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Klinikpersonal oft unterqualifiziert

Verfasst: 09.05.2010, 06:24
von Presse
Ärztepräsident:
Klinikpersonal oft unterqualifiziert

Kurz vor Beginn des Deutschen Ärztetages in Dresden ist die Personalsituation im Gesundheitswesen in den Blickpunkt gerückt. Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe beklagt, dass immer häufiger unterqualifiziertes Personal in den Krankenhäusern eingesetzt wird.
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http://www.focus.de/politik/deutschland ... 06143.html

Hoppe kritisiert Personalsituation in Krankenhäusern

Verfasst: 09.05.2010, 11:36
von Presse
Hoppe kritisiert Personalsituation in Krankenhäusern

Berlin – In der Debatte um die Finanzsituation im deutschen Gesundheitswesen hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) Jörg-Dietrich Hoppe die Personalsituation in den Krankenhäusern kritisiert. Es werde „immer häufiger unterqualifiziertes Personal“ eingesetzt, sagte Hoppe der "Frankfurter Rundschau" vom Samstag. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... eusern.htm

Ärzte machen Schlagzeilen zu Lasten der Pflege ....

Verfasst: 10.05.2010, 06:49
von PflegeCologne
Guten Morgen Forum!

Diese Art der öffentlichen Kritik halte ich für kontraproduktiv. Offensichtlich geht es der BÄK allein darum, Schlagzeilen zu machen und auf den Deutschen Ärztetag aufmerksam zu machen.
Die Ärzteschaft sollte lieber einmal offen ein Bekenntnis darüber abliefern, dass zu Lasten der Pflege über Jahre viele Arztstellen geschaffen worden sind und so manche Probleme im Gesundheitswesen auch mit den immer wieder erhobenen Honorar- bzw. Vergütungsforderungen zusammen hängen. Gerade erst wieder wird über Ärztestreik in den kommunalen Krankenhäusern geschrieben.

MfG Pflege Cologne

Personalsituation in Krankenhäusern - Kritik von Hoppe

Verfasst: 10.05.2010, 15:47
von Presse
Hoppe kritisiert Personalsituation in Krankenhäusern

Berlin – In der Debatte um die Finanzsituation im deutschen Gesundheitswesen hat der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) Jörg-Dietrich Hoppe die Personalsituation in den Krankenhäusern kritisiert. Es werde „immer häufiger unterqualifiziertes Personal“ eingesetzt, sagte Hoppe der "Frankfurter Rundschau" vom Samstag. Aus Sicht von Hoppe gibt es schon jetzt „eine ärztliche Unterversorgung und einen Notstand in der Pflege“. .... (mehr)
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/lette ... m&id=35578

Ausbildungs- und Einstellungsoffensive in der Pflege

Verfasst: 11.05.2010, 09:01
von Rob Hüser
Eine allgemeine Kritik bezüglich Unterqualifizierung halte ich für problematisch. Richtig ist, dass es einen Pflegenotstand gibt. Das bedeutet zu wenig Stellen. Daher muss es eine Ausbildungs- und Einstellungsoffensive in der Pflege geben.

Rob

Klinikpersonal oft unterqualifiziert

Verfasst: 12.05.2010, 13:50
von WernerSchell
Presse hat geschrieben:Ärztepräsident:
Klinikpersonal oft unterqualifiziert ....
Wenn die Bundesärztekammer, wie u.a. Focus-online am 08.05.2010 berichtet
viewtopic.php?t=14129 ,
das Klinikpersonal als allzu oft unterqualifiziert bezeichnet, ist eine solche Darstellung möglicherweise kontraproduktiv.

Tatsache ist, dass wir zwar keinen Ärzte- aber immerhin einen Pflegenotstand haben und dies allein in aller Deutlichkeit herausgestellt gehört. Wenn Pflegekräfte mit guter beruflicher Qualifikation der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, ist das ein Versagen der Integrationspolitik in Deutschland und gehört in diesem Politikbereich kritisiert. Es kann aber nicht angehen, dass Mängel in der Integrationspolitik wieder einmal in der Öffentlichkeit als Pflegemangel verkauft wird. Das schadet der Pflege und lenkt von den eigentlichen Problemen ab.

Das Thema Pflegenotstand und Pflegereformerfordernisse war auch Gegenstand des Neusser Pflegetreffs am 27.04.2010:
viewtopic.php?t=12279

In den letzten 10 Jahren sind in den Krankenhäusern rd. 70.000 Stellen für Pflegekräfte abgeschafft worden. Die Not der Kliniken, Pflegepersonal zu beschäftigen, ist groß. Dies aber auch, und das gehört deutlich angesprochen, weil die Vermehrung der Arztstellen und die Vergütungsanhebungen in den Krankenhäusern zu entsprechenden internen Sparanstrengungen der Träger geführt haben (die Budgetierung macht`s möglich).

Die organisierte Ärzteschaft hat seit Jahren lediglich ihre eigenen Interessen im Auge gehabt und dabei die Nachteile für die Pflege in Kauf genommen, jedenfalls nichts unternommen, um dem Pflegenotstand, auch in den Pflegeeinrichtungen (Heimen) wirkungsvoll entgegen zu treten. Insoweit ist eine Kehrtwende dringend erforderlich.

Am 23.06.2010 thematisiert Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk in einem Pflegetreff die „Patientenautonomie am Lebensende …“, so dass Gelegenheit besteht, über die Neuregelungen zur Patientenverfügung zu diskutieren:
viewtopic.php?t=14009
Auch in diesem Zusammenhang muss es um Klarstellungen in Richtung Selbstbestimmung der Patienten gehen!
Werner Schell - Dozent für Pflegerecht
http://www.wernerschell.de