Bewährte Qualität beim Müttergenesungswerk:
Best Practice Modelle für pflegende Angehörige
Berlin, 23. März 2011. Die Pflege von Angehörigen gehört zu den psychosozialen Faktoren,
die in der Therapie von Müttern in stationären Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen
des Müttergenesungswerkes (MGW) eine wichtige Rolle spielen. Die konzeptionelle
Herangehensweise ist vielfältig. In jedem Fall kommt es darauf an, die Gesundheit der
Frauen zu stärken, krankmachende Bedingungen aufzudecken und individuelle Strategien
zur Bewältigung der Belastungssituationen zu entwickeln.
„In den anerkannten Kliniken des MGW werden verschiedene Modelle von Vorsorge- und
Rehabilitationsmaßnahmen für pflegende Angehörige seit Jahren praktiziert – oft als
Schwerpunktmaßnahmen“, betont Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes.
„Unterschieden wird z.B. danach, ob die pflegende Frau allein in einer Mütterkurmaßnahme
oder – wie in einer Klinik angeboten – mit dem zu pflegenden Angehörigen
in unmittelbarer Nähe behandelt wird. Auch die Kliniken, in denen Mütter mit behinderten
und z.T. schwerstbehinderten – und erwachsenen – Kindern aufgenommen werden,
haben wertvolle Erfahrungen und effektive Angebote für pflegende Angehörige.“
In den vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken, die z.B. Mütter mit behinderten
Kindern betreuen, ist es seit Jahren eine Selbstverständlichkeit, den Erkrankungen und
Bedürfnissen der pflegenden Angehörigen besondere Rechnung zu tragen. In Einzel- und
Gruppengesprächen, im Pflegeangebot, bei medizinischen, physio- und spezialtherapeutischen
Therapien erhalten pflegende Angehörige neben der medizinischen Therapie für ihre
eigenen Beschwerden und Gesundheitsstörungen die Unterstützung in ihrer besonderen
Lebenssituation.
„Ob Anleitung zur Selbstfürsorge oder Hilfen zur Bewältigung der Krankheits- und Pflegesituation,
Fragen der Bindung zum kranken Familienmitglied und der mitunter nötige Ablösungsprozess“,
so Anne Schilling, „die Gesundheit und Stärkung der pflegenden Frauen für
ihre wichtige Aufgabe in der Familie steht im Vordergrund aller Bemühungen.“
Anspruchsberechtigt nach den §§ 24 und 41 SGB V sind bisher „Mütter“. Das Müttergenesungswerk
fordert, den funktionalen Mutterbegriff gesetzlich zu verankern, damit alle Pflegenden
Anspruch haben, auch die, die keine Kinder haben. Der Bedarf für diese Maßnahmen
ist riesig.
Weitere Informationen zu den Schwerpunktmaßnahmen für pflegende Angehörige und kostenlose
Unterstützung in allen Fragen rund um die Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen
geben die Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände im MGW-Verbund. Beratungsstellensuche
unter: http://www.muettergenesungswerk.de oder Kurtelefon: 030/330029-29
Quelle: Pressemitteilung vom 23.03.2011
Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Katrin Goßens, Tel.: 030 330029-14
presse@muettergenesungswerk.de, http://www.muettergenesungswerk.de
Im Januar 1950 gründete Elly Heuss-Knapp, die Frau des ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss,
die Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk. Zweck der Stiftung ist, Kurmaßnahmen für Mütter zu ermöglichen,
für die Idee der Müttergenesung zu werben und durch die Vernetzung der Wohlfahrtsverbände unter dem Dach des Müttergenesungswerks
(MGW) die Arbeit für Mütter zu stärken. Das geschieht mit den Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen
des MGW. Denn Verantwortung für Kinder und Familie heißt Einsatz rund um die Uhr – wobei die Behandlung von gesundheitlichen
Beschwerden der Mütter oft auf der Strecke bleibt. Die Gesundheitsprobleme können in vielen Fällen mit einzelnen
ambulanten Maßnahmen nicht ausreichend behandelt werden. Hier setzt das MGW mit seiner therapeutischen Kette an.
Während eines Zeitraums von drei Wochen gewährleisten Mütter- und Mutter-Kind-Kuren die umfassende Vorsorge und Rehabilitation
außerhalb des häuslichen Umfelds. Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände unterstützen bei der Antragstellung und bei Nachsorgeangeboten.
Best Practice Modelle für pflegende Angehörige
Moderator: WernerSchell