Pflege-Thermometer 2016 - Situation in der ambulanten Pflege

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Pflege-Thermometer 2016 - Situation in der ambulanten Pflege

Beitrag von WernerSchell » 14.10.2015, 06:55

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Pflege-Thermometer bis Ende Oktober verlängert
Bundesweite und bislang größte Befragung zur Situation der ambulanten Pflege stößt auf reges Interesse

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) startete mit dem Pflege-Thermometer 2016 die bislang größte bundesweite Befragung von Leitungskräften aus der ambulanten Pflege. Rund 14.200 Fragebögen versandte das dip Anfang September an sämtliche ambulante Dienste und Sozialstationen in Deutschland. Aufgrund von Hinweisen und Bitten aus der Fachöffentlichkeit und von Einrichtungsleitungen verlängert das dip die Möglichkeit zur Teilnahme. Bis zum 31. Oktober 2015 haben die Leitungskräfte die Möglichkeit, sich an der Studie zu beteiligen. Alle Bögen, die bis dahin eingehen, werden in die Untersuchung eingeschlossen. „Das Interesse an der Untersuchung besteht und wir möchten noch mehr Leitungskräften aus der ambulanten Pflege die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen“, so Prof. Michael Isfort, Leiter der Studie.
„Die Resonanz zeigt uns, dass wir die richtigen Fragen zur richtigen Zeit stellen. Je größer die Beteiligung, desto aussagekräftiger können die Hin-weise auch an die Politik ausfallen“, so Prof. Isfort weiter.
Fragebögen zur Teilnahme werden auf Nachfrage beim Institut zugesandt. Es lohnt sich mitzumachen und für die Teilnahme an der Befragung zu motivieren.
Die Studie wird von der B. Braun-Stiftung gefördert. Im Frühjahr 2016 ist mit einer Veröffentlichung der Ergebnisse zu rechnen. Die Ergebnisse der Pflege-Thermometer-Studien werden stets allen Interessierten kostenlos über die Institutshomepage (http://www.dip.de) online zur Verfügung gestellt.
Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. finanziert sich aus Projektmitteln und beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Krankenkassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen. Zum Angebot des Instituts gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen.

Kontakt: Ruth Rottländer, Tel: 0221/ 46861-43, E-Mail: r.rottlaender@dip.de

Quelle: Mitteilung vom 13.10.2015
Deutsches Institut für
angewandte Pflegeforschung e.V.
Standort Köln
Hülchrather Str. 15
50670 Köln
Tel.: +49 (0) 221/ 46861-30
Fax: +49 (0) 221/ 46861-39
E-Mail: dip@dip.de
Internet: http://www.dip.de
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
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Pflege-Thermometer 2016 - Situation in der ambulanten Pflege

Beitrag von WernerSchell » 05.05.2016, 07:12

Pressemitteilung vom 29. April 2016:

Pflege-Thermometer 2016 zeigt die aktuelle Situation in der ambulanten Pflege auf
Die ambulante Pflege ist ein wachsender Markt mit steigender Bedeutung, die mit limitierenden Faktoren zu kämpfen hat

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Köln veröffentlicht mit dem Pflege-Thermometer 2016 die bislang größte Befragung zur Situation der ambulanten Pflege in Deutschland. In der bundesweiten und repräsentativen Studie wurden 1.653 Leitungskräfte aus der ambulanten Pflege befragt. Die Ergebnisse zeigen die Herausforderungen, vor denen der ambulante Sektor steht:

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen, der ambulanten Einrichtungen sowie des dort beschäftigten Personals steigen in den letzten Jahren in allen Bundesländern deutlich an. Die verantwortlichen Personen jedes zweiten Dienstes blicken tendenziell optimistisch in die weitere Zukunft. Sie planen einen Ausbau, indem sie die Zahl der Klienten steigern sowie mehr Personal beschäftigten möchten. Limitierend wirkt hierbei allerdings der Fachkräftemangel. „Die Studie offenbart erhebliche Lücken im Personalbereich. Wir müssen einen gravierenden Fachkräftemangel in der ambulanten Pflege feststellen“, sagte Studienleiter Prof. Isfort. Aktuell existieren, je nach Modellberechnungen für dreijährig ausgebildete Fachkräfte, von 21.200 bis zu 37.200 offene und derzeit nicht zu besetzende Stellen. Der Fachkraftmangel ist dabei bereits versorgungsrelevant, denn rund ein Drittel der befragten Dienste musste im vergangenen Jahr bereits Klientenanfragen aufgrund von Personalmangel ablehnen.
Weiterhin stellen nicht kostendeckende Leistungen ein finanzielles Risiko für die Einrichtungen dar. Unterfinanziert sind insbesondere erhöhte Betreuungszeiten in Krisensituationen und bei der Sterbebegleitung, Anfahrtswege von mehr als 25 Minuten sowie Beratungsbesuche, die im Rahmen der Pflegeversicherung vorgeschrieben sind (§ 37 Absatz 3 SGB XI). „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um einen Betrug in Milliardenhöhe durch einige wenige kriminelle ambulante Dienste gewinnt dies an Bedeutung, denn die Gelder fehlen an anderer Stelle und bei den zahlreichen Diensten, die für eine gute Versorgung einstehen“, so Isfort. Fast 30 % der Studienteilnehmer nehmen Lücken bei der flächendeckenden Versorgung an ambulanten Leistungen in ihrer Region wahr. Zudem können derzeit über 40 % der Dienste eine Mitarbeit an weiterführenden quartiersbezogenen und gemeinwesenorientierten Ansätzen nicht leisten, da sie vollständig in das Tagesgeschäft eingebunden sind.
„Es ist angesichts der Studienergebnisse dringend geboten, die Pflegeausbildung und Bildungsplanung zu stärken, die Teilzeitquote in der ambulanten Pflege zu reduzieren, Leistungszuschläge aufzunehmen sowie die Netzwerkarbeit strukturiert zu befördern“, empfiehlt Prof. Isfort.

Gefördert wurde die Studie von der B. Braun-Stiftung und unterstützt wurde sie vom Pflegelotsen des Verbands der Ersatzkassen e. V.
Mit der Veröffentlichung des Pflege-Thermometers 2016 wird die erfolgreiche Studienreihe des dip fortgesetzt. Die Studie kann kostenfrei von der Institutshomepage des dip heruntergeladen werden ( http://www.dip.de ). Das gemeinnützige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. finanziert sich überwiegend aus Projektmitteln und beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiter/innen.

Kontakt: Elke Grabenhorst, Tel: 0221/ 46861-30
E-Mail: dip@dip.de

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Die Zeitschrift "Die Schwester / Der Pfleger", behandelt das Thema in ihrer Mai-Ausgabe und titelt:
"Ambulante Pflege - Pflege-Thermometer 2016 spiegelt Schwachstellen wider".
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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