Boreout statt Burnout - Wenn Langeweile krank macht

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Boreout statt Burnout - Wenn Langeweile krank macht

Beitrag von WernerSchell » 08.09.2015, 06:31

BARMER GEK Pressemitteilung vom 27. August 2015

Boreout statt Burnout - Wenn Langeweile krank macht

Berlin - Während Burnout inzwischen bekannt und als Krankheitsbild in der Öffentlichkeit akzeptiert ist, findet das Phänomen Boreout bislang nur wenig Beachtung.

Dabei kann chronische berufliche Langeweile ebenso krank machen wie jobbedingter Dauerstress. „Die gesundheitlichen Folgen der Unterforderung ähneln denen bei Überforderung und reichen von Schlaflosigkeit über Magen- und Kopfschmerzen bis hin zu Muskelzucken und Rückenproblemen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER GEK.

Anfällig für das Boreout-Syndrom sind Menschen, die zwar einen Job, aber zu wenig oder zu anspruchslose Arbeit haben. Grund dafür ist kurioserweise wie beim Burnout Stress. Denn das Risiko ist groß, von Vorgesetzen, Kollegen oder auch Freunden als Faulpelz abgestempelt zu werden. „In unserer stark leistungsorientierten Arbeitswelt will kaum jemand zugeben, dass er oder sie sich im Beruf langweilt. Also investieren unterforderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer viel Zeit und Kreativität, um einen besonders geschäftigen Eindruck zu machen. Und das kann sehr anstrengend sein“, so Marschall.

Die Medizinerin rät Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen, sich der Problematik zu öffnen und sie, falls nötig, zu thematisieren. Manchmal sind sich Vorgesetzte der Situation gar nicht bewusst und dankbar für einen entsprechenden Hinweis. Denn oft lässt sich die Situation einfach durch eine gerechtere Aufgabenverteilung deutlich verbessern.
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Presseabteilung der BARMERGEK
Athanasios Drougias (Leitung), Telefon: 0800 33 20 60 99 1421
Sunna Gieseke, Telefon: 0800 33 20 60 44-30 20
E-Mail: presse@barmer-gek.de
Presseinfo auch unter > https://presse.barmer-gek.de/barmer/web ... reout.html

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Wie Gesunde für krank erklärt werden: "Boreout statt Burnout - Wenn Langeweile krank macht". Wirklich eine neue Krankheit oder nur ein Geschäftsmodell? (> Info vom 27.08.2015) - Müssen wir uns nicht auf die wirklich wichtigen psychischen Krankheitssituationen konzentrieren? Gefordert werden u.a. "… strengere Regulierung der Werbung für bestimmte Medikamente oder Behandlungen, um erst gar keine Modekrankheiten aufkommen zu lassen. So müsse etwa verboten werden, Arzneimittel als Lösung für bloße Befindlichkeitsstörungen anzupreisen." - Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 11/2015 - Der WDR, Westpol, informierte am 10.05.2015 sehr anschaulich über Modekrankheiten. http://www1.wdr.de/mediathek/video/send ... en100.html bzw. http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwe ... heiten.mp4

Siehe auch:

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"Teure Gesundheit …
In unserer rasch alternden Gesellschaft müssen wir mehr Disziplin bei den Ausgaben aufbringen. Ohne den Mut, auch mal eine Reform anzugehen, bei der kein frisches Geld eingesetzt wird, wird das System unbezahlbar".
So Eva Quadbeck in einer Kommentierung zur aktuellen Gesundheitspolitik - Quelle: Rheinische Post / NGZ vom 26.08.2015.

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Ich mache seit Jahren darauf aufmerksam, dass nachhaltige Gesundheitspolitik nicht nur Ausgabendisziplin erfordert, sondern auch Erwägungen in Richtung Rationierung bzw. Priorisierung geboten erscheinen. Nachhaltigkeit erfordert heute Entscheidungen, die das System auf Dauer finanzierbar gestalten. - Zum Thema gibt es zahlreiche Beiträge im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk viewtopic.php?f=4&t=11521

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Am 28.08.2015 bei Facebook gepostet:

"Krankenhäuser geben Patienten oft modernere Medikamente als der Hausarzt. Doch der verschreibt sie meist nicht weiter. Ein Grund: Nicht immer ist der Wechsel medizinisch sinnvoll." - So die UPD in einer Presseinfo vom 27.08.2015. Dazu habe ich folgende Anmerkung angefügt: "Neue Medikamente im Krankenhaus: Umsteigen nicht immer gut". Vielleicht ist Aussteigen statt Umsteigen unter Umständen die bessere Lösung! Wenn ein Hausarzt andere Mittel verschreibt, erfolgt dies nicht selten aus Kostengründen. Medizinische Erwägungen werden möglicherweise nur vorgeschoben!
viewtopic.php?f=4&t=20215

Quelle: viewtopic.php?f=4&t=21234

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Am 01.09.2015 wurde folgender Texte bei Facebook gepostet:

Gesunde werden für krank erklärt - Ökonomisierung hemmungs- und grenzenlos!
"Boreout statt Burnout - Wenn Langeweile krank macht". Wirklich eine neue Krankheit oder nur ein Geschäftsmodell? (> Info vom 27.08.2015) - Müssen wir uns nicht auf die wirklich wichtigen psychischen Krankheitssituationen konzentrieren? Gefordert werden u.a. "… strengere Regulierung der Werbung für bestimmte Medikamente oder Behandlungen, um erst gar keine Modekrankheiten aufkommen zu lassen. So müsse etwa verboten werden, Arzneimittel als Lösung für bloße Befindlichkeitsstörungen anzupreisen." - Quelle: Pharmazeutische Zeitung, 11/2015 - Der WDR, Westpol, informierte am 10.05.2015 sehr anschaulich über Modekrankheiten. http://www1.wdr.de/mediathek/video/send ... en100.html (Näheres im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk: viewtopic.php?f=6&t=21239 )
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Patiententherapie: Erfundene Krankheiten und sinnlose Pillen

Beitrag von WernerSchell » 24.08.2016, 08:14

Siehe auch unter > viewtopic.php?f=4&t=21763

Patiententherapie: Erfundene Krankheiten und sinnlose Pillen
Dirk Ruiss vom Verband der Ersatzkassen in Nordrhein-Westfalen kritisiert, man müsse sich zunehmend mit dem Phänomen ausgedachter Krankheiten auseinandersetzen.
Quelle: DeutschlandRadio
http://www.deutschlandradiokultur.de/pa ... _id=363902
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Erfundene Krankheiten und sonnlose Pillen

Beitrag von WernerSchell » 29.08.2016, 06:47

Am 29.08.2016 bei Facebook gepostet:
Erfundene Krankheiten und sinnlose Pillen. Offensichtlich muss sich das Gesundheitssystem zunehmend mit dem Phänomen ausgedachter Krankheiten auseinandersetzen.
viewtopic.php?f=4&t=21763
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https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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