Altersgerechter Umbau von Wohnungen - Förderung

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Presse
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Altersgerechter Umbau von Wohnungen - Förderung

Beitrag von Presse » 13.05.2010, 06:35

Ab 1. Mai Zuschüsse für den altersgerechten Umbau von Wohnungen
Ramsauer: Wohnungsbestand an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen


Die KfW Bankengruppe ergänzt ab 1. Mai das aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung subventionierte Förderangebot "Altersgerecht Umbauen" zur Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand um eine Zuschussvariante. Antragsberechtigt sind private Eigentümer von 1- und 2-Familienhäusern bzw. Eigentumswohnungen, Wohneigentümergemeinschaften sowie Mieter. Gefördert werden zum Beispiel der Einbau von Aufzügen, die Überbrückung von Treppenstufen, die Verbreiterung von Türen oder die Anpassung von Bädern, um eine selbstbestimmte und unabhängige Lebensführung unabhängig von Alter und jeglicher Einschränkung in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Bundesbauminister Peter Ramsauer: "Wir wollen den Wohnungsbestand stärker an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen. Mit dem Zuschuss machen wir die Investitionen in Baumaßnahmen auch für Menschen attraktiv, die kein Darlehen aufnehmen möchten. Ich empfehle, bei Umbaumaßnahmen auch gleich an altersgerechte Verbesserungen zu denken. Wohnungen, die barrierearm sind, werden künftig an Wert gewinnen."

"Die Einführung einer Zuschussvariante stellt für Privatpersonen, die keinen Finanzierungsbedarf haben oder aus Altersgründen keine Darlehen mehr aufnehmen möchten oder können, eine Alternative zur Darlehensvariante dar", so Dr. Axel Nawrath, Vorstand der KfW Bankengruppe. "Das Anpassen von Wohnraum an die Bedürfnisse älterer Menschen ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ein Thema mit sehr hoher gesellschaftlicher und politischer Bedeutung. Darum wollen wir insbesondere für Privatpersonen nochmals weitere Anreize schaffen, sich rechtzeitig und umfassend auch mit dem Thema Barrierereduzierung zu befassen."

Ab einer Investitionssumme von 6.000 EUR kann ein Zuschuss von 5% der förderfähigen Investitionskosten, max. 2.500 EUR pro Wohneinheit gewährt werden. Für Investoren mit umfassenderem Finanzierungsbedarf stehen darüber hinaus auch weiterhin Förderdarlehen zu sehr attraktiven Konditionen ab 1,51 % p. a. effektiv bereit. Das Programm basiert auf frei kombinierbaren, in sich flexiblen Förderbausteinen. Die dazu speziell für den Wohnungsbestand entwickelten technischen Mindestanforderungen stellen einen ersten bundesweiten Standard dar, der genügend Flexibilität bei der Umsetzung bietet, dabei jedoch eine hohe Qualität der Barrierereduzierung sicherstellt.

Weitere Informationen über das Infocenter der KfW Bankengruppe unter der Telefonnummer 01801 / 33 55 77.

Quelle: Pressemitteilung vom 29. April 2010, Nr.: 125/2010

Anja Jansen
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Heimaufenthalte werden nicht vermeidbar sein

Beitrag von Anja Jansen » 14.05.2010, 07:15

Presse hat geschrieben: ....Wohnungsbestand an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen ...
Solche Förderansätze sind gut und richtig. Wir müssen alles daran setzen, dass die älter werdenden Menschen möglichst lange dort bleiben können, wo ihr Zuhause ist.
Allerdings sollte wir nicht denken, dass wir in der Zukunft alle pflegebedürftigen Menschen Zuhause werden versorgen können. Es wird wohl eine zunehmende Zahl solcher Pflegefälle geben, die nur stationär versorgt werden können. Der Zerfall der Familienstrukturen allein wird dies schon mit bewirken helfen.

A.J.
Es ist mehr Aufmerksamkeit für dementiell erkrankte Menschen nötig. Unser Pflegesystem braucht deshalb eine grundlegende Reform!

Rob Hüser
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"Daheim statt Heim" - Das ist nur die halbe Wahrhe

Beitrag von Rob Hüser » 15.05.2010, 06:38

Anja Jansen hat geschrieben:
Presse hat geschrieben: ....Wohnungsbestand an die Bedürfnisse älterer Menschen anpassen ...
Solche Förderansätze sind gut und richtig. Wir müssen alles daran setzen, dass die älter werdenden Menschen möglichst lange dort bleiben können, wo ihr Zuhause ist.
Allerdings sollte wir nicht denken, dass wir in der Zukunft alle pflegebedürftigen Menschen Zuhause werden versorgen können. Es wird wohl eine zunehmende Zahl solcher Pflegefälle geben, die nur stationär versorgt werden können. Der Zerfall der Familienstrukturen allein wird dies schon mit bewirken helfen.
Hallo Anja, guten Morgen in die Runde!

ich bin auch der Meinung, dass schnellstens alle Anstrenungen unternommen werden, den älter werdenden Menschen das Zuhausebleiben zu erleichtern. Dabei können Umbaumaßnahmen in der Wohnung hilfreich sein. Die Kommunen müssen aber auch altersgerechte Strukturen im Wohnumfeld schaffen. Das Älterwerden scheint zum Gemeinschaftsprojekt zu werden.
Ich teile aber auch die Meinung, dass wir nicht allein auf das Zuhause (daheim) setzen dürfen. Es wird zunehmend Schwerst-Pflegebedürfte geben, die, trotz aller Bemühungen, nicht mehr Zuhause versorgt werden können. Insoweit gilt es Vorsorge zu treffen. Wir müssen die Heimaufenthalte in unsere Erwägungen einbeziehen und auch insoweit für gute Pflege-Rahmenbedingungen sorgen. Wenn wir den Prognosen der Experten vertrauen, werden wir in den nächsten Jahrzehnten erheblich mehr stationäre Pflegesituationen haben als bisher vermutet.

MfG Rob
Das Pflegesystem muss dringend zukunftsfest reformiert werden!

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