Noten für Heime - Bewertung mit 82 Prüfkriterien

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Pflegeheime - Neue Bewertung für mehr Qualität

Beitrag von Presse » 19.02.2009, 07:00

Pflegeheime - Neue Bewertung für mehr Qualität

Ab 2009 gibt es für die Qualität von Pflegeheimen Zensuren wie in der Schule. Auf der Suche nach einem geeigneten Heimplatz, können sich Verbraucher jetzt anhand der Notenbewertung schnell einen Überblick verschaffen, ob die gewählte Einrichtung für sie in Frage kommt. Damit wird eine Vorgabe aus dem Pflege-Weiterentwicklungs-Gesetz umgesetzt, das am 1. Juli dieses Jahres in Kraft getreten ist.
... (mehr)
http://www.geldsparen.de/sparen/Gesundh ... litaet.php

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Verfahren zur Vergabe von „Schulnoten“

Beitrag von WernerSchell » 24.02.2009, 07:40

Verfahren zur Vergabe von „Schulnoten“ an ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen nach § 115 Abs. 1a SGB XI
Brief vom 23.02.2009 an den GKV – Spitzenverband Bund

http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... eilung.htm
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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bpa vergleicht Äpfel mit Birnen

Beitrag von Presse » 24.02.2009, 17:17

bpa vergleicht Äpfel mit Birnen

Als einen Vergleich von Äpfeln mit Birnen bezeichnet Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS), die vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) vorgelegten Zahlen zu den Kosten der Qualitätsprüfungen des MDK. Der Versuch des bpa, mit seinen Hochrechnungen eine Kostenexplosion herbeizureden, entbehre jeglicher sachlichen Grundlage. Zum Hintergrund: Der Gesetzgeber hat sich bewusst dazu entschlossen, die Frequenz der Qualitätsprüfungen des MDK zu erhöhen und gleichzeitig die lange geforderte Transparenz zur Pflegequalität herzustellen. Dass dies nicht zum Nulltarif zu haben ist, war ihm dabei durchaus bewusst.

Von Juli 2008 bis Ende 2010 sollen nach dem Gesetz jedes Pflegeheim und jeder Pflegedienst einmal vom MDK geprüft worden sein. Um dieses Ziel zu erreichen, ist in den Jahren 2009 und 2010 eine Prüfquote von 40 Prozent erforderlich. Das heißt, es sind ca. 8.800 Pflegeeinrichtungen pro Jahr von den MDK zu prüfen. Bei durchschnittlichen Prüfkosten von 4.500 EUR ergeben sich daraus jährliche Kosten von weniger als 40 Mio. EUR. Gemessen an den Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung für Pflegeleistungen in der ambulanten und stationären Pflege von ca. 11 Mrd. EUR im Jahr 2007 (ohne Unterkunft und Verpflegung, Sozialhilfe und Investitionskosten) beträgt der Anteil der Prüfkosten gerade mal 0,36 Prozent. "Dieses Geld ist gut investiert, weil es der Qualität der Versorgung eines jeden einzelnen Pflegebedürftigen zugute kommt", so Pick. Vergleiche man im übrigen die Kosten des MDK mit den Kosten, die für die von vielen Heimen in Auftrag gegebenen Zertifizierungsprüfungen anfallen, schneidet der MDK deutlich günstiger ab.

Dass der bpa Äpfel mit Birnen vergleicht, macht folgendes deutlich: Der von den MDK veranschlagte Tagessatz von 900 EUR basiert auf einer Vollkostenrechnung und berücksichtigt neben den Personalkosten für Prüfer auch andere Personalkosten z.B. für Sekretariatskräfte und sämtliche anderen Overhead-Kosten. Diesen Betrag hochzurechnen und daraus eine Vergütung für verantwortliche Pflegefachkräfte in den Pflegeeinrichtungen abzuleiten, ist abwegig. Dazu wäre allenfalls der Vergleich mit dem Durchschnittsverdienst einer Pflegefachkraft im MDK heranzuziehen. Dieser beträgt monatlich ca. 3.600 EUR. Ein solcher Vergleich wäre treffender und ehrlicher, passt aber sicher schlechter in das Kritikszenario des bpa.

Quelle: Pressemitteilung vom 24.02.2009
Medizinischer Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS)
Pressekontakt: Christiane Grote
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, MDS
Tel.: 0201 8327-115
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E-Mail: c.grote@mds-ev.de

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Private Pflegeheime warnen vor steigenden Kosten

Beitrag von Presse » 25.02.2009, 07:08

Private Pflegeheime warnen vor steigenden Kosten durch Qualitätsprüfungen

Die privaten Pflegeheime und -dienste haben die Kosten der künftig verstärkt vorgeschriebenen Qualitätsprüfungen auf 81 Millionen Euro beziffert....
Lesen Sie weiter unter:
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... sid=534493

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Pflegequalität ...

Beitrag von Presse » 02.03.2009, 16:04

Der nachfolgende Beitrag steht in Verbindung mit den Texten unter:
Noten für Heime - Bewertung mit 82 Prüfkriterien
viewtopic.php?t=10287
Schulnotensystem für ambulante Pflegedienste
viewtopic.php?t=10594


Veröffentlichung der Pflegequalität bringt Versicherten und Betroffenen zuverlässige Informationen

Berlin (ots) - Wofür Angehörige und Pflegebedürftige bisher viel Zeit aufgewendet haben, das wird künftig "auf einen Klick" verfügbar sein: Zuverlässige Informationen über die Qualität von Pflegeeinrichtungen, dargestellt mit Hilfe von Noten zwischen "sehr gut" und "mangelhaft". Über den Stand der Umsetzung bei der Veröffentlichung der Qualität von Pflegeheimen informierten der GKV-Spitzenverband und der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung am 2. März 2009 in Berlin.

"Schritt für Schritt kommt jetzt die notwendige Transparenz in die Pflegequalität. Durch Noten für jedes Pflegeheim in Deutschland wird deutlich werden, wie gut die Qualität jedes Einzelnen ist. Denn wenn ein Heim ein "gut" oder nur ein "mangelhaft" hat, weiß jeder Bescheid. Dabei kann man, je nach Informationsbedürfnis, die Gesamtnote oder die Einzelbewertungen oder auch das Ergebnis der Bewohnerbefragungen zu Rate ziehen. Dies ist gut für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen", so K.-Dieter Voß, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.

Umsetzung auf gutem Weg

"Die Medizinischen Dienste arbeiten mit Hochdruck daran, die Neuerungen aus der Transparenzvereinbarung in das Prüfinstrumentarium einzuarbeiten. Dafür müssen der Erhebungsbogen für die Bewohneruntersuchung und -befragung und die entsprechende Prüfsoftware angepasst werden", sagte Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS. "Ich gehe davon aus, dass wir ab Mai 2009 Qualitätsprüfungen nach dem neuen Prüfkatalog durchführen können." Damit würden die Voraussetzungen geschaffen, dass Versicherte und Verbraucher bald verständliche, informative und unabhängige Hilfestellungen bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung erhalten. Veröffentlicht werden positive wie negative Ergebnisse auf der Grundlage von flächendeckenden Qualitätsprüfungen, die in jeder Einrichtung stattfinden werden.

Bundesweite Datenbank geplant

"Unser Ziel ist eine bundesweite Datenbank mit qualitätsgesicherten Inhalten", so K.-Dieter Voß. "Diese dient dann als einheitliche Basis für die standardisierte Veröffentlichung zu definierten Terminen auf der jeweiligen Landesebene. Ich gehe davon aus, dass trotz der notwendigen umfangreichen Vorarbeiten bereits im Spätsommer 2009 die ersten Ergebnisse im Internet veröffentlicht sind."

Zum Hintergrund

Für alle Pflegeheime in Deutschland wird es künftig eine Gesamtnote und vier Teilnoten sowie eine Note für die Bewohnerbefragung geben. Diese Noten setzen sich aus insgesamt 82 Einzelbewertungen zusammen, die im Rahmen der gesetzlichen Überprüfung der Heime durch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen ermittelt werden. Grundlage für dieses neue Notensystem ist die Pflegereform aus dem vergangenen Jahr, die seit dem Sommer 2008 schrittweise umgesetzt wird. Pflege-bedürftige Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Angehörigen können sich gezielt zu den Themen "Pflege und medizinische Versorgung", "Umgang mit demenzkranken Bewohnern", "soziale Betreuung und Alltagsgestaltung", "Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene" und zu den Ergebnissen der Bewohnerbefragung informieren. Den Schwerpunkt bildet dabei der Bereich "Pflege und medizinische Versorgung": aus diesem Bereich werden 35 Qualitätskriterien abgebildet. Die 18 Kriterien zur Zufriedenheit der Bewohner in der Einrichtung werden separat in einer eigenen Note dargestellt.

Ambulante Pflegeeinrichtungen werden im Prinzip nach der gleichen Systematik geprüft. Hier wurden 49 Einzelkriterien vereinbart. Diese Kriterien sind den drei Bereichen "Pflegerische Leistungen", "Ärztlich verordnete pflegerische Leistungen" und "Dienstleistungen und Organisation" zugeordnet. Daneben wird auch hier eine Note für die "Befragung der Kunden" ausgewiesen.

Der GKV-Spitzenverband ist der Verband aller gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Als solcher gestaltet er den Rahmen für die gesundheitliche Versorgung in Deutschland; er vertritt die Kranken- und Pflegekassen und damit auch die Interessen der 70 Millionen Versicherten und Beitragszahler auf Bundesebene gegenüber der Politik, gegenüber Leistungserbringern wie Ärzten, Apothekern oder Krankenhäusern. Der GKV-Spitzenverband übernimmt alle nicht wettbewerblichen Aufgaben in der Kranken- und Pflegeversicherung auf Bundesebene. Der GKV-Spitzenverband ist der Spitzenverband Bund der Krankenkassen gemäß § 217a SGB V.

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) auf Landesebene in medizinischen und organisatorischen Fragen. Er berät den GKV-Spitzenverband in allen medizinischen und pflegerischen Fragen, die diesem qua Gesetz zugewiesen sind.

Quelle: Pressemitteilung vom 2.3.2009
Pressekontakt:
MDS
Pressestelle, Christiane Grote, Tel. 0201 8327-115
GKV-Spitzenverband
Pressestelle, Florian Lanz, Tel. 030 206288-4200

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Pflegequalität ...

Beitrag von WernerSchell » 02.03.2009, 16:19

Zuschrift an MDS und GKV-Spitzenverband Bund:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben Ihre Pressemitteilung ins Forum übernommen. Den Text finden Sie unter:
viewtopic.php?p=41589#41589

Siehe im Übrigen zum Thema die Zuschrift von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Verfahren zur Vergabe von „Schulnoten“ an ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen nach § 115 Abs. 1a SGB XI - Brief vom 23.02.2009 an den GKV – Spitzenverband Bund
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... eilung.htm
Aus der Zuschrift ergibt sich, dass die vorliegenden Bewertungskriterien dringend einer Überarbeitung bedürfen. Insoweit wird um weitere Veranlassung gebeten. Ggf. müsste im Rahmen gesetzgeberischer Initiaitiven nachgebessert werden. Bundesregierung und Parlament wurden bereits vorsorglich auf die Angelegenheit aufmerksam gemacht.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Pflege: Schulnoten allein schaffen noch keine Transparenz

Beitrag von Service » 03.03.2009, 15:16

Pressemitteilung von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk vom 23.02.2009 zeigt Wirkung:
Verfahren zur Vergabe von „Schulnoten“ an ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen nach § 115 Abs. 1a SGB XI - Brief vom 23.02.2009 an den GKV – Spitzenverband Bund
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... eilung.htm

Pflege: Schulnoten allein schaffen noch keine Transparenz

Zu den neuen Verfahren zur Prüfung der Qualität in der Pflege erklärt Elisabeth Scharfenberg MdB, bayerische Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Pflegepolitik von Bündnis 90/ Die Grünen:

Wir begrüßen, dass die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen in der ambulanten wie stationären Pflege künftig veröffentlicht und für die Versicherten verständlicher dargestellt werden sollen. Wir fordern dies schon lange und sind auf den Praxistest des neuen Systems gespannt.

Dennoch sind wir wie viele weitere Kritiker nicht restlos überzeugt. So liegt in der Bewertung der Pflegeeinrichtungen und –dienste nach Schulnoten noch kein Wert an sich. Zwar ist es leicht verständlich, wenn bei einer Prüfung am Ende ein „sehr gut“ oder ein „ausreichend“ steht. Genauso gut könnte man Ampelfarben oder Sterne verwenden. Entscheidend ist jedoch, wie es zu dieser Benotung kommt und ob sie ein wirklich objektives Bild der Pflegequalität abgibt.

Unseres Erachtens besteht die Gefahr der „Schein-Transparenz“. Zwar werden künftig mehr und auch wichtige Kriterien geprüft, zum Beispiel ob bei Demenzerkrankten auch die Angehörigen in die Pflege einbezogen werden. Es handelt sich dabei jedoch um Ja-Nein-Fragen. Selbst wenn man dies bejahen kann, so sagt das noch nichts darüber aus, in welcher Qualität und Häufigkeit dies geschieht oder ob es zur gelebten Pflegephilosophie einer Einrichtung zählt. Wir sind skeptisch, dass man dies durch reines „Abhaken“ feststellen kann.

Der Transparenz auch nicht besonders dienlich ist es, dass es keine bundesweite Internetadresse für die Prüfergebnisse geben soll, sondern in jedem Bundesland eine. Dies trägt nicht gerade zur besseren Übersichtlichkeit für die Versicherten bei.

Zudem sind die Betroffenen selbst, die Selbsthilfe und Verbraucherorganisationen viel zu wenig in die Entwicklung der neuen Prüfsystematik eingebunden worden. Die große Koalition hat ihnen mit der Pflegereform lediglich ein Stellungnahmerecht zugestanden. Das reicht nicht aus. Denn immerhin geht es um nicht weniger als die Qualität der Versorgung, die Pflegebedürftige und ihre Angehörigen erhalten.

Quelle: Pressemitteilung vom 3.3.2009
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Kassen benoten alle Einrichtungen

Beitrag von Ärztliche Praxis » 05.03.2009, 07:15

Kassen benoten alle Einrichtungen und stellen Infos ins Netz
Pflegeheim-Qualität künftig auf einen Klick ersichtlich

04.03.09 - In der zweiten Jahreshälfte wird ein Portal der gesetzlichen Kassen online gehen, auf dem die Qualität von Pflegeeinrichtungen dargestellt wird. Dafür wird der Medizinische Dienst sämtliche Heime und Ambulanzen prüfen. Für Patienten und Angehörige wird die Auswahl so vereinfacht.

Wofür Angehörige und Pflegebedürftige bisher viel Zeit aufgewendet haben, das wird künftig "auf einen Klick" verfügbar sein: Einheitliche Informationen über die Qualität von Pflegeeinrichtungen, dargestellt mit Hilfe von Noten zwischen "sehr gut" und "mangelhaft". Der GKV-Spitzenverband und sein Medizinischer Dienst (MDS) werden - wie vom Gesetzgeber gefordert - alle Einrichtungen bewerten.

"Schritt für Schritt kommt jetzt die notwendige Transparenz in die Pflegequalität", sagte K.-Dieter Voß, Vorstand beim Kassenverband. Neben der Gesamtnote werden im Internet auch die Bewertungen einzelner Bereiche sowie das Ergebnis von Bewohnerbefragungen veröffentlicht.

Im Mai sollen die Prüfungen beginnen
Peter Pick, Geschäftsführer des MDS, geht davon aus, dass im Mai 2009 mit den Qualitätsprüfungen begonnen werden kann. Er sagte zu, dass positive wie negative Ergebnisse auf der Grundlage von flächendeckenden Qualitätsprüfungen veröffentlicht würden. Das Ziel sei eine wirklich bundesweite Datenbank. Voß schätzt, dass trotz der notwendigen umfangreichen Vorarbeiten bereits im Spätsommer 2009 die ersten Ergebnisse im Internet veröffentlicht werden.

Die Gesamtnote wird sich aus vier Teilnoten sowie einer Note für die Bewohnerbefragung zusammensetzen. Insgesamt wird der MDS 82 Einzelbewertungen abgeben. Pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner und ihre Angehörigen können sich gezielt zu Pflege und medizinischer Versorgung, zum Umgang mit demenzkranken Bewohnern, zur sozialen Betreuung und Alltagsgestaltung oder zu den Bereichen Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene äußern.

Auch ambulante Einrichtungen werden bewertet
Ambulante Pflegeeinrichtungen werden im Prinzip nach der gleichen Systematik geprüft. Hier wurden 49 Einzelkriterien vereinbart. Diese Kriterien sind den drei Bereichen Pflegerische Leistungen, ärztlich verordnete pflegerische Leistungen sowie Dienstleistungen und Organisation zugeordnet. Daneben wird auch hier eine Note für die "Befragung der Kunden" ausgewiesen.

Nach dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz von Mai 2008 steht im § 115 Abs. 1a SGB XI, dass die Kassen die Leistungen der Pflegeeinrichtungen sowie deren Qualität für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen verständlich, übersichtlich und vergleichbar im Internet veröffentlichen müssen.

Mehr zum Thema:
Fiktives Bespiel für das Ergebnis einer Qualitätsprüfung
https://www.gkv-spitzenverband.de/uploa ... n_5482.pdf

GKV-Spitzenverband / chy

Quelle: Zeitung "Ärztliche Praxis", 4.3.2009
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_ ... 697267.htm
Zeitung "Ärztliche Praxis"
http://www.aerztlichepraxis.de

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Altenheim Web-TV, Vincentz Network, Hannover

Beitrag von WernerSchell » 10.03.2009, 16:18

Altenheim Web-TV, Vincentz Network, Hannover:

Der Arzt im Heim - Möglichkeiten im Pflege- Weiterentwicklungsgesetz
Interview mit Ronald Richter, Rechtsanwalt, Hamburg
» Film ansehen (01/2009)
http://www.altenheim.vincentz.net/_misc ... fm?pk=2371
Prüfungen durch den MDK – was Heimleiter wissen müssen
Interview mit Rechtsanwalt Dr. Markus Plantholz, Hamburg
» Film ansehen (03/2009)
http://www.altenheim.vincentz.net/_misc ... m?pk=21845
Das neue Begutachtungsverfahren zur Pflegebedürftigkeit
Interview mit Paul-Jürgen Schiffer (vdek), Mitglied des Beirates zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs
» Film ansehen (03/2009)
http://www.altenheim.vincentz.net/_misc ... m?pk=21846
Quelle: Altenheim Online
http://www.altenheim.vincentz.net/
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Bewertungssystem für Pflegeeinrichtungen

Beitrag von WernerSchell » 21.03.2009, 14:54

Bewertungssystem für Pflegeeinrichtungen – Erörterungen im Bundestag am 18.03.2009
BT-Protokoll 16/210)-Auszug hier
http://www.wernerschell.de/Rechtsalmana ... litaet.pdf
Schriftwechsel dazu im Forum
viewtopic.php?t=11284
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Korrekturen am Notensystem für Pflegeeinrichtungen?

Beitrag von ProPflege » 28.03.2009, 11:35

Korrekturen am Notensystem für Pflegeeinrichtungen?

Bericht in CAREkonkret vom 27.03.2009 mit einer Kritik-Zusammenfassung von Werner Schell hier
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 032009.php
Brief von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk vom 23.02.2009 an den GKV – Spitzenverband Bund mit einer umfänglichen Darstellung der Schulnotenkritik hier
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... eilung.php
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Schulnoten für Heime

Beitrag von WernerSchell » 24.05.2009, 13:02

Siehe zu den Schulnoten für Heime auch aktuell unter
viewtopic.php?t=11906
Experten gehen von einer "Volksverdummung" aus!
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Schulnoten

Beitrag von Presse » 30.06.2009, 11:35

Gesundheitsministerium genehmigt Qualitätsprüfungs-Richtlinien / Start für die neuen Pflegenoten

Berlin (sts). Das Bundesgesundheitsministerium hat jetzt nach Informationen des GKV-Spitzenverbandes die überarbeiteten Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR), die die Grundlage der Qualitätsprüfungen von Heimen und Pflegediensten bilden, genehmigt. Die ersten Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung nach dem neuen Prüfschema können damit wie geplant ab morgen, 1. Juli 2009, beginnen. Damit ist der Startschuss für die neuen Pflegenoten für Heime und ambulante Pflegedienste gefallen.
Zuvor hatte sich an dem Beteiligungsverfahren der Verbände zur Genehmigung der QPR Kritik entzündet. Trägerverbände wie der VDAB monierten, dass ihnen in diesem Prozess nicht alle notwendigen Informationen vorgelegt wurden. So bekamen die Verbände keine Einsicht in die Prüfanleitung einschließlich der Bewertungssystematik. (CAREkonkret berichtete in den Ausgaben 25 und 26).

Lesen Sie mehr zu dieser kontroversen Debatte in den Print-Ausgaben von CAREkonkret.

Quelle: Mitteilung vom 30.06.2009
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Pflege-Qualität: Schlechte Noten für Schulnoten

Beitrag von Presse » 30.06.2009, 12:14

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 1. Juli 2009 tritt das neue Verfahren zur Prüfung der Pflege-Qualität in Heimen (sog. „Pflege-TÜV“) in Kraft. Zahlreiche Verbände, z.B. der Sozialverband Deutschland, bemängeln, dass mit Hilfe des neuen Verfahrens Pflegemängel verschleiert werden könnten. Dazu erhalten Sie eine Erklärung von Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

Mit freundlichen Grüßen
i. A. Ute Montag
Wahlkreismitarbeiterin
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Pressemitteilung:
30. Juni 2009

Pflege-Qualität: Schlechte Noten für Schulnoten

Am 1.7.09 tritt das neue Verfahren zur Prüfung der Pflege-Qualität in Heimen (sog. „Pflege-TÜV“) in Kraft. Zahlreiche Verbände, z.B. der Sozialverband Deutschland, bemängeln, dass mit Hilfe des neuen Verfahrens Pflegemängel verschleiert werden könnten. Dazu erklärt Elisabeth Scharfenberg MdB, Sprecherin für Pflegepolitik:

Über die heftige Kritik am neuen „Schulnoten“-System für Pflegeeinrichtungen und ­dienste möge sich bitte niemand wundern – am wenigsten die große Koalition. Die Kritik kommt von eben jenen Organisationen, die an der Entwicklung des neuen Verfahrens völlig unzureichend beteiligt worden sind. Dass dies ein Fehler ist, haben wir Grüne bei den Verhandlungen zur Pflegereform immer wieder betont. Doch Union und SPD waren natürlich schlauer und haben alle Verbesserungsvorschläge ignoriert.

Im Grunde verfehlt das Schulnoten-System schon vor seiner Einführung das Klassenziel. Wie soll das System Transparenz und Vertrauen schaffen, wenn es nicht wirklich transparent entstanden ist?

Das neue Verfahren muss sich nun in der Praxis bewähren und alle Zweifel glaubhaft ausräumen. Die Erfahrungen müssen deshalb engmaschig, ehrlich und unabhängig begleitet und ausgewertet werden. Sollten sich Befürchtungen, z.B. dass schlechte Noten durch gute kaschiert werden können, auch nur im Ansatz bestätigen, muss unverzüglich nachgebessert werden und zwar richtig.
________________________________

Elisabeth Scharfenberg, MdB
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Startschuss für Schulnoten

Beitrag von Presse » 01.07.2009, 07:15

Startschuss für Pflegenoten

Neu-Isenburg – Pflegeheime und ambulante Pflegedienste erhalten ab sofort Schulnoten. Spitzenvertreter der Kassen und ihrer Medizinischen Dienste gaben am Dienstag den Startschuss für die neuen Pflegenoten, die für mehr Transparenz in der Pflegequalität sorgen sollen. Damit können die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung am Mittwoch mit den ersten Prüfungen beginnen, auf deren Basis die gut 11.000 Heime und 11.500 ambulanten Dienste künftig benotet werden.
...
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Qualität von Pflegeheimen wird transparenter
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=36569
Deutsches Ärzteblatt print
Pflegeeinrichtungen: „Pflege-TÜV“ in der Kritik
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/art ... p?id=64896

... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/3 ... enoten.htm

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