Was brauchen pflegende Angehörige wirklich? - Onlinebefragung

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

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WernerSchell
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Pflegestation Wohnzimmer – Wenn der Partner krank wird

Beitrag von WernerSchell » 03.12.2020, 08:30

Pflegestation Wohnzimmer – Wenn der Partner krank wird | SWR Doku vom. 02.12.2020

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> https://www.youtube.com/watch?v=pyv6Cdh ... pp=desktop
> https://www.swr.de/unternehmen/kommunik ... 0-100.html
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WernerSchell
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Pflegende Angehörige bei Impfempfehlungen zu Covid-19 nicht vergessen!

Beitrag von WernerSchell » 14.12.2020, 09:58

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Deutsche Alzheimer Gesellschaft fordert:
Pflegende Angehörige bei Impfempfehlungen zu Covid-19 nicht vergessen!

Berlin, 14. Dezember 2020. 75 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zu Hause durch Angehörige, Freunde und Nachbarn versorgt. Dies trifft auch auf rund zwei Drittel aller Demenzerkrankten zu. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie bekommen die An- und Zugehörigen eine noch größere Bedeutung für die tägliche Betreuung und Pflege. Werden sie krank, ist eine Versorgung der zu Hause lebenden Menschen mit Demenz nicht mehr gewährleistet. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) fordert deshalb, dass auch die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) diesem Umstand Rechnung trägt und pflegende Angehörige dort als zu priorisierende Personengruppe für eine Impfung gegen Covid-19 genannt wird.
Aktuell sind wie bereits im Frühjahr viele Betreuungsgruppen und Tagespflegestätten geschlossen. Ambulante Pflegedienste können mancherorts pandemie- und krankheitsbedingt nur noch allernotwendigste Versorgungen, zum Beispiel bei alleinstehenden Pflegebedürftigen, übernehmen. Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz leisten schon in „normalen“ Zeiten Enormes. Nun sind sie nicht selten komplett auf sich gestellt und meistern alle notwendigen Pflege- und Betreuungsleistungen allein.
Trotzdem werden sie im Positionspapier der gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der STIKO, des Deutschen Ethikrates und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina[1] noch nicht konkret als zu priorisierende Personengruppe für eine Impfung gegen Covid-19 benannt. Momentan sieht die Empfehlung eine Impfung für Personen mit dem Risiko für einen schweren Verlauf (z.B. aufgrund des hohen Alters oder Grunderkrankungen), für Menschen mit einem besonderen Infektionsrisiko (z.B. Personal in stationären oder ambulanten Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und der Altenpflege) sowie für Personen mit relevanten Funktionen für das Gemeinwesen vor. „Pflegende Angehörige insgesamt müssen endlich als eine solche systemrelevant Personengruppe anerkannt und dementsprechend in der zu erwartenden Impfempfehlung prioritär behandelt werden.“, fordert Monika Kaus, 1. Vorsitzende der DAlzG. „Fallen die pflegenden Angehörigen aus, ist die Versorgung von vielen tausend Pflegebedürftigen in Deutschland nicht mehr gesichert. Deshalb müssen auch sie vorrangig die Möglichkeit erhalten, sich impfen zu lassen, wenn sie das möchten.“
________________________________________
[1] https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publ ... ierung.pdf

Hintergrund
In Deutschland leben heute etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Etwa zwei Drittel davon werden in der häuslichen Umgebung von Angehörigen betreut und gepflegt. Jährlich erkranken rund 300.000 Menschen neu. Ungefähr 60 Prozent davon haben eine Demenz vom Typ Alzheimer. Die Zahl der Demenzerkrankten wird bis 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. Sie unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Sie informiert die Öffentlichkeit über die Erkrankung und ist ein unabhängiger Ansprechpartner für Medien, Fachverbände und Forschung. In ihren Veröffentlichungen und in der Beratung bündelt sie das Erfahrungswissen der Angehörigen und das Expertenwissen aus Forschung und Praxis. Als Bundesverband von mehr als 130 Alzheimer-Gesellschaften unterstützt sie die Selbsthilfe vor Ort. Gegenüber der Politik vertritt sie die Interessen der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
Die DAlzG setzt sich ein für bessere Diagnose und Behandlung, mehr kompetente Beratung vor Ort, eine gute Betreuung und Pflege sowie eine demenzfreundliche Gesellschaft.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.12.2020
Kontakt
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Susanna Saxl
Friedrichstraße 236, 10969 Berlin
Tel.: 030 - 259 37 95 0
Fax: 030 - 259 37 95 29
E-Mail: info@deutsche-alzheimer.de
www.deutsche-alzheimer.de
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Pflegende und betreuende Angehörige verdienen Unterstützun

Beitrag von WernerSchell » 17.12.2020, 16:24

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"Pflegende und betreuende Angehörige verdienen Unterstützung"

Düsseldorf, 17. Dezember 2020. Etwa zwei Drittel der Demenz Betroffenen werden von Angehörigen zuhause gepflegt. In Nordrhein-Westfalen sind es etwa 230.000 Menschen, die von noch mehr Partnerinnen und Partnern, Töchtern und Söhnen, Freunden und Nachbarinnen in ihrem Zuhause gepflegt und betreut werden. Leisten die in der häuslichen Pflege Engagierten schon in „normalen Zeiten“ Enormes, wird ihre Leistung in der Pandemie erst recht unverzichtbar. Gerade schließen wieder viele Tagespflegegruppen, leisten ambulante Pflegedienste mancherorts nur noch Notdienste. Es wäre fatal, wenn nun auch noch die pflegenden Angehörigen krankheitsbedingt ausfielen. Viele tausend Menschen mit Demenz wären dann ohne Betreuung. Gemeinsam mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) fordert deshalb der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW, dass pflegende Angehörige als zu priorisierende Personengruppe für eine Impfung gegen Covid-19 genannt und behandelt werden.

Bisher wird im Positionspapier der gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der STIKO, des Deutschen Ethikrates und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina eine vorrangige Berücksichtigung bei der Impfung gegen COVID-19 nur für Personen mit dem Risiko für einen schweren Verlauf, für Menschen mit einem besonderen Infektionsrisiko (z.B. Personal in stationären oder ambulanten Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und der Altenpflege) sowie für Personen mit relevanten Funktionen für das Gemeinwesen vorgesehen. „Auch Pflegende Angehörige haben eine solche systemrelevante Funktion für die Gemeinschaft“, betont Regina Schmidt-Zadel, Vorsitzende von Alzheimer NRW.

Angehörige von Menschen mit Demenz haben aber auch Unterstützung verdient, wenn ihre Partner, Eltern oder Geschwister in einem Pflegeheim leben. Oft erbringen sie bei ihren Besuchen Pflege- und Betreuungsleistungen, die das hoch beanspruchte Pflegepersonal nicht schafft. „Wenn nach dem Beschluss der Landes-Regierungschefs vom 13. Dezember nun in vielen Regionen Besucherinnen und Besucher von Heimbewohnern einen negativen Corona-Test vorweisen müssen, gehe ich davon aus, dass ein solcher Test in oder vor den Einrichtungen durchgeführt wird“, formuliert Regina Schmidt-Zadel die Position des Landesverbandes der Alzheimer Gesellschaften NRW. „Außerdem sollten diese Tests kostenlos sein. Andernfalls kommt die an sich sinnvolle Bestimmung zum Schutze der Heimbewohnerinnen und Heimbewohner einem Besuchsverbot für solche Angehörigen gleich, die sich die Tests nicht leisten können oder aus Altersgründen nicht in der Lage sind, vor jedem Besuch den mitunter weiten Weg in ein Testzentrum zu bewältigen.“

Quelle: Pressemitteilung vom 17.12.2020
V.i.S.d.P. Regina Schmidt-Zadel MdB a.D., Vorsitzende
Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. Bergische Landstraße 2 * 40629 Düsseldorf
Tel. 0211/240869 – 18 * Fax. 0211/240869 - 11
presse@alzheimer-nrw.de * www.alzheimer-nrw.de

Der Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V. wurde 2003 gegründet. Er ist die Interessenvertretung der regionalen Alzheimer Gesellschaften und Alzheimer Angehörigen- Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeinitiativen in NRW. Er führt laufend eigene Projekte durch, z.B. das Projekt "Leben mit Demenz", eine Schulungsreihe für Angehörige. Er ist Veranstalter von Fachtagungen und Herausgeber eigener Publikationen. Er setzt sich für einen würdevollen Umgang mit Menschen mit Demenz ein, insbesondere in der Pflege, und wirkt an der Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Gremien, Ausschüssen und auf politischer Ebene mit.
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„Zielgruppenspezifische Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige“ (ZipA)

Beitrag von WernerSchell » 23.12.2020, 16:52

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Das Projekt „Zielgruppenspezifische Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige“ (ZipA) – gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Pflegekassen - ist abgeschlossen.

ZipA Bericht 22122020.PNG
ZipA Bericht 22122020.PNG (295.42 KiB) 493 mal betrachtet

Die Ergebnisse des Projektes stellen wir in einem Transferbericht online bereit: https://www.angehoerigenpflege.info/bericht/

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Personen, Gruppen und Institutionen, die unsere Forschung unterstützt haben!

Quelle: Mitteilung vom 22.12.2020
Sabine Bohnet-Joschko und Katharina Bidenko

Univ.-Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko
Lehrstuhl für Management und Innovation im Gesundheitswesen
E-Mail: sabine.bohnet-joschko@uni-wh.de
www.uni-wh.de/mig
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Rentenplus für pflegende Angehörige gefordert

Beitrag von WernerSchell » 05.01.2021, 18:04

Rentenplus für pflegende Angehörige
Arbeit und Soziales/Antrag

Berlin: (hib/CHE) Die Fraktion Die Linke fordert in einem Antrag (19/25349 > https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/253/1925349.pdf ) höhere Rentenleistungen für pflegende Angehörige. 84 Prozent der Pflegebedürftigen, die zu Hause gepflegt werden, würden allein durch Angehörige oder Nahestehende mit Bezug von Pflegegeld versorgt. Seit 2017 steige die Zahl rentenversicherter Pflegepersonen sprunghaft, argumentieren die Abgeordneten. Sie kritisieren, dass Verbesserungen der vergangenen Jahre erst ab Pflegegrad 2 gelten und die unterschiedliche rentenrechtliche Bewertung der Pflegegrade und Versorgungsformen nicht aufgehoben sei.
Die Linke fordert unter anderem, dass alle Pflegepersonen unabhängig vom Erwerbsstatus und auch im Pflegegrad 1 zusätzliche Rentenansprüche aus der Pflegetätigkeit erwerben können. Die Beitragszahlungen der Pflegekassen an die gesetzliche Rentenversicherung für die Alterssicherung von Pflegepersonen sollen deutlich erhöht werden. Alle Pflegepersonen sollen auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze ohne Abschläge von der regulären Altersrente, abhängig vom jeweiligen Pflegegrad, zusätzliche Rentenansprüche aus häuslicher Pflege bis zum Ende der Pflegesituation erwerben. Minderungen von erworbenen Betriebsrentenansprüchen sollen ausgeschlossen werden. Erwerbstätige Pflegepersonen, die ihre Arbeitszeit pflegebedingt reduzieren oder zeitweise unterbrechen, sollen hierdurch keine Renteneinbußen erfahren. Beim erstmaligen Eintreten einer Pflegesituation soll eine sechswöchige bezahlte Freistellung für erwerbstätige pflegende Angehörige analog dem Krankheitsfall gewährt werden, verlangt Die Linke weiter.

Quelle. Pressemitteilung vom 05.01.2021
Deutscher Bundestag
Parlamentsnachrichten
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