Animationsfilm gegen den „Sitzenden Lebensstil“

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Animationsfilm gegen den „Sitzenden Lebensstil“

Beitrag von WernerSchell » 13.01.2019, 09:23

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Unterhaltsamer Animationsfilm gegen den „Sitzenden Lebensstil“

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Im Rahmen der Initiative „Familienaufstand! Alles zählt, nur Sitzen nicht“ haben die Partner der Arbeitsgruppe Prävention und Gesundheitsförderung der Universität Bielefeld und die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit einen unterhaltsamen Animationsfilm mit Informationen und Tipps gegen lange Sitzzeiten und für mehr Bewegung im Familienalltag veröffentlicht.

„Unser Aufsteh-Film zeigt mit einem Augenzwinkern, in welchen Alltagssituationen es einfach besser ist, aufzustehen und vermittelt darüber hinaus leicht verständlich und unterhaltsam, warum wir alle weniger Sitzen sollten“, erläutert peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck den Ansatz des Animationsfilms. „Wir haben den Film gemacht, weil Sitzzeiten einen hohen Stellenwert für die gesunde Entwicklung – auch schon von Kindern und Jugendlichen haben. Wer weniger sitzt oder langes Sitzen häufig unterbricht, hat z. B. bessere Chancen auf ein gesundes Körpergewicht und kann sich besser konzentrieren“, fügt PD Dr. Jens Bucksch von der Universität Bielefeld hinzu.


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Auf YouTube ist der „Aufsteh-Film“ unter dem Stichwort „Familienaufstand“ ( https://www.youtube.com/watch?v=XmV8-xHGUtg ) zu finden. Interessierte können den Film auf ihren Online-Angeboten via YouTube einbinden oder die Datei über die Plattform Ernährung und Bewegung beziehen.

Der Film ist Teil der Initiative „Familienaufstand! Alles zählt, nur Sitzen nicht“ in deren Mittelpunkt ein Spiel für die ganze Familie steht.

Quelle: Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) - Mitteilung vom 21.03.2017
Wallstraße 65
10179 Berlin
Vertreten durch:
Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich (Vorstandsvorsitzende)
Kontakt
Telefon: 030 27 87 97 -67
Telefax: 030 27 87 97 -69
E-Mail: plattform(at)pebonline.de


http://www.pebonline.de/meldung/unterha ... ebensstil/

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"Bewegung hat eine Effektstärke, die durchaus mit Medikamenten vergleichbar ist."
Prof. Wilhelm Bloch, Deutsche Sporthochschule Köln

"Mehr Bewegungsaktivität senkt das Herz-Kreislauf-Risiko und steigert die Lebensqualität."
Dr. Susanne Berrisch-Rahmel, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

Körperlich und geistig aktiv bis ins hohe Alter
viewtopic.php?f=6&t=22068&hilit=Bewegungsf%C3%B6rderung
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Familienaufstand! – weniger Sitzen und mehr Bewegung im „Corona-Alltag“

Beitrag von WernerSchell » 03.04.2020, 07:41

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Familienaufstand! – weniger Sitzen und mehr Bewegung im „Corona-Alltag“
Spiel für die ganze Familie verfügbar: www.familienaufstand.de


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Berlin, April 2020 – Viele Kinder und Familien sitzen zu viel und bewegen sich im Alltag zu wenig. Mit dem Spiel „Familienaufstand! – Alles zählt, nur Sitzen nicht“ motiviert die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) öfter mal aufzustehen und mehr Schwung in der Alltag zu bringen. Denn insbesondere in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote gilt es, „Bewegungsschätze“ im Alltag zu heben!

Als Einstieg in das Spiel machen Familien zunächst den Sitzcheck und finden heraus, wie es derzeit um ihre Sitzzeiten bestellt ist. Dann startet das Spiel und alle Familienmitglieder sammeln Punkte. Ob Treppe steigen statt Aufzug fahren, zu Fuß Einkaufen gehen oder Vokabeln lernen im Gehen – alles zählt, nur Sitzen nicht! Punkte werden in den drei Kategorien „(Auf)Stehen!“, „Bring Schwung rein!“ und „Beweg dich!“ gesammelt, denn beim „Familienaufstand!“ geht es nicht nur um Sport und anstrengende Bewegung, sondern vor allem darum, sich auch im Alltag unter „Corona-Bedingungen“ mehr zu bewegen und weniger zu sitzen.

Unter www.familienaufstand.de stehen alle Spielmaterialien als Download zur Verfügung. Außerdem gibt es hier neben Tipps für mehr Alltagsbewegung und ganz praktischen Alternativen zum „Sitzenden Lebensstil“ auch Hintergrundinformationen zum Zusammenhang von Sitzen und Gesundheit. Das Spiel wurde bereits vor der Corona-Krise entwickelt und enthält daher auch Tipps zum Schulweg u.ä., die derzeit nicht recht passen. Mit ein bisschen Kreativität lässt sich der „Familienaufstand!“ jedoch einfach auf den jetzigen Alltag von Familien übertragen.
Sitzzeiten haben einen hohen Stellenwert für die gesunde Entwicklung – auch schon von Kindern und Jugendlichen. Wer weniger sitzt oder langes Sitzen häufig unterbricht, hat z.B. bessere Chancen auf ein gesundes Körpergewicht und kann sich besser konzentrieren. Zudem sind Kinder, die weniger sitzen, oft ausgeglichener und haben meist festere Knochen. Wenn man hingegen viel sitzt, kommen im weiteren Lebensverlauf bestimmte Krankheiten häufiger vor, z. B. die „Zuckerkrankheit“ (Diabetes Typ 2) oder Herzerkrankungen. Bereits kurze Sitzunterbrechungen und mehr Stehen wirken sich positiv auf bestimmte Blutwerte aus. Im Vergleich zum Sitzen werden dabei bis zu doppelt so viele Kalorien verbraucht. Regelmäßige Veränderungen der Körperhaltung sind außerdem gut für Muskeln, Gelenke und die Wirbelsäule.

„Familienaufstand!“ wurde mit der Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam durch Prof. Dr. Jens Bucksch von der Arbeitsgruppe Prävention und Gesundheitsförderung von der Universität Bielefeld (heute Pädagogische Hochschule Heidelberg) und der Plattform Ernährung und Bewegung entwickelt und im Familienalltag erprobt und optimiert.

„Wir verstehen uns als Netzwerk für die Prävention von Übergewicht und die Gesundheitsförderung und sind offen für Kooperation und Partnerschaften, um diese Botschaften unseres Spiels zu verbreiten. Denn Familien brauchen gerade jetzt Ideen und Unterstützung, um ihren häuslichen Alltag bewegter zu gestalten“, so peb-Geschäftsführer Mirko Eichner.
www.familienaufstand.de

Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Zahlreiche Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.04.2020
Kontakt bei Rückfragen:
Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
Mirko Eichner
Boyenstraße 42
10115 Berlin
m.eichner@pebonline.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Bewegungsmessungen - Wer viel herumsitzt, hat ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu sterben

Beitrag von WernerSchell » 01.07.2020, 06:53

Ärzte Zeitung vom 30.06.2020:
Bewegungsmessungen
Wer viel herumsitzt, hat ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu sterben

Couch-Potatoes aufgepasst: Wer sein Leben überwiegend im Sitzen verbringt, nimmt nicht nur ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Diabetes und Schlaganfälle in Kauf. Auch die Gefahr, an Krebs zu sterben, ist dann erhöht – und zwar um bis zu 50 Prozent.
Von Thomas Müller
Houston. Epidemiologen gehen davon aus, dass sich jede zweite Krebserkrankung durch einen gesunden Lebensstil vermeiden lässt. Solche Schätzungen stehen meist auf sehr wackligen Beinen, verzerrt durch Begleitfaktoren und subjektive Angaben. Wenig rütteln lässt sich jedoch an Beobachtungen, wonach Raucher, Adipöse oder Freunde eines exzessiven Alkoholgenusses gehäuft an Tumoren erkranken und sterben. Diskutiert wird zudem seit langem der Einfluss von Ernährung und Bewegung. Auch hier besteht das Problem, dass viele der Untersuchungen auf Selbstauskünften beruhen und damit oft einer falschen Wahrnehmung unterliegen.
Präventionsmediziner um Dr. Susan Gilchrist vom Anderson Cancer Center in Houston haben nun objektive erfasste Bewegungsdaten mit der Krebssterblichkeit korreliert (JAMA Oncol 2020; online 18. Juni). Danach sterben besonders bewegungsfaule Menschen zu rund 50 Prozent häufiger an Tumoren als aktive Zeitgenossen. Allerdings wurden die Daten nur über eine Woche hinweg gesammelt. Die Forscher gehen also davon aus, dass die erfassten Bewegungsmuster repräsentativ für das restliche Leben der jeweiligen Patienten sind.
.... (weiter lesen unter) ... > https://nlcontent.aerztezeitung.de/d-re ... &tags=test
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Pflanzenbetonte Ernährung und viel Bewegung sind beste Krebsprävention

Beitrag von WernerSchell » 15.09.2020, 16:57

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
DGE-Pressemitteilung vom 15.09.2020


Pflanzenbetonte Ernährung und viel Bewegung sind beste Krebsprävention
WCRF-Empfehlungen zur Krebsprävention stimmen mit Empfehlungen der DGE überein


(dge) Eine vollwertige pflanzenbetonte Ernährung kann das Risiko einer Krebserkrankung senken. Zu diesem Ergebnis kommt der dritte Expertenbericht des WCRF1 (World Cancer Research Fund > https://www.wcrf.org/sites/default/file ... lation.pdf ) und des American Institute for Cancer Research, aus der aktuelle Ernährungsempfehlungen zur Krebsprävention abgeleitet wurden.

Passend zum diesjährigen Motto der Krebspräventionswoche vom 14.-18. September 2020 bestätigt die Analyse den großen Einfluss der Ernährung für die Krebsprävention. Schätzungsweise 30 bis 50 % aller Krebsfälle könnten durch das Einhalten eines normalen Körpergewichts, ausreichend körperliche Aktivität, eine gesundheitsfördernde Ernährung sowie durch die Vermeidung von berufsbedingten Karzinogenen, Umweltschadstoffen und bestimmten langfristigen Infektionen reduziert werden. Die aktuellen WCRF-Empfehlungen zur Krebsprävention stimmen dabei überwiegend mit den DGE-Ernährungsempfehlungen überein. > https://www.dge.de/uploads/media/Empf-W ... ich_01.pdf

Hohe Körperfettmasse erhöht Krebsrisiko
Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Krebs, gleichzeitig steigt dazu auch die Zahl der Übergewichtigen und Adipösen. Da eine hohe Körperfettmasse das Risiko für eine Krebserkrankung erhöhen kann – beispielsweise durch eine gesteigerte Produktion entzündlicher Botenstoffe oder eine verstärkte Bildung schädlicher Substanzen – ist ein wichtiges Ziel in der Krebsprävention, ein normales Körpergewicht zu erreichen oder zu erhalten.

Ernährung insgesamt ist wichtiger als einzelne Nährstoffe
Die aktuelle Datenanalyse zeigt, dass für die Krebsentstehung weder einzelne Lebensmittel oder Nährstoffe noch Nahrungsergänzungsmittel von Bedeutung sind. Vielmehr entscheidet das Zusammenspiel aus Ernährung – ein möglichst günstiges „Ernährungsmuster“ – und körperlicher Aktivität darüber, ob sich eine mehr oder weniger krebsfördernde Stoffwechselsituation bildet.

Mehr: Pflanzenbetonte Ernährung, körperliche Aktivität und Stillen
Die Basis einer krebspräventiven Ernährung sollten laut WCRF Vollkornprodukte, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte wie Bohnen bilden. Vollkornprodukte können zum Schutz vor Dickdarmkrebs beitragen. Ballaststoffe helfen, das Risiko für eine Gewichtszunahme, Übergewicht und Adipositas zu senken. Die DGE empfiehlt, jeden Tag mindestens 5 Portionen Gemüse und Obst zu verzehren, da sie dem Körper wichtige Nährstoffe bei gleichzeitig niedrigem Energiegehalt liefern. Hülsenfrüchte lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam steigen und liefern hochwertiges pflanzliches Protein, B-Vitamine sowie wichtige Mineralstoffe.

Die WCRF-Daten zeigen auch, dass körperliche Aktivität zum Schutz vor mehreren Krebsarten beiträgt: Schon Spazierengehen kann vor Gewichtszunahme, Übergewicht und Adipositas schützen. Längere Bildschirmzeiten sowie ein sitzender Lebensstil sind kontraproduktiv. Mütter können ihr Brustkrebsrisiko senken, indem sie ihr Kind stillen. Das Stillen hilft auch, Kinder später vor einer übermäßigen Gewichtszunahme, Übergewicht und Adipositas zu schützen.

Weniger: Fastfood, rotes Fleisch, zuckergesüßte Getränke und Alkohol
Die Datenauswertung des WCRF bestätigt, dass Fastfood, das meist viel Energie, Fett und/oder Zucker enthält, die Gewichtszunahme, Übergewicht und Adipositas fördern und damit das Krebsrisiko erhöhen kann. Auch der Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch wie Wurst und Fleischwaren kann das Risiko für Dickdarmkrebs erhöhen, möglicherweise bereits in geringen Mengen. Der WCRF rät, den Verzehr von rotem Fleisch auf maximal 350 bis 500 Gramm pro Woche zu beschränken und – wenn überhaupt – nur sehr kleine Mengen an Fleischwaren zu verzehren. Das deckt sich weitgehend mit der Empfehlung der DGE, wöchentlich nicht mehr als 300-600 g Fleisch und Wurst zu essen.

Häufig und in großen Mengen konsumierte zuckergesüßte Getränke können sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen eine Ursache für Gewichtszunahme, Übergewicht und Adipositas sein. Alkoholkonsum ist an der Entstehung vieler Krebsarten beteiligt. Bereits geringe Mengen können das Risiko für Krebs erhöhen. Die Art des Alkohols spielt dafür keine wesentliche Rolle.

Insgesamt decken sich die neuen Daten des WCRF zur krebspräventiven Wirkung mit denen der vollwertigen Ernährung nach den 10 Regeln der DGE. > https://www.dge.de/index.php?id=52

1WCRF, AICR. Der Dritte Expertenbericht. Ernährung, körperliche Aktivität und Krebs: eine globale Perspektive des World Cancer Research Fund und des American Institute for Cancer Research. Zusammenfassung. World Cancer Research Fund International (2020)
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Den Pressetext (und Bildmaterial) finden Sie unter:
https://www.dge.de/presse/pm/pflanzenbe ... raevention

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Infografik: Vergleich zwischen WCRF- und DGE-Empfehlungen
https://www.dge.de/fileadmin/public/doc ... gleich.pdf

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Für Rückfragen der Redaktion kontaktieren Sie bitte:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Autorin: Silke Restemeyer
https://www.dge.de/presse/kontakt/
DGE (Presseinfos) im Internet:
https://www.dge.de
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Herausgeber:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Godesberger Allee 18
53175 Bonn
Telefon: +49 228 / 3776-600
Telefax: +49 228 / 3776-800
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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