„Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ – DBfK-Info

Arbeits- und Arbeitsschutzrecht, Allgemeine Rechtskunde (einschließlich Staatsrecht), Zivilrecht (z.B. Erbrecht)

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„Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ – DBfK-Info

Beitrag von Presse » 02.02.2012, 10:16

„Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ – DBfK-Initiative gestartet

Mit der heute gestarteten Initiative „Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Pflegende bundesweit auf, sich nicht länger mit schlechten Arbeitsbedingungen abzufinden. „Jahr für Jahr belegen Pflegefachpersonen vorderste Plätze im Ranking von Readers Digest, Allensbach-Institut und anderen Meinungsforschern. Die deutsche Bevölkerung attestiert den Pflegenden großes Vertrauen, schätzt ihre Leistung hoch ein und hält sie im Gesundheitssystem für unverzichtbar. Aber drückt sich diese Wertschätzung auch in den Einrichtungen, an den Arbeitsplätzen und im Arbeitsalltag aus?“ fragt DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sei die Arbeitsplatzrealität in erster Linie gekennzeichnet durch viel Arbeit, hohes Arbeitstempo, große körperliche und seelische Beanspruchung, geringe Autonomie, wenig Anerkennung, eher familienfeindliche Arbeitszeiten und ein niedriges Gehaltsniveau. All dies habe den ohnehin seit Jahren drohenden Fachkräftemangel in den Pflegeberufen noch verschärft.

Krankenhäuser, Heime und ambulante Pflegedienste bundesweit suchen nach Pflegefachpersonal und wenden große Anstrengungen auf, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu akquirieren. Der Arbeitsmarkt für qualifiziertes Pflegepersonal ist leergefegt, eine Situation, an die sich die so Umworbenen erst gewöhnen müssen. Die Chancen, die sich für sie daraus ergeben, haben viele noch nicht erkannt. „Nutzen Sie die Chancen, die die Arbeitsmarktentwicklung bietet, setzen Sie Grenzen, stellen Sie berechtigte Forderungen, treten Sie selbstbewusst in Verhandlungen ein. Klopfen Sie Ihren derzeitigen Arbeitsplatz ab und dann beim Vorgesetzten an. Danach ggfs. auch beim Konkurrenten!“, appelliert Wagner an die Berufsgruppe.

Die Initiative des DBfK richtet sich in erster Linie an die Pflegenden selbst, aber auch an Verantwortliche in Unternehmen und Politik. Guter oder schlechter Arbeitsplatz ist eine Frage der Prioritätensetzung im Unternehmen und des politischen Rahmens. Die Online-Aktion „Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ erstreckt sich ab Februar über drei Monate. In jedem Monat wird es ein Schwerpunktthema geben, beginnend mit den Basics: „Weil ich es Wert bin – Wertschätzung und Anerkennung“. Im März geht es um das gesunde Altwerden im Pflegeberuf, im April um Themen rund um den Dienstplan. Alle Informationen, Materialien zum Download und praxistaugliche Tipps zum Ausprobieren finden Sie auf den Aktionsseiten.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Salzufer 6, 10587 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) ist die berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Der DBfK ist deutsches Mitglied im International Council of Nurses (ICN) und Gründungsmitglied des Deutschen Pflegerates (DPR). Mehr Informationen über den Verband und seine internationalen und nationalen Netzwerke können Sie auf der Homepage http://www.dbfk.de nachlesen. Falls Sie Interviewwünsche haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an presse@dbfk.de oder rufen Sie uns unter 030-219157-0 an.

Quelle: Pressemitteilung vom 01.02.2012
http://www.dbfk.de/pressemitteilungen/w ... &navid=100

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Fachkräftemangel in der Pflege - Buchtipp

Beitrag von WernerSchell » 15.04.2012, 07:21

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Diakonie fordert, Pflegeberufe attraktiver zu gestalten

Beitrag von Presse » 19.05.2012, 15:14

Diakonie fordert, Pflegeberufe attraktiver zu gestalten

(Quelle: DW.EKD) Um eine gute Pflege in Senioreneinrichtungen und ambulanten Pflegediensten anbieten zu können, müssen auch zukünftig ausreichend beruflich qualifizierte Mitarbeitende für den Pflegeberuf gewonnen werden. Die Diakonie fordert daher, die Attraktivität des Pflegeberufs zu erhöhen und gleichzeitig dem Berufsausstieg ausgebildeter Pflegekräfte entgegenzuwirken. "Dies ist nur möglich, wenn die Pflege ausreichend und nachhaltig finanziert wird. Altenpflege ist ein sinngebender und verantwortungsvoller Beruf, der leistungsgerecht vergütet werden muss", sagte Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand des Diakonie Bundesverbandes anlässlich des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai.
Um den Bedarf an qualifizierten Pflegekräften zu sichern, müssten die Ausbildungszahlen erheblich gesteigert werden. Die personelle Sicherung guter Pflege gehöre zu den wichtigen gesellschaftlichen Herausforderungen. "Um dem bereits vorhandenen Fachkräftemangel entgegen zu wirken, müssen wir die Pflegeausbildung sowie die Rahmenbedingungen für Pflegeberufe attraktiver gestalten und den Menschen, die in der Pflege tätig sind, die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen", betont Loheide.

Quelle: Pressemitteilung vom 19.05.2012
Verband Kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rheinland-Westfalen-Lippe
Weißenburger Straße 12
44135 Dortmund
Tel.: 0231/ 579743
Fax: 0231/ 579754
E-Mail: info@vkm-rwl.de

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Pflegereform - Pflegenotstand auflösen

Beitrag von PflegeCologne » 21.05.2012, 06:43

Die hier vorgestellten Initiativen sind natürlich mehr als berechtigt. Klar ist, dass es in der Pflege erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen geben muss. Denn die seit Jahren sich verschlechternden Stellensituationen, zum Teil zu gunsten anderer Projekte bzw. Personenkreise (z.B. Ärzte), sind nicht mehr hinnehmbar. Pflege ist als dem Menschen sehr zugewandte Arbeit nicht nur wichtig, sondern ist nicht ersetzbar. Sie muss mehr Aufmerksamkeit von Politik und Gesellschaft erfahren. Die anstehenden Reformen müssen die Pflegekräfte, aber auch die Angehörigen, in den Mittelpunkt der Korrekturen stellen. Wenn das nicht geschieht, und danach sieht es im Moment so aus, werden die schlechten Arbeitsbedingungen erhalten bleiben und der Frust wird zunehmen. Ergebnis: Es werden noch mehr Pflegekräfte aus der Pflege flüchten.

Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de

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Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz

Beitrag von Service » 07.06.2012, 07:03

DBfK-Broschüre Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz veröffentlicht

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) hat nach dem sehr erfolgreichen Verlauf seiner Online-Kampagne die gleichnamige Broschüre Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz veröffentlicht. "Seit ihrem Start am 1. Februar zieht die Aktion immer weitere Kreise und kommt bei den Pflegenden sehr gut an. Der ungewöhnliche Titel weckt Aufmerksamkeit und provoziert Nachfragen, im Gespräch kommt man schnell zum Kern der Alltagsprobleme in der Pflege und kann gemeinsam nach Lösungen suchen", berichtet DBfK-Referentin Johanna Knüppel. Die Initiative greift drei Schwerpunktthemen auf und richtet sich in erster Linie an die Pflegenden selbst, gibt aber auch den Verantwortlichen in Politik und Management wichtige Denkanstöße. Die 48-seitige Broschüre fasst alle online veröffentlichten Texte, Checklisten, Tipps und guten Beispiele zusammen und ist als individuelle Handlungshilfe gedacht.
Sie ist kostenlos erhältlich und kann im Shop des DBfK bestellt werden:
http://www.dbfk.de/service/webshop/neuerscheinungen.php

Alle Informationen zur DBfK-Aktion unter http://www.dbfk.de/Startseite/Tausche-w ... splatz.php.

Quelle: Mitteilung vom 06.06.2012
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe - Bundesverband e.V.
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Arbeitwelt der Pflegenden - Reformbedarf noch und noch

Beitrag von PflegeCologne » 09.06.2012, 10:17

Die Arbeitswelt der Pflegenden muss deutlicher und mit allen negativen Aspekten öffentlich vorgestellt werden. Dabei muss klar werden, dass die Politiker die Pflege-Rahmenbedingungen dringlichst verändern müssen. Es kann und darf nicht sein, dass die Pflegekräfte "Prügelknaben" zu sein haben und dann auch noch mit Anzeigen gegen all die unzureichenden Pflege-Rahmenbedingungen vorgehen sollen, vielleicht sogar anonym mit vielfältigen Risiken für den Arbeitsplatz. Die Zeitschrift "Die Schwester / Der Pfleger" hat dazu ein Interview mit C.F. abgedruckt, das in wesentlichen Teilen unsinnige Hinweise enthält.
Dazu gibt es zum Glück Protest. Dazu habe ich mich auch gerne geäußert. Alles nachlesbar unter
viewtopic.php?t=17439

Hier mein Text:
WernerSchell hat geschrieben: .... Ich denke daher manchmal, dass einige Leute nicht einmal verstanden haben, wo die Verantwortlichkeiten und Entscheidungskompetenzen für die Pflege liegen. Im Übrigen macht es auch wenig Sinn, immer nur die Altenpflege schlecht zu reden, es trifft im Zweifel immer die Pflegekräfte (und die alten Menschen werden zunehmend verängstigt). Gewalt ist z.B. ein Phänomen in der gesamten Gesellschaft und ist nicht nur in der Pflege ein Problem (in diesem Zusammenhang Vergleiche mit Guatanamo, Tierheimen usw. zu bringen, ist völlig unangemessen). In habe im Zusammenhang mit einer 2011 vorgelegten Buchveröffentlichung "100 Fragen zum Umgang mit Mängel in Pflegeeinrichtungen", Kunz Verlag (Schlütersche Buchreihe *) u.a. ausgeführt, dass die Gewalt in der häuslichen Versorgung umfangreicher ist als die in Heimen. Im Übrigen gab es in jüngster Zeit umfangreiche Berichte über Kindestötungen in der Familie …. jedes zweite Kind wird in der Familie geschlagen. … Also, die Gewalt ist in der gesamten Gesellschaft verbreitet. Daher sollte differenziert werden. Im Übrigen ist auch das Heimgeschehen ein wenig komplizierter, als es so mancher Kritiker annimmt. Es geht dort um vielfältige Rechtsbeziehungen, z.B. Arzt-, Patienten-, Betreuungs-, Ordnungs- und Vertragsrecht. Dann ist zu bedenken, dass es nach der Föderalismusreform eine Rechtszersplitterung zwischen Bundes-, Landes- und Kommunalvorschriften gibt. Prüfinstanzen gibt es mehrere: Kranken- und Pflegekassen, MDK, Heimaufsichten, Brandaufsichten, Ordnungsbehörden, Ministerien …. usw. Nicht selten sorgen auch Streitsituationen in den Familien für erhebliche Unruhe bei der Heimversorgung. - All das sollte bedacht werden, wenn man über "Missstände in der Altenpflege" spricht.
Guten Morgen Herr Schell,
wie Recht Sie wieder einmal haben. Es ist einfach nicht zu fassen, was so einige Leute an Unsinn verzapfen. Und dieser Unsinn wird dann auch noch gedruckt - ausgerechnet in einer Pflegezeitschaft. Möglicherweise fehlt es den zuständigen Leuten bei einigen Printmedien auch an entsprechenden Kenntnissen über die wirkliche "Pflegelage" und die Handlungserfordernisse.
Wir haben gestern ausführlich im Team über Ihre o.a. Zuschrift diskutiert und begrüßen diese sehr! Danke für Ihr Engagement!
Herzliche Grüße - auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen.
Pflege Cologne
Alzheimer - eine Krankheit, die mehr Aufmerksamkeit erfordert! - Pflegesystem muss dem angepasst werden, auch, wenn es teurer wird! - Ich bin dabei:
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Herbert Kunst
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Arbeitwelt der Pflegenden - Reformbedarf noch und noch

Beitrag von Herbert Kunst » 10.06.2012, 07:23

PflegeCologne hat geschrieben: ... Es ist einfach nicht zu fassen, was so einige Leute an Unsinn verzapfen. Und dieser Unsinn wird dann auch noch gedruckt - ausgerechnet in einer Pflegezeitschaft. Möglicherweise fehlt es den zuständigen Leuten bei einigen Printmedien auch an entsprechenden Kenntnissen über die wirkliche "Pflegelage" und die Handlungserfordernisse.
So nicht!

Der angesprochene Bericht in der Zeitschrift "Die Schwester / Der Pfleger", 06/2012, indem per Interview wieder einmal die Pflegekräfte umfassend aufgefordert werden, Pflegemängel per Anzeige, Beschwerde … anzusprechen (und damit regelhaft ihren Arbeitsplatz zu gefährden), ist unter keinem denkbaren Gesichtspunkt für eine Pflegezeitschrift akzeptabel. Es werden nämlich keinerlei hilfreiche Hinweise abgeliefert, wie man solche Mängel so zur Diskussion stellt, dass kein persönlicher Nachteil entstehen kann. Es werden auch die Bestrebungen komplett ausgeblendet, die darin bestehen, Nachteile bei Mängelanzeigen … durch den Gesetzgeber auszuschließen. Siehe dazu z.B. unter
Beschwerdemanagement & Whistleblowerschutz stärken
viewtopic.php?t=16148

Aber offensichtlich sind auch solche Zeitschriften nicht davon frei, Pflege immer mal wieder und leserwirksam in die Nähe einer Skandalisierung zu rücken. Denn wie sonst ist es verständlich, dass die Zeitung ihren Interviewpartner wieder schwadronieren lässt, Heimpflege könne in Verbindung gebracht werden mit "Guatanamo" bzw. Tierheimen. …
Ich mache daher auf eine bereits früher geführte Diskussion in diesem Forum aufmerksam:
Pflege in den Medien ´Völlig unstrukturierte Diskussion`
viewtopic.php?t=11227&highlight=medien

Der Brief vom 7.06.2012 an die Zeitschriftenredaktion war richtig. Er findet daher meine uneingeschränkte Unterstützung!

Herbert Kunst
Für menschenwürdige Pflege sind wir alle verantwortlich! - Dazu finde ich immer wieder gute Informationen unter http://www.wernerschell.de

Gaby Modig
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Arbeitwelt der Pflegenden - Reformbedarf noch und noch

Beitrag von Gaby Modig » 11.06.2012, 07:03

Herbert Kunst hat geschrieben: So nicht! ... Der angesprochene Bericht in der Zeitschrift "Die Schwester / Der Pfleger", 06/2012, indem per Interview wieder einmal die Pflegekräfte umfassend aufgefordert werden, Pflegemängel per Anzeige, Beschwerde … anzusprechen (und damit regelhaft ihren Arbeitsplatz zu gefährden), ist unter keinem denkbaren Gesichtspunkt für eine Pflegezeitschrift akzeptabel. Es werden nämlich keinerlei hilfreiche Hinweise abgeliefert, wie man solche Mängel so zur Diskussion stellt, dass kein persönlicher Nachteil entstehen kann. Es werden auch die Bestrebungen komplett ausgeblendet, die darin bestehen, Nachteile bei Mängelanzeigen … durch den Gesetzgeber auszuschließen. Siehe dazu z.B. unter
Beschwerdemanagement & Whistleblowerschutz stärken
viewtopic.php?t=16148
Aber offensichtlich sind auch solche Zeitschriften nicht davon frei, Pflege immer mal wieder und leserwirksam in die Nähe einer Skandalisierung zu rücken. Denn wie sonst ist es verständlich, dass die Zeitung ihren Interviewpartner wieder schwadronieren lässt, Heimpflege könne in Verbindung gebracht werden mit "Guatanamo" bzw. Tierheimen. …
Ich mache daher auf eine bereits früher geführte Diskussion in diesem Forum aufmerksam:
Pflege in den Medien ´Völlig unstrukturierte Diskussion`
viewtopic.php?t=11227&highlight=medien
Der Brief vom 7.06.2012 an die Zeitschriftenredaktion war richtig. Er findet daher meine uneingeschränkte Unterstützung! ....
Hallo Herbert und andere!
Bei dieser Kritik bin ich voll dabei! Die Medien ist anscheinend an Auflage ber weniger an guten Botschaften interessiert.
Viele Grüße Gaby
Pflegesystem verbessern - weg von der Minutenpflege. Mehr Pflegepersonal ist vonnöten!

Gerhard Schenker
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Pflegezeitschrift von allen guten Geistern verlassen

Beitrag von Gerhard Schenker » 15.06.2012, 10:00

Herbert Kunst hat geschrieben: So nicht!
Der angesprochene Bericht in der Zeitschrift "Die Schwester / Der Pfleger", 06/2012, indem per Interview wieder einmal die Pflegekräfte umfassend aufgefordert werden, Pflegemängel per Anzeige, Beschwerde … anzusprechen (und damit regelhaft ihren Arbeitsplatz zu gefährden), ist unter keinem denkbaren Gesichtspunkt für eine Pflegezeitschrift akzeptabel. Es werden nämlich keinerlei hilfreiche Hinweise abgeliefert, wie man solche Mängel so zur Diskussion stellt, dass kein persönlicher Nachteil entstehen kann. Es werden auch die Bestrebungen komplett ausgeblendet, die darin bestehen, Nachteile bei Mängelanzeigen … durch den Gesetzgeber auszuschließen. Siehe dazu z.B. unter
Beschwerdemanagement & Whistleblowerschutz stärken
viewtopic.php?t=16148
Aber offensichtlich sind auch solche Zeitschriften nicht davon frei, Pflege immer mal wieder und leserwirksam in die Nähe einer Skandalisierung zu rücken. Denn wie sonst ist es verständlich, dass die Zeitung ihren Interviewpartner wieder schwadronieren lässt, Heimpflege könne in Verbindung gebracht werden mit "Guatanamo" bzw. Tierheimen. …
Ich mache daher auf eine bereits früher geführte Diskussion in diesem Forum aufmerksam:
Pflege in den Medien ´Völlig unstrukturierte Diskussion`
viewtopic.php?t=11227&highlight=medien
Der Brief vom 7.06.2012 an die Zeitschriftenredaktion war richtig. Er findet daher meine uneingeschränkte Unterstützung!
Guten Morgen Herbert,
Deine Ausführungen unterstreiche ich voll und ganz. Es war richtig und bitter notwendig, der Redaktion die "Grenzen" aufzuzeigen.
MfG G.Sch.
Das Pflegesystem bedarf einer umfassenden Reform - Pflegebegriff erneuern und Finanzierung zukunftsfest machen!

Anja Jansen
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Arbeitwelt der Pflegenden - Reformbedarf noch und noch

Beitrag von Anja Jansen » 17.06.2012, 08:15

Herbert Kunst hat geschrieben: .... So nicht!
Der angesprochene Bericht in der Zeitschrift "Die Schwester / Der Pfleger", 06/2012, indem per Interview wieder einmal die Pflegekräfte umfassend aufgefordert werden, Pflegemängel per Anzeige, Beschwerde … anzusprechen (und damit regelhaft ihren Arbeitsplatz zu gefährden), ist unter keinem denkbaren Gesichtspunkt für eine Pflegezeitschrift akzeptabel. Es werden nämlich keinerlei hilfreiche Hinweise abgeliefert, wie man solche Mängel so zur Diskussion stellt, dass kein persönlicher Nachteil entstehen kann. Es werden auch die Bestrebungen komplett ausgeblendet, die darin bestehen, Nachteile bei Mängelanzeigen … durch den Gesetzgeber auszuschließen. Siehe dazu z.B. unter
Beschwerdemanagement & Whistleblowerschutz stärken
viewtopic.php?t=16148

Aber offensichtlich sind auch solche Zeitschriften nicht davon frei, Pflege immer mal wieder und leserwirksam in die Nähe einer Skandalisierung zu rücken. Denn wie sonst ist es verständlich, dass die Zeitung ihren Interviewpartner wieder schwadronieren lässt, Heimpflege könne in Verbindung gebracht werden mit "Guatanamo" bzw. Tierheimen. …
Ich mache daher auf eine bereits früher geführte Diskussion in diesem Forum aufmerksam:
Pflege in den Medien ´Völlig unstrukturierte Diskussion`
viewtopic.php?t=11227&highlight=medien
Der Brief vom 7.06.2012 an die Zeitschriftenredaktion war richtig. Er findet daher meine uneingeschränkte Unterstützung! ....
Hallo Herbert,
Deinem Text kann ich nur zustimmen. Auch meinerseits ergibt sich eine volle Unterstützung für die Zuschrift an die Zeitschriftenredaktion. Es erscheint dringend angezeigt, dass sich die Redakteure endlich bei denjenigen erkundigen, die von der Pflege und den Abläufen vor Ort wirklich Ahnung haben.
Es grüßt Anja
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!

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