Krankenstand von Pflegekräften 1/3 über dem Durchschnitt

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Krankenstand von Pflegekräften 1/3 über dem Durchschnitt

Beitrag von Presse » 19.04.2011, 18:09

Krankenstand von Pflegekräften ein Drittel über dem Durchschnitt

München – Mehr Prävention für Beschäftigte von Pflegeheimen hat die AOK Bayern gefordert. Nach einer Auswertung der Krankheitstage von Pflegekräften, die bei der AOK Bayern versichert sind, liegt deren Krankenstand um rund 30 Prozent über dem Durchschnitt aller Beschäftigten. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... chnitt.htm

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Krankenstand von Pflegekräften 30 Prozent höher

Beitrag von Presse » 29.04.2011, 18:26

Die Pressemitteilung vom 19.04.2011:


Krankenstand von Pflegekräften 30 Prozent höher
AOK Bayern: Mehr Prävention für Beschäftigte von Pflegeheimen


Im Freistaat liegt nach Angaben der AOK Bayern der Krankenstand von Pflegekräften um mehr als 30 Prozent über dem Durchschnitt aller Beschäftigten. Die AOK-versicherten Pflegeheimmitarbeiter wiesen 2010 eine Quote von 5,5 Prozent krankheitsbedingter Fehlzeiten auf, während sich der bayernweite Durchschnitt auf 4,2 Prozent belief. Nach Erkenntnissen einer AOK-Studie sind bei Mitarbeiter/innen in der Altenpflege besonders lange krankheitsbedingte Fehlzeiten wegen Beschwerden am Muskel-Skelett-Apparat und psychischer Erkrankungen zu verzeichnen. „Die Mehrheit der Betroffenen sieht dabei einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsproblemen und Arbeitsbelastung,“ so Werner Winter, Berater für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Bayern. Die Tätigkeit in Pflegeheimen sei hauptsächlich durch schweres Heben und Tragen, häufiges Bücken sowie langes Stehen und Gehen sehr belastend. Darüber hinaus bringe der Beruf auch hohe psychische Anforderungen mit sich.

Um die Situation von Pflegekräften zu verbessern, erweitert die AOK Bayern jetzt ihr landesweites Programm bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Pflegeeinrichtungen und unterstützt diese mit gezielter Prävention. Dazu bietet die AOK Bayern in Pflegeeinrichtungen spezielle Rückentrainings, Workshops zur Burn-Out-Vermeidung oder Stress-Management-Programme an. „Mit dem landesweiten Programm für die Pflegeberufe widmen wir uns in der Betrieblichen Gesundheitsförderung erstmals gezielt einer bestimmten Branche,“ ergänzt Winter.

Bereits 2010 haben sich mehr als 100 Pflegeheime für ein Projekt zur Betrieblichen Gesundheitsförderung mit der Gesundheitskasse entschieden. „Mit erprobten Maßnahmen und dem Erfahrungswissen der AOK-Experten werden betriebsspezifisch und gemeinsam mit den Betroffenen arbeitsbedingte Gesundheitsbelastungen analysiert und Lösungen entwickelt sowie deren Wirksamkeit geprüft“, so Winter. Die Beteiligten profitieren ersten Analysen zufolge bereits von Verbesserungen beim Gesundheitsverhalten der Beschäftigten, bei der innerbetrieblichen Kommunikation, beim Betriebsklima und bei der Arbeitsorganisation.

Weitere Informationen auch im Internet unter: http://www.aok-business.de/bayern/ > AOK-Service: Gesunde Unternehmen.
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Pressekontakt
AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Ansprechpartner: Michael Leonhart, Pressesprecher
Zentrale, Carl-Wery-Str. 28, 81739 München
Telefon 089 62730-146, E-mail: presse@by.aok.de

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Krankenstand von Pflegekräften 30 Prozent höher

Beitrag von PflegeCologne » 04.05.2011, 06:26

Presse hat geschrieben: Krankenstand von Pflegekräften 30 Prozent höher
AOK Bayern: Mehr Prävention für Beschäftigte von Pflegeheimen
...
Der Ansatz, mehr Gesundheitsprävention für Pflegekräfte anzubieten, ist grundsätzlich richtig. Aber dies wird zeitlichen Aufwand fordern, die den Pflegekräften noch mehr Zuwendungszeit nimmt, die sie doch so dringend für die pflegebedürfen Menschen brauchen.
Daher sollte zunächst einmal dafür Sorge getragen werden, dass die Stellenschlüssel eine deutliche Verbesserung erfahren. Wenn es mehr Pflegekräfte gibt, kann man sich auch der Präventionsarbeit stellen, ohne dass die Patienten und pflegebedürftigen Menschen darunter leiden.

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Beitrag von thorstein » 04.05.2011, 18:45

Das ist und bleibt eine verlogene Diskussion. Die gleiche AOK, die jetzt solche Krokoldilstränen weint und Aktionen plant, sitzt als Pflegekasse mit anderen Funktionären am Tisch, wenn die unzureichenden Personalschlüssel vereinbart werden, die dann zu Akkordpflege und entsprechenden Krankheitstagen führen.
Hier wird doch im Grunde suggeriert, wenn die Pflegekräfte sich gesünder Ernähren, nicht Rauchen und mehr Sport treiben, wird alles wieder gut.
Von einer Gesundheitskasse könnte man ja auch erwarten, dass sie etwas zu Belastungsgrenzen zu sagen hat. Solche Untersuchungen sind aber wohl zu heikel: dann lieber Tai Chi und Rückengymnastik.

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Stellenausstattungen verbessern - mit Vorrang

Beitrag von PflegeCologne » 05.05.2011, 06:18

thorstein hat geschrieben: Das ist und bleibt eine verlogene Diskussion. Die gleiche AOK, die jetzt solche Krokoldilstränen weint und Aktionen plant, sitzt als Pflegekasse mit anderen Funktionären am Tisch, wenn die unzureichenden Personalschlüssel vereinbart werden, die dann zu Akkordpflege und entsprechenden Krankheitstagen führen.
Hier wird doch im Grunde suggeriert, wenn die Pflegekräfte sich gesünder Ernähren, nicht Rauchen und mehr Sport treiben, wird alles wieder gut.
Von einer Gesundheitskasse könnte man ja auch erwarten, dass sie etwas zu Belastungsgrenzen zu sagen hat. Solche Untersuchungen sind aber wohl zu heikel: dann lieber Tai Chi und Rückengymnastik.
Hallo,
das ist genau die richtige Sichtweise. Zunächst müssen einmal die Kassen vernünftige Rahmenbedingungen mit gestalten helfen, vor allem für Stellenschlüssel sorgen, die den realen Bedürfnissen gerecht werden. Dann gibt es weniger Kranke und weniger Pflegekräfte, die aus dem Beruf "flüchten". Wenn dann so alles geordnet ist, kann man ergänzend mit Präventionsarbeit stabilisieren. Aber die Reihenfolge muss stimmen.
MfG Pflege Cologne
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Personelle Not in der Pflege mindern

Beitrag von Gaby Modig » 07.05.2011, 06:44

Ich sehe es auch so, dass seitens der Kassen eine verlogene Debatte geführt wird. Sie tragen nichts wirklich dazu bei, die personelle Not in der Pflege zu mindern. Die Kassen verstehen sich, wie schon seit Jahren, nur als Verwalter eines Beitragsvermögens, die Interessen der Versicherten kommen dabei schlecht weg. Neben der Benennung des Pflegenotstandes kann man insoweit viele Beispiele abliefern.

G.M.
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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Pflege-Rahmenbedingungen schnellstens verbessern

Beitrag von PflegeCologne » 10.05.2011, 06:59

Was die Pflege braucht, sind schnellstmöglich veränderte Rahmenbedingungen - und eher keine Pflegeausbildungsreform.
Dazu habe ich soeben einen Text eingestellt unter
viewtopic.php?p=59022#59022

Dass die Berufsverbände sich um das Berufsbild der Pflegekräfte kümmern, ist gut und richtig. Dass sie aber mit einer Art Priorität eine Ausbildungsreform einfordern, erscheint überzogen. Dies auch deshalb, weil es in der Pflege andere Probleme gibt, die einer vorrangigen Lösung zugeführt werden müssen - Pflegenotstand, Verbesserung Stellenschlüssel ...
Natürlich kann man an den Berufsgesetzen herumbasteln. Aber die in den letzten Jahrzehnten beschlossenen Veränderungen am Krankenpflegegesetz bzw. Altenpflegegesetz haben kein einziges Pflegeproblem gelöst.
Statt die Berufsgesetze zu verändern, erscheinen mehr Pflegestellen und wesentlich erhöhte Ausbildungskapazitäten nötig. Möglicherweise muss auch die Finanzierung anders gestaltet werden.
Wertschätzung und Anerkennung in der Pflege ist in der Bevölkerung laut Umfragen weit verbreitet. Nur die Arbeitsbedingungen bleiben weit hinter dem zurück, was Pflegekräfte sich wünschen und brauchen. Daran muss gearbeitet werden. Die Arbeitsbedingungen, vielfach kritisiert und der Grund allen Übels, bleiben durch die Berufsgesetze eher unberührt.
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Krankenschwestern sind oft kranke Schwestern

Beitrag von Presse » 11.05.2011, 18:53

Krankenschwestern sind oft kranke Schwestern

Hamburg (ots) - Sie helfen anderen, wieder gesund zu werden, und das kann auch auf die eigenen Knochen gehen: Wie die Techniker Krankenkasse (TK) meldet, liegt der Krankenstand bei Krankenschwestern, -pflegern sowie Hebammen mit 4,8 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 3,36 Prozent. Während jeder Beschäftigte in Deutschland statistisch gesehen 12,3 Tage krankgeschrieben war, waren Beschäftigte in der Krankenpflege und Geburtshilfe mit durchschnittlich 17,5 Tagen in 2010 deutlich mehr krankgeschrieben. Noch höhere Fehlzeiten verzeichnete die TK mit 22,6 Tagen pro Kopf unter Krankenpflegehelfern.

"Bei Pflegeberufen kommen viele gesundheitliche Belastungen zusammen: Die Betreuung kranker Menschen kann psychisch sehr belastend sein, zudem leisten die Beschäftigten auch körperlich schwere Arbeit und das oftmals im Schichtdienst", erklärt Gudrun Ahlers, Expertin für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der TK.

Überdurchschnittlich sind auch die Fehlzeiten bei Masseuren und Krankengymnasten mit 12,9 Tagen sowie bei Medizinlaboranten mit 15,6 Tagen. Besonders niedrige Fehlzeiten verzeichnete die TK bei Ärzten (7,2 Tage), Zahnärzten (6,2 Tage), und Apothekern (7,3 Tage).

Hinweis für die Redaktionen:

Der TK-Gesundheitsreport analysiert jedes Jahr die Krankenstandsdaten der bei der TK versicherten Erwerbspersonen. Dazu zählen derzeit 3,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie "Arbeitslosengeld I-Empfänger". Der erste Teil des TK-Gesundheitsreports 2011 steht mit Infografiken und Illustrationsvorschlägen auf der Internetseite der TK unter http://www.presse.tk.de zum kostenlosen Download bereit.

Quelle: Pressemitteilung vom 11.05.2011
Pressekontakt: Michaela Hombrecher, TK-Pressestelle
Tel. 040-6909 2223, E-Mail: michaela.hombrecher@tk.de

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Pflege "pfleglicher" behandeln

Beitrag von Anja Jansen » 31.05.2011, 07:31

Meines Erachtens müssen wir die bundesdeutschen Pflegekräfte besser behandeln und vor allem dafür sorgen, dass die Berufsflucht wegen schlechter Arbeitsbedingungen und Krankheit aufhört. Es sind nach meinem Eindruck genügend Pflegekräfte moblisierbar, wenn man ihnen signalisiert, dass "pflegliche" Behandlung gewährleistet wird.
Insoweit sind die Träger bzw. die Führungskräfte verantwortlich. Natürlich muss auch ergänzend die Politik den Rahmen verbessern.

LB. Grüße
Anja
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!

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Hoher Krankenstand bei den Pflegeberufen

Beitrag von Presse » 14.02.2012, 19:08

DBfK: Hoher Krankenstand Folge chronischer Überlastung in den Pflegeberufen

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) nimmt die heute im DAK Gesundheitsreport 2012 veröffentlichten Arbeitsunfähigkeitsdaten mit großer Sorge zur Kenntnis. „Zum wiederholten Mal in Folge gehören die Pflegeberufe zu den Branchen mit höchsten Krankenständen. Die seit Jahren steigenden Ausfallzeiten durch Muskel- und Skeletterkrankungen einerseits und psychische Erkrankungen andererseits sind unmittelbare Folge chronischer Überlastung und schlechter Arbeitsbedingungen“, sagt dazu DBfK-Referentin Johanna Knüppel. „Einerseits wird allerorten der Pflegefachkräftemangel beklagt, andererseits werden die verbliebenen Fachkräfte durch Arbeitsverdichtung und immer höheres Arbeitstempo kontinuierlich verschlissen. Die einen retten sich in die Teilzeit, um ihre Gesundheit zu schützen, andere verlassen den Beruf oder geraten auf direktem Weg in die Erwerbsunfähigkeit. Wann werden endlich diese Alarmsignale an den verantwortlichen Stellen in Politik und Management wahrgenommen?“ so die Referentin weiter.

Der DBfK hat am 1. Februar 2012 die Initiative „Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ gestartet. Damit sollen vor allem Pflegende motiviert werden, sich nicht länger mit schlechten Arbeitsbedingungen abzufinden. Schwerpunktthema der Kampagne im Februar ist „Wertschätzung und Anerkennung“, im März wird das ‚Gesundbleiben am Arbeitsplatz‘ aufgegriffen. Informationen und Downloads zur DBfK-Initiative unter http://www.dbfk.de/Startseite/Tausche-w ... splatz.php.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Salzufer 6, 10587 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke können Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de nachlesen. Falls Sie Interviewwünsche haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.02.2012
http://www.dbfk.de/pressemitteilungen/w ... &navid=100

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Krankenstand von Pflegekräften 30 Prozent höher

Beitrag von Nursing-Neuss » 17.02.2012, 18:33

Presse hat geschrieben: Krankenstand von Pflegekräften 30 Prozent höher
AOK Bayern: Mehr Prävention für Beschäftigte von Pflegeheimen
....
Die für Bayern beschriebene Situation über den Krankenstand gibt es auch anderenorts. Es ist nichts Außergewöhnliches. Die Gründe dafür liegen auch auf der Hand. Wann endlich kapieren die Politiker und sonst Verantwortlichen, was zu tun ist. Die sog. Pflegereform von Hernn Bahr greift den angesprochenen Übelstand überhaupt nicht auf. Daher wird sich auch für die pflegebedürftigen Menschen nichts ändern. Offensichtlich versteht sich Herr Bahr als Verteiler kleinerer Geldgeschenke. Von einer wirklichen Reform will er wohl nichts wissen?

Nursing Neuss
Das Pflegesystem muss grundlegend reformiert werden. U.a. ist deutlich mehr Pflegepersonal erforderlich!

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Hoher Krankenstand in bayerischer Pflegebranche

Beitrag von Presse » 07.08.2012, 06:59

Hoher Krankenstand in bayerischer Pflegebranche
München – Der Krankenstand der Beschäftigten in bayerischen Pflegeheimen hat 2011 mit 5,75 Prozent ein neues Rekordniveau erreicht.
Darauf hat die AOK Bayern hingewiesen. Demnach geht aus dem „AOK-Report Pflege 2011“ hervor, dass der Krankenstand der Pflegebranche
letztes Jahr um fast fünf Prozent gegenüber 2010 angestiegen ist.
.... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51165

... aerzteblatt.de
Burnout von Pflegepersonal erhöht Infektionsrate der Patienten
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51121
Burnout von Pflegekräften ein internationales Problem
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49593

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Krankenstand in der Pflege am höchsten

Beitrag von Gaby Modig » 10.04.2013, 16:09

Der Krankenstand in der Pflege ist seit Jahren dramatisch hoch. Die Erklärungen dazu liegen auf der Hand: Zum Teil unzumutbare Arbeitsbelastungen .... Darüber wurde vielfach geschrieben, auch hier im Forum.

Nun berichtet die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) über den Krankenstand im Rhein-Kreis Neuss und schreibt:
Rhein-Kreis Neuss - Langzeitkranke belasten Unternehmen im Kreis
VON LUDGER BATEN - zuletzt aktualisiert: 09.04.2013
Rhein-Kreis Neuss (NGZ). Obwohl der Gesamtkrankenstand sinkt, bleibt eine große Sorge: Die Zahl der Langzeitkranken steigt. Das belegt die AOK-Erhebung 2012.
... (mehr) .... http://www.ngz-online.de/rhein-kreis/na ... -1.3310794

Dort heißt es u.a.:
... Die AOK schlüsselt ihre Krankenstand-Zahlen nach Branchen auf. Auffallend: Im Gastgewerbe sind die Mitarbeiter am wenigsten krank. Im Rhein-Kreis sank die Quote auf 2,92 Prozent und damit unter die Drei-Prozent-Marke. Spitzenreiter bleiben kreisweit die Senioren- und Pflegeheime – obwohl auch in der Branche die Gesamtkrankenstände von 6,98 auf 6,55 Prozent zurückgingen. ...

Damit wird erneut verdeutlicht, dass die vielfach beschriebenen Belastungen auch in der hiesigen Region aktuell und Reformen überfällig sind.

Gaby Modig
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Arbeitszufriedenheit in der Intensivpflege - Befragung

Beitrag von Herbert Kunst » 20.04.2013, 07:01

Online-Befragung zur Arbeitszufriedenheit in der Intensivpflege startet
Mitteilung von dip am 19.04.2014
---> viewtopic.php?t=18877

Studie: Arbeitsverdichtung auf der Intensivstation kann schwerwiegende Folgen haben
Zwischenfälle wären bei besserer Personalausstattung vermeidbar

---> viewtopic.php?t=17566&postdays=0&postorder=asc&start=0
Für menschenwürdige Pflege sind wir alle verantwortlich! - Dazu finde ich immer wieder gute Informationen unter http://www.wernerschell.de

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Schwestern und Pfleger sind oft krank und gehen früh in Rent

Beitrag von WernerSchell » 05.10.2014, 09:43

Zu viel Stress im Gesundheitswesen / Schwestern und Pfleger sind oft krank und gehen früh in Rente, Altenpfleger geben den Job auf

Baierbrunn (ots) - Bei Angestellten im Gesundheitssystem liegt der Krankenstand am höchsten. "Zunehmend mehr Patienten werden von immer weniger Krankenpflegern betreut. Da nutzt kein Stressmanagement-Training mehr", mahnt Professor Thomas Rigotti, Leiter der Abteilung Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Universität Mainz, in der "Apotheken Umschau". Inzwischen sei eine Grenze erreicht, die durch die Optimierung des Einzelnen nicht mehr ausgeglichen werden könne. Eine
Konsequenz: 30 Prozent des Personals gehen vorzeitig erschöpft und krank in Rente - durchschnittlich in einem Alter von 50 Jahren. Wer in der Altenpflege arbeitet, steigt im Schnitt bereits nach zehn Jahren wieder aus. Eng getaktete Zeitpläne überlasten körperlich und psychisch, und schlechte Bezahlung und ein raues Betriebsklima zermürben. "Es müssen einfach mehr Mitarbeiter eingestellt werden", so das Fazit von Professor Thomas Rigotti.

Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 10/2014 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Quelle: Pressemitteilung vom 05.10.2014 Wort und Bild - Apotheken Umschau
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
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