Mehr Bewegung mit der Kita-Check-App!

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Mehr Bewegung mit der Kita-Check-App!

Beitrag von WernerSchell » 27.03.2019, 16:36

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Mehr Bewegung mit der Kita-Check-App!
Per App die Bewegungsfreundlichkeit von Kitas überprüfen und weiterentwickeln


Berlin 27.03.2019 – Eine App unterstützt Kitas künftig dabei, Bewegungspotenziale zu identifizieren, um den Kita-Alltag bewegungsfreundlicher zu gestalten. Das digitale Angebot wurde von der Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI Berlin) entwickelt und von der Techniker Krankenkasse finanziert. Die App orientiert sich an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Gestaltung von Kindertagesstätten als Orte für bewegtes Aufwachsen, Arbeiten und Zusammenleben.
Die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) hat zusammen mit weiteren Akt-euren die inhaltliche Entwicklung der Kita-Check-App begleitet. Im Rahmen des Kooperationsprojekts „QueB – Qualität entwickeln mit und durch Bewegung“ wurde die App erfolgreich eingesetzt. Ziel von QueB ist es, Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile in Kitas aufzudecken und Kitas darin zu unterstützen, mehr Bewegung für Fachpersonal und Kinder in den Alltag zu integrieren.
„Viele Kitas wollen mehr Bewegung in den Alltag einbauen, sind sich aber nicht sicher, wie sie dieses Ziel erreichen können. Mit unserer App bieten wir jeder Einrichtung eine qualifizierte, individuelle und einfach zu handhabende Unterstützung in diesem Prozess an“, so die peb-Vorstandsvorsitzende Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich. Im ersten Schritt unterstützt die App die Ist-Stand-Analyse und sorgt für ein gemeinsames Verständnis bezüglich möglicher Handlungsfelder im Team. So können die Nutzer*innen bewegungsfreundliche und bewegungshemmende Strukturen in ihrem Kita-Alltag besser erkennen und Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

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Die App testet neun Kita-Bereiche auf ihre Bewegungsfreundlichkeit:
Bereich 1: Räume innen
Bereich 2: Räume außen
Bereich 3: Materielle Ausstattung
Bereich 4: Kita-Kultur
Bereich 5: Bewegungsangebote
Bereich 6: Methodik & Didaktik
Bereich 7: Bildung & Bewegung
Bereich 8: Elternarbeit
Bereich 9: Qualifizierung & Konzeption

Im Fokus des Forschungsprojekts „QueB“ steht die Entwicklung eines Zertifizierungsverfahrens für Bewegungskitas. Das prozessorientierte Verfahren unterstützt Kitas durch einrichtungsübergreifende Workshops, Inhouse-Coaching sowie Selbstevaluationsinstrumente (Kita-Check-App, Zielerreichungsskalen) dabei, die Prozesse und Bewegungsangebote weiterzuentwickeln. Auf diese Weise lässt sich der Handlungsradius der pädagogischen Fachkräfte und der Kinder für einen aktiven Lebens-stil nachhaltig erweitern.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt QueB: https://www.pebonline.de/projekte/queb/
Die Kita Check App steht für Android im Google Play Store zum kostenfreien Download bereit: https://play.google.com/store/apps/deta ... .KitaCheck

Das Zertifizierungsverfahren „QueB“ wurde in einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt (Förderkennzeichen 01EL1421D) an der Universität Bayreuth (Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich) und an der Hochschule Coburg (Prof. Dr. Holger Hassel) entwickelt, erprobt und wissenschaftlich überprüft. Es ist eingebettet in den Forschungsverbund Capital4Health.

Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Zahlreiche Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.

Quelle: Pressemitteilung vom 27.03.2019
Pressekontakt:
Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
Wiebke Kottenkamp
E-Mail: w.kottenkamp@pebonline.de
Tel. 030 278797-65
Wallstraße 65
10179 Berlin
_______________________________________

Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
Wallstraße 65, 10179 Berlin
Telefon 030 27 87 97 - 67
Telefax 030 27 87 97 - 69
plattform@pebonline.de
www.pebonline.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Kinderarzt Dr. Gerhard Koch ist neuer Vorstandsvorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)

Beitrag von WernerSchell » 17.05.2019, 07:05

Kinderarzt Dr. Gerhard Koch ist neuer Vorstandsvorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
Langjährige Vorstandsvorsitzende Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich übergibt den Staffelstab


Berlin, 16. Mai 2019 – Am 16. Mai wurde der ehemalige Chefarzt der Kinderklinik in Hagen Dr. Gerhard Koch zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich an, die nach sechs erfolgreichen Amtsjahren an der Spitze das Amt übergeben hatte.
Zum Abschied betont die ausscheidende peb-Vorstandsvorsitzende: „Es war eine spannende Erfahrung diesem einzigartigen Netzwerk vorzustehen, das wie keine andere Institution die Themen Ernährung und Bewegung mit einer ursachengerechten Perspektive auf die kindliche Übergewichtsentwicklung verbindet. Das war sicherlich nicht immer einfach. Aber das multifaktorielle Problem des Übergewichts braucht entsprechende Lösungen – einfache Antworten werden nicht zum Erfolg führen. peb ist der richtige Weg, denn hier kommen alle Akteure unter dem Dach von peb an einen Tisch und arbeiten multidisziplinär zusammen.“ so Prof. Ungerer-Röhrich.
Neben ihrem Amt als Vorstandsvorsitzende hat Prof. Ungerer-Röhrich ihre Expertise stets auch in die Projektarbeit der Plattform Ernährung und Bewegung eingebracht und wichtige Impulse für die inhaltliche Arbeit gesetzt. Als Projektleitung des Forschungsprojekts „QueB – Qualität entwickeln mit und durch Bewegung“ bleibt sie der peb auch weiterhin treu.
Mit Dr. Gerd Koch konnte peb nun einen außerordentlich engagierten Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin gewinnen, dessen berufliches Schaffen stets im Zeichen der fortwährenden Weiterbildung für die Kindergesundheit lag. Zuletzt leitete Dr. Koch als Chefarzt die Kinderklinik im Allgemeinen Krankenhaus Hagen (AKH), die er in den letzten 25 Jahren u.a. mit spezialisierten Angeboten wie beispielsweise einer zertifizierten Diabetesambulanz, einem Schlaflabor oder einer ernährungsmedizinischen Schwerpunktpraxis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ausbaute. Dieses Spektrum zeigt, dass Koch über den Tellerrand der eigenen Expertise schaut und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sucht.
Dr. Koch begründet sein weiteres Engagement für die Kindergesundheit und die Übernahme des peb-Vorstandsvorsitzes: „Meine Vorgängerin hat in den letzten Jahres Großartiges geleistet, daran möchte ich anknüpfen. Es ist herausragend, was die interdisziplinär aufgestellte Plattform Ernährung und Bewegung vorangebracht hat! Wie uns die aktuellen KIGGS-Daten zeigen, sind die Ziele nicht erreicht, denn noch immer sind zu viele Kinder und Jugendliche übergewichtig und zu viele leiden an täglichem Bewegungsmangel. Auch stehen wir vor Fragen, wie wir mit einem kindlichen Alltag voller digitaler Herausforderungen umgehen. Ich freue mich daher auf die große und verantwortungsvolle Aufgabe, die Plattformarbeit künftig mit meinen Erfahrungen als Kinderarzt zu unterstützen und weiter voranzubringen!“

Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) ist ein Zusammenschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Zahlreiche Partner setzen sich aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein.
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Quelle: Pressemitteilung vom 17.05.2019
Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
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Je älter Kinder werden, desto weniger bewegen sie sich – doch die urbane Umgebung kann diesen Effekt stark beeinflusse

Beitrag von WernerSchell » 20.12.2019, 15:49

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Je älter Kinder werden, desto weniger bewegen sie sich – doch die urbane Umgebung kann diesen Effekt stark beeinflussen

Mit jedem gewonnenen Lebensjahr bewegen sich Kinder täglich zwei Minuten weniger. Was nach einem kleinen Effekt klingt, addiert sich im gesamten Zeitraum des Aufwachsens zu 20 Minuten verlorener Aktivität pro Tag – knapp einem Drittel der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Verhindern können das bestimmte stadtplanerische Maßnahmen – zumindest zum Teil.

Toben, rennen, spielen – Kinder bewegen sich in der Regel gerne. Das bereitet ihnen nicht nur Freude, sondern schützt sie auch vor Übergewicht, Diabetes und vielen anderen Gesundheitsproblemen im späteren Leben. Das zeigen zahlreiche Studien. Körperliche Aktivität gilt als eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen vor chronischen Krankheiten. Doch von dieser wertvollen „Medizin“ bekommen Kinder im Laufe ihres Heranwachsens immer weniger.

Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in einer Studie, die sie vor Kurzem in der Fachzeitschrift International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity veröffentlicht haben. Das Besondere daran: Sie stützen sich dabei auf eine Langzeituntersuchung der IDEFICS / I.Family-Kohorte – vergleichbare Studien beruhen sonst meist nur auf Querschnittsdaten und können darum keinen zeitlichen Verlauf darstellen.

Die Daten zeigen, dass sich Kinder mit etwa vier Jahren im Schnitt knapp 60 Minuten am Tag moderat bis intensiv bewegen. Bis sie 14 Jahre alt sind, sinkt dieser Wert auf durchschnittlich etwa 40 Minuten. Pro Lebensjahr entspricht das zwei Minuten täglicher Aktivität, die verloren geht. Demnach erreichen Kinder mit vier Jahren im Durchschnitt noch die Empfehlung der WHO, mit 14 Jahren fehlt ihnen schon knapp ein Drittel davon. Ein ähnlicher Effekt zeigt sich bei der leichten Bewegung: Diese fällt im selben Zeitraum von etwas mehr als 350 Minuten täglich auf knapp 150 Minuten.

„Das Besondere an unseren Daten ist, dass wir bei ca. 2.500 Kindern aus Studienzentren in Deutschland, Italien und Schweden eine Entwicklung über die Zeit von 3 bis 15 Jahren aufzeigen konnten“, sagt Dr. Christoph Buck, Wissenschaftler am BIPS und Erstautor der Studie. „So konnten wir aufzeigen, dass bei Kindern die Bewegung mit steigendem Lebensalter abnimmt – und welche Faktoren im urbanen Raum diesen Effekt abschwächen.“

Dazu haben die Wissenschaftler die Messungen von Bewegungssensoren mit Daten zur Wohndichte, der Landnutzung, dem Straßennetzwerk, der Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel und gestalteter Freiflächen wie Spielplätzen oder Parks verknüpft. Dabei zeigt sich: Die Verfügbarkeit öffentlicher Freiflächen war für die Förderung von moderater und intensiver Bewegung in der Kindheit relevanter, während im Jugendalter die Wohnungs- und die Vernetzungsdichte an Bedeutung gewannen.

„Die Erkenntnis, dass Spielplätze Kindern dazu anregen, sich mehr zu bewegen, kommt natürlich nicht überraschend“, sagt Dr. Buck. „Der Effekt ist allerdings sehr deutlich und das Ergebnis sollte Politikern und Städteplanern noch einmal aufzeigen, wie wichtig diese Orte für ein gesundes Aufwachsen sind und dass es wichtig ist, sie instand zu halten und für Kinder attraktiv zu gestalten. Ab einem Alter von acht bis zehn Jahren wird dann eine sichere Infrastruktur von Fuß- und Fahrradwegen immer wichtiger. Diese fördert nicht nur die Aktivität im Alltag, sondern kann eine von Eltern unabhängige Mobilität unterstützen, um früh einen aktiven und gesunden Lebensstil zu etablieren.“

Das BIPS – Gesundheitsforschung im Dienste des Menschen

Die Bevölkerung steht im Zentrum unserer Forschung. Als epidemiologisches Forschungsinstitut sehen wir unsere Aufgabe darin, Ursachen für Gesundheitsstörungen zu erkennen und neue Konzepte zur Vorbeugung von Krankheiten zu entwickeln. Unsere Forschung liefert Grundlagen für gesellschaftliche Entscheidungen. Sie klärt die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken auf und trägt zu einer gesunden Lebensumwelt bei.

Das BIPS ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der 95 selbstständige Forschungseinrichtungen gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Buck, Christoph, Dr. rer. nat.
Abteilung: Biometrie und EDV
Tel.: +49 (0)421 218-56944
Fax: +49 (0)421 218-56941
buck(at)leibniz-bips.de

Originalpublikation:
Buck C, Eiben G, Lauria F, Konstabel K, Page A, Ahrens W, Pigeot I, on behalf of the IDEFICS and I.Family consortia. Urban moveability and physical activity in children: Longitudinal results from the IDEFICS and I.Family cohort. International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity. 2019; https://doi.org/10.1186/s12966-019-0886-2

Quelle: Pressemitteilung vom 20.12.2019
Rasmus Cloes Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS
https://idw-online.de/de/news729404
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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