Rentnern sind Beiträge der PKV zu hoch

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Rentnern sind Beiträge der PKV zu hoch

Beitrag von Presse » 22.10.2012, 18:20

GKV/PKV im Vergleich – die Wahrnehmung der Versicherten
Ergebnisse einer Umfrage unter GKV- und PKV-Versicherten

Von Klaus Zok
Die allgemeine Zufriedenheit mit der eigenen Krankenversicherung ist
bei gesetzlich und Privatversicherten hoch. Die Kassenbindung aber
ist vor allem bei privatversicherten Rentnern deutlich geringer. Fast
jeder dritte Privatversicherte ist in diesem oder letzten Jahr in einen
Tarif mit geringerem Leistungsanspruch oder höherem Selbstbehalt
gewechselt. Der Anteil dieser Wechsler steigt mit dem Lebensalter.
Versicherte beider Systeme bewerten die Verbesserungspotenziale in
der Gesundheitsversorgung ähnlich, doch bei konkreten Themen wie
etwa der Wartezeit auf einen Termin gehen die Ansichten auseinander.
Das Solidarprinzip der GKV stößt auf große Zustimmung – auch bei
erstaunlich vielen Privatversicherten. Jeder dritte PKV-Versicherte
und sogar jeder zweite privatversicherte Rentner steht einem einheitlichen
Gesundheitssystem nach dem Muster der GKV aufgeschlossen
gegenüber. ....
Weiter lesen unter
http://www.wido.de/fileadmin/wido/downl ... h_1012.pdf

Dazu informiert das Deutsche Ärzteblatt vom 22.10.2012:
Rentnern sind Beiträge der privaten Krankenversicherung zu hoch
Berlin – In diesem oder dem vergangenem Jahr hat fast jeder zweite privat versicherte Rentner eine höhere Selbstbeteiligung an den Behandlungskosten akzeptiert oder ist in einen Tarif mit weniger Leistungen gewechselt. Von den Beamten im Ruhestand hat knapp jeder Dritte auf diesem Weg seine Prämienzahlungen reduziert. Das berichtet das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) heute im sogenannten WidO-Monitor. Für die Studie hatten Meinungsforscher im Auftrag des Instituts jeweils rund 1.000 zufällig ausgewählte privat und gesetzlich Krankenversicherte befragt. Die Befragung fand im April und Mai 2012 statt. .... mehr ...
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52105

WernerSchell
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Besser nicht privatversichert

Beitrag von WernerSchell » 23.10.2012, 06:48

1174 / 22. Oktober 2012
Pressemitteilung von Harald Weinberg


Besser nicht privatversichert

"Die private Krankenversicherung wird immer mehr zum Armutsrisiko für Ältere. Eine deutliche Mehrheit der Ruheständler will sie deshalb abschaffen und stattdessen in der gesetzlichen Krankenversicherung solidarisch versichert sein. Genau das fordert DIE LINKE in einem neuen Antrag, der bald im Bundestag debattiert wird", so Harald Weinberg, Obmann der LINKEN im Gesundheitsausschuss, mit Blick auf die Meldungen zu Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung. Weinberg weiter:

"Der Fehler liegt im System: Im Alter steigen die Beiträge zur privaten Krankenversicherung, während die meisten im Ruhestand weniger Einkommen beziehen. Ich bekomme dutzende E-Mails und Briefe von Menschen, die irgendwann einmal den Fehler gemacht haben, in die private Krankenversicherung zu wechseln und nun einen Großteil ihrer kargen Altersbezüge für Beiträge aufwenden müssen. Auch deshalb brauchen wir eine solidarische Bürgerversicherung. Alle sollen sich ihre Krankenversicherung leisten können - ohne Leistungseinschränkungen.

Nach den Daten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) will auch eine knappe Mehrheit der Gesamtbevölkerung - etwa 54,5 Prozent - die private Krankenversicherung abschaffen. Diese Forderung teilt DIE LINKE als bislang einzige Fraktion. Es wird Zeit, dass auch die übrigen Fraktionen erkennen, dass dies der einzige Weg ist, um die Ungerechtigkeiten des dualen Krankenversicherungssystems in Deutschland überwinden zu können."

F.d.R. Susanne Müller
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Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
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Debeka widerlegt AOK-Studie

Beitrag von Presse » 23.10.2012, 06:57

Debeka widerlegt AOK-Studie - Nur sehr wenige Versicherte nehmen Wechselrechte in Anspruch, um Beiträge zu sparen

Koblenz (ots) - Die Debeka weist die jüngsten Berichte der AOK als völlig haltlos zurück, wonach die private Krankenversicherung (PKV) vor allem vielen Rentnern zu teuer sei. Das jedenfalls behauptet das Wissenschaftliche Institut der AOK, das eine Umfrage unter gesetzlich und privat Versicherten durchgeführt hat. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass 48,1 Prozent der privat versicherten Rentner in diesem oder im vergangenen Jahr ihren Versicherungsschutz reduziert oder eine höhere Selbstbeteiligung in Kauf genommen hätten, um Beiträge zu sparen. Die Debeka, mit 2,2 Millionen Vollversicherten und einem Marktanteil von 25 Prozent größter privater Krankenversicherer in Deutschland, kann diese Behauptung des Wettbewerbers aber mit eigenen Zahlen eindeutig widerlegen. Bei der Debeka nahmen im selben Zeitraum lediglich 1,5 Prozent der Rentner ein Wechselrecht und 0,3 Prozent eine höhere Selbstbeteiligung in Anspruch. Im Gegensatz zur AOK-Studie, für die 1.000 Privatversicherte (davon nur 79 Rentner!) befragt wurden, liegen den Erhebungen der Debeka 16.000 Verträge von Rentnern zugrunde. Bei Beamten im Ruhestand (bei der Debeka fast
300.000) liegen die entsprechenden Ergebnisse nochmals deutlich unter denen der Rentner.

Der Vorstandsvorsitzende der Debeka, Uwe Laue, kommentiert die Studie wie folgt: "Zuletzt haben wir mit dem Vorurteil aufgeräumt, die PKV sei eine Versicherung der Reichen. Damit ist der AOK offensichtlich ein wesentliches Argument im Wettbewerb gegen die PKV weggefallen, sodass man nun auf andere Weise die private Krankenversicherung diskreditieren will. Das hatte die AOK schon zu Beginn des Jahres versucht, als sie mit Vermutungen über angeblich wechselwillige PKV-Versicherte Stimmung gegen die PKV-Branche machte.
Bereits damals hatte sich aber gezeigt, dass die Aussagen der AOK nicht haltbar waren und nur auf "Empfindungen" der Mitarbeiter anhand telefonischer Anfragen von Privatversicherten basierten."

Eine weitere Zahl in der AOK-Studie ist fragwürdig: Lediglich 76,6 Prozent der Privatversicherten seien mit ihrer Krankenversicherung zufrieden. Nach dem aktuellen "Kundenmonitor Deutschland" der Servicebarometer AG liegt die Gesamtzufriedenheit der Privatversicherten in der Branche bei 94 Prozent, bei der Debeka sogar bei über 98 Prozent.

"Interessanterweise wird - im Gegensatz zur vorliegenden AOK-Studie - der Kundenmonitor aber nicht von der Branche oder der Debeka in Auftrag gegeben. Die Daten werden seit Jahren neutral erhoben und weisen eine hohe Stabilität auf. Man kann nur darüber spekulieren, wie die großen Diskrepanzen zwischen den Ergebnissen der AOK-Studie und den tatsächlichen Werten zustande kommen. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier mit geschickten Fragestellungen gewünschte Ergebnisse erzielt werden sollten", so Laue weiter. "Ich bin gespannt, welche Geschichten uns die GKV-Lobbyisten als Nächstes auftischen wollen."

Quelle: Pressemitteilung vom 22.10.2012 Debeka Versicherungsgruppe
Pressekontakt: Dr. Gerd Benner
Leiter der Unternehmenskommunikation
Pressesprecher
Telefon: 0261/498-1100
Christian Arns
st. Pressesprecher
Telefon: 0261/498-1122
Debeka Krankenversicherungsverein a. G.
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