Ärztemangel: Hausärztliche Versorgung dauerhaft stärken

Gesundheitswesen, Krankenhaus- und Heimwesen, Katastrophenschutz, Rettungsdienst, Arzneimittel- und Lebensmittelwesen, Infektionsschutzrecht, Sozialrecht (z.B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung) einschl. Sozialhilfe und private Versorgung

Moderator: WernerSchell

Gaby Modig
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Forscher finden keinen Ärztemangel

Beitrag von Gaby Modig » 01.10.2013, 06:54

Zum Thema Hausärztemangel berichtet am 01.10.2013 auch die Ärzte Zeitung (siehe unten) und sieht in ihrem Beitrag eher keine Versorgungslücken. Was ist richtig? Auf jeden Fall sind wohl die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, den entsprechenden Fragestellungen nachzugehen. Im Rahmen der Bedarfsplanung müssen dann ggf. Folgerungen gezogen werden. Hausärzte sind wichtige Dienstleister im Gesundheitssystem und müssen, wie auch immer, in ausreichender Zahl, und vor allem engagiert, erhalten bleiben.
Gaby Modig.

Ärzte Zeitung online, 01.10.2013
IW-Studie
Forscher finden keinen Ärztemangel
Ärztemangel - die Drohung vor krassen Versorgungslücken im Land geistert durch die deutsche Mediziner. Ökonomen haben jetzt auf ihre Weise nachgerechnet - und den drohenden Mangel vergebens gesucht.
Von Florian Staeck
KÖLN. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) widerspricht der Annahme, es gebe jetzt oder in den nächsten 15 Jahren einen Ärztemangel in Deutschland. Das schließe nicht aus, dass es regional oder in bestimmten Fachgruppen Engpässe geben könne. … (mehr)
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=847 ... ung&n=3008
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Neuss - In 20 Jahren werden Hausärzte knapp

Beitrag von Gaby Modig » 02.10.2013, 07:27

Die NGZ hat das Thema Hausärzte heute, 02.10.2013, erneut aufgegriffen und berichtet:

Neuss - In 20 Jahren werden Hausärzte knapp
VON VERENA PATEL - zuletzt aktualisiert: 02.10.2013
Neuss (NGZ). Experten befürchten, dass viele Praxen nicht wieder besetzt werden könnten. Gerhard Steiner, Kreisvorsitzender bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, warnt davor, das Versorgungsproblem aufzubauschen.
... (mehr) ... http://www.ngz-online.de/neuss/nachrich ... -1.3718150
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Presse
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Hausärzte - Top-Priorität

Beitrag von Presse » 14.02.2014, 08:01

Patientenbeauftragter: Laumann macht Hausärzte zur Top-Priorität
Mehr Nähe zum Patienten durch Hausärzte: Der neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung rückt die "Hausärztefrage" in den Mittelpunkt seiner politischen Arbeit
- und warnt vor der Debatte "Dumm wie ein Hausarzt". mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=855 ... ung&n=3288

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Höhere Bezahlung lockt Ärzte nicht aufs Land

Beitrag von Gaby Modig » 21.07.2014, 06:52

Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet am 21.07.2014:

Höhere Bezahlung lockt Ärzte nicht aufs Land
Düsseldorf (ots) - Die höhere Vergütung für Ärzte in dünn besiedelten Gebieten hat nicht die gewünschte Wirkung entfaltet, wie ein noch unveröffentlichtes Gutachten des Gesundheitsforschungsinstituts Iges zeigt, das der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe) vorliegt. So liegen beispielsweise die Umsätze von Hausärzten in Sachsen-Anhalt 14 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, die von Fachärzten dort übertreffen den mittleren Wert sogar um 20 Prozent. ....
http://www.finanzen.net/nachricht/aktie ... nd-3737360
http://www.welt.de/newsticker/news2/art ... -Land.html

+++
... Es ist auch ein Irrweg zu glauben, es ginge allein mit Geld. Wie schon so oft hier bemerkt wurde, die Zulassungsregeln müssen verändert werden.
Solange es keine auskömmliche Versorgung auf dem Land gibt, müssen die Zulassungen für die Ballungsräume, städtische Regionen, gestoppt werden.
Es geht hier also vornehmlich um die Bedarfsplanung und Durchsetzung.

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Was tun gegen den Hausärztemangel?

Beitrag von WernerSchell » 27.11.2014, 16:46

Bundesregierung informiert: Was tun gegen den Hausärztemangel?
Die flächendeckende hausärztliche Versorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen.
Wie die Bundesregierung diese bewältigen will, darüber informiert heute Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU).
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=874 ... ung&n=3890
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Experten warnen vor Mangel an Hausärzten

Beitrag von WernerSchell » 04.12.2014, 08:53

Experten warnen vor Mangel an Hausärzten
Ausschuss für Gesundheit

Berlin: (hib/PK) Die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum muss nach Überzeugung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen gezielt gestärkt werden. So sei auf dem Land eine verstärkte Unterversorgung zu beobachten und zugleich in Ballungszentren eine Überversorgung. Junge Mediziner hätten derzeit überdies wenig Interesse daran, Hausarztpraxen in ländlichen Regionen zu übernehmen, sagte der Vorsitzende des Expertengremiums, der Allgemeinmediziner Ferdinand Gerlach, am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Bundestages.
Gerlach forderte die Abgeordneten auf, über die jüngsten Empfehlungen seines Hauses rasch zu beraten und geeignete Gesetzesinitiativen zu ergreifen, bevor es zu Engpässen komme. Er mahnte: „Abwarten ist keine Option.“ Angesichtes des fortschreitenden demografischen Wandels und einer stark veränderten Erwartungshaltung junger Mediziner dürfe keine Zeit verloren werden. Die Bundesregierung arbeitet derzeit auch schon an einem Gesetz zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung.
Nach Auskunft des „Gesundheitsweisen“ scheut der Medizinernachwuchs oft vor der Verantwortung zurück, eine eigene Praxis zu betreiben. Die meisten jungen Ärzte seien ausgesprochen mobil, wollten aber nicht alleine arbeiten, sondern in Gruppen oder als Angestellte und nicht auf dem Land leben, sondern eher in Städten. Diesen speziellen Bedürfnissen müsse die Politik entgegenkommen, um „Entleerungseffekte“ im ländlichen Raum zu verhindern.
In manchen Regionen müssten bis 2025 bis zu 80 Prozent der Hausärzte ersetzt werden, weil diese in den Ruhestand gingen. Derzeit gäben pro Jahr rund 2.300 Hausärzte ihre Praxen altersbedingt auf, sagte Gerlach. Das Problem betreffe nicht nur den ländlichen Raum, sondern genauso die Städte. Rund 90 Prozent der nachrückenden Ärzte spezialisierten sich als Fachärzte und nur zehn Prozent als „Generalisten“ in der Allgemeinmedizin. Es würden künftig deutlich mehr Allgemeinmediziner gebraucht.
Die Gesundheitsexperten schlagen ein ganzes Bündel an Maßnahmen vor, um die ärztliche und pflegerische Versorgung auf dem Land weiter flächendeckend garantieren zu können. Neben einem „Landarztzuschlag“ schwebt den Experten eine regional vernetzte Versorgung vor. In lokalen Gesundheitszentren könnten demnach mehrere Ärzte und Pfleger tageweise arbeiten, auch in Teilzeit und mit Kinderbetreuung. Auf diese Weise könnten junge Allgemeinmediziner weiter in Ballungszentren leben und während der Woche in die Gesundheitszentren pendeln. Die Telemedizin und mobile Dienste etwa für chronisch Kranke könnten das Angebot ergänzen.
Das Gutachten 2014 des Sachverständigenrates hat die Bundesregierung unlängst als Unterrichtung (18/1940 http://dip.bundestag.de/btd/18/019/1801940.pdf ) vorgelegt.

Quelle: Mitteilung vom 03.12.2014
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Tel.: +49 30 227-35642, Fax +49 30 227-36001
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Verbesserung der hausärztlichen Versorgung

Beitrag von WernerSchell » 29.01.2015, 12:46

Über die Verbesserung der hausärztlichen Versorgung (auf dem Land) wird seit Jahren diskutiert. Veränderungen werden immer im "Kleinschrittformat" angekündigt. Da wir grundsätzlich keinen Ärztemangel haben, liegt das Problem in der "Verteilung" der Ärzte. Daher müssen die Vorgaben für die Zulassung entsprechend geändert und konsequent durchgesetzt werden. Das auch von der Politik unterstützte Drängen von Fachärzten in städtische Zentren muss beendet werden. Ergänzend erscheint eine Stärkung der "sprechenden Medizin" zwingend. Rd. 90% der Diagnosen können im Gespräch erkundet bzw. abgeklärt werden. Daher sind viele Einsätze der sog. Apparatemedizin entbehrlich und belasten das Gesundheitssystem unnötig. - Werner Schell - http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de
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Aufs Land / Kommentar zur Ärzteversorgung

Beitrag von WernerSchell » 06.03.2015, 07:24

Allg. Zeitung Mainz:
Aufs Land / Kommentar zur Ärzteversorgung

Mainz (ots) - Zunächst die nötige Dosis Basiswissen "medizinische Versorgung in Deutschland". Es sind genügend Ressourcen da, in Sonderheit Geld - nur schlecht verteilt. Der Medizin-Markt ist lukrativ, entsprechend laut tönt oft das Kriegsgeschrei zwischen Politik und Interessenverbänden. Nicht erschrecken lassen! Alles in allem können sich die Verhältnisse hierzulande im internationalen Vergleich sehr gut sehen lassen. Sarkastisch ausgedrückt: Oft ist das Schauspiel "lerne jammern, ohne zu leiden" zu besichtigen. Weil all das sehr geschäftsmäßig klingt, darf dieser Hinweis nicht fehlen:
Unabdingbar sind in einem Feld, bei dem es mitunter um Leben und Tod geht, höchstes soziales Engagement und die Bewahrung ethischer Grundsätze. Dass dabei bei dem einen niedergelassenen Allgemeinmediziner ein um alle Kosten bereinigtes Jahresbrutto von 60 000, bei dem anderen dagegen von 160 000 Euro zu Buche steht, spricht weder gegen den einen noch den anderen. So ist die Welt. Was aber schon bald sehr weh tun könnte, ist die Unterversorgung auf dem Land, weil mehr Mediziner in die Stadt wollen. Die Politik schlägt vor, Praxen in Städten "vom Markt zu nehmen". Das klingt nur marktwirtschaftlich, ist aber in Wahrheit Planwirtschaft. Da weht ein Hauch von Sozialismus, nicht ohne Charme. Jedoch sprechen gegen diese Idee zum einen verfassungsrechtliche Bedenken, zum anderen Zweifel, dass damit wirklich mehr Doktoren aufs Land zu locken wären. Es bleibt also wohl nur der andere Weg: Anreize schaffen, damit junge Mediziner Landarzt werden. Da gibt es mannigfache Wege - allesamt kostengünstiger, als mit deutschen Steuergroschen ausgebildete Talente ins Ausland abwandern zu lassen.

Quelle: Pressemitteilung vom 05.03.2015 Allgemeine Zeitung Mainz
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de
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Sprechende Medizin: Wer gut kommuniziert, heilt besser

Beitrag von WernerSchell » 26.08.2015, 06:28

Ärzte Zeitung vom 26.08.2015:
Sprechende Medizin: Wer gut kommuniziert, heilt besser
Patienten verbringen im Schnitt nur wenige Minuten im Behandlungszimmer. Gerade deshalb ist Kommunikation
das A und O, wie die aktuelle Forschung zeigt.
mehr » http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=890 ... ent&n=4439
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Zu viele Pflegeplätze, zu wenig Ärzte?

Beitrag von WernerSchell » 12.03.2016, 08:50

Am 12.03.2016 bei Facebook gepostet:
"Zu viele Pflegeplätze, zu wenig Ärzte?" (NGZ-Bericht vom 12.03.2016) > http://www.rp-online.de/nrw/staedte/gre ... -1.5830640 - Dazu ergibt sich: Pflegeheimplätze müssen an den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen ausgerichtet werden (vgl.: Presseinfo vom 21.01.2015). > viewtopic.php?f=4&t=20866 - Über die Verbesserung der hausärztlichen Versorgung (auf dem Land) wird seit Jahren diskutiert. Veränderungen werden immer im "Kleinschrittformat" angekündigt. Da wir grundsätzlich keinen Ärztemangel haben, liegt das Problem in der "Verteilung" der Ärzte. Daher müssen die Vorgaben für die Zulassung entsprechend geändert und konsequent durchgesetzt werden. Das auch von der Politik unterstützte Drängen von Fachärzten in städtische Zentren muss beendet werden. Ergänzend erscheint eine Stärkung der "sprechenden Medizin" zwingend. Rd. 90% der Diagnosen können im Gespräch erkundet bzw. abgeklärt werden. Daher sind viele Einsätze der sog. Apparatemedizin entbehrlich und belasten das Gesundheitssystem unnötig. Siehe u.a. unter > viewtopic.php?f=4&t=18219
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Verbesserung der hausärztlichen Versorgung (auf dem Land)

Beitrag von WernerSchell » 29.03.2016, 06:56

Am 29.03.2016 bei Facebook gepostet:
Über die Verbesserung der hausärztlichen Versorgung (auf dem Land) wird seit Jahren diskutiert. Veränderungen werden immer im "Kleinschrittformat" angekündigt. Da wir grundsätzlich keinen Ärztemangel haben, liegt das Problem in der "Verteilung" der Ärzte. Daher müssen die Vorgaben für die Zulassung entsprechend geändert und konsequent durchgesetzt werden. Das auch von der Politik unterstützte Drängen von Fachärzten in städtische Zentren muss beendet werden. Ergänzend erscheint eine Stärkung der "sprechenden Medizin" zwingend ( = Wer gut kommuniziert, heilt besser). Rd. 90% der Diagnosen können im Gespräch erkundet bzw. abgeklärt werden. Daher sind viele Einsätze der sog. Apparatemedizin entbehrlich und belasten das Gesundheitssystem unnötig.
Im Forum von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk gibt es zahlreiche Beiträge zum Thema: >
viewtopic.php?f=2&t=21172
viewtopic.php?f=4&t=18219
viewtopic.php?f=2&t=15653
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Parteien wollen Landarzt-Mangel bekämpfen

Beitrag von WernerSchell » 15.01.2018, 07:21

Ärzte Zeitung vom 15.01.2018:
Sondierungsgespräche
Parteien wollen Landarzt-Mangel bekämpfen

Arztversorgung auf dem Land und paritätische Finanzierung: Die Ergebnisse der Sondierung von CDU, CSU und SPD liegen vor. mehr » https://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=95 ... efpuryykqr

Die Sonderierungsergebnissse sind zum Thema Gesundheits- und Pflegesystem völlig unzureichend ausgefallen. Das musste deutlich kritisch werden: > viewtopic.php?f=3&t=22463
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NRW will mehr Landärzte fördern

Beitrag von WernerSchell » 06.06.2018, 06:36

Medizinische Versorgung
NRW führt Landarzt-Quote ein

Nordrhein-Westfalen will als erstes Bundesland im Medizinstudium eine sogenannte Landarztquote einführen.
Mit der Quote kann der hohe Numerus Clausus umgangen werden. Knapp acht Prozent der Studienplätze sollen für Bewerber reserviert werden, die sich vertraglich verpflichten, zehn Jahre als Hausarzt in einer unterversorgten Region zu arbeiten. Man werde zum Wintersemester kommenden Jahres mit 168 Landarzt-Studienplätzen starten, kündigte Landesgesundheitsminister Laumann in Düsseldorf an.
Das Bundesverfassungsgericht hatte im Dezember eine gerechtere Studienplatzvergabe für Medizin angemahnt. Die Kriterien für die Vergabe müssen noch in einer Verordnung zum Landarztgesetz geregelt werden, die das Kabinett bereits im Entwurf beschlossen hat.
Nach Angaben Laumanns sind in einigen ländlichen Regionen schon 60 Prozent der Hausärzte über 60 Jahre alt.

Diese Nachricht wurde am 05.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/medizinis ... _id=889988

+++
Die Rheinische Post berichtete am 06.06.2018 mit dem Titel "NRW will mehr Landärzte fördern"
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Pro-Land-Aktivitäten sind aus vielerlei Gründen wichtig

Beitrag von WernerSchell » 01.08.2018, 06:38

Pro-Land-Aktivitäten sind aus vielerlei Gründen wichtig

Die Versorgung derjenigen Menschen, die im ländlichen Raum leben und dort weiterhin bleiben wollen, muss mehr Aufmerksamkeit erfahren. Dazu gehört nicht allein, auf die ärztliche Versorgung zu achten und diesbezüglich finanzielle Anreize vorzusehen. Es muss eher darum gehen, durch geeignete politische Entscheidungen zu gewährleisten, dass die seit Jahren in Gang gekommene "Landflucht" beendet wird und attraktive Lebensbedingungen auch außerhalb der Städte erhalten bzw. neu gestaltet werden. Das bedeutet dann Wohnungsbau (mit den sog. bezahlbaren Mieten), Ansiedlung von Gewerbeunternehmen (einschließlich Einkaufsmöglichkeiten), Schaffung von Angeboten für Ärzte, Pflegedienste und sonstige Gesundheitsberufe … (usw.) auch außerhalb der Städte. Es macht auf Dauer keinen Sinn, politische Vorgaben nur so zu gestalten, dass sich alles nur in den Stadtzentren wieder findet. Es muss dringend und schnellstens im Sinne von Pro-Land-Aktivitäten gegen gesteuert werden!
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Landarzt ohne brillantes Abitur

Beitrag von WernerSchell » 20.02.2019, 07:22

An dieser Stelle sei ein Klischee erlaubt: Wenn man einem Soziologiestudenten ein Telefonbuch gibt, fragt er: Was soll ich damit? Der Medizinstudent hingegen fragt: Bis wann soll ich das auswendig lernen? Der Numerus Clausus hat also durchaus Berechtigung: Wer Medizin studieren möchte, muss schnell und effizient lernen können. Ein sehr gutes Abitur ist Zeugnis dafür, dass einer das kann. Aber Ärzte müssen mehr können, als im Kopf ihre Lehrbücher aufblättern. Sie müssen ihren Patienten auch Empathie entgegenbringen. Wer soziales Engagement zeigt und Zugang zu den Menschen hat, soll künftig in NRW auch ohne brillantes Abitur Landarzt werden können. Die Pläne dazu von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann stellt Thomas Reisener vor. >>> https://rdir.inxmail.com/rponline/d?o0b ... deswestens

Quelle: Mitteilung von Eva Quadbeck, Redakteurin der Rheinischen Post vom 20.02.2019
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