Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Forum Werner Schell
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BeitragVerfasst: 19.11.2013, 14:14 
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„Palliativversorgung (Medizin & Pflege)
Hospizarbeit – Sterbebegleitung
ambulant und stationär“



Thema beim Pflegetreff in Neuss-Erfttal am 19.11.2013

„Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen.“
Quelle: „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“.

„Palliativbetreuung dient der Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung konfrontiert sind. Das geschieht durch Vorbeugung und Lindern von Leiden mittels frühzeitiger Erkennung, hochqualifizierter Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen psychischer, psychosozialer und spiritueller Natur“
Quelle: WHO, zitiert von Borasio „Über das Sterben“, C.H. Beck, 2012

„Palliativmedizin ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht nur medizinische Herausforderungen mit sich bringt, sondern auch weitreichende ethische Entscheidungen verlangt. Sie ist kein Spezialistenfach, sondern durchdringt viele Bereiche der Medizin, der Pflege und des häuslichen Umfelds.“
Quelle: Gerhard Pott / Dirk Domagk (Hrsg.): „Integrierte Palliativmedizin“, Schattauer; 2013

Es erscheint dringend geboten, die Versorgung und Betreuung der schwerstkranken und sterbenden Menschen auf den Prüfstand zu stellen und dabei zu hinterfragen, ob und inwieweit die Versorgungsstrukturen jetzt und in naher Zukunft ausreichen. Die demografische Entwicklung und deutliche Zunahme der Menschen mit dementiellen Erkrankungen muss bedacht werden. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass hinsichtlich der dementiell erkrankten Menschen ein umfassender personeller Aufwand erforderlich ist, der über die bisher zugrunde gelegten Planungszahlen deutlich hinaus geht.

In einer Pressemitteilung vom 25.04.2012 hat der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV) getitelt: „Hospizhaltung und Palliativkompetenz müssen in Pflegeeinrichtungen selbstverständlich werden“ und zum 3. MDS-Pflege-Qualitätsbericht 2012 u.a. ausgeführt:

„Viele Pflegeeinrichtungen sind noch immer nicht ausreichend auf den Umgang mit an Demenz erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern vorbereitet. Und auch der Umgang mit Schmerzen ist dringend verbesserungsbedürftig, wenn man bedenkt, dass nur wenig mehr als die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner, bei denen das erforderlich wäre, eine systematische Schmerzeinschätzung erhalten. Diese ist aber eine wesentliche Voraussetzung für eine angemessene palliative Therapie.“ - Und weiter heißt es u.a.: „Es ist unser Anliegen, dass das Leben bis zum Lebensende lebenswert bleibt. Keiner soll angstvoll an seine letzte Lebenszeit im Pflegeheim denken.“

Besondere Aufmerksamkeit verdient in diesem Zusammenhang die Pressemitteilung der Bundesärztekammer vom 04.05.2012 zur „Palliativversorgung in Deutschland“. Dort ist u.a. ausgeführt:

„Wir brauchen in Deutschland dringend mehr Palliativstationen und Hospize für die Versorgung sterbenskranker Menschen. In den vergangenen Jahren hat es in diesem Bereich zwar große Fortschritte gegeben, doch noch immer werden viele der schwerstkranken und sterbenden Menschen von den Angeboten nicht erreicht.“

Der 10. Deutsche Seniorentag in Hamburg hat sich am 04.05.2012 umfassend mit den Lebensbedingungen der älteren Menschen befasst und in einer Presseerklärung vom 05.05.2012 u.a. herausgestellt:

„JA zu einem würdevollen Sterben
Ein ´Ja zum Alter!` schließt die Auseinandersetzung mit dem Lebensende ein. Das Sterben gehört zum Leben. Es aus dem eigenen Leben zu verdrängen, verhindert auch einen achtungsvollen Umgang mit dem Sterben anderer.
Eine aktive Sterbehilfe lehnen wir ab. Die Bereitschaft, Schwerkranken und Sterbenden, aber auch deren Angehörigen beizustehen, ist zu unterstützen. Die Förderung dieses – häufig ehrenamtlichen – Dienstes muss intensiviert werden, z. B. durch Qualifizierung, Hilfestellung und Begleitung. Deshalb sind Palliativmedizin und Palliativpflege flächendeckend auszubauen, ebenso die Hospizdienste.“


In einer Erklärung der Kassenärztlichen Vereinigungen vom 08.05.2012 wird ausgeführt, dass die Palliativmedizin gestärkt werden muss. Die Kassenärztlichen Vereinigungen kritisieren, die Palliativmedizin sei in Deutschland noch immer nicht flächendeckend möglich, obwohl jeder Patient ein Anrecht auf diese Behandlung hat.

Reformen in stationären Pflegeeinrichtungen sind nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV) dringend notwendig (Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 28.08.2012). „Die weiter wachsende Zahl hoch betagter Menschen in Pflegeheimen stellt unsere Gesellschaft vor eine der größten Herausforderungen. Sie alle haben ein Recht darauf, in Würde zu leben und zu sterben“, erklärte Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des DHPV in Berlin. Darauf müssten nicht nur die Pflegeheime reagieren, sondern auch Selbstverwaltung, Bund, Länder und Kommunen müssten die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung schaffen. - Näheres ergibt sich aus dem Grundsatzpapier: „Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen im hohen Lebensalter in Pflegeeinrichtungen“.

M. Schäufele et al. plädieren in ihrer Arbeit „Prävalenz von Demenzen und ärztliche Versorgung in deutschen Pflegeheimen: eine bundesweite repräsentative Studie“ (Quelle: Psychiatrische Praxis 2013; 40 (4); S. 200-206) u.a. für einen Ausbau der Palliativversorgung in den stationären Pflegeeinrichtungen. Insbesondere wird für die größte Gruppe der BewohnerInnen mit schwerer Demenz eine wachsende Bedeutung gesehen.

Gerda Graf, Ehrenvorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativ-verbandes (DHPV) hat sich nach einem Bericht der Zeitschrift „CAREkonkret“, Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege, vom 26.04.2013 mit dem Titel „Palliativversorgung – Sterbende mehr im Fokus haben“ dafür ausgesprochen, dass sich die Pflegeeinrichtungen besser auf die schmerzmedizinische Versorgung sterbender Menschen einstellen sollen. Für jede Einrichtung sei vor allem eine spezielle Palliativ-Fachkraft pro zehn BewohnerInnen zu fordern. Neue Wege seien einzuschlagen: „Wir müssen wegkommen von der Verwaltung hin zur Gestaltung des Lebensabends.“

Es muss daher hinterfragt werden, ob genügend Kapazitäten in den entsprechenden Versorgungsbereichen vorgehalten werden:

• Gibt es genügend Ärzte und Fachärzte, die entsprechend fort- und weitergebildet sind, um die hausärztliche Versorgung (einschließlich der Heime) insoweit sicher zu stellen?
• Sind genügend ambulante Hospizdienste bzw. ambulante Palliativpflegedienste verfügbar?
• Ist der seit 2007 bestehende Anspruch auf die „Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung“ (SAPV) kreisweit ausreichend gewährleistet?
• In welchem Umfang müssen stationäre Hospize und stationäre Palliativstationen vorgehalten werden?
• Gibt es ausreichend palliativmedizinische Konsiliardienste?
• Stehen den stationären Pflegeeinrichtungen genügend qualifizierte Palliativpflegekräfte zur Verfügung oder sind Nachqualifizierungen geboten? Gibt es Kooperationsvereinbarungen mit der Ärzteschaft?
• Inwieweit müssen entsprechende Betreuungsangebote - ambulant oder stationär – für Kinder vorgehalten werden?


Bei einer Gesamtbetrachtung der Versorgungsstruktur wird voraussichtlich deutlich gemacht werden (müssen), dass die entsprechenden Angebote trotz großartiger Bemühungen verschiedener Einzelpersonen und Institutionen noch nicht ausreichend sind und weiter ausgebaut werden müssen.

Der (19.) Pflegetreff wird am Dienstag, dem 19.11. 2013, 17.00 - 19.00 Uhr, im Jugendzentrum "Kontakt Erfttal", (großer Saal) Bedburger Straße 57, 41469 Neuss-Erfttal, das Thema aufgreifen und dabei nicht nur die regionalen, sondern auch überregionalen Gesichtspunkte einer guten Palliativversorgung erörtern.

Ein Grußwort spricht Pastor Monsignore Jochen Koenig, von 1979 bis 2010 Pfarrer in Neuss-Erfttal (und zusätzlich jahrelang leitender Pfarrer im Gemeindeverband "Rund um die Erftmündung").

Die Moderation wird wahrgenommen von Bernd Müller, ehemaliger TV-Moderator bei “Mittwochs live” und “Wunderschönes NRW” (u.a. mit einem Portrait des Rhein-Kreises Neuss).

Die Referenten auf dem Podium:

Dr. Dr. med. G. Steiner, Kasterstr. 54, 41468 Neuss, Leiter des Palliativnetzes "WiN - Wir in Neuss" für den Rhein-Kreis Neuss.
Dr. med. F.-J. Esser, ist als Chefarzt der Anästhesie im Johanna-Etienne-Krankenhaus Neuss tätig und Facharzt für Anästhesie, Spezielle Anästhesiologische Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin und Leitender Notarzt.
Gerda Graf, Geschäftsführerin der Wohnanlage Sophienhof gGmbH in Niederzier, Staatsexamen in der Krankenpflege in Jülich, Studium des Pflegemanagements in Duisburg, Focusing-Begleitung und Zusatzqualifikation in Palliative-Care und Ehrenvorsitzende im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V.
Dr. med. Udo Kratel, niedergelassener Internist und Palliativmediziner, 1. stellvertretender Vorsitzender der Hospizbewegung Dormagen e.V. und Vorstandsmitglied im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V.

Heinz Sahnen ist der Schirmherr des Pflegetreffs.
Die Leitung hat Werner Schell.

Eingeladen sind pflegebedürftige Menschen und Angehörige, PflegemitarbeiterInnen, Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen sowie alle interessierten BürgerInnen! - Der Eintritt ist frei!

Aktueller Hinweis für Gäste beim Pflegetreff:
Restexemplare des Buches "Sterbebegleitung und Sterbehilfe" (siehe unter -> viewtopic.php?t=7484 )
werden am 19.11.2013 beim Pflegetreff - Thema "Palliativversorgung und Hospizarbeit" -> siehe dazu viewtopic.php?t=18242
(ständige Aktualisierung) bzw. viewtopic.php?t=19371 (neben zahlreichen anderen Schriften) gegen eine geringe Auslagenerstattung
von 2,00 Euro zur Mitnahme ausliegen (solange der Vorrat reicht).

Weitere Informationen:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
Telefon: 02131 / 150779 – E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de


+++
Einladung (Plakat) zum Treff ist auch unter folgender Adresse abrufbar: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 191113.pdf
Weitere Informationen zum Pflegetreff (mit Fotos - stets aktuell) unter folgender Adresse: viewtopic.php?t=18242
+++

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ….

führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).


Bild

+++ Die Medien berichten u.a. wie folgt: +++

http://www.openbroadcast.de/article/299 ... rbeit.html
http://www.presseanzeiger.de/pa/Palliat ... eit-688864
http://www.openpr.de/news/738291.html
http://www.vitalindeutschland.de/angebo ... 19-11-2013
Newsletter Gesundheit des Rhein-Kreises Neuss, Ausgabe September 2013 (Seiten 9/10)
"Die Schwester / Der Pfleger", Die führende Fachzeitschrift für die Pflege, hat in ihrer Ausgabe Oktober 2013 einen Hinweis zum Pflegetreff am 19.11.2013 abgedruckt!

Im Newsletter Gesundheit des Rhein-Kreises Neuss, Ausgabe Oktober 2013 wurde nochmals auf den Treff aufmerksam gemacht und ausgeführt:
Pflegetreff am 19.11.2013 in Neuss-Erfttal mit dem Thema:
„Palliativversorgung - Hospizarbeit – Sterbebegleitung

Organisatoren und Teilnehmer des 19. Erftaler Pflegetreffs wollen der Frage nachgehen, ob genügend
Kapazitäten in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen im Rhein-Kreis Neuss vorgehalten werden.
Initiator Werner Schell gibt zu bedenken, dass bei einer Gesamtbetrachtung der Versorgungsstruktur
voraussichtlich deutlich gemacht werden muss, dass die entsprechenden Angebote trotz großartiger
Bemühungen verschiedener Einzelpersonen und Institutionen noch nicht ausreichend sind und weiter
ausgebaut werden müssen.
Der Pflegetreff findet am Dienstag, dem 19.11. 2013, 17.00 - 19.00 Uhr, im Jugendzentrum "Kontakt
Erfttal", Bedburger Straße 57, in Neuss statt. Er wird das Thema aufgreifen und dabei nicht nur die
regionalen, sondern auch überregionalen Gesichtspunkte einer guten Palliativversorgung erörtern.
Für die Veranstaltung hat Schell wieder viele erfahrene Referenten gewinnen können. Eingeladen sind
pflegebedürftige Menschen und Angehörige, Pflegekräfte, Leitungskräfte in Pflegeeinrichtungen sowie alle
interessierten Bürger! - Der Eintritt ist frei!
Weitere Auskunft erteilt:
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk, Werner Schell
Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 150779
E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

"Heilberufe", Das Pflegemanagzin, hat in der Ausgabe November 2013 einen Hinweis zum Pflegetreff am 19.11.2013 abgedruckt!

http://www.ak-gewerkschafter.de/2013/11 ... treff-ein/
http://www.mg-heute.de/pflegetreff-am-1 ... more-24886
http://www.aok-gesundheitspartner.de/rh ... 10825.html

"CAREkonkret", Die Wochenzeitung für Entscheider in der Pflege, berichtete in ihrer Ausgabe vom 15.11.2013 zum 19. Pflegetreff (Text auf Seite 7).

Am 16.11.2013 berichtete die Neuss-Grevenbroicher Zeitung in großer Aufmachung über den Pflegetreff und titelte:
"Werner Schell lädt zum Pflegetreff in Erfttal ein"

Bild
Werner Schell

Aktueller Hinweis für Gäste beim Pflegetreff:
Restexemplare des Buches "Sterbebegleitung und Sterbehilfe" (siehe unter -> viewtopic.php?t=7484 )
werden am 19.11.2013 beim Pflegetreff - Thema "Palliativversorgung und Hospizarbeit" -> siehe dazu viewtopic.php?t=18242
(ständige Aktualisierung) bzw. viewtopic.php?t=19371 (neben zahlreichen anderen Schriften) gegen eine geringe Auslagenerstattung
von 2,00 Euro zur Mitnahme ausliegen (solange der Vorrat reicht).
Werner Schell

Stand: 19.11.2013

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Zuletzt geändert von WernerSchell am 23.11.2013, 08:13, insgesamt 3-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 24.11.2013, 07:38 
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Der Pflegetreff konnte am 19.11.2013 erfolgreich durchgeführt werden!
Es waren (trotz zahlreicher Entschuldigungen) über 130 Gäste anwesend (überwiegend Multiplikatoren). Eine (längere)
Pressemitteilung werde ich im Moment noch nicht erstellen können, da ich bereits heute und in den nächsten Tagen außer
Hause in mehrere (zeitlich umfängliche) Veranstaltungen eingebunden sein werde.
Werner Schell

+++

Neusser Pflegetreff am 19.11.2013 im "Kontakt Erfttal"
Fotos Norbert Küllchen (weitere Bilder folgen):

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Werner Schell und Bernd Müller im Vogespräch

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Werner Schell und Podiumsgäste (von links): Dr. med. Esser, Pfarrer Koenig, Bernd Müller, Gerda Graf, Heinz Sahnen, Dr. med. Kratel, Dr. med. Steiner.

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Publikum mischt sich ein - Werner Schell (re)

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Publikum

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Werner Schell - Publikum diskutiert mit

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Heinz Sahnen dankt als Schirmherr

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Büchertisch beim Pflegetreff (Foto: Tören Welsch mit Kommentar vom 19.11.2013: Heute in Erfttal , reden über sterben - Aber in Würde ! - Quelle: https://www.facebook.com/werner.schell.7#!/toren.welsch )

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BeitragVerfasst: 11.12.2013, 07:46 
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Neusser Pflegetreff:
Das Sterben gehört zum Leben - es muss menschenwürdig gestaltet werden


Thema des Pflegetreffs war am 19.11.2013 im „Kontakt Erfttal“ die „Palliativversorgung (Medizin & Pflege) - Hospizarbeit – Sterbebegleitung ambulant und stationär“.

Auf dem Podium saßen ausgewiesene Experten und beleuchteten die Versorgungs- und Unterstützungsangebote aus verschiedenen Blickwinkeln, moderiert von Bernd Müller, ehemaliger TV-Moderator bei „Mittwochs live“ und „Wunderschönes NRW“. Über 130 Gäste (vorwiegend Multiplikatoren) wurden dabei geschickt mit Fragen und sonstigen Diskussionsbeiträgen eingebunden.

Bild
Werner Schell und Podiumsgäste (von links): Dr. med. Esser, Pfarrer Koenig, Bernd Müller, Gerda Graf, Heinz Sahnen, Dr. med. Kratel, Dr. med. Steiner.

Zum Auftakt der Statements und Diskussionsbeiträge stellte Pfarrer Jochen Koenig u.a. heraus, dass das Sterben kein Störfaktor sei, sondern als Teil des Lebens einer humanen Begleitung bedürfe. In diesem Sinne sollten wir verantwortungsvoll mit Leben und Sterben umgehen, so der Geistliche.

Dr. Dr. med. G. Steiner, niedergelassener Arzt und Palliativmediziner aus Neuss, verdeutlichte die Bedeutung der hausärztlichen Versorgung. Er stellte im Wesentlichen klar, dass die entsprechenden Strukturen im Rhein-Kreis Neuss gut geknüpft seien und das in Neuss ansässige Palliativnetz „WiN - Wir in Neuss“ für den Rhein-Kreis Neuss gute Arbeit leiste. Niemand müsse befürchten, unversorgt zu bleiben.

Dr. med. F.-J. Esser, Chefarzt am Johanna-Etienne-Krankenhaus in Neuss, befasste sich mit den Palliativstationen in den Krankenhäusern und machte u.a. deutlich, dass solche Zentren für diejenigen Menschen zur Verfügung stehen, denen Hilfe mittels personeller und sachlicher Ausstattung eines Krankenhauses (befristet) zuteil werden solle. Überalterte Planungskonzepte müssten angepasst werden und ein weiterer Ausbau solcher Stationen gefördert werden.

Gerda Graf, Geschäftsführerin einer Pflegeeinrichtung in Niederzier/Düren und Ehrenvorsitzende im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V, ging u.a. näher auf die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen in den stationären Pflegeeinrichtungen ein. Sie plädierte dafür, dass die stationären Pflegeeinrichtungen für eine palliative Versorgung und Begleitung ihrer BewohnerInnen gerüstet sein müssen. Geboten sei z.B. die Forderung an die Heime, eine spezielle Palliativ-Fachkraft pro zehn Bewohner vorzusehen.

Dr. med. Udo Kratel, niedergelassener Arzt und Palliativmediziner in Dormagen, ging als 2. Vorsitzender der Hospizbewegung Dormagen e.V. und Vorstandsmitglied im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V., auf die Hospizarbeit näher ein und erläuterte die kreisweiten Strukturen. Dabei wurde deutlich, dass die Hospizarbeit von verschiedenen Institutionen institutionell getragen wird, aber wesentlich unterstützt wird durch eine Vielzahl ehrenamtlicher HelferInnen.

Es ergab sich der Eindruck, dass die palliativen und hospizlichen Hilfe- und Unterstützungstrukturen im Rhein-Kreis Neuss durchaus als nahezu ausreichend bezeichnet werden können. Ungeachtet dessen gibt es sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungsmöglichkeiten. Bei einer überregionalen Betrachtung der Versorgungsstrukturen scheinen aber durchaus Lücken zu bestehen. Daher muss bei einer Gesamtbetrachtung der bundesdeutschen Versorgungslandschaft davon ausgegangen werden, dass es einen weiteren Ausbau der angesprochenen Unterstützungsleistungen und entsprechende Folgerungen des Gesetzgebers und der Kostenträger geben muss. Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat daher vorgesehen, mit entsprechenden Vorschlägen erneut aktiv zu werden.

Heinz Sahnen, Stadtverordneter in Neuss und zugleich Schirmherr des Erfttaler Pflegetreffs, konnte am Ende der Veranstaltung resümierend feststellen, dass es Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk unter Leitung von Werner Schell wieder einmal gelungen war, eine gut besuchte Veranstaltung zu organisieren und zu gestalten und dabei erneut ein Thema anzusprechen, das viele älter werdende BürgerInnen zunehmend bewegt.

Am Ende der Veranstaltung stand ein kurzer Ausblick auf den Pflegetreff, der am 13.05.2014 in Neuss-Erfttal stattfinden und sich ausschließlich mit dem Pflegenotstand befassen wird. Die einfache Botschaft lautet nämlich: Mehr Pflegepersonal in den Einrichtungen = bessere Pflege (und das wissen wir doch seit Jahren!).

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk

Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei!

+++ Die Medien berichten aufgrund der Pressemitteilung u.a. wie folgt: +++
http://www.mg-heute.de/das-sterben-geho ... et-werden/
http://www.openbroadcast.de/article/319 ... erden.html
http://www.presseanzeiger.de/pa/Das-Ste ... tet-708889
http://www.openpr.de/news/766057.html
... (weitere Hinweise folgen) ...

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BeitragVerfasst: 10.01.2014, 08:23 
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Der Newsletter (NL) Gesundheit für den Rhein-Kreis Neuss informiert in seiner Ausgabe Januar 2014 u.a. wie folgt:

Neusser Pflegetreff:
Das Sterben muss menschenwürdig gestaltet werden

Thema des Pflegetreffs am 19.11.2013 im „Kontakt Erfttal“ war die „Palliativversorgung (Medizin & Pflege)
- Hospizarbeit – Sterbebegleitung ambulant und stationär“. Auf dem Podium saßen ausgewiesene
Experten. Sie beleuchteten die Versorgungs- und Unterstützungsangebote aus verschiedenen
Blickwinkeln, moderiert von Bernd Müller, ehemaliger TV-Moderator bei „Mittwochs live“ und
„Wunderschönes NRW“. Über 130 Gäste wurden dabei geschickt mit Fragen und sonstigen
Diskussionsbeiträgen eingebunden. Zum Auftakt der Statements und Diskussionsbeiträge stellte Pfarrer
Jochen Koenig u. a. heraus, dass das Sterben kein Störfaktor sei, sondern als Teil des Lebens einer
humanen Begleitung bedürfe. In diesem Sinne sollten wir verantwortungsvoll mit Leben und Sterben
umgehen, so der Geistliche. Dr. Dr. med. G. Steiner, niedergelassener Arzt und Palliativmediziner aus
Neuss, stellte klar, dass die entsprechenden Strukturen im Rhein-Kreis Neuss gut geknüpft seien und das in
Neuss ansässige Palliativnetz „WiN - Wir in Neuss“ für den Rhein-Kreis Neuss gute Arbeit leiste. Niemand
müsse befürchten, unversorgt zu bleiben. Dr. med. F.-J. Esser, Chefarzt am Johanna-Etienne-Krankenhaus
in Neuss, befasste sich mit den Palliativstationen in den Krankenhäusern und forderte, dass überalterte
Planungskonzepte angepasst und ein weiterer Ausbau solcher Stationen gefördert werden.
Dr. med. Udo Kratel, niedergelassener Arzt und Palliativmediziner in Dormagen, ging als 2. Vorsitzender
der Hospizbewegung Dormagen e.V. und Vorstandsmitglied im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband
e.V., auf die Hospizarbeit näher ein und erläuterte die kreisweiten Strukturen. Dabei wurde deutlich, dass
die Hospizarbeit von verschiedenen Institutionen institutionell getragen wird, aber wesentlich unterstützt
wird durch eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer.
Es ergab sich der Eindruck, dass die palliativen und hospizlichen Hilfe- und Unterstützungsstrukturen im
Rhein-Kreis Neuss als nahezu ausreichend bezeichnet werden können. Ungeachtet dessen gibt es
sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungsmöglichkeiten.
Der nächste Pflegetreff findet am 13.05.2014 in Neuss-Erfttal statt. Hier geht es um den Pflegenotstand.
Weitere Auskunft erteilt:
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk, Werner Schell
Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 150779
E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Impressum des NL:
Rhein-Kreis Neuss, 53.7 Gesundheitsplanung & Gesundheitsförderung,
Valeria Diewald, Lindenstr. 16, 40515 Grevenbroich, Tel. 02181 6015333; Fax
02181-60185333, Email: valeria.diewald@rhein-kreis-neuss.de
Der Rhein-Kreis Neuss ist Mitglied im Gesunde-Städte-Netzwerk der
Bundesrepublik Deutschland.

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BeitragVerfasst: 16.01.2014, 18:17 
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für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
Pro Pflege - Selbsthilfetzwerk ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk unterstützt im Rahmen der Selbsthilfe auch Patienten mit Schlaganfall einschließlich deren Angehörige.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Mitgründer und Mitglied bei "Runder Tisch Demenz" (Neuss).


16.01.2014

An die
Abgeordneten des Landtages von Nordrhein-Westfalen



Palliativversorgung und Hospizarbeit ausweiten - Vorschriften für das Land Nordrhein-Westfalen präzisieren bzw. erweitern !


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihnen liegt u.a. ein Gesetzentwurf vor, durch den das Wohn- und Teilhabegesetz NRW neu gefasst werden soll (Drucksache 16/3388). Darin wird in § 4 auch eine "angemessene Palliativversorgung" angesprochen. Die vorliegende Fassung ist m.E. unzureichend und sollte erweitert bzw. präziser gefasst werden. Es sollte verdeutlicht werden, dass die stationären Pflegeeinrichtungen gewährleisten müssen, jeder Pflegefachkraft eine Fortbildung in der Palliativpflege zu ermöglichen. Zwingend vorgeschrieben werden sollte, dass für 10 BewohnerInnen mindestens eine besonders weitergebildete Palliativpflegekraft in jeder Einrichtung zur Verfügung steht.

Mit solchen ergänzenden Vorgaben kann dann auch sichergestellt werden, dass die "Rahmenempfehlung für die Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen für das Land Nordrhein-Westfalen" - Stand: 24.09.2013 - zielgerichtet umgesetzt wird.

Unabhängig von den o.a. Vorschriften sollten die landesrechtlichen Vorgaben für die allgemeine Palliativversorgung und Hospizarbeit der demografischen Entwicklung angepasst werden. Die Zahl der Palliativ- und Hospizbetten sollte für das Land NRW auf 80 - 100 pro 1 Million Einwohner erhöht werden. Zur Zeit liegen die Planzahlen weit darunter, so dass immer wieder behauptet werden kann, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Palliativ- und Hospizbetten auskömmlich sei. Dies entspricht aber leider nicht der realen Nachfrage. Dass Verbesserungen im Bereich der Palliativversorgung und Hospizarbeit geboten sind, ergibt sich auch aus den Vereinbarungen der großen Koalition in Berlin. Dort heißt es z.B. im Koalitionsvertrag, Abschnitt Pflege: "Zu einer humanen Gesellschaft gehört das Sterben in Würde. Wir wollen die Hospize weiter unterstützen und die Versorgung mit Palliativmedizin ausbauen." Insoweit sind Bund und Länder gemeinsam in der Pflicht.

Es erscheint geboten, die hier angesprochenen Themen alsbald umfassend aufzugreifen. Denn eine aktuelle Umfrage der DAK-Gesundheit macht deutlich, dass eine Mehrheit der Deutschen für aktive Sterbehilfe eintritt. Diese Befragungsergebnis ist möglicherweise damit zu erklären, dass die in großer Zahl älter werdenden Menschen Besorgnisse haben, bei schwerer Krankheit und vor allem im Sterbeprozess nicht angemessen / schmerzfrei versorgt zu werden. Es sind daher schnellstmöglich politische Konsequenzen angesagt. Mit dem angefügten Brieftext habe ich heute auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages angeschrieben.

Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell


>>>>>>>>> Brief an die Abgeordneten im Deutschen Bundestag vom 16.01.2014


Sehr geehrte Damen und Herren,

die Mehrheit der Deutschen tritt angeblich für aktive Sterbehilfe ein - so eine Umfrage der DAK-Gesundheit. Es wird von einer breiten Zustimmung für eine gesetzliche Regelung durch den Deutschen Bundestag gesprochen.

Dazu ergibt sich von hier in Kürze folgendes Statement:

"Sterbebegleitung ja - aktive Sterbehilfe nein"

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk spricht sich seit Jahren mit Entschiedenheit gegen eine aktive Sterbehilfe aus und wird auch weiterhin für diese Position eintreten. Vorstellungen, die in eine andere Richtung führen, wollen wir erneut eine Absage erteilen. Anlass für diese Klarstellung ist eine Umfrage der DAK-Gesundheit. Danach ist die Mehrheit der Deutschen für aktive Sterbehilfe.
Quelle: viewtopic.php?f=2&t=20138&p=78013#p78013

Es gilt weiterhin die hiesige Aussage: "Sterbebegleitung ja - aktive Sterbehilfe nein". Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt seit Jahren für eine Verbesserung der Palliativversorgung und Hospizarbeit ein. In diesem Sinne wurde z.B. auch der Neusser Pflegetreff am 19.11.2013 durchgeführt:
viewtopic.php?f=7&t=18242

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk steht für weitere Informationen und Stellungnahmen zur Verfügung. Am 30.01.2014 gibt es in der Neusser Volkshochschule eine Vortragsveranstaltung: "Palliativerversorgung und Hospizarbeit". Diese Versorgungsstrukturen gilt es deutlich zu stärken!
Näheres dazu unter -> viewtopic.php?f=7&t=19762

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell

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BeitragVerfasst: 04.02.2014, 07:58 
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Der Newsletter für Gesundheit des Rhein-Kreises Neuss,
Februar 2014, informierte u.a. wie folgt


Pflegenetzwerk spricht sich für Sterbebegleitung aus

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk spricht sich seit Jahren mit Entschiedenheit gegen eine aktive Sterbehilfe
aus und wird auch weiterhin für diese Position eintreten. Vorstellungen, die in eine andere Richtung
führen, erteilt Schell eine Absage. Anlass für diese Klarstellung ist eine Umfrage der DAK-Gesundheit.
Danach ist die Mehrheit der Deutschen für aktive Sterbehilfe. Es gilt weiterhin die hiesige Aussage:
"Sterbebegleitung ja - aktive Sterbehilfe nein". Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt seit Jahren für eine
Verbesserung der Palliativversorgung und Hospizarbeit ein.

Weitere Auskunft erteilt:
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk - Werner Schell
Harffer Straße 59 – 41469 Neuss
Tel.: 02131 150779
E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
Internet: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Impressum Newsletter:
Rhein-Kreis Neuss, 53.7 Gesundheitsplanung & Gesundheitsförderung, Valeria
Diewald, Lindenstr. 16, 40515 Grevenbroich, Tel. 02181 6015333; Fax 02181-
60185333, Email: valeria.diewald@rhein-kreis-neuss.de
Der Rhein-Kreis Neuss ist Mitglied im Gesunde-Städte-Netzwerk der Bundesrepublik
Deutschland.

_________________
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BeitragVerfasst: 26.02.2014, 07:40 
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Palliativversorgung … - Hörfunktipp für den 26.02.2014
Der WDR 5 Hörfunk greift am 26.02.104 in der Zeit von 10.05 bis 12.00 Uhr ( -> http://www.wdr5.de/sendungen/neugiergenuegt/ ) auch das Thema Palliativversorgung und Hospizarbeit auf.
Renate Werner hat zum Thema recherchiert und lässt Experten zu Wort kommen (Mark Castens, Dr. Hans-Jörg Hilscher aus Iserlohn und Werner Schell).

Siehe u.a. auch die Beiträge unter
Palliativversorgung ausweiten
viewtopic.php?f=2&t=17534&hilit=Palliativersorgung

+++
Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland
http://www.dgpalliativmedizin.de/images ... 9-2010.pdf

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+++
Zum Thema passend ein Leitgedanke von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk:
...dem Leben nicht mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben schenken.
Der Menschlichkeit nicht mehr Pflege geben, sondern der Pflege mehr Menschlichkeit

+++

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BeitragVerfasst: 02.05.2014, 09:11 
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Presseinformation – 1/5/2014 Düsseldorf, 2. Mai 2014

Ministerin Steffens:
Land unterstützt Pflegeheime beim Ausbau von Sterbebegleitung und Palliativversorgung nach Prinzipien der Hospizarbeit – Abschiednehmen in Würde erleichtern

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Mit Unterstützung des Landes sollen Pflegeeinrichtungen verstärkt in die Lage versetzt werden, Heimbewohnerinnen und -bewohnern eine Sterbebegleitung nach den Prinzipien der Hospizarbeit anzubieten: Würdevoll, selbstbestimmt und möglichst schmerzfrei. Dazu fördert das Land zwei Ansprechstellen zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung (kurz: ALPHA-Stellen): Für das Rheinland in Bonn, für Westfalen in Münster. Außerdem wird Pflegeeinrichtungen mit der neuen Broschüre „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen - Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“ ein schriftlicher Leitfaden angeboten.

„Früher starben Menschen häufig zuhause im Kreis der Familie, heute sterben sie oft in einer stationären Pflegeeinrichtung. Deshalb sollen die vom Ministerium geförderten ALPHA-Stellen jetzt auch Pflegeeinrichtungen beim Aufbau einer Hospizkultur professionell unterstützen“, erklärte Gesundheits- und Pflegeministerin Barbara Steffens.

Damit schafft Nordrhein-Westfalen die Grundlage dafür, dass schwerstkranke und sterbende Menschen in Pflegeeinrichtungen umfassend und professionell in ihrer vertrauten Umgebung bedarfs- und bedürfnisgerecht versorgt und in der Sterbephase fürsorglich begleitet werden können. Unnötige Krankenhauseinweisungen sollen dadurch vermieden, die Lebensqualität dieser Menschen bis zum Eintritt des Todes deutlich verbessert und auch deren Angehörige mit unterstützt werden.

„Wir wollen die in Nordrhein-Westfalen bestehende gute Infrastruktur in der Palliativversorgung und Hospizarbeit nutzen und durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Berufsgruppen und der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ganzheitliche Hospiz- und Palliativversorgung in den Einrichtungen erreichen. Damit sollen die Versorgungsqualität verbessert und die Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen unterstützt werden“, so die Ministerin weiter.

In Nordrhein-Westfalen gibt es mehr als 300 ambulante Hospiz- und rund 150 Palliativdienste. Ihr Einsatz wird in der Regel von den Krankenkassen bezahlt.

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Gesundheitswesens sowie Expertinnen und Experten der Hospiz- und Palliativversorgung hat das Gesundheits- und Pflegeministerium eine Konzeption mit Umsetzungsmöglichkeiten für die Implementierung von Leistungsangeboten der Palliativversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen entwickelt. Diese kann nun mit Unterstützung des Ministeriums in den Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden.

„Die qualitätsgesicherte Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen, die mir sehr am Herzen liegt, wird zunehmend zur Kernaufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimen. Mit den erhöhten Anforderungen wollen wir die Einrichtungen nicht allein lassen, sondern entsprechend ihrer individuellen Möglichkeiten bei der Realisierung der neuen Versorgungskultur unterstützen und beraten“, ergänzt Ministerin Steffens.

Pflegeeinrichtungen können sich von einem ALPHA-Team beim Aufbau einer Hospizkultur unterstützen lassen. Dazu gehören neben der Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch eine Vernetzung der Einrichtung mit Palliativteams und ambulanten Hospizdiensten aus der Region.

Die Broschüre unter dem Titel „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen – Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“ kann kostenfrei bestellt und heruntergeladen werden auf der Internetseite des Ministeriums http://www.mgepa.nrw.de unter Service / Publikationen. Telefonische Bestellungen sind möglich bei „Nordrhein-Westfalen direkt“ unter 0211 837-1001 (bitte Veröffentlichungsnummer 144 angeben).

Hintergrundinformationen:
- In NRW existieren rund 2200 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 179.000 Plätzen.
- Nach Studien versterben in Deutschland rund 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einer stationären Pflegeeinrichtung innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme und 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres.
- Adressen der beiden bereits seit langem bestehenden APLHA-Stellen in Bonn und Münster, die zusätzlich die Unterstützung von Pflegeeinrichtungen zum Ausbau von Sterbebegleitung und Palliativversorgung nach Prinzipien der Hospizarbeit übernehmen, lauten: ALPHA-Rheinland, Von-Hompesch-Straße 1, 53123 Bonn, Telefon 0228 746547, E-Mail: rheinland@alpha-nrw.de; ALPHA-Westfalen, Friedrich-Ebert-Str. 157-159, 48153 Münster, Telefon 0251 230848, E-Mail: alpha@muenster.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter,
Telefon 0211 8618-4246.

Dieser Pressetext ist auch über das Internet verfügbar unter der Internet-Adresse der Landesregierung http://www.nrw.de

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BeitragVerfasst: 17.06.2014, 06:36 
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Ausbau der Palliativversorgung in Bayern
Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen ausbauen möchte die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).
„Damit setzen wir ein klares Zeichen für ein Leben in Würde bis zuletzt. Dagegen lehne ich ... »
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... -in-Bayern

Koalition will Palliativmedizin stärken
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... n-staerken
Flächendeckende ambulante Palliativversorgung für Kinder in Hessen
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... -in-Hessen
Palliativmedizin: Frühe ambulante Betreuung verbessert Lebensqualität von Krebspatienten
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/5 ... spatienten

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BeitragVerfasst: 11.07.2014, 08:07 
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Ministerin Steffens:
Sterben in Würde erleichtern

Das Land weitet seine Aktivitäten für eine umfassende professionelle Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen in Pflegeeinrichtungen aus. Eine Auftaktveranstaltung für engere Zusammenarbeit zwischen Palliativversorgung und Hospizarbeit mit Pflegeeinrichtungen

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:stärkere Zusammenarbeit zwischen Expertinnen und Experten aus Palliativversorgung und Hospizarbeit mit Pflegeeinrichtungen soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimen dabei unterstützen, den Bewohnerinnen und -bewohnern ein Abschiednehmen in Würde zu erleichtern.

„Alle profitieren, wenn Hospizarbeit, Palliativversorgung und stationäre Pflegeeinrichtungen bei der Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase eng zusammenarbeiten“, erklärte Ministerin Steffens in Düsseldorf.

Die Ministerin ruft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen, Akteurinnen und Akteure der Hospizarbeit und Palliativversorgung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegestützpunkte und Pflegekonferenzen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen zur Teilnahme an einer Auftaktveranstaltung in Bochum auf. Sie trägt den Titel „Gemeinsam auf dem Weg – Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen“ und findet am 21. Oktober 2014 von 10.00 bis 16.00 Uhr im RuhrCongress in Bochum statt.

Grundvoraussetzung für eine bedarfsgerechte und qualitätsbasierte ambulante Hospiz- und Palliativversorgung rund um die Uhr, die den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe in den Hintergrund stellt, ist die kooperative, interdisziplinäre und Sektor übergreifende Zusammenarbeit aller für die individuelle Versorgung einer Patientin bzw. eines Patienten erforderlichen Berufsgruppen. Der fachliche Dialog auf der Veranstaltung soll dazu beitragen, die Implementierung entsprechender Leistungsangebote der Hospiz- und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen weiter zu fördern.

Organisiert wird die Veranstaltung von ALPHA NRW, die als Ansprechstellen zur Pflege Sterbender, Hospizarbeit und Angehörigenbegleitung im Auftrag des Landes Pflegeeinrichtungen beim Aufbau einer Hospizkultur professionell unterstützen.

Hintergrundinformationen:
- Informationsflyer und Anmeldung zur Veranstaltung „Gemeinsam auf dem Weg“:
http://alpha-nrw.de/wp-content/uploads/ ... 240614.pdf

- Broschüre „Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen – Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis“
https://broschueren.nordrheinwestfalend ... auto-pages

- In NRW existieren rund 2200 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 179.000 Plätzen.

- Nach Studien versterben (in Deutschland) rund 30 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner einer stationären Pflegeeinrichtung innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme und 60 Prozent innerhalb des ersten Jahres.

Quelle: Pressemitteilung vom 10.07.2014 - 504/7/2014
Kontakt: Reisdorf, Petra - Petra.Reisdorf@mgepa.nrw.de -

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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„Das Ende des Lebens aus Tabuzone holen“
- so titelte die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) zum Pflegetreff am 22.10.2014.
Der Bericht der NGZ wird mit Erlaubnis der Redaktion vollständig vorgestellt.
Weitere Informationen (Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk und Bilddatei …) folgen.

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Siehe auch bei Facebook unter
https://www.facebook.com/werner.schell.7
Dort können Bild und Text vergrößert aufgerufen werden.

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