bei der KVNO

- Birgit Lotz, Diplom-Sozialpädagogin, Koordinatorin, Ambulanter Hospizdienst Cor unum,
Augustinusstraße 46, 41464 Neuss (Stiftung der Neusser Augustinerinnen).
http://www.stiftung-cor-unum.de
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Birgit Lotz, Diplom-Sozialpädagogin, Koordinatorin, Ambulanter Hospizdienst Cor unum

- Stephan Baron von der Trenck, Rechtsanwalt und Projektmanager der Deutschen Hospiz Stiftung, Informationsbüro Berlin,
Chausseestraße 10, 10115 Berlin. Herr Stefan Schmidt-Kohring, vom Büro Dortmund, zunächst angekündigt, ist wegen Krankheit
verhindert.

- Herbert Schaefer, Rechtsanwalt in Köln und Dozent für Rechtskunde, Berater im Gesundheitswesen.

+++++
Es wird auch Brigitte Bührlen, Mitglied im Münchener "Forum Pflege aktuell"
- http://www.forum-pflege-aktuell.de/index.php?pid=1 - bzw. bei "Pro Pflege - Selbsthillfenetzwerk",
anwesend sein. Frau Bührlen setzt sich vor allem für die pflegenden Angehörigen ein!
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Brigitte Bührlen

Beim Pflegetreff werden auch mehrere Informationsmaterialen zur kostenfreien Mitnahme angeboten.
Dazu gehört auch ein Patienten-Informationsfilm der Deutschen Krebshilfe mit dem Titel "Palliativmedizin".

Eingeladen sind vor allem pflegebedürftige Menschen und Angehörige,
PflegemitarbeiterInnen, Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen sowie
alle interessierten BürgerInnen! - Der Eintritt ist frei!


Treff-Adresse:
Bürgerhaus Erfttal, Bedburger Straße 61, 41469 Neuss- Erfttal
http://www.buergerhaus-erfttal.de/dasbu ... fttal.html
Bild -- Bild
Veranstaltungsraum im Bürgerhaus Erfttal, Bedburger Str. 61, 41469 Neuss-Erfttal

Wegbeschreibung:
Mit dem Auto die A 57, Ausfahrt Neuss-Norf - Richtung Erfttal (Wegstrecke beschildert) fahren.
Bahnreisende fahren bis Neuss-Norf (S-Bahn-Station). Der Bahnhof ist vom Veranstaltungsort
etwa 10 Minuten Fußweg entfernt.
Übersichtskarten (Lage und Anfahrt) finden Sie in der Erfttaler Homepage unter:
http://www.neuss-erfttal.de/Lage/lage.htm

Stand der Informationen: 28.10.2009

++++++++++++++++
Medienberichte u.a.:

Treffankündigung in der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 19.10.2009!

Patientenrechte - Gerechtigkeit kennt kein Alter
Ein Portrait des Menschenrechtskämpfers Werner Schell hier:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... _alter.php
(Ein Beitrag des Neusser Stadt Kuriers vom 14.10.2009)

Pflegen-Online 09.09.2009
http://www.pflegen-online.de/nachrichte ... 6fda125ada

Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 28.10.2009:
Treffankündigung mit der Titelung "Zuwendung in den Mittelpunkt stellen"
Lesen Sie den Beitrag hier:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... tellen.php

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Partner der "Aktion Saubere Hände"
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Zuletzt geändert von WernerSchell am 29.10.2009, 07:45, insgesamt 1-mal geändert.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Pflegetreff wieder ein großer Erfolg!

Beitrag von WernerSchell » 29.10.2009, 07:45

Pflegetreff wieder ein großer Erfolg!

Der 9. Neusser Pflegetreff am 28.10.2009 war eine rundum gelungene Veranstaltung. Trotz der Tatsache, dass sich zahlreiche Interessenten aus verschiedenen Gründen als verhindert entschuldigen mussten, kamen über 100 Teilnehmer nach Erfttal. Wir waren daher gezwungen, den Treff nicht im Bürgerhaus selbst, sondern in einem größeren Saal von "Kontakt Erfttal" durchzuführen.

Ein weiterer Bericht folgt.

Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Patientenautonomie am Lebensende

Beitrag von WernerSchell » 29.10.2009, 17:53

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Palliativversorgung und Hospizarbeit im Rhein-Kreis Neuss gut aufgestellt
Der Erfttaler Pflegetreff am 28.10.2009 informierte zur Patientenautonomie am Lebensende

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hatte eingeladen und über 100 interessierte BürgerInnen und Pflegefachkräfte waren zum 9. Pflegetreff in Neuss-Erfttal gekommen. Diesmal ging es um das immer wichtiger werdende Thema Palliativversorgung und die Hospizarbeit. Werner Schell, Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk, hatte hochkarätige Referenten für die Veranstaltung gewinnen können. Sie standen ehrenamtlich für den Pflegetreff zur Verfügung.

Für die Veranstaltung waren folgende Erwägungen bedeutsam:

Medizin und Pflege können in bestimmten Krankheitssituationen nicht mehr heilen, sondern nur noch schmerzlindernd und zuwendungsorientiert helfen und begleiten. Aktive Sterbehilfe und assistierte Selbsttötung können in solchen Lebenssituationen keine am Lebensschutzgedanken des Grundgesetzes ausgerichtete Lösung sein. Insoweit sind vor allem diejenigen Institutionen / Personen gefordert, die Hilfen (Dienstleistungen) der palliativen und hospizlichen Versorgung anbieten, ambulant und stationär.

Heinz Sahnen, Landtagsabgeordneter und Schirmherr der Veranstaltung, ging in einem Grußwort auf die Wichtigkeit von Palliativversorgung und Hospizarbeit ein und machte darauf aufmerksam, dass eine angemessene Sterbebegleitung und verfügbare palliativmedizinische Versorgung die einzig mögliche Antwort einer humanen Gesellschaft auf die Herausforderungen von Leiden und Tod seien. Festzustellen sei, dass auch das Sterben ein Teil des Lebens ist. Dabei sei unabdingbar: „Die Menschenwürde und der Schutz des Lebens müssen die Grundlage allen gesetzgeberischen Handelns sein.“

Frau Dr. Dagmar Starke, Referentin für gesundheitspolitische Grundsatzfragen bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein in Düsseldorf, informierte in ihrem Statement u.a. über die Palliativversorgung im Allgemeinen und vor allem über die Angebote im Rhein-Kreis Neuss. Dabei konnte die Referentin eindrucksvoll verdeutlichen, dass die Palliativversorgung im Bezirk der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein auf einem guten Weg ist. Palliativpatienten können, so Frau Dr. Starke, die gesetzlich und vertraglich geregelten Hilfen in verschiedenen gut organisierten Netzwerken in Anspruch nehmen. Man sei im hiesigen Bereich gut aufgestellt.

Frau Birgit Lotz, Diplom-Sozialpädagogin, Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst Cor unum Neuss (Stiftung der Neusser Augustinerinnen), gab daran anschließend einen anschaulichen Überblick über die hospizlichen Aktivitäten und stellte heraus, welche Leistungsangebote in Neuss zur Verfügung stehen. Auch dieser Beitrag brachte für die Neusser Region das Ergebnis: Es ist bestmögliche Vorsorge getroffen. Angefragte Hospizhilfen stehen zur Verfügung. Frau Lotz: Wer Hilfe benötigt, könne sich gerne mit ihr in Verbindung setzen.

Stephan Baron von der Trenck, Rechtsanwalt und Projektmanager der Deutschen Hospiz Stiftung (Sitz in Dortmund), informierte dann – eher kritisch – über die bundesweite Bedarfssituation in der Palliativversorgung bzw. Hospizarbeit und machte auf bundesweit bestehende Lücken in der Versorgung der Palliativ- bzw. Hospizpatienten aufmerksam und mahnte Nachbesserungsbedarf an.

Herbert Schaefer, Rechtsanwalt in Köln und Dozent für Rechtskunde, Berater im Gesundheitswesen, beleuchtete dann aus rechtlicher Sicht die Patientenautonomie am Lebensende und informierte in seinem Statement zur Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung und ging dabei sehr anschaulich auf die seit dem 1.9.2009 geltenden neuen Vorschriften zur Patientenverfügung ein. Dabei wurde klar: Der Patientenwille ist das oberste Gebot!

Frau Brigitte Bührlen, Mitglied im Münchener „Forum Pflege aktuell“, machte schließlich noch auf die Notwendigkeit aufmerksam, die Angehörigenarbeit auch bei der palliativen und hospizlichen Versorgung gebührend zu werten und zu würdigen. Es müsse nicht nur an die professionellen Hilfen gedacht werden. Angehörige hätten in den vorzuhaltenden Versorgungsstrukturen sicherlich auch einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert.

Nach diesen Statements kamen die ZuhörerInnen reichlich zu Wort. Es wurden verschiedene Aspekte der palliativen und hospizlichen Angebote und der Strukturen hinterfragt. Besonders oft wurden Fragen zur Patientenverfügung gestellt. Dabei konnte immer wieder herausgestellt werden, dass bei der palliativen Begleitung nicht nur eine Patientenverfügung, sondern auch, oder sogar vorrangig, eine Vorsorge-Vollmacht mehr als hilfreich sein kann.

Werner Schell fasste am Ende des Treffabends die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und mahnte den Zusammenhalt der Generationen an, auch in der Form, dass die notwendige Zuwendung durch Menschen bei der Gesundheitsversorgung und Pflege stärker in den Vordergrund aller Überlegungen gerückt werden müsste. Die vielerorts bestehende Pflege-Personalnot müsse überwunden werden. Der nächste Pflegetreff, für Anfang 2010 geplant, werde genau diese Fragen (wieder) aufgreifen mit der Fragestellung „Welche Pflege wollen wir (uns leisten)“. Dabei, so Werner Schell, werden auch die Reformnotwendigkeiten aufzuzeigen und gegenüber den politisch Verantwortlichen einzufordern sein.

Pressemitteilung vom 29.10.2009 - zur Veröffentlichung frei!

Quelle: viewtopic.php?t=11532

Berichte zum Pflegetreff in Neuss-Erfttal am 28.10.2009:

http://www.pflegen-online.de/nachrichte ... 57682128bc
http://www.openbroadcast.de/artikel/271 ... tellt.html
http://www.openpr.de/news/365640/Pallia ... tellt.html
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=12425

Ein lokales Presseecho:
„Pflegetreff in Erfttal – Gut besucht war der Erfttaler Pflegetreff im Bürgerhaus, zu dem Werner Schell und Heinz Sahnen eingeladen hatte
Bericht in der Neuss-Grevenbroicher Zeitung vom 31.10.2009 hier:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 281009.php
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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