Lebenserwartung in Deutschland erreicht höchsten Stand

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Lebenserwartung in Deutschland erreicht höchsten Stand

Beitrag von Presse » 04.11.2010, 08:17

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 401 vom 04.11.2010

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Lebenserwartung in Deutschland erreicht höchsten Stand
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WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die Lebenserwartung in Deutschland weiter angestiegen. Sie beträgt nach der Sterbetafel 2007/2009 für neugeborene Jungen 77 Jahre und 4 Monate und für neugeborene Mädchen 82 Jahre und 6 Monate. Dies ist der höchste Stand seit Berechnung der ersten Sterbetafel 1871/1881 für das Deutsche Reich. Im Vergleich zur vorherigen Sterbetafel 2006/2008 stieg die Lebenserwartung für neugeborene Jungen um zwei Monate und für Mädchen um einen Monat.

Auch für ältere Menschen hat die Lebenserwartung um einen weiteren Monat zugenommen. Nach der Sterbetafel 2007/2009 beläuft sich die noch verbleibende (fernere) Lebenserwartung von 60-jährigen Männern auf weitere 21 Jahre. 60-jährige Frauen können statistisch gesehen mit weiteren 24 Jahren und 10 Monaten rechnen.

Aus der Sterbetafel 2007/2009 lässt sich darüber hinaus ablesen, dass nach den aktuellen Sterblichkeitsverhältnissen statistisch gesehen jeder zweite Mann in Deutschland wenigstens 80 Jahre alt werden und jede zweite Frau sogar ihren 85. Geburtstag erleben kann. Zumindest das 60. Lebensjahr erreichen 89,2% der Männer und 94,1% der Frauen.

Im Deutschen Reich betrug die durchschnittliche Lebenserwartung eines neugeborenen Jungen in der Berichtsperiode 1871/1881 nur 35 Jahre und 7 Monate, ein neugeborenes Mädchen konnte mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 38 Jahren und 5 Monaten rechnen. Demnach hat sich die Lebenserwartung der Neugeborenen in den vergangenen etwa 130 Jahren mehr als verdoppelt. Dazu trug zunächst vor allem der Rückgang der Kindersterblichkeit bei. In den letzten Jahrzehnten ist auch die Sterblichkeit Älterer stark gesunken.

Die aktuellen Periodensterbetafeln der amtlichen Statistik basieren auf den Daten über die Gestorbenen und die Durchschnittsbevölkerung der letzten drei Jahre. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse der gesamten Bevölkerung für diesen Zeitraum. Die fernere Lebenserwartung gibt daher an, wie viele weitere Lebensjahre Menschen eines bestimmten Alters nach den in der aktuellen Berichtsperiode - zum Beispiel 2007/2009 - geltenden Sterblichkeitsverhältnissen im Durchschnitt noch leben könnten. Eine Abschätzung der Entwicklung der Lebenserwartung in der Zukunft ist damit also nicht eingeschlossen.

Weitere Auskünfte gibt:
Dieter Emmerling,
Telefon: (0611) 75-2861,
E-Mail: demografie@destatis.de
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Die vollständige Pressemitteilung ist auch im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/ ... Print.psml
zu finden.
--
Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.
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Herausgeber: (c) Statistisches Bundesamt, Pressestelle
Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44, Telefax: +49 (0) 611 / 75 - 39 76
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Lebenserwartung im Ländervergleich

Beitrag von Presse » 18.11.2010, 09:31

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 425 vom 18. November 2010

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Lebenserwartung im Ländervergleich in Baden-Württemberg am höchsten
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WIESBADEN - Innerhalb Deutschlands gibt es zwischen den Bundesländern deutliche Unterschiede bei der Lebenserwartung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt umfasste die Spanne zwischen dem Land mit der höchsten und dem Land mit der geringsten Lebenserwartung Neugeborener im Zeitraum 2007/2009 bei Jungen 3 Jahre und 6 Monate und bei Mädchen 2 Jahre und 1 Monat.

Die bundesweit höchste Lebenserwartung wurde nach wie vor für Baden-Württemberg ermittelt: Im Berichtszeitraum 2007/2009 betrug dort die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Jungen 78 Jahre und 9 Monate und für Mädchen 83 Jahre und 5 Monate. Das waren für Jungen 1 Jahr und 5 Monate und für Mädchen 10 Monate mehr als in Deutschland insgesamt (Jungen: 77 Jahre und 4 Monate; Mädchen: 82 Jahre und 6 Monate). Die niedrigste Lebenserwartung haben neugeborene Jungen in Sachsen-Anhalt mit 75 Jahren und 3 Monaten und Mädchen im Saarland mit 81 Jahren und 3 Monaten. Dies entsprach einer für Jungen um 2 Jahre und 1 Monat und für Mädchen um 1 Jahr und 3 Monate geringeren Lebenserwartung als in Deutschland insgesamt.

In den neuen Bundesländern ist die Lebenserwartung im Durchschnitt der letzten 15 Jahre stärker gestiegen als in den alten Ländern. Zwischen dem Berichtszeitraum 1992/1994 und 2007/2009 hat sich die Differenz in der Lebenserwartung zum früheren Bundesgebiet für Jungen von 3 Jahren und 1 Monat auf 1 Jahr und 4 Monate verringert. Für Mädchen hat sie sich von 2 Jahren auf 2 Monate reduziert.

Die mit den jeweils aktuellen Periodensterbetafeln der amtlichen Statistik ermittelte durchschnittliche fernere Lebenserwartung gibt an, wie viele Jahre Personen eines bestimmten Alters noch leben könnten, wenn die heutigen Sterblichkeitsverhältnisse unverändert blieben. Eine Abschätzung der Entwicklung der Lebenserwartung in der Zukunft ist damit also nicht eingeschlossen.

Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter http://www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Dieter Emmerling,
Telefon: (0611) 75-2861,
E-Mail: demografie@destatis.de
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Die Pressemitteilung ist auch im Internet-Angebot
des Statistischen Bundesamtes unter
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/ ... Print.psml
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Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.
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