Corona-Virus – besorgniserregende Lage!

Allgemeine Informationen zu allen relevanten Themen einschließlich interessante Nachrichten aus dem weiten Gebiet der Medizin und Heilkunde (z.B. Studien- und Forschungsergebnisse)

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Corona: Vermeidbare Gesundheitsrisiken erhöhen Todesrisiko

Beitrag von WernerSchell » 17.10.2020, 06:51

Deutsches Ärzteblatt vom 16.10.2020:

Corona: Vermeidbare Gesundheitsrisiken erhöhen Todesrisiko
Seattle – Die Coronapandemie trifft auf eine Weltbevölkerung, deren Gesundheit ohnehin schon gefährdet ist. Das ist das Fazit einer der weltweit größten Gesundheitsstudien. Be­sondere Risikofaktoren seien Übergewicht, ein zu hoher Blutzuckerwert, mangelnde Be­wegung und Luftverschmutzung durch Feinstaub sowie die damit einhergehenden Krank­heiten.
Jene Faktoren bedrohten zudem die gesundheitlichen Fortschritte der vergangenen Jahr­zehnte, heißt es in der jüngsten Ausgabe der Studienserie „Global Burden of Disease“, die in der Fachzeitschrift Lancet veröffentlicht wurde. Die Gesundheitsdaten aus Deutsch­land zeichnen dabei ein nicht ganz so düsteres Bild, doch auch hierzulande beobachten die Wissenschaftler besorgniserregende Entwicklungen.
... (weiter lesen unter) ... > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... 7ac2e8834e


Dass ein gesunder Lebensstil in vielfältiger Weise Schutzwirkungen entfaltet, wird seit Jahren immer wieder deutlich gemacht. Siehe insoweit z.B. unter
> https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 1&p=109263
> https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 5&p=113114
> https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =6&t=22788
> https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 6&p=105552
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Optimismus mit einer gehörigen Portion Humor stärkt das Immunsystem und kann in vielfältiger Weise hilfreich sein!

Beitrag von WernerSchell » 17.10.2020, 07:49

Optimismus mit einer gehörigen Portion Humor stärkt das Immunsystem und kann in vielfältiger Weise hilfreich sein!


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Corona - Rhein-Kreis Neuss ist jetzt Risikogebiet

Beitrag von WernerSchell » 18.10.2020, 15:23

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 799/2020
Datum: 18. Oktober 2020


Wochen-Inzidenz erstmals über 50
Aktuell 307 mit dem Coronavirus Infizierte im Rhein-Kreis Neuss


Rhein-Kreis Neuss. Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 307 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 26 Personen in einem Krankenhaus. Kreisweit 1 513 Personen sind wieder von der Infektion genesen. Unverändert 27 Menschen sind an den Folgen der Erkrankung verstorben. Von den aktuell mit dem Virus infizierten Personen wohnen 134 in Neuss, 38 in Grevenbroich, 36 in Dormagen, 32 in Meerbusch, 30 in Kaarst, 17 in Korschenbroich, 10 in Jüchen und 10 in Rommerskirchen.

Der Inzidenz-Wert des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) liegt aktuell für den Rhein-Kreis Neuss bei 51,8 und damit erstmals über 50. Für die 7-Tage-Inzidenz wird die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen Tagen gemessen. Ab einem Wert von 35 sind gemäß der Coronaschutzverordnung in Nordrhein-Westfalen erste Erweiterungen der Schutzmaßnahmen vorgesehen; ab einem Wert von 50 greifen weitergehende Maßnahmen. So hat der Rhein-Kreis Neuss heute eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Sie ist im Internet unter www.rhein-kreis-neuss.de/av-corona-50 einzusehen.

Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss seit Pandemie-Beginn 1847 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Zurzeit sind 1328 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 10 – 14 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen und weitere Statistiken finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.

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+++

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete online:

Inzidenzwert über 50:
Rhein-Kreis Neuss ist jetzt Risikogebiet


Rhein-Kreis Der Rhein-Kreis Neuss ist ab sofort Risikogebiet. Wie aus aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, liegt der der sogenannte Inzidenzwert bei 51,8. Das heißt, dass es innerhalb der vergangenen sieben Tage mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gab.

Bild
Die aktuelle Grafik des Robert-Koch-Instituts zeigt: Der Rhein-Kreis Neuss ist dunkelrot, also ein Risikogebiet. Foto: Robert Koch-Institut: COVID-19-Dashboard

Durch die geknackte 50er-Marke gelten jetzt auch für den Rhein-Kreis Neuss verschärfte Regeln. So dürfen sich in der Öffentlichkeit außerhalb von Familien und Personen zweier Haushalte nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.
… (weiter lesen unter) …> https://rp-online.de/nrw/staedte/rhein- ... d-54101195
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Neue Allgemeinverfügung des Rhein-Kreises Neuss zur verschärften Corona-Bekämpfung

Beitrag von WernerSchell » 19.10.2020, 17:06

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 802/2020
Datum: 19. Oktober 2020


Wochen-Inzidenz liegt über 50
Neue Allgemeinverfügung des Kreises zur verschärften Corona-Bekämpfung gilt ab heute


Rhein-Kreis Neuss. Nachdem die so genannte 7-Tage-Inzidenz, die die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen Tagen misst, im Rhein-Kreis Neuss am Sonntag den Wert von 50 überschritten hat, gilt die vom Kreis bereits erlassene neue Allgemeinverfügung ab heute. Sie stellt fest, dass für das Gebiet des Rhein-Kreises Neuss jetzt die Gefahrenstufe 2 gilt und hat unmittelbare Auswirkung im gesamten Kreisgebiet. Sie ist so lange gültig, bis die 7-Tage-Inzidenz eine Woche lang unter 50 liegt.

Angesichts der dynamischen Pandemie-Entwicklung appelliert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, die Corona-Auflagen zu beherzigen und alle Schutzmaßnahmen mit zu unterstützen. „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger: Beachten Sie stets die AHA-Regeln. Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand, achten Sie auf eine ausreichende Handhygiene und tragen Sie eine Alltagsmaske, wenn ein ausreichender Abstand nicht gewährleistet werden kann. Wir sollten uns jetzt nicht an der Frage orientieren, was darf ich alles noch, sondern daran, so wenig Kontakte wie möglich zu haben. Wenn alle mitmachen, können wir gemeinsam in Solidarität die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen.“

Mit Inkrafttreten der neuen Allgemeinverordnung dürfen nun zum Beispiel an Jubiläumsfeiern, Hochzeiten oder Taufen in gemieteten Räumlichkeiten nur noch 10 Personen teilnehmen. Vorgaben für feiern in Privatwohnungen macht die Verordnung nicht, es wird aber dringend davon abgeraten. Treffen sich Gruppen im öffentlichem Raum, dürfen sie höchstens aus 5 Personen bestehen.

Der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen und der Verkauf von alkoholischen Getränken sind zwischen 23 Uhr und 6 Uhr untersagt; und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung gilt nun auch in öffentlichen Außenbereichen, in denen regelmäßig eine Unterschreitung des Mindestabstands zu erwarten ist.

Dies gilt insbesondere in Fußgängerzonen und im Bereich der Altstadt von Zons. Wie Landrat Petrauschke erläutert, stimmt der Kreis derzeit mit den kreisangehörigen Kommunen ab, welche Bereiche hierzu im Einzelnen weiter konkret definiert werden müssen. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden sie veröffentlicht.

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung besteht außerdem am Sitz- oder Stehplatz in geschlossenen Räumlichkeiten bei Konzerten, Aufführungen, Sportveranstaltungen und sonstigen Veranstaltungen. Unzulässig sind nach der neuen Allgemeinverordnung Veranstaltungen, Versammlungen und Kongresse mit mehr als 100 Personen, wenn nicht drei Tage vorher ein Corona-Schutz-Konzept vorgelegt wurde. Auch mit Konzept sind Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen im Freien oder mehr als 250 Personen in Innenräumen unzulässig.

Die aktuelle Allgemeinverfügung des Kreises kann im Internet unter folgendem Link eingesehen werden: www.rhein-kreis-neuss.de/av-corona-50.

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Eleonore Hillebrand aus Neuss - Autorin schreibt Tagebuch zur Pandemie-Lage

Beitrag von WernerSchell » 20.10.2020, 06:33

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 19.10.2020:

Eleonore Hillebrand aus Neuss
Autorin schreibt Tagebuch zur Pandemie-Lage

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Eleonore Hillebrand vor ihrem Computer, auf dem sie ihr Corona-Tagebuch schreibt. NGZ-Foto: Woi Foto: Andreas Woitschützke

Neuss Seit Beginn der Pandemie dokumentiert die 85-jährige Eleonore Hillebrand die aktuelle Nachrichtenlage – mit literarischem und persönlichem Touch.
Von Julia Rommelfanger
Gerade schreibt sie über die ungeheuer schnelle Zunahme der Fallzahlen – „das finde ich beängstigend“, sagt Eleonore Hillebrand an diesem Morgen. Seit mehr als sieben Monaten lebt die 85-Jährige, genau wie die gesamte Welt um sie herum, mit dem Coronavirus. Wie sich die Pandemie ausgebreitet hat und welche Konsequenzen das für die Menschen und für sie ganz persönlich hat, hält die Seniorin seitdem in einer Datei auf ihrem heimischen Computer detailliert fest.
... (weiter lesen unter) ... > https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-54077097
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Corona-Pandemie - mehr parlamentarische Debatten / Entscheidungen !

Beitrag von WernerSchell » 20.10.2020, 07:18

Corona-Pandemie - mehr parlamentarische Debatten / Entscheidungen !

Aktuell werden im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie-Bekämpfung mehr parlamentarische Debatten und Entscheidungen eingefordert. Es wundert, dass solche Erkenntnisse erst jetzt formuliert werden. - Ich habe dazu u.a. bereits am 17.05.2020 wie folgt geschrieben: … Die getroffenen Bekämpfungs- und Hilfemaßnahmen können im Wesentlichen Zustimmung erfahren. Allerdings verunsichern u.a. der föderale "Fleckenteppich" und die ständigen Diskussionen in den Talkshows der TV-Medien. Wünschenswert erscheinen lebhafte und kontroverse Erörterungen der anstehenden Fragen in den Parlamenten statt der Rededuelle zwischen den um Einfluss und Macht buhlenden Politprofis im abendlichen TV-Programm. Das würde unserer rechtsstaatlichen Grundordnung, die ja als parlamentarische Demokratie ausgestaltet ist, eher entsprechen! > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 0&p=113655
Es kann und darf nicht sein, dass wichtige die Grundrechte einschränkende Maßnahmen weitgehend am Deutschen Bundestag vorbei verfügt werden. Die jetzige Praxis, entsprechende Entscheidungen allein in kleinen Politikerrunden diskutiert und verfügt werden, bedarf dringend einer Korrektur.


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Ärzte Zeitung vom 21.10.2020:
Reaktionen auf Spahns neuen Gesetzesvorschlag
Corona-Maßnahmen: Abgeordnete sehen Gewaltenteilung in Schieflage

Der Bundestag ist sich in einem einig: Die Sonderrechte für Jens Spahn für Eindämmungsmaßnahmen in der Corona-Pandemie sollten beendet werden. ... > https://nlcontent.aerztezeitung.de/redi ... A2A397179A bzw. > https://nlcontent.aerztezeitung.de/redi ... 6E5B1110AE
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Intensivkapazitäten für COVID-19 schrittweise aufbauen

Beitrag von WernerSchell » 20.10.2020, 12:12

Marburger Bund – Bundesverband
Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.


Susanne Johna: Intensivkapazitäten für COVID-19 schrittweise aufbauen

Die Länder müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass COVID-19-Patienten bestmöglich versorgt werden und gleichzeitig die normale Krankenhausversorgung möglichst umfangreich sichergestellt ist, mahnt der Marburger Bund an.

„Wir stellen uns in den Krankenhäusern auf deutlich mehr COVID-19-Patienten ein. Die Entwicklung der vergangenen vier Wochen deutet darauf hin, dass je nach Alter etwa sechs Prozent der Neuinfizierten eine Krankenhausbehandlung benötigen. Da inzwischen auch ein leichter Anstieg der COVID-19-Fälle in der älteren Bevölkerung zu verzeichnen ist, wird leider auch die Anzahl an schweren Verläufen zunehmen. Darauf sind die Krankenhäuser grundsätzlich gut vorbereitet. Bei weiter steigenden Infektionszahlen im aktuellen Ausmaß müssen aber auf Ebene der Länder Vorkehrungen für den Fall einer zunehmenden Auslastung von Intensivkapazitäten getroffen werden. Dies gilt umso mehr, als dass die bisherige Freihaltepauschale für Krankenhausbetten zum 30. September ausgelaufen ist“, sagte Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes.

Es bedürfe eines regional und zeitlich gestaffelten Systems der Vorhaltung von Bettenkapazitäten für COVID-19-Patienten. „Ich halte ein gestuftes Vorgehen für sinnvoll, bei dem klar definiert ist, ab welchem Patientenaufkommen auf Normal- und Intensivstation jeweils zusätzliche Behandlungskapazitäten zur Verfügung gestellt werden müssen. Parallel zum Bettenausbau müssen planbare Eingriffe verschoben werden, auch um Personal anders einsetzen zu können“, erläuterte Johna. In der ersten Phase der Pandemie seien gute Erfahrungen damit gemacht worden, dass ein Krankenhaus der Maximalversorgung oder eine Universitätsklinik regional die Koordinierung und Steuerung übernommen habe.

Die MB-Vorsitzende wies auch auf den eigentlichen neuralgischen Punkt in der Versorgung hin: „Wir haben zweifellos eine hohe Anzahl an Intensivbetten, aber nicht genügend Personal, insbesondere in der Intensivpflege. Deswegen können vorhandene Betten auf Grund von Personalmangel nicht selten gar nicht belegt werden. COVID-19 wird uns noch lange beschäftigen, deswegen ist es wichtig zu überlegen, wo Ärztinnen und Ärzte sowie die Pflegenden insbesondere bürokratisch entlastet werden können, um einer Überlastung des Personals entgegen zu wirken.“

Quelle: Pressemitteilung vom 20.10.2020
Marburger Bund Bundesverband
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Allgemeinverfügung des Rhein-Kreises - Grundlage für einschränkende Maßnahmen

Beitrag von WernerSchell » 21.10.2020, 06:35

Seit Montag gelten wegen des hohen Inzidenzwertes auch im Rhein-Kreis verschärfte Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dazu gehört auch eine Erweiterung der Maskenpflicht in, wie es in der Allgemeinverfügung des Rhein-Kreises heißt, stark frequentierten öffentlichen Außenbereichen. Als Beispiel wurden unter anderem Fußgängerzonen genannt. Die hat Neuss nicht. Dafür aber stark frequentierte Straßenzüge und Plätze. In welchen nun ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss, wurde am Dienstag festgelegt. Anneli Goebels und Andreas Buchbauer berichten und zeigen eine Grafik des betroffenen Gebietes. Lesen Sie hier weiter. > https://newsletter.rp-online.de/d?o0bu5 ... rheinkreis

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Auf diesen Straßen in Neuss herrscht jetzt Maskenpflicht. Foto: Schnettler

Die neue Allgemeinverfügung des Rhein-Kreises zu den Corona-Schutzmaßnahmen im Rhein-Kreis wird von Kritikern als „zu juristisch“ und schwer verständlich bezeichnet. Im Interview mit unserer Redaktion kündigt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke nun eine Darstellung mit Piktogrammen an, die die Regeln möglichst einfach und verständlich aufzeigt. Petrauschkes dringender Appell darüber hinaus: „Man sollte sich nicht nur daran orientieren, was man noch alles darf, sondern ganz einfach seine sozialen Kontakte reduzieren. Was wir derzeit beobachten ist, dass sich das Coronavirus eher flächenmäßig ausbreitet und nicht auf bestimmte Orte oder lokale Hotspots zurückführen lässt.“ Lesen Sie hier weiter. > https://newsletter.rp-online.de/d?o0bu5 ... rheinkreis
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Corona-Fall in der Bundesregierung - Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet

Beitrag von WernerSchell » 21.10.2020, 16:41

Ärzte Zeitung vom 21.10.2020:

Corona-Fall in der Bundesregierung
Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet

Jens Spahn muss in häusliche Isolation: Der Bundesgesundheitsminister wurde positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Ob auch andere Regierungsmitglieder in Quarantäne müssen, ist noch unklar.
Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist offenbar mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Wie das Gesundheitsministerium in Berlin mitteilte, ist er am frühen Mittwochnachmittag positiv auf das Virus getestet worden.
Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, hieß es in der Mitteilung. „Bislang haben sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt. Alle Kontaktpersonen werden aktuell informiert.“ Fotos zeigen, dass Spahn am Mittwochvormittag im Kanzleramt an der Kabinettssitzung teilnahm.
… (weiter lesen unter) … > https://www.aerztezeitung.de/Panorama/G ... _TELEGRAMM
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Was bringt Maske-Tragen im Freien?

Beitrag von WernerSchell » 21.10.2020, 17:08

Was bringt Maske-Tragen im Freien?

An immer mehr Orten müssen wir den Mund-Nasen-Schutz auch draußen tragen. Das macht medizinisch grundsätzlich auch Sinn, wenn man auf wirklich viele Menschen trifft und den Abstand von 1,5 bis 2 Metern nicht einhalten kann. Eigentlich hatten wir ja gelernt, dass wir uns draußen nicht so leicht mit dem Coronavirus anstecken können. Tatsächlich kann man die Aerosole, die in Innenräumen von Bedeutung sind, im Freien auch eher vernachlässigen – da verteilen sie sich sehr gut und sehr schnell. Doch die größeren Virus-Tröpfchen können wir auch draußen abbekommen, wenn wir sehr nah an einem infizierten Menschen sind – durch Sprechen, Husten oder Niesen. Benjamin Esche aus dem Quarks-Team berichtet | DailyQuarks – 00:11:37 > https://www1.wdr.de/mediathek/audio/dai ... index.html

Mehr:
"Was man über Schutzmasken wissen muss" ¬– ein Quarks-Beitrag vom 21.09.20 | quarks.de > https://www.quarks.de/gesundheit/was-ma ... ssen-muss/
"Gesichtsmasken: Visueller Test mit einer Highspeed-Kamera" – ein Quarks-Beitrag vom 21.04.20 | video > https://www1.wdr.de/mediathek/video/sen ... a-100.html

Quelle: Mitteilung vom 21.10.2020
Quarks-Team - quarks@wdr.de
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Corona-Pandemie hat bisher nur kurzfristige Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit

Beitrag von WernerSchell » 22.10.2020, 11:03

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Corona-Pandemie hat bisher nur kurzfristige Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit

Im Frühjahr hat die beginnende Corona-Pandemie mit all ihren Folgen – Shutdown, wirtschaftliche Sorgen, Änderungen im Berufs- und Privatleben – die ganze Welt vor bisher unbekannte Herausforderungen gestellt. Diese Änderungen sowie die Allgegenwart der drohenden Erkrankung haben die Lebenszufriedenheit der Menschen aber bisher nicht grundlegend erschüttern können. Das haben Psychologen der Universität des Saarlandes in einer breit angelegten Umfrage herausgefunden.

Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Reisewarnungen, Ansteckungsrisiken: Viele Dinge, an die wir uns während der Corona-Pandemie gewöhnen mussten, krempeln unser Leben gehörig um. Zu der Frage, ob diese Umwälzungen zu Beginn der Pandemie grundlegende Auswirkungen auf die Lebenszufriedenheit und das Stressempfinden der Menschen hatten, liegen bislang nur wenige Befunde vor. Psychologinnen und Psychologen der Universität des Saarlandes haben dies nun in einer aktuellen Studie untersucht.

Ihre zentralen Erkenntnisse dürften Optimisten freuen: „Zu Beginn der Pandemie ist die mittlere Lebenszufriedenheit der Studienteilnehmer zwar zunächst geringfügig gesunken. Sie hat jedoch während unserer Befragungszeit auch wieder zugenommen“, sagt Julie Levacher, die gemeinsam mit Dr. Elisabeth Hahn die Studie am Lehrstuhl von Professor Frank M. Spinath geleitet hat. Die 199 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Umfrage blickten sogar positiv in die Zukunft. „Im Schnitt gingen die Befragten davon aus, in einem Jahr wieder zufriedener mit ihrem Leben sein zu können“, so die Psychologin weiter. Zeichnet man die Kurve der Lebenszufriedenheit über die fünf Befragungen von Ende März bis Mitte Mai, sieht man zunächst ein leichtes Absinken des Wertes für die Lebenszufriedenheit, gefolgt von einem Anstieg auf annähernd den Zufriedenheitswert vor der Pandemie. „An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich bei der Studie um einen Querschnitt der Gesellschaft handelt, während die gezeichnete Kurve den Durchschnitt aller widerspiegelt. Selbstverständlich gab es in der Befragung auch Teilnehmende, für die die Situation aus unterschiedlichsten Gründen schwieriger war“, berichtet Dr. Elisabeth Hahn.

Beim Stressempfinden sah die Kurve anders aus und zeigte zudem einen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Sanken die Werte fürs Stressempfinden an vier Befragungsterminen von Ende März bis Ende April leicht, stiegen sie beim fünften Befragungstermin Mitte Mai wieder an. Dafür ist insbesondere ein stärkerer Anstieg des Stressempfindens bei Frauen verantwortlich. Über die Ursachen dafür kann bisher allerdings nur spekuliert werden: „Ein möglicher Grund könnte darin bestehen, dass viele Frauen aufgrund der Kita- und Schulschließungen vermehrt die Kinderbetreuung übernahmen. Außerdem fällt die stärkere Zunahme an Stress bei Frauen im Vergleich zu Männern nach der schrittweisen Lockerung der Beschränkungen auf. Auch hier könnte die oftmals bestehende Doppelbelastung von Frauen eine mögliche Ursache sein“, erwähnt Julie Levacher.

Auch in anderen Faktoren fanden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler messbare Unterschiede in der Lebenszufriedenheit und im Stressempfinden. So waren zwar Angehörige einer Risikogruppe, die bei einer Infektion mit höherer Wahrscheinlichkeit schwer erkranken, genauso zufrieden wie die Befragten ohne gesteigertes Gesundheitsrisiko. „Das Stressempfinden war bei der Risikogruppe allerdings messbar höher“, sagt Dr. Elisabeth Hahn. „Gründe hierfür sind vor allem in der Angst vor einer möglichen Infektion zu sehen.“

Auch die Befragten, die einer so genannten systemrelevanten Berufsgruppe angehören, also etwa Versorgungsdienstmitarbeiter oder Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeheimen, zeigten einen interessanten Verlauf. Sie waren im Frühjahr zwar einerseits zufriedener mit ihrem Leben, aber auch gestresster als die nicht systemrelevant Beschäftigten. Ein Grund für die hohe Zufriedenheit könnte die gestiegene Wertschätzung sein, die den systemrelevant arbeitenden Menschen entgegengebracht wurde. „Wir erinnern uns alle an jubelnde Menschen in Großstädten und den enormen Zusammenhalt der in der Anfangsphase der Pandemie spürbar war. Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass Teilnehmer in systemrelevanten Berufen wirtschaftlich weniger bedroht waren als Beschäftigte in anderen Branchen“, interpretiert Julie Levacher die Ergebnisse.

Das höhere Stressempfinden basiert hingegen nicht auf einer tatsächlichen Zunahme des Stresses bei den systemrelevant Beschäftigten. Vielmehr liegt es in der Abnahme des Stressempfindens bei den anderen Berufsgruppen begründet. „Hier sehen wir beispielsweise die positiven Auswirkungen der neu entdeckten Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, von denen allerdings überwiegend Angehörige aus nicht-systemrelevanten Berufen profitierten. Diese Annahme wird dadurch gestützt, dass sich die Stresswerte beider Gruppen Mitte Mai, bei der letzten Befragung und mit der Einführung von Lockerungen, nochmals angeglichen haben. Hier stieg das Stressempfinden der Personen mit nicht-systemrelevanten Berufen wieder deutlich an“, verdeutlicht Julie Levacher.

Eine zentrale Erkenntnis des Psychologenteams lautet darüber hinaus, dass Menschen mit einer gefestigteren Persönlichkeitsstruktur, die also eher widerstandsfähig und weniger ängstlich sind, im Schnitt deutlich niedrigere Stress- und höhere Zufriedenheitswerte aufwiesen als eher unsichere Personen.
Zudem fanden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heraus, dass die Corona-Pandemie sogar zu einer Verbesserung der Persönlichkeitsorganisation führte. „Ein möglicher Grund hierfür könnte die Veränderung des Tagesablaufs sein: Neben dem häufigen Wegfall von Terminen und sozialen Verpflichtungen bot die Pandemie durch den Shutdown einen Rahmen, sich mal mit anderen Dingen und mehr mit sich selbst zu beschäftigen. Insgesamt konnten wir unsere Annahme, dass die Pandemie eher negative Konsequenzen auf unser Wohlbefinden hat, erfreulicherweise bisher nicht bestätigen“, resümiert Julie Levacher.

Da die Corona-Pandemie weiterhin anhält und unser Leben beeinflusst, soll die Studie ausgeweitet werden und den Verlauf der Lebenszufriedenheit und des Stressempfindens auch weiterhin verfolgt werden. Nähere Informationen hierzu auf der Webseite www.coping-with-corona.de. Interessierte können sich dort auch gerne zur Teilnahme anmelden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Julie Levacher, Dr. Elisabeth Hahn, PD Dr. Nicolas Becker, Prof. Dr. Frank M. Spinath – Kontaktaufnahme über E-Mail an julie.levacher@uni-saarland.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 22.10.2020
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Alltagsmasken reduzieren das Risiko einer Übertragung

Beitrag von WernerSchell » 22.10.2020, 15:34

Marburger Bund – Bundesverband
Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V.
Pressemitteilung vom 22. Oktober 2020



Alltagsmasken reduzieren das Risiko einer Übertragung
Statement von Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes

Gerade in der jetzigen Phase der Pandemie kommt es darauf an, mit klaren Botschaften die Bevölkerung über den notwendigen Infektionsschutz aufzuklären. Leider hat der Präsident der Bundesärztekammer jüngst den Eindruck erweckt, dass für ihn Alltagsmasken zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nur von geringem Wert sind. Diese persönliche Auffassung des Bundesärztekammer-Präsidenten steht im Widerspruch zur aktuellen Studienlage und ist geeignet, das seit Monaten wirksame und evidenzgestützte Konzept zur Minimierung von Infektionen zu diskreditieren.

Für uns als Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte steht außer Frage, dass Alltagsmasken das Risiko einer Übertragung reduzieren. In Kombination mit den anderen Maßnahmen – Abstand halten, Händehygiene, Lüften von Innenräumen und Corona-Warn-App – dienen auch Alltagsmasken dem Schutz vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus und tragen dazu bei, dass weniger Menschen infiziert werden und weniger Menschen schwer erkranken.

Marburger Bund Bundesverband
Referat Verbandskommunikation
Hans-Jörg Freese (Pressesprecher)
Tel.: 030/746846-41
Mobiltel.: 0162 2112425
presse@marburger-bund.de
http://www.marburger-bund.de

Der Marburger Bund ist der Verband aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte. Mit rund 127.000 Mitgliedern ist er der größte deutsche Ärzteverband mit freiwilliger Mitgliedschaft und Deutschlands einzige Ärztegewerkschaft.


+++
In den sozialen Medien wurde von hier wie folgt ergänzend informiert:

Für den Marburger Bund (MB) als Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte steht außer Frage, dass Alltagsmasken das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus reduzieren. In Kombination mit den anderen Maßnahmen – Abstand halten, Händehygiene, Lüften von Innenräumen und Corona-Warn-App – dienen auch Alltagsmasken dem Schutz vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus und tragen dazu bei, dass weniger Menschen infiziert werden und weniger Menschen schwer erkranken. - Der MB hat damit dem Präsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, zurecht klar widersprochen! > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... 84#p115684 Der Bundesärztekammer-Präsident hatte nach einem "Welt"-Artikel von einem geringen Nutzen der Alltagsmasken und von fehlender wissenschaftlichen Evidenz gesprochen. Er sprach auch von einem "Vermummungsgebot" (> https://www.welt.de/vermischtes/article ... 15ZfJw79Bc ). Prof. Karl Lauterbach nannte das eine unentschuldbare Aussage!
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WernerSchell
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Corona-Pandemie - Alltagsmasken – sinnvoll zum Eigenschutz und zum Schutz von anderen[

Beitrag von WernerSchell » 23.10.2020, 16:05

Pressemitteilung der Bundesärztekammer vom 23.10.2020:


Corona-Pandemie - Alltagsmasken – sinnvoll zum Eigenschutz und zum Schutz von anderen


Berlin - Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes. Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird. Trotz aller noch bestehender Unsicherheit resultiert aus den Daten aus Sicht der Unterzeichner die klare Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Die Präsidentinnen und Präsidenten der Landesärztekammern und Mitglieder des Vorstandes der Bundesärztekammer sowie die Präsidenten und Vorsitzenden der nachfolgenden Fachgesellschaften und Institutionen/Organisationen stellen ausdrücklich fest:

Weder die Maßnahmen gegen die Pandemie noch die Pandemie selbst sollten bagatellisiert werden. Selbst wenn die statistische Gesamtsterblichkeitsrate vermutlich unter ein Prozent ist, sind die negativen Folgen durch die SARS-CoV2-Pandemie gravierend. Diese resultieren für die Bürgerinnen und Bürger, Patientinnen und Patienten und für unser Gesundheitswesen aus der großen Zahl der Erkrankten, dem Fehlen einer wirksamen Behandlung und der deswegen drohenden Überlastung unseres Gesundheitswesens. Auch durch nicht aufrecht zu erhaltende bzw. nicht in Anspruch genommene medizinische Leistungen kommen Patientinnen und Patienten zu Schaden. Höchstes Ziel muss daher die Vermeidung von Erkrankungs- und Todesfällen sein, egal in welchem Alter. Ein korrekt getragener Mund-Nasen-Schutz und das Einhalten der AHA-L-Regeln sind ein wichtiger Beitrag, den jede und jeder leisten kann. Für alle und auch im eigenen Interesse.


Präsident der Bundesärztekammer, Dr. med. Klaus Reinhardt
Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Dr. med. Heidrun Gitter (zugleich Präsidentin der Ärztekammer Bremen)
Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Dr. med. Ellen Lundershausen (zugleich Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen)
Bundesärztekammer Vorstand und Marburger Bund Bundesverband, Dr.med. Susanne Johna
Bundesärztekammer Vorstand, PD Dr. med. Peter Bobbert
Sächsische Landesärztekammer, Erik Bodendieck
Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Prof. Dr. med. Andreas Crusius
Ärztekammer Hamburg, Dr. med. Pedram Emami
Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. med. Johannes Albert Gehle
Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. med. Simone Heinemann-Meerz
Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke
Ärztekammer Schleswig-Holstein, Prof. Dr. med. Henrik Herrmann
Ärztekammer Berlin, Hon. Prof. (DPU) Dr. med. Günther Jonitz
Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, Dr. med. Günther Matheis
Landesärztekammer Baden-Württemberg, Dr. med. Wolfgang Miller
Ärztekammer des Saarlandes, SR Dr. med. Josef Mischo
Landesärztekammer Hessen, Dr. med. Edgar Pinkowski
Bayerische Landesärztekammer, Dr. med. Gerald Quitterer
Landesärztekammer Brandenburg, Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz
Ärztekammer Niedersachsen, Dr. med. Martina Wenker
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen und Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Ständige Kommission „Leitlinien“ der AWMF, Prof. Dr. med. Claudia Spies
Cochrane Deutschland, Prof. Dr. Jörg Meerpohl
Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), Univ. Prof. Dr. med. Rolf Rossaint
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Prof. Dr. med. Uwe Janssens
Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Prof. Dr. med. Stefan John
Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, Prof. Dr. med. Petra Gastmeier
Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Dr. med. Ute Teichert


Bundesärztekammer
Stabsbereich Politik und Kommunikation
Pressestelle der deutschen Ärzteschaft
Herbert-Lewin-Platz 1
10623 Berlin

Ansprechpartner: Alexander Dückers, Samir Rabbata
Telefon: (030) 40 04 56-700
Fax: (030) 40 04 56-707
E-Mail: presse@baek.de
www.baek.de



+++
Die vorstehende Erklärung wird auch vom Marburger Bund unterstützt.

Quelle: Mitteilung vom 23.10.2020
Hans-Jörg Freese
Leiter Referat Verbandskommunikation
Pressesprecher
Marburger Bund Bundesverband
Tel. 030 746 846-41
Mobiltel. 0162 2112425
Reinhardtstr. 36
10117 Berlin
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Mit Humor durch schwere Zeiten - Prof. Dr. Sylvia Sänger über die Bedeutung von Humor in Krisenzeiten

Beitrag von WernerSchell » 23.10.2020, 17:10

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Mit Humor durch schwere Zeiten

Prof. Dr. Sylvia Sänger über die Bedeutung von Humor in Krisenzeiten.


Die FORSA-Umfrage „Corona 2020“ hat ergeben, dass sich durch die Pandemie 1/5 der Befragten niedergeschlagen und antriebslos fühlt. Dies können erste Anzeichen einer Depression oder anderer psychischer Erkrankungen sein. Prof. Dr. Sylvia Sänger, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der SRH Hochschule für Gesundheit, hat sich diese Zahlen zum Anlass genommen, um einen Artikel über die Bedeutung von Humor in diesen Zeiten zu verfassen.

„Lachen und damit verbundene positive Emotionen können den Stresslevel senken, Glückshormone freisetzen, Ängste abbauen, das Immunsystem stärken und innere Blockaden und Spannungen lösen. Wenn wir uns der Kraftquelle Humor wieder nähern, allein oder auch mit Hilfe und Anleitung, treten Ängste und Sorgen in den Hintergrund“, weiß Prof. Dr. Sylvia Sänger zu berichten. Eine Pandemie und die notwendigen Maßnahmen können ein großer Stressfaktor für viele Menschen sein. Entsprechend wichtig ist es, Wege zu finden, mit diesem umzugehen. Im Artikel wird der positive Einfluss von Humor und Lachen wissenschaftlich beleuchtet, sodass Betroffene dadurch eine kleine Hilfestellung in dieser schweren Zeit erfahren.
Prof. Dr. Sylvia Sänger ist seit 01. Oktober 2015 als Professorin im Bachlor-und Masterstudiengang Medizinpädagogik an der SRH Hochschule für Gesundheit am Campus Gera tätig.

Nach einem Ingenieurstudium an der Technischen Hochschule Ilmenau in der Fachrichtung Technische Kybernetik und Automatisierungstechnik mit der Vertiefungsrichtung Biomedizinische Technik und Bionik war Prof. Dr. Sylvia Sänger am Universitätsklinikum Jena zunächst als Laboringenieurin tätig und übernahm anschließend die Koordination des Tumorzentrums Jena e.V. Berufsbegleitend studierte sie an der Universität Bielefeld Gesundheitswissenschaften / Public Health und schloss dieses Studium mit dem Master und einer Promotion ab. Prof. Dr. Sylvia Sänger absolvierte außerdem berufsbegleitend ein Fernstudium Fachjournalismus an der Freien Journalistenschule Berlin und eine Ausbildung zur therapeutischen Humorberaterin an der HCDA-Akademie (HumorCare Deutschland Österreich). Sie ist Gründungsmitglied und Mitglied des Vorstandes im Deutschen Netzwerk Gesundheitskompetenz e.V., Mitglied des Vorstandes der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V., des wissenschaftlichen Beirates von patientengeschichten.online und des wissenschaftlichen Beirates von „Washabich?“ gemeinnützige GmbH. Für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Patientenbeteiligung und Erstellung leitlinien- und evidenzbasierter Patienteninformationen wurde Prof. Dr. Sylvia Sänger vom Präsidenten der Bundesärztekammer das Ehrenzeichen der deutschen Ärzteschaft verliehen.

Den gesamten Artikel finden Sie angehängt.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr.
Sylvia Sänger
Professorin
für Gesundheitswissenschaften,
Studiengang Medizinpädagogik, B.A. & M. A.
E-Mail: sylvia.saenger@srh.de
Campus Gera
Telefon: +49 365 773407-14

Quelle: Pressemitteilung vom 23.10.2020
SRH Hochschule für Gesundheit Marketing / PR
SRH Hochschule für Gesundheit
> https://idw-online.de/de/news756418


Anhang
attachment icon Artikel zur Pressemitteilung > https://idw-online.de/de/attachment81084



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Mit Humor durch schwere Zeiten

Sylvia Sänger

„Jeder Fünfte fühlt sich durch die Pandemie häufiger antriebslos und
niedergeschlagen“, so ist es im Bericht der Techniker Krankenkasse anlässlich des Tages
der seelischen Gesundheit zu lesen. Es sind die Ergebnisse der FORSA-Umfrage „Corona
2020“. Grund seien die Hygieneregeln, die Angst um den Arbeitsplatz und die
Maskenpflicht. Wir scheinen alle etwas aus der gewohnten Bahn geworfen, nicht nur
jeder Fünfte, auch die anderen vier, die sich jedoch schneller wieder fangen. Die
gegenwärtige Situation zeigt uns, wie wenig planbar unser Leben derzeit ist und wie
vielen emotionalen Unwägbarkeiten wir ausgesetzt sind. Das erzeugt Stress. Nach Aaron
Antonovsky, dem Vater der Soziologie, sind Stressoren „eine von innen oder außen
kommende Anforderung an den Organismus, die sein Gleichgewicht stört und die eine
… nicht automatische und nicht unmittelbar verfügbare … Handlung erfordert.“ Wir
sind also aus dem Gleichgewicht geraten und haben noch keine Ahnung, wie wir da
wieder hinkommen sollen!
Dem gesunden Lebensstil mehr Aufmerksamkeit schenken, Achtsamkeit sich selbst
gegenüber trainieren und Anti-Stress Programme werden als mögliche Bewältigung
empfohlen. Jeder Mensch hat ein Arsenal eigener Resilienzressourcen, also Fähigkeiten,
mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Dazu gehören Optimismus, Akzeptanz
der Situation, Lösungsorientierung, Selbstwirksamkeit (raus aus der Opferrolle),
Verantwortung, soziale Einbindung, Zukunftsorientierung und ein mehr oder weniger
großes Improvisationstalent. Diese Schätze gilt es zu entdecken und zu heben. Kann ich
die Situation so annehmen, wie sie ist und dann versuchen, das Beste daraus zu
machen, anstatt die Zustände zu beklagen? Wie sieht mein Unterstützungsnetzwerk
aus? Was hat mir früher schon mal bei schwierigen Situationen geholfen? Aber auch:
Was tut mir gut daran, wenn es mir schlecht geht? Diese Fragen sind kleine Spaten, um
im Garten des Lebens nach den Schätzen des eigenen Resilienzvermögens zu graben,
damit sie uns verfügbar werden.
Ein weiterer wichtiger Schatz im Umgang mit schweren Lebenssituationen ist der
Humor. „Die Heiterkeit ist das gute Wetter des Herzens“, sagte einst der englische Arzt
und Sozialreformer Samuel Smiles. Auch und gerade in schwierigen Zeiten sollten wir
unseren Humor nicht verlieren. Jeder hat ihn, nur manchmal ist er verschüttet. Das aus
tiefster Seele kommende Lachen eines Kindes, selbst wenn das Knie aufgeschlagen ist,
ist pure Lebensfreude. Was wir als Kinder mühelos beherrschten, sollten wir auch im
Erwachsenenalter beibehalten oder wieder entdecken. Positive Emotionen, wie das
Lachen können den Stresslevel senken, Glückshormone freisetzen, Ängste abbauen, das
Immunsystem stärken und innere Blockaden und Spannungen lösen. Wenn wir uns der
Kraftquelle Humor wieder nähern, allein oder auch mit Hilfe und Anleitung, treten
Ängste und Sorgen in den Hintergrund.
Aber Humor zu haben, bedeutet nicht witzig zu sein, oder den ganzen Tag über zu
lachen. Vielmehr ist Humor eine Möglichkeit, den Unzulänglichkeiten des Lebens mit
liebevoller Nachsicht und einem inneren Lächeln zu begegnen und so wieder ins
Handeln zu kommen. Denn wo nehmen wir eigentlich den Anspruch her, dass im Leben
alles glatt gehen muss? Jeder Tag ist angefüllt mit Risiken, deren Folgen uns treffen
können. Dazu gehören die Entwicklungen, die Pandemie betreffend, unsere
Arbeitssituation, Finanzen und auch Erkrankungen, die uns unvorbereitet und plötzlich
treffen. Die gute Nachricht: Humor kann man trainieren!
Bei Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen werden zum Beispiel
Humorcoachings eingesetzt. Für diese Menschen ist das Leben nicht planbar und sie
müssen ständig auf neue Bedingungen reagieren. Dazu braucht es schon ein enormes
Improvisationstalent – und Humor! „Humor wertet nicht und urteilt nicht, er akzeptiert
vorbehaltlos die Widersprüche und Ungereimtheiten des Lebens“, so beschreiben es
Titze und Lambrecht in ihrem Buch ‚Heilsamer Humor‘. Und die Akzeptanz des
Unabänderlichen ist ein erster wichtiger Schritt zur Bewältigung. Wenn mir die teure
Terrine beim Spülen aus den Händen fällt, kann ich mich darüber freuen, dass in
meinem Schrank wieder ein scheußliches Teil weniger steht oder ich kann darüber
jammern, dass nun ein Haufen Geld zu Bruch gegangen ist. Wenn der Urlaubsflug
wegen der Pandemie gecancelt werden muss, kann ich darüber lachen, dass ich nun
vielleicht die Spucktüte im Flieger nicht brauche (wie beim letzten Mal) oder ich kann
mich furchtbar ärgern, weil ich mich doch so auf den Urlaub gefreut hatte. In jedem Fall:
Ich habe die Wahl! Und so ist die Corona Pandemie auch eine Chance für uns alle
wichtige Ressourcen zu aktivieren, die wir ohnehin gut im Leben brauchen können, allen
voran der Humor. Wer Humor zu seiner Lebenseinstellung macht hat es leichter! „Es ist
menschlicher, über das Leben zu lachen, als es zu beklagen“, wusste schon der
römische Philosoph Seneca.


Verwendete Literatur:
Pressemeldung der TK vom 10.10.2020, verfügbar unter:
https://www.tk.de/presse/themen/praeven ... it-2093174
Michael Tietze. Humor in Körpersprache und Rhetorik. HCD-Verlag
Michael Tietze, Ludwig Lambrecht. Heilsamer Humor. HCD Verlag
Falkenberg, Mc Ghee, Wild. Humorfähigkeit trainieren. Schattauer. 2018
Voss, M., Fuchs, T., Wild, B., Ong, P. & Hirschhausen, E. von. (2019). Effekt von Humortraining auf Stress,
Heiterkeit und Depression bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und therapierefraktärer Angina
pectoris. https://www.livivo.de/doc/M31187195
Schinzilarz, C. & Friedli, C. (2013). Humor in Coaching, Beratung und Training. Weiterbildung - Coaching.
Beltz. https://www.livivo.de/doc/SKH768068479
Willnow, N. Schippmann S. Grundlagenseminar: Einführung in die Resilienz, unter
http://resilienzia.de/gesellschaft-fuer-resilienz/
https://idw-online.de/de/institutionlogo23575
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Pflegerische Versorgung in Zeiten von Corona - Drohender Systemkollaps oder normaler Wahnsinn?

Beitrag von WernerSchell » 24.10.2020, 07:00

Pflegerische Versorgung in Zeiten von Corona - Drohender Systemkollaps oder normaler Wahnsinn?
Wissenschaftliche Studie zu Herausforderungen und Belastungen aus der Sichtweise von Leitungskräften

>>> https://kups.ub.uni-koeln.de/11201/1/Pf ... ericht.pdf

Pflege Stresstest Köln Studienbild.JPG
Pflege Stresstest Köln Studienbild.JPG (65.21 KiB) 845 mal betrachtet

Quelle:
IMVR – Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln (KöR)
Dr. Kira Isabel Hower
Eupener Straße 129
50933 Köln
Tel.: 0221-478-97141
E-Mail: kira.hower@uk-koeln.de
http://www.imvr.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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