Gefährliche Medikamente für Ältere - Liste informiert

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Medikation - Zu Risiken und Nebenwirkungen

Beitrag von Presse » 16.07.2011, 06:39

Zu Risiken und Nebenwirkungen

Münstersche Studie soll Arzneitherapie von Alten- und Pflegeheimbewohnern verbessern

Bewohner münsterscher Alten- und Pflegeheime nehmen im Durchschnitt 8,4 verschiedene Medikamente dauerhaft ein. Diese Zahl stammt aus einer Untersuchung, die derzeit in der Arbeitsgruppe Klinische Pharmazie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) durchgeführt wird. Ziel ist es, arzneimittelbezogene Probleme zu reduzieren und durch eine verbesserte Therapie die Arzneimittelkosten zu senken. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass ältere Menschen oft zu viele, zu wenige oder die falschen Medikamente erhalten, so der Hintergrund. An der Untersuchung nehmen sieben Alten- und Pflegeheime in Münster teil. Die Bewohner haben ein Durchschnittsalter von 81 Jahren.

"Ein Drittel der Menschen über 70 Jahre leidet an mindestens fünf chronischen Erkrankungen", verweist Julia Kruse auf eine Berliner Untersuchung. Die Apothekerin führt die münstersche Studie im Rahmen ihrer Doktorarbeit unter der Leitung von Dr. Georg Hempel, Außerplanmäßiger Professor an der WWU, durch. "Diese sogenannte Multimorbidität wird mit diversen Arzneimitteln therapiert, die nicht immer miteinander verträglich sind. Häufig werden Symptome einer Nebenwirkung als neue Erkrankung fehlinterpretiert, und ein zusätzliches Medikament wird verschrieben. Diese sogenannten Verschreibungskaskaden erhöhen das Risiko einer Einweisung ins Krankenhaus aufgrund von unerwünschten Arzneimittelwirkungen." Zusätzlich verändert sich der Stoffwechsel mit dem Alter, sodass häufig Dosisanpassungen notwendig sind. "Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die ältere Menschen nicht mehr gut vertragen. Kürzlich ist dazu die sogenannte Priscus-Liste erschienen, die diese Arzneistoffe auflistet. Viele dieser Arzneimittel führen im Alter häufig zu Verwirrung oder Müdigkeit und erhöhen somit maßgeblich das Sturzrisiko", erklärt Julia Kruse.

Die Untersuchung wird als Interventionsstudie durchgeführt. Das bedeutet, dass während der Studie ein Eingriff durch die Wissenschaftler erfolgt. In diesem Fall handelt es sich dabei um Empfehlungen zu einer Verbesserung der Arzneitherapie. Julia Kruse untersucht die Situation vorher und nachher.

In der ersten, inzwischen abgeschlossenen Projektphase hat die Doktorandin zunächst Daten zum gegenwärtigen Zustand gesammelt. Demnach wurden bei den Bewohnern der an der Studie teilnehmenden Heime durchschnittlich 8,1 Erkrankungen diagnostiziert. Jeder Bewohner wird im Durchschnitt von 2,4 Ärzten betreut und nimmt 8,4 verschiedene Medikamente dauerhaft ein. "Viele Ärzte wissen voneinander nicht, was der andere verschreibt. Dadurch kann es häufig zu Interaktionen zwischen den verschiedenen Arzneimitteln kommen", sagt Julia Kruse.

Nun überprüft die Apothekerin, welche Heimbewohner ungeeignete Arzneimittel nehmen und ob Probleme wie Wechselwirkungen oder falsche Dosierungen auftreten. In die Untersuchung fließen Gespräche mit Pflegekräften ein. "Dabei erfährt man oft von zusätzlichen Problemen, die bei der Arzneimittelversorgung auftreten und allein durch eine Akteneinsicht nicht auffallen", erklärt sie. "Häufig müssen Tabletten zum Beispiel gemörsert werden, weil die Bewohner Schluckschwierigkeiten haben. Dies ist jedoch nicht mit allen Medikamenten problemlos durchführbar, was häufig bei der Verschreibung nicht beachtet wird."

Bei nahezu allen der bis jetzt untersuchten Bewohner ergeben sich Möglichkeiten zur Verbesserung der Arzneitherapie. Julia Kruse schickt entsprechende Vorschläge an die verschreibenden Ärzte. Diese haben somit die Möglichkeit, sich dem Problem anzunehmen und bei Bedarf Rücksprache mit der Apothekerin zu halten. Etwa acht bis zwölf Wochen nach der Intervention überprüft die Wissenschaftlerin, ob sich die Arzneitherapie und der Zustand der Patienten verändert haben.

In dem münsterschen Projekt, das von der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe und der Förderinitiative Pharmazeutische Betreuung e.V. gefördert wird, werden insgesamt 374 Alten- und Pflegeheimbewohner in sieben Heimen betreut, die der Teilnahme an dem Projekt zugestimmt haben. Durch eine weitere Förderung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen steht eine zusätzliche Apothekerin zur Verfügung, die in den Kreisen Hamm, Wesel und Soest in analoger Weise 196 weitere Alten- und Pflegeheimbewohner betreut.
Weitere Informationen:
http://www.uni-muenster.de/Chemie.pz/fo ... index.html Arbeitskreis apl. Prof. Dr. Georg Hempel

Quelle: Pressemitteilung vom 15.07.2011
Dr. Christina Heimken Presse- und Informationsstelle
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

http://idw-online.de/de/news433394

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Arzneitherapie von Alten- und Pflegeheimbewohnern verbessern

Beitrag von Presse » 19.07.2011, 06:45

Studie soll Arzneitherapie von Alten- und Pflegeheimbewohnern verbessern

Bewohner münsterscher Alten- und Pflegeheime nehmen im Durchschnitt 8,4 verschiedene Medikamente dauerhaft ein. Diese Zahl stammt aus einer Untersuchung, die derzeit in der Arbeitsgruppe Klinische Pharmazie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) durchgeführt wird. Ziel ist es, arzneimittelbezogene Probleme zu reduzieren und durch eine verbesserte Therapie die Arzneimittelkosten zu senken. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass ältere Menschen oft zu viele, zu wenige oder die falschen Medikamente erhalten, so der Hintergrund. An der Untersuchung nehmen sieben Alten- und Pflegeheime in Münster teil. Die Bewohner haben ein Durchschnittsalter von 81 Jahren.
.... (mehr)
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=34719

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Zuwendung statt Pillen

Beitrag von Marlene Böttinger » 05.08.2011, 10:30

Ich wäre auch sehr dafür, die Medikamentengabe zu verringern und stattdessen mehr auf personelle Zuwendung zu setzen.
Die Pflegekräfte müssen sich dieser Thematik vermehrt stellen und auf Korrekturen aufmerksam machen.
Natürlich sind auch die Ärzte gefordert.

M.B.
Pflege braucht Zuwendungszeit!

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Medikamentöse Versorgung älterer Menschen verbessern

Beitrag von Service » 08.08.2011, 08:45

Heimbewohner schlucken zu viele Medikamente
Insbesondere Psychopharmaka erhöhen die Sturzgefahr / Zu viele Ärzte beteiligt


Münster (epd). Die Deutsche Hauptstelle für Sucht-fragen (DHS) beklagt "einen Medikamentenmissbrauch" unter Senioren. Viele ältere Menschen seien arzneimittelabhängig, oft sogar ohne es bewusst wahrzunehmen, erklärt die DHS. Dabei handelt es sich überwiegend um Beruhigungs- und Schlafmittel. Nach einer neuen Studie der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster schlucken insbesondere Bewohner von Alten- und Pflegeheimen zu viele verschiedene Medikamente. Die Untersuchung in sieben Heimen in Nordrhein-Westfalen ergab, dass die Bewohner im Schnitt 8,4 verschiedene Medikamente dauerhaft zu sich nehmen.

.... weiter lesen unter
http://www.epd.de/sozial/sozial_index_90155.html

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7 Millionen Bundesbürger brauchen mehr als 5 Medikamente

Beitrag von WernerSchell » 30.08.2011, 07:21

7 Millionen Bundesbürger brauchen mehr als 5 Medikamente

Rund sieben Millionen Bundesbürger brauchen dauerhaft fünf oder mehr Medikamente. Fachleute nennen das ‚Polymedikation‘. „Vor allem ältere oder mehrfach erkrankte Menschen sind von Polymedikation betroffen. Diese Patienten bekommen pro Jahr durchschnittlich 65 Arzneimittel verordnet, die Selbstmedikation ist dabei noch nicht erfasst“, so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Privatpatienten sind bei dieser Schätzung nicht berücksichtigt.
„Die erste Tablette eine halbe Stunde vor dem Frühstück, zwei zum Frühstück, eine davon nochmals zum Abendessen, vor dem Schlafengehen Tropfen und zweimal pro Woche ein Wirkstoffpflaster: Je mehr Medikamente ein Patient braucht, desto schwieriger fällt es ihm, den Überblick zu behalten“, sagt Schmidt. „Wird durch einen Rabattvertrag ein Präparat gegen ein wirkstoffgleiches ausgetauscht, können die Tabletten zusätzlich anders aussehen als gewohnt. Da ist es leicht verständlich, dass sich viele Patienten überfordert fühlen. Apotheker und Ärzte können diesen Patienten mit einem individuellen Medikationsmanagement helfen.“
Mit der Anzahl der gleichzeitig angewendeten Wirkstoffe steigt auch das Risiko für Wechselwirkungen. Wenn verschiedene Ärzte Medikamente verordnen, kann der Apotheker Wechselwirkungen erkennen und mögliche Probleme gemeinsam mit dem verordnenden Arzt lösen. Für Patienten sind Doppelverordnungen nicht ohne weiteres erkennbar, wenn die Präparate unterschiedlich heißen. Schmidt: „Mein Rat an Patienten: Berichten Sie Ihrem Arzt oder Apotheker von allen Präparaten, die sie einnehmen. Nur wenn Patienten, Ärzte und Apotheker eng zusammenarbeiten, ist die Arzneimitteltherapie sicher.“
Die ABDA und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben in ihrem „Zukunftskonzept“ Maßnahmen vorgestellt, wie sie die Arzneimitteltherapie preiswerter und besser gestalten können. Auf Basis einer Wirkstoffverordnung und einer Medikationsliste wollen die Heilberufler ein gemeinsames Medikationsmanagement anbieten.

Quelle: Pressemitteilung vom 29.08.2011
ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
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10117 Berlin
Tel: 030/40004-0
Fax: 030/40004-598
E-Mail: pressestelle@abda.aponet.de
Internet: http://www.abda.de
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Arzneitherapie für Ältere - eine Kunst des Weglassens

Beitrag von Presse » 09.09.2011, 06:28

Ärzte Zeitung, 09.09.2011

Geriatrie
Arzneitherapie für Ältere - eine Kunst des Weglassens


Multimorbide ältere Patienten brauchen oft viele Medikamente - und Ärzte brauchen bei der Verordnung die Sicherheit, dass keine Interaktionen auftreten.

Mehr Sicherheit in der Polypharmakotherapie können sich Ärzte durch das Buch "Arzneitherapie für Ältere" erwerben. Etwa medizinische Sicherheit: Sie erfahren, welche Medikamente Priorität haben und welche man weglassen darf. Weiterhin juristische Sicherheit: durch Aufklärung darüber, wie man sich "rechtssicher", leitliniengerecht und evidenzbasiert verhält. ..... (mehr)
http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... sid=658741

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Arzneitherapie für Ältere - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 25.09.2011, 06:53

Buchtipp!

Wehling / Burkhardt:

Arzneitherapie für Ältere

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Näheres hier:
http://www.wernerschell.de/Buchtipps/arzneitherapie.php
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Nur noch halb so viele Tabletten im Alter

Beitrag von Presse » 27.09.2011, 06:15

Nur noch halb so viele Tabletten im Alter

Fünf Medikamente oder mehr - für viele ältere Patienten ist das Alltag. Und ihre Zahl nimmt zu, doch ein griffiges Versorgungskonzept für die Multimorbiden gibt es nicht. Das will die DEGAM ändern - und zwar bald. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=671 ... tik&n=1384

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Arzneimittel-Nebenwirkungen

Beitrag von WernerSchell » 05.10.2011, 07:37

Siehe auch TV-Tipp für den 05.10.2011 - Arzneimittel-Nebenwirkungen:
viewtopic.php?t=16444
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Krankheiten nach Maß (Pillen nach Maß)

Beitrag von WernerSchell » 11.11.2011, 07:21

Krankheiten nach Maß (Pillen nach Maß) - TV-Tipp 11.11.2011
viewtopic.php?t=16573
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Nebenwirkungen von Schmerzmittel - TV 14.11.2011

Beitrag von Presse » 13.11.2011, 11:05

Nebenwirkungen von Schmerzmittel werden unterschätzt

Hamburg (ots) - Das Bundesgesundheitsministerium wird nach Informationen der NDR Dokumentationsreihe "45 Min" Anfang 2012 darüber entscheiden, ob die Packungsgrößen für rezeptfreie Schmerzmittel verkleinert werden sollen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hatte in den vergangenen Monaten eine Begrenzung der Medikamente auf vier Anwendungstage gefordert.

Der Erlanger Pharmakologe Kay Brune sagte "45 Min", dass den Kunden durch eine Packungsverkleinerung bewusster werden könnte, dass es sich bei Schmerzmitteln nicht um harmlose Pillen handelt. Brune fordert in der Dokumentation "45 Min - Mythos Aspirin" (Montag, 14. November, 22.00 Uhr, NDR Fernsehen) langfristig eine Rezeptpflicht für die Schmerzmittel Aspirin und andere ASS-Produkte sowie für Paracetamol. Nach Ansicht des Hamburger Spezialisten Friedrich Hagenmüller haben Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) als Schmerzmittel sogar "ausgedient".

Jedes Jahr sterben in Deutschland nach Schätzungen von Pharmakologen und Ärzten zwischen 1000 und 5000 Menschen an blutenden Magen- und Darmgeschwüren oder Magendurchbrüchen, die unter anderem durch ASS ausgelöst werden. Auch Nierenschäden und Asthma-Anfälle können auf den Wirkstoff ASS zurückgeführt werden.

Fotos der Dokumentation finden Sie unter ARD-Foto.de

Quelle: Pressemitteilung vom 13.11.2011
Pressekontakt: NDR Norddeutscher Rundfunk
NDR Presse und Information
Telefon: 040 / 4156 - 2304
Fax: 040 / 4156 - 2199
http://www.ndr.de

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Risiko durch kritische Medikamente

Beitrag von Presse » 26.11.2011, 07:46

Seniorinnen droht erhöhtes Risiko durch kritische Medikamente

Hamburg – Frauen ab 65 Jahre bekommen häufiger als gleichaltrige Männer Medikamente verordnet, die gefährliche Neben- oder Wechselwirkungen hervorrufen können. Das zeigt eine Auswertung von Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK).

Demnach erhielten zwischen Januar und August 2011 im Schnitt vier von zehn Seniorinnen ein für ihre Altersgruppe potenziell gefährliches Arzneimittel. Bei Männern sind es etwa drei von zehn Senioren. Der Anteil kritischer Medikamente ist damit bei Frauen im Rentenalter rund ein Drittel höher als bei Männern. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... amente.htm

zum Thema
http://www.priscus.net
Deutsches Ärzteblatt print
Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen: Die PRISCUS-Liste
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/art ... p?id=77776
+++
Die vier gefährlichsten Medikamente bei Senioren
25. November 2011
Trotz der jüngsten Diskussion über die Sicherheit von Pradaxa: Das gefährlichste Medikament ist derzeit mit Abstand Warfarin/Marcumar. Das orale Antikoagulans ist laut einer Analyse von Daniel Budnitz von den US-Centers for Disease Control and Prevention für 33 Prozent aller medikationsbedingten Notfallaufnahmen bei Senioren verantwortlich. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/blogs/48175/D ... nioren.htm

Sabrina Merck
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Medikation - ökonomische Erwägungen zweitrangig

Beitrag von Sabrina Merck » 30.11.2011, 07:55

Die vielen Warnungen, z.B. auch mittels Priscus-Liste, machen deutlich, dass mit Arzneimitteln vorsichtig umzugehen sind. Wiederholt wurde formuliert "Weniger ist oft mehr". Ich denke, dass diese einfach klingende Weisheit mehr Beachtung finden sollte. Die vielen Beiträge in diesem Forum machen deutlich, wie gefährdet vor allem ältere Menschen sind: viewtopic.php?t=14576
Ärzte, Apotheker etc. sollten daraus ihre Lehren ziehen! Ökonomische Erwägungen dürfen nicht im Vordergrund stehen. Ich persönlich votiere seit vielen Jahren für eine Positivliste und stehe für eine rigorose Einschränkung der Medikamentenverordnungen. Viele gesundheitliche Probleme können mit einfacheren Mitteln, z.B. persönliche Zuwendung, Gespräche, gelöst bzw. minimiert werden. Mit weniger Medikamtenverordnungen würden auch zahlreiche Mittel frei für andere, wichtigere Maßnahmen.

Sabrina
Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk!
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Medikation bei Älteren & die Priscus-Liste

Beitrag von Presse » 11.02.2012, 14:45

Ärztliche Verordnungen von potenziell inadäquater Medikation bei Älteren:
Eine Analyse basierend auf der PRISCUS-Liste

http://www.aerzteblatt.de/archiv/121063

Presse
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Registriert: 10.11.2006, 12:44

Senioren oft falsch behandelt - vermeidbar, oder?

Beitrag von Presse » 15.02.2012, 07:57

Senioren oft falsch behandelt - vermeidbar, oder?
Viele Senioren erhalten ungeeignete Medikamente. Die Priscus-Liste schlägt Alternativen vor. Doch ganz so einfach ist die Lösung nicht, sagen Experten. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=804 ... rkt&n=1691

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