Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz (PpSG) - Eckpunkte zum Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege sind die Grundlage

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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Pflegepersonalbemessungsinstrument baldmöglichst einführen

Beitrag von WernerSchell » 12.03.2020, 16:52

DKG ZUR DEBATTE IM DEUTSCHEN BUNDESTAG
Pflegepersonalbemessungsinstrument baldmöglichst einführen
12.03.2020


Die DKG begrüßt den Antrag der Fraktion Die Linke, das von DKG, Pflegerat und Verdi entwickelte Pflegepersonalbemessungsinstrument PPR 2.0 schon zum 1. Januar des kommenden Jahres einzuführen. „Wir sehen gerade in der Zeit der Pandemie, wie wichtig das Personal in den Kliniken ist. Wir brauchen mehr Pflegekräfte, und dazu müssen auch politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, so dass Pflegekräfte gern und gut in Krankenhäusern arbeiten. Wir hoffen sehr, dass die Bundesregierung den gemeinsamen Vorschlag der drei Partner alsbald befürwortet und gesetzlich umsetzt“, so der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Gerald Gaß.
„Mit der PPR 2.0 haben wir ein unbürokratisches Personalbedarfsbemessungsinstrument vorgelegt, das eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgung der Patienten im Krankenhaus abbildet“, erklärte der DKG-Präsident. Nach der Einführung des Personalbedarfsbemessungsinstruments kann auf die gesetzlichen Pflegepersonaluntergrenzen und ihre Ausweitung verzichtet werden, da dann ein weitaus bedarfsgerechteres Verfahren zur Sicherung der Pflegequalität zur Verfügung steht.
Das neue Pflegepersonalbemessungsinstrument PPR 2.0 stellt eine grundlegend überarbeitete und modernisierte Version der Pflege-Personalregelung (PPR) dar, die in ihrer ursprünglichen Form immer noch von vielen Krankenhäusern zur Kalkulation der vorhandenen Pflegepersonalkosten angewendet wird. So wurden nunmehr die der Bemessung zugrundeliegenden Leistungen und Zeitwerte an die aktuellen Anforderungen einer guten pflegerischen Versorgung (z.B. Umsetzung von Expertenstandards und Leitlinien) angepasst. In diesem Zusammenhang erfolgte auch eine fachlich-inhaltliche Bewertung der Leistungsinhalte der allgemeinen und speziellen Pflege. Es ist zudem gelungen, den Pflegekomplexmaßnahmen-Score (PKMS) in das Pflegepersonalbemessungsinstrument zu überführen. In einem Pretest mit 44 Krankenhäusern zeigte sich, dass das Pflegepersonalbemessungsinstrument gut anwendbar ist und die Zeitwerte und Einstufungskriterien plausibel erscheinen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder - 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände - in der Bundes- und EU-Politik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 1.942 Krankenhäuser versorgen jährlich 19,4 Millionen stationäre Patienten und rund 20 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,2 Millionen Mitarbeitern. Bei 97 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

Quelle: Pressemitteilung vom 12.03.2020
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Altenpflege - Stellenprogramm kommt nicht auf Touren

Beitrag von WernerSchell » 15.07.2020, 17:18

Ärzte Zeitung vom 15.07.2020:

Altenpflege
Stellenprogramm kommt nicht auf Touren

Mit 13.000 zusätzlichen Stellen will die Bundesregierung für Entlastung in der Altenpflege sorgen. Nach eineinhalb Jahren fällt die Bilanz des Programms mau aus. --- (weiter lesen unter) ... > https://nlcontent.aerztezeitung.de/redi ... 81EDC74CFF

Anmerkung:
Es wurde bereits wiederholt ausgeführt, dass das Stellenprogramm völlig unzureichend ist. Es müssen ganz andere Maßnahmen ergriffen werden. Aber das hat die Groko bisher nicht verstanden! - Siehe z.B. unter > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =3&t=23687
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Zielführende Personalbemessung statt Teaktivierung starrer Vorgaben

Beitrag von WernerSchell » 27.07.2020, 07:25

Zielführende Personalbemessung statt Teaktivierung starrer Vorgaben

(Quelle: DKG) „Die von Minister Spahn vorgesehene Wiederinkraftsetzung der Pflegepersonalbesetzungsvorgaben auf Intensivstationen ist ein falsches Signal zum falschen Zeitpunkt“, erklärt DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Damit wird der Eindruck erweckt, die Pandemie sei überwunden. Tatsache ist aber, dass jederzeit Intensivstationen mit COVID-Patienten in Cluster-Regionen so in Anspruch genommen werden könnten, dass die starren bundesweiten Vorgaben in den Kliniken vor Ort nicht eingehalten werden könnten. Die infizierten Intensivpatienten müssten dann in andere Kliniken verlegt werden. „Niemand weiß, wie sich in den nächsten Wochen nach der Urlaubsperiode die Infektionslage entwickeln wird. Richtigerweise ist die Pandemiegesetzgebung für den Krankenhausbereich auf Ende September bzw. bis Ende des Jahres ausgerichtet“, so Baum.
Die DKG erinnert daran, dass die Krankenhäuser in den letzten Monaten gezeigt haben, dass sie zur höchstverantwortlichen Stellung aller erforderlichen personellen Kräfte in der Lage sind. Die Reaktivierung der Personaluntergrenzen im Intensivbereich ist auch angesichts der grundsätzlichen und von allen maßgeblich Beteiligten geführten Kritik am Pflegeuntergrenzen-Konzept unverständlich.
Dass auch die Pflegekräfte die PPUG ablehnen zeigte eine im Mai veröffentlichte Umfrage. Zwei Drittel der Pflegekräfte in den Krankenhäusern empfanden die von der Politik verordneten Personaluntergrenzen für Kliniken keineswegs als hilfreich. Die Hauptkritikpunkte waren: Bürokratie und keine Verbesserung der Situation der Pflegekräfte.
Seit Monaten liegt dem Ministerium das Konzept von Ver.di, dem Deutschem Pflegerat und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) vor, dass mit einem Pflegepersonalbedarfsbemessungsinstrument eine bessere Personalausstattung in den Kliniken sichern und unbürokratisch erzielen will. Es ist an der Zeit, die nicht sachgemäßen Untergrenzen abzulösen und mit einem Bedarfsbemessungsinstrument eine zukunftsfähige Lösung zu implementieren“, forderte Georg Baum „Mit der PPR 2.0 haben wir ein unbürokratisches Personalbedarfsbemessungsinstrument vorgelegt, das eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgung der Patienten im Krankenhaus abbildet und ein weitaus bedarfsgerechteres Verfahren zur Sicherung der Pflegequalität darstellt.

Quelle: Pressemitteilung vom 26.07.2020
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