Corona-Virus – besorgniserregende Lage!

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Generation 80+: Impfbereitschaft gut, Erreichbarkeit der Impfzentren schlecht

Beitrag von WernerSchell » 30.12.2020, 16:45

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Generation 80+: Impfbereitschaft gut, Erreichbarkeit der Impfzentren schlecht


Mehr als 71 Prozent der Hochbetagten möchte sich gerne gegen COVID-19 impfen lassen. Jedoch fühlt sich nur ein Viertel der Impfwilligen in der Lage, die Impfzentren auch eigenständig aufzusuchen und sich dort impfen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer ad hoc Befragung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) unter geriatrischen Klinikpatienten. „Die Logistik ist für die Hauptzielgruppe der hochaltrigen Patienten der ersten Impfkohorte nicht durchdacht!“, prangert deshalb DGG-Präsident Prof. Hans Jürgen Heppner, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am HELIOS Klinikum Schwelm und Lehrstuhlinhaber für Geriatrie an der Universität Witten/Herdecke, an.

„Die Anmeldung für die Impfung, die Erreichbarkeit der Impfzentren sowie die erforderliche Mobilität, stellt viele in der derzeit wichtigsten Zielgruppe der Impfstrategie vor eine nahezu unlösbare Aufgabe.“

Es gelte jetzt zügig effektive Möglichkeiten zu schaffen, die alten Menschen bei der Terminvereinbarung und dem Transport in die Impfzentren zu unterstützen, fordert deshalb die Koordinatorin der Umfrage, Frau Prof. Petra Benzinger von der Universität Heidelberg. „Die hohe Impfmotivation in der Höchstrisikogruppe ist wirklich sehr ermutigend!“, so Benzinger. „Viele Studienteilnehmer, die sich während der Befragung ja in klinischer Behandlung befanden, baten um einen umgehenden Impftermin und einige erklärten sogar den Wunsch, länger in der Klinik bleiben zu wollen, wenn dies zu einer Impfung führen würde.“

Arzt und Patient zusammenbringen!

Es gilt jetzt Patient und Arzt zusammen zu bringen! „Denn während die Bewohner von Pflegeheimen bereits geimpft werden, überlegt der Großteil der Zielgruppe 80+ zuhause, wie sie die Impfung wohl bekommen kann“, erklärt Prof. Clemens Becker, Chefarzt der Geriatrie am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart und Experte für Mobilität im Alter. „Viele der Impfzentren scheinen noch nicht einmal barrierefrei gestaltet zu sein. Das ist ein echtes Problem!“

Hausärzte impfen derzeit noch nicht gegen SARS-CoV-2. Transport und Mischung des Impfstoffes ist zu kompliziert, als das gegenwärtig kleinere Mengen in die Hausarztpraxen abgegeben werden können. Daher wird es vor allem auf familiäre und nachbarschaftliche Hilfe ankommen. „Auch die Unterstützung durch Wohlfahrtsverbände, Kirchen und ehrenamtliche Begleiter ist denkbar und wäre wichtig für das Gelingen der Impfstrategie in Deutschland“, so Petra Benzinger. Ferner sollten auf kommunaler Ebene ergänzende Impfangebote für die Gruppe der noch selbstständig lebenden, hochbetagten Menschen entwickelt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie bietet den Verantwortlichen auf Bundes- und Länderebene gerne ihre Unterstützung bei der Entwicklung entsprechender Konzepte an.

Mobile Impfteams von Tür zu Tür?

Derzeit fahren hunderte mobiler Impfteams in Pflegeheime, um dort die Bewohner sowie Mitarbeiter zu impfen. „Warum sollten diese Teams nicht auch in den nächsten Wochen am Morgen zentral ihre Spritzen aufziehen und dann Hausbesuche durchführen?“, überlegt DGG-Präsident Heppner laut. Eine Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen könne ja bereits im Vorfeld schriftlich oder auch mit Hilfe eines kurzen Films erfolgen. „Wer dann noch Fragen hat, kann diese dann ja direkt stellen – aber nicht jeder Impfwillige muss noch einmal einzeln lang und breit aufgeklärt werden!“, ist Heppner überzeugt. Selbstverständlich seien die Geriater bereit, dass Mammutprojekt „Impfungen gegen Corona“ aktiv zu unterstützen, um möglichst rasch die vulnerabelsten Mitglieder unserer Gesellschaft zu impfen. Dafür müssen jetzt aber zügig Fakten geschaffen werden!

Konkrete Zahlen der Befragung:
• Gesamtzahl der Befragten: 118 Personen
• Männlich: 28%
• Weiblich: 72%

• schnellstmögliche Impfung (% aller Teilnehmenden): 53,4
• Impfwillig = schnellstmöglich plus später (% aller Teilnehmenden): 71,2
• Unentschiedene (% aller Teilnehmenden): 20,3
• Impfskeptiker = wünschen keine Impfung (% aller Teilnehmenden): 8,5

• Organisation des Transportes selbst möglich (% aller TN): 26,3
• Organisation des Transportes nicht selbst möglich (% aller TN): 50,0
• Weiß nicht, ob Impfzentrum aufgesucht werden kann (% TN): 14,4
• lebt in Pflegeheim / Betreuten Wohnen (% der TN): 5,1
• Fehlende Angabe (% aller TN): 4,2

• Die Befragung fand vom 18.12.2020 bis zum 22.12.2020 statt.

Teilnehmende Kliniken und Personen:
1. Geriatrisches Zentrum der Universität Heidelberg und AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS, Heidelberg; Frau Prof. Petra Benzinger und Prof. Jürgen M. Bauer
2. Robert-Bosch Krankenhaus, Stuttgart; Prof. Clemens Becker
3. AGAPLESION BETHESDA KLINIK, Ulm; Prof. Michael Denkinger
4. Marienhospital Herne, Ruhr-Universität Bochum, Prof. Rainer Wirth
5. Charité Berlin, Herr Dr. Adrian Rosada und Frau Prof. Ursula Müller-Werdan

Originalpublikation:
https://www.dggeriatrie.de/presse/press ... n-schlecht

Quelle: Pressemitteilung vom 30.12.2020
Nina Meckel, Pressesprecherin der DGG Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

Anhang
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Millionen Senioren warten vergeblich auf eine Corona-Impfung

Beitrag von WernerSchell » 31.12.2020, 07:41

Focus - online 30.12.2020:

Bundesregierung nicht lernfähig?
„Das rächt sich jetzt“: Millionen Senioren warten vergeblich auf eine Corona-Impfung


FOCUS-Online-Autor Frank Gerstenberg

Pflegebedürftige Menschen, die zu Hause leben, müssen weiter auf Impfstoff warten. Patientenschützer Eugen Brysch wirft Bundesregierung und Ländern im Interview mit FOCUS Online Fehler in der Planung und mangelnden Mut vor. Expertise aus der Altenpflege fehlt der Bundesregierung offensichtlich.

Seit Sonntag wird der Impfstoff von BionTech/Pfizer gespritzt. Während die meisten Menschen in Deutschland und der EU erleichtert sind, erleben ältere Menschen, die pflegebedürftig sind und zu Hause leben, eine Enttäuschung: Sie erhalten den Impfstoff vorerst nicht und müssen auf die Zulassung eines anderen Serums warten, der transportierfähig ist. Wann das sein wird, ist ungewiss.

... (weiter lesen unter) > https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 23681.html


+++
Das o.a. Probleme wurde bereits im hiesigen Rundschreiben vom 27.12.2020 angesprochen - siehe > viewtopic.php?f=6&t=23530&p=116544#p116544
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Alte Menschen werden bei Corona-Impfung im Stich gelassen

Beitrag von WernerSchell » 31.12.2020, 16:37

Focus - online - 31.12.2020:

Debakel bei ImpfterminenApps
Online-Buchung? Alte Menschen werden bei Corona-Impfung im Stich gelassen


Alte Menschen, die nicht in einem Seniorenheim leben, müssen sich in manchen Bundesländern selbst um einen Impftermin gegen Covid-19 kümmern. Doch lange Warteschleifen an den Telefon-Hotlines sowie Online-Terminvergaben erschweren dieser Risikogruppe den Zugang zu einer Impfung.

Senioren, die nicht in einem Heim leben und sich selber um eine Impfung gegen Corona kümmern müssen, haben es nicht leicht. Denn an einen Termin zu kommen, stellt sich häufig als riesige Herausforderung dar.

... (weiter lesen) ... > https://www.focus.de/gesundheit/news/de ... 23760.html
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Corona und die wundersame Geldvermehrung in Europa

Beitrag von WernerSchell » 31.12.2020, 17:24

Veranstaltung ifo Institut – Online-Vortrag -14.12.2020 18:00 - 19:30

Corona und die wundersame Geldvermehrung in Europa
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn, Präsident a.D. des ifo Instituts

In der Coronakrise und der vorangehenden Eurokrise brachen bei den Unternehmen Umsatzerlöse weg, und die Staaten verloren Steuermittel. Die fehlenden Einnahmen wurden teilweise durch Kreditmittel ersetzt, die nicht nur von den Sparern kamen, sondern in zunehmendem Maße auch aus den Druckerpressen des Eurosystems. Gegenüber dem Beginn der Eurokrise wurde eine Versechsfachung der Zentralbankgeldmenge beschlossen und größtenteils auch schon realisiert.

Der Vortrag diskutiert die Verteilungswirkungen dieser Politik und die Gefahren, die sie langfristig für den Geldwert, das Vermögen und die Stabilität der Gesellschaft bedeuten.


Videodokumentation > https://www.ifo.de/vortrag/2020/weihnac ... vermehrung
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Lockdown-Maßnahmen und Impfstrategie durch Gesetze regeln und nicht durch Verordnungen

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2021, 10:04

0001 / 4. Januar 2021
Pressemitteilung von Achim Kessler


Lockdown-Maßnahmen und Impfstrategie durch Gesetze regeln und nicht durch Verordnungen

"Die nur schleppend anlaufenden Impfungen und die unzureichenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie offenbaren ein fundamentales Staatsversagen, das umgehend beendet werden muss", erklärt Achim Kessler, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, anlässlich der Sondersitzung des Gesundheitsausschusses mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Kessler weiter:

"Anstatt nach Beratung mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten erneut undurchsichtige Entscheidungen zur Bekämpfung der Pandemie zu treffen, muss Bundeskanzlerin Merkel dem Bundestag einen Gesetzentwurf zur Beratung und Entscheidung vorlegen. Darin muss klar benannt werden, welche Maßnahmen durch die Behörden bei der Überschreitung konkreter Grenzwerte auf Kreisebene ergriffen werden müssen. Außerdem muss die Bundesregierung dem Bundestag eine Impfstrategie zur Entscheidung vorlegen. Und Sie muss die Impfstoffhersteller zwingen, durch die Vergabe von Lizenzen jede mögliche Produktionsausweitung im In- und Ausland zu realisieren.

Wenn die Bundesregierung nicht von sich aus in der nächsten Sitzungswoche einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringt, wird DIE LINKE einen Antrag stellen. Wir brauchen endlich bundeseinheitliche, nach objektiven Kriterien festgelegte Maßnahmen. Fast ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie ist es jetzt allerhöchste Zeit, die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung auf eine klare gesetzliche Grundlage zu stellen. An die Stelle intransparenter Absprachen müssen transparente Regelungen treten. Es darf nicht sein, dass weiterhin Einschränkungen von Grundrechten ohne die Beteiligung der Parlamente verordnet werden. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass alle grundlegenden Entscheidungen von den Parlamenten getroffen werden, die sie gewählt hat.

Angesichts der weiterhin hohen Zahlen von Neuinfektionen und der geringen Anzahl von Impfungen muss die Bundesregierung ihr Versagen eingestehen. Ein weiteres Zögern und Zaudern, ein weiteres Herumexperimentieren mit Maßnahmen wird tausende Menschen das Leben kosten. Damit muss jetzt Schluss sein."

F.d.R. Christian Posselt
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Pressesprecher: Michael Schlick, Tel. 030/227-50016, Mobil 0172/373 13 55 Stellv. Pressesprecher: Jan-Philipp Vatthauer, Tel. 030/227-52801, Mobil 0151/282 02 708 Stellv. Pressesprecherin: Sandy Stachel, Tel. 030/227-52810, Mobil 0151/22 10 28 35 Telefax 030/227-56801, pressesprecher@linksfraktion.de, www.linksfraktion.de
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Spahn informiert Gesundheitsausschuss über Impflage

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2021, 13:18

Spahn informiert Gesundheitsausschuss über Impflage
Gesundheit/Ausschuss

Berlin: (hib/PK) Der Gesundheitsausschuss des Bundestages hat sich in einer ersten Beratung im neuen Jahr erneut mit der Coronakrise befasst. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) informierte die Abgeordneten am Montag in einer Videoschaltkonferenz über den aktuellen Stand der Pandemie sowie die angelaufenen Impfungen.

Spahn sprach von einer nach wie vor sehr schwierigen Lage und einer Belastung für das Gesundheitssystem durch das Coronavirus. In zahlreichen Regionen des Landes seien die Infektionszahlen zu hoch, so etwa in Sachsen, Thüringen, Bayern oder Brandenburg.

Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Dienstag machte Spahn deutlich, dass die hohen Infektionszahlen reduziert werden müssten. Er fügte hinzu, die Impfungen wiesen den Weg aus der Pandemie. Nach seinen Angaben sind bislang rund 1,34 Millionen Impfdosen der Firma Biontech/Pfizer ausgeliefert worden. Die Impfungen liefen professionell und reibungslos. Weitere Impfdosen würden in den kommenden Wochen zur Verfügung gestellt.

Spahn sagte, das Impfprogramm verlaufe wie vorhergesagt und geplant. Es sei auch richtig gewesen, die Impfungen in der Europäischen Union gemeinsam zu beginnen, denn die Pandemie müsse in ganz Europa unter Kontrolle gebracht werden. Er rechne damit, dass sich die anfängliche Impfstoffknappheit in absehbarer Zeit in eine breite Verfügbarkeit verwandeln werde.

Derzeit befänden sich mehrere Impfstoffe verschiedener Hersteller kurz vor der Zulassung oder in einer fortgeschrittenen klinischen Prüfung. Hersteller befassten sich auch speziell mit Studien zur Impfung von Kindern und Jugendlichen.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.01.2021
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten
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Der Spaßgesellschaft müssen angesichts der immensen Lebens- und Gesundheitsgefährdungen deutlich Grenzen gesetzt werden!

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2021, 14:08

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• Es ist geboten, alle Anstrengungen zu unternehmen, möglichst viele Menschen schnellstmöglich zu immunisieren. Dies zu verdeutlichen, ist richtig. Notwendig ist aber auch, klar zu machen, dass mit den begonnenen und fortzusetzenden Immunisierungsmaßnahmen für längere Zeit andere Schutzmaßnahmen (AHA+L) nicht entbehrlich sind. Es gibt im Übrigen noch offene Fragen bezüglich der Coronaimpfung; z.B.: wie lange die Schutzwirkungen greifen und ob andere Personen vor einer Ansteckung geschützt sind. Daher ist es auch aktuell dringend notwendig, vermeidbare Kontakte zu unterlassen.
• Es gab und gibt offensichtlich viele Fehlbeurteilungen und Fehlentscheidungen bei der Corona-Bekämpfung. Auch wenn es nicht gerne gehört wird, es hätte bei Beginn der sog. zweiten Welle früher und zum Teil anders reagiert werden müssen. Das jetzt in den Skiorten, auch in Österreich und der Schweiz, stattfindende unsolidarische Verhalten muss beendet werden - dringend! - Der Spaßgesellschaft müssen angesichts der immensen Lebens- und Gesundheitsgefährdungen deutlich Grenzen gesetzt werden! Solidarität verlangt in vielfältiger Weise Rücksichtnahme.
• Weitere Lockdown-Maßnahmen werden neue finanzielle Unterstützungsmaßnahmen auslösen. Bereits jetzt muss die Kostenlast für den deutschen Staat auf deutlich über 1 Billion Euro geschätzt werden. Wer soll das alles finanzieren?


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Zu den bisherigen Kosten der Corona-Pandemie hat sich am 04.01.2021 auch das Deutsche Ärzteblatt geäußert und die von hier aufgezeigte finanzielle Belastung bestätigt:

Bund und Länder rechnen mit bis zu 1,3 Billionen Coronakosten für 2020
Berlin – Staatshilfen und andere Ausgaben zur Bewältigung der Coronakrise könnten Bund und Länder im Jahr 2020 bis zu 1,3 Billionen Euro gekostet haben. Das geht aus einer Antwort des Finanzminis­te­ri­ums auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervor. Zuerst hatte das Redaktionsnetz­werk Deutschland berichtet.
Allerdings sind in dieser Summe auch Garantien von rund 826,5 Milliarden Euro enthalten, die Bund und Länder gewährleisten und von denen man nicht weiß, in welcher Höhe sie überhaupt greifen müssen.
Auch erwartete Einnahmeausfälle durch weniger Steuern sind berücksichtigt.
... (weiter lesen unter) ... > https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... 7ac2e8834e
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Intensivmediziner: „Lockerungen können wir uns aus medizinischer Sicht absolut noch nicht leisten!“

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2021, 14:21

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Intensivmediziner: „Lockerungen können wir uns aus medizinischer Sicht absolut noch nicht leisten!“


Weiterhin verzeichnen die Intensivstationen in Deutschland steigende Patientenzahlen. „Einen Effekt des Lockdowns spüren wir auf den Intensivstationen immer mit einer Verzögerung von 14 Tagen bis drei Wochen – aber derzeit ist noch gar nichts zu spüren“, sagt der neue Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Professor Gernot Marx, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen.

Man steuere kontinuierlich auf die Marke von 6.000 COVID-19-Patienten zu. „Eine Lockerung von Maßnahmen, Begegnungen von mehr Menschen oder die Öffnung von Geschäften können wir uns aus medizinischer Sicht deshalb absolut noch nicht leisten!“, so Marx.

Die medizinische Versorgung der Bevölkerung könne bei möglichen Lockerungen – und dadurch wieder steigenden Infektionszahlen – nicht mehr aufrechterhalten werden, konstatiert Marx. Wie lange der Lockdown fortgesetzt werden müsse, kann der DIVI-Präsident derzeit aber noch nicht vorhersagen. Was den Intensivmedizinern derzeit für Prognosen fehlt, sind valide Infektionszahlen. „Die Datenbasis ist durch die vergangenen Feiertage sehr lückenhaft. Vor Mitte Januar ist die Entwicklung der kommenden Wochen für uns daher nicht sicher einschätzbar, frühestens ab dem 11. Januar“, so Marx.

Vorhersage der nächsten Wochen am Mitte Januar gut möglich

Die DIVI hat gemeinsam mit der RWTH-Aachen ein Prognosemodell entwickelt, dass sich im Dezember bereits als sehr verlässlich herausgestellt hat. So gelang es den Intensivmedizinern, die Entwicklung der Belegungszahlen auf den Intensivstationen sehr genau im Voraus zu berechnen – und damit zum Beispiel frühzeitig die Verlegung von Intensivpatienten aus stark belasteten Regionen in Regionen mit mehr freien Intensivbetten zu veranlassen. „Wir können, werden und wollen jeden Patienten behandeln – aber dies ist in einigen Regionen Deutschlands nicht mehr in Wohnortnähe möglich“, erläutert Marx. „Auch deshalb ist eine Fortsetzung des Lockdowns unumgänglich: Die Stationen sind voll. Das Personal arbeitet am Anschlag unter extrem hohen physischen und psychischen Stress!“

Mehr als 7.000 neue Patienten über Weihnachten

So zitiert Marx aus den Zahlen des DIVI-Intensivregisters: „5.744 Corona-Patienten werden heute auf den Intensivstationen in Deutschland behandelt, mehr als 56 Prozent müssen beatmet werden. Am 23. Dezember waren es noch 5.243 COVID-19-Patienten – also könnte man folgern, dass „nur“ 501 dazugekommen sind. Das ist aber falsch! Leider sind über die Feiertage alleine 2.516 Patienten auf den Intensivstationen verstorben, 4.922 konnten die Intensivstation wieder verlassen. Entsprechend haben die Ärzte und Pfleger also in den vergangenen 12 Tagen insgesamt 7.438 neue, sehr kritisch kranke COVID-19-Patienten, ganz zu schweigen von den anderen knapp 15.000 Intensivpatienten, behandelt – und dabei alles gegeben.“

Deshalb richtet Marx einen klaren Appell an die Politik: „Aus medizinischer Sicht gibt es absolut keinen Spielraum für Diskussionen über mögliche Lockerungen!“

Originalpublikation: https://www.divi.de/presse/pressemeldun ... ?auid=4513

Quelle: Pressemitteilung vom 04.01.2020
Nina Meckel, Pressesprecherin der DIVI Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.
https://idw-online.de/de/news760691

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Sorgen und Ängste von Kindern in der Pandemie

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2021, 15:45

AfD will einheitliche Regeln für Befreiung von Maskenpflicht
Gesundheit/Antrag

Berlin: (hib/PK) Die AfD-Fraktion fordert einheitliche Regelungen für die Befreiung von der Maskenpflicht. Der Nachweis über die Befreiung sei so auszugestalten, dass er im privaten und behördlichen Rechtsverkehr ohne Weiteres anerkannt werde, heißt es in einem Antrag (19/25314 > https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/253/1925314.pdf ) der Fraktion. Grundlage solle ein ärztliches Attest sein.
Ausgenommen von der Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung (MNB) zu tragen, seien in der Coronakrise Menschen, denen das Tragen der Masken aus gesundheitlichen oder sonstigen Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar sei. Diese Personen würden jedoch zunehmend diskriminiert.


Sorgen und Ängste von Kindern in der Pandemie
Gesundheit/Antwort

Berlin: (hib/PK) Studien zeigen, dass die Pandemie bei Kindern und Jugendlichen Sorgen und Ängste verstärkt. Psychische Auffälligkeiten haben demnach stark zugenommen, wie aus der Antwort (19/25228 > https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/252/1925228.pdf ) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/24280 > https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/242/1924280.pdf ) der FDP-Fraktion hervorgeht.
In der Repräsentativstudie "Corona und Psyche" zur psychischen Gesundheit, Lebensqualität und Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen haben den Angaben zufolge 66 Prozent der 11- bis 17-Jährigen eine geminderte Lebensqualität angegeben. Bei 31 Prozent der Kinder lagen psychische Auffälligkeiten vor.
Viele Kinder und Jugendliche machen sich Sorgen wegen der Auswirkungen der Pandemie auf die Gesellschaft, die Schule oder die wirtschaftliche Lage, auch sorgen sie sich vor Ansteckung.


Quelle: Mitteilung vom 04.01.2021
Deutscher Bundestag
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Landrat und Bürgermeister im Rhein-Kreis Neuss appellieren: Jetzt strikt Corona-Regeln einhalten und Kontakte minimieren

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2021, 16:04

Rhein-Kreis Neuss
PRESSEMITTEILUNG NR. 005/2020
Datum: 4. Januar 2021


Landrat und Bürgermeister appellieren: Einhaltung von Corona-Regeln ist Pflicht aller


Rhein-Kreis Neuss. Mit Blick auf die unverändert hohen Corona-Infektionen appellieren Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und alle Bürgermeister im Rhein-Kreis Neuss gemeinsam an die Bevölkerung, sich konsequent an die geltenden Regelungen zum Schutz vor dem Coronavirus zu halten. „Es ist die solidarische Pflicht aller Menschen, die Schutzmaßnahmen zu beachten und damit zu sinkenden Infektionszahlen beizutragen. Erinnern sie dabei auch ihre Familie, Freunde und Arbeitskollegen daran, dass dies nicht freiwillig, sondern eine allgemein gültige Verpflichtung ist. Dies gilt insbesondere auch im Umgang mit Menschen, die auf besonderen Schutz angewiesen sind und vertrauen, wie Seniorinnen und Senioren, ob im privaten Umfeld oder in Einrichtungen“, richten sich Landrat Petrauschke und die Bürgermeister Reiner Breuer (Neuss), Klaus Krützen (Grevenbroich), Erik Lierenfeld (Dormagen), Christian Bommers (Meerbusch), Ursula Baum (Kaarst), Marc Venten (Korschenbroich), Harald Zillikens (Jüchen) und Dr. Martin Mertens (Rommerskirchen) an alle Bürgerinnen und Bürger. Die Nichteinhaltung der Regeln wird von den Kommunen und der Polizei konsequent mit Bußgeldern geahndet.

Mit Sorge blicken die Verwaltungsspitzen dabei nicht nur auf die trotz des Lockdowns weiter hohe Zahl an Neuinfektionen, sondern auch auf die angespannte Lage in den Krankenhäusern und hohe Todeszahlen. So sind von den bislang insgesamt an den Folgen einer Erkrankung mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss gemeldeten 135 Todesopfern 105 Personen seit dem 1. November verstorben.

Erst wenn die Infektionszahlen deutlich sinken, sei es möglich, die Schutzmaßnahmen zu lockern. „Nur mit einer gemeinsamen Anstrengung und der notwendigen Disziplin aller Bürgerinnen und Bürger können wir dieses Ziel erreichen. Bis dahin gilt für alle, nicht zwingend notwendige Kontakte unbedingt zu vermeiden. Halten Sie darüber hinaus überall mindestens 1,5 Meter Abstand, achten Sie auf eine gute Handhygiene, tragen Sie eine Maske und lüften Sie regelmäßig in geschlossenen Räumen“, fordern die Hauptverwaltungsbeamten geschlossen auf. Sie weisen zudem darauf hin, dass auch die nun angelaufenen Impfungen gegen das Coronavirus nicht dazu führen, dass die geltenden Regeln nicht mehr eingehalten werden müssen.

Benjamin Josephs
Pressesprecher

Impressum:

Rhein-Kreis Neuss
Der Landrat
Pressesprecher
Benjamin Josephs (V.i.S.d.P.)
Oberstr. 91
41460 Neuss
Tel.: 02131/928-1300

Rhein-Kreis Neuss
ZS5.2 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Oberstraße 91
41460 Neuss
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DGIIN bittet alle Mitarbeitende im Gesundheitswesen um die Teilnahme an der Impfung gegen SARS-CoV-2

Beitrag von WernerSchell » 04.01.2021, 16:21

DGIIN bittet alle Mitarbeitende im Gesundheitswesen um die Teilnahme an der Impfung gegen SARS-CoV-2

Berlin – Seit dem 27. Dezember 2020 steht die Impfung gegen SARS-CoV-2 in Deutschland zur Verfügung. In der ersten Phase kommt der mRNA Impfstoff Comirnaty (BNT 161b2) der Firma Biontech/Pfizer zum Einsatz, weitere Impfstoffe werden bald weltweit, aber auch in Europa bzw. in Deutschland zugelassen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) fordert all jene, die jetzt die Chance einer Impfung haben, auf, diese zu nutzen.

Für alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, insbesondere in den Krankenhäusern, dort vor allem in den Risikobereichen der Notaufnahme, der COVID-19-Isolierstationen und den Intensivstationen stellt die jetzt zur Verfügung stehende Impfung einen historischen Durchbruch im Kampf gegen SARS-Cov-2 dar. Sie wird zu einer dramatischen Verbesserung des Eigenschutzes, aber auch zur Eindämmung der Pandemie führen – vorausgesetzt die Chancen der Impfung werden genutzt.

Bei Teilen des Klinikpersonals bestehen derzeit noch Ängste und Bedenken vor einer Impfung gegen SARS-CoV-2. In einer aktuellen Umfrage der DGIIN haben sich nur 50 Prozent der Pflegekräfte für eine sofortige Teilnahme an einer Impfung ausgesprochen.

Der Präsident der DGIIN, Professor Dr. med. Christian Karagiannidis, ruft daher alle Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, insbesondere in den Notaufnahmen und Intensivstationen zur Teilnahme an der Impfung auf, sobald die Impfungen auch dort zur Verfügung stehen werden. „Wir wissen, dass viele Pflegekräfte unsicher sind, ob die neuen Impfstoffe ausreichend genug erprobt wurden und die neuen Technologien möglicherweise zu bisher nicht bekannten Nebenwirkungen im Langzeitverlauf führen könnten“, sagt Karagiannidis, leitender Oberarzt an der Lungenklinik Köln-Merheim. Diese Form der Skepsis ist bei neuen medizinischen Methoden nicht ungewöhnlich. „Genau hier müssen wir mit einer flächendeckenden Aufklärung und transparenten Informationen zu den Impfstoffen ansetzen“, bemerkt Professor Dr. med. Uwe Janssens, Generalsekretär der DGIIN und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St. Antonius-Hospital in Eschweiler. Zu diesem Zweck wurde ein erstes Video vom Generalsekretär der DGIIN produziert (YouTube: https://youtu.be/DKiib4UdS3Y), welches den neuen mRNA Impfstoff in seiner Wirkung näher erläutert und auch die Effektivität und die Nebenwirkungen darstellt. „Der Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Virus ist durch die Impfung enorm“, betont Professor Karagiannidis. Mittlerweile wurden die Daten von 36.325 Patienten veröffentlicht. Dabei entfaltet der Impfstoff eine Schutzwirkung von 95 Prozent vor einer Infektion. „Vorübergehende Nebenwirkungen der Impfung wie Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen oder Muskel- oder Gelenkschmerzen können wie auch bei anderen Impfungen zwar häufig auftreten, bleiben aber meist leicht. Zu einer schweren allergischen Reaktion kommt es maximal bei 1:100.000 – sie ist also extrem selten. Darüber hinaus gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass es durch die Impfung zu schweren Nebenwirkungen kommt. Todesfälle wurden bislang überhaupt nicht beobachtet“, stellt Janssens fest.
Die Intensivmediziner weisen darauf hin, dass aufgrund der erfreulich rasanten Entwicklung wirksamer Impfstoffe zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Erfahrungen über Langzeitnebenwirkungen bestehen. Die weltweiten Impfungen werden aber sehr genau beobachtet. Informationen über Nebenwirkungen und Komplikationen werden ständig überprüft, bewertet und dann umgehend gegenüber der Öffentlichkeit transparent gemacht.
Fest steht jedoch, dass die einmaligen Chancen der Impfung nur dann wirksam werden, wenn sich ausreichend viele Menschen und auch Mitarbeitende im Gesundheitswesen impfen lassen werden. Erst wenn ein hoher Anteil der Gesamtbevölkerung geimpft ist, kann es zu einer Herdenimmunisierung kommen. Sie wiederum ist Voraussetzung dafür, die Corona-Pandemie einzudämmen und beherrschbar zu machen.

„Wir müssen noch mehr Aufklärung und Überzeugungsarbeit leisten und auch die Skeptiker auf dem Weg einer erfolgreichen Eindämmung der Pandemie durch die Impfung mitnehmen. Die Entwicklung und Wirksamkeit eines solchen Impfstoffes stellen ein historisches Ereignis dar, dass uns auch ein Stück weit mehr zu Dankbarkeit und Demut, denn ständiger Kritik an der Impfstoffbeschaffung ermuntern sollte“, so Professor Karagiannidis, Präsident der DGIIN.

Quelle: Pressemitteilung vom 04.01.2021

Kontakt für Journalisten:
Sabrina Hartmann
Pressestelle DGIIN
Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin
und Notfallmedizin
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel: 0711 89 31 649
Fax: 0711 89 31 167
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Corona-Schutzimpfung - wie geht es im Rhein-Kreis Neuss weiter - v.a. für die älteren Menschen?

Beitrag von WernerSchell » 05.01.2021, 08:34

Corona-Schutzimpfung - wie geht es im Rhein-Kreis Neuss weiter - v.a. für die älteren Menschen?

Am 05.01.2021 ergibt sich insoweit folgender Sachstand:

Ich habe mich zuletzt am 04.01.2021 intensiv um eine Abklärung bemüht. Eine Anfrage an den Leiter des Gesundheitsamtes des Rhein-Kreises Neuss führte zu einer Weiterleitung meiner Anfrage an das Impfzentrum in Neuss. Von dort erhielt ich am 04.01.2021 u.a. folgende Nachricht:

" … Ein Zeitfenster für die Inbetriebnahme ist noch nicht absehbar und hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab. Die Terminvergabe für die Impfungen, zunächst an die über 80jährigen, erfolgt nicht über den Kreis sondern über die KVNO. Wie dies konkret gesehen soll, wird derzeit zwischen Land und KVNO noch verabredet. Sobald es hierzu nähere Informationen gibt, wird dies öffentlich bzw. gegenüber den jeweiligen Personengruppen kommuniziert werden. …"

Da diese Antwort hinsichtlich der Terminvergabe usw. keine Klarheit brachte, habe ich zurückgefragt, wer denn konkret jetzt für die weiteren Entscheidungen vorrangig zuständig sei. Ich würde gerne dort Druck machen.

Unabhängig von diesem Schriftwechsel habe ich die Medien auf die Problematik aufmerksam gemacht. Heute nun hat sich die Rheinische Post / NGZ des Themas angenommen und wohl nach Rückfragen im MAGS NRW herausgefunden, dass demnächst schriftliche Benachrichtigungen an die Personen erfolgen, die bevorrechtigt zu einer Impfung eingeladen werden sollen. Dies, sobald der Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Es wird dann wohl Ende Januar / Anfang Februar 2021 werden. Eine besondere Bewerbung für eine Impfung ist nicht vorgesehen.

Heute früh hat mir das Impfzentrum Neuss u.a. mitgeteilt:

" … das hohe Interesse der Öffentlichkeit dazu, welche Personengruppen ab wann und wie einen Impftermin erhalten können, ist völlig berechtigt und grundsätzlich zu begrüßen. Auch wir als Kreis warten auf weitere Informationen, um Auskünfte zu den zahlreichen Anfragen erteilen zu können, die uns täglich erreichen. Das Impfzentrum ist seit dem 15.12.2020 betriebsbereit, so dass die Impfungen dort starten können, sobald genug Impfstoff vorhanden ist und die Kreise hierfür „grünes Licht“ bekommen.
Der Bund und das Land haben eine Impfstrategie vorgegeben, die nach und nach ausgebaut wird. Bei diesem schrittweisen Vorgehen ist sicherlich auch die Komplexität der Impfkampagne zu berücksichtigen. Herr Laumann hat für die Personengruppe der über 80-Jährigen ein Schreiben angekündigt, welches die hochbetagten Menschen schnellstmöglich über den weiteren Prozess des Impfgeschehens informieren und in der 3. KW verschickt werden soll. Hierdurch werden hoffentlich zahlreiche Fragen geklärt werden können."

Unabhängig von diesem Sachverhalt bleibe ich am Thema dran. Ich habe das Impfzentrum um Benachrichtigung gebeten, wenn sich eine endgültige Abklärung ergeben hat.

Werner Schell
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Studie: Wie (un)beliebt ist die „Corona-Warn-App“?

Beitrag von WernerSchell » 05.01.2021, 16:01

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Studie: Wie (un)beliebt ist die „Corona-Warn-App“?

Forscher*innen aus Berlin und Bochum untersuchten, welche Personen die „Corona-Warn-App“ in Deutschland nutzen, welche nicht und wie sie ihre Entscheidung begründeten.

In ihrer Studie setzen vor allem Angehörige einer Risikogruppe sowie jüngere Personen die App zur Kontaktverfolgung ein. Männer nutzen sie häufiger als Frauen, Vollzeit-Beschäftigte eher als Personen in Ausbildung. Personen, die die „Corona-Warn-App“ nicht nutzen, sind in dieser Studie im Durchschnitt älter, weiblich und gesünder. Sie vertrauen anderen im Allgemeinen weniger und befinden sich eher in Ausbildung oder Studium.
Dagegen hängen weder Bildungsjahre noch Elternschaft signifikant mit der Nutzung der Kontaktverfolgungs-App zusammen.

Dies fand ein Forschungsteam um Dr. Susanne Bücker von der Ruhr-Universität Bochum und Prof. Dr. Kai Horstmann von der Humboldt-Universität zu Berlin heraus. Die Expert*innen für Persönlichkeitspsychologie befragten im Rahmen der Bochum Berlin Covid-19 Längsschnitt-Studie online 1.972 Deutschen im Alter von 18 bis 88 Jahren, ob diese die App nutzen und warum, beziehungsweise warum nicht. Die Studie ist im European Journal of Public Health erschienen.

Unter den 1.972 Studienteilnehmer*innen nutzten 1.291 die „Corona-Warn-App“. Als Begründung nannten sie vor allem, dass es keinen Grund gäbe, sie nicht einzusetzen. Außerdem würden die Vorteile der App ihre Risiken aufwiegen und sie helfe dabei, die Pandemie zu verlangsamen. Die 681 Studienteilnehmer*innen, die die „Corona-Warn-App“ nicht nutzen, hegen vor allem Bedenken in Bezug auf den Datenschutz, die Effektivität der App zur Eindämmung der Pandemie oder sie verfügen über unzureichende technische Möglichkeiten.

Die „Corona-Warn-App“ wurde von der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut entwickelt, um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen. Sie erfasst Begegnungen per Bluetooth-Funktion und warnt die Nutzer*innen, wenn sie mit einer Person in Kontakt waren, die kürzlich positiv auf das Corona-Virus getestet wurde – sofern diese den positiven Befunde selbst in die „Corona-Warn-App“ eingetragen hat. Kontaktverfolgungs-Apps wie die deutsche „Corona-Warn-App“ sind allerdings erst dann besonders effektiv, wenn sie von vielen Personen aktiviert werden.

Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Warn-App-Kampagnen vor Veröffentlichung der App die Bedenken von App-Ablehner*innen zum Datenschutz und zur Effektivität nicht vollständig ausräumen konnten. Das Forschungsteam schlägt vor, dass Personengruppen, die die App durchschnittlich seltener nutzten, Zielgruppe zukünftiger Kampagnen des Gesundheitswesens in der Bekämpfung der COVID-19 Pandemie sein könnten. Jedoch ist weitere Forschung zur Infektionsprävention (inkl. Nutzung von Kontaktverfolgungs-Apps) notwendig, die repräsentative Stichproben nutzt.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Kai Tobias Horstmann
Humboldt-Universität zu Berlin
Psychological Assessment of Person-Situation-Dynamics
mail: kai.horstmann@hu-berlin.de

Originalpublikation:
“Short report: Who does or does not use the “Corona-Warn-App” and why?” European Journal of Public Health, ckaa239, https://doi.org/10.1093/eurpub/ckaa239

Quelle: Pressemitteilung vom 05.01.2021
Frank Aischmann Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement
Humboldt-Universität zu Berlin
https://idw-online.de/de/news760730

Anhang
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"Rasche Immunisierung für Menschen in häuslicher Pflege notwendig"

Beitrag von WernerSchell » 05.01.2021, 16:35

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"Rasche Immunisierung für Menschen in häuslicher Pflege notwendig"

Düsseldorf, 05. Januar 2021. Während Pflegebedürftige und Pflegekräfte in den Pflegeheimen nach und nach gegen das Coronavirus geimpft werden, sind die ebenso verletzlichen Menschen in der häuslichen Pflege mit großer Unsicherheit konfrontiert. Noch scheint es unklar zu sein, wie insbesondere diejenigen, die nicht in die Impfzentren kommen können, mit dem Impfstoff versorgt werden sollen.

„Wir brauchen jetzt klare Informationen“, verlangt Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende des Landesverbandes der Alzheimer Gesellschaften NRW. „Ist es tatsächlich nicht möglich, den Impfstoff von Biontech/Pfizer durch mobile Teams zu den gebrechlichen Menschen nach Hause zu bringen? Wann ist dann ggf. mit einer Zulassung der anderen Impfstoffe zu rechnen, die besser zu transportieren sind? Und wie kann damit dann schnellstmöglich die Immunisierung der Risikogruppe erreicht werden?“
Im Moment sehe es so aus, als müssten die Menschen, die zu Hause gepflegt werden, am Ende länger auf eine Impfung warten als weniger priorisierte Gruppen, bemängelt die ehemalige Bundestagsabgeordnete. „Das wäre Ausdruck eines massiven politischen Versagens und kann nicht hingenommen werden.“
Alzheimer NRW hat auch bereits vor Wochen darauf gedrungen, die häuslich Pflegenden genauso wie die professionellen Pflegekräfte mit höchster Priorität zu impfen. „Sie gehören bekanntlich dem >größten Pflegedienst< der Nation an. Wenn sie erkranken, ist die häusliche Pflege in den allermeisten Fällen nicht mehr gewährleistet“, betont die Vorsitzende, Regina Schmidt-Zadel. „Die Pflegebedürftigen müssten dann noch zusätzlich in den ohnehin stark beanspruchten Pflegeheimen und Krankenhäusern versorgt werden. Das wäre nicht nur für die Betroffenen, insbesondere solche mit einer Demenz, eine Katastrophe. Das kann auch aus Kapazitätsgründen niemand wollen.“

Quelle: Pressemitteilung vom 05.01.2021
V.i.S.d.P. Regina Schmidt-Zadel MdB a.D., Vorsitzende
Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. Bergische Landstraße 2 * 40629 Düsseldorf
Tel. 0211/240869 – 18 * Fax. 0211/240869 - 11
presse@alzheimer-nrw.de * www.alzheimer-nrw.de

Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. wurde 2003 gegründet. Er ist die Interessenvertretung der regionalen Alzheimer Gesellschaften und Alzheimer Angehörigen- Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeinitiativen in NRW. Er führt laufend eigene Projekte durch, z.B. das Projekt "Leben mit Demenz", eine Schulungsreihe für Angehörige. Er ist Veranstalter von Fachtagungen und Herausgeber eigener Publikationen. Er setzt sich für einen würdevollen Umgang mit Menschen mit Demenz ein, insbesondere in der Pflege, und wirkt an der Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Gremien, Ausschüssen und auf politischer Ebene mit.
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Appell an Pflegefachpersonen: „Lassen Sie sich impfen“

Beitrag von WernerSchell » 06.01.2021, 07:35

PRESSEMELDUNG
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen:
Berlin (5. Januar 2021, Nr. 1/2021)



Appell an Pflegefachpersonen: „Lassen Sie sich impfen“
Deutscher Pflegerat: Zugang zur Impfung einfach und schnell gestalten – Impfstoff zur Verfügung stellen – Anfangsprobleme beheben

„Lassen Sie sich impfen“. Das betonte heute der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR), Franz Wagner. „Das dient dem eigenen Schutz der Pflegenden und dem Schutz der von ihnen gepflegten und betreuten Menschen. Sie als Pflegefachpersonen wurden zu Recht in die Impfkategorie mit der höchsten Priorität eingeordnet. Bitte nehmen Sie die Chance zur Impfung auch in Ihrer Funktion als Vorbild wahr.“
Völliges Unverständnis zeigte Wagner dafür, dass vielerorts Impfstoffe nicht zur Verfügung stehen und sich die Impfungen aufgrund von Organisationsproblemen der Länder teilweise schwierig gestalten. „Diese Anfangsprobleme müssen schnellstmöglich behoben werden“, forderte der Präsident des Deutschen Pflegerats. Auch dies beeinflusse die Impfbereitschaft. Kurzfristig nachgebessert werden müsse auch bei der Bezahlung in den Impfzentren, um diese gerechter zu gestalten. Derzeit gibt es massive Unterschiede in der Bezahlung von Ärztinnen/Ärzten und Pflegefachpersonen.

Wagner sieht es als unabdingbar an, dass Pflegefachpersonen vor Ort in den Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten geimpft werden. „Es ist nicht vertretbar, wenn wie in Berlin Pflegefachpersonen weite Wege und umfangreiche Terminvereinbarungen selbst auf sich nehmen müssen, um geimpft zu werden. Der Zugang zur Impfung des Personals muss einfach gestaltet werden. Das erhöht die Akzeptanz und vermeidet weitere Belastungen der Mitarbeiter. Die Bewohner und das Personal von Pflegeeinrichtungen müssen gleichzeitig in der Pflegeeinrichtung geimpft werden.“

„Die heute beschlossene Verlängerung des Lockdown ist der richtige Weg. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Intensivpflegestationen sind am Limit“, machte Wagner abschließend deutlich. Unabhängig von den Impfungen müssen weiterhin die bekannten Schutzmaßnahmen wie die AHA-L-Regelung eingehalten werden.

Ansprechpartner:
Dr. h.c. Franz Wagner
Präsident des Deutschen Pflegerats
Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)
Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Telefon: (0 30) 398 77 303
Telefax: (0 30) 398 77 304
E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de
Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Zum Deutschen Pflegerat e.V. (DPR):
Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 16 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessensvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerats.
Präsident des Deutschen Pflegerats ist Dr. h.c. Franz Wagner. Vize-Präsidentinnen sind Irene Maier und Christine Vogler.

Mitgliedsverbände:
Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS); AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG); Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS); Bundesverband Geriatrie e.V. (BVG); Bundesverband Pflegemanagement e.V.; Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV); Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD); Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK); Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK); Deutsche Gesellschaft für Endoskopiefachberufe e.V. (DEGEA); Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF); Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV); Katholischer Pflegeverband e.V.; Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS); Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP) und Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätsklinika e.V. Deutschland (VPU).


+++
Impfen hat höchste Priorität
DBfK fordert größere Anstrengungen und lehnt Impfpflicht ab



Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt, dass mit den Impfungen gegen das SARS-CoV-2-Virus begonnen werden konnte.

In der Erwartung der Zulassung weiterer Impfstoffe muss nun alles darangesetzt werden, rasch viele Menschen zu impfen, um die erforderliche Impfquote für die sog. Herdenimmunität zu erreichen und damit gesundheitliche Risiken deutlich zu reduzieren.

„Es ist sinnvoll, dass die Pflegenden in die oberste Prioritätsgruppe aufgenommen wurden. Sie sind selbst stark gefährdet und übertragen potenziell eine Infektion an Menschen mit Pflegebedarf,“ sagt Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des DBfK. „Pflegefachpersonen können zudem als Vorbild für die breite Bevölkerung dienen und zur Impfung ermutigen.“

Der DBfK empfiehlt den Pflegefachpersonen - soweit nicht persönliche Gesundheitsrisiken dagegen sprechen -, sich impfen zu lassen. Es muss allerdings gewährleistet werden, dass dann der dafür erforderliche Impfstoff auch vorliegt. Hier bedarf es noch größerer Anstrengungen. Der DBfK unterstützt weiterhin, dass es keine Impflicht geben soll. „Es ist wichtig, durch gezielte Informationen die Impfbereitschaft auch in den Gesundheitsberufen zu erhöhen“, ergänzt Bienstein.

Trotz Beginn der Impfungen ist es weiterhin unerlässlich, die bekannten Schutzmaßnahmen - Abstandhalten, Hände waschen, Mundnasen-Maske tragen, Lüften - konsequent einzuhalten. Damit können alle einen persönlichen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie leisten.

Quelle: Pressemitteilung vom 06.01.2021
Ivonne Köhler-Roth | Redakteurin Online, Social Media, Print | Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
koehler-roth@dbfk.de| www.dbfk.de | Alt-Moabit 91 | 10559 Berlin | Fon 030-219157-0 | Fax 030-219157-77
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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