Schluss mit Schwarzarbeit in privaten Haushalten

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

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Schluss mit Schwarzarbeit in privaten Haushalten

Beitrag von Presse » 05.12.2008, 09:22

Schluss mit Schwarzarbeit in privaten Haushalten: Ehrlichkeit ist nicht teuer

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Jede vierte haushaltsführende Person glaubt, es sei teuer, eine Haushaltshilfe offiziell anzumelden. Durch die Anmeldung entstehen jedoch nur geringe Mehrkosten - wie der neue Online-Rechner der Minijob-Zentrale zeigt.

Ob Putzfrau oder Alltagshilfe - wer seine Haushaltshilfe offiziell anmeldet, müsse tief in die eigene Tasche greifen: Ein gängiges Vorurteil, wie eine repräsentative Emnid-Untersuchung im Auftrag der Minijob-Zentrale zeigt: 26 Prozent der 1.896 befragten haushaltsführenden Personen in Deutschland glauben, dass es ganz schön teuer wird, wenn man eine Haushaltshilfe legal beschäftigt. Doch Fakt ist: Wer seine Hilfe als Minijobber anmeldet, zahlt kaum drauf.

"Viele wissen offensichtlich nicht, wie gering die Mehrkosten sind, wenn man seine Hilfe als 400-Euro-Minijobber anmeldet", sagt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. "Die Hilfe im Haushalt nicht anzumelden, ist aber ein unnötiges Risiko, denn damit begeht der Arbeitgeber eine Ordnungswidrigkeit."

Kosten-Check mit neuem Online-Rechner

Wer wissen will, wie viel es genau kostet, seine Haushaltshilfe als 400-Euro-Minijobber anzumelden, kann das mit dem neuen Online-Rechner der Minijob-Zentrale ausrechnen. Einfach im Internet unter http://www.minijob-zentrale.de die Rubrik "Privathaushalte als Arbeitgeber" auswählen, den durchschnittlichen Monatsverdienst (maximal 400 Euro) der Hilfe in den Rechner eingeben und die Extrakosten auf einen Blick sehen. Der Vorteil: Nicht nur die Abgaben sind transparent, die auf den Verdienst zu entrichten sind, sondern auch der Betrag, den der Arbeitgeber am Jahresende von seiner Steuer abziehen kann. "Unter dem Strich kostet ein 400-Euro-Minijobber nur wenig mehr als eine schwarz beschäftigte Haushaltshilfe und für die Zukunft plant die Bundesregierung noch weitere steuerliche Entlastungen, so dass sich Ehrlichkeit tatsächlich lohnt", sagt Dr. Erik Thomsen. So zahlen private Arbeitgeber 2008 bereits nach geltendem Recht maximal 12,30 Euro im Monat mehr, wenn sie die Kosten für die Hilfe bei der Steuer geltend machen.

Arbeitgeber, die ihre Haushaltshilfe anmelden möchten, müssen sich nur ein kurzes Formular auf der Website der Minijob-Zentrale ausdrucken, ausfüllen und per Post an die Minijob-Zentrale, 45115 Essen schicken. Erhältlich ist der Haushaltsscheck auch per Telefon 01801 200 504 (Festnetzpreis 3,9 Cent/Min; andere Preise aus Mobilfunknetzen möglich).

Über die Minijob-Zentrale

Die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See ist der zentrale Ansprechpartner für geringfügige Beschäftigungen in Deutschland. Ihre Aufgabe ist die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahrens und die Beratung rund um die Minijobs.

Quelle: Pressemitteilung vom 5.12.2008
Pressekontakt:
Minijob-Zentrale
Susanne Heinrich, Tel.: 0234 / 304 82100
E-Mail: presse@minijob-zentrale.de

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Humane Pflege braucht neues Denken

Beitrag von Presse » 12.12.2008, 10:39

Humane Pflege braucht neues Denken - großes Interesse am Konzept des BHSB

Der BHSB - Bundesverband der Vermittlungsagenturen für Haushaltshilfen und Seniorenbetreuung - unterstützt ausdrücklich die aktuellen Vorschläge des Beirats zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Der von Bundesgesundheitsministerin Schmidt eingesetzte Beirat hatte vorgeschlagen, sich bei der Pflege zukünftig nicht mehr an den körperlichen Defiziten "Bedürftiger", sondern an der sozialen Teilhabe der Menschen zu orientieren. Von diesem Ansatz ist die Altenbetreuung in Deutschland aktuell meilenweit entfernt. Simon Wenz, Vorsitzender des BHSB: "Die Regeln der Pflegeversicherung und die Gesetzeslage zwingen ambulante Dienste dazu, ihre 'Kunden' im Schnelldurchgang abzufertigen. Darunter leiden nicht nur die alten Menschen, sondern auch die Pflegekräfte selbst." Der BHSB hat ein Konzept zur Lösung dieses Problems vorgelegt, dass auf breites Interesse stößt. Zentraler Ansatz ist die systematische Zusammenarbeit zwischen ambulanten Pflegediensten und osteuropäischen Betreuungskräften. Simon Wenz: "Politik und Branchenvertreter müssen endlich neue Wege gehen. Deutschland braucht ein ganz neues Verständnis von Pflege." Den Weg dorthin zeichnet der BHSB detailliert auf. Das Konzept des Bundesverband der Vermittlungsagenturen für Haushaltshilfen und Seniorenbetreuung steht erstens für die optimale Versorgung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen, zweitens für eine Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegekräften und drittens für einen fairen Umgang mit Betreuungskräften aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten.

Zum Hintergrund:
Auf seiner Internetseite http://www.bhsb.de präsentiert der Verband ein umfangreiches Memorandum, das neben dem skizzierten Lösungsmodell detaillierte Hintergrundinformationen zu rechtlichen und sozialpolitischen Fragen sowie wertvolle Informationen für Familien bereithält, die eine Pflege- oder Betreuungskraft suchen. Erhältlich ist das Memorandum auch per Post oder per E-Mail ( info@bhsb.de ).

Über den BHSB:
Der Bundesverband der Vermittlungsagenturen für Haushaltshilfen und Seniorenbetreuung in der 24 Stunden Betreuung (BHSB) ist der größte europäische Branchenverband.

Seine Mitglieder setzen sich für eine bezahlbare, sichere und legale 24-Stunden-Betreuung alter Menschen im eigenen Zuhause durch selbständige Pflegerinnen und Haushaltshilfen ein. Der Verband definiert klare Qualitätskriterien und kontrolliert deren Einhaltung.

Die Mitgliedsunternehmen des BHSB kooperieren schon heute mit ambulanten Pflegediensten und Wohlfahrtsverbänden. Ziel ist es, diese Zusammenarbeit bundesweit auszubauen und zu vertiefen.

Quelle: Pressemitteilung vom 11.12.2008
Pressekontakt:
BHSB
Simon Wenz
Telefon 06424-928370
info@bhsb.de
http://www.bhsb.de

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Ausländische Haushaltshilfe

Beitrag von Presse » 28.01.2009, 14:05

Ausländische Haushaltshilfe
Bei der Versorgung eines Demenzkranken kann der Haushalt zu viel werden


Was viele Angehörige noch nicht wissen: Jeder kann sich über die Arbeitsagentur ganz legal eine ausländische Haushaltshilfe vermitteln lassen. Diese kann die hauswirtschaftliche Versorgung bernehmen und darf leichtere Tätigkeiten bei der Pflege leisten.
... (mehr)
http://www.3sat.de/3sat.php?/vivo/126250/index.html

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Hilfe rund um die Uhr – (l)egal durch wen

Beitrag von Presse » 30.01.2009, 17:22

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Hilfe rund um die Uhr – (l)egal durch wen?

Wenn Pflegebedürftige 24 Stunden am Tag in ihrer Wohnung betreut und versorgt werden müssen, ist dies meist nicht ohne Hilfe von außen zu leisten. Eine 24-Stunden-Pflege durch deutsche Pflegedienste verursacht recht hohe Kosten. Der Einsatz ausländischer Haushaltshilfen und Pflegekräfte wirft vor allem die Fra-ge auf, ob eine solche Beschäftigung erlaubt ist. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz informiert in einer Broschüre "Hilfe rund um die Uhr – (l)egal durch wen?" über die Gestaltungsmöglichkeiten beim Einsatz deutscher Pflegedienste sowie über Bedingungen für die Beschäftigung von Pflegekräften und Haushaltshilfen aus Osteuropa. Die Broschüre ist in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz kostenfrei erhältlich.
Viele pflegedürftige Menschen möchten in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und nicht in ein Heim umziehen. Wenn die Versorgung rund um die Uhr nicht von Angehörigen gewährleistet werden kann, muss nach Alternativen gesucht werden. Der Einsatz von ausländischen Pflegekräften, insbesondere aus Osteuropa, erscheint zunächst eine preisgünstige Möglichkeit. Er birgt aber auch Risiken.
Die Broschüre "Hilfe rund um die Uhr – (l)egal durch wen?" informiert über die wichtigsten Punkte bei der Beschäftigung von Pflegekräften aus Osteuropa: Meldepflicht, entsandte Pflegekräfte, Scheinselbständigkeit, Kosten und Finanzierung. Zudem werden das Vermittlungsverfahren und die Vermittlungsbedingungen bei osteuropäischen Haushaltshilfen ausführlich erläutert. Beispielsweise ist die Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bürger aus osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten zurzeit ausgesetzt. Diese benötigen daher stets eine Arbeitserlaubnis für die Aufnahme einer Beschäftigung in Deutschland. Anderenfalls liegt eine illegale Beschäftigung vor.
Auch deutsche Pflegedienste bieten eine Versorgung rund um die Uhr an. Die Pflegedienste sind in der Regel von den Pflegekassen zugelassen und unterliegen entsprechenden Qualitätsanforderungen und Qualitätsprüfungen. Zudem zahlen die Pflegekassen bei Vorliegen einer Pflegestufe Pflegesachleistungen bis zu einem Höchstsatz von 1.470 € bei Pflegestufe III.
Die Informationsbroschüre "Hilfe rund um die Uhr" ist kostenlos und kann in sämtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz abgeholt werden. Postversand erfolgt gegen 1,45 € in Briefmarken durch die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V., Versand, Postfach 41 07 in 55031 Mainz.
Fragen rund um das Thema Pflege beantworten die Expertinnen der Verbraucherzentrale montags und mittwochs von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 06131/28 48 41.
VZ-RLP

Quelle: Pressemitteilung vom 23.1.2009
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/U ... ink535491A

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Hilfe rund um die Uhr – (l)egal durch wen?

Beitrag von WernerSchell » 04.02.2009, 13:48

Buchtipp!

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.:

Hilfe rund um die Uhr – (l)egal durch wen?

Näheres hier:
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/U ... 5481A.html

Titel Dok.-Typ Größe
Broschüre 24 Stunden Pflege PDF 506.0 KB
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/m ... 68751A.pdf
Nachtrag zum Flyer 24 Stunden Pflege Stand :Januar 2009 PDF 18.6 KB
http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/m ... 68761A.pdf
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Haushaltshilfen: Viel Schwarzarbeit bei Senioren

Beitrag von Service » 03.03.2009, 14:41

Haushaltshilfen: Viel Schwarzarbeit bei Senioren

Fast jeder dritte Deutsche hat im Jahr 2007 "schwarz" arbeiten lassen und dafür durchschnittlich etwa 1.000 Euro bezahlt. Das hat eine Umfrage für das Institut der deutschen Wirtschaft Köln ergeben. Dabei ging es vorwiegend um handwerkliche Leistungen und familienunterstützende Dienstleistungen wie Putzen, Hausaufgabenbetreuung, Bügeln und Gartenarbeit. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft mitteilt, sei das Potenzial für haushaltsnahe Dienste enorm. So würden z.B. nur ein knappes Viertel der alleinstehenden Senioren bislang einen Profi im Haushalt beschäftigen.
Würden sich indes alle Bundesbürger, die sich nach der IW-Studie helfen lassen wollen, ebenfalls eine Hilfe im Haushalt leisten, könnten bis zu 600.000 Vollzeitstellen entstehen. Weitere knapp 180.000 volle Arbeitsplätze kämen hinzu, wenn auch nur 30 Prozent der familienunterstützenden Dienstleistungen regulär erbracht würden heute sind es 5 Prozent, so die Prognose des Instituts. (Quelle: Häusliche Pflege)

Lese-Tipp zum Thema Alltagshilfen als Geschäftsfeld
http://www.altenpflege.vincentz.net/_mi ... 177&fk=103

Quelle: Mitteilung vom 3.3.2009
Vincentz Network, Hannover

Cicero
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Schwarzarbeit hat es immer gegeben

Beitrag von Cicero » 07.03.2009, 08:03

Schwarzarbeit hat es immer gegeben, sie wird wohl auch in der Zukunft nicht zu unterbinden sein. Die "kleinen" Dienstleistungen sind zum Teil mit gewerblichen Anbietern, Handwerksunternehmen, nicht zu erledigen. Das alles ist zu kompliziert und zu teuer. Daher muss sich der Staat wohl mehr einfallen lassen, als öffentlich die Schwarzarbeit zu geißeln.
Besonders bei umfänglichen Pflegesituationen ist die Beschäftigung legaler Kräfte wohl kaum ausreichend, um eine wirkliche Hilfe zu bieten. Wer kann denn z.B. eine Rund-um-Pflege zu legalen Bedingungen bezahlen? Darauf gibt es keine befriedigende Antworten.

Cicero
Politisch interessierter Pflegefan!
Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!

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Schwarzarbeit ? Freundschaftsdienst oder Sozialbetrug?

Beitrag von WernerSchell » 16.03.2009, 15:47

FAKT ist ...! | MDR FERNSEHEN | 16.03.2009 | 22:05 Uhr
Schwarzarbeit ? Freundschaftsdienst oder Sozialbetrug?

Siehe dazu Hinweis in unserem Forum
viewtopic.php?p=42021#42021
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https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Legalisierung osteuropäischer Betreuungskräfte

Beitrag von Presse » 06.05.2009, 13:56

BHSB: Gesetzeslage endlich den Realitäten anpassen
Auch Caritasverband fordert die Legalisierung osteuropäischer Betreuungskräfte - Studie stützt die Positionen des BHSB


Ebsdorfergrund (ots) - Immer mehr Verbände, Unternehmen und Initiativen fordern von der Politik Gesetzesänderungen bei der häuslichen Pflege. Dem hat sich jetzt auch Caritas-Präsident Peter Neher angeschlossen: "Familien müssen ohne Angst vor Sanktionen mittel- und osteuropäische Haushaltshilfen einstellen können."

Genau diese Forderung erhebt der BHSB - Bundesverband der Vermittlungsagenturen für Haushaltshilfen und Seniorenbetreuung - seit langem - und sieht sich jetzt durch die Ergebnisse einer aktuellen Studie vollauf bestätigt.

Das dip - Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung - hatte gemeinsam mit dem Deutschen Caritasverband die Situation von Familien mit mittel- und osteuropäischen Haushaltshilfen detailliert untersucht. Wie die Forscher ermittelten, werden solche Kräfte vor allem von über 80jährigen, allein lebende Frauen in Anspruch genommen. 60 Prozent von ihnen nutzen zusätzlich einen Profi-Pflegedienst.

Die Studie widerspricht damit deutlich der von Lobbygruppen immer wieder formulierten Warnung, durch die Osteuropäerinnen würden Pflegedienste vom Markt verdrängt. Im Gegensatz dazu sorge die kostengünstige Kraft überhaupt erst dafür, so die Forscher, dass die häusliche Pflege finanzierbar bleibt; die Versorgung daheim werde durch sie stabilisiert.

Nach Ansicht der Autoren der Studie haben die Osteuropäerinnen längst einen festen Platz im deutschen Pflegealltag, und der Bedarf steige weiter. dip und Caritas warnen davor, die Anbieter osteuropäischer Haushaltshilfen zu stigmatisieren. Statt dessen empfehlen sie eine Reihe von Gesetzesänderungen, die zu einer rechtlichen Klarstellung führen.

"Diese Klarstellung zum Wohle der Betroffenen ist seit Jahren überfällig. Aber der Politik fehlt der Mut, das Thema anzupacken," so der BHSB-Vorsitzende Simon Wenz. Der Bundesverband der Vermittlungsagenturen für Haushaltshilfen und Seniorenbetreuung (BHSB) setzt sich intensiv für die Anerkennung der selbständigen, europäischen Betreuungskräfte ein. Simon Wenz: "Wir brauchen endlich eine Gesetzeslage, die den Realitäten in diesem Land Rechnung trägt und den Familien hilft, anstatt sie zu verunsichern und zu ängstigen." Wie die Gesetzesänderungen konkret aussehen könnten und wie Pflege in den eigenen Wänden optimal gelingt, dazu hat der BHSB ein detailliertes Konzept vorgelegt, dass auf der Webseite des Verbandes kostenlos abrufbar ist. ( www.bhsb.de )

Über den BHSB:

Der Bundesverband der Vermittlungsagenturen für Haushaltshilfen und Seniorenbetreuung in der 24 Stunden Betreuung (BHSB) ist der größte europäische Branchenverband. Seine Mitglieder setzen sich für eine bezahlbare, sichere und legale 24-Stunden-Betreuung alter Menschen im eigenen Zuhause durch selbständige Pflegerinnen und Haushaltshilfen ein. Der Verband definiert klare Qualitätskriterien und kontrolliert deren Einhaltung.

Quelle: Pressemitteilung vom 6.5.2009
Pressekontakt: BHSB
Simon Wenz
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info@bhsb.de
http://www.bhsb.de

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Pflegehilfen zur Entlastung von Angehörigen

Beitrag von Gaby Modig » 07.05.2009, 06:50

Pflegehilfen zur Entlastung von Angehörigen

Die Ärzte Zeitung berichtet am 07.05.2009 über Notwendigkeit, die Pflegehilfen in den Familien zu stärken:

DIHK-Präsident für verbesserte Pflegehilfen

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, hat laut Ärzte Zeitung vom 7.5.2009 mehr Unterstützung für Arbeitnehmer gefordert, die ältere Angehörige pflegen. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" appellierte er an die Politik, für ausreichende Pflegeangebote zu sorgen, um Familien und Betriebe mit dieser Herausforderung nicht alleinzulassen.
Die Unternehmen ihrerseits könnten Mitarbeiter beispielsweise mit flexiblen Arbeitszeiten und Unterstützung bei der Suche nach Pflegeplätzen entlasten. Die Zahl der Pflegebedürftigen werde stetig wachsen.
Der Bericht ist nachlesbar unter
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... sid=546704
Was hier gefordert, ist eigentlich bei den Experten unstreitig. Die Politik ist gefordert, dem Grundsatz "ambulant vor stationär" zur Geltung zu verhelfen. Das hat bisher offensichtlich nur ungenüngend funktioniert.

Gaby
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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Betreuungskräfte - Alternative zum Pflegeheim

Beitrag von WernerSchell » 27.11.2009, 09:49

Die Hausengel: Europäische Betreuungskräfte bleiben in Deutschland die einzige bezahlbare Alternative zum Pflegeheim - Familienunternehmen mit neuem Internetauftritt

Nach Ansicht von Simon Wenz, Geschäftsführer der Hausengel GmbH aus dem hessischen Ebsdorfergrund, sind europäische Betreuungskräfte auch mittelfristig die einzige bezahlbare Alternative zum Pflegeheim: "Unser Unternehmen ist fünf Jahre am Markt. Bisher hat in dieser Zeit niemand in Deutschland eine praktikable, menschenwürdige Alternative zu unserem Betreuungsmodell aufgezeigt." Die Hausengel GmbH bietet mit 23 fest angestellten Mitarbeitern einen Rundum-Service. Familien bekommen eine kompetente Betreuungskraft inklusive Beratung und intensiver Begleitung durch eine oft schwierige Zeit. Europäische Betreuungskräfte profitieren von einem Fahrdienst, von Beratung und Schulungen, sind kranken- und haftpflichtversichert.

Neben dem Betreuungsdienst betreiben die Hausengel zwei ambulante Pflegedienste in Marburg und München, kooperieren darüber hinaus bundesweit mit zahlreichen externen Pflegediensten. "Gerade durch die Kombination aus medizinischer Pflege und Rund-um-die-Uhr-Betreuung sind wir in der Lage, vielen Menschen den gefürchteten Umzug ins Heim zu ersparen", sagt Simon Wenz. Mit ihrem Service aus einer Hand nimmt die Hausengel GmbH eine Ausnahmestellung ein. Ebenfalls als einziges der Branche hat das Unternehmen einen externen, TÜV-zertifizierten Datenschutzbeauftragten bestellt. Nachzulesen ist die entsprechende Datenschutzerklärung auf http://www.hausengel.de .

Der Internetauftritt wurde zum ersten Dezember 2009 komplett überarbeitet und bietet individualisierte Services für Familien, interessierte Journalisten und Betreuungskräfte - letzteres in mehreren Sprachen. Die Seite liefert zudem detaillierte Hintergrundinformationen zur Rechtslage und zur Praxis der 24-Stunden-Betreuung durch selbstständige Kräfte. Außerdem kommen auf http://www.hausengel.de in kurzen Filmen eine Familie und ihr Hausengel zu Wort - ein anderer Film stellt die Mitarbeiter vor.

Die Hausengel GmbH ist ein klassisches Familienunternehmen, neben Simon Wenz arbeitet auch seine Mutter Doris Wenz an verantwortlicher Stelle mit. Teamwork und eine entspannte, positive Arbeitsatmosphäre sind Teil der Firmenphilosophie und für den Erfolg der Hausengel unabdingbar. Nur so, davon ist Geschäftsführer Simon Wenz überzeugt, kann alles perfekt ineinander greifen. Und genau das ist der Anspruch: "Schließlich ist mit der Vermittlung einer europäischen Betreuungskraft unser Service nicht zu Ende, er fängt im Gegenteil erst an."

Quelle: Pressemitteilung vom 27.11.2009
Pressekontakt:
Simon Wenz
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Hauptsache billig - Discountpreise in der Pflege

Beitrag von Presse » 28.11.2009, 08:44

Hauptsache billig – Haderthauer für Discountpreise in der Pflege

Zur aktuellen Äußerung der bayerischen Sozialministerin Christine Haderthauer in
Hopferstadt zur Pflege durch osteuropäische Pflegekräfte erklärt Elisabeth Scharfenberg
MdB, pflege- und altenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen:


Da war er wieder, der berühmte Fettnapf, und Frau Haderthauer mittendrin.
Sie beherrscht dieses Medium wie kein anderes und ist zudem noch diskriminierend, ohne
wirklich eine Lösung des Problems unterbezahlter und oft illegaler Pflege in Deutschland
anzubieten.

Dass es Privathaushalte gibt, die die Pflege eines Angehörigen nur durch die Unterstützung
von osteuropäischen Pflegekräften aufrecht erhalten können – ist unbestritten. Hier zeigt sich
eine Betreuungs- und Versorgungslücke, die durch Angebote des Markts nicht gedeckt wird
oder gar nicht finanzierbar wäre. Und genau hier liegt doch das Problem. Angehörige schaffen
die Versorgung oft nicht allein. Sie müssen Beruf und Pflege, Kinderbetreuung unter einen
Hut bringen. Dann ist ein eine illegale Pflegekraft für viele ein Ausweg.
Es müssen Wege gefunden werden, die Beteiligen aus dieser Zwangslage zu holen. Es geht
dabei auch um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von mitunter illegalen
Pflegekräften. So sind diese oft 24-Stunden am Tag im Einsatz und nicht ausreichend
abgesichert im Krankheitsfall.

Wir Grüne sind für die Einführung eines branchenspezifischen Mindestlohns in der Pflege.
Zudem müssen Betroffene über ihre Ansprüche und Rechte besser Bescheid wissen. Sie
brauchen mehr Informationen über die Versorgungsmöglichkeiten vor Ort. Daher brauchen
wir dringend unabhängige Beratung. Denn laut Umfrage wisse selbst unter Pflegebedürftigen
und deren Angehörigen nur jeder zweite über seine Ansprüche ausreichend Bescheid.
Frau Haderthauers Äußerungen sind verletzend, gegenüber den osteuropäischen
Arbeitskräften und den hierzulande tätigen Pflegekräften. Ist es doch gerade die neue
Regierung unter CDU/CSU und FDP die den dringend notwendigen Mindestlohn in der
Pflege in Frage stellen, und diesen Missstand dadurch noch zementieren.

Quelle: Pressemitteilung vom 27.11.2009
________________________________
Elisabeth Scharfenberg, MdB
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: 030 227 74 531
Fax: 030 227 76 655
elisabeth.scharfenberg@bundestag.de
Wahlkreisbüro
Kreuzstraße 6
95111 Rehau
Tel: 09283 89 81 940
Fax: 09283 89 81 941
elisabeth.scharfenberg@wk.bundestag.de
Web: http://www.elisabeth-scharfenberg.de

thorstein
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Beitrag von thorstein » 28.11.2009, 10:43

Einen qualitativen Unterschied zwischen Frau Haderthauer und Frau Scharfenberg ist für mich nicht erkennbar. Außer Polemik eine inhaltliche Nullnummer.

Ob wir osteuropäische Pflegekräfte – wer glaubt ernsthaft den Quatsch mit den Haushaltshilfen – legalisieren oder nicht, die Pflege und Betreuung ist nach unserem Rechtsverständnis so nicht zu gewährleisten oder nicht zu finanzieren. Diese Kräfte sollen eine Rund-um-Versorgung gewährleisten, d.h zwar nicht, das sie 24 h arbeiten müssen, aber sie sollen zur Verfügung stehen, wenn es notwendig ist. Bei Demenzkranken bedeutet genau das eben rund um die Uhr. Gehe ich von einem Stundenlohn von nur 3 Euro aus, komme ich hier schon auf Kosten von über 2000Euro. So ist es aber gar nicht gedacht, bezahlt werden soll nur die tatsächliche Arbeitsleistung, die Präsenz fällt unter den Tisch. Das erinnert doch sehr an Haussklaven.

Legen wir die Mindestlohndebatte zugrunde, wären auch mit Kosten von 1600 Euro zu rechnen. Wer soll das bezahlen? Die durchschnittliche Witwenrente liegt meines Wissens deutlich unter 1000Euro. Aber hier geht es nicht um den Durchschnitt sondern um eine ganz andere Klientel.

Wir nutzen die schlechteren Lebensbedingungen in anderen Ländern, um unsere Probleme zu lösen. Das wird dann noch als soziale Glanztat verkauft, weil die Ausbeutung bei uns zu einem höheren Lebensstandard im Herkunftsland führt.

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Pflegereform muss angemessene Pflege gewährleisten

Beitrag von PflegeCologne » 28.11.2009, 11:17

thorstein hat geschrieben: ---- wer glaubt ernsthaft den Quatsch mit den Haushaltshilfen – legalisieren oder nicht, die Pflege und Betreuung ist nach unserem Rechtsverständnis so nicht zu gewährleisten oder nicht zu finanzieren. Diese Kräfte sollen eine Rund-um-Versorgung gewährleisten, d.h zwar nicht, das sie 24 h arbeiten müssen, aber sie sollen zur Verfügung stehen, wenn es notwendig ist. Bei Demenzkranken bedeutet genau das eben rund um die Uhr. Gehe ich von einem Stundenlohn von nur 3 Euro aus, komme ich hier schon auf Kosten von über 2000Euro. So ist es aber gar nicht gedacht, bezahlt werden soll nur die tatsächliche Arbeitsleistung, die Präsenz fällt unter den Tisch. Das erinnert doch sehr an Haussklaven.
Legen wir die Mindestlohndebatte zugrunde, wären auch mit Kosten von 1600 Euro zu rechnen. Wer soll das bezahlen? Die durchschnittliche Witwenrente liegt meines Wissens deutlich unter 1000Euro. Aber hier geht es nicht um den Durchschnitt sondern um eine ganz andere Klientel.
Wir nutzen die schlechteren Lebensbedingungen in anderen Ländern, um unsere Probleme zu lösen. Das wird dann noch als soziale Glanztat verkauft, weil die Ausbeutung bei uns zu einem höheren Lebensstandard im Herkunftsland führt.
Hallo,
dass in zahlreichen Situationen aus der Sicht von Familien mit einem pflegebedürftigen Angehörigen der Einsatz einer billigen Haushaltshilfe aus Osteuropa als die einzige mögliche Lösung erscheint, ist zunächst nachvollziebar.
Politiker, Pflegefunktionäre .... (usw.) müssen aber m.E. von einem anderen Ansatz ausgehen. Wir müssen unsere bundesdeutschen Pflegesysteme so finanziell und personell ausstatten, dass eine angemesse Pflege in allen denkbaren Situationen gewährleistet werden kann. Wie schon - oben - ausgeführt, kann es auf Dauer nicht angehen, dass wir unsere Pflegebedingungen unvollkommen belassen und die sich ständig und vermehrt auftuenden Lücken durch Billigkräfte aus Osteuropa schließen lassen. Diese Arbeitskräfte aus dem Osten können nur deshalb - aus unserer Sicht - billig sein, weil die Kaufkraft in den Heimatländern deutlich geringer ist. Nicht selten müssen sich solche Personen aus Notlagen heraus für einen Einsatz in Deutschland entscheiden und werden dabei - systemisch begründet - komplett ausgenutzt.
Dies müssen wir so zur Kenntnis nehmen und vertretbare Lösungen finden, für alle Pflegesituationen mit bundesdeutschen Kräften Pflege zu gewährleisten. Daher brauchen wir eine Pflegereform an "Haupt und Gliedern", die ausreichend Geld für die Betreuung, Pflege und sonstige Versorgung verfügbar macht.
Offensichtlich will sich der Pflegetreff am 27.04.2010 genau diesem Thema zuwenden. Dass begrüße ich sehr!

MfG Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Beschäftigung osteuropäischer Hilfskräfte

Beitrag von Presse » 19.12.2009, 07:53

Bundesländer setzen sich für mehr Freiheit bei der Beschäftigung osteuropäischer Hilfskräfte ein

Berlin. Die Bundesländer haben heute nach Informationen des bayerischen Sozialministeriums im Bundesrat das Bundesarbeitsministerium aufgefordert, in der sogenannten Beschäftigungsverordnung die Möglichkeiten für Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen zu erweitern, osteuropäische Haushaltshilfen zu beschäftigen. Künftig sollen die Hilfskräfte nicht nur hauswirtschaftliche Tätigkeiten, sondern auch notwendige pflegerische Alltagshilfen durchführen dürfen.

Die Initiative für dieses Vorhaben ging von Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer aus. "Heute ist kaum noch eine Familie in der Lage, pflegebedürftige Angehörige rund um die Uhr zu Hause zu betreuen. Daher werden vielfach ausländische Hilfskräfte, insbesondere aus Osteuropa beschäftigt. Nach der derzeitigen Rechtslage dürfen diese zwar Kochen oder Saubermachen, nicht aber der pflegebedürftigen Oma beim Essen oder beim Gang zur Toilette helfen. Das kann ich niemandem erklären. Diese Begrenzung muss beseitigt werden", sagte Haderthauer. Es gehe dabei nicht um Billigpflege, sondern um die dringend notwendige Entlastung pflegender Angehörigen. Haderthauer: "Die professionelle ambulante Pflege wird hierdurch in keiner Weise berührt."

Mehr zum Thema in den Print-Ausgaben von CAREkonkret

Quelle: Pressemitteilung vom 18.12.2009
Vincentz Network, Hannover, http://www.vincentz.net

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