Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig

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Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig

Beitrag von Presse » 08.04.2010, 17:52

Generation Stubenhocker: Kinder und Jugendliche bewegen sich zu wenig

Kinder und Jugendliche in Deutschland bewegen sich zu wenig. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach sind zwei von drei Kids an einem gewöhnlichen Schultag höchstens eine Stunde lang in Bewegung. Lediglich jeder Fünfte ist täglich ein bis zwei Stunden körperlich aktiv und nur jeder Zehnte mehr als zwei Stunden.

Gleichzeitig wird die "Generation Stubenhocker" immer dicker: Wie die KIGGS-Studie des Robert-Koch-Instituts ergab, sind in Deutschland bereits 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig. Und das nicht ohne Folgen: Dicke Kinder sind in der Schule häufig Hänseleien ausgesetzt, werden ausgegrenzt und futtern aus lauter Kummer oft immer weiter. Doch nicht nur das: Auch Krankheiten, die in der Regel erst im Alter auftreten, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Zuckerkrankheit oder Gelenkschäden, machen sich breit.

Zwei von fünf Jungen zwischen 14 und 17 Jahren bringen es täglich auf fünf Stunden vor dem Fernseher, Computer oder der Spielkonsole. Nicht alle sind übergewichtig, aber KIGGS zeigt, dass der Anteil der Übergewichtigen mit dem Medienkonsum steigt. Unter den Mädchen, die drei Stunden und mehr vor der Glotze sitzen, ist jedes achte fettleibig. "Die Lebensweise von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren rasant verändert", sagt Dr. Andrea Hoppe, Ärztin bei der TK. "Die Kinder bewegen sich weniger und verbrauchen daher auch weniger Energie. Gleichzeitig nehmen Kinder und Jugendliche aber zu viele Kalorien zu sich." Und das Risiko ist groß, dass sie die überschüssigen Pfunde auch mit ins Erwachsenenalter schleppen. Deshalb gilt für Eltern: rechtzeitig die Notbremse ziehen!

Doch das ist leichter gesagt als getan. "Voraussetzung ist, dass die Eltern die Trägheit und das Übergewicht ihrer Sprösslinge früh erkennen und auch bereit sind, eigene Gewohnheiten zu überdenken. Denn viele Faktoren, die bei der Entstehung von Übergewicht eine Rolle spielen, werden in der Familie erworben", sagt Hoppe. Die Ärztin rät: "Jugendliche, die zu Übergewicht neigen, sollten ihr Essverhalten auf lange Sicht ändern. Regelmäßige Mahlzeiten mit frischen und vielseitigen Gerichten können einen gesunden Rhythmus in die tägliche Ernährung bringen. Zudem ist Sport ein wichtiger Ausgleich für Fernseher, Computer und Co", so Hoppe. Jugendliche, die sich regelmäßig bewegen, haben eine bessere Chance schlank zu bleiben oder abzunehmen. Dafür sind Ausdauersportarten wie Schwimmen, Rad fahren, Joggen und Inlineskaten am besten geeignet. Ausdauersport ist gelenkschonend und regt den Stoffwechsel an. Außerdem fördert regelmäßiger Sport die Fettverbrennung und baut Fettdepots ab. Dafür bauen die Kids beim Sport Muskelmasse auf, die wiederum dafür sorgt, dass sie noch mehr Fett verbrennen.

Dabei kommt es gar nicht auf eine spezielle Sportart an. Die Kinder sollten das tun, was ihnen Spaß macht, denn nur dann hören sie nicht nach kurzer Zeit wieder auf. Es muss nicht gleich Leistungssport sein. Schon kleine sportliche Aktivitäten im Alltag können etwas bewirken. Beispielsweise können die Schüler mit dem Rad zur Schule fahren oder eine Station früher aus dem Bus steigen und zu Fuß nach Hause gehen. Eine gute Idee ist auch regelmäßiger Sport mit der ganzen Familie. Das motiviert die Kinder deutlich stärker, als wenn sie sich allein einem Trainingsprogramm unterziehen sollen.

Zum Hintergrund:
Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK bundesweit 1.000 Eltern über ihre Kinder zwischen sechs und 18 Jahren befragt. Weitere Ergebnisse der TK-Elternumfrage enthält der aktuelle TK-Medienservice "Zivilisationskrankheiten", der unter http://www.presse.tk-online.de heruntergeladen werden kann. Dort finden Sie auch honorarfreie Pressefotos.

Quelle: Pressemitteilung vom 8.4.2010
Für Rückfragen:
Inga Lund, TK-Pressestelle
Tel. 040 - 6909 - 1357
Fax 040 - 6909 - 1353
E-Mail: inga.lund@tk-online.de

Hansi

Kindergesundheit unzureichend berücksichtigt

Beitrag von Hansi » 11.04.2010, 06:48

Hinsichtlich der Kindergesundheit müssen wir uns wohl echte Sorgen machen. Siehe dazu
Kindergesundheit 2009 - Gesundheitssystem polarisiert Eltern
viewtopic.php?t=11340&highlight=kindergesundheit
Kindergesundheit - Berichte des Rhein-Kreises Neuss
viewtopic.php?t=8901&highlight=kindergesundheit
Wenn diese kranken Kinder einmal groß sind, werden sie wahrscheinlich unser Gesundheitswesen kräftig in Anspruch nehmen müsen. Steht diese Entwicklung eigentlich auf der "Rechnung" unserer Gesundheitspolitiker?

MfG Hansi

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Gesundheitsförderung wichtig

Beitrag von Dieter Radke » 13.04.2010, 07:13

Hallo,
für die Kindergesundheit müssen wir mehr investieren, in jeder Hinsicht. Damit sich das Verhalten ändert, muss der Druck auf die Familien erhöht werden. Nur von dort her sind wirkungsvolle Veränderungen zu bewirken. Ggf. müssen mehr Geldleistungen für Kinder in Sachleistungen umgewandelt werden.
Wenn wir heute nicht gegen steuern, haben wir demnächst nicht mehr lösbare Probleme in der gesundheitlichen Versorgung.
MfG Dieter R.
Menschenwürdige Pflege ohne Ausnahme! - Dafür müssen wir alle eintreten.

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Viele Erstklässler sind zu dick

Beitrag von Presse » 08.03.2011, 08:28

Neuss
Viele Erstklässler sind zu dick


VON KLAUS D. SCHUMILAS - zuletzt aktualisiert: 08.03.2011
Neuss (NGZ). Die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung zeichnen kein gutes Bild von Neusser i-Dötzchen: Zu viel Gewicht, zu große Defizite bei der Sprachentwicklung. Die Perspektive sieht nicht viel besser aus..... (weiter lesen)
http://www.ngz-online.de/neuss/nachrich ... k-1.443690

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Schulhöfe sollen Orte der Bewegung sein

Beitrag von Presse » 06.06.2013, 05:51

Kinderhilfswerk: Schulhöfe sollen Orte der Bewegung sein
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert die Einführung einer 45-minütigen Einheit in Schulen, in der das bewegungsorientierte Lernen im Mittelpunkt steht.
Solche Instrumente der Bewegungsförderung seien überfällig, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=840 ... aft&n=2752

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