Rationierung bei Intensivpatienten?
Eine Studie behauptet, wirtschaftliche Überlegungen nähmen überhand
Baierbrunn (ots) - "Das Geld bestimmt immer öfter, was in der Intensivmedizin geht", sagt Joachim Boldt, Chefarzt der Anästhesiologie im städtischen Klinikum Ludwigsburg. Er stützt seine Behauptung auf eine Befragung von 540 Verantwortlichen deutscher Intensivstationen. "Das Problem des Versorgungsmangels wird ignoriert", sagt er in der "Apotheken Umschau". Eine wesentliche Ursache sieht er in fehlenden Standards, nach denen Entscheidungen im Notfall getroffen werden. Knapp ein Drittel der befragten Kliniken hätte zum Beispiel angegeben, gelegentlich Patienten ablehnen zu müssen, weil andere Kranke den Platz blockieren, obwohl die Ärzte deren Behandlung als nicht sinnvoll einstuften. Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft weist die Kritik zurück: "Eine Rationierung auf Intensivstationen findet nicht statt." Es mangele aber tatsächlich an einer berechenbaren und stabilen Finanzierung der Leistungen. Baum sieht hier die Politik in der Pflicht. Professorin Dr. Claudia Spieß, Chefärztin der Anästhesie der Charité in Berlin, hält das Ganze für eine "unglückliche Diskussion": Bevor über Rationierungen gesprochen werde, sollten wissenschaftliche Erkenntnisse besser umgesetzt werden. "Solange wir daran nicht konsequent arbeiten, geht die Kostendiskussion am Problem vorbei", mahnt sie in dem Gesundheitsmagazin.
Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 7/2009 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.
Pressekontakt: Ruth Pirhalla
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Rationierung bei Intensivpatienten? - Ökonomisierung!
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Gaby Modig
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Verschlechterung der Krankenhauspflege
Verschlechterung der Krankenhauspflege
Die Qualität der Pflege in Krankenhäusern sieht der VdK als bedroht an. Darübner berichtete am 16.07.2009 die Rheinische Post in Düsseldorf. Nach dem Bericht warnt der Sozialverband VdK NRW vor einer Verschlechterung der Pflege in den Krankenhäusern von Nordrhein-Westfalen. Der Trend gehe "weg von einer beherbergenden und pflegenden Krankenhauskultur hin zu einer Reparatur- und Luxusmedizin", so der Sozialverband. Die Pflege in Krankenhäusern sei zunehmend bedroht von Ökonomisierungs-Maßnahmen der Bundesregierung und der Kassenverbände, bei denen "nur die ärztlich medizinischen Leistungen hohe Erträge" brächten.
Was der VdK hier herausstellt, ist bekannt und eine Folge der Gesundheitsreform 2007. Darüber wurde hier im Forum schon wiederholt informiert.
Gaby Modig
Die Qualität der Pflege in Krankenhäusern sieht der VdK als bedroht an. Darübner berichtete am 16.07.2009 die Rheinische Post in Düsseldorf. Nach dem Bericht warnt der Sozialverband VdK NRW vor einer Verschlechterung der Pflege in den Krankenhäusern von Nordrhein-Westfalen. Der Trend gehe "weg von einer beherbergenden und pflegenden Krankenhauskultur hin zu einer Reparatur- und Luxusmedizin", so der Sozialverband. Die Pflege in Krankenhäusern sei zunehmend bedroht von Ökonomisierungs-Maßnahmen der Bundesregierung und der Kassenverbände, bei denen "nur die ärztlich medizinischen Leistungen hohe Erträge" brächten.
Was der VdK hier herausstellt, ist bekannt und eine Folge der Gesundheitsreform 2007. Darüber wurde hier im Forum schon wiederholt informiert.
Gaby Modig
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