Brandschutz in Heimen verbesserungsbedürftig

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Brandschutz in Heimen verbesserungsbedürftig

Beitrag von WernerSchell » 07.07.2011, 06:50

Diskussion zum Thema unter
viewtopic.php?t=15294

Brandschutzthemen im Forum u.a. unter:
viewtopic.php?t=13908&highlight=brandschutz
viewtopic.php?t=16017&highlight=brandschutz
viewtopic.php?t=15294&highlight=brandschutz
viewtopic.php?t=15186&highlight=brandschutz
viewforum.php?f=5
viewtopic.php?p=60882#60882


Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Initiative - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“


Pressemitteilung vom 04.07.2011

Brandschutz in stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) dringend verbesserungsbedürftig

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat u.a. mit Schreiben vom 04.01. und 12.06.2011 auf die Brandschutzproblematik in den stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) aufmerksam gemacht und dazu aufgerufen, diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen bzw. den Brandschutz zu optimieren. Dabei wurde auch auf die notwendige Verbesserung der Stellenausstattung in den Heimen aufmerksam gemacht (= Pflegenotstand).

Inzwischen hat das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) neue Brandschutzvorschriften erlassen und ist wohl der Meinung, dass nunmehr alles Erforderliche getan ist. Die gefahrenträchtigen Zustände in den Heimen konnten aber damit offensichtlich nicht beeinflusst werden.

Daher bestand Veranlassung, in der zurückliegenden Zeit immer wieder über Brände in Heimen zu informieren. Erst heute, 04.07.2011 berichtete die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post über einen Brand in einer Pflegeeinrichtung (in Siegburg) und titelt: „Altenheimbewohner stirbt bei Zimmerbrand.“

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat dies zum Anlass genommen, erneut Folgerungen bzw. (aufsichtsrechtliche) Maßnahmen anzumahnen, damit die offensichtlich bestehenden Gefahren für die pflegebedürftigen Menschen in stationären Einrichtungen ausgeschlossen bzw. minimiert werden können. Es besteht bundesweit dringender Handlungsbedarf!

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege- Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... erftig.php

Die Medien berichten u.a. wie folgt:
http://www.openbroadcast.de/article/119 ... rftig.html
http://www.presseanzeiger.de:80/infothe ... 497832.php
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=18783
http://www.openpr.de/news/551328.html
http://www.mg-heute.de/2011/07/05/brand ... /#more-833
http://www.pflegen-online.de/nachrichte ... 01483ec21a
http://www.betreuer-direkt.info/wbb/wel ... enetzwerk/
„Heilberufe“, Das Pflegemagazin (09/2011) berichtet: „Brandschutz muss verbessert werden“ (Forderungen von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk aufgegriffen).

Stand: 03.09.2011
Zuletzt geändert von WernerSchell am 02.10.2011, 07:52, insgesamt 7-mal geändert.
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Brandschutz in stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen)

Beitrag von WernerSchell » 30.07.2011, 06:34

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Neuss, den 07.07.2011

An die
für die Heimaufsicht und den Brandschutz zuständigen Ministerien der Bundesländer


Nachrichtlich:
An das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
An Medienvertreter

Brandschutz in stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) dringend verbesserungsbedürftig!

Sehr geehrte Damen und Herren,

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat u.a. mit Schreiben vom 04.01. und 12.06.2011 auf die Brandschutzproblematik in Heimen aufmerksam gemacht und dazu aufgerufen, diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen bzw. den Brandschutz zu optimieren. Dabei wurde auch auf die notwendige Verbesserung der Stellenausstattung in den Heimen aufmerksam gemacht (= Pflegenotstand).

Am 04.07.2011 schien es dringend geboten, das Thema aufgrund eines aktuellen Brandes in Siegburg mit Todesfolge (am 02.07.2011) erneut anzusprechen und die angefügte Pressemitteilung herausgegeben. Die Brandschutzproblematik wird auch mittlerweile im hiesigen Internet-Forum dargestellt unter
viewtopic.php?t=16018

Aufgrund der gegebenen Hinweise sind hier weitere besorgniserregende Berichte eingegangen, die Veranlassung geben, die zuständigen Landesministerien und –behörden nochmals auf die Angelegenheit aufmerksam zu machen und dringend darum darum zu bitten, im jeweiligen Zuständigkeitsbereich den Brandschutz in Pflegeeinrichtungen schnellstmöglich zu hinterfragen und die ggf. notwendigen (aufsichtsrechtlichen) Maßnahmen zu ergreifen. Offensichtlich bestehende Gefahren für die pflegebedürftigen Menschen müssen behoben und für die Zukunft ausgeschlossen werden.

Es muss vor allem sichergestellt werden, dass die

· maßgeblichen (landesrechtlichen) Vorschriften den (technischen und sonstigen) Anforderungen eines ausreichenden Brandschutzes in Pflegeeinrichtungen gerecht werden,
· Umsetzung der Anforderungen sichergestellt und in regelmäßigen Abständen überwacht wird und
· jeweils heiminternen Voraussetzungen für einen optimalen Brandschutz der BewohnerInnen durch geeignete Vorsorgeplanungen einschließlich der Einweisung des Personals in Verbindung mit entsprechenden Übungen unter Einbezug der Feuerwehr und sonstiger Notdienste sichergestellt sind.


Ich würde es sehr begrüßen, wenn Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk über veranlasste Maßnahmen informiert werden könnte.

Die Medien werden nochmals gebeten, das Thema in angemessener Form aufzugreifen mit dem Ziel, den Brandschutz voran zu bringen und nicht allein über Brandschutzskandale zu berichten.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk
http://www.wernerschell.de

+++

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk
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Telefon 02131 – 150779 - E-Mail: ProPflege@wernerschell.de
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Pressemitteilung vom 04.07.2011

Brandschutz in stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) dringend verbesserungsbedürftig

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat u.a. mit Schreiben vom 04.01. und 12.06.2011 auf die Brandschutzproblematik in den stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) aufmerksam gemacht und dazu aufgerufen, diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen bzw. den Brandschutz zu optimieren. Dabei wurde auch auf die notwendige Verbesserung der Stellenausstattung in den Heimen aufmerksam gemacht (= Pflegenotstand).

Inzwischen hat das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) neue Brandschutzvorschriften erlassen und ist wohl der Meinung, dass nunmehr alles Erforderliche getan ist. Die gefahrenträchtigen Zustände in den Heimen konnten aber damit offensichtlich nicht beeinflusst werden.

Daher bestand Veranlassung, in der zurückliegenden Zeit immer wieder über Brände in Heimen zu informieren. Erst heute, 04.07.2011 berichtete die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post über einen Brand in einer Pflegeeinrichtung (in Siegburg) und titelt: „Altenheimbewohner stirbt bei Zimmerbrand.“

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat dies zum Anlass genommen, erneut Folgerungen bzw. (aufsichtsrechtliche) Maßnahmen anzumahnen, damit die offensichtlich bestehenden Gefahren für die pflegebedürftigen Menschen in stationären Einrichtungen ausgeschlossen bzw. minimiert werden können. Es besteht bundesweit dringender Handlungsbedarf!

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege- Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei

Stand: 30.07.2011 - Zur Brandschutzprävention gibt es weiteren Schriftwechsel. Darüber wird demnächst weiter zu informieren sein!
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Brandschutz in Heimen verbesserungsbedürftig

Beitrag von WernerSchell » 09.08.2011, 06:51

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) hat in ihrer Ausgabe vom 09.08.2011 das Thema Brandschutz in Heimen erneut aufgegriffen und auf die Bemühungen von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk aufmerksam gemacht, klare Zuständigkeiten für den Brandschutz zu finden bzw. die Gefahrenabwehr deutlich zu verbessern. Auch der Kreisbrandmeister Reinhard Seebröker sieht Verbesserungsbedarf!

Der Bericht:
Korschenbroich
Brandschutz auf dem Prüfstand
VON DÉSIRÉE LINDE - zuletzt aktualisiert: 09.08.2011
Korschenbroich (NGZ). Nach dem Feuer im Senioren-Haus Tabita mit einem Todesopfer fordert der Verein "Pro Pflege" eine deutlichere Zuständigkeit für Brandschutz. Auch Kreisbrandmeister Reinhard Seebröker glaubt, dass "noch einiges zu tun" ist.
...
Dennoch ruft der Brand jetzt den Verein "Pro Pflege" mit Sitz in Neuss auf den Plan. Dessen Vorsitzender Werner Schell fordert schon lange klarere Zuständigkeiten für den Brandschutz. Er hat bereits an die Sozialministerien der Bundesländer sowie den Rhein-Kreis Neuss geschrieben und will vor allem wissen: "Wer kümmert sich? Wer übernimmt die Verantwortung für den Brandschutz?"
.... (vollständigen Bericht lesen)
http://www.ngz-online.de/korschenbroich ... -1.1353686
+++
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk wird am Thema dran bleiben und weiterhin bundesweit für eindeutige Verbesserungen des Brandschutzes in Pflegeeinrichtungen (Heimen) eintreten.

Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Brand im Caritas-Seniorenheim in Marienheide

Beitrag von WernerSchell » 14.08.2011, 09:47

Wie berechtigt die Mahnungen von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk sind, den Brandschutz in Pflegeeinrichtungen zu hinterfragen bzw. optimieren, zeigt ein aktueller Brandfall in Marienheide.

Dazu der Beitrag aus Forum:
viewtopic.php?p=60882#60882

Bei einem Brand in einem Seniorenzentrum in Marienheide ist heute Nacht (13.08.2011) eine 75-jährige Frau ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatte es aus bisher ungeklärter Ursache in dem Zimmer der Frau gebrannt. Beim eintreffen der Feuerwehr fanden sie die leblose Frau. Außerdem wurden zwei Mitarbeiter des Heims durch Rauchvergiftung leicht verletzt.
Quelle: WDR-Bericht vom 14.08.2011

Ausführlicher Medienbericht:

Seniorin stirbt bei Altenheimbrand

Marienheide – Ein Zimmerbrand im Caritas Seniorenzentrum löste den größten Rettungseinsatz in der Geschichte des Oberbergischen Kreises aus – 250 Helfer rückten an – 75-Jährige verstirbt, elf Personen verletzt.
Von Christian Herse

Es ist das Horrorszenario eines jeden Helfers: Ein Feuer in einem Altenheim mitten in der Nacht. Am frühen heutigen Morgen wurden diese Befürchtungen Realität. Um 1:37 Uhr wurden sämtliche Feuerwehren der Gemeinde Marienheide in die Hermannsbergstraße alamiert. In dem dortigen Caritas Seniorenwohnheim hatten Mitarbeiter auf der vierten Ebene den Brand bemerkt und auch selbst erste Löschversuche gestartet. Als die Rettungswagencrew der nahen Wache am Einsatzort eintraf, war das gesamte Stockwerk bereits so sehr verraucht, dass keine Hilfe mehr möglich war.
.... Weiter lesen unter
http://www.oberberg-aktuell.de/index.ph ... dc5477ae55
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Brandschutz in Heimen - dringender Optimierungsbedarf

Beitrag von WernerSchell » 16.08.2011, 07:51

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“


Pressemitteilung vom 14.08.2011

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk mahnt seit geraumer Zeit die Überprüfung und Optimierung des Brandschutzes in Pflegeinrichtungen an. Zuletzt wurde u.a. mit Schreiben bzw. Pressemitteilungen vom 04.01, 12.06, 04.07. und 07.07.2011 auf das Thema und die Handlungsnotwendigkeiten aufmerksam gemacht.

Der Brief vom 07.07.2011 richtete sich an die für die Heimaufsicht und den Brandschutz zuständigen Ministerien der Bundesländer sowie nachrichtlich an das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und an verschiedene Medienvertreter.

Der Text des Briefes vom 07.07.2011:
***
Brandschutz in stationären Pflegeeinrichtungen (Heimen) dringend verbesserungsbedürftig!

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk hat u.a. mit Schreiben vom 04.01. und 12.06.2011 auf die Brandschutzproblematik in Heimen aufmerksam gemacht und dazu aufgerufen, diesem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen bzw. den Brandschutz zu optimieren. Dabei wurde auch auf die notwendige Verbesserung der Stellenausstattung in den Heimen aufmerksam gemacht (= Pflegenotstand).

Am 04.07.2011 schien es dringend geboten, das Thema aufgrund eines aktuellen Brandes in Siegburg mit Todesfolge (am 02.07.2011) erneut anzusprechen und die angefügte Pressemitteilung herausgegeben. Die Brandschutzproblematik wird auch mittlerweile im hiesigen Internet-Forum dargestellt unter
viewtopic.php?t=16018

Aufgrund der gegebenen Hinweise sind hier weitere besorgniserregende Berichte eingegangen, die Veranlassung geben, die zuständigen Landesministerien und –behörden nochmals auf die Angelegenheit aufmerksam zu machen und dringend darum zu bitten, im jeweiligen Zuständigkeitsbereich den Brandschutz in Pflegeeinrichtungen schnellstmöglich zu hinterfragen und die ggf. notwendigen (aufsichtsrechtlichen) Maßnahmen zu ergreifen. Offensichtlich bestehende Gefahren für die pflegebedürftigen Menschen müssen behoben und für die Zukunft ausgeschlossen werden.

Es muss vor allem sichergestellt werden, dass die
· maßgeblichen (landesrechtlichen) Vorschriften den (technischen und sonstigen) Anforderungen eines ausreichenden Brandschutzes in Pflegeeinrichtungen gerecht werden,
· Umsetzung der Anforderungen sichergestellt und in regelmäßigen Abständen überwacht wird und
· jeweils heiminternen Voraussetzungen für einen optimalen Brandschutz der BewohnerInnen durch geeignete Vorsorgeplanungen einschließlich der Einweisung des Personals in Verbindung mit entsprechenden Übungen unter Einbezug der Feuerwehr und sonstiger Notdienste sichergestellt sind.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk über veranlasste Maßnahmen informiert werden könnte.

Die Medien werden nochmals gebeten, das Thema in angemessener Form aufzugreifen mit dem Ziel, den Brandschutz voran zu bringen und nicht allein über Brandschutzskandale zu berichten.

***
Nach den hier vorliegenden Erkenntnissen sind unsere Hinweise zur Optimierung des Brandschutzes in Pflegeeinrichtungen nur in wenigen Einzelfällen auf Interesse gestoßen und haben entsprechende Folgerungen in Gang gebracht.

Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk sieht sich daher veranlasst, erneut auf die Problematik aufmerksam zu machen und bittet nochmals darum, auf der Grundlage der bereits gemachten Vorschläge tätig zu werden. Dies erscheint dringend erforderlich, da die Berichte über Gefahrenlagen durch Brände nicht abreißen. Erst in der vergangenen Nacht gab es wieder einen Brand im Caritas-Seniorenheim in Marienheide, bei der eine 75-jährige Bewohnerin verstarb. Elf Personen worden verletzt.

Werner Schell
Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei

Informationen zum Thema u.a. im Forum Werner Schell unter:
viewtopic.php?t=16018
viewtopic.php?t=13908
viewtopic.php?t=16212
viewtopic.php?t=15294
viewtopic.php?t=15186
viewtopic.php?t=15580
viewtopic.php?t=16017
viewtopic.php?t=16157
viewtopic.php?t=16205
+++
Die Medien berichten u.a. wie folgt zum Thema:
http://www.openbroadcast.de/article/130 ... edarf.html
http://www.mg-heute.de/2011/08/15/hocha ... #more-1590
http://www.presseanzeiger.de/infothek/g ... 512813.php
http://www.heide-bote.de/index.php?name ... &sid=19207
http://www.openpr.de/news/562292.html
http://www.otextservice.com/medizin-ges ... arf-2.html
http://www.hwelt.de/c/content/view/8389/1/

Stand: 16.08.2011
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Brandschutz in Heimen verbesserungsbedürftig

Beitrag von WernerSchell » 14.01.2015, 09:03

Gestern, 13.01.2015, hat der NDR zum Thema
Brandschutz in stationären Pflegeeinrichtungen
berichtet. Siehe dazu:

Feuerfalle Seniorenheim
Panorama 3 - 13.01.2015 21:15 Uhr
Das Risiko, in einer Alteneinrichtung durch ein Feuer zu sterben, ist sechs Mal so hoch wie in einer durchschnittlichen Wohnung.
Warum brennt es in Alten- und Pflegeheimen so oft?
Quelle: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/p ... i1570.html (Beitrag rd. 6 Minuten - z.Zt. noch anschaubar)
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Seniorin steckt sich selbst in Brand

Beitrag von WernerSchell » 31.07.2015, 06:27

Die Rheinische Post / Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtet am 31.07.2015:

Seniorin steckt sich selbst in Brand
Düsseldorf. In einer Spezialklinik erlag die 79-Jährige wenig später ihren Verletzungen. Ein Pfleger, der ihr zu Hilfe gekommen war, erlitt Verbrennungen. Das Personal des Pflegeheims steht unter Schock.
Von Stefani Geilhausen
Die Bilder werden sie wohl nie vergessen, die Mitarbeiter des Senioren- und Pflegeheims "Zum Königshof", die am Mittwoch miterlebten, wie eine 79-jährige Bewohnerin durch Feuer schwer verletzt wurde.
Die Seniorin hatte gegen 21.15 Uhr auf dem Flur des Heims, in dem sie seit etwa acht Wochen lebte, wohl eine Zigarette rauchen wollen und dabei ihre Kleidung versehentlich in Brand gesteckt. Ein Pfleger fand die in Flammen stehende Frau, erstickte das Feuer mit einem Pulverlöscher
… (weiter lesen unter) … http://www.rp-online.de/nrw/staedte/due ... -1.5277256
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Feuer im Seniorenhaus Lindenhof Grevenbroich

Beitrag von WernerSchell » 08.09.2015, 15:55

Feuer im Seniorenhaus Lindenhof
Brand unter Kontrolle - Heimbewohner evakuiert


Rhein-Kreis Neuss/Grevenbroich. Im Seniorenhaus Lindenhof des Rhein-Kreises Neuss in Grevenbroich ist heute im Dachstuhl ein Feuer ausgebrochen, so dass 87 Heimbewohner und das Heimpersonal evakuiert werden mussten. In der nahe gelegenen Turnhalle des Erasmus-Gymnasiums wurden sie medizinisch und psychologisch betreut. Fünf Heimbewohner wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke am Mittag informierte, sei zum Glück niemand zu Schaden gekommen. Sein Dank galt den rund 160 Einsatzkräften, die mit 88 Fahrzeugen vor Ort waren, für den professionellen Einsatz, aber auch dem Heimpersonal, das sehr umsichtig gehandelt habe. Petrauschke dankte zudem der Stadt Grevenbroich, dem Erasmus-Gymnasium und auch Nachbarn des Lindenhofs, die spontan geholfen haben.
Um 7.53 Uhr war der Kreisleitstelle der Brand gemeldet worden. Die Feuerwehr Grevenbroich wurde umgehend alarmiert und war unter Beteiligung der Feuerwehr Neuss, Jüchen und Dormagen sowie von Rettungsdienstkomponenten des Rhein-Erft-Kreises und aus Düsseldorf im Einsatz. Um 11.15 Uhr konnte Einsatzleiter Udo Lennartz melden, dass das Feuer unter Kontrolle ist. Es waren aber noch umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich. Der Feuerwehreinsatz wird derzeit langsam zurückgefahren. Eine Brandwache ist noch erforderlich.
Für Angehörige und Bezugspersonen der Heimbewohner hatte der Rhein-Kreis Neuss im Laufe des Vormittags eine Hotline mit der Nummer 02181/601-6000 eingerichtet. Gleichzeitig wurden Angehörige direkt kontaktiert. Für alle Heimbewohner sind mittlerweile angemessene Unterbringungsmöglichkeiten in umliegenden Einrichtungen gefunden worden. Die Brandursache ist zurzeit noch unklar
.

Quelle: Pressemitteilung vom 08.09.2015
Reinhold Jung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Impressum:
Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Harald Vieten (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anne Bueren
Oberstraße 91
41460 Neuss
Tel: +49 2131 928 1301
Fax: +49 2131 928 81301
Email: Anne.Bueren@rhein-kreis-neuss.de

+++
NE-WS 89.4 NACHRICHTEN
Ausgabe vom 08.09.2015, 15:03 Uhr

Suche nach der Brand-Ursache im Seniorenhaus Lindenhof (Meldung vom 08.09.2015, 13:30 Uhr)
Das Feuer im Seniorenhaus Lindenhof in Grevenbroich beschäftigt noch immer die Feuerwehr. Es gebe noch immer Glutnester. Das Feuer war heute Morgen im Dachstuhl des Altenheims augebrochen. Fast 100 Bewohner und Mitarbeiter mussten evakuiert werden. Verletzt wurde niemand. Fünf Personen wurden allerdings vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Um kurz vor acht stand der Dachstuhl des Altenheims lichterloh in Flammen. Wie es zu dem Feuer kam, versuchen die Experten noch herauszufinden. 160 Einsatzkräfte waren vor Ort um das Feuer zu löschen und die teilweise bettlägerigen Menschen zu retten. Sie wurden in eine angrenzende Schulturnhalle gebracht. Angehörige schnellsmöglichst informiert. Wann das Altenheim wieder bewohnbar ist, ist noch völlig unklar. Erstmal sind die Bewohner auf umliegende Heime verteilt worden - zum Beispiel in Rommerskirchen und Jüchen
Der Kreis hat für die Angehörigen der Bewohner des Seniorenhauses Lindenhof eine Hotline eingerichtet. 02181/601-6000. Gleichzeitig werden Angehörige auch telefonisch kontaktiert
Quelle: http://www.news894.de/aktuell/lokale-news/
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Brände in sozialen Einrichtungen - Warum Sprinkleranlagen in Wohn- und Pflegeheimen unverzichtbar sind

Beitrag von WernerSchell » 08.05.2019, 08:24

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Neues Positionspapier des bvfa

Brände in sozialen Einrichtungen - Warum Sprinkleranlagen in Wohn- und Pflegeheimen unverzichtbar sind

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In sozialen Einrichtungen sind nach Angaben der Deutschen Stiftung Patientenschutz jedes Jahr bei 50 Bränden durchschnittlich 20 Todesopfer und 150 Verletzte in Deutschland zu beklagen. Und dies obwohl Wohn- und Pflegeheime in der Regel über vorschriftsmäßigen Brandschutz verfügten, das Personal ausreichend geschult war und die Feuerwehr rechtzeitig eintraf.
Auch die bvfa-Erhebungen, welche seit 2012 geführt werden, unterstreichen jährlich diese Zahlen. Allein im laufenden Jahr sind bis einschließlich 23. April in sozialen Einrichtungen bereits 40 Brände mit 53 Verletzten und 5 Toten registriert worden. Die häufigsten Brandursachen sind technische Defekte an elektrischen Geräten sowie menschliches Fehlverhalten. Die Frage, die in diesem Zusammenhang immer lauter wird, ist: Wie können Risiken bei Bränden für die Bewohner verringert werden?

Die Zahl an Bränden in den stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege bewegt sich in den letzten Jahren auf kontinuierlich hohem Niveau. Tendenz steigend. Mit Blick auf das vorherige Jahr 2018, spricht die bvfa-Erhebung von 137 Bränden in sozialen Einrichtungen, die 257 Verletzte und 15 Tote gefordert haben. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg im Vergleich zu 2017. Für 2017 wurden vom bvfa an die 98 Brände mit 158 Verletzten und acht Todesfällen verzeichnet. Einen Überblick zu Bränden in sozialen Einrichtungen finden Sie in der vom bvfa erstellten Übersicht, welche den Zeitraum von 2012 bis einschließlich 2019 erfasst. Neben der Brandursache und Angaben über die Opfer sind hier auch der geschätzte Sachschaden und die Art der Pflegeeinrichtung aufgeführt. Die Auflistung wird regelmäßig vom bvfa - Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. aktualisiert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie steht unter dem folgenden Link:
https://www.bvfa.de/152/themen/branchen ... ichtungen/ kostenfrei zum Download bereit.
Die Statistik zeigt eindringlich, dass es noch immer viel zu oft in sozialen Einrichtungen in Deutschland brennt. Daher fordert der bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. mehr Brandschutz für Alten- und Pflegeheime, denn zu selten setzen die Einrichtungen bisher auf Sprinkleranlagen, die im Ernstfall nachweislich Leben retten. Genau an dieser Thematik knüpft das aktuelle bvfa-Positionspapier „Sprinkleranlagen in Wohn- und Pflegeheimen“ an.
Dabei wird zum einen auf das Thema Schutz durch Sprinkleranlagen und deren Vorteile eingegangen. Sprinkleranlagen erkennen Brände automatisch und löschen im besten Fall das Feuer bereits im Anfangsstadium bzw. minimieren die Rauchentwicklung. Damit verschaffen sie wichtige Zeit für die Bewohner und Pflegekräfte, um sich und andere zu retten. Darüber hinaus informiert das Positionspapier konkret über Sprinkleranlagen, die speziell für Wohn- und Pflegebereiche ausgerichtet sind sowie das seit 2013 bestehende Regelwerk. Dieses beschreibt Anforderungen und gibt Empfehlungen für Planung, Einbau und Wartung von Sprinkleranlagen unter Berücksichtigung der besonderen Eigenschaften in Wohnbereichen. Auch auf die Kosten und Wirtschaftlichkeit beim Einsatz von Sprinkleranlagen wird eingegangen. Warum es so wichtig ist bereits jetzt zu handeln, belegen nicht nur die oben genannten Zahlen der vergangenen Brände. Mit Blick in die Zukunft wissen wir, dass für 2030 das Statistische Bundesamt knapp 3,4 Millionen pflegebedürftige Menschen erwartet. Das sind beinahe 50 Prozent mehr als heute. Ein Drittel davon wird gemäß Statistik in Pflegeheimen betreut. Aus dieser Perspektive ist das sich intensive Auseinandersetzen mit dem Thema Brandschutz und dem Einsatz von Sprinkleranlagen in sozialen Einrichtungen eine wichtige und lohnende Investition in eine sicherer Zukunft.

Das vollständige Positionspapier zum Thema „Sprinkleranlagen in Wohn- und Pflegeheimen“ sowie viele weitere Fachinformationen des bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. finden Sie auf der bvfa-Webseite zum kostenlosen Download unter
https://www.bvfa.de/181/presse-medien/p ... rmationen/

Über den bvfa:
Der bvfa - Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. ist der maßgebliche Verband für vorbeugenden und abwehrenden technischen Brandschutz in Deutschland. In dem Verband sind die führenden deutschen Anbieter von stationärer und mobiler Brandschutztechnik sowie von Systemen des baulichen Brandschutzes vertreten. Der Verband, der gegenwärtig etwa 120 Unternehmen vertritt, wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Würzburg.

Quelle: Pressemitteilung vom 08.05.2019
Kontakt:
bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V.
Dr. Wolfram Krause / Geschäftsführer
Koellikerstraße 13, D-97070 Würzburg
Telefon: 0931 / 35 292 0; Fax: 0931 / 35 292 29
email: info@bvfa.de; www.bvfa.de
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