Eine Vision wird Wirklichkeit: Bundesweit erstes Kinderpalliativzentrum in Datteln eroeffnet
Datteln (ALfA). Am 21. April wurde an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln das bundesweit erste Kinderpalliativzentrum feierlich eroeffnet. Damit wurde ein bislang einzigartiges Projekt umgesetzt. Das vom Land NRW ueber die Stiftung Wohlfahrtspflege mit 1,6 Millionen Euro gefoerderte Zentrum umfasst die "Station Lichtblicke" mit acht auf die Beduerfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnittenen Einbettzimmern sowie das "Forum fuer Familie und Fortbildung" mit Elternappartements und Raeumen fuer die Fort- und Weiterbildung in der paediatrischen Palliativversorgung. Ziel ist es, die schwerstkranken Kinder so zu behandeln, dass sie moeglichst bald wieder nach Hause in die vertraute Umgebung entlassen werden koennen. Waehrend das erkrankte Kind versorgt wird, nimmt sich ein geschultes Team der Familie des Patienten an und bietet medizinische, pflegerische, psychologische und seelsorgerische Hilfestellung an. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf der Begleitung der Geschwisterkinder, um ihnen den Druck zu nehmen, der auf ihnen lastet.
"Hier entsteht etwas wirklich Grosses fuer Menschen, die verletzlich und schwach sind und sich oft sehr klein fuehlen", erklaerte Prof. Dr. Boris Zernikow, Initiator der Kinderpalliativstation in einer Presseaussendung. "In besonderen Raeumlichkeiten und mit geschulten Mitarbeitern werden wir in der Lage sein, den Kindern und ihren Familien effektiv helfen zu koennen, bei denen die vorherige haeusliche spezialisierte Versorgung nicht mehr ausreichte. Diese Aufmerksamkeit und Expertise brauchen die Familien, und sie haben sie verdient", so Zernikow.
"Die Umsetzung dieses Projektes in so kurzer Zeit wurde nur moeglich, weil wir enorme Unterstuetzung von so vielen Seiten bekommen haben", betonte Andreas Wachtel, Geschaeftsfuehrer der Vestischen Kinder und Jugendklinik. "Es ist wunderbar zu sehen, wie viele Menschen sich fuer das Kinderpalliativzentrum engagieren." Der Bau des Kinderpalliativzentrums wurde massgeblich gefoerdert durch zahlreiche Sponsoren wie der Deutschen Krebshilfe e.V., RTL, die Vodafone Stiftung Deutschland und die Buergerinnen und Buerger der Stadt Datteln sowie der umliegenden Staedte und Gemeinden. Traeger der Einrichtung ist die Caritas. Zur Eroeffnung waren u. a. Bischof Felix Genn und NRW-Minister Karl-Josef Laumann gekommen, sowie RTL-Moderatorin Inka Bause, Patin des Kinderpalliativzentrums.
Jedes Jahr sterben laut dem Kinderpalliativzentrum mehr als 3.000 Kinder in Deutschland an einer lebenslimitierenden Erkrankung - 500 davon an Krebs. Die Kinder leiden in ihren letzten Lebenswochen an starken Schmerzen, unstillbarem Erbrechen und quaelender Luftnot. Wenn auch die Erkrankung selbst nicht heilbar ist, so lassen sich die Symptome hingegen haeufig kontrollieren.
Weitere Informationen:
Kinderpalliativzentrum Datteln
http://kinderpalliativzentrum.de
Station fuer unheilbar kranke Kinder
Erstes Palliativzentrum fuer Kinder und Jugendliche in NRW
22.600 Kinder in Deutschland leiden an unheilbaren Krankheiten. Medizinisch versorgt haben sie bislang Kinderkliniken. Das aendert sich jetzt. In Datteln eroeffnet am Mittwoch (21.04.10) weltweit die erste Palliativstation fuer Kinder und Jugendliche. WDR.de sprach darueber mit Doerte Garske, der Leiterin des Pflegeteams.
WDR.DE 21.04.10
http://www.wdr.de/themen/gesundheit/kra ... ndex.jhtml
Quelle: Pressemitteilung vom 25.04.2010
Aktion Lebensrecht fuer Alle (ALfA) e.V.
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Kinderpalliativzentrum in Datteln
Moderator: WernerSchell