Entbürokratisierung in der Pflege ...
Verfasst: 18.03.2011, 18:08
Pflegedialog
Weniger Bürokratie – mehr PflegeBundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler will Bürokratie in der Pflege abbauen.
Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler will die Bürokratie im Pflegesystem verringern. Dadurch soll mehr Zeit für die direkte Pflege und Betreuung gewonnen werden. Dies machte Rösler im Gespräch mit Vertretern der Pflegebranche am Freitag deutlich.
In Modellprojekten soll der Einsatz moderner EDV in der ambulanten Pflege erprobt werden, wie er in vielen stationären Pflegeeinrichtungen bereits Standard ist. Dadurch sollen die Pflegekräfte entlastet werden, um mehr Zeit für die Patienten zu haben. Als Beispiele für sinnvolle Technik nannte Rösler Handheld-Computer für die Pflegekräfte und die Nutzung von Transpondern für die Ortung von Patienten, die sich verlaufen haben.
Zudem kündigte Rösler an, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen beim Umgang mit der Bürokratie entlasten zu wollen. Viele von ihnen seien zum Beispiel mit der Beantragung von Leistungen oder einer Pflegestufe überfordert. Er forderte die Krankenkassen auf, ihre Beratungsangebote für Pflegebedürftige auszuweiten.
Um die Ergebnisse Treffens zur Entbürokratisierung zusammenzufassen und die Vorschläge von Experten und Sozialverbänden zu sammeln, will der Gesundheitsminister in Kürze einen Ombudsmann oder eine Ombudsfrau benennen. Er oder sie soll für die Zeit des Gesetzgebungsverfahrens zur Pflegereform Anlaufstelle für Anregungen zum Bürokratieabbau sein und prüfen, welche Vorschläge umsetzbar sind.
Das Treffen zum Thema "Entbürokratisierung" war der dritte Teil des Pflege-Dialogs, der seit Dezember 2010 stattfindet. Zuvor haben bereits Spitzentreffen zu den Themen Pflegeberuf und pflegende Angehörige stattgefunden. Der nächste Pflege-Dialog wird sich Mitte April mit dem Thema Demenz auseinandersetzen. Die Ergebnisse des Pflege-Dialogs sollen in die geplante Pflegereform einfließen.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom 18.03.2011
http://www.bmg.bund.de/pflege/pflegedia ... erung.html
+++
DPR begrüßt Vorschläge zur Entbürokratisierung in der Pflege
DPR Presseinformation
Berlin (18. März 2011) – Heute fand die dritte Dialogveranstaltung zur pflegerischen Versorgung im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin statt. Thematisiert wurden Fragen der „Entbürokratisierung in der Pflege“. An etlichen Beispielen wurde dargestellt, mit welch ausufernder Bürokratie und überbordenden Dokumentationsanforderungen Pflegende vielfach belastet sind. Dies habe zur Folge, dass für die eigentliche Tätigkeit, die Pflege der Patienten und Bewohner, immer weniger Zeit verbleibe, so Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates e.V. (DPR). Hier sei dann auch das Selbstverständnis der Pflegenden betroffen, wenn unangemessene und bürokratische Anforderungen eine „Verunsicherungskultur“ etablieren und von der eigentlichen Pflege abhalten.
Westerfellhaus machte jedoch deutlich, dass Entbürokratisierung dabei keinesfalls eine Abkehr von notwendiger Dokumentation im Rahmen der Qualitätssicherung sein dürfe. Vielmehr verständigte man sich darauf, dass Ziel eine „Harmonisierung“ der unterschiedlichen Rechtsvorschriften, Gesetze und Kontrollen sein müsse.
In der Sache waren sich die Teilnehmer der Dialogveranstaltung einig: Seit Jahren lägen umfangreiche Studien, wie z.B. „Runder Tisch Pflege“, AG 3, zum Thema Entbürokratisierung in der Pflege (September 2005) und Vorschläge zur Entlastung vor. Es komme nun darauf an, diese zu bündeln und umzusetzen. Transparenz müsse geübt, überzogene bürokratische Anforderungen jedoch eingedämmt werden.
Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler hat angekündigt, zu Fragen der Entbürokratisierung in der Pflege zeitnah eine beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) angesiedelte Ombudsstelle einzurichten. Diese soll - zeitlich befristet - als Stabsstelle im BMG die unterschiedlichen Anregungen und Vorschläge sammeln und für ein avisiertes Gesetzgebungsverfahren entsprechend aufbereiten. Westerfellhaus begrüßte die Vorgehensweise und äußerte insbesondere die Erwartung, dass man in dieser wichtigen Frage zügig zur Umsetzung gelange.
Quelle: Pressemitteilung des DPR vom 18.03.2011
http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.n ... 30007AC864
Weniger Bürokratie – mehr PflegeBundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler will Bürokratie in der Pflege abbauen.
Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler will die Bürokratie im Pflegesystem verringern. Dadurch soll mehr Zeit für die direkte Pflege und Betreuung gewonnen werden. Dies machte Rösler im Gespräch mit Vertretern der Pflegebranche am Freitag deutlich.
In Modellprojekten soll der Einsatz moderner EDV in der ambulanten Pflege erprobt werden, wie er in vielen stationären Pflegeeinrichtungen bereits Standard ist. Dadurch sollen die Pflegekräfte entlastet werden, um mehr Zeit für die Patienten zu haben. Als Beispiele für sinnvolle Technik nannte Rösler Handheld-Computer für die Pflegekräfte und die Nutzung von Transpondern für die Ortung von Patienten, die sich verlaufen haben.
Zudem kündigte Rösler an, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen beim Umgang mit der Bürokratie entlasten zu wollen. Viele von ihnen seien zum Beispiel mit der Beantragung von Leistungen oder einer Pflegestufe überfordert. Er forderte die Krankenkassen auf, ihre Beratungsangebote für Pflegebedürftige auszuweiten.
Um die Ergebnisse Treffens zur Entbürokratisierung zusammenzufassen und die Vorschläge von Experten und Sozialverbänden zu sammeln, will der Gesundheitsminister in Kürze einen Ombudsmann oder eine Ombudsfrau benennen. Er oder sie soll für die Zeit des Gesetzgebungsverfahrens zur Pflegereform Anlaufstelle für Anregungen zum Bürokratieabbau sein und prüfen, welche Vorschläge umsetzbar sind.
Das Treffen zum Thema "Entbürokratisierung" war der dritte Teil des Pflege-Dialogs, der seit Dezember 2010 stattfindet. Zuvor haben bereits Spitzentreffen zu den Themen Pflegeberuf und pflegende Angehörige stattgefunden. Der nächste Pflege-Dialog wird sich Mitte April mit dem Thema Demenz auseinandersetzen. Die Ergebnisse des Pflege-Dialogs sollen in die geplante Pflegereform einfließen.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom 18.03.2011
http://www.bmg.bund.de/pflege/pflegedia ... erung.html
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DPR begrüßt Vorschläge zur Entbürokratisierung in der Pflege
DPR Presseinformation
Berlin (18. März 2011) – Heute fand die dritte Dialogveranstaltung zur pflegerischen Versorgung im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin statt. Thematisiert wurden Fragen der „Entbürokratisierung in der Pflege“. An etlichen Beispielen wurde dargestellt, mit welch ausufernder Bürokratie und überbordenden Dokumentationsanforderungen Pflegende vielfach belastet sind. Dies habe zur Folge, dass für die eigentliche Tätigkeit, die Pflege der Patienten und Bewohner, immer weniger Zeit verbleibe, so Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerates e.V. (DPR). Hier sei dann auch das Selbstverständnis der Pflegenden betroffen, wenn unangemessene und bürokratische Anforderungen eine „Verunsicherungskultur“ etablieren und von der eigentlichen Pflege abhalten.
Westerfellhaus machte jedoch deutlich, dass Entbürokratisierung dabei keinesfalls eine Abkehr von notwendiger Dokumentation im Rahmen der Qualitätssicherung sein dürfe. Vielmehr verständigte man sich darauf, dass Ziel eine „Harmonisierung“ der unterschiedlichen Rechtsvorschriften, Gesetze und Kontrollen sein müsse.
In der Sache waren sich die Teilnehmer der Dialogveranstaltung einig: Seit Jahren lägen umfangreiche Studien, wie z.B. „Runder Tisch Pflege“, AG 3, zum Thema Entbürokratisierung in der Pflege (September 2005) und Vorschläge zur Entlastung vor. Es komme nun darauf an, diese zu bündeln und umzusetzen. Transparenz müsse geübt, überzogene bürokratische Anforderungen jedoch eingedämmt werden.
Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler hat angekündigt, zu Fragen der Entbürokratisierung in der Pflege zeitnah eine beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) angesiedelte Ombudsstelle einzurichten. Diese soll - zeitlich befristet - als Stabsstelle im BMG die unterschiedlichen Anregungen und Vorschläge sammeln und für ein avisiertes Gesetzgebungsverfahren entsprechend aufbereiten. Westerfellhaus begrüßte die Vorgehensweise und äußerte insbesondere die Erwartung, dass man in dieser wichtigen Frage zügig zur Umsetzung gelange.
Quelle: Pressemitteilung des DPR vom 18.03.2011
http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.n ... 30007AC864