Ablehnungsqoten für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren stiegen 2009 auf 31%:
Müttergenesungswerk kritisiert Sparmaßnahmen zu Lasten der Gesundheit von Müttern
Berlin, 24. März 2010. Das Müttergenesungswerk (MGW) kritisiert das Sparverhalten der Krankenkassen an Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen. Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind nach den jüngst veröffentlichten Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums im Bereich "Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter und Mütter mit Kindern" 2009 um 5,6% gesunken, gleichzeitig sind aber die Gesamtausgaben der GKV um 6% gestiegen. Für das Müttergenesungswerk eine skandalöse Entwicklung. "Die gesetzlichen Änderungen in diesem Bereich waren 2007 erklärter politischer Wille aller Fraktionen im Deutschen Bundestag. Ziel war, den Zugang zu diesen Kurmaßnahmen für Mütter zu erleichtern und deshalb ihren rechtlichen Anspruch zu stärken", betont Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes in Berlin.
Die Statistik des Müttergenesungswerkes spiegelt diesen Ausgabenrückgang der GKV. Im letzten Jahr nahmen nur noch 43.000 Mütter und 64.000 Kinder (6% weniger als 2008) an Vorsorge- oder Rehabiliationsmaßnahmen im Müttergenesungswerk teil. Die Ablehnungen der Kuranträge durch die gesetzlichen Krankenkassen stiegen 2009 um 4% auf insgesamt 31%. Viele Krankenkassen haben ihre Ablehnungsquoten gesteigert und begründen Ablehnungen vor allem mit dem Grundsatz "ambulante Maßnahmen nicht ausgeschöpft" oder Varianten davon. "Dieser Grundsatz gilt aber seit 2007 explizit nicht für mütterspezifische Kurmaßnahmen und die Anwendung ist daher rechtswidrig" erläutert Schilling, "deshalb sind die Widersprüche von Müttern gegen die Ablehnung ihres Kurantrags mit 48% so erfolgreich."
Das Müttergenesungswerk fordert die Politik auf, diese Entwicklung zu beobachten und zu intervenieren. Schilling erklärt: "Der gesetzliche Anspruch für Mütter ist geregelt, aber es gibt ein deutliches Umsetzungsproblem bei den Krankenkassen. Die neue gesetzlich verordnete Statistik der Kassen zu Anträgen und deren Erledigung, die seit 2008 geführt werden muss, gibt es bis heute nicht. Mütter brauchen mal wieder dringend Unterstützung von politischer Seite, um ihre Rechte durchzusetzen."
Im 60. Jahr seines Bestehens und trotz aller Erfolge ist das Müttergenesungswerk in großer Sorge um die Müttergesundheit in Deutschland. Der Bedarf an den spezifischen Maßnahmen für Mütter ist nach wie vor riesig. Eine Studie des BMFSFJ 2007 hat eindeutig belegt, dass 2,1 Millionen Mütter kurbedürftig sind. Familienpolitik und Familienfreundlichkeit zeigt sich auch am Umgang mit der Gesundheit von Müttern. In jedem Fall hängt eine ganze Familie daran.
Das MGW ruft deshalb die Mütter auf, selbstverständlich ihren Kurantrag bei ihrer Krankenkasse zu stellen und dafür die Unterstützung der Beratungsstellen des Müttergenesungswerkes bei den Wohlfahrtsverbänden in Anspruch zu nehmen. Damit hat ihr Antrag beste Erfolgschancen. "Mütter sollten immer bedenken, dass eine Krankenkasse auch gewechselt werden kann, wenn sie eine ungerechtfertigte Ablehnung erhalten." Das Müttergenesungswerk zeigt in seiner Statistik der Beratungsstellen die Ablehnungsquoten einzelner Krankenkassen auf.
Das Müttergenesungswerk bietet im Verbund mit 84 anerkannten Einrichtungen und einem wohnortnahen Netz von rund 1.400 Beratungsstellen bei den Wohlfahrtsverbänden frauenspezifische und ganzheitliche Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind in ganz Deutschland an.
Alle Informationen zu den Kurmaßnahmen und Beratungsstellensuche auf http://www.muettergenesungswerk.de und Kurtelefon: 030/330029-29
Quelle: Pressemitteilung vom 24.03.2010
Pressekontakt
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Katrin Goßens
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Tel.: 030/33 00 29-14, presse@muettergenesungswerk.de
Ablehnungsqoten für Mütter- und Mutter-Kind-Kuren
Moderator: WernerSchell
Mutter-Kind-Kuren - Veto-Haltung der Kassen
Mutter-Kind-Kuren: Caritas wirft Kasse Veto-Haltung vor
Die Caritas in der Erzdiözese Münster registriert ein sehr unterschiedliches Bewilligungsverhalten der Krankenkassen, wenn es um die Mutter-Kind-Kuren geht. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=601 ... itik&n=117
Die Caritas in der Erzdiözese Münster registriert ein sehr unterschiedliches Bewilligungsverhalten der Krankenkassen, wenn es um die Mutter-Kind-Kuren geht. mehr »
http://www.aerztezeitung.de/nl/?sid=601 ... itik&n=117
Mütter- und Mutter-Kind-Kuren helfen
Presseinformation vom 19.05.2010:
MGW-Mütter- und Mutter-Kind-Kuren helfen bei Adipositas:
Wege zum neuen Körpergefühl – Mütter wieder stark fürs Leben
Berlin, 19. Mai 2010. Die Hälfte der erwachsenen deutschen Bevölkerung ist übergewich-tig, viele von ihnen leiden an Adipositas (Fettleibigkeit). Auch Mütter sind betroffen. In 16 der anerkannten Einrichtungen des Müttergenesungswerkes (MGW) werden Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen mit dem besonderen Schwerpunkt Adipositas angeboten.
„In den Schwerpunktmaßnahmen Adipositas geht es nicht vordergründig um die Gewichts-reduktion“, erklärt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes heute in Berlin. „Vielmehr kommt es darauf an, das Lebensumfeld zu analysieren, Strategien für Veränderung von krank machenden Bedingungen zu finden. Die Mütter sollen zu ihrer Stär-ke zurückfinden, um Kraft für den Alltag zu haben.“
Starkes Übergewicht kann durch psychischen Stress ausgelöst sein. Begleit- und Folgeer-krankungen belasten die Mütter zusätzlich. Ihnen besondere Hilfen anzubieten ist das Ziel der Schwerpunktmaßnahmen Adipositas in einigen vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken. Hier werden die interdisziplinären Teams mit einem Netz von medizinischen und therapeutischen Maßnahmen aktiv. Inhalte der Kurmaßnahmen sind neben Ernährungs- und Diätberatungen, Kochen in der Lehrküche, Bewegungs- und Entspannungstherapie, vor allem psychologische Einzel- und Gruppengespräche zur Klärung von Ursachen, Verhaltensmustern und Bewältigungschancen. Einfühlsam und respektvoll geführt lernen die Patientinnen, wie sie ein neues positives Selbstwert- und Körpergefühl entwickeln können, um zukünftig besser mit ihren Belastungsfaktoren umzugehen.
Während der dreiwöchigen medizinischen Maßnahme geht es nicht vorrangig darum, schnell Gewicht zu verlieren. Im Fokus steht – wie in jeder anderen Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahme auch - die Bewusstmachung und Veränderung des Gesundheitsverhaltens. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für eine langfristige Gewichtsreduktion. Die Erfolge der Schwerpunktmaßnahmen Adipositas stellte eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover fest. Innerhalb der Kurmaßnahmen werden bezüglich der somatischen und psychischen Begleit- und Folgeerkrankungen sehr gute Therapieeffekte erzielt, was einen langfristigen Therapieerfolg begünstigt.
Das MGW-Internetportal www.winterkur.de widmet dem Thema Adipositas sein aktuelles Thema des Monats. Hier gibt es umfassende Informationen zu den Einrichtungen, die die speziellen Hilfen anbieten. Interessierte Mütter sollten in einer der 1.400 wohnortnahen Beratungsstellen kostenlos Unterstützung bei Antragstellung und Wahrnehmung des Wunsch- und Wahlrechtes einholen. Die Beratungsstellensuche und weitere Informationen auf http://www.muettergenesungswerk.de und Kurtelefon: 030/330029-29
Pressekontakt
Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Katrin Goßens
Bergstraße 63, 10115 Berlin
Tel.: 030/33 00 29-14, presse@muettergenesungswerk.de
MGW-Mütter- und Mutter-Kind-Kuren helfen bei Adipositas:
Wege zum neuen Körpergefühl – Mütter wieder stark fürs Leben
Berlin, 19. Mai 2010. Die Hälfte der erwachsenen deutschen Bevölkerung ist übergewich-tig, viele von ihnen leiden an Adipositas (Fettleibigkeit). Auch Mütter sind betroffen. In 16 der anerkannten Einrichtungen des Müttergenesungswerkes (MGW) werden Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen mit dem besonderen Schwerpunkt Adipositas angeboten.
„In den Schwerpunktmaßnahmen Adipositas geht es nicht vordergründig um die Gewichts-reduktion“, erklärt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes heute in Berlin. „Vielmehr kommt es darauf an, das Lebensumfeld zu analysieren, Strategien für Veränderung von krank machenden Bedingungen zu finden. Die Mütter sollen zu ihrer Stär-ke zurückfinden, um Kraft für den Alltag zu haben.“
Starkes Übergewicht kann durch psychischen Stress ausgelöst sein. Begleit- und Folgeer-krankungen belasten die Mütter zusätzlich. Ihnen besondere Hilfen anzubieten ist das Ziel der Schwerpunktmaßnahmen Adipositas in einigen vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken. Hier werden die interdisziplinären Teams mit einem Netz von medizinischen und therapeutischen Maßnahmen aktiv. Inhalte der Kurmaßnahmen sind neben Ernährungs- und Diätberatungen, Kochen in der Lehrküche, Bewegungs- und Entspannungstherapie, vor allem psychologische Einzel- und Gruppengespräche zur Klärung von Ursachen, Verhaltensmustern und Bewältigungschancen. Einfühlsam und respektvoll geführt lernen die Patientinnen, wie sie ein neues positives Selbstwert- und Körpergefühl entwickeln können, um zukünftig besser mit ihren Belastungsfaktoren umzugehen.
Während der dreiwöchigen medizinischen Maßnahme geht es nicht vorrangig darum, schnell Gewicht zu verlieren. Im Fokus steht – wie in jeder anderen Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahme auch - die Bewusstmachung und Veränderung des Gesundheitsverhaltens. Dies ist die wichtigste Voraussetzung für eine langfristige Gewichtsreduktion. Die Erfolge der Schwerpunktmaßnahmen Adipositas stellte eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover fest. Innerhalb der Kurmaßnahmen werden bezüglich der somatischen und psychischen Begleit- und Folgeerkrankungen sehr gute Therapieeffekte erzielt, was einen langfristigen Therapieerfolg begünstigt.
Das MGW-Internetportal www.winterkur.de widmet dem Thema Adipositas sein aktuelles Thema des Monats. Hier gibt es umfassende Informationen zu den Einrichtungen, die die speziellen Hilfen anbieten. Interessierte Mütter sollten in einer der 1.400 wohnortnahen Beratungsstellen kostenlos Unterstützung bei Antragstellung und Wahrnehmung des Wunsch- und Wahlrechtes einholen. Die Beratungsstellensuche und weitere Informationen auf http://www.muettergenesungswerk.de und Kurtelefon: 030/330029-29
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Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
Katrin Goßens
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Tel.: 030/33 00 29-14, presse@muettergenesungswerk.de