Bundesfamilienministerium legt Folgeprogramm für Mehrgenerationenhäuser auf
(Quelle: BMFSFJ) Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt auch in Zukunft auf die Erfahrung und Kompetenz aller Engagierten in den Mehrgenerationenhäusern. Vor allem die neuen Themen "Alter und Pflege" sowie "Integration und Bildung" sollen das Profil der Mehrgenerationenhäuser schärfen. Die aktuelle Förderperiode war von vorneherein auf fünf Jahre angelegt und läuft für die ersten Häuser Ende 2011 aus.
Das Folgeprogramm wird im Jahr 2011 öffentlich ausgeschrieben. Auch in Zukunft wird der generationenübergreifende Ansatz die Arbeit der Häuser prägen. Unerlässlich ist außerdem die Unterstützung der Kommunen. Diese ist ein entscheidender Indikator dafür, ob und wie die Mehrgenerationenhäuser im kommunalen Angebot verankert sind. Daher sollen die Kommunen eine stärkere Rolle als bisher übernehmen, auch in Form einer Beteiligung an der Finanzierung. Folgende inhaltliche Schwerpunkte möchte das Bundesfamilienministerium mit dem Folgeprogramm setzen:
"Alter und Pflege"
· Etablierung von Unterstützungs- und Beratungsangeboten für ältere Menschen, Pflegebedürftige und Demenzkranke und ihre Angehörigen
· Vermittlung und Bereitstellung niedrigschwelliger Angebote bis hin zu pflegeergänzenden Hilfen
· Systematischer Auf- und Ausbau von Kooperationen mit Pflegeberatungsstellen und Pflegestützpunkten
"Integration und Bildung"
· Etablierung integrationsfördernder Angebote in möglichst vielen Häusern
· Auf- und Ausbau der Angebote im Bereich Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen
"Haushaltsnahe Dienstleistungen"
· Nachhaltige Festigung der Mehrgenerationenhäuser als die Dienstleistungsdrehscheiben in der jeweiligen Standortkommunen
· Abbau von Hemmschwellen gegen und Werbung für haushaltsnahe Dienstleistungen vor allem in Bezug auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Familie und Pflege
"Freiwilliges Engagement"
· Etablierung von Mehrgenerationenhäusern als Knotenpunkte des Bundesfreiwilligendienstes und des bürgerschaftlichen Engagements in den Kommunen
· Stärkere Vernetzung mit Einrichtungen und Initiativen – wie Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros oder Jugendmigrationsdiensten
Die bundesweit rund 500 Einrichtungen geben Raum für gemeinsame Aktivitäten, bieten Angebote zur Kinderbetreuung und zur Betreuung älterer Menschen und schaffen so ein neues nachbarschaftliches Miteinander. Bundesweit unterstützen mehr als 16.000 Freiwillige die Arbeit in den Häusern, mehr als 60 Prozent der Aktiven in den MGH sind freiwillig Engagierte. Mehrgenerationenhäuser kooperieren vielfach erfolgreich mit lokalen Partnern: insgesamt brachten sie es 2009 auf mehr als 23.000 Kooperationspartner - im Durchschnitt 46 Allianzen pro Haus. Unternehmen und Wirtschaftsverbände bilden mit einem knappen Viertel die größte Gruppe der Projektpartner.
Informationen zum laufenden Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser finden Sie unter http://www.mehrgenerationenhaeuser.de
Quelle: Pressemitteilung vom 12.12.2010
Verband Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe
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Mehrgenerationenhäuser - Folgeprogramm
Moderator: WernerSchell