Pflegeversicherung um ‚Programmleistung Demenz’ erweitern

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Pflegeversicherung um ‚Programmleistung Demenz’ erweitern

Beitrag von Presse » 03.05.2010, 16:00

„Pflegeversicherung um eine ‚Programmleistung Demenz’ erweitern!“

Mit dem heutigen Tag steht ein umfassender Abschlussbericht des Modellprojekts EDe (Entlastungsprogramm bei Demenz) der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das Projekt wurde mit Mitteln zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung vom GKV-Spitzenverband von 2006 bis 2009 gefördert. Mehr als 300 Familien, in denen ein an Demenz erkrankter Mensch lebt und gepflegt wird, nahmen an der Studie teil. Träger des Projektes ist die PariSozial Minden-Lübbecke. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hatte die wissenschaftliche Begleitung inne. Anlässlich der Veröffentlichung des Abschlussberichtes und der überzeugenden Ergebnisse sagte Prof. Frank Weidner, Leiter des dip, in Köln: „Wir empfehlen gemeinsam mit dem Projektträger, das Leistungsspektrum der Pflegeversicherung um eine Programmleistung Demenz zu erweitern.“

Das Projekt EDe hat gezeigt, dass viele Familien durch ein systematisches Angebot von geeigneten Maßnahmen nachweislich entlastet werden und so die häusliche Pflegesituation stabilisiert werden kann. Zu den Maßnahmen, die erprobt wurden, gehören die zugehende Beratung, die Schulung der Familien zum Umgang mit Demenz im Alltag sowie zu Leistungs- und Unterstützungsangeboten. So können neue Freiräume für persönliche Bedürfnisse und Entlastung der pflegenden Angehörigen geschaffen werden. „Die eigens geschulten Gesundheitsberater, die die Familien wiederholt besucht und unterstützt haben, haben dort im wahrsten Sinne ganze Arbeit geleistet“, hob Prof. Weidner hervor.

Bislang sind als Leistungen in der Pflegeversicherung Geld-, Sach- und Kombileistungen vorgesehen. Mit der jetzt vorgeschlagenen Programmleistung Demenz könnten zukünftig verschiedene Leistungen, die insbesondere für Familien mit demenzkranken Mitgliedern in Frage kommen, besser kombiniert und um einen Case Management-Ansatz ergänzt werden. Damit könnte auch der Umzug von demenzkranken Menschen in ein Pflegeheim deutlich verzögert werden. Prof. Weidner erläuterte ferner, dass auch für Schlaganfallpatienten und andere Gruppen die Entwicklung eigener Programmleistungen in der Pflegeversicherung vorstellbar sei. Er schlug vor, die Erkenntnisse aus dem Projekt einer sozialökonomischen Begutachtung zu unterziehen und damit die Einführung von Programmleistungen ernsthaft zu prüfen.

Der Abschlussbericht kann ab sofort kostenlos unter http://www.dip.de heruntergeladen werden.

Das gemeinnützige Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein Institut an der Katholischen Hochschule NRW (KatHO NRW) in Köln und betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz.

Quelle: Pressemitteilung vom 03.05.2010
Kontakt: Ursula Laag, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e. V., Köln
Tel: 0221 / 4 68 61 - 54
E-Mail: u.laag@dip.de

Pressemitteilung
http://www.dip.de/presse/pressemitteilungen/
Abschlussbericht
http://www.dip.de/fileadmin/data/pdf/ma ... Demenz.pdf

G. Fröhlich- Rockmann
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Beitrag von G. Fröhlich- Rockmann » 09.05.2010, 00:28

Juchhhuuu es gibt eine Empfehlung!!!

Öhm weiß bitte jemand die wie vielte Empfehlung das jetzt ist und in welcher der angekündigten Pflegereformen die dann auch tatsächlich umgesetzt wird??

Danke für eine etwaige Antwort im Voraus! Nein, nicht von Ihnen Herr Bundesgesundheitsminister. Ich möchte eine auf die ich mich verlassen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Gerd Fröhlich-Rockmann
Es ist der Mensch und nicht die Krankheit

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