Senioren: Raubüberfälle in den Wohnungen ...

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

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WernerSchell
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Drogen in Waldstück gehortet - Polizei nimmt mutmaßliche Dealer im Erfttal fes

Beitrag von WernerSchell » 16.09.2020, 07:01

Aus Forum:
https://www.neuss-erfttal.de/forum/view ... 7213#p7213

"Bauwagen" auf dem Erfttaler Kirmesplatz - Aufnahmen vom 15.09.2020:


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POL-NE:
Drogen in Waldstück gehortet - Polizei nimmt mutmaßliche Dealer im Erfttal fest


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Polizeihund wittert Drogen in Waldstück
Quelle: Presseportal Kreispolizeibehörde Neuss > https://cache.pressmailing.net/thumbnai ... fttal-fest


Neuss (ots) - Am Montag (14.09.2020) führte der Schwerpunktdienst der Polizei im Rhein-Kreis Neuss einen Sondereinsatz zur Kriminalitätsbekämpfung durch.

Der Einsatz konzentrierte sich im vorliegenden Fall auf den Stadtteil Neuss-Erfttal. Zwischen 10 und 18 Uhr, kontrollierten die Beamten knapp 40 Personen.

Gegen 15 Uhr, stellten die Beamten in der Nähe eines Waldwegs eine Gruppe von Personen fest, die sich offenbar unbeobachtet fühlten und offenbar etwas in der Erde verscharrten. Zudem weckte ein deutlicher Cannabisgeruch das Interesse der Ermittler. Als die Polizisten sich entschlossen die Gruppe zu kontrollieren, fanden sie unter anderem eine Feinwaage, Plastiktütchen und Joints. Dort, wo die Gruppe vormals zusammengesessen hatte, lagen zudem drei mit Cannabis gefüllte Tüten. In Baumstümpfen deponiert, fanden die Polizisten einige weitere Beutel mit Cannabis und Haschisch. Ein Polizeispürhund witterte im Folgenden noch zwei Tüten mit Betäubungsmitteln; eine war unter Laub versteckt, die andere im Geäst eines Baumes. Zusätzlich stellten die Beamten eine größere Menge Bargeld in auffälliger Stückelung sicher.

Wegen des Verdachts des Drogenhandels, nahmen die Polizisten sowohl einen 23-jährigen Düsseldorfer als auch einen 19-jährigen Neusser vorläufig fest. Beide sind bereits in der Vergangenheit mit Betäubungsmittelkriminalität aufgefallen.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde eingeleitet. Hinzu kommt ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Fahrraddiebstahls. Es richtet sich gegen den festgenommenen 23-Jährigen, der keine überzeugenden Angaben zur Herkunft des mitgeführten hochwertigen Herren-Rennrades vom Typ "Canyon / Ultimate CF SL" machen konnte. Das Fahrrad wurde, wie die aufgefundenen Drogen, sichergestellt.

Die Ermittlungen des zentralen Kriminalkommissariats 12 dauern an.

Rückfragen von Pressevertretern bitte an:

Der Landrat des
Rhein-Kreises Neuss als
Kreispolizeibehörde
-Pressestelle-
Jülicher Landstraße 178
41464 Neuss
Telefon: 02131/300-14000
02131/300-14011
02131/300-14013
02131/300-14014
Telefax: 02131/300-14009
Mail: pressestelle.neuss@polizei.nrw.de
Web: https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw


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Drogenkarte der CDU - vorgestellt von der NGZ am 01.08.2020
> https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-52467911
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Kritik nach Drogenfund in Erfttal ... bei Stadtteilkümmerer Werner Schell schrillen die Alarmglocken

Beitrag von WernerSchell » 17.09.2020, 06:45

Werner Schell - Harffer Straße 59 - 41469 Neuss
Sprecher des Arbeitskreises Sicherheit und Ordnung der Stadtteilkonferenz Neuss-Erfttal
Telefon: 02131 / 150779 - Internet: http://www.wernerschell.de


Neuss, den 16.09.2020

An die
Neuss-Grevenbroicher Zeitung


Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie berichten heute, 16.09.2020, zum o.a. Thema und beziehen sich dabei auf einen Polizeibericht von gestern (> https://www.neuss-erfttal.de/forum/view ... 7213#p7213 ). Offensichtlich steht der beschriebene Drogenfund im Zusammenhang mit der "Bauwagenproblematik" auf dem Erfttaler Kirmesplatz (siehe dazu die Fotos im hiesigen Forum).

Es ist grundsätzlich so, dass die Jugendlichen, die vor Jahren an verschiedenen Standorten in Erfttal Probleme bereiteten, bewusst auf den Kirmesplatz "umgesiedelt" und dort unter Betreuung einiger Streetworker gestellt worden sind. Es war dabei eigentlich klar, dass damit die Drogenproblematik nicht gelöst war. Es bestand aber die Hoffnung, insoweit eine Zurückführung zu erreichen.

Die Streetworkarbeit in Neuss ist aber vor einiger Zeit hinsichtlich der Einsatzorte und Führung zentralisiert worden, so dass es im Ergebnis zu einer deutlichen Verringerung der Betreuungsarbeit auf dem Kirmesplatz und an anderen Orten in Erfttal kommen musste. Nun scheint es so zu sein, dass das Kind wieder massiv im Brunnen liegt und eine Neuausrichtung der Präventionsarbeit dringend geboten ist. Darüber muss v.a. mit Polizei und Ordnungsamt gesprochen werden.

Im Übrigen erscheint es nicht verkehrt, über ein breiteres Präventionsprogramm für die Stadt Neuss nachzudenken. Denn es gibt nicht nur in Erfttal ein Drogenproblem, sondern auch an anderen Orten, z.B. Stadthalle/Haltestellenbereich/Stresemannallee und Marienkirchplatz/Hauptbahnhof ….

Vielleicht macht es Sinn, das Thema umfassend aufzugreifen und damit Druck auf die politisch Verantwortlichen auszuüben. Ich selbst habe ich mich in der zurückliegenden Zeit wiederholt zu verschiedenen sicherheitsrelevanten Problemen geäußert, habe dabei aber kaum Gehör gefunden. Hin und wieder gab es Bemerkungen, wie z.B.: subjektive Befindlichkeiten, Statistiken sind günstig usw.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schell


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Die NGZ hat das Thema am 17.09.2020 erfreulicherweise erneut aufgegriffen und getitelt:

"Kritik nach Drogenfund in Erfttal". Dort wird u.a. ausgeführt:


"Erfttal Nach den Drogenfunden der Polizei nach Schwerpunktkontrollen in Erfttal schrillen bei Stadtteilkümmerer Werner Schell die Alarmglocken. Das Problem sei, dass die Streetworkarbeit in Neuss vor einiger Zeit zentralisiert wurde.
Nach den Drogenfunden der Polizei nach Schwerpunktkontrollen in Erfttal schrillen bei Stadtteilkümmerer Werner Schell die Alarmglocken. „Offensichtlich steht der beschriebene Drogenfund im Zusammenhang mit der ,Bauwagenproblematik’ auf dem Erfttaler Kirmesplatz“, sagt er. Die Bauwagen waren vor Jahren dort platziert worden, um Aufenthaltsmöglichkeiten für junge Erwachsene zu schaffen. Schell, der ein breiteres Präventionsprogramm für Neuss fordert, drückt es offensiver aus: „Es ist grundsätzlich so, dass die Jugendlichen, die vor Jahren an verschiedenen Standorten in Erfttal Probleme bereiteten, bewusst auf den Kirmesplatz ,umgesiedelt’ und dort unter Betreuung einiger Streetworker gestellt worden sind.“ Es sei jedoch klar gewesen, dass damit die Drogenproblematik nicht gelöst wird. Als eine Ursache sieht Schell die Tatsache, dass die Streetworkarbeit in Neuss vor einiger Zeit hinsichtlich Einsatzorte und Führung zentralisiert wurde, sodass es zu einer deutlichen Verringerung der Betreuungsarbeit auf dem Kirmesplatz und an anderen Orten in Erfttal kommen musste. ...."
(weiter lesen unter) > https://rp-online.de/nrw/staedte/neuss/ ... d-53395837
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Betrug am Telefon - Wie alte Menschen um ihr Geld gebracht werden

Beitrag von WernerSchell » 23.09.2020, 06:26

TV-Tipp für den 23.9.2020 20:15 - 21:00 Uhr - SWR Fernsehen

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Betrug am Telefon - Wie alte Menschen um ihr Geld gebracht werden

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Dieses Telefonat wird Hilde Gutmann nicht vergessen. Eine angebliche Polizistin meldete sich bei ihr und warnte vor einem bevorstehenden Einbruch. Die Frau bot an, das Geld der Rentnerin vor einer gefährlichen Bande in Sicherheit zu bringen. Doch in Wirklichkeit kam der Anruf von einem kriminellen Callcenter. Betrug am Telefon: Eine besonders infame Form von Kriminalität, der vor allem alte Menschen zum Opfer fallen. Wie funktioniert diese fiese Masche? Was unternimmt die Polizei dagegen?

Beitrag bis 22.09.2021 in der Mediathek verfügbar > https://www.ardmediathek.de/swr/video/b ... EzMDU5MzA/

Quelle und weitere Informationen > https://www.swrfernsehen.de/betrifft/be ... n-100.html
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Umgang mit Drogen in der Öffentlichkeit: Welche Herausforderungen ergeben sich für die Sicherheit in Städten?

Beitrag von WernerSchell » 13.10.2020, 15:11

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Umgang mit Drogen in der Öffentlichkeit: Welche Herausforderungen ergeben sich für die Sicherheit in Städten?

Institut für Suchtforschung der Frankfurt UAS evaluiert Maßnahmen und entwickelt Handlungsempfehlungen zur Schadensminimierung/offene Drogenszenen Frankfurts im Fokus

Ein Team rund um Prof. Dr. Heino Stöver, geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung (ISSF) an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), hat sich mit der Sicherheit in urbanen Räumen in Bezug auf die offene Drogenszene auseinandergesetzt. Im Rahmen des Förderprogramms „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 bis 2017“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fokussierte das ISFF hierfür die spezifischen sozialen Probleme des öffentlichen Konsums von illegalen Substanzen im Bereich des Frankfurter Bahnhofsviertels. Im Verbundprojekt „Drugs and Urban Security“ (DRUSEC) wurden verschiedene Aspekte der Bedeutung von (halb-)öffentlichem Alkohol- und Drogenkonsum für die zivile Sicherheit in den Blick genommen. Das vom ISFF durchgeführte Teilvorhaben hat mit einem Mix aus quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialforschung untersucht, wie „subjektive“ Risikowahrnehmungen und „objektive“ Sicherheitsrisiken im Frankfurter Bahnhofsviertel miteinander zusammenhängen. Zudem wurden die Drogenkonsumräume in Frankfurt am Main untersucht, die sich als besonders wirksames Instrument erwiesen haben: sowohl um den öffentlichen Raum zu entlasten, als auch um Konsumierenden einen möglichst sicheren Konsumvorgang zu ermöglichen.

„Der gesellschaftliche Umgang mit der offenen Drogenszene hat sich seit den 1990er-Jahren stark gewandelt, da klar wurde, dass ein rein repressiver Umgang mit der Szene nicht die gewünschten ordnungspolitischen Effekte hatte. Mit über 1.000 Drogenabhängigen, die sich täglich in der Taunusanlage aufhielten und offen konsumierten, hatte das Drogenproblem Ende der 80er-, Anfang der 90er Jahre seinen Höhepunkt in Frankfurt erreicht. Besonders unter dem Druck der zunehmenden HIV-Infektionen und Drogentodesfälle wurde hier ein pragmatischer und akzeptierender drogenpolitischer Ansatz ausgearbeitet. Seitdem ist der Umgang mit Drogenabhängigkeit zu einem wichtigen Gegenstand des komplexen Zusammenhangs aus Politik, Polizei, Justiz, Prävention und Zivilbevölkerung geworden“, erklärt Stöver. Es sei eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente entwickelt worden, um den öffentlichen Raum zu entlasten, einen möglichst progressiven Umgang mit den lokalen Szenen zu entwickeln und das Zusammenleben von Zivilbevölkerung und offener Szene möglichst reibungslos zu gestalten. Von diesen Instrumenten hätten sich insbesondere Drogenkonsumräume (DKR) als ein wirksames Mittel für alle Beteiligten herausgestellt. „Nichtsdestotrotz kommt es häufig zu Beschwerden etwa von Gewerbetreibenden oder zu negativen medialen Berichterstattungen, die ein Bild von der Gefahr zeichnen, die von Konsumierenden illegalisierter Substanzen ausgeht“, betont Stöver.

Stövers Team führte 171 quantitative Interviews und 13 qualitative Interviews. Dabei wurden sowohl Anwohner/-innen als auch Expertinnen und Experten befragt, darunter auch Personen aus dem Projekt „Offensive Sozialarbeit, Sicherheit, Intervention und Prävention (OSSIP)“, die auf der operativen Ebene tätig sind oder leitende Positionen besetzen. OSSIP ist Teil des „Frankfurter Weges“; Ziel ist es, ein möglichst störungsfreies Miteinander zwischen Konsumierenden illegalisierter Drogen und Bürger/-innen zu erreichen. Zudem nutze Stöver neue Methoden aus der Humangeographie, um die subjektive Wahrnehmung von Konsumierenden illegalisierter Substanzen darstellbar zu machen.

Die vom ISFF generierten Ergebnisse bestätigen, dass subjektive Sicherheitswahrnehmungen sich von objektiven Sicherheitsrisiken unterscheiden und unterschiedliche Parameter wie Gender, Kultur, Alter und Tageszeiten die Wahrnehmung von (Un-)Sicherheit stark beeinflussen. So verstärkt sich die subjektive Sicherheitswahrnehmung des Frankfurter Bahnhofsviertels beispielsweise mit der Häufigkeit der Nutzung dieses Raumes. Außerdem konnte festgestellt werden, dass zentrale Risiken (z.B. Gewalt, Beleidigungen, sexistische Übergriffe) in diesem von Männlichkeit dominierten Raum für die Zivilbevölkerung geschlechtsunabhängig nicht von der offenen Drogenszene, sondern insbesondere von alkoholisierten Männergruppen ausgehen. Die Befragten waren sich einig, dass alkoholisierte Männer ein wesentlich höheres Sicherheitsrisiko darstellen als Konsumierende illegalisierter Substanzen. Das Bahnhofsviertel wird als Ausgehviertel genutzt: alkoholisierte Männer gibt es zu jeder Tages- und Nachtzeit, insbesondere aber abends und am Wochenende. Sowohl die befragten Anwohnenden, aber auch die befragten Konsumierenden gaben an, sexistische und/oder gewalttätige Übergriffe erfahren zu haben. Es sollte daher laut Stöver ein ordnungspolitischer Umgang mit alkoholisierten Männern stärker fokussiert und gezielter gegen sexistische Übergriffe vorgegangen werden. Der Großteil an Unsicherheitswahrnehmungen bezieht sich auf städte- und ordnungspolitische und weniger auf drogenpolitische Themenfelder (z.B. Obdachlosigkeit, Vermüllung, Rotlicht, Strafverfolgung). „Eine Intensivierung der repressiven Drogenpolitik, wie sie insbesondere in der medialen Öffentlichkeit seit Jahren vermehrt gefordert wird, scheint daher nicht ratsam“, so Stöver. Es bestehe allerdings Bedarf, die Strategien und Angebote anzupassen bzw. zu verbessern. Hierbei stimmen die Einschätzungen und Verbesserungsvorschläge von Konsumierenden, Nutzer/-innen und Expertinnen und Experten in den meisten Punkten überein: Grundsätzlich sollte Drogenabhängigkeit gesamtgesellschaftlich als Erkrankung akzeptiert werden und die existierenden Hilfsangebote im Sinne des neuen Bundesteilhabegesetzes (BTHG) Vermittlungs- und Nutzungsbarrieren für alle psychisch erkrankten Personen – auch Drogenkonsumierende – abbauen. Aus den im Laufe des Projektes erhobenen und ausgewerteten Daten lassen sich praktische Schlüsse für Drogenhilfe, Prävention und (lokale) Drogenpolitik ziehen.

Bei 80 Prozent der Drogendelikte handelt es sich um sog. konsumnahe Delikte, d.h. Mengen zum Eigenbedarf (Bundeskriminalamt 2020), die die Ressourcen der polizeilich-repressiven Strategie binden. Gleichzeitig sind die Erfolge dieser Strategie im Bereich der Betäubungsmittel umstritten. Für die befragten Personengruppen ließ sich keine Verbesserung im Sicherheitsempfinden durch die Fokussierung der strafrechtlichen Verfolgung konsumnaher Delikte feststellen. Vielmehr wurden Konsumierende illegalisierter Substanzen selten als ein Faktor im subjektiven Sicherheitsempfinden beschrieben: Expertinnen und Experten und befragte Anwohnende und Nutzende des öffentlichen Raumes waren sich einig, dass von den Konsumierenden selbst oft keine Gefahr ausgeht. „Frankfurt bzw. Hessen sollte sich für die Regulierung der illegalisierten Substanzen für den Eigenbedarf einsetzen“, fordert Stöver. Es fehlten zudem konkrete Verabredungen mit der Polizei, um die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Drogenhilfe und Strafverfolgung sowie Ordnungsamt zu verbessern. Interaktionen, sowie Ablauf, Örtlichkeiten und Zeiten potenzieller Kontrollen sollten konkret konzeptionell festgelegt werden, um Missverständnisse und Kommunikationslücken in der Zusammenarbeit zu beseitigen. Die Wahrnehmung von Kontrollen und Präsenz der Polizei rund um die Drogenkonsumräume (DKR) hat in den vergangenen Jahren zugenommen, was einige Konsumierende daran hindert, das Angebot der DKR tatsächlich zu nutzen. Um eine sichere Nutzung der DKR von Konsumierenden gewährleisten zu können, sollten Polizeipräsenz und -kontrollen im Umfeld der DKR reduziert, aber vor allem reglementiert werden.

Während das wahrgenommene Unsicherheitsrisiko vor allem im Zusammenhang mit Alkoholkonsum und Männlichkeit beschrieben wurde, wurde das sichtbare Elend im Bahnhofsviertel eher als ein wichtiger Faktor für das subjektive Unwohlsein beschrieben. Dies hängt vor allem mit der Abwesenheit von Schlaf- und Aufenthaltsorten für Konsumierende und Obdachlose zusammen. Daher sollten die bestehenden Hilfeeinrichtungen im Bahnhofsviertel mehr Schlafplätze für wohnungslose Personen zur Verfügung stellen und ein Angebot der Nutzung von Tagesruhebetten und Aufenthaltsorten für den Tag vorhalten und sich so an die Lebenssituation der Nutzenden anpassen. Zudem sollten, um den Konsumierenden einen vom öffentlichen Raum separierten Aufenthaltsort neben der Möglichkeit des Drogenkonsums zu bieten, ansässige Hilfeeinrichtungen Außenflächen oder Innenhöfe als Schutzraum zum Aufenthalt für Nutzer/-innen zur Verfügung stellen. So könnte der öffentliche Raum unmittelbar vor den DKR entlastet werden. Grundsätzlich ist deutlich geworden, dass die bestehende Struktur der DKR einen erhöhten und sich verändernden Bedarf nicht mehr ausreichend abdecken kann. Daher ist zunächst die Einrichtung eines weiteren DKR angeraten. Dieser sollte außerhalb des Bahnhofsviertels liegen, um die Szenebildung innerhalb des Viertels zu entzerren und einen alternativen Nutzungsraum anzubieten. Zudem sollte mindestens ein DKR rund um die Uhr geöffnet haben. Alternativ könnte auch ein mobiler DKR etabliert und für etwaige Schließzeiten oder bei Hochfrequentierungen zusätzlich eingesetzt werden. Zudem steigt seit einigen Jahren der inhalative Konsum an. Da die DKR vor allem auf den intravenösen Konsum ausgerichtet sind, wird hier zunehmend eine Veränderung der Bedarfslage beobachtbar. Sowohl von Seiten der Expertinnen und Experten, als auch von Seiten der Konsumierenden wird daher die Einrichtung niedrigschwelliger Konsumplätze für den inhalativen Konsum angeregt.

Um das erhöhte Infektionsrisiko durch Konsum im öffentlichen Raum zu minimieren, sollten mindestens an zwei Stellen im öffentlichen Raum Spritzenautomaten sowie sichere Spritzenabwurfbehälter aufgestellt werden. Ein möglicher Ausweg aus der Suchterkrankung könnten Zugänge zur Opioidsubstitutionsbehandlung (zum Beispiel durch mobile Vermittlung/Substitutionsambulanzen) sein. Dies gilt vor allem für die Übergänge Haft-Freiheit und bei (noch) nicht-vorhandener Krankenversicherung oder einem nicht-vorhandenen Aufenthaltsstatus. Hierfür müssen zudem die Netzwerke zwischen Krankenkassen, Justizvollzugsanstalten, Drogenhilfe/Streetwork und Substitutionsmediziner/-innen/Ambulanzen verbessert werden. Auch sollte der Zugang zu Diamorphinbehandlung als frei wählbare Substitutionsmöglichkeit vereinfacht und ausgebaut werden. Diamorphin sollte hierfür niedrigschwellig – auch in Tablettenform – verabreicht werden können.

Um einen alternativen Aufenthalt zu Lagerungen auf dem Boden schaffen zu können, und den öffentlichen Raum im Bahnhofsviertel städtebaulich attraktiver zu machen, sollten mehr Grünflächen bzw. nutzbare Außenflächen zum Aufenthalt für alle geschaffen werden. Leerstand und Privatisierung von Wohngebäuden im Quartier sollte stärker entgegengewirkt werden, um Möglichkeiten für mehr Wohnraum und Wohnkonzepte für wohnungslose Personen zu schaffen.


Zum Institut für Suchtforschung Frankfurt am Main (ISFF):

Das Institut für Suchtforschung an der Frankfurt UAS arbeitet seit 1997 an der Weiterentwicklung zielgruppenspezifischer und lebensweltnaher Prävention, Beratung und Behandlung von Suchterkrankungen. Es erforscht Sucht in ihren verschiedenen Erscheinungsformen sowie die mit Sucht in Zusammenhang stehenden Probleme und Aspekte. Das Institut fördert den Ausbau von interdisziplinären Beziehungen zu Kooperationspartnern auf nationaler und internationaler Ebene. Forschungsprozesse und -resultate finden in Studium und Lehre Berücksichtigung.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 4: Soziale Arbeit und Gesundheit, Prof. Dr. Heino Stöver, Telefon: +49 69 1533-2823, E-Mail: hstoever@fb4.fra-uas.de

Weitere Informationen:
https://www.sifo.de/de/bewilligte-proje ... enftige-si...
https://drusec.hypotheses.org/category/ ... ns/reports>;
http://www.frankfurt-university.de/isff
http://www.frankfurt-university.de/fb4

Quelle: Pressemitteilung vom 13.10.2020
Sarah Blaß Kommunikation und Veranstaltungsmanagement
Frankfurt University of Applied Sciences
https://idw-online.de/de/news755779
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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WernerSchell
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Asylzuwanderer überproportional bei Gewalttaten involviert

Beitrag von WernerSchell » 18.10.2020, 15:18

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete am 18.10.2020 online:

Polizeistatistik:
Asylzuwanderer überproportional bei Gewalttaten involviert

Berlin Einem Medienbericht zufolge sind Asylzuwanderer als ermittelte Tatverdächtige bei schweren Gewalttaten "überrepräsentiert". Seit 2015 stammt in dem Bereich jeder achte Verdächtige aus diesem Personenkreis.
Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PSK). Die Gruppe umfasst Personen mit dem Aufenthaltsstatus Asylbewerber, Schutzberechtigter, Kontingentflüchtling und Geduldeter. Herausgerechnet seien Menschen mit dem Status "unerlaubter Aufenthalt".
Zwischen 2015 und Ende 2019 seien 715.134 Tatverdächtige zu dem Delikt schwere oder gefährliche Körperverletzung ermittelt worden, heißt es in dem Bericht. 95.282 von ihnen (13,3 Prozent) gehörten der Gruppe der Asylzuwanderer an. Dies seien deutlich mehr als ihrem Anteil an der Bevölkerung entspreche (rund zwei Prozent).
… (weiter lesen unter) >>> https://rp-online.de/panorama/deutschla ... d-54104483


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Anmerkung:
Wer die Kriminalitätsentwicklung in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, ist durch die neuerlichen Feststellungen nicht überrascht. Es war, ist und bleibt wohl richtig, die entsprechenden Fehlentwicklungen in dieser Gesellschaft anzusprechen und die grenzenlose Zuwanderung mittels entsprechender Maßnahmen konsequent zu beenden.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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