Neue Technologien im Gesundheits- und Pflegebereich

Allgemeine Informationen zu allen relevanten Themen einschließlich interessante Nachrichten aus dem weiten Gebiet der Medizin und Heilkunde (z.B. Studien- und Forschungsergebnisse)

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Neue Technologien im Gesundheits- und Pflegebereich

Beitrag von Presse » 26.08.2011, 06:40

In Kürze erscheint die Ausgabe 3/2011 unserer Fachzeitschrift "ARCHIV für Wissenschaft und Praxis der sozialen Arbeit" zum Thema:

Neue Technologien im Gesundheits- und Pflegebereich

Neue Technologien wie AAL, Telemedizin, Smart Home Care u.a. sollen dazu beitragen, im Alter, bei Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit selbstbestimmt in der eigenen Häuslichkeit bleiben zu können. Zugleich stehen sie im Verdacht, dem Fachkräftemangel abhelfen und die Leistungsträger entlasten zu sollen.

Das Heft bietet empirische Ergebnisse und Berichte aus der Praxis zu einem hochaktuellen, umstrittenen Thema.

Die Beiträge:

Vom Hausnotruf zu AAL: Geschichte, Stand und Perspektiven des Einsatzes von Techniken in Medizin und Pflege
Josef Hilbert/Wolfgang Paulus
Neue Technologien in Assistenz und Pflege - Erfahrungen aus Schottland, den Niederlanden und den USA
Udo Gaden
Technische Untersttzungssysteme für alte Menschen: Empowerment oder Isolation?
Heidrun Mollenkopf
Vom Nutzen intelligenter Technik im Alter - Akzeptanz von Assistenzsystemen für Gesundheit und Sicherheit
Detlef Oesterreich/Eva Schulze
"Ambient Assisted Living - Wohnen mit Zukunft" in Kaiserslautern
Annette Spellerberg/Lynn Schelisch
Das Projekt "WohnSelbst - zuhause medizinisch versorgt" in Wiesbaden
Lothar Schöpe/Armin Hartmann
Chancen und Risiken technischer Assistenz für Menschen mit Behinderungen
Ute Karbach/Elke Driller
Technische Assistenz für Menschen mit schweren, komplexen Behinderungen - Werkstattbericht
Michael Seidel
Gesundheitsbezogene virtuelle Selbsthilfe - neue Chance oder Verstärkung gesundheitlicher Ungleichheit?
Holger Prei
Technisierte Versorgung oder mehr Zeit für Kernaufgaben? Auswirkungen neuer Technologien auf die Pflegekräfte
Barbara Klein
Roboter als Lösung für den Pflegenotstand? Ethische Fragen
Adelheid von Stösser

Die Fachzeitschrift hat einen Umfang von 112 Seiten und erscheint Anfang September 2011. Einzelheft: 14,50 Euro, für Mitglieder des Deutschen Vereins 10,70 Euro; Jahresabo (4 Hefte): 42,70 Euro, für Mitglieder 25,90 Euro (inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten).
Bestellungen für Mitglieder des Deutschen Vereins direkt bei: Cornelsen Verlagskontor, Thomas Ulber, Tel. 0521/97 19-121, Fax 0521/97 19-206, E-Mail: thomas.ulber@cvk.de,
Bestellungen für Nichtmitglieder und den Buchhandel direkt bei: Lambertus-Verlag, Postfach 1026, 79010 Freiburg, Tel. 0761/36825-0, Fax 0761/36825-33, E-Mail: info@lambertus.de.
Besuchen Sie auch unseren Online-Buchshop unter: http://verlag.deutscher-verein.de

Quelle: Pressemitteilung vom 25.08.2011
Katja Schneider
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Roboter in der Pflege - unwürdig und abwertend

Beitrag von WernerSchell » 23.12.2011, 16:07

Roboter in der Pflege - unwürdig und abwertend
Siehe den Beitrag PRO und CONTRA in Zeitschrift "Dr.med.Mabuse", Ausgabe Januar/Februar 2012:
http://www.mabuse-verlag.de/Zeitschrift ... 2/id/96324
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Sabrina Merck
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Mehr Pflegekräfte braucht das Land

Beitrag von Sabrina Merck » 24.12.2011, 08:43

Diejenigen, die sog. Pflege-Roboter für eine wichtige ergänzende Hilfe bei der Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen halten,
haben offensichtlich nicht begriffen, dass es im Pflegesystem auf die personale Zuwendung ankommt. Daher sind Aktivitäten notwendig, den Pflegenotstand zu beseitigen.
Verbesserte Stellenschlüssel und mehr Pflegekräfte braucht das Land.

Sabrina
Dem Pflegesystem und den pflegebedürftigen Menschen muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden! Daher:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk!
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

PflegeCologne
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Pflegekräfte - und nicht Roboter - braucht das Land

Beitrag von PflegeCologne » 27.12.2011, 08:31

Sabrina Merck hat geschrieben:Diejenigen, die sog. Pflege-Roboter für eine wichtige ergänzende Hilfe bei der Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen halten, haben offensichtlich nicht begriffen, dass es im Pflegesystem auf die personale Zuwendung ankommt. Daher sind Aktivitäten notwendig, den Pflegenotstand zu beseitigen.
Verbesserte Stellenschlüssel und mehr Pflegekräfte braucht das Land. ....
Guten Morgen Sabrina und alle anderen im Forum,
über die Absichten, Roboter in der Pflege einzusetzen, sind schon die richtigen Hinweise gegeben worden. Es kann doch ernstlich nicht darum gehen, menschliche Zuwendung durch Maschinen zu ersetzen?! Ich gehe zunächst einmal davon aus, dass solche Ideen nicht aus dem politischen Raum kommen, sondern allein aus kommerziellen Erwägungen in Handeln umgesetzt werden (sollen). Allerdings müssen wir uns alle mit aller Kraft dagegen stämmen, dass die Apparatepflege Wirklichkeit wird. Ich sehe darin einen handfesten Verstoß gegen die Menschenwürde.
Lb. Grüße Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Taube
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Roboter - Forschung erforderlich

Beitrag von Taube » 02.01.2012, 09:05

Mein Statement im Forum:
viewtopic.php?p=63727#63727
Presse hat geschrieben:Serviceroboter im Altenheim – bei Bewohnern und Pflegekräften gleichermaßen beliebt
....Doch es genügt nicht, nur den Roboter allein zu betrachten. »Um die Robotertechnologie in echte Applikationen zu überführen, wird es in Zukunft insbesondere wichtig sein, den Roboter nicht als einzelnes System zu betrachten, sondern als Teil eines Gesamtszenarios, eingebettet in ein umfassendes Dienstleistungskonzept«, .....
Roboter können meiner Meinung nach in der Pflege nicht gänzlich verurteilt werden. Möglicherweilse können Sie bei gezielten Einsätzen auch gute Dienste leisten. Nicht akzeptabel wäre allerdings, gebotene personelle Zuwendung durch Roboter zu ersetzen. Dies ist aber auch wohl eher so nicht beabsichtigt. Daher ist Forschungsarbeit auf diesem Gebiet sicherlich nicht verkehrt.
Wenn an anderer Stelle statt Roboter der umfassende Einsatz von lebenden Tieren gefordert wird, mag dies zunächst einmal gut klingen. Solche Einsätze haben aber auch ihre Probleme und können wohl nicht generell für gut befunden werden.
Mein Ratschlag wäre: nicht alle Neuerungen vonvornherein verurteilen.

Taube
Pflegesystem reformieren - Pflegebegriff erweitern und Finanzierung nachhaltig sichern!
Ich unterstütze daher:
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

Cicero
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Roboter statt Menschen - nein danke!

Beitrag von Cicero » 11.10.2012, 06:56

Roboter statt Menschen - nein danke!

Zur Zeit berichten die Medien lebhaft über Serviceroboter in der Pflege. Dazu wurde hier im Forum bereits eine wichtige Pressemitteilung vorgestellt: viewtopic.php?t=17832
Ich halte die darin gemachten Ausführungen für richtig und wichtig.
Technik gehört in unsere moderne Zeit. Aber da, wo es um menschliche Zuwendung geht, müssen Pflegekräfte Vorrang haben. Apparate dürfen ergänzen, bei Diagnostik und Therapie gezielt Verwendung finden.
Wer aber glaubt, in der Pflege Menschen durch Roboter ersetzen zu können, ist auf dem Holzweg oder allein von ökonomischen Erwägungen getrieben.

Cicero
Politisch interessierter Pflegefan!
Im Gleichklang: Frieden - Ausgleich - Demokratie - und: "Die Menschenwürde ist unantastbar"!

Gaby Modig
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Menschliche Zuwendung stärken ....

Beitrag von Gaby Modig » 13.10.2012, 06:56

Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet heute, 13.10.2012, zum Thema:

Roboter sollen Pflegebedürftige betreuen
VON KERSTIN HELMERDIG - zuletzt aktualisiert: 13.10.2012

Düsseldorf (RP). Roboter sind in Japan bereits in der Altenpflege etabliert. Das berühmteste Modell ist eine Plüschrobbe namens Paro. Der unechte Heuler ist mit weißem Fell überzogen, hat große Kulleraugen und reagiert mit Bewegungen und Geräuschen auf Berührung und Stimmen. Ursprünglich war er als stubenreines Haustier gedacht, doch mittlerweile wird er auch zur Therapie eingesetzt. Vor allem Demenzpatienten, für deren Wohlbefinden körperliche Nähe unerlässlich ist, sprechen positiv auf das Tier an, das eigentlich ein Roboter ist. Paro wird auch in Deutschland eingesetzt. In dem Alten- und Pflegeheim Christinenstift in Baden-Baden zum Beispiel beschäftigen sich die Demenzpatienten regelmäßig mit dem Roboter.
.... weiter lesen unter ....
http://nachrichten.rp-online.de/wissen/ ... -1.3029395

Der Bericht wurde offensichtlich veranlasst, weil es z.Zt. in Düsseldorf eine "Pflege-Messe" gibt. Dort werden, wie man erfahren kann, viele technische Neuerungen vorgestellt.
Die Medien greifen immer wieder spektakuläre Themen auf, weil dies wahrscheinlich - skandalähnlich - gerne gelesen wird.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk hat zum Thema Stellung genommen und die Verstärkung der Zuwendung durch Menschen, durch Pflegekräfte aus Fleisch und Blut, angemahnt. Siehe dazu viewtopic.php?t=17832
Das kann ich bei dieser Gelegenheit nur unterstreichen.

Gaby Modig
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

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Hausnotruf mit GPS: Hilfe für Senioren

Beitrag von Presse » 06.12.2012, 09:39

Hausnotruf mit GPS: Hilfe für Senioren kommt, zuhause oder unterwegs

Berlin (ots) - Für Senioren ist die besinnliche Jahreszeit nicht nur erholsam.
Einkaufen zu gehen, Freunde zu besuchen oder einfach nur ein bisschen
an die frische Luft zu kommen, birgt im Winter schneller die Gefahr
eines Sturzes. Denn auch die modernste Technik kann einen Unfall auf
Eis und Schnee nicht verhindern. Mit einem Hausnotrufgerät kann ein
älterer Mensch aber schnell professionelle Hilfe rufen. Und dank den
neuesten technischen Errungenschaften zur Unterstützung im Alltag -
Ambient Assisted Living (AAL) genannt - erreicht der Notruf nicht nur
zu Hause sein Ziel, sondern auch überall unterwegs.

Modernste Pflegetechnik - draußen oder zu Hause
Hausnotruf und AAL bringen älteren und behinderten Menschen ihre
Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zurück. Durch Nutzung des
GPS-Systems in mobilen Notrufgeräten können die Mitarbeiter der
Hausnotrufzentrale hilfesuchende Senioren im Freien orten und sofort
geschulte Mitarbeiter an den Unglücksort senden. Bei einer
Demenzerkrankung dagegen kann es passieren, dass ältere Menschen
unkontrolliert das Haus verlassen. Ein nächtlicher Spaziergang im
Schlafanzug kann so schnell zu einer gefährlichen Lungenentzündung
führen. Davor schützen Kontaktmatten, die vor die Haustüre gelegt
werden. Wenn diese zu einer ungewöhnlichen Tageszeit aktiviert
werden, alarmieren sie selbständig den Bereitschaftsdienst. Eine
weitere Anwendung von AAL ist die Verwendung sensibler Sensoren. Sie
erkennen Druck- und Temperaturunterschiede, wenn Türen oder Fenster
zu lange geöffnet sind. Ein letztes Beispiel bilden automatische
Herdüberwachungssysteme. Gerade bei Menschen mit Demenz kann die
Küche ohne AAL sprichwörtlich zum Gefahrenherd werden.

Sicher ist sicher
Die ideale Basis für alle weiterführenden Pflegehilfen ist und
bleibt aber ein Hausnotruf. Der handliche Sender verbindet sich auf
Knopfdruck über Funk mit der Basisstation, die sofort die
Hausnotrufzentrale anruft. Eine Mitarbeiterin ist Tag und Nacht vor
Ort und klärt mit einem Gespräch die Dringlichkeit der Lage. Bei
Bedarf schickt sie den Bereitschaftsdienst vorbei.

Gemeinsam angenehmer altern
Die Initiative Hausnotruf ist eine Vereinigung von professionellen
Hausnotrufspezialisten, bekannten und qualitätsorientierten
Hilfsorganisationen sowie namhaften Herstellern technischer Geräte.
Gemeinsam fördert die Interessengruppe die Vision, dass jeder Mensch
in Deutschland so lange wie möglich unabhängig und selbstständig zu
Hause leben kann. Mehr Infos unter http://www.initiative-hausnotruf.de

Infokasten:
Der Begriff "Ambient Assisted Living" (AAL) umfasst diverse
elektronische Systeme, Produkte und Dienstleistungen, die das
alltägliche Leben älterer und benachteiligter Menschen erleichtern.
Die Konzepte sind so unterschiedlich wie die Bedürfnisse der
einzelnen Menschen selbst. Vereinen lassen sie sich vor allem durch
das Ziel, moderne Hilfe-Technologien so unauffällig wie möglich in
den Alltag einzubauen und damit die Lebensqualität aller zu erhöhen.

Quelle: Pressemitteilung vom 06.12.2012 Initiative Hausnotruf
Pressekontakt: Initiative Hausnotruf
c/o eobiont GmbH
Claudia Groetschel
eMail: redaktion@initiative-hausnotruf.de
Tel.: 030/ 44 02 01 30

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Technik in der Pflege – Fluch oder Segen?

Beitrag von Presse » 19.12.2012, 07:49

Technik in der Pflege – Fluch oder Segen?

IAT und KCR veranstalten Fachtagung zur Altenhilfe

„Technik für mehr Selbstbestimmung im Alltag“ am 24.01.2013, 10.00 – 16.00 Uhr, Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Wie viel Technik braucht der Mensch, um auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit den Alltag selbstbestimmt bewältigen zu können? Computer, Roboter und Internet eröffnen immer neue Angebote und Nutzungsmöglichkeiten. Doch welche sind sinnvoll, nützlich und nicht zuletzt auch wirtschaftlich? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Fachtagung, die das Institut Arbeit und Technik (IAT / Westfälische Hochschule) und Konkret Consult Ruhr (KCR) am 24. Januar 2013 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen veranstalten. Sie bildet den Auftakt zu einer Reihe, die Führungskräfte und Entscheider aus der Altenhilfe mit Entwicklern und Praktikern aus Wissenschaft und Industrie zusammenbringen soll.

Welche Auswirkungen hat Technik auf Patienten, Bewohner und Angehörige? Vorgestellt wird u.a. die „Therapie-Robbe Paro“, das interaktive Roboter-Kuscheltier, das mit Senioren kommunizieren, schmusen und Gefühle „wie echt“ ausdrücken kann - und tatsächliche Heilerfolge erzielt. Auf der Tagung wird zum einen ein Überblick und Einblick in Technologien für mehr Selbstbestimmung im Alter gegeben. Zum anderen soll die kritisch-konstruktive Sicht Älterer selbst eine große Rolle spielen. Weitere Beiträge stellen Beispiele aus der Praxis des Herz- und Diabeteszentrums NRW vor, Technik im Wohnquartier und neue Perspektiven für eHealth und Telemedizin.

Interessierte Teilnehmer können sich bis zum 18. Januar 2013 anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 85,- Euro.

Programm und Anmeldung:
http://www.iat.eu/files/programmentwurf-fin.pdf
http://www.iat.eu/files/rueckfax.pdf

Quelle: Pressemitteilung vom 18.12.2012
Claudia Braczko
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut Arbeit und Technik
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Telefon: 0209/1707-176
E-Mail: braczko@iat.eu
http://idw-online.de/de/news512740

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Roboter in der Gesundheitsversorgung

Beitrag von Presse » 22.12.2012, 07:45

TA-SWISS-Studie: Roboter in der Gesundheitsversorgung (nur) als Gehilfen erwünscht

Roboter könnten Gesundheitsfachkräfte künftig entlasten und die Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten verbessern, zeigen Forschende der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in einer Studie von TA-SWISS (Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung). Risiken sind fehlende zwischenmenschliche Kontakte und Regelungen sowie steigende Gesundheitskosten.

Die alternde Gesellschaft, fehlendes Gesundheitspersonal und steigende Gesundheitskosten bringen Roboter als mögliche Alternativen ins Spiel. Werden wir künftig von Maschinen gepflegt? Ein interdisziplinäres ZHAW-Forscherteam aus den Bereichen Gesundheit, Ökonomie und Mechatronik entwickelte Szenarien für das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-SWISS, die beschreiben, wie Roboter im Gesundheitswesen bis 2025 eingesetzt werden könnten. Neben einer umfassenden Literaturstudie befragten die Forschenden Akteure wie Patienten, Spitalmanagerinnen, Pfleger oder Ärztinnen und liessen die Ergebnisse von Experten diskutieren.

Gehilfen, keine Gefährten
In der Industrie sind Roboter längst präsent. Fortschritte in der künstlichen Intelligenz und der Produktion berührungsfreundlicher Materialien machen sie auch fürs Gesundheitswesen interessant. Neben der technischen Machbarkeit und den Kosten spielt jedoch die Akzeptanz potenzieller Anwender eine zentrale Rolle. Diese nimmt bei zunehmender Interaktivität der Geräte ab. Sie ist also bei sozial interagierenden Robotern, die Patienten als Gefährten unterstützen, am tiefsten. «Viele Befragte befürchten, dass der zwischenmenschliche Kontakt verloren gehen könnte. Zudem fehlt Robotern auch die umfassende und flexible Sicht auf Patienten und Situationen», so Projektleiterin Heidrun Becker vom Departement Gesundheit der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Pflegefachkräfte fürchten zudem, dass sie aus Spargründen von Robotern ersetzt werden könnten. Allerdings begrüssen sie mechanische Assistenten als Gehilfen, um sie von schweren Arbeiten wie das Heben oder Tragen von Patienten zu entlasten.
Die Betroffenen selbst erhoffen sich von Robotern vor allem einen unabhängigeren Alltag mit smarten Rollstühlen, intelligenten Gehilfen oder Servicerobotern für den Haushalt. Zukünftige Generationen älterer Menschen wachsen mit viel mehr Technik als früher auf und werden daher offener im Umgang mit Robotern im Gesundheitswesen sein. Telepräsenzroboter, welche beispielsweise per Videogespräch die persönliche Anwesenheit einer Pflegekraft oder Ärztin ersetzen, könnten Senioren sozusagen als «digitale Nabelschnur gegen die Vereinsamung» dienen. Allerdings geht laut den befragten Experten mit der gewonnenen Selbstständigkeit eine gewisse Abhängigkeit von Maschinen einher. Zum Beispiel könnte ein Stromausfall dazu führen, dass lebenswichtige Medikamente nicht verabreicht werden. Wenn Pflegeroboter also Zuhause eingesetzt werden, übernehmen Patienten und Angehörige automatisch mehr Verantwortung. «Umstritten ist bei Experten, ob das Pflegepersonal mit Robotern so entlastet wird, dass ihm mehr Zeit für die direkten Begegnungen mit den Patienten bleibt», so Becker. Einig sind sich die Experten jedoch, dass die mechanischen Geräte nur als Ergänzung zu menschlichen Kontakten eingesetzt werden sollten und die Gesundheitskosten wahrscheinlich eher steigen als senken werden: Die Anschaffung ist teuer, zudem entwickelt sich die Technik rasch und zwingt, sie immer wieder zu ersetzen.

Unzureichende Regelungen
Bereits für die Testphase von mechanischen Assistenten reicht die heutige Rechtslage nicht aus. Wer haftet bei Schäden? Roboter sind zudem auf digitale Patientendaten angewiesen. Oftmals erheben Telepräsenz- oder Assistenzroboter auch noch gesundheitsbezogene Daten aus der Umgebung der Patienten und des Gesundheitspersonals. «Regelungen im Haftungsrecht, im Datenschutz und in der Ethik sollten deshalb überprüft werden», so die ZHAW-Forscherin. «Es ist wichtig, dass die Entwicklungen proaktiv begleitet werden. So können Chancen genutzt und Risiken kontrolliert werden.» Zudem empfehlen die Autorinnen der TA-SWISS-Studie, bei Forschungsprojekten frühzeitig die späteren Nutzer und Betroffenen einzubeziehen, damit die Entwicklung nicht an ihren Bedürfnissen vorbei zielt.

Robotertypen in der Gesundheitsversorgung
Die Studie von TA-SWISS ordnet die Geräte drei verschiedenen Typen zu. In die Gruppe der Trainingsgeräte und Hilfsmittel fallen Arm- und Beintrainer in der Rehabilitation, mit elektronischen Sensoren ausgestattete «schlaue» Greif- und Gehhilfen oder navigierende Rollstühle. Daneben gibt es aber auch Telepräsenz- und Assistenzroboter, welche die persönliche Anwesenheit einer Pflegekraft, eines Therapeuten oder einer Ärztin ersetzen oder bestimmte Arbeitsschritte wie zum Beispiel den Transport unterstützen. Die dritte Kategorie bilden sozial interagierende Roboter, die als Begleiter und Gefährten dienen. Hier steht die unmittelbare Beziehung zwischen Roboter und Mensch im Vordergrund.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Heidrun Karin Becker, Projektleiterin «Chancen und Risiken der Robotik in Be-treuung und Gesundheitsversorgung», ZHAW Departement Gesundheit, Telefon 0041 58 934 64 77, heidrun.becker@zhaw.ch

Quelle: Pressemitteilung vom 21.12.2012
Claudia Gähwiler
Corporate Communications
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Telefon 0041 58 934 75 75,
medien@zhaw.ch
http://idw-online.de/de/news513448

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Assistenzsysteme in der Pflege? –

Beitrag von WernerSchell » 04.03.2013, 08:05

Bild Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung
für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in Deutschland
Harffer Straße 59 - 41469 Neuss

Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk führt regelmäßig Pflegetreffs mit bundesweiter Ausrichtung durch.
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Kooperationspartner der „Aktion Saubere Hände.“
Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk ist Initiator bzw. Mitbegründer des Quartierkonzeptes Neuss-Erfttal.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk ist Unterstützer von "Bündnis für GUTE PFLEGE".
Pro Pflege - Selbsthilfetzwerk ist Unterstützer der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk tritt für wirksame Patientenrechte und deren Durchsetzung ein.


Pressemitteilung vom 04.03.2013

Assistenzsysteme in der Pflege? – Menschliche Zuwendung muss im Mittelpunkt stehen
Hausnotruf und „Videotelefonie“ können Sinn machen

In der pflegerischen Versorgung ist die Zuwendung durch Menschen von besonderer Bedeutung, geht es doch oftmals um die Unterstützung bei verloren gegangenen körperlichen bzw. geistigen Fähigkeiten und damit verbundene körperliche Nähe. Dabei kommt es überwiegend auf Kontakte und wertschätzende Unterstützung und Betreuung an. Vorbehalte gegen zu viel Technik in der Medizin („Apparatemedizin“) und Pflege sind daher angebracht.

Für den Einsatz bestimmter technischer Hilfsmittel können in Medizin und Pflege aber gleichwohl vielfältige Einsatzgebiete gesehen werden: Diagnostik (als Ergänzung zur Anamnese), Operation einschließlich Intensivmedizin und -pflege, Rehabilitation, Hilfsmittel zur Arbeitserleichterung (z.B. Heben und Umbetten von Patienten, Dokumentation), Transportsysteme (z.B. Schmutzwäsche). Fortschrittliche Entwicklungen sind insoweit hilfreich, dürfen aber nicht zum Selbstzweck werden oder vornehmlich ökonomischen Interessen unterworfen sein!

Als hilfreiche Unterstützung älterer bzw. pflegebedürftiger Menschen haben sich seit längerer Zeit die Hausnotrufsysteme entwickelt. In einer Studie (2010) wurde dargestellt, dass mit einem jährlichen Aufwand von etwa 340 Millionen Euro für die Ausstattung aller Pflegebedürftigen mit einem Hausnotruf bis zu einer Milliarde Euro Pflegekosten pro Jahr eingespart werden könnten. Die Berechnung beruht auf der Annahme, dass der Hausnotruf für 10–20 Prozent der Senioren mit Pflegestufe den Übergang von der ambulanten in die stationäre Pflege um bis zu sechs Monate verzögert. Und die Ausstattung aller Pflegebedürftigen in Deutschland mit einem Hausnotrufgerät würde sich für die Pflegekassen bereits dann lohnen, wenn lediglich 10 Prozent dieser Nutzer dadurch vier Monate später in ein Pflegeheim kämen. Mit mehr Hausnotrufsystemen könnte das Gesundheitssystem also viel Geld sparen und gleichzeitig die Lebensqualität von Pflegebedürftigen deutlich steigern.
Wie schnell Hausnotrufdienste Hilfe organisieren und wie gut sie Kunden im Vorfeld und bei der Installation der Geräte beraten, hat die Stiftung Warentest in der Ausgabe 09/2011 ihrer Zeitschrift „test“ untersucht. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur drei von zwölf Hausnotrufdiensten schnitten mit „gut“ ab, vier mit „befriedigend“ und fünf mit „ausreichend“.
.... http://www.test.de/presse/pressemitteil ... 6-4271488/

Grundsätzlich ist nichts gegen „Videotelefonie“ einzuwenden. Diese Technik, ein „Assistenzsystem für Ältere“, wird von AOK und Telekom erprobt. Die TeilnehmerInnen an diesem System sollen per Videotelefonie darin unterstützt werden, ihre Versorgung zu organisieren, Alltagsdinge zu erledigen und soziale Kontakte zu pflegen. Ziel ist es, ihnen so ein längeres selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Pilot-Projekte machen daher Sinn.

Es wird sich zeigen, ob solche – auch technisch komplizierte – Einrichtungen angenommen werden und vor allem finanziert werden können. Denn solche technischen Dienstleister gibt es wohl nicht zum Nulltarif.

Der Einsatz von Assistenzsystemen in der Pflege wird vor allem gestützt auf den zukünftigen Fachkräftemangel, sozusagen als alternativlos bezeichnet! Solchen Argumenten muss aber entschieden entgegen getreten werden. Dazu hat Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk bereits am 17.09.2012 anlässlich der Diskussion über „Roboter für die Pflege“ ausgeführt:

„Denn der Pflegenotstand muss vorrangig durch deutlich verbesserte Stellenschlüssel bekämpft werden. Personalbemessungssysteme müssen geschaffen werden, um den Stellenbedarf exakt belegen zu können. Hinzu kommen müssen Ausbildungs- und Einstellungsoffensiven. Die vielfach vorgetragene Behauptung, Roboter sollten lediglich ergänzend eingesetzt werden und kein Personal verdrängen, erscheint als wenig glaubhaft. Natürlich werden Roboter Menschen ersetzen! Folglich sind auch einige Akteure so ehrlich und sprechen von einem gewaltigen Zukunftsmarkt!
Es stellen sich im Übrigen beim Einsatz von Robotern in der Pflege ungeklärte haftungsrechtliche Fragen! Die Umsetzung der allgemein anerkannten pflegewissenschaftlichen Standards hat nämlich unter Beachtung der bürgerlich-rechtlichen Sorgfaltspflichten zu erfolgen. Wer diesen Grundsätzen zuwider handelt, sieht sich möglicherweise Schadensersatzansprüchen aus Vertrag oder unerlaubter Handlung ausgesetzt. Vielfältige Fragen türmen sich bei näherem Hinsehen auf: Wer ist ggf. im Haftungsfall der Anspruchsgegner? Inwieweit greift das Medizinproduktegesetz? Werden nicht Roboter sogar zusätzliches Personal erfordern, das technisch geschult sein muss? Wer trägt die immensen Kosten für die Roboterbeschaffung? Wird es neuen bürokratischen Aufwand geben? Welche besonderen Fragestellungen gibt es bezüglich Datenschutz? Alles in allem ergeben sich im Zusammenhang mit dem Einsatz von Robotern in der Pflege mehr Fragen als Antworten.“
(Quelle: http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... 092012.pdf ).

Werner Schell – Dozent für Pflegerecht und Vorstand von Pro Pflege – Selbsthilfenetzwerk

Die vorstehende Pressemitteilung ist zur Veröffentlichung frei
+++

Stand: 04.03.2013
Quelle: viewtopic.php?t=18627
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Modernes Altern dank Hausnotruf

Beitrag von Presse » 08.03.2013, 13:46

Modernes Altern dank Hausnotruf

Berlin (ots) - Initiative Hausnotruf setzt sich für soziale und technische Innovation ein

Die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft ist allen bekannt. Für die daraus resultierenden sozialpolitischen Probleme wird von den politischen Verantwortlichen aber nur unzureichend nach Lösungen gesucht. Die Initiative Hausnotruf handelt. Sie fordert seit Jahren eine vom Gesundheitssystem unterstützte Abgabe von Hausnotrufgeräten an alle Senioren. Und fördert seit neuestem auch die Einbindung der modernen technologischen Möglichkeiten ergänzend zum bewährten System des Hausnotrufs. Diese Weiterentwicklungen werden Ambient Assisted Living (AAL) genannt und ermöglichen Senioren möglichst lange ein selbständiges Altern zu Hause.

Über 30 Jahre Weiterentwicklung

Wilhelm Hormann arbeitete in den 70er Jahren an einem Krankenhaus in Wilhelmshaven. Dort suchte er nach zeitgerechten Strukturen für die ambulante und stationäre Versorgung und Betreuung kranker, alter, alleinlebender und behinderter Menschen. Seine ersten Geräte waren groß und schwer wie Kassettenrekorder. Und auch in der Politik sowie bei Pflege- und Wohlfahrtsverbänden stieß er mit seiner Idee auf Widerstand. Ein langes Leben war damals mit Pflegebedürftigkeit und nicht mit dem Wunsch nach autonomer Lebensgestaltung verknüpft. Heute belegt eine aktuelle Studie*, dass ältere Menschen dank dem Hausnotruf länger gesünder und unabhängig leben können. Gerade bei der stets wachsenden Mobilität moderner Angehöriger wird dies immer wichtiger. Die Studie beweist ebenfalls: Hausnotruf ist auch eine wirtschaftlich sinnvolle Investition, für private Haushalte sowie den Sozialstaat. Deutschland könnte mit einer verpflichtenden Ausrüstung aller Senioren mit dem Hausnotruf eine Milliarde Euro pro Jahr sparen.

Menschliche Pflege im digitalen Zeitalter

Das Wichtigste beim Hausnotruf sind und bleiben aber die Menschen dahinter. Jeder Notruf - ausgelöst durch einen Knopfdruck auf den Sender am Handgelenk - wird Tag und Nacht persönlich von einem Mitarbeiter der Hausnotrufzentrale entgegengenommen. Dieser klärt die Lage vor Ort und sendet sofort den Bereitschaftsdienst. Dank GPS lässt sich die Unglücksstelle neuerdings auch außerhalb des Zuhauses finden. Eine weitere Möglichkeit zur Kombination von Hausnotruf mit AAL ist eine Kontaktmatte, die z.B. direkt vor der Haustür platziert wird. Tritt der Senior mitten in der Nacht darauf, sendet die Matte automatisch ein Warnsignal an die Zentrale. Sogar noch sensiblere Sensoren sind im Einsatz: Sie erkennen Druck- und Temperaturunterschiede, wenn Türen oder Fenster zu lange geöffnet sind. Als abschließendes Beispiel sei ein automatisches Herdüberwachungssystem genannt. Gerade bei Menschen mit Demenz kann die Küche sonst schnell zum sprichwörtlichen Gefahrenherd werden.

Eine Initiative für mehr soziale und technische Innovation

Die "Initiative Hausnotruf" ist eine Vereinigung von Hausnotrufspezialisten, Hilfsorganisationen und Herstellern technischer Geräte. Die Initiative zeichnet sich verantwortlich für diverse Maßnahmen auf kommunikativer und politischer Ebene für mehr soziale und technische Innovation. Seit 2013 ist Michaela Stevens von SONOTEL die neue Geschäftsführerin. Annika Dragan vom Malteser Hilfsdienst übernimmt ihre Stellvertretung. Aktuelle Infos unter www.initiative-hausnotruf.de

* Studie "Wirkungs- und Potentialanalyse zum Hausnotruf in Deutschland"

Quelle: Pressemitteilung vom 08.03.2013
Pressekontakt:
Initiative Hausnotruf
c/o eobiont GmbH
Claudia Groetschel
Immanuelkirchstr. 3-4, 10405 Berlin
Tel.: 030/44 02 01 30
EMail: redaktion@initiative-hausnotruf.de

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GPS Ortung für an Demenz oder Alzheimer Erkrankte

Beitrag von gps2all » 18.03.2013, 15:53

GPS Ortung für an Demenz oder Alzheimer Erkrankte

Nach einem Kontakt mit Herr Schell über Facebook und dem Hinweis auf dieses Forum, möchten wir gern unsere Ortungssysteme vorstellen:

Herr Schell bat uns auch, darauf einzugehen, wie eine örtliche Fixierung von hinlaufgefährdeten Personen mit der GPS-Ortung umgangen werden kann. Wir sind der Meinung, dass dementen Personen so viel Freiraum wie möglich eingeräumt werden sollte. Insbesondere der tägliche Spaziergang ist für viele ältere Menschen ungemein wichtig. In diesem Wissen haben wir Ortungssysteme entwickelt, die die Personenortung auf zwei unterschiedliche Methoden zulassen.
Zum Einen kann eine in Not geratene Person durch einen SOS-Knopf an seinem Peilsender einen Notruf absetzen, der in unserer Spezialsoftware auf einem PC und wahlweise auf Mobiltelefonen des Pflegepersonals und/oder der Angehörigen eingeht.
Zum Anderen kann der Betreuer aber auch selbst den Aufenthaltsort einer vermissten Person auffinden. Er muss dazu in unserer Ortungssoftware nur eine Anfrage an den Peilsender absetzen und erhält innerhalb von etwa zwanzig bis dreißig Sekunden die genaue Position in einer Kartenansicht und einer textlichen Beschreibung zurück.
Dabei kann zwischen unterschiedlichen Peilsendern gewählt werden. Unser beliebtestes System COMITO funktioniert zum Beispiel mit einer speziellen Armbanduhr. Da die Akzeptanz des Trägers immer eines der größten Probleme darstellt, haben wir mit der Armbanduhr sehr gute Erfahrungen gemacht. Denn bei einem solchen "Alltagsgegenstand" kann der betroffenen Person am Besten vermittelt werden, dass es sich um ein wichtiges und nützliches Gerät handelt.
Unsere Systeme sind mittlerweile in vielen Privathaushalten, Seniorenheimen und Demenzstationen erfolgreich im Einsatz. Nähere Infos erhalten Interessierte auf unserer Homepage www.gps2all.de.

Für Fragen oder weitere Infos stehen wir gern zur Verfügung!

Beste Grüße,
Dirk Rensmann
gps2all Personenortung
"Behalten Sie im Auge, was Ihnen lieb und teuer ist!"
mit www.gps2all.de - Personenortung

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Neue Medien können älteren Menschen helfen

Beitrag von Presse » 20.03.2013, 07:48

Neue Medien können älteren Menschen helfen, gesund zu werden und zu bleiben

Internet, SMS und Smartphones können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Ältere bei der Gesundheitsförderung zu unterstützen. Sogenannte Expertensysteme gehen individualisiert auf Besonderheiten des Nutzers ein. Sie geben dem Nutzer Fragen und Aufgaben vor. Eine Forschergruppe um Sonia Lippke, Professorin für Gesundheitspsychologie an der Jacobs University, hat herausgefunden, dass durch den Einsatz neuer Medien gesundheitsschädliche Verhaltensweisen, wie rauchen und Bewegungsmangel positiv beeinflusst werden konnten. Der wichtigste Effekt hierbei ist es, gesunde Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu etablieren und im Tagesablauf zu verankern.

In unserer Gesellschaft werden in Zukunft zunehmend mehr ältere Menschen leben. Daher nimmt auch die Bedeutung von Prävention und Gesundheitsförderung zu: Es gilt, gesundheitliche Ressourcen aufrechtzuerhalten und Verschlechterungen im Gesundheitszustand vorzubeugen. Neue Medien können ohne großen persönlichen Aufwand dabei helfen, sich Ziele zu setzen und einen gesunden Lebensstil aufzubauen und zu erhalten. Vor allem bei älteren Menschen und im Bereich der Rehabilitations-Nachsorge stellen mangelnde Zeit und große Entfernungen zum Behandlungsort häufige Probleme dar, die der Einsatz von neuen Medien aufhebt oder zumindest vermindert.

Das Gesundheitsverhalten einer Person zu verändern, ist nicht einfach, weil es sich meist um über Jahre etablierte Gewohnheiten handelt. Aus gesundheitspsychologischer Sicht ist es effektiv, negatives Gesundheitsverhalten in Bezug auf gleich mehrere Aspekte positiv zu beeinflussen. So konnte gezeigt werden, dass Menschen, die durch eine computerbasierte Intervention erfolgreich mehr sportliche Aktivitäten in ihren Alltag integriert haben, auch ihre Ernährung umstellten und mehr Obst und Gemüse zu sich nahmen.

Computer- und internetbasierte Forschung und Interventionen erfordern bestimmte Voraussetzungen, die zum einen auf Seiten des Teilnehmers und auch auf Seiten der Technologie erfüllt sein müssen. Ein internetfähiger Computer, Smartphone oder Tablet und Anwendungskenntnisse sind Grundvoraussetzungen. Bei der Entwicklung von Programmen sollten bestehende Richtlinien, wie z. B. das „Design for All“-Prinzip berücksichtigt werden. Das garantiert eine maximale Nutzbarkeit und Zugänglichkeit auch bei älteren Menschen, indem bereits bei der Entwicklung Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten und in verschiedensten Situationen berücksichtigt werden.

Vor allem in der nahen Zukunft zeigen computer- und internetbasierte Maßnahmen ihr enormes Potential. Die Nutzerzahlen bei Personen über 60 Jahre erhöhten sich innerhalb von kürzester Zeit stark. Zwischen 2005 und 2010 verdoppelte sich die Verbreitungsrate von Computern, die Zahl der Internetanschlüsse stieg sogar auf das Fünffache des Wertes von 2005. Eine ähnliche Entwicklung ist für die Verbreitung von Handys zu beobachten.

Fragen zu der Studie beantwortet:
Sonia Lippke | Professor of Health Psychology
Email: s.lippke@jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200-4730

Quelle: Pressemitteilung vom 19.03.2013
Judith Ahues
Communications & Public Relations
Jacobs University Bremen
http://idw-online.de/de/news524359

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Pflegeroboter Meine rollende Nachtschwester heißt Rimo

Beitrag von Presse » 04.10.2013, 13:41

Pflegeroboter Meine rollende Nachtschwester heißt Rimo

28.09.2013 · Japan ist führend bei der Herstellung von Pflegerobotern. Noch gibt es keinen Massenmarkt für die elektronische Betreuung und Versorgung von Kranken. Doch eine schnell alternde Gesellschaft und ein wachsender Pflegenotstand werden das vermutlich bald ändern.
Von Carsten Germis, Tokio
ajime Kawano zeigt auf einen grauen Apparat, der etwas kleiner ist als er selbst und der schnurstracks auf ihn zurollt. Von dem quadratischen blinkenden Bildschirm aus, der auf dem grauen Kasten draufsitzt, schauen Kawano zwei große virtuelle Augen und ein grinsender Strichmund an. In diesem eckigen Apparat steckt viel Hoffnung, denn „Hospi“ ist kein gewöhnlicher Maschinenmensch; er ist ein Pflegeroboter. „Wir wollen mit ihm noch in diesem Jahr auf den Markt kommen“, sagt Kawano und legt dabei fast liebevoll seinen Arm auf Hospi.
.... (mehr) ... http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 95879.html

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